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Jüdische Rundschau · 1923-08-16 · Heft 70 (16.8.1923) · page 5

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVIII (1923)
Issue
Heft 70 (16.8.1923)
Date
1923-08-16
Page
– (sequence 5)
Language
German
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*In •, 2cn- י /ciz» ■} scho 1 »Öen, ,י genfenz ,: iscre aoäi ater- 5a;־.a n schett ircnf.lr isten llncr Boein lerer andndct subpromrf itzu- 1 der »al«׳l- נ sie eben Arviel «ndilncn Jtcn, Wir leien ist reiso י1(1 rlscl^ ein inern irten Wir 1 in Voritina, 3tng. dem aren Sie urcli 4t in wir rden sehr Jrcif utiici ind Us* Oppo r“ Ten- \f. Konlotoniaire 1903 ttnaamt, nis der Jssisdt■ icn Reirischen Je Umnd der sch-polials Md־ rlcdens• *r edite Sieg«'־ ler des her die ersehnt llichkeit I seine Kritik ie stete, an das | selbst scinent le 0 eg■ 1. Sei« mögen, Cer *10־ p(e 2. Geaeralkontcrenz des Jüdischen Nailonaltonds (Keren Kafcmeih Leiisrael) Am 1. und 2. August fand in Karlsbad die II, General- Konferenz des KKL statt. Außer den Mitgliedern des Wichioriums und des Hauptbüros naJimcn Vertreter der Landeskonitnissionen des KKL, aus zahlreichen Ländern Europas und aus Nordamerika an der Konferenz teil, M. Ussischkin, als Obmann der palästinensischen Direktoren, begrüßte hebräisch die Konferenz und hielt da! veiytorbencn Mitarbeitern des KKL,, insbesondere den Herren Paris Goldberg, Nathan Groß und Dr. B. Epstein, einen warmen Nachruf, Sodann erstattete er ein Referat über die Aufgaben de* KKL. Er betonte, daß die Gcullath Maare! (Jcm Aufbau Ercz-lsrads die Grundlage geben müsse, daß nur der KKL. diese Aufgabe lösen könne, und daß die wirb ichaffliche und politische Lage im Lande keinen Aufschub dulde. Die Bcistcllung landwirtschaftlichen Bodens müsse im Vordergrund stehen; da mir der Rauer, der seinen eigenen Poden bestellt, jedem Lande das nationale Gepräge gibt, wie das Beispiel der Tschechoslowakei lehre. Dem Bodenkauf in den Städten «eien gewiss« Grenzen zu setzen. Auch die Ameliorationen seien mir in einem gewissen Ausmaß vom KKL ans zu führen, bis sie von einer Kolonisationsirstitution auf sich genommen werden können. lieber das Referat entspann sich eine lebhafte W'battc. Die allgemeine Meinung Ion zentrierte sich dahin, daß die bisherigen Ergebnisse des KKL., der in 21 Jahren seines ■Frstandos erst 100 000 Dunam Boden ai!510 sc 11 konnte, trotz der unleugbaren Fortschritte «ler letzten Jahre, unbefriedigend lind und daß dem KKL. zur Ausdehnung seines Bodcnbcdl7.es reichere Mittel verschafft w erden infisscn. Insbesondere wurde die Frage nach der Möglichkeit einer großen Anleihe auf K'KL.-Bodcn erörtert. Entgegen dem Referenten betonten einreine Redner auch die UnauTschicbbarkeit der Aniclioraiionen, insbesondere der Trockenlegung der erworbenen Gebiete, sow ie der Erwerbung von vorstädtLschcn Baden, besonders zur Anläge von Stadtvierteln für Arbeiter und andere Einwanderer. Dr. E. M, Zweig, Leiter des Departements für Organis.ition und Propaganda In Jerusalem, referierte über einschlägiRc. Fragen. Er trat fiir die Aufrcchtcrhaltung der Autonomie des KKL. im Rahmen der Zionistischen Orgnni- *ation ein, als der unbedingtem Voraussetzung dafür, dnß neben den besonderen Bedürfnissen des Tages auch die der Zukunft, für welche der KKL. zu sorgen habe, Befriedigung finden. Der Referent machte Vorschläge, wie die Propaganda des KKL. mit jener fiir den Keren Hajessod, der für die Bedürfnisse der Kolonisation aufzukommen