Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVIII (1923)
- Issue
- Heft 68 (14.8.1923)
- Date
- 1923-08-14
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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V. ö;.r..r. ki'n, ״.der ו! ה:' j* ן;ז;!;!ש Oil iq t. V,׳:o L1L0- . viel ItiOli, . Ziowc;r,1 Cf ך. VH , , j lsclic aten, n rn- /ei [er cl n, 240zm 1 t/ir! ist der . Es It für ürs die vorr es Kon- )riam die Ercz s nur e Die Jewish Agency ater soll, solange 'der ‘Jüdische ׳ Weltkongress nicht möglich ist, bei der Zionistischen Organisation bleiben. , ׳ z-י Ncufcld (Misrnclii): In dem Moment, d» man *mtdangen Inf, "eite reichen WeM.hiden dadurch hcrnnzur.lehen. dass man ihnen die Palästina-Arbcit als eine philanthropische Angelegenheit schilderte, durch die sic seihst ln ihrer Galuthposltlon gesichert werden, (n diesem Moment war der Zionismus nicht mehr das, was er gewesen, die Volksbewegung als die originäre geschichtliche Umwicklung des Indischen Volkes. Von neuern stehen wir vor dieser Gefahr, Die einzige Lösung, der einzige Weg in unserer Frage Ist ein Weltkongress des ganzen jüdischen Volkes, Or. Alfred Klee (Deutschland): Als Vertreter einer Richtung, die die Heranziehung,der Kichtzlonisten r.um Progrnmmspunkt hat, müsste Ich dfe Stimmung dieses Kongresses begrüssen. Es ist allerdings büchst zweifelhaft, ob der Weg über die Jcwish Agency der richtige Ist. Vielleicht hätte cs noch die Möglichkeit der vzlrtschriftlichen Zusammenarbeit gegeben, aus der sich harmonisch ein Aneinandergewöhnen ergeben hatte. Das, was wir machen, ist ein Sprung Ins Dunkle. Dadurch, dass wir in gemeinsamer Arbeit In den versehiedenen Ländern uns die Achtung der anderen nbgerunci'n haben, dadurch, dass wir die nationale Politik geführt haben, schufen wir die Vorbedingung für d(c Macht, die wir heute bcsitzen. Wenn wir aber die Erweiterung der Jcwish Agency durchführen, werden wir gerade ,mit jenen Leuten zusammensitzen, die diese Arbeit nicht gewollt, haben. Es kann geschehen, dass sie uns Bedingungen stellen, diese nationale! Arbeit in dem einen oder dem anderen Ijitide zu unterlassen. Wir müssen diesbezüglich Knutclcn schaffen. In diesem Kongress Ist die Stimmung entstanden, als ob durch die Erledigung der Frage der Jcwish Agency die 1 ösung unserer Probleme gefunden w5re. Vor dieser Stirnmung warne Ich Sie. Wenn wir nicht begreifen werden, dass 1׳nscre Finanzpolitik sich Andern muss, dass eine ganz, andere organisatorische Tätigkeit auch in Palästina inauguriert werden muss, wird uns auch die erweiterte Jcwish Agency nicht nützen. Die Arbeiten in Emek haben bewiesen, was unser« Jugend zu leisten imstande ist, sic haben «her auch bewiesen, wie wir es nicht machen dürfen, denn die Begeisterung einer Jugend darf man nicht auf eine zu harte Probe stellen. Der Keren Hajessod muss bleiben, 3bcr als Organ des Aufbaues ist er untauglich. Eine Idee mnss irrational sein, rationell aber Ihre Aussführung, Borochow (Palästina) hält den Versuch der Erweiterung der Jewish Agency für geführlich, weil die nichtzionistlsciicn Juden, die nicht das nationale Prinzip anerkennen, die Bewegung gefährden könuen. Er polemisiert gegen dje Leitung, die politische Misserfolge erlitten Hat und sieht "den Grund dafür 'darin, 'dass ttiatt nicht mit dem nationalen Geist gerechnet hat BelogorodzkI (Zeire Zion): Der Aufbau Palästinas Ist nicht mehr Sache einer Partei, sondern Eigentum des ganzen Volkes, und 4er Weg zur Verwirklichuug des Zionismus gellt über den allwclllichcn jildfsehen Kongress, der aber gegenwärtig ebensowenig möglich Ist, wie die Landeskonferenzen. Wir haben weder Kraft noch Zeit, diese Dinge durchzufülircn. Die Jewish Agency durch Heranziehung einzelner Organisationen oder gar einzelner