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Jüdische Rundschau · 1923-09-14 · Heft 79-80 (14.9.1923) · page 4

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVIII (1923)
Issue
Heft 79-80 (14.9.1923)
Date
1923-09-14
Page
– (sequence 4)
Language
German
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t־ EtflC 488 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 79/80 Palästina mit meiner schwachen VcrdaiiunE&kraft muß derartige Gruppen a1uv:ucic11 und wim die Sprin/aks sich nicht ändern .werden, müssen sie von dort wt^, oder die Aufbauarbeit >*r!rd von ÜV11C31 noch mehr gcstöürt werden, 0.1s von den Aralicrn.“ , . _ Wir glauben, daß die erbitterst®! mnerpoUtisdicn Gegner 'der jüdischen Arbeiter Palästinas bisher noch niemals gewagt haben in diesem Stil zu sprechen. Wir sind überzeugt, daß selbst eia enravierter zionistischer ״Bourgeois“ diese Schimpfkaiionado mißbillige» wird. Man konnte über diese ix'ilauer- Jiclio EirMeisun״ mit Stillschweigen und Lächeln hinweg-!׳־eilen, ■wenn nicht die Tatsache bestände, da» durch eine . «icrartipe Publikation in einem viclgelesencii Blatt die öffentliehe Meinung ernstlich vergiftet wird. Es würde wie eine Banalität klingen, wenn wir an dieser Stelle darauf hi ״weisen würden, da» ’der seltsame Fanatiker die Wahrheit auf den Kopf stellt, da die von Spriiiznk vertretene Arbeiterschaft, die beute in der Histraduih Klaiitli organisiert ist, nicht nur das wichtigste auibauende Element des Landes ist, sondern auch das sicherste Bollwerk gegen irgendwelche ״zerstörende“ Tendenzen, die bei der heutigen Lage der von dem Volke in der Diasjwira im Stiche gelassenen nationalen Pioniere nur zu begreiflich wären. Sind unsere Chaiuzim, in deren Namen Weidmann nach seinem eigenen Zeugnis das Hot des jüdischen Volkes in Amerika, gewann, schon so ״hefker“, da» man wünschen darf, da» Palästina sie ״ausspeit“! Es ist mizifiK'liiiicii, da» diese hysterische Verirrung keine Stellungnähme der Redaktion des Blattes bedeuten soll, was allerdings tnisdriicklich erklärt werden sollte. Besonders befremdend ist eg allerdings, da» das offizielle Organ der amerikanischen Zionisten so etwas noch naclidruckt, oluic sofort dagegen Vcrwalirung einzulegcii. * Die _W e 11 b ü h 11 e“ vom 6. September entnimmt einem von Alpnons Ooldschinidt, dem Verfasser des bekannten Buches über Sowjetruüland soeben bei Rowohlt hcratisge- »ebenen Rciscbuclie ״Argentinien“ ein Kapitel ״Von den Juden“, in welchem der Verfasser sagt: ״welch junge Macht ist der Jude. Lest die Geschichte seines Volkes, wie sie immer wieder gemetzelt wurden von der Uebcrzahl, immer wieder uinhetichelt, gebraucht und weggeworfen, erhöht und verbrannt, cs Ist ein Wunder. Immer Tropfen nur in der. Masse, und die Masse immer wieder feig gegen sie.... Man kategorisiert sie, schachtelt sic ein, rationiert ihnen Pariaberufe zu und sagt dann, in ihnen sei keine Produktivität und nichts Organisierendes. Aber etwas Freiheit und Produktion breche durch, daun organisieren sie Landkolonien, Fabriken, ganze Volkswirtschaften, Armeen . . . Ich glaube,• hätte man sie an die Brust gezogen, angeglichen, ihre Kraft wäre gelähmter als heute. Kein Blut strebt so hinein in die Gemeinschaft und keines wurde je so abgedrängt von der Gemeinschaft ... Ich hasse den knebelnden, den sich scheinangleichcnden, den bewegungsfeindlichen Juden ... Ich