hat, am besten zu koordinieren sei. Er schloß mit der Darstellung der zweckmäßigsten Methoden, die Propagandatätigkeit des KKL. zu erweilcrn. Die Beratungen des zweiten Tages begannen mit dem Referat des Agronom Ing. I. Etting er, als Leiter des Bodendepartements im Hauptbüro zu Jerusalem. Er legte als Grundidee der Bodenpolitik des KKL. dar, daß sie sich nach den konkreten Forderungen der Kolonisation zu richten habe. Danach sei vor allem die Bildung großer zusammenhängender Komplexe nationalen Bodens anzustreben. Ein neuer Weg der Kolonisation müsse angehalmt werden durch gemeinschaftliche Sicdlimgstätigkeit von Gesellschaften vermögender Siedlung.«.• werher, die vorläufig außerhalb Palästinas bleiben, und von Chaluz-Vereinigungcn. Auch bezüglich der Siedlungstätigkeit müsse der KKL. mit dem Keren Hajessod in engstem Kontakt arbeiten. Die Diskussion verbreitete sich übet׳ alle berührten Fragen. Großen Eindruck maehte es, als gegenüber einzelnen Aenßerungen des Zweifels über die Preiswürdigkcit bestimmter Bodenkäute und den Erfolg der Ameliorationen Herr S. Pollak, Obmann der Landeskommiss ton Prag, der kürzlich in Palästina die neue tschechoslowakische Siedlung Ost-Nuris auf KKL.- Boden besucht hatte, seiner vollen Befriedigung über das aesehenc Ausdruck gab. Hieran schloß sich das Referat Dr. A. Granovskys, Leiters des Finanz- und Wirtschaftsdepartements im Hatrpf• hiiro Jerusalem, über die ״Konkretisierung der KKL.•Arbeit‘'. Er führte aus, daß die bisherigen Versuche der landsmnnnsrhattliclien Kolonisation auf KKL.-Boden sich bewährt haben und nur weniger Korrekturen bedürfen. Es gelte, den landsmannschaftlichen Gedanken auch auf die vorstädtischeu Siedlungen auszudehnen. Die Juden aus Gebieten mit gulcr Valuta »ollen das Patronat über die laudsmamischaftlichen Kolonien übernehmen. Hierbei müsse man auch die in Abbau hegriffenen jüdischen Hilfsgeselksehaften heranziehen. Schließlieh sei ein Weg zu suchen, um den Spendern größerer Reinige «ln gewisses Anslcdlungs-Vorrecht auf KKL.-Bodcu zu sichern. während der Gedanke der landsiriannsehaftlichcn Koloui- *afion kaum mehr Einspruch fand, war der letzte Vorschlag Gegenstand einer gründlichen Aussprache, die vorwiegend lebhafte Zustimmung, jedoch auch Bedenken wegen Ver• 'visclmn״ des Spcndencharaktcrs des KKL. und Komplizierung der Kolonisationsarbcit zutage förderte. Nachmittags legten auf Grund der Referate und Anträge die beiden Kommissionen fiir Palästina!ragen sowie für Organtsafion und Propaganda ihre Elaborate vor. Nach neuer-!!eher Diskussion, die den Abend des zweiten und den Vormittag des dritten Tages ausfüllte, wurden Resolutionen ge• faßt, von denen die wichtigsten nachfolgende sind: Resolutionen der Kommission für Organisation und Propaganda. 1. Der Kongreß wir«! ersucht, die im Vorjahr vom Zionjstiscfien Zcntralrat gefaßten Beschlüsse zu bestätigen, wonach die zionistischen Landes- und Sonderverbände die Arbeit des KKL, in jeder Weise zu fördern haben und für das Gelingen *einer Arbeit verantwortlich *ind. 2. Das Aktionskomitee wird ersucht, die Konstitution des KKL. zu bestätigen. 3. fm Finanz- und Wirtschaftsrat oder in dem künftig an seine Stelle tretenden Komitee soll der KKL. gleich <lc11 •״deren zionistischen finaiiziiistitutioncn Vertretung haben. 4. Die autonome Propaganda des KKL. ist von seinem Hauptbüro in Jerusalem unter Ausnützung aller, gerade durch dm Silz in PaRstina gegebenen Möglichkeiten planmäßig fortzutühren. 