Menschen zu schaffen, wäre verkehrt und wflfde nur zur Demoralisation i'lhrcn. Der einzige Weg. Arir.aeristchendc hcranztiz.ichen, Ist der des Keren Hajessod, der schon jetzt über seinen ursprünglichen Rahmen hinausgewachsen Ist Jeder nichtcxtrcmo Zionismus wäre eine Vernichtung des zionistischen Gedankens. Es gibt nur einen Weg: den Weg über das Volk. Dr. Barlh (Mlsrachl): Die Frage ist bisher von 'den meisten Rednern und atreh von der Exekutive am falschen Ende angefasst worden. Wir sprechen Immer von dem Gesichtspunkt ans, dass man die sowohl politisch als finanziell schwachen Kräfte der zlonlstlsehen Bewegung stärken soll. Mindestens ebenso wichtig aber ist das Ideelle Moment. Nach dem Baseler Programm Ist Palästina zu erstreben für das jüdische Volk und nicht für die zionistische Organisation. Am Ende einer Etappe unserer Tätigkeit Ist es jetzt Zeit, Palästina an das jüdische Volk zu übergehen, d. 11., wirklich berechtigten Glle* dern des Volkes die Möglichkeit der Mitvertretuns? und Mit- Verantwortung zu geben. In diesem Sinne war es eine völlig verfehlte Einstellung, gegen diejenigen zu polemisieren, welche keine Macht aus den Händen geben wollen. Der Gesichtspimkt der Mlsrachl ergibt sieb aus dem Baseler Prograinm, nach welchen! wir Palästina erringen und zweitens das orgauisatiomlosc jüdische Volk tn eine Einheit zusammenfassen wollen. Mit der Jewish Agency hat das jüdische Volk als clno Gcsanitheltsanfgabc die öffentlich-rechtliche Vertretung erhalten. Diese Gcsamtlieltsaufgabe darf als solche wegen keiner noch so wichtigen Elnzcllrage des Ausbaues beeinträchtigt werden. So wie man in der Ugandafragc wegen der schnellen Erreichung einer Heimstätte den ersten Teil unseres Programtnes aufgeben wollte, will man jetzt wegen des schnelleren Aufbaues den zweiten Teil prclsgcben, und so wie damals von den am stärksten bedrohten Volksteil, den russischen Juden, Uganda zu Fall gebracht wurde, so sind cs jetzt wieder die Mclstbcdrohten, die Palästinenser, die gegen diese Absicht sind. In den Ländern der Masscnslcdlung ist die Möglichkeit des Weltkongresses ungleich grösser als die Beschickung des Zionlstcnkongrcsses. Der Weltkongress wird nur ein etwas veränderter Zlonlsfcnkongrcss sein. Die Frage der Beschickung durch die Wcstländcr gehört In eine Kommission. Dem Gedanken des Provisoriums ist meine Fraktion nicht entmMtrllcH abgeneigt, sie stellt aber *wel Bedingungen: das Provisorium muss tatsächlich für das nationale Heim clniretcn ttnd so beschaffen sein, dass es den Weltkongress nicht unmöglich macht, und die Mitglieder der Jewish Agency 1misn.cn verantwortlich sein. Sofern man Int Interesse des Zionismus und nicht der Zionistischen Organlsation denkt, ist die einzig mögliche organisch# Entwicklung die ztnn Weltkongress. Heinrich Mnrgtdlcs (Deutschland): Gewöhnlich wird einem Kongress ein Rechenschaft»• bericht vorgclcgt, mit welchem er sich in der Generaldebatte kritisch ausclnandmiisctzcn hat. Diesmal aber wurde eigenartigcrwelse der Kongress mit einem krassen Abänderung»■ Vorschlag überschüttet, auf den sich das gesamte Interesse konzentrierte. Man hat vergessen, dass es unmöglich ist, über einen Abhilicvorschlag richtig za urteilen, wenn man keinen Heberblick darüber hat, wie die dazugehörige Krbls entstanden ist Wenn dieselbe nur darin bestünde, dass alles in unserem Organismus gesund ist und nur eine Anzahl Pfunde fehlt, könnte man einem solchen Vorschlag mit einer gewissen Loyalität gcgenübcrstchca Die Krisis besteht aber tatsäch* lieh darin, dass das ganze System unserer Finanzen und Organisation antiquiert und brüchig Ist, Meine Gruppe hat sich unter Erweiterung eine Ausweitimg der nationalen Idee vorgestellt, niemals «her eine Ausweitung aus der Not der Stunde heran!