Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVIII (1923)
- Issue
- Heft 77-78 (7.9.1923)
- Date
- 1923-09-07
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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An der Konferenz iiahimm 1 Delegierte aus fast allen l;indem, die Vertreter der . 1 tiueusisrhen lladassah des W.iad Halniuth und 11er Krankenkasse in Palästina, sowie die Vertreter anderer jüdischer Organisationen teil. An der Konteren« mthni aueli Prof. Albert Lin 8 (ein teil. Pie T.1 •u״g wurde von Prof. Rosenthal (Berlin) namens der '(י":'* ciöfhict. Zum tlirenVorsitzenden wurde unter alteenieincm Beifall Albert Einstein gewählt. Dieser sagte in fcirrer Begrüßungsrede 1 ״Vor uns stellt eine Organisation, deren Tätigkeit t|nd Ziel die Solidarität aller Teile des jüdischen Volkes i!1 der ganzen Welt in einer der wicli- {ipsten!"ragen, der Frage der Volksgcsiimllicit zeigen. Uh halte diese Frage für äuflerst wichtig nicht allein für die Juden hei*, deshalb verdient die Tagung die Sympathie der ganzen Welt.“ Nach Einstein wurde die Konferenz vom Vertreter des Gesundheitsamtes des Innenministeriums, von Dr. Alfred Klee namens der Berliner Jüdischen Gemeinde, von Dr. Lutzky namens der Jüdischen Welthilfskonfcrcnz, Simralmvsky namens des ״Ort“, Dr. Oolug namens des ״Joint“, Dr. Beham namens des Waad Hahriuth, Alfred Dcruer namens des Arbeitcrtiirsorgeamtes und vielen anderen Legrüßt. Telegraphische Begrüßungen sandten u. a. die Gesundheitssektion dys Vülkerhundes u!|d Geheiinrat Wassermami. Ins Präsidium vrudeu gewählt: Albert Einstein als Ehrenvorsitzender, Dr. M. Grau, Saul Tschernichnwski und Dr. Zydlowski als Ehrenmitglieder, Dr. Lew, Dr. Schwad, Pr. Lcwin, Dr. Schwarzmann, Dr. Gorgol, Dr, Krainin und Prof. Rosenthai. Als erster referierte Dr, Schwarz mann über die Aufgaben des jüdischen Gesundheitsschutzes als nationales Problem. Er sprach vpn den typisch-jüdischen Kiankhcits- Veranlagungen, und gab der Befürchtung Ausdruck, dal! die tingchcurcu Leiden der Ostjiidenhcii, deren Organismn; durch Zwangscvakuicruug, Bürgerkrieg und llungcrsuot gctchwächt sei, zu einer Degeneration des Judentums fiiliren kannten. Ls sei darum' die Konzentration alter Kräfte notwendig, um die geschwächten jüdischen Volkskräfte wieder aiifztthaucn. J)r. Sdiw־ar/.mami schlug die Schaffung einer überparteilichen Weltorganisation vor, die diese Aufgabe auf si< 11 nehmen sollte. In der nächsten Sitzung erstattete der Sekretär des Berliner Zcntralhüros, Friedmann, den Bericht über die bislicnge Tätigkeit der Qsc. Er wies auf die neu entstandenen Lniulcsorganisationcn der Ose in den russischen Uandstaatcu und in.Rumänien hin, sowie darauf, «laß bei den bestehenden jüdischen Hilfsorganisationen eine Beteiligung an der von der Ose in Rußland geleisteten Arbeit du rehgesetzt werde. Diese Arbeit wurde durch Dr. M. Gran und rrt. Dr. Baumgardt durchgeführt, welche 83 medizinische Anstalten mid Kindersanatorien errichtet hätten. Dr. Roden t hat refe- 1 rierte über den Gesundheitszustand der jüdischen Bevölkerung in Osteuropa, wo infolge der Raumenge im Anstellung*- rayon und der unsicheren rechtlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse beispiellos schlechte sanitäre Verhältnisse herrschten. Wenn auch der iiichtjüdischen Umgebung gegen• über die Juden eine geringere Sterhlichkeitsziffcr aufweisen, so. sei doch der Prozentsatz verschiedener Krankheiten wie Favus, Trachom, Nervenerkrankungen usvv. so groß, daß man geradezu von jüdischen Krankheiten 'sprechen . könne. Dr. Gran referierte über die Arbeiten in der Ukraine, die dort unter außerordentlich schweren Bedingungen durchgeführt werden müssen. Die Sovvjctregicrunrj, die für den (rcuiidheitsschutz nur sehr beschränkte Mittel zur Vertilgung habe, unterstütze nur organisierte Arbeitcrgrnppcu, was für die jüdischen Massen, die keiner Klasse augctiarcn, von großem Nachteil sei. Dieser Masse habe die Öse Hilfe gebracht. Die Verluste der russischen Juden seit Beginn des Weltkrieges seien enorm. Man könne Insgesamt D'j Millionen Tete rcclmcp. 10״״ der jüdischen Bevölkerung m der Ukraine seien Hungers gestorben. Die jüdische Volkskraft sei in einem Maße geschwächt, daß die Krankheiten geradezu die Form von Endemien annehmen. Prof. R 0 s c n t h a I referierte über die Aufgaben des jüdischen Gesundheit*- srhutzes. Die Arbeit auf diesem Gebiete muß nach Ansicht des Referenten durch eine starke Organisation nach einem festen plane durchgeführt werden. Die Hauptaufgabe der Ose sei nicht die eigentlich medizinische, sondern die sanitärprophylaktische Tätigkeit. Die Gesellschaft habe also ihre llaunfaufmerksamkeit der heran wachsende 11 Generation durch Kinder- und Mutterschutz, Schulhygiene, Sportförderung aisw, zuzmvenden, Dr. Schalmei rcterieite über ״Hygienische Aufklarungsarheit“ und verlangt? dje Schaffung einer hygienj- »eben Aufklärungslitcratur. Auf der JVVttwpch-SiUung teilte sich die Konferenz in zwei Gruppen, von denen die eine jidrliscliistisch-bundistische, die Uehernahme auch 1|er pädagogischen Arbeit ciurch die Ose verlangte, insofern diese Arbeit mit der üesundUciUv arbclt in unmittelbarem Zusammenhang« stehe. Die Zionisten sprachen sich 1111t Entschiedenheit gegen diese Vorsd11;i״e aus .und hczcic.hnctcu sic als einen Versuch, politische Streittrapci», insbesondere die Sprachen frage in den Kreis ,der Osetätigkeit hirieinziiziehcn. Am nächsten Tage referierte Krainin über das Ah- Mnnticn der Zcntralvenvattimg der Os? mit der jüdischen 'WihiKskoiifcrenz, Diese sei der Osearbeit in Rußland in einem kritischen Augenblick zur Hilfe gekommen und die Ose sei der WcIlhilfsKOpfcrenz deshalb zum Dank verpflichtet. Oer Referent erklärte, er vertrete den Standpunkt, daß auf dem Gebiete der jüdischen Hilfsarbeit eine vereinigte Front ä'it allen anderen Organisationen geschaffen werden müsse, eine Reihe von Delegierten sprach sich gegen die Vorschläge de» Referenten und gegen?ine Ratifizierung des Abkommens j״'t der Wctthilfskoiucrcnz aus, da dadurch die Gesellschaft 05e in ein Abhang! gkeitsverhäifnis zur WelthiHskonferenz Rejate. Dr, $chwarzn1|np!1, a, sprachen für die Refercuteir- :iumialirud nacht®: wurde die Konteren* geschlossen• ״rkwierigkcitoiU ergaben die Frager! der Zusammensetzung der Exekutive und des Anschlusses der polnischen und der J י I ä