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Jüdische Rundschau · 1923-08-30 · Heft 75-76 (30.8.1923) · page 6

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVIII (1923)
Issue
Heft 75-76 (30.8.1923)
Date
1923-08-30
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Seile 470 ־.L• JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 75m f4.r. Die Kucssia Gcdauloh In Wieu In der Fortsetzung der Debatte (siche vorige Nummer) am 20. d. M. erklärt Sejmdeputierter Schapira den An- Schluß des Misrachi als Oesamtverband iür unmöglich, solange dieser der Zionistischen Organisation an gehört. Mit den allgemeinen Zionisten haben wir weder Konflikte noch Berührungspunkte, da sie doch nicht einmal den Alef Beis der Thora halten. Wir verlangen von den Zionisten keinen Anteil am Keren Hajessod, werden ihnen aber auch nichts von unserem Keren Jawno für ihre Schulanstaltcn geben. Rabbiner Spitzer (Kirschdorf, Slowakei) tritt für ein radikales Organisationsstatut ein und verlangt eine radikale Ausbesserung des vorgeschlagencn Statutcnentwurfes. Es sollen , nur solche Mitglieder in die Aguda aufgenommen werden, die gemäß der Thora für die Thora leben. Die wichtigste von allen unseren Aufgaben ist die Rückkehr zu Oott muj nicht der Aufbau eines Nationalhcims. Del, Friedensohn verlangt namens der Zei'rc Emuno Jisrod (Polen), daß die orthodoxen jüdischen Industriellen gezwungen werden, Industrien in Palästina ei n zu rieh te n, damit die religiöse Jugend, die Europa verlassen muß, dort Arbeit findet. Auf Antrag des Finanzausschusses, dessen Beschlüsse der Delegierte Holländer vortrug, wurden 10000 £ für soziale Fürsorge, 3000 £ für den Chinuch, 500 £ für organisatorische Zwecke bewilligt. Die Kencssio Oedauloh erklärte, daß es im Programm der Agudah liege, die Immigration nach Erez• Israel zu fördern. Sie beschloß, in ihre Erez- Israel-Arbeit die Fürsorge für orthodoxe Chaluzim, die Errieh tun g einer Arbcitsnachwcissielle, eines Empfangsbüros in Tcl-Awiw, eines Wohirungsbüros und eines Spitals aufzunehmen. Es wurde ferner die Herstellung des Kontaktes mit den Kotenisten in Palästina verlangt. 50000 £ wurden für wirtschaftliche Aufgaben ins Budget eingestellt, vor allem für Bodenankauf und Häuserbau. Den Bericht der Erez-Israel-Kommission erstattete Dr, S. Ehrmann (Frankfurt a. M.). Er meinte in seinem Berichte, daß die Debatte über Erez-Isracl nicht sachlich genug geführt werden könne. Die Palästina-Kommission habe daher drei Unfcrkommissioneit eingesetzt: 1. für innerpolitische Fragen, 2. für den Chinuch, 3, für wirtschaftliche Fragen. Das thoratreuc Judentum in Erez-Israel sei schwach und laufe Gefahr, erdrückt zu werden. Es bestehe Gefahr, daß Vereinigungen, welche außerhalb der Thora stehen, Rechte verliehen bekommen, die geeignet sind, die Autorität der Thora zu schwächen. Die Agudah fordere daher volle Gewissensfreiheit. Der Referent schloß: ״Wir verlangen für unsere Arbeit das Recht, eigene Wege gehen zu können. Wir wollen niemanden stören und angreifen, sondern jeden einzelnen seinen Weg gehen lassen. Wenn man uns nicht bekämpfen wird, so werden wir es auch nicht tun.