weiß, dal cs keine Rassemission ist, keine Edelingsmisskm, daß der ,Jude' mit der bürgerlichen Gesellschaft verschwinden wird. Aber dieses gehemmte Blut, diese auf seine eigene Herzkammer züriiekgepreßte Blut hat einen ungeheuren Auftriebswilien zur Gemeinschaft. Weil sie aus Gruben steigen, lieben sie das Licht mehr als die andern. Es gab schon ■Weltorganisationen gegen sie, Bannflüche, Enteignungen, Welt- Schändungen, Bestienliaftigkeilen aller Arten. Aber kein Hakenkreuz kann sie verscheuchen, denn sic tragen das Kreuz, das ist der Haken.“ Die Konferenz der Weltorganisation zionistischer Franen Gleichzeitig mit dem Zionisfenkongreß fand, wie bereits gemeldet, in Karlsbad vom 12. bis 15. August eine von der W. O. Z. F. einberufene zionistische Frauenkonferenz statt. Das Ziel dieser Konferenz war es, die vor drei fahren anläßlich der Londoner Jahreskonferenz gegründete W. O. Z.F. zu festigen und wirklich zu einer Zusammenfassung der zionistischeu Frauen der verschiedensten Länder zu machen. Die Konferenz wurde eröffnet durch eine Begrüßungs- Ansprache der Vorsitzenden Frau Goodman (London), Dann wtnxlc der Ehrenvorsitz Frau Prof. War bürg (Berlin) •übertragen. Unter den 7.al11reid1en Teilnehmern der ersten Sitzung befand sich auch die Amerikanerin Frau Kohut, die Vorsitzende der jüdischen Frauenkonferenz, die vor etlichen ,Wochen in Wien tagte. In wannen Worten gedachte Frau Patak (Wien) der verstorbenen Frau Johanna Simon. Frau Sietf widmete der ebenfalls seit dem letzten Kongreß verstorbenen Frau Herbert Cohen herzliche Gedenkwarte. Frau Dr. Weizmann berichtete über die Arbeit der Organisation wähnend der letzten . Kongreßperiode. Die 1W. O. Z. F. hat sidi — infolge einer Abmachung mit Keren Hajcssod — zuerst auf die Sammlung von Juwelen und Wertsachen beschränken müssen und konnte erst später bare Zuwendungen und Gegenstände verschiedener Art entgegennehmen, von den eingehenden Mitteln wurde ein Ldirheim für Chalinüoth und — dank einer besonderen Spende aus Neuseeland — eine SäuglLngsfiirsorgcstation in Jaffa errichtet. Nunmehr arbeitet die W. O. Z.F. darauf hin, in Nahalal eine Mädchen-Lehrfarm einzurichten, wofür die Vorarbeiten bereits begonnen worden sind. Frau Sie ff berichtete über die Arbeit des englischen Zweiges der W. O. Z. F., der bisher die rggste Tätigkeit entfaltet und die stärksten materiellen Erfolge erzielt hat. Dann berichtete Frau Maisei -Sch o cli at (Jaffa) über die bisher in Palästina geleistete Arbeit. Das Chaluzotii- Heim in Jaffa gewährt 30 Mädchen nicht nur eine gute Unterkunft, sondern in einem dreijährigen Lchrkursus, der in Verbindung mit der Arbeiterküche stellt, lernen die Mädchen auch alle Zweige der Hauswirtschaft, Geflügel- und Bienen- ■ zucht sowie Gemüsebau. Sie werden dadurch gründlich für die spatere Führung einer * eigenen Wirtschaft oder als Leiterinnen von Arbeiter- und Kwirzothküchen und ähnliche ,Berufe vorbereitet. In der Lehrfarm in Nahalal sollen die Schülerinnen gründlich alle Zweige der Landwirtschaft priemen. Dort sind schon provisorische Barackengebäude errichtet, und der Boden wird bereite für Pflanzungen vorbereitet, Die Sitzung des zweiten Konferenztages begann mit einem ausführlichen Referat von Frau Hoof 1c n (Jaffa) über die Säuglingsfürsorgestation. Diese rst auf Wunsch der Spinderiimcii nach dem Piwnkett-Systcm eingerichtet, das sich von den in anderen