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Jüdische Rundschau · 1923-08-22 · Heft 73-74 (22.8.1923) · page 10

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVIII (1923)
Issue
Heft 73-74 (22.8.1923)
Date
1923-08-22
Page
– (sequence 10)
Language
German
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b) Der Mindestpreis 'des Goldenen Scürfefs KeWrf I Pfund, In Ländern mit stark entwerteter Vaiata 10 Sdilllmg. c) Jeder Landesverband und iedo SonderKrapw eines Landc.sverbandcs ist verpflichtet, an{ |c 1000 Schekel mindestens 15 Goldene Schekel an die Exekutive abzuführen. Bei Berechnung der Zahl der Delegierten eines Jeden La«- desverbandes und Jeder Sonder gruppe eines Landesverbandes werden )e 1000 Schekel mit dann in Betracht gezogen, wenn für sie mindestens Je 15 Goldene Schekel abcdüiirt wurden. 4. Irgendwelche Rückvergütungen trad Subventionen ns den Eingängen an Schekelgeldcm dürfen an die Landes- ׳und Sonderverbändc von der Exekutive nicht gewährt werden. Von den von der Keren-Hajessod-Könunission angeregten Anträgen wird Antrag 1 angenommen; zn Antrag 2 stellt Dr. Kramer einen Ergänzangsantrag, der aber nicht zur Abstimmung gelangt, well er der Organisationskommission nicht Vorgelegen hat .Antrag 2 wird dann in der Fassung der Kommission angenommen- Zu den Anträgen betreffend das Aktiflaskomltee beantragt Dr. Dalches (England), dass es bezüglich' der Punkte h) und c) beim alten Statut bleibe, wonach das Aktions־ komitcc weder das Recht der Aenderung der Beschlüsse des Kongresses und des Zentralrates, noch das Recht der Abberufung der Exekutive besitzt. Dr. Hdlmana spricht für den Antrag 'der Kornmission. Dr. Schallt tritt für die Beibehaltung 'der bisherigen Stählten ein. Meier Berlin beantragt, über den ganzen Vorschlag 1 zur Tagesordnung überzugehen. Morris Myer beantragt, dass im Punkte b) die Be- Stimmungen des alten Statuts beibehalten werden sollen. Louis Llpsky beantragt Zurückverweisung der gesamten Anträge an die Organisationskommission. Dr. Hatitke tritt für den Antrag der OrganisaÜonskommission ein. Dr. Krämer beantragt als Amendement in b) und c) «mit Dreiviertel-Mehrheit bei Anwesenheit von drei!Vierteln der Mitglieder des Aktionskomitees". Berger beantragt, Punkt b) zn formulieren: «Es kann die Beschlüsse des Kongresses und des Zentralstes nicht abändern״, in Punkt c) «Dreiviertel-Mehrheif festzusetzen. Dr. Schipper beantragt, in Punkt d) den letzten Satz zu streichen. Dr. Weiner schliesst sich dem Anträge Berlins an. Der Antrag Meier Berlins, über den Vorschag •V der Organisationskommission zur Tagesordnung überzugehen, wird angenommen. Zur Verlesung gelangt Antrag 2. Dr. Hellmann beantragt, über diesen Punkt zur Tagesordnung überzugehen. Dieser Antrag wird abgelehnt, Funkt 2 vom Kongress angenommen. Antrag 3 wird gleichfalls angenommen. Zu Antrag 4 beantragt namens der Minderheit des Organisationsaussch usses Dr. Barth, dass im ersten Satze die Worte ״bei Ab- Stimmungen über die Decharge“ gestrichen werden. Dr. Hantke spricht für den Antrag der Kommission und formuliert ihn der Deutlichkeit wegen in dem Satze ״Mitglieder der Exekutive haben im Aktionskomitee Stimmrecht, ausser bei Abstimmungen über die De Charge.