s t i n e!18 i * c 11111 Gesellschaften an den neugegriindeten Verband. Die Vertreter dieser Verbände erklärten, daß ״je bestehenden Orgairisationsformcn zu dem interterritorialen '-״«raktcr des Verbandes im Widerspruch stellen und daß Jcr russische Name ״Ose“ ,wohl der lokalrnssisehcn Tradition ”er alten OseaeselKchaft, nicht aber der Idee eines Welt- '■f'rnarirjes für jüdischen ficsumlhcitssclurt* entspräche. Nach 'cricsimg des neuen 0rganisationsstatytes erklärten Frau I)r. ״ ä y r k i n n namens der polnischen Qmaoisation mid Dr, LMznelsohn als Vertreter der Hadaisah, de« j!ץ «Ad 11 8 h rillt 11 und der K11 p a 111 01)011111, daß "cr nctigegrüudete Verband lediglich alt ein! Vereinigung 1f[ •1',stehenden OseTOrganisafionett an*1|schcn Bei, und daß 'ך dic; genannten Örganieationen dieser Vereinigung daher .°j *'1J flieht anicitlirBcii kannten, E» wiircje dem Wunsche ״״«ruck gegeheii, c|)ß die St<!tyiett wnd (tef Name des 19... •.'ייוייייי ״,j׳«rüm 41i «t: «uuh«}ii du zwischcnstattlichen Idee der Vereitilgijng entsprechen. Die Exekutive und der Zeutralrat der Ose wurden über Antrag des Delegierten Dr, Krämer ermächtigt, die Verhandlungen mit diesen Organisationen fortzaiftlliren und etwa notwendige StatüUmäiiclmingcu yorztmehmen, In die Exekutive des Welt- Verbandes wurden daraufhin gewühlt: Prof, Roscntlial, Dr. Krainin, Dr. Oran, F>r. fielnvarzinaim, Dr, A. S. Rosenthal, Dr. S. Temkfn, Dr. Frotikln, Herr M. F'elnleib; ferner Prof. Ecvy (Loneion), Dr. Mandel fLondou), Dr, Sclidgis (Paris), Dr. ’ Sclmbad (Wilna). Zum Ehrcnpräsitlcntcii des Vernandes wurde Prof. Albert Einstein, Ins 'Ehrenpräsidium 11. 8. Oeheimrat Wassermann gewühlt. Es wurde ferner ein 33 gllcdriger Zen trat rat gebildet, Die Konferenz wurde »litt Ansprachen . van Dr. Gran und Scliwarimahn geschlossen.;flilllill|]lllllllllllll!llllltlllll1!1|!lllll!|ll|l|« 1———י——m — 1 im ———p>n 1 in;111״ rrt 11— ^ו—®«« רי— i0r Nalionalfoiids E. V. Die Prelte der Spendentwetge lind ln folgender Wette erhöh• worden! E» Losten• Eine Gold. Buch-Eintragung 150000000 M. Ein Baum . , , ,! , 5000000 ״ Ein Telc:tr4tnm ״ 1000000 . . ן ן i ra Die Juliejngänge des licren Ilajcssod St ß 1, Vereinigte Staaten 3 .1 .30,543 . י 2. Holland 325. 4, 1 do. Somlcrbeitr, a/e. HfU 70,200 5972, 2 6,297. 5. 3 3. Kanada . « 1 2,207. 1. 3 }. Tschechoslowakei , ,, , , , 1 » » « 1 ן 1,372.194 5. Südafrika . ■יז.—.350, 1 <1 1.Italien , 7. Frankreich: Paris , . . »•ויי! 54a. 3• 4 7», 5.11 Straß',mra , . 137.10, 3 5ß8, 1. 6 S, Oesterreich .. **•••• 531. 4,|1 9. Mesopotamien . « * י ■ , 420.-.- o. Polen*) . . * * 1 375,10. 7 11, 1k ßarabiep , . . 350.-*-.- 12. Finnland (Aho) , . . . . י 313. 5.- 13. Estland .. 223. 3.1t 14. Russische Flüchtlinge . . . 16H.15.—• 15. Lettland , , .. י .. 1Ü5. 8, 3 t6. Ostgalizien * ♦ t 11540. 5 17. Rumänien .. . . » f י י 90.-, 7 18. Sibirien . , 07, m.— 19. A'gcrjcß , ״ , , . . . . 57. 64 0 20. Bukowina * , , . .; , . t ו י י . 55.-, 1 21. Danzig ., , 1 * י י 52, 541 22. Andere Länder . . .. . , 426.-41 1 im 3 .א '.Vcitere P.citrägei Keren ilagculah-Fonds Paläsjit)» , f , , ’47;t<ltM3ra Dia Gesamtsumme der niugHngt des Keren jiajeispd per 31. Juli |023 beträgt demnach £ 1,003,505. 