‘‘ In der Montagabendsitzung ergänzt DeL Chage n (P.1- Iästina) das Palästina-Referat vom wirtschaftlichen Standpunkt. Er verlangt die Gründung einer Aktiengesellschaft für den Häuserbau in Palästina, sowie einer Aktiengesellschaft für den Erwerb von Boden für Bauzwecke in der Nähe der Städte. Das sei nötig, da wir in der Landwirtschaft mit den Arabern vorläufig nicht konkurrieren können. Es sollen auch , Unternehmungen für Gewerbe und Industrie gegründet werden. Der Redner teilt mit, daß von Teilnehmern der Kencssio in Wien 7000 Pfund für Paläslinaarbelt gesammelt wurden. Es soll auch eine Expedition von orthodoxen Geschäftsleuten und Industriellen nach Palästina gesandt werden, die sofort Unternehmungen in Palästina begründen sollen. Rabbiner Kostenbaum aus Radom tritt für den F r i e den mit allen Kreisen des jüdischen Volkes ein und beantragt Teilnahme an der Jewish Agency, sowie . Entsendung einer Deputation nach Jerusalem, um zwischen Rabbiner Sommerfeld einerseits und dem Oberrabbinat und dem Waad Lcumi andererseits Frieden zu stiften. Rabbiner Ko so ws ki kritisiert die bisherigen Verhandlungen der Kcnessio, da nur Predigten gehalten werden, aber!ficht zur; Sache gesprochen wird. Am Dienstag vormittag waren die von der Kencssio angesetzten Kommissionen mit ihrer Arbeit so weit vorgeschritten, daß bereits mit cter Abstimmung über die Kommissionsanträge begonnen werden konnte. Es wurde beschlossen, eine Kommissten für Agudapropaganda nach Amerika zu schicken.! Ferner wurde beschlossen, innerhalb sechs Monaten Rabbi Kuk zu einem Din Thora (Gericht) mit Rabbi Sonnenfeld einzuladen, damit der Gemcindestreit in Palästina verhandelt werde. Bis dahin dürfe man von der Gemeinde Rabbi Sonnenfelds keine Steuern verlangen. Die Kencssio Gcdauloh beschloß schließlich, ihren Mitgliedern zur Pflicht zu machen, sich am Aufbau Erez* Israels auf der Basis der Thora nach Kräften zu beteiligen. Die wirtschaftliche Palästinaarbeit der Agudas Jisroels soll sich zunächst auf Bodenerwerb, Häuserbau, Landwirtschaft und Industrie erstrecken. Zur Durchführung dieser Programmpunkte soll eine Aktiengesellschaft mit dem Sitze in London oder Jerusalem gegründet werden, die nach kaufmännischen Grundsätzen geleitet werden 6011. In einer besonderen Resolution drückt die Kencssio Gedauloh ihren Schmerz aus über das in Palästina herrschende Schulsystem und beschließt, eine energische Tätigkeit in der Förderung der im Geiste der Thora geführten Schulen zu entfalten. Es wurde beschlossen, alle religiösen Inst»• tutionen in dar Kolonien zu unterstützen. Rabbiner Katz (Slowakei) teilte mit, die Rabbiner der Slowakei hätten beschlossen, für die Jüdische Bevölkerung der Slowakei eine Steuer von einer Ooldkronc für Palästina- «wecke vorzuschlagen. Dr. Pinkas Cohn, der das innerpolitische Referat erstattete, wandte sich gegen die unter den Gottesfürchtige»! noch immer verbreitete Angst vor der Organisierung der Orthodoxen. Man dürfe aber nicht ruhen, tagt der Redner, bis die Thoragrößen von der Notwendigkeit einer Organisation überzeugt , sein werden. Diesbezügliche Schritte