“ Vorsitzender Motzkin bringt den so formulierten Antrag.zur Abstimmung. Der Antrag wird ab gelehnt; der Vorsitzende erklärt den zweiten Satz von Punkt 4 als angenommen. Zu Antrag 5 schlägt Louis Llpsky vor, dass der amerikanischen Landes- Organisation drei Zusatzmandate im Aktionskomitee zugebilligt werden. Dr. Hellmann wendet sich gegen den Antrag Lipsky, fordert, dass kein anderer Schlüssel als die Zusammen- Setzung des Kongresses prinzipiell angewendet werden soll, wobei selbstverständlich in berücksicbtigungs- ,werten Fällen Ausnahmen statuiert werden können. Meier Berlin beantragt, die Zahl der Aktionskomitee- Mitglieder auf 38 zu erhöhen und drei Mandate von vornherein mit Mitgliedern des amerikanischen Landesverbandes zu besetzen. Avlsar beantragt, der palästinensischen Delegation S Mandate zuzubüligen. Dr. Dalchos beantragt, den englischen Zionisten das Recht dar Entsendung von zwei Delegierten in das Aktionskomitee zuzugestehen. Dr. Krämer beantragt, dass vor den Worten ״Sonderverbands-Delcgationen und Fraktionen“ noch eilige־ schoben werde ״Landesverbände”. Ardltl erklärt die Anträge der vorhergehenden Redner als nicht prinzipieller Natur, so dass sie an den Permanenzausschuss zu überweisen sind. Dr. Schwarzbart (Westgalizien) beantragt, über Antrag 5 zur Tagesordnung überzagehen. Dr. Gronemamt erklärt namens des Resohrtiansatis- Schusses, dass über die Anträge lener. Antragsteller, die Delegierung vtfa KJifloiisTcomllco-r.Tffri'ücilcrti In fo1׳״ runter Anzahl betreffen, nicht abgc3ti;1.׳mt werden kann, weil sic In die Kompetenz des Permanenz,mssdiusscs fallen, an den sie verwiesen werden müssen. H;crr.tif zloh ca "die Delegierten Llpsky, Berlin, Dalches, Avisar ihre Anträgo zurück. ’Antrag 5 gelangt mit ciuctq Zusatz ln folgender Form zur Annahme: D10 Wahl der iS EL'g!!c‘£or wird ontor Proportionen«• Berücksichtigung der aut dem Kongress vorhandenen SonderverbandÄ-Dolcgatloncn, Fraktionen and der Gesamtheit der Landcsverbändo entsprechend Ihwr BetcSlcaug Bin Kongress vorgönomoion. Die Anträge 6 tmd 7 werden angenommen. Von den Anträgen betreffend 'den Zentralrat werden Punkt 1 und 3 yon der Kommission zurückgezogen. Em. Ncumaun (Amerika) beantragt, den Passus 2 b) zu streichen. (Abgclohnt) Hierauf werden dla Punkte 2, 4 ttntj 5 angenommen. Anträge von Dr. Krämer, 'die 'Anzahl der Schekel in Punkt 5 auf 2000, und von Dr. W einer, sie auf 5000 zn erhöhen, werden abgelehnt Von den Anträgen betreffend das Wahlrecht zum Kongress wird Punkt 1 abgelehnt Es gelangt sodann folgender Antrag der Keren- Hajossod-Komraission zur Beratung: Das passive Wahlrecht Ist an den Nachweis der Er PÜInng der Verpflichtung gegenüber dem Keren Haiessod ccbundca. Der Nachweis erfolgt darcli dla zustttndlgo Stella des Keren Halcssod, Alfred Berger (Poale Zion) begründet diesen Antrag. Dr. Barth (MisrachO wendet sich gegen den Antrag in der Annahme, dass darunter die ־ Erfüllung der Maasser-Pflicht gemeint sei, und in einer Reihe von Ländern, die einen beträchtlichen Anteil an der Auf■ brlngung des Keren Hajcssod haben, der Maasser noch nicht durch geführt ist Dr. Nahurn Goldmatm tmterstützf den Antrag der Kercn-Hajcssod-Kommlssion. Den Vorsitz übernimmt Rabbi Meier Berlin. Dr. Dalches (England) verlangt Uebergang zur Tagesordnung über den Antrag des Keren Hajessod. Der Antrag Dr. Dalches wird abgelehnt Llpson (Hitachduth) schlägt als Atnendcment vor, dass es in dem Antrag nicht heissen möge ״Verpflich tung", sondern ״Minimalbeitrag zum Keren , Hajessod” Dr. Goldmnnn wendet sich gegen das. Amendement Llpson, da dieses eine Bagatclliserung des Keren Haies׳ sod bedeuten würde. Nach Ablehnung des Amendements Llpson wird der Antrag der Keren-Hajcssod-Kommisslon vom Kongress angenommen. Hierauf werden vom Kongress die Kapitel D, E und F des Vorschlages der Organisationskommission angenommen; ferner eine Abänderung des § 20 des Statuts folgenden Inhaltes: Der Vorsitzende des Ehrengerichtes und der Kongresssnwali haben das Recht der Teilnahme am Kongress ohne Stimmrecht Den Vorsitz übernimmt Vizepräsident Motzkin. Von den Anträgen zum ״Einheitlichen S c h 0 k e H (Kapitel G) wird zuerst Punkt 3 behandelt. Für das hiezu angemeldete Minoritätsvotum spricht