3, 0. י״״,...י ’׳"ד־, "י OberrabMncr Kuk hat dem Keren jemeth in IVnlstihl.uid anläftlleh der Rosel) liaschanah-AUioii. 5üSl nacltsjchrudcn Aufruf gewidmet 1 ״Schon ötters habe ich von der großen Mirwah der Aiisläuing entere«' Lje|lig81) Lande» gesproehan. Zu dieser Aufgabe )i!1tl alle hmtsnfe Prüder vcrpthchtet. Da der K«r«n Kajemctli 1מ dem heiligen Zweck der Qeulath Haare* be־ stimmt ist, rufe jeh allen, die auf meint Stimm* hären, ft|: ,Unterstützet Ußd stärket <40)1 Keren Kajcmeth, damit da* Heilige Land möglielist schnell ausgejöst wird. Denn das ist das Fundament de» jüdischen Volke* und •ein©* Vielligen Landes.‘ Ich unterzeichn* mit Irenen! $ege!) vom H*ül<en Berge in Jerusalem gcz. Oaon Ahraham Isaak Ha־K«hef1 Ki*•“ Nachricliicn der Woche Durch eine ״ Verordnung de» heßarahlsehet* Generalgöuvcriicilrs ’siu(f“sijmtlichc ukrainischen und russische!! Fh'chtliilgc zum 1, Oktober d. J, aus Rumänien ausgewiesen wordeu. Die Jüdische Wcltt1illskonjerc1!z bereifet für der! kommen- <1011 Winter eine umfassende Propaganda,ihHoi) vor, licrthnld Latzky wird Südamerika, Dr. Klee Skandinavien u!td F»:11)- Land und eine ans Leo Motzkin, Wladimir Teinki!1 und Dr. Icclidmann bestellende Delegation die Vereinigt*!) Staaten besuclifin. Auf der jetzigen Sitzung des Volkerbundrates wird die Frage des!Minderheitenschutzes i!) den baltische!) Staaten verhandelt, . . Am 2. September wurde im Jüdischen Rathauge In Prag eine Ausstellung palästincnsisclicr Flora unter Leitung c|es palästinensischen Botanikers Dr, Rubinowitsch eröffnet. Am 1. September wurde ii; Boston die 6. Jahrcpfco!!(cre!1z des People Relief eröffnet. Nach dem dort vprgclegtrn Rerbciiscli.iftsherjcht haben dj» Einnahmen im vergangenen l.ylire 1 Million Dollar hotrajjcu, die zum größte» Teil für kuititrdle Zwecke |n tO*fum! jV(jttcjgt!rppa ju)t| ii) Palästina verwende* wurden. Die Föderation der ukrainischen Juden in London hat ihre Jah!csiv0!!fcre!u, für dcn 1b. Septomber nach London eiuuenifen. ׳ Die englische jüdische Sh1d<n|c1!schnft (1af eine energische Fortscl/.ung der Sammlintge!! fiir die IJnlversltatsbibllothck!!! Jerusalem beschlossen, ׳. Bisher hüt die jüdische ßtndcutensebaft in Großbrtiannict) 1000(} Pnchq) f(jf die ijiblipthek gesammelt. , ' , Der 8iidafrikan!»cl1e Jowisi* Board of Dcpnties hat ein«? Protestresolution gegen die Hoschränkung der!utmltmtimi!!ach Südafrika bescl!10snen? , Das tsrt!c('hoslowaklscl!q Iand\virtschaftsn1!nisterll1m hefaßt sich *urzeit mit einem PjojeM. wejehes d'e ErriciPune jiidisrtier (tauorukolor)ien in Karnatho-Rußland zu!)! Ofgeth stand hat. In Polen wurde ein Buch David Piliskis konfizlert, Wfi! der Diehter In einer iß d|ese1!) Bucha enlhaltenci! Novell* ״Die Wand“ die voi) Polen hei Ihrem Fmiüg iß Pln»H ver#ß« staltctcn Judenpogrome gcschflqcrt fiat. *) ׳Au9 .Polen wurden Ende Juli 100} Pfd. und 38 00000} Polen mark überwjcsej), di« j«tj««l) «rät ilH -AUSUSt W״i All'WCjs gfwnge» wiftliti, (Ziwi ׳. ,׳ Das tloabllselic Beim ln Berlin Mit njit'hen Sehritlen schreitet dal von der Grupne der Zionisten au* dem Osten geichuffenc Heim In der Lanil*- berger Str. h'>, «einer Vollendung