sind auch schon eingefcitet worden. Es soll auch versucht werden, Organisationsformen für die orthodoxe Jugend zu finden. Die auf der Kencssio anwesenden jugendvertretungen unterwerfen 6ich dem diesbezüglichen Entschlüsse der rabbinischen Autoritäten. , ln der Mittwockitzung der Kencssio Oedauloh trat der agudfetische Arbeitervertreter Silberstein (Lodz) gegen den Zionismus und gegen den Sozialismus auf. Ersferer, sagte er, sei bankerott, letzterer verführe die jüdischen Arbeiter. Der Redner beantragte darum die Schaffung einer reiigiö6ca Arbtiteriiteratur'und die Oründuug einer in* ternationalen Arbeltcragudah. Dieser Antrag wurde vom Rabbincrrat genehmigt Silberstein forderte zwei Sitze im Zentralrat der Agudahlcitung für die Arbcitcrvcrfreier. Er verlangte, daß der Rabbinerrat die jüdischen Fabrikanten zwinge, am Sabbatii die Fabriken zu schließen. ln ihrer Schlußsitzung hat die Kencssio Oedautoh die folgenden Organe eingesetzt: Eine fünfgliedrige Exekutive, einen Itundcrlköpfigcu Zcntralrat und einen fünfundzwanzigköpfige.n Geschältsauf schuß. Ke Exekutive wurde nicht vom Kongreß, sondern vom Zen tralrat gewählt Die höchste Instanz bildet dcrrabbinischeRat, der von den Rabbiner- Versammlungen der einzelnen Länder eingesetzt werden *oll. Dem Geschäftsausschuß gehören an: Deputierter Schapira, Deputierter Lewin, Senator Zirelsohn, Dr. Jung, Dr. Pinkas Cohn, Rosenheim und Pappenheim. Die übrigen Mitglieder des ge&diäftsführcnden Ausschusses sollen von den Agiidahverbnndcn der einzelnen Länder ernannt wer* den.' Der rabblnische Rät hat sich vorläufig noch nicht kon* stituiert Die Kencssio Gcdauloh soll alle fünf Jahre zusammentreten. ׳ ... Jeder übermüde raöglldis{ bald dem Keren Kajcmcth die Spenden von 1 Gold mark an werden In dem Eoscli Siaschanah-Auswci* veröffcnll cht. Außerdem übernimmt es der Keren Kajcsicth bei Spenden von 3 Goldmark an die Glüdrwünschc an die vom Spender angegebenen Adressen durch besondere Bcnadiridhiigungen zu übermitteln. Tagung der Jngcmlgroppc der Agudas Jlsrocl *׳ Wien. (J. C, B.) Im Rahmen der Kencssio Gedanfou begann am Stennabend Abend in Wien eine Jugendtagun» In das Präsidium wurden gewählt Friedmann (Warschau) j>rj* »ident, ferner Dr. Munk (Köln), Wittenberg (Riga) imdSehte singer (Berlin). Nach einer enlctendcn Rede Friedmanns schilderte Re, daktcur Katzcnellcnbogcn (Jerusalem) ein Referat über die Lage der Aguda in Palästina. Er griff besondere die 4nti. agudistische radikale jüdische Arbcilcrschaft an. In Palästina bestehen fünf Aguda-Ortsgruppen und eine Gruppe ia Me. sepotaraien (Bagdad). ״Jüdische ErrfebingshonlercBz“ vom 8. bi» 10. Oktober 1923 in Frankfurt a. M., veranstiHet von der Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Jude» gemeinsam mit dem Jüdischen Frauenbund. Montag, den 8. Oktober, abends 8 Uhr: Einleitung• Grundgedanken der Erziehungskonferenz. Vo£ trag: Religion und Erziehung. Dienstag, den 9. Oktober, vormittags: Vortrag: Die soziologischen Verhältnisse der Juden in Deutschland. Vortrag: Elternhaus und Erzie. hung. — Nachmittags: Gnippcnbcsprechung: Berufsbe. ratung: a) für die männliche Jugend; b) für die weibliche Jugend. Gruppcnbesnrcchung: Schule und Erziehung, — Abends 6 Uhr: Vortrag: Die Bedeutung der J u. g־endbcwcgung:a) Führerfrage; b) Bewegungsfrage. Mittwoch, den 10. Oktober, vormittags: Gruppen- Besprechungen: Anstalt und Erziehung. 