5. Die Notwendigkeit, die Propaganda der zionistischen Fimnzinstitutc zweckmäßig zu koordinieren, wird anerkannt, und ist die Koordinierung durch Abschluß von Verträgen und Festlegung einverständlichcf Arbeitspläne zur Abgrenzung uer Arbeitsgebiete anmtreben. Diese Verträge sind auszubauen und ihre Einhaltung ist durch Bestätigung seitens des Zionistenkongresses tu sichern. 13. Die Konkretisierung der Arbeit des KKL. wird als fas leitende Prinzip festgestcllt. Die Propaganda in jedem Lande soll sich auf eine bedeutende Unternehmung in Ercz- Israel konzentrieren. 14. Die vom Hauptbüro in Angriff genommene Aufteilung ®זז bisher gespendeten Bäume in Landeswilder wird begrüßt. , 15. Das Hauptbüro des KKL. wird aufgefordert, einen lebendigeren, innigeren Kontakt mit den LandeKsammelstellen hcrzuslellcn und deren Arbeit, insbesondere durch Aussendung 0י« Emissären, zu intensivieren. Resolutionen der Palästina-Kommission. 6 I. Die Hauptbäsls fiir den Aufbau Erez-tsracls ist der Boden. Der KKL. ist aus prinzipiellen und praktischen Grün- *He wichtigate jüdische Institution für die Auslösung des Bodens. Deshalb' müssen dfe Zfönfsfen Kr'Jnteres'se'tm'd ihre Energie dem KKL widmen, um ihn zu stärken und zur Blüte zu bringen 2. Die Hauptaufgabe de* KKL. ist die Auslösung des Bodens. Der KKL. hat auf seinen ländlichen Böden die Amcliontioren durchzutiihren, ohne welche die Limlwlrtschaftliehe Kolonisation uiuuöglieli ist, bis andere Kolonisationv institutc, wie Keren Hajessod, Agrarbank, Kolonlsationsfonds, die Aincliorattonsarbciten werde« übernehmen können. 3. Der KKL. muß die Auf fnrstungsarbcit ausschließlich aus den Mitteln der Baumsncnde grundsätzlich im Zusammenhang mit bestehenden und zu gründenden Siedlungen verstärken. 1. Fine wichtige Aufgabe hat der KKL. bei der Erwerbung passender Böden in der Nähe der Städte zum Zwecke der Schaffung von halb-ländlichen, halb-städtischen Siedlungen. 5. Fs soll ein neuer Weg der Kolonisation ,•ingebahnt werden durch gemeinschaftliche Siedhmgr.tätlgkeit aut KKL.* Boden von Gesellschaften, bestehend aus vermögenden zukünftigen Siedlern, die vorläufig außerhalb Palästinas blefbcn, und von Vereinigungen, bestehend au* Chaluzim, als Siedlung*- kandidaten. 6. Die bisherigen Veisudie mit der landsmannschafHieben Kolonisation beweisen, daß diese Form berufen ist, neue jüdische Energien für die Besiedlung Erez-Isracls zu wecken. 7. Der I.mdsmannsdinftliche Gedanke soll auf die Gründung der halb-städlLschcn, halb-ländlichen Siedlungen ausgedehnt werden. Zwecks materieller und moralischer Unterstützung soll das Interesse der großen jüdischen professionellen Vcreiiiigimgen itn Galuth für solche Siedlungen in Ercz-Isracl geweckt werden. 8. Für die Heranziehung der in Ländern mit guter Valuta (Amerika, Südafrika, England usw.) lebenden Juden-soll eine spezielle Verbindung mit den Juden aus den Ländern ihrer Herkunft in Ost- und Mitteleuropa zwecks deren Ansicdluug in Erez-lsrael geschaffen werden. Dafür ist die Form von Patronaten geeignet, ln der Weise, daß ein Land den Aufbau einer ganzen derartigen Kolonie in Erez-lsrael übernimmt und die Aufbringung der Mittel (wie Bodenkauf, Wasser- Versorgung, Cfianssccnatiten usw.) unter die Distrikte oder Städte des Landes verteilt. 9. Die konkreten Sicdlungsaktlonen •ollen Hand in Hand mit dem Keren Hajessod durchgeführt werden. 