entgegen. Schon zu den hohen Feiertagen wird durch die Errichtung eine■ .,M inj ans“ den Freunden der zionistischen Suche Gelegenheit gegeben werden, an den Gottesdiensten, die unter Mit- Wirkung hervorragender Kantoren slatUinden, tcil/unehmcn. Die Hcimvcrwaltimg, bestehend aus dem Vorsitzenden Herrn Josefsberg und den Herren Fciwcl, Haubcnstock, Rottenberg und Sind, ist eifrig boiiiiilit, das Betlnkal so gemütlich wie nur möglich zu ge5tall<•11 und kann auch mit Zuspruch der *ioilisiistlici! Kreise rechnen. Die nächste Aufgabe der Heim- Verwaltung soll darin bestehen, im Heim eine entsprechend einijeiirhtote Lesehalle und Bibliothek zu errichten und wird |!0(k’i1t|iti| durch Zu Wendung von liüehciu und sonstigem Material cjia Unterstützung der brejiciווס jüdischen Ocfienthchkeit (indem A'icli roll m! Heim das gesellschaftliche Leben i!U breiteste!) Ausmaße gepflegt werden. Mit der Eröffnung des Helmes beginnt ein neuer Abschnitt zionistischer Arbeit unter den Ostjuden Berlins, die dank der glanzenden Entwick־ lung der ostjiidisclieii Gruppe viel sFiik'cr wird geleistet werden köiuien und viele 11gc|1 Ahseitssteiiendc z!!r zjonisti• »ehe« Arbeit aktivieren wird. In |!esmulers feierlicher Weis« soll demnächst di« prölfmmg ejes I leiine* *Dttlindci!. Pie Ortsgruppen Chemnitz, An! Sonnabend, den 25, August 1023, sprach Rerh tsanvvalt Dr. Klee vor einem internen Kreise unserer Orlsgruppcnmitrliciicr über di* Situation nach dem Kongretl. Redner behandelte anschaulich die beiden zentralen Probleme, die rlrm Kongreß gestellt waren mul die Art um• weise, wie sie einer |.ös!!!!g naher gebracht werden sollen. Im Sinne der Kongreß-Resolution appellierte der Redner ai! alle, die Gegen. Sätze innerhalb der Parteien zurückznstcllcu und sich zu ge«!neinsanier produktiver Arbeit zusammenzuschließen. Der Voftrag war ein wertvoller Auftakt für die Arbeit des kommen« den Winters, Bad Landeck (Schlesien), Am H, August fand hier in! ״Deutschen 1 lause“ eine sehr stark besuchte Versaut!11• lung statt. Nach Fröftming durch Sanitätsrat Dr. Lach*!11 a u n sprach Ohrm'gieruiigsrat Hans Goslar ans Berlin über ״Die SchicksaKshmdc des jüdischen Volkes“. Nach ihm hielt Meyer Jc|n|da Z i n! b e r k n o p f ei ne wirksame hebräische Rede. In der Diskussion sprach als Sympathisierender Herr sind. phil. Lachmann, als Zionist Dr,!!)cd, Schvvarzvvasscr aus Polen und vom ngiulNischcn Standpunkt In sehr sachlicher um) versöhnlicher Weise Dr, Ereyhahu aus Breslau. Der als Ci,ist der Versammlung beiwohnende liochangeschcnc Gelehrte lind Raßbincr Lipschiitz aus jcaibcl! nctontc in eine* Ansprache von seinem unparteiischen Standpunkt aus nach» drürklich die religiöse Qrundstjmmung des Judentums, äbef auch seine Verbundenheit mit Ercz-lsracl. Ein anwesende! Niclrljude, der Vorsitzende der Landcckcr Sozialdemo* k r a t i s c 11 e 11 Partei, gab seiner besonderen Freude über die aus dem Referat׳* ersichtlich gewordenen starken ■sozialen Grundgehalte des Zionismus, über seinen Idealismus und seinen Willen zur Prodiikiivicrung der Juden Ausdruck, De! mor.ilisd!