1. Stand des Anstaltswcscns; 2. Führung durch das Heim des Jüdischen Neu-Isenburg. — Nachmittags: Sonderberatungen im Kreise der Anstaltskuratorcn und beamteten Mitarbeiter. — Abends 7 Uhr: Gruppenbesprechungen: 1. Reform der Aufnahme* bedingungen; 2. Reform der Wirtschaftsführung; 3. Reform der Erziehungsmethoden; 4. Ausbildung der Erzieher. Nach Durchführung der Wahlen resümierte Rosen heim (Frankfurt) die Ergebnisse der Beratungen der Kencssio Ge* dauloh und erklärte, daß in Zukunft niemand berechtigt sein werde, im Namen des jüdischen Volkes ohne Zustimmung der Agudah zu sprechen. Hierauf wurde die Kencssio geschlossen. Der nächste Akllonsplan der Apdah Wie der J. C. B,-Vcrtreter von ,berufener Seite informiert wird, wird sich die Agudah in den nächsten 5—10 Jahren ganz der inneren Sammlung und dem organisatorischen Aus* bau ihrer Landes- und Zentral verbände, sowie der parlamcntarisdien Schulung ihrer Kräfic widmen. In dieser Zeit wird sie auf politischem, erzieherischem und religiösem Gebiete, sowie auf dem Gebiete der Palästinaarbcit s e 1 b s t ä n ■ d i g wirken. Erst nach diesem Zeitpunkte wird die Agudah sich stark genug fühlen, um mit anderen Parteien, namentüch mit dem Misrachi, wegen einer eventuellen Cooporation zu verhandeln. ״Bnily Expreß“ über den MH. Kongreß London. (J. C. B.). Der antizionisiische ״Daily Ex* preß'' bespricht die Resolutionen des XII1. Zionistcnkon* gresses und beschäftigt sich ganz besondere mit den poti* tischen Resolutionen, in denen die zionistische Exekutive an* gewiesen w־ird, der britisdien Regierung wegen ihrer Vcrwaltungsmctliodc in Palästina Vorstellungen zu machen. Diese Resolutionen schreibt der ״Daily Express“, geben das pa* liLstinensische Fiasko zu. Die Zionisten schreiben den Miß* erfolg der Verringerung der Zahl der jüdischen Beamten, der Ein wanden! ngsbes dt räukun g und der Verweigerung der Staats* iändcrcicn zu. Diese Gründe für den Mißerfolg sind wohl selbstverständlich, sagt der ״Daily Express“, aber sie reichen nicht aus, um den Verfall dieses grandiosen Planes zu er* klären. Die Hauptursache des Mißerfolges, erklärte der Ar* tikelschrcibcr, ist die Opposition der arabischen Majorität und der Mangel an Interesse für die Arbeit in Palästina auf Seiten der Juden. Der Artikelschreiber empfiehlt der englischen Regierung, diesem kostspieligen und unklugen Versuch ein Ende zu machen. Naelarlclilen der Woclie In den nächsten Tagen tritt die Konferenz der Jüdischen Gemeinden Litauens zusammen, welche die Wahlen zur j ü ׳ dischen Nationalversammlung vorbcrciten soll. Am 14. Oktober wird in Boston der a!ner'1kanisch-jü dische Ken groß eröffnet werden. Für den Empfang Zangwills, welcher die feierliche Eröffnungsrede halten soll, wurde ein besonderes Komitee eingesetzt. Die jüdische Weltbilfskrnfercnz ist als erste zwischenstaatlich organisierte