•״ Zur Zeit der Londoner Jahrcskonlcrenz. unter dem Eindruck, vor einer ühergrossea Aufgabe zu stehen, griffen wir nicht zu dem Mittel einer Höchstleistung durch Crösstmögliche Ausnützung unserer eigenen Kraft, sondern erwarteten unser Hell von der phantastischen grossen Sache des Keren Hajessod. Wus wir damals fürchteten. Ist einge־ trollen: wir haben diesen Fonds nicht bekommen, und statt Jetzt die Selbstkritik zu üben, die uns damals gefehlt hat. setzen wir in ebenso Illusionistischer Wels« wieder *lies auf eine neue Karte. Ich und meine Freunde wollen selbstverständlich Jede Ausweitung der zionistischen Bewegung unterstützen, aber unter allen möglichen Kautelca. und verlangen, dass mit der Systemloslgkcit gebrochen wird. ArdlttJ (Bulgarien) wendet sich gegen die mangelhafte Berücksichtigung des scphardlschen Elementes in der zionistischen Bewegung, betont die Loyalität desselben gegenüber der Organisation und zeigt am Beispiel seines I.andcs, dass man nur durch die Revolutlonicrung der jüdischen Masse die höheren Schichten heranzlebcn kann. Hierauf wird ein Antrag auf Schluss der Debatte angenommen. Ebenso ein Artrag Barth, morgen keinerlei Kommlsslonssitzungen abzulialtcn, 11m die wichtigen Abstimmungen vor Zufallsmajoriiätcn zu sichern. Nach einigen Mitteilungen des Kongressekretärs Dr. Löwenstein wird die Sitzung um 119 Uhr abends geschlossen. Beginn der nächsten Sitzung Montag, %5 Uhr nachmittags. In dieser Sitzung soll die Ab- Stimmung über das Absalutorium erfolgen. n bc* nicht )glich Ji'CSS, Ederinisüeine auch T;ar.I- - Istciis wir tve״- tiora- Kress 1 sich reinen einer wird , auf ׳eiche ' iclicii. ßour- ׳ geben :rden, ionismehr erden imen. ׳ istens esses. ' ist : dkonerden , haben; ttfbati ו Sr die sein, ׳ »nden I ה, die! »osnls ailrje- 'ror׳o־ .;dien, ichdß enncr icran־ \ lehrst ein 1 X io* fbl ist!scod. jnscrc ■ MviL;:!teil jeitin ־ sclit ’• st ein .#• Hin 01103• Die Vertrauensfrage an! dem Kongreß Die beiden sitzungslosen Tage vom Freitag und!nnabend waren ganz den Beratungen der Delegiertennippen über die Frage des Vertrauens an die Leitung %sgcfiillt. Diese Frage ist jetzt so akut, daß sie beiiahe die Erörterungen über die Frage der Erweiterung ler Jewish Agency verdrängt. Die Misrachisten hatten mit einer Mehrheit von Mei Drittel der Stimmen beschlossen, der bisherigen .citung gegenüber eine Stellung des Mißtrauens zu »cobachtcri. Die gleiche Stellung nehmen auch die •'raktiouen der Poale-Zion und der Zei're-Zion ein. Im ihrigen dauern die Verhandlungen in der Vertrauensrage fort. Dr. C11.aim Weizmann bemüht sich persönlich sehr •iel, die Fraktionen und Gruppen für eine positive itellung in der Frage der Erteilung der Decharge zu ׳cranlasscn. Zu diesem Zwecke gab er zuerst der Hitachiutii-Fruklion, dann auch anderen Gruppen Festessen,!ei welcher Gelegenheit eine Aussprache erfolgt ist. Es st derzeit noch fraglich, ob die erstrebte imposante Ataorität für Weizmann erreicht werden wird. Die zionistisclicn Delegationen aus den angelsächsischen Länden! bereiten einzeln solenne Vertrauenskundgebungen, insbesondere für die Person Dr. Weizmanns, vor, während die Opposition, besonders die von Griinbaum geführte Truppe, beabsichtigt, in demonstrativer Weise ein Mißtrauensvotum ab/ugeben. Innerhalb des Misradii fanden über diese Frage schwere Kämpfe für und gegen statt, ln Gegenwart Dr. Weizmanns fand eine Aussprache statt, in welcher die Stimmung zugunsten Dr. Weiztnanns Umgeschlagen hat. Absage Sir Alfred Monds Wir haben in unserer gestrigen Ausgabe mit Vorbehalt eine!Meldung der ״Wiener Morgenzeituug“ (infolge des Streiks verspätet) wiedergegeben, nach welcher Sir Alfred Mond zum Eintritt in die Exekutive bereit sei. Nunmehr erfahren wir, daß über die