Stationen des Landes und anderen in. Palästina arbeitenden Frauenorganisationon angewandten Systemen unterscheidet. Frau Hoofien erzählte einige Bei- ,spiele aus der Praxis der Säuglingsschwestern. Dann wurde die Debatte über die erstatteten Bericht* eröffnet, zu der die Frauen Adler (Haag), Bouchmil, Per sitz (Homburg v. d. H.) und Thon (Jerusalem) das Wort nähmet. Die Dislatssionsrcdncrinnen beanstandeten die folgenden Punkte: Die W.O, Z. F. hat sich zu ausschließlich aut die Sammlung von Mitteln 1kschränkt und zu wenig getan, Um den ersten (,unkt ihres Programmes: Erziehung der ittdischeu Frau zu nationalem Bewußtsein zu entsprechen. Frau Tlton erklärte das Versagen der Organisation auf diesem Gebiete aus zwei Ursachen: erstens hat die W.O. Z. F. sich nur an die kapitalkräftigen älteren Frauen gewandt und hat den großen Kreis der jungen Mädchen und Frauen, welche die Or;1.!־i1ixatio1t mit neuen Ideen erfüllen könnten, ganz außer aclit «;־eiassen. Zweitens hat man cs versätrait, die palästinensisclicit Frauen zu organisieren und ,ne bei der Gründung von Instituten ,in Palä .״na nach ihren eigenen Ansichten •und Wiimiclicn über die dort notwendige Frauenarbeit zu fragen. ’ Kritisiert wurde ferner, daß die W.O.7.. F. rieh auf lange Zeit auf ein einziges Projekt — die Mädchciifarm, die mit ihrem Budget von'£ 15000 der jungen und noch unfertigen Organisation erdrückend cchweze Vcndli<11t־n1״cn aufcrlegt — fostgclegt hat und deshalb eine grolle Anzahl kleinerer Auf» gaben, zu deren Erfüllung eine Weltorganisation von Frauen Berufen wäre, ignorieren muß. ׳ Als Einleitung für nie Bcrntimgcn über das neue׳ Arbeitsprogramin der Organisation erstattete Frau T hon einen Bericht über die Lage der palärtincnsisclto! Frau auf Wirtschaftiidiem, rechtlichem und kulturellem Gebiet und fiter die verschiedenen Möglichkeiten der Frauenarbeit In Palästina. Sic konstatierte, daß von den rund1 39 000 jüdisch« Frauen Jeder fördere durch crcCa #״> fm ף-» ן~» ,-׳?,«ץ f זזמ״מו 1m,ai1I1״ii״1״ii11111,11״mi;11i1111f f״ST N Kin'iimiiii'iä'iiiiiTiömfflfiriliiilii'SU 3Qdlscber Hatlonslfonda Berlin. / Postscheck: 28247. des Landes reichlich 35030 ohne jede OmiPausbildimg und ohne reguläre Beschäftigung sind. Arbeit für sie zu schaffen, ist eines der dringend ■den Erfordernisse. Außerdem cnyifahl sic eine Reihe von kleineren Arbeiten, die man mit geringen Mitteln sofort in Palästina beginnen kann, wie Arbeitsnachweis, Berufsberatung, Informationsdienst tisw. Nach ihr erstattete Frl. Lea 11 Berlin (Jerusalem) ein fesselndes Referat über die Tätigkeit der großen palästincnsischen Frauenorgnnisation Histadruth Naschim Ivrioth, die allein in Jerusalem mehr ah 600 Mitglieder zählt. Die Organisation hat sieh die Erziehung der Frau als Mutier zur Aufgabe gestellt. Sic tut das, indem sic schon in der Zeit der Schwangerschaft sidt der Mutter annimnit, ihr für die Entbindung Unterkunft im Hadassah-Hospital verschafft und nach der Geburt des Kindes in Säuglingsfürsorgestationen der Mutter regelmäßig Anweisungen für seine Pflege gibt. Die Organisation geht jetzt daran, eine Kinderkrippe und ein Volkslieim zu eröffnen. Sic bcabsiciitigt, allmählich alle Frauen des Landes zu organisieren. — Fräulein Berlin und Frau Thon sowie in engeren Sitzungen auch Frau Kapitän Salomon traten dafür ein, daß die W. O. Z. F, ihre Organisutiousarbcit in ׳ Palästina