« Erfolg der Versammlung war außerordentlich stark, Das flnapzictlo Ergebnis betrug zirka 30 MIß. M. Da* Seminar über Psychologie und Psvcho« pathologi« der Kindheit bei ״Ose“ unter der An* führung von Prof. Schnccrsohit, wird nach den Ferien im Oktober wieder eröffnet. Interessenten können Auskunft 1! dgl, in <lcf Osc-Gcr,cllschaft (Frobcnstr, 4) bci Herrn Hoclii gelernter erhalten. ״Ifechalvz Deutscher bandosverband“• Wir *uchen Hanna gingen aus Fd-Awiw und bitten um Angabe der Adresse, Verein für Arbelflnaclmcls B. V. (EthriiclUnvennittlungundBerufsberatung) M'ir *uchei) fiir!pöircr« Kindergärtnerinnen, atid) für Hausangestelitf, Stellungen ins Ausland bet freier Kost mit) Logis ii) Heimen und Familien. Wir suchen dringendst Stellungen für Lehrlinge bet freier Kost und Logis, sowohl In kau!mii 11 nIschen Betrltheu, wi« aueli bei Handwerkern. Ferner suchen wir Stellungen für Schneider•, Kürsclmer-, Mechanikcrlehrlingf. Wir bitte!! alle Betriebe, die am Sonnabend geschlossen bleiben, sich au Rn* zwecks Erlangung geeigneten Personals *1) wenden. Zum Herbst suchen wir für k4uf!nännischc Lehrling« jeder Branche Stellungen. Die Jungen haben zum große!) Teil das Reifezeugnis. Dringend gesucht werden Verkäuferinnen- und Lage* fi*til11!e11sto||u11g!:n jeglicher Branche. Wir suchen fiir ein junges Mädchen, da» itn Lcttchau! die JL1!1shalt1!!1rrss14h111e besucht hat, eine Stellung in «ipe« Haushalt nut Kindern auüerlialb Berlins. Für ein junges Mädchen mit guter! Bürokenptnlssen suchet! wir «Iißerhalh Berlins eine Stellung mit freier Kost 11114 Lagi* als Buchhalteiin, . Wir suchen dringend Tischlcrlclirstcllen, Sclmeidcrlchfi stellen möglichst in Betrieben, die am gabbath g«*chlo»*a1) hßlte״• Wir habe!! sehr viele Bewerberinnen fiir alle Arten Kontor* arbclt, auch m|t Kenntnissen der Stenographie und Maschin« und Buchführung varyemerkt. Wir bitten alle Betriebe, die am Sahbath geicldojicn haben, *Ich bei Bedarf an Personal m tu!» zu wenden. Meldungen an die Jüdische Arbeitsgemeinschaft, Aimiist» Straße!7. Sprechstunden täglich außer Sonnabend Und sonn* jag, iw|»?h«tl!0 und J Vhf, Te|cpl!pr!! Norden 9130, 2133, jüdisches Arbeitsamt Für eine Ackorhanschulo in Rumänien wird «in 28« bi» 30!:ihriger tüchtiger Leiter, der nach deutschen Metlioden misgt'hiuiet ist, cesuciit• Nähere Mittsilüncrn?rtult 4a» Arbeitsamt, Aygiutstf.!7. '׳ .׳ Spendenanswels ' ’־■׳ ' ,'׳ ׳'• , ׳ ' Misrachl י Fonds (Ausweis Nr. )) A(|n! Frrtuidep, Verwandten Und Bekannten wünsch en her*|ichst iPJ!} כתיבה וחחיסה Max J; Kober und Frau («er* lin) 20 Mül• M.I Arthur Rau 2 Milt., Rabbiner Salomon Golden«’ hirici! 1 Mdil Abrahau! Ba||an 1 MiH-, Dr. S, Grüuber!! 11״(I Frau l MH!!, Willi David »ml frau 50 Mill״ M, Klfii 11»ä Fra» ן Mi»״ liermaniv Struck und Frau ä MdL, Ed* imiinl l ewv und Frau 2 Milk, Frnit M, Haliizkl und Kinder 1,5 Mül.. Max W. Küher und Frau } M1II., J. )1, Wagner tinii Frau 1 Mlli., Usciier Dobrlnskl j ABU., Plnkus Hauser und Frau ו Mit)., Jo»cf Sand i Milk, Jakob Rothstein und D«i־t|10Icl Rothstoin 2 Miß.; Hermann Altmann ut!d Frau Ros» feil, Brüll (Kättowitz) 2,5 MiH.; Mix Gor»k| und Familie fNürnberg) t,5 Milk; insgesamt <37,5 Milt. M. — Weiter! StMfldtfiveröffeiiUichuii« *rfelgt in dir ai«h»t«n Nutnm•(. .