Körperschaft in die sonst nach dem Prinzip der Staatenvertretung aufgebauten internationalen Union für Kinderhilfe aufgenommen worden. Auf der russischen Industrie* und Landwirtschaftsaus Stellung wurde ein eigener Pavillon für die Erzeugnisse der südrussischen jüdischen Kolonien eingerichtet. In der ausländischen Abteilung befindet sich eine von der Histadruth haowdim und von privaten Vereinigungen eingerichtete Aus• Stellung palästinensischer Erzeugnisse. Die jüdische Studentenschaft in Großbritannien hat in der Grafschaft Yorkshire eine Sommerschule eingerichtet, welche am 22. August eröffnet wurde. 11! Palästina erregte cs großes Aufsehen, daß eine ämerl kanisch-jüdischc Touristengruppe von 60 Personen lediglich arabische F remdenführer gebrauchte und nur die nichtjüdischen heiligen Stätten besuchte,. Der kürzlich verstorbene sephnrdische Bankier Valero hat den jüdischen Institutionen Palästinas ein Legat von 15.000 £!unterlassen. Baron Edmund Rothschild hat der Kolonie von Pctach Tikwah eine Lokomobile im Werte von 10.000 £ geschenkt, Emir Abdullah hat einz Kommission eingesetzt, welche ein Wahlgesetz für die konstituierende Versammlung in Trans• Jordanien vorbereiten soll. ln Bagdad wurde eine arabische Universität errichtet, an welcher auf Einladung König Fcisuis ägyptische Professoren lesen werden. _ Die französische Besatzungsbehörde in Svrfen hat sich an das [erusaiemer Oberrabbinat gewandt, ihr 30 iildische junge Leute für dm Rcgicrungsdienst in Syrien zu empfehlen. Der Wiener jüdische Sportklub ״Hakoah“ unternimm1: im Herbst dieses Jahres eine Tournee durch Palästina. . Generalversammlung des jüdischen Schulvereins Die diesjährige ordentliche Generalversammlung des ]5* disclun Schulvcrciüs findet am Sonnabend, den 8. beptemeet 1923, aben is 8»; Uhr pünktlich, in den Räumen der ö. I. V., Scydclstr. 3, statt. Tagesordnung: 1. Bericht des Vor* Standes und Debatte; 2. Dechargc des Vorstandes; 3. Neu* wähl des Vorstandes; 4. Anträge. Sämtliche Mitglieder de! Jüdischen Schulvcicins sind zur Teilnahme aufgelordeit. Hebräische Sprachkurse in Hamburg Im vergangenen Semester fanden hier die ersten Sprachkursc des Hebräischen Sprach- und Kulturvercins Ivria statt Kurs I. Anfänger. Lehrer: Dr. Rosenberg. 4 Stunden p, Woche. Prnkim rischonim. Einfache Sprecli- und Leseubungen. Grundlagen der Grammatik. Kurs II. Fortgeschrittene 1. Lciirer: Herr Cohn Schächter (Jerusalem), 4 Stunden p. Woche. Grammatik: das Verb, Jow Kap. 1 und 2. Prakim 2. Sprechübungen. Kurs III. Fortgeschrittene 2. Lehrer: Herr Cohn Schachtcr, 2 Stunden p. Woche. Grammatik: Wortbildung. Neue hebräische Literatur. Konversation. Nach den Ferien werden diese Kurse fortgesetzt und Nciizukommcnde angenommen. — Es wird ferner ein neuer Kurs für mittlere Fortgeschrittene (4 Stunden p. Woche] und ein Kurs für weit Fortgeschrittene (1—2 Stunden p. Woche)1 zum Lesen und Besprechen schwerer Stellen aus dem T'nadt mit Eingehen auf die Kulturgeschichte eingerichtet. Zwecks Festsetzung der Zeiten für alle Kurse werden die alten Teilnehmer und alle diejenigen, die sich für unsere Kurse interessieren, gebeten, am