durch diese bereits bestehende große! Fraucnorganisation ausführen lassen soll. Es wurde eine Organisationskommission und eine Kommission für Palästinaarbeit gewählt, welche der Konferenz Vorschläge für die künftige Arbeit unterbreiten und neue Statuten aufsfcllen sollte. In diese Kommissionen wurden die Damen Ooodma'nn und Sicff (London), Berlin und Thon (Jerusalem), Per sitz (Frankfurt a. M.), Sari Kohn und Edith Hirsch (Berlin), Patak und Halpc rn (Wien) gewählt. Die Gesichtspunkte, die bei der Umarbeitung der, Statuten zur Geltung kamen, waren vor allem die folgenden: 1. Es muß unzweideutig ausgesprochen werden, daß die W. O. Z. F. eine Zusammen!,1׳r,w1g der zionistischen Frauenverbände sein soj). Daneben soll chic freundschaftliche Kooperation mit nichtzionistischeri Frauenverbänden zum Aufbau von Palästina erslrcbt werden. « 2. Die Organisation soll ein starkes Zentrum In Palästina erhalten. Dort soll eine Exekutive von neun Mitgliedern sein, von denen nur ein Teil auf der Konferenz gewählt werden kann, während der andere Teil aus Vertreterinnen der palästincnsisdien Frnucnvcrcinc bestehen soll. Diese Exekutive, die hierdurch zugleich eine Zusammenfassung der palästinensischen Frauen auf demokratischer Grundlage wird, soll über Charakter und Ausführung der in Palästina zu leistenden Frauenarbeit bestimmen. Diese programmatischen Acnderungcn neben einigen klcincren wurden in der Schlußsitzung dem Plcnmn vorgclcgt und angenommen. Der wichtigste Beschluß der Organisationskommission bestand in den Beschluß, ein Büro für Zentralcuropa zu errichten. Dieses Büro wird denVcrkehr der Landsmannschaften mit dem Londoner Büro und der palästinensischen Zentrale Vermitteln. Es wird die Aussendung von׳ Agitatorinnen und die Ausarbeitung und Versendung von Propagandamalcrial übernehmen tmcl allgemeine Organisationsarbeit'leisten. Ein Büro für Oesterreich und Nachbarländer soll unter der Leitung der Damen Halpcrn und Patak stellen. Frl. Sari Kohn wird die Organisationsarbeit in Altrumänicn 1m<JJugoslawien übernehmen. In einer Nachmittagssiiziaig am 14. August erstattete Frau Sie ff den Finanzbericht Das neue Budget enthält neben dem Betrage von £ 10000 für die Lehrfarm Nahalal, £ 400 Subvention für das Chaluzoth-Helm, £ 400 für die Säuglingsfiirsorgestation, auch einen Betrag von £ 300 für die vorgcschlagcnen kleineren Arbeiten in Palästina. In der Schlußsitzung am 15. August legte Frau Thon zwei Resolutionen vor, die vom Waad Leumi und allen anderen Körperschaften die Arlicit für die rechtliche Gleich- Stellung der Frau init dem Manne verlangen. Dann wurde die Wahl der Exekutive und des Actions- Comitds im Gahxth und die Wahl der Palästina-Exekutive vorgenommen. Der erstercn werden die Damen Ooodman, Sicff, Weizmann (London), Halpcrn und Patak angehören, in die Palästina-Exekutive werden die Damen Maisel-Schoch.it, Gcrson, Hoofien sowie Lcah Berlin und Thon gewühlt. Die 'letzteren nahmen die Wahl unter der Voraussetzung an, daß sic von der Histadruth Nasciiiin Ivrioth, deren Vertreterinnen sie sind, bestälirrt wird. Vier weitere Exekutivem!tgUcdcr «ollen von den paiästinensischen I-raurnorganisationcn gewählt werden. Nur falls diese Wahl versagt, sollen sie kooptiert werden. Die Teilnehmerinnen an der Konferenz schieden mit der Ucbcrzeugung, daß ein erheblicher Schritt nach vorwärts In der Ausgestaltung der W.O.Z. F. zu