10. Es sollen die während der Kriegs- und Nachkriegsjalire geschaffenen verschiedenen jüdischen Hilfsgesellscliaftcn, die bei Ihrer Organisation Inndsmannschaf!liehe Formen (nach Ländern und auch nach Städten) angenommen und sich äußerst gut bewährt haben, jetzt aber allmählich abgebaut werden, für die Aufbauarbeit in. Erez-lsrael aktiviert werden, und zwar in der Art, daß diese Gesellschaften ihren Landesgenossen durch produktive Hilfe Möglichkeiten für deren Ansicdluug in Ercz-Isracl geben sollen. Einen weiteren Schritt auf dem Wege der KonkrcU• siening stellt «He Schaffung eines starken persönlichen Interessctibandos zwischen dem einzelnen im Galuth und Ercz- Israel dar. Dies kann durch Vermittlung des KKL. in einer Form erreicht werden, daß Personen bzw. Spenderverbände, die Spenden in einer bestimmten Höhe geben, für sich oder für von ihnen zu bezeichnende Personen vom KKL. einen Anspruch auf Vergebung einer der Spcndcnhölie entsprechenden Bodcnfliichc in Erbpacht «ingeräumt erhalten. Die früheren Bedingungen wegen der Ausführung dieses Vorschlages, wie auch die Maßnahmen, damit jede Störung für den KKL, durch die vielen Verpflichtungen den Einzelncn gegenüber vermieden werden, müssen in den Ausfiihningsvorseliriften der KKL.-Verwaltung fcstgclegt werden. Wir werden auf die teilweise sehr bemerkenswerten Resohitioncn noch ausführlicher zurückkommen. ...—.. I Das Palästinensische Wirtschaftsgebiet Der Leiter des Handels- und Industriedepartements der Zionistischen Exekutive in Jerusalem, Herr Naclium Tischby, der gegenwärtig ain Karlsbader Zionistischen Kongreß teilnimmt, hat einem Kongrcßbcrichierstatter der ״Wiener Morgen- Zeitung“ die Wirtschaftsmögliclikeitcn in Palästina und im Nahen Orient in folgenden Mitteilungen geschildert: Die geographische Lage Palästinas und die Anwesenheit einer bedeutenden und immer wachsenden Zahl der iiidisehen Bevölkerung gibt diesem Lande eine ganz besondere Zukurft in kolonisatorischer Hinsicht, Palästina hat kaum eine Bevölkerung von 800 000 Seelen, davon zirka 100000 Juden. Aber die Nachbarländer geben diesem Lande seine ganz besondere Bedeutung. Alle Nachbargebiete produzieren eine große Menge Rohprodukte, welche regelmäßig nach fernen Märkten exportiert werden. Dieselben Länder impor- Heren eine gewaltige Summe Fabrikate aller Art, und die Liste der Rohmaterialien sowie die Liste der importierten Fabrikate ist sehr lang. Die große ökonomische Einheit, welche man als Levante bezeichnet, hat kaum Industrien entwickelt, die einer Erwähnung wert wären. Palästina allein hat in der kurzen Zeit der letzten vier Jahre eine höhere Stufe der Entwicklung erreicht. Wenn dieses scheinbar arme Land mit den anderen Levantcgcbicten verglichen wird, dann sieht man, daß die Anwesenheit des jüdischen Elements eine große Wirkung gehabt hat. Palästina importiert jetzt für zirka 6 Millionen Pfund Waren pro Jahr. Der Export ist relativ klein, aber er wird mit der Entwicklung der Landwirtschaft und Industrie sicher steigen. Dagegen importieren Aegypten, Syrien und andere Levantcliindcr für mehr als rund 100 Millionen englische Pfund jährlich. Jaffa und Haifa liegen rund 200 km vom Snezkanal entfernt, den ungefähr 4000 Schiffe jährlich passieren. Vom Kntvnl gibt es direkte Vc.'bindungen mit den Hauptpunkten der ganzen Erde, so daß die Frage des Weiterexpories der Waren gelöst ist. Durch den Ausbau der Häfen von Haifa oder Jaffa oder beider — diese Frage steht jetzt auf der Tagesordnung des Programms der Palästina-Regierung — wird Palästina an die Kanalzone angegliedert. Es ist vollständig sicher, daß die britische Regierung ferner ein ganz besonderes