Dr. Barth (Misraclii); er wendet sich gegen die Annähme des Kommissionsantrages, der in der Organlsationskommission mit nur einer Stimme Mehrheit angenommen worden ist Nach Begründung des Antrages durch den Referenten Dr. Hantke und nach Unterstützung des Antrages durch Dr. Hellmann (Hitachduth) beantragt Dr. Krämer (Rumänien) Uebergang zur Tagesord nung über den Antrag der Organisationskommission. In der Abstimmung wird Uebergang zur Tagesordnung mit dejt Stimmen der Landsmannschäften und des Misrachl gegen die Linken im Verhältnls von 119 zu 75 angenommen. Das Resultat der Ab- Stimmung wird von den linken Parteien mit lebhaften Entrüstungsrufen aufgenotnmen. Alfred Berger (Poale Zion) beantragt zur Geschäfts Ordnung, dass der Antrag der Organisationskommission an diese zurückzuverweisen sei und kündigt für den Fall der Ablehnung dieses Geschäftsordnungsantrages an, dass seine Partei bei allen folgenden Punkten namentliche Abstimmung fordern werde. Der Vorsitzende leimt die Abstimmung über diesen Antrag ab. Dr. Hellmann stellt den Antrag, dass der Verkauf, der Schekel föderativ sein $0110, aber die Wahlen gemeinsam vorzunehmen sind. Dieser Antrag wird nicht mehr zur Abstimmung gebracht, da bereits über den Antrag der Organisationskommission Uebergang zur, Tagesordnung beschlossen wurde. Demzufolge zieht die Organisationskommission auch ihren Antrag 1 zurück. Zu Punkt 2 begründet Dr. Barth (Misrachl) den eingebrachten Minoritätsantrag. Berl Locker '(Poale Zion) unterstützt den Ant!^ Barth, der hierauf vom Kongress angenommen wird. Zum Kapitel J, ״PreisdesSchekels“, legt Refe» rent Dr. Hantke Anträge der Organisation- und 4ן!Budget-Kommission vor. Dr. Dalches unterstützt den Antrag der Organist lonskommission. Louis Llpsky (Amerika) spricht dem Kongress?echt ab, durch Einführung von Schckelprcisen je nach den verschiedenen Ländern einen Unterschied zwischen den Juden dieser Länder zu machen. Er beantragt die Einführung eines einheitlichen minimalen Schekels alle Gebiete. Isaak Feticrrlng (Deutschland) begründet namens der Budget-Kommission deren Vorschläge, gegen die sich Dr. Schwarzbnrth (Westgnlizicn) wendet. Nachdem Dr. Katznclson (Hitachduth) für den Antrag der Organisationskommission und Sally Hirsch (Deutschland) für den Antrag der Budget-Kommission gesprochen haben, stellt Bcrl Locker (Poale Zion) folgende Anträge: Der Preis dos Schekels ist von der Exekutive einheitlich nach dem Preis einer allgemeinen Ware oder einer Arbeit»- stunde Icstzusctzen. Der Kongress betrachtet cs als Pflicht Jedes Zkmhtcq, der dazu Imstande Ist, den Goldenen Schekel ln der Höh« von 1 Pfund (ln Ländern mit stark entwerteter Valuta 10 Schilling) zu bezahlen Dlo Exekutive bestimmt zusammen mit den Landes, und Sondorverbilndcn dlo Höhe des Betrages, den ]oder dieser Verbände auizubrlngcn hat. Dlo Zahl der Kongress« mandate Ist von der von den Landes- oder Sondervcrbäo• den aufgebrachten Zahl Goldener Schekel nicht abhünzlg. Diese Anträge werden angenommen, worauf die Budget-Kommission ihre Vorschläge zurückzieht und der Antrag 7 der OrganisationskommIssltw abgelchnt wird. L Feuerring stellt für die Budget-Kommission folgenden Antrag: Irgendwelche Rückvergütungen nnd Subventionen am den Einnahmen aus Schckelgcldern dürfen an die Landes- und SonderverbBiide von der Exekutive nicht gewährt werden. Nachdem Berl Locker Uebergang zur Tagesordnung über diesen Antrag gefordert hat, wird dies beschlossen. Von dem Kapitel J der Vorschläge der Organisationskommission werden, ohne Debatte die Punkte 3, 4, 6 und 8 angenommen, Punkt 5 in der von der Minderheit vorgeschlagenen Form. Bevor zur zweiten Lesung der hlemit vorgenommenen Aenderungen des Organisationsstatuts geschritten