einer umfassenden Organisation zionistischer ׳Frauen geschehen ist. Besonders von dein Büro für Zentralcuropa ist eine Heranziehung weiter Frauenk reise — auch der jugendlichen — zu lioffein Durch die Zentrale in Palästina wird ein engerer Kontakt der orgamsiertcn palästinensischen Frauenwelt mit den Frauen׳ im Gallith hergcstcilt wenden können als bisher jemals bestand Ein günstiges Moment für die, Verbindung der zionistischen Frawnvcreme zu einer kräftigen Organisation wird auch In der in Karlsbad erzielten Kooy>cr1>tton jriifc dti* i1Tnerik«1riis־chen Organisation ״Hadassali“ gesehen. ' 1 H. H Die nächste Nummer der ״Jüdischen Rund schau“ erscheint am־ Freitag, 21, September, Sieg der Wiener *Ealiöah“ in Er^land Die et.'irkete jüdische Fußball-Mannschaft, tüe Wiene, ״fl,״>ko,111“, weilte diese Woche in London, um mit einein 4j. stärksten ■englischen Profession.■tlkhiba ״Wcstham-United״ Wettspiel aus Zuträgern. Da seit vielen Jahnen keine einzi» curojxiicdic Fußb.'ilim.ir.u&ihaft es gewagt hatte, in England eclbst einer cnglisciieii Mannndiaft gcycmiberzutretMi, %,r man in aiieti europäadicn Sporlkreisen auf diesen mtta Vcr.n1 di der jüdischen Mannachaft überaui gespannt, umjontdir, als ״Weelimm-Unitcd“ bd seiner vor einigen Monat«« stattgcfundaicn Fußball-Tournee durdi Europa den beste« Eindruck!unterlassen hatte. Fraglich schien allen Sportinler, essen teil nur zu sein, mit welcher Tordifferenz die ״Hakoih“ in London gcsclslageu weiden würde. Um 80 größer war da* Erstaunen, als Telegramme von einem sensationellen Siege der jüdischen Mannschaft, der es gelungen war, ״Westham-Unitcd“ mit 5:0 (Halbzeit 3;0) zu schlagen, berichteten. Der Sieg der Wiener, die 0®gezeichnet spielten, war laut Telegramm de! Reuterbüros ein wohl verdienter. Die English Zionist Ftderation hat den Wiener Gästen einen feierlichen Empfang be• reitet Die Londoner Sportpresse sowie die jüdischen Blätter sind voll der Würdigung des Ereignisses, Jüdische Erzlchunsskonlcrcnz Mit Rücksicht auf die Zeitverhältnisse findet die Del*, giertentagung des Jüdischen Frauenbunde* und die Jüdische Erzichungskonferenz, die g*. mcinsnm von der Zcntralwohlfahrtsstdle der deutschen Juden und dem Jüdischen Frauenbund veranstaltet wird, nicht in Frankfurt a. M., sondern in Berlin, im Plenarsaal de; Jüdischen Ocmeindeschule, Rosenstr. 2/4, statt und zwar; die Delegiertentagung des Jüdischen Frauenbundes Sonntag, den 7, Oktober, abends, und Montag, den 8. Oktober. Die ״Jüdische Erziehungskonferenz“ beginnt am Montag Abend, den 8. Oktober, und endet am Mittwoch, den 10. Oktober. Im Anschluß daran findet am 10. Oktober auch eine Frauen• tagung der Logen statt. Anmeldungen zu den beiden ersten Tagungen sind schon jetzt an Frau Henriette May, Berlin, Rosenstr. 2/4, zu richten. Köln. Jüdischer Nationalfonds e. V., Zweig• stelle Köln. Sprechstunden der N.-p.-Kommission Donnerstag, abends 71/3 —SV* Uhr, im Sekretariat Alte Wallgasse 31. Spen• den können dort cingczahlt werden, ferner bei Herrn A. Reinhard, Dassclstr. 67uin der Buchhandlung D. Kohn, Bazars• cingclicfcrt werden. — Kölner Zionistische Ver" e i n i g u n g. Postscheckkonto Köln 61 830. Sprechstunden Donnerstag, abends 71/,—81/j Uhr, im Sekretariat, Alte Wallgassc 31. MIsrachf. Der Spendenausweis des Misrachl erscheint in der nächsten Nummer der ״J. R.