Interesse fiir den Ausbau einer direkten Eisenbahnlinie zwischen Mesopotamien und Palästina hat. Diese Linie wird wahrscheinlich von Bagdad durch die Wüste nach Haifa gehen. Damit Ist ein zweites sehr wich• tiges Pro;-kt verbunden, um! zwar die Herstellung von Röhrcnlfitungcn für Jaffa und Haifa. Durch die Ausführung dieses Projektes wird ermöglicht, daß man Rohöl tn Haifa direkt auf Schiffe ladet, anstatt daß es 3000 M.'i'en weit von Bassora zugeführt wird. Es sind Projekte, die schon öfters in!eilenden Kreisen besprochen wurden und die sicher in der nächsten Zukunft ihre Realisierung erfahren werden. Wenn wir die anderen wirtschaftlichen Möglichkeiten in Palästina selbst beiseite lassen und nur die Verkchrimöglich• keilen betrachten, so wiin: Palästina In der sehr günstigen Lage eines Zentrums, vo% dem aus Massenartikel vertrieben werden können. VcVmlocbtc JNfadmdjten , < ( Versammlung des Board 01 DepuflSs * י London. (J. C. R.) Am 29. Juli fand eine Versammlung des Board of Drputies unter dem Vorsitze von Dr. B. S. Men* riqtics statt. Der Vorsitzende berichtete über eine Unter* rcdiing mit dem Home Sccrctary wegen des f rcmdcngccctze«, nach welchen! Ausländer, die imlcr Umgehung der Einreise- Bestimmungen nach England gekommen sind, oder Ausländer,׳ die Verbrechen begangen haben, *bgcuchobcn werden. Dcg Home Sccrctary gab nicht zu, daß dabei Härten gegen Alteingesessene Großbritanniens Vorkommen, und erklärt, es &«{ keine Aussicht vorhanden, daß das Gesetz geändert werde, es werden vielleicht die Durchführungsbestinimun2cn geändert werden. Der Vorsitzende berichtete auch, daß Verhandlungen; mit Vertretern des fkth Kn *tattiiuden werden, um zu der« Tierscblachtungagesetz, das im Herbst im Unter* hause zur Verhandlung kommen wird, Stellung zu nehmen* Mr. D׳Avigdor Goldscimiidt erstattete den Bericht de« Joint Foreign Committee und sprach den Wunsch aus, da# Mr. Lu eien Wolf, der am 3. September in Genf zusammen-( tretenden Völkerbundve rsam mhmg beiwohne, am die jüdischem Interessen zu vertreten. / ל Antisemitische Forderungen tn England j 0. * London. (J.C. B.) Auf der Jahreskonferenz der L01A dotier Vereinigung ״Die konstitutionelle Bewegung“, wurde! eine Resolution angenommen, die verlangt, daß die Regierung*-( mitglicdcr, Parlamentsmitglieder und alle Personen in staatlichen und städtischen Acmtcrxi, seit mindestens drei Generationen die britisclsc Nationalität laben müssen. Ein Delegierter verlangte vom Antragsteller, Captain Bostock Wilson, der Resolution! hinzu zu fügen, daß kein Jude, einerlei, ob er naturalisiert ist oder nicht, eines der genannten Acmtcr innehabe 11 dürfe.' Captain Wilson sagt«, er seinerseits betrachte die Juden als Landcsfrcmdc. 1 Mr. Q. K. Maylar protestierte gegen die von einigen Dcle-{ gierten inszenierte Jiidenhetzc und betonte, ein britischer Jude sei «in ebenso guter Staatsbürger wie jeder anderer Brite. j Es wurde eine Zusatzresolution angenommen, daß ,urcW Juden, die seit drei Generationen naturalisiert sind, öffentlic’rä Acmtcr bekleiden dürfen. f Die Einwanderung naeh Amerika 1923 New York. (J.C. B.). Laut den vom amerikanischer( Arbeitsamt veröffentlichten neuen Einwanderungsquoten für das am!.Juli beginnende Fiskaljahr 1923/21 sind an Einwanderem 357803 Köpfe 211gciassc11. Davon entfallen auf England 77312, auf Deutschland 97 007. auf Italien 42057, auf Ocsttr• reich 7342, auf Ungarn 5038. auf die Türkei 2388, auf Grieche 111 and 3063, auf Rußland einschl. Bcßarabicn 24 