wird, und zu der En hloc-Annahme beantragt ist, entwickelt sich eine Debatte zwischen Dr. Hellmann (Hitachduth) und Kaplansky (Poale Zion), die geteilte Abstimmung verlangen, und dem Präsidenten. Der während dieser Debatte gestellte Antrag der linken Parteien auf namentliche Abstimmung wird von diesen zurückgezogen; cs wird die En bloc-Abstimmung vorgenommen und die zweite Lesung mit Annahme der schon n erster Lesung angenommenen Vorschläge beendet Vorsitzender Motzkin lässt nunmehr, um 2 Uta־ nachts, eine Pause eintreten. Um 3V4, Uhr morgens wird die Sitzung vom Vize- Präsidenten Meier Berlin wieder eröffnet. Dr. Dalchos verliest eine Erklärung des Herrn Rabin, dass die Aeusserung des Herrn Bogratschoff auf Richtigkeit beruht. tb %:■ ״y׳״ SB# gedakG ö.Frcll! E» w«! Präsident Sokolow übernimmt den Vorsitz. Dr. J. Schallt (Oesterreich) schlägt namens der politischen Kommission folgende Anträge vor, die en bloc angenommen werden. 1. Zur Hraberfrage. Der Zlonlstenkonnrcss begrüsst mit freudig« Genugtnimg. dass die Im Völkerbund vereinigte Gemeinschaft der Völker In dem von Ihn! bestätigten Mandat über Palästina dlo unzerstörbare historisches Verbundenheit des jüdischen Volkes mit Palästina und die Ansprüche des jüdischen Volkes aui sclno nationale Heimstätte und ein Irclcs Volksleben ln diesem Lande seiner Vergangenheit und seiner grossen geistigen Schöpfungen anerkannt hat In döf grossen Krise der heutigen Welt, dlo das Jüdische Volk schwer getroffen und seine ganze blslierigo Dlaspora-Edsteiiz Ins Wanken gebracht hat. Ist dlo Lösung der Judentrage eines der kategorischen Gebote der Gerechtigkeit und eine Vorbedingung der Konsolidierung der Welt Im Zeichen des friedliche« Zusammenwirkens der Völker. Der Zlonlstenkongrcss sieht Im Erwachen des Orients einen der wichtigsten Eaktorcn des Neuaufbaues der Welt Das jüdische Volk, das sein nationales Heim wieder auf«!• bauen beginnt, Ist entschlossen, sich mit allen seinen geisügen. moralischen und materiellen Kräften fn diese heuta noch Im Worden begriffene, aber an Energien und Möglichkalten reiche Welt elnztigllcdcm und als Gleiches unter Gleichem mit den Völkern, Ule seine Schicksalsgenossen sind, und In enger Verbindung und unter Herstellung ouicr fruchtbaren Intcresscnharmonie zusauimcnzuarbcltcn. Der Zlonlstenkongrcss stellt lost, dass Palästina durch die historischen Bande, durch den VoIhswlUcn zur Rückkclir, durch die Arbeit Im Lande und nunmehr auch durch dlo Internationale Anerkennung clno Sonderstellung als das Land der nationalen Heimstätte des jüdischen Volkes cmnimmt Der Zionistenkongress wiederholt seine Erklärung, dass unter allen Umständen dlo Rechte oller Gcmclnsclu»• ten In Palästina gleich heilig sind und bleiben werden. ״** jüdische Volk, das unter den schwersten äusseren Inneren!Bedingungen ln diesen Tagen allmählich zu 06״®° *>r •k man **«-,j durch zu allg-;1־: beruhig 1. Kongreh4 ׳ xiiix : rung keiner und Kl. wicklül L ן Zusal, Richtung, sind, f mit zw ,11 nistisdl ־ - die in * l;r demont' 1.! schließ1' ן ׳ jetzt iF ־נ |L zionisti >1!,, drückt, 1 stellt, «•'!:* liegen •rf; organii jr,; hat da' |i, lionist *■'ll! N> ׳■ I Resoltf i 11; auszufi j';; rungen von ■1. Gebiet 11 Adminj mit det ^,1 auf dtj;״! einerst (•! kratisd «| andere I! j arbeit,',׳ ג sollen}י , Fordef1 ז' *HL D׳'j; tisissic» j | Föderi ן der pi,J erklär« 1 j politist s .1 größte י <, ßcgebt Volk 1 Rech ' hat im den M>! Volks!« 1 dadurc c Und dl י \ bestirn1! wird tun, #!!: ein glj »Heu, Handel * desseö Und g Die E gresse J i ''om ‘ ,, für di A V, Delegj 1 Mehrt i I! Fraget i Politik k!: Be am( ( mehr,־ heit g Vewe Jormt ״ Chara!! Schied > «1 de f• *teilt ‘ oder, ו

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