“ Die ״Jüdische, -Presse“, das Zcntralorcan des Misraehl in Berlin, nat Infolge der großen wirtschaftlichen Schwierigkeiten im Druckgewerbe ihr Erscheinen vorübergehend ein• stellen müssen. K. J. V. Das Verbindungshaiis der V.J. St ״Kadimah“, Bonn, ist vom 1. September 1923 an von den Franzosen be• schlagnahmt. , Das Betreten des Hause» ist strengstens ver• boten und wird schwer bestraft. Wir warnen deshalb alle Bundesbrüder, besonders diejenigen, die sich im Besitz eine* Schlüssels befinden, das Haut zu betreten■ V.J.St. ״Kadimah“, Bonn, ״* gez. Hugo StranS. .«1* .טורודיח־־ישער ססודענסען פעראיין פרידדיבשטר מוצאי שבח " סעסט. וועם סארקוסען א ^ארטראג סין ה׳ חיים ליבערמאן יגיראיק‘ *די וועגען פון תר אלגעמיינעי און פון דער יודישער קריטיק" ויכוחים._אגהייב« אויינער._ Arbeitsgemeinschaft de» Arbeiterfürsorgeamtes der jüdischen Organisationen Deutschlands und der Gesellschaft Ort, Abteilung für Deutschland. Die Aufrechterhaltung unserer Nähstube in der junge Mädchen im Wische• nähen ausgcbildet ima erwerbsbeschränkte ältere Frauen mit Stopf- und Flickarbeiten beschäftigt und so in die Lage gesetzt werden, sich wenigstens etwas zu verdienen, ist bei den jetzigen schwierigen Verhältnissen mehr denn je eine dringende Notwendigkeit. Um dies* so wichtige Institution weiter forttühren zu können, and wir auf die Hilfe weiter jüdischer Kreise in noch größerem Ausmaß als bisher angewiesen. Wir bitten deshalb, sich unserer N&hstubt im Be; darfsfalld" sowohl bei Anfertigung neuer Wäsche, wie bei Vergebung von Ausbcsscrarbcitcn bedienen zu wollen. Für gute und saubere Ausführung der Aufträge wird Sorge getragen. Näh stube . des Arbeiterfürsorgeamtes der iiidLsclien Organisationen Deutschlands und der Gesellschaft Ort, Abteilung für Deutschland, Auguststraße 17. Telephon: Norden 4223, 2133,'4437. Oeschäftsstunden 9—5 Uhl. \Vintcrsplclplan des Renaissance-Theaters. Däs Re• naissancc-Tlicater wird die neue Spielzeit, ebenso wie In Vorjahr, mit einem unbeachteten werk aus der deutschen Literatur eröffnen. F. M. Klingcrs noch nicht aufgeführte* Drama ״Die Zwillinge“ gelangt Mitte September zur Uraufführung. Regie! Heinz, Goldberg. Hierauf folgt Leonid Andrcjcws ״S t u d c n t c 1 ״ i e b c“. Regie: Karl Heinz Martin. Die nächste Uraufführung ist das Drama ״G e s e t z“ von Franz. Theodor Czokor. Noch vor Weihnachten soll die Uraufführung eines bisher unbekannten dramatischen Märchens ״Aschenbrödel“ von Chr. Dietrich Grabbe in der .Einrichtung und Inszenierung von Theodor Tagger staUfindcn. Von modernen ausländischen Dichtern sollen die׳ Holländer Jan Fabricius und Hermann Tcirlinck sowie der Italiener Pivandcllo mit je einem Werk zum erstenmal in Berlin zu Wort kommen. Dem Ensemble gehören an: Roma Bahn. Edith Edwards, Rose Lichtenstein. Eilen Neustädtcr, Renf yill.tr, Ferdinand Aspcr, Kurt Bernhardt, Hugo ■ Döblin, Herz Großhart, Adolf Georg Kuenzdr, Max Ludwig, 0• A• Semico Günther Stark. Emanuel Reicher wird, wie in!. Vorjthü ein längeres Gastspiel absolvieren. Al» Oast sind ferner Albert ßassermann, Eugen Klopfer und |da Roland in Aus־, sicht genommen. Wochcnknlcnder. Sonnabend, 15. September, 5. Tiscbri 5684, Wajekch, Sabbath Schubah, Nacht 7,6; Donnerstag, 20. September, 10. Thlschrl, Jom Kippur, veriöhnungstag, Totenfeier, Nacht 6,53. . . ׳ .״"י■■"■"1 י.■"״*"■"״י«* יייי•■ I I« I ־Schluß des* reiaktlonellea .T4U41 ' * ' ־ 0

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