4t!5, auf Polen 30977. Die polnische Quote ist am stärksten, und zwar um rund 8000 Köpfe heraufgesetzt worden. Verringerung *Irr Auswaudcruugspote Iür Polen Warschau. (J- C. B.). In den Couloir* dos Sejm ver•» sicherten einige nationaldcmokra tische Abgeordnete, der! amerikanische Arbeitsminister Davis habe an-, läßlich seines Besuches in Warschau erklärt, daß die amerikanische Regierung die Absicht habe,die Quote der Auswanderer für Polen zu verringern. Bemühungen «ler amerikanischen Juden iür die Anerkennung Litauens dnreh Amerika Kowno. 0• C. B.). Der Vertreter der aus Litauen *tarn« menden Juden m Amerika, Mr. Kamaiko aus Chicago 14c in Kowno eingetroffen. Er brachte Dokumente mit, durch die die Bemühungen der amerikanischen Juden für die Anerkennung Litauens durch die amenkanische Regierung bestätigt werden. Mr. Kamaiko hatte eine Besprechung mit den! Minister für jüdische An*; gelegen 11 eiten Dr. Rosen bäum, und wird im Laufe, der nächsten Woche vom Präsidenten der Reoubliki empfangen werden. •׳* Netrnahlen in den Jüdischen Gemeinden Litauens Kowno (J.C. 13.). Der Minister für jüdische Angelegen-! heiten, Dr. Rosenbaum, hat für die jüdischen Ge*j meinden ganz Litauens Neuwahlen ausgeschrieben, die .7'1׳ וווו. und 28, September statt finden *ollem. Gleichzeitig dürften die Wahlen In die jüdische Nationalversammlung statt-j finden. / Das Budget des jüdischen Minlslerinms ln Litauen K 0 w 11 o. (J. C. B ). Der litauische Sejm hat das Budget •des jüdischen. Miniiterruns in der Höhe *0• 7S 000 lit. bestätigt. Der Kamp! Iür den numerns clausus in Rumänien Bukarest. (J, C. B.) Die rumirflsdien Studenten der. Jassy er Universität sind noch immer unzufrieden, obwohl nur 25—30 ״״ der jüdischen Studenten den Vorlesungen bet*, wohnen. Sie verlangen eine juden reine Universität. 1t» einer großen Versa mmlung, an der auch einige Professoren) tcilnahmen, erklärten sic, daß sie den Kampf um de* ntrmerit* clausus fortsetzen werden. Die S!a2lsbürgersch3!lslrage der ramänlschen Juden ץ Bukarest. (I. C. B.) Die Zeitung ״Aurora“ berichte* über zahlreiche M 1 ß h r 8 11 c h c der rumänischen Behörden bei der Handhabung der Optionsbestimmungen gegenüber den Juden. Die Behörden verlangen von den jüdischen Optanten die Erfüllung der ״erforderlichen Formali* täten“, ohne zu erklären was darunter verstanden wird. Die rumänische Verfassung hitigegen verspricht die Zuerkennutig der. Staalsbiirgcr-cliaft an die Juden Rumäniens ״ohne For* malitätcn“. ln Braila wurde von 703 jüdischen Optanten nur 400 die Staatsbürgerschaft zucrkannt. in Ga'atz von 4000 nur 1700. Den jüdischen Soldaten in der rumänischen Armee wird keine Möglichkeit )jegeben, die Optionsgesucht einzureicließz Sic werden darum nach Ablauf ihrer dreijährigen Dienstzeit keine rumänischen Staatsbürger «ein. Bille des ״Idncskom“ Iür ukrainisch« Flüchtlinge Riga, (J.C.B.) ,,Idgcshom" (Jüdisches gesellsch.vft* liehe* Komitee) hat für diejenigen t lüdhtlioge aus der Ukraine, die ihre Wcrt,״e(»enstäiide auf der Flucht weit unter dem Wert verkaufen mußten, eine Aktion zur Ungültigkeit*• erkUrung dieser Verkäufe cingcleitct. EilLsaktimi Iür die. ans Polen angewiesenen russischen Flüchtlinge Riga. (J.C. B.) Das wcißiussische ״Idgeskom“, da* ״Rote Kreuz״ und der ״luiul“ haben eine gemeinsame Aktion «ingeleitct, um den ans Polen angewiesenen Fluchtlinien, *die'nach SowjetrußLnd zuiückkehrcn, Hilfe zu gewähre^ 1 r!1 I 1 1 I; I 1 I I 1 1 s

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