Zusammen- Setzung der Londoner Exekutive noch keine festen Ent- Schlüsse bestellen, da Sir Alfred Mond auf die Anfrage, oh er geneigt sei, in die Exekutive einzutreten,?eantworiet hatte, cs sei ihm vorläufig unmöglieh, dies zu tun. Fin Memorandum englischer UnterhausmitgHeder gegen die zionistische Politik Jerusalem. (J.C. B.) Die arabische Delegation in London, unter Führung Musa Kazim Paschas, hat an die arabische Exekutive in Palästina telegraphiert, daß 1jeunzig Mitglieder des britischen Unterbau sc s der unter dem Vorsitze des Herzogs von tevoushire eingesetzten Kabinettskommission Dn Memorandum überreicht haben, in dem ־•ie dic Forderungen der palästinensischen arabischen Delegation unterstützen. Pie Einwanderung nach Palästina im Juli Jerusalem. (J,C.B.) Wie der J.C.B.*Vertreter ffblirt, sind im Laufe des Monats Juli 651 Einwanderer 111 Palästina-äclandet. Bardiug Vor wenigen Tagen kam■ ganz unerwartet die Nachrieht von einer schweren Erkrankung Hardings, der bald darauf die Kunde von seinem׳ Ableben folgte. Mit Harding ist ein Mann von seltener Tatkraft und Energie dahingegangen. Der Tod hat ihn nicht nur dem׳ ameri• kanischen Volke entrissen, auch das jüdische Volk verliert in ihm einen warmen Freund und Förderer. Harding hat sich für die politische Durchsetzung der zionistischen Bestrebungen in Palästina warm׳ eingesetzt. Er hat seinerzeit die Lodge-Fish-Resolution unterzeichnet und dadurch sclrr wesentlich zur Ratifizierung des Mandates, die der Völkerbund bald darauf vorn ahm, beigetragen. Er hat in wiedertolten Kundgebungen an die Zionistische Organisation in Amerika seinem Interesse und seiner Sympathie für den Zionismus Ausdruck gegeben. Vor Einleitung des letzten Keren I iajessod-Drives in Amerika hat er an die Exekutive der Zionistischen Organisation in Amerika ein Schreiben gerichtet, in welchem er erklärte, ein in gleicher Weise aus praktischen Erwägungen und gefühlsmäßiger Sy inpatliie ausgehendes Interesse für die zionistischen Absichten zu haben. Diese warme Anteilnahme Hardings im unserem Werke war für uns nicht allein von großer politischer, sondern auch von großer moralischer Bedeutung. Mit dem׳ amerikanischen Volke steht das jüdische Volk trauernd am frühen Grabe Hardings. In der zweiten Sitzung des Kongresses hat der Dclegierte Morris Rothenberg namens der Kongreßteilnehmer dem verschiedenen amerikanischen Präsidenten einen warmen Nachruf gehalten. Trauerkundgebung lür Barding Die in Karlsbad als Gäste des Zionistenkongresses wr'l:״- den amerikanischen Juden veranstalteten aus Anlaß de! .\b•!ebens des amerikanischen Präsidenten Harding «ine Trauerkundgebung, zu welcher sämtliche in Karlsbad weilenden amerikanischen Bürger oingcladeu waren. .jsijö*1,.■■■ ,,, .mfijrwTXi ו! י-iSäüSiinMi »1!!3.^4!,^ 'וba&_JcaBi Vertrauensleute des Keren Kajesietli! Die Vertrauensleute des Keren Kajometh sind bereits mehrfach durch Notizen in der Jüdischen Rundschau aufgefordert worden, die Vorbereitungen für die Jadjur-Aktion umgehend zu treffen. Die Zentrale des Keren Kajometh hat ausführliche Rundschreiben mit Erläuterungen und Material-Bestellzettel an jeden Vertrauensmann gesandt. Leider haben bisher nicht sehr viele Vertrauensleute auf diese Rundschreiben reagiert und die für die Durchführung der Aktion notwendigen Materialien bestellt. Trotz der augenblicklichen schwierigen Verhältnisse dürfen wir in Deutschland in der Arbeit für den Keren Kajometh nicht erlahmen. Die Aktion zu Roschhaschanah ist die hauptsachlichst() und ertragreichste Aktion des Nationaifonds! Wenn sic mißlingt, werden die Einnahmen des Keren Kajometh in Deutschland stark beeinträchtigt. Wir er• warten daher, daß jeder Vertrauensmann die Aktion durchführt und möglichst viele, dor Geldentwertung