Montag, 20. August, abends 8 Uhr, pünktlich im Logenheim, 2. Stock, großer Saal, sich einzufinden. Anschriften und Anmeldungen an Dr. Heinrich Nechelefy Hamburg, Haller Platz 1. K. J. V. Wir sind in cter Lage, für einen Arzt einen Vertreterposten zu beschaffen. Es handelt sich um die Vertretung einer Landnraxis für längere Zeit mit cvcntl. späterer Uebcmahme der Praxis, welche sehr gut und dabei wenig anstrengend ist Näheres im Büro. Wir können Schiffsarristcllen auf Dampfern, die während ihrer dreimonatigen Fahrt einen mehrtägigen Aufenthalt in den palästinensischen Hafen nehmen, nachweiscn. Es kommen nur mindestens 30 jährige Aerzte, die mindestens drei Jahre ärztlich tätig gewesen sind, in Frage. Die Bezahlung ist gut. Näheres im Büro. Wir sind in der Lage, eine gute Hauskhrcrstelle für zwei Knaben (H'/s und 11 Jahre) in Trier nachzuweisen. Ei besteht Möglichkeit, in Frankfurt,' Köln oder Bonn zu studieren. Näheres im Büro. Wir können einem Syndikus, der eine bereits mehrjährige kaufmännische Tätigkeit hinter sich hat und eine erstkhssige Kraft durstcltt, eine hochbezahlte Stellung beschaffen. Näheres im Büro, Berlin W 35, Kurfürstcnstr. 150. Hechawer. Die Konstituierung der Gruppe Neukölln-Süd und Berlin hat stattgefimden. In den Vorstand der Gruppt Neukölln-Süd wurde Herr Kurt Tichaucr, Herr James Bendersky ן und Fräulein Lotte Wolff, in den Vorstand der Gruppe Berlin-Mitte Herr Moses Rubinger, Fräulein Mary Wolff und Fräulein Else Eliasohn gewählt. Die erste offizielle V«• anstaltung findet am Denstag, den 4. September im Heim HciligegeiststraBc 52, statt, an dem die Herren Dr. Oppen• heim und Dr. Becker über den Kongreß berichten werden. Mainz. Wir teilen unseren Mitgliedern höfl. mit, daß vom 29. August 1<)23 ab, jeden Mittwoch, abends 8 Uhr, im Vcreinslokalc, Rheinstraßc 55, unsere gemeinschaftlicher! Vortrags- und Vcreinsabrmlc stattfinden, woselbst auch die ״Jüdische Rundsdrau״ während der Mainzer Postsperre ab• geholt werden kann. E! ן Cot! I pa« »M ' ׳ A!1' Jchnit •:• d^nke 1: i Al I J 000 1׳ , Ameri;■1 ] JC001 ■|| Oelha '■ *:11• d gm«1״ Hoch;י! j, Vei; 1. Mt witsef '׳ % H 1 Kolb« 1 3000C ij': geint: 1 '• ׳:! )00 % l* n '! 1000 : der«. •: Brodl 1׳ Tßbi! 1 Jüdische Gemeinde An der Knabenschule der Berliner jüdischen Gemeinde ist die Stelle eines Mittclsch ullehrers mit der Lehr• Befähigung für Englisch und Französisch zu besetzen. Bewerbungen mit Lebenslauf und beglaubigten Zeugni► abschriiten sind möglichst bis zum 1. Sentcmbcr an den Vorstand der jüdischen Gemeinde, Berlin N 24, Oranienburg# Straße 29, zu richten. Die Vereinigung für die Interessen der Alten Synagoge veranstaltet am Mittwoch, den 5. September, abends 8 ofir, im Verwaltungsgebäude der Jüdischen Gemeinde, Rosenstr. 2/4, eine öffentliche Versammlung. Nach der freien Aussprache über Vereinsangelegenheiten hält Herr Rabb. Dr. Löwenthai einen Vortrag über das Thema: ״Das Owinu Malkenu• Gebet“. Alle Besucher und Besucherinnen der Alten Syn• agoge sowie Gäste sind willkommen. Schluß des redaktionellen Teils, wv* , ו 1

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