entsprechende Spenden zu erhalten versucht. Vertrauensleute des Keren Kajemeth, bestellt umgehend bei der Zentrale die für die Jadjur-Aktion not* wendicren Materialien! Die Fraktionen und die Jewish Agency Die Hitachduth hat nach Anhörung eines Referates von Drr. Weits eh, der sieh für die bcdinRuingslosc Annahme der amerikanischen Vorschläge aussprach, mit überwiegender Mehrheit beschlossen, diese Vorschläge bedingt abrtilclitien. Sic hat in der Frage der Jcwish Agency den folgenden Beschluß gefaßt: Solange der Palästina-Weltkongreß als d e legitime Volksorganisation fur den Palästina-Aufbau nicht geschaffen ist, soll einzig und allein die Zionistische Orga 111* sation als Jewish Agency fungieren. Die Mitarbeit von Gruppen, die außerhalb der Zionistischen Organ!-ation stehen, kann durch die Schaffung einer gesonderten, beratenden Körper• schaff gesichert werden. Es wurde weiter der Klubzwang beschlossen. Die Fraktion Misrachi hat mit kleiner Mehrheit die Ab• lelinung der amerikanischen Vorschläge beschlossen. Es sind Verhandlungen im Gange, um eine Spaltung des Ver* band cs zu verhindern. Eine anllzionistischc Attacke Au» Karlsbad wird gemeldet: Das Karl.-hadcr Hakcnkreuzlerhlatt ״Deutsche Weht•' wurde von den Behörden konfisziert, weil es den Zionistenkongreß attackiert hat. Das Blatt fünrtc aus, der Zionismus sei nichts anderes als eine neue Maske des Judentums, hinter welcher dieses Volk die Weltherrschaft erobern will. Die nationatilcutschcn Juden und der Karlsbader Kongreß Der Vorsitzende des Verbandes nationaldciitschcr Juden Dr. Max Naumann veröffentlicht in der ״Deutschen All- •gemeinen Zeitung'• einen Leitartikel, in welchem er, ankmiptend an den gegenwärtig in Karlsbad stnUfimlemlcn XIII. Zionisten• kongreß, aiM'ühit, der palästinensische Zionismus an sich sei nicht so sehr zu bekämpfen, als vielmehr eine zionistische Bewegung, in der weniger von Palästina als von jüdische! Kultur, jüdischer Organisation und jüdischer Nationalität die Rede ist. ״Wir können uns“, meint Herr Naumann, ״abiinden mit einem Zionismus, der ehrlich dahin slrebt, Deutschland von frcmdfühlciiden Elementen zu befreien.“ Dr Naumann billigt dem HerzJschcn Zionismus z.u: das Streben nach Festigung der eigenen Persönlichkeit und Ah• Streifung unerquicklicher Ghcttoeigcnscliaften. Hier, mein! er, berührt siel! die jüdisch-nationale Bewegung mit derjenigen der nationaldeutschen Juden. ״Seit Hcrzl aber glitt der Zio• iiisnms allmählich von der Höhe einer klaren politischen Be• Strebung hinab in die Niederungen verworrenen Alljudcntuiiis.“ Dr. Naumann kommt zum Schlüsse, daß der politische Zionismus tot ist, indem Palästina eine Kolonie Englands darstellt, daß aber der ״Knlturzionismus“ äußerst lebendig ist Er wendet sich dagegen, daß deutsche Nichtz.ioiiistcn ihre» Einfluß für die kulturzionistisch eingestellten OstjtiJcn einsetzen und meint, daß ״sie den Feind ins Land ziehen, det ihre eigenen Kinder zu Fremden macht“. Herr Naumann billigt dein Zionismus das Streben nach Festigung der eigenen ־Persönlichkeit zu. Sehr schön. E! selbst aber und seine Jünger, die merkwürdigerweise manch• mal auch ״Aufrecht ‘ heißen — aber eben nur heißen — suchen diese eigene Persönlichkeit: das heißt: der von genuin• satticm Schicksal, von gemeinsamer Struktur, von gemein• samem Gesetz bestimmte Persönlichkeit auf eine Weise abzu• streifen, von der unlängst in der Weltbülwc Zu lesen stand ״sic lettre die Gegner statt des Judenhasses — die Juden׳ veracht u n g“. Verhaltungen und Walfenbeschlagnahme in Nordpalästina Jerusalem. (J.C. B.). Die Polizei hat auf der Such! nach Waffen in den Dörfern Nord-Palästinas den Sclicicl Mohammed Said und mehrere Araber verhaftet, di hei ihnen größere Mengen v!>11 Waffen gefunden wurden 1 t