Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVIII (1923)
- Issue
- Heft 64 (8.8.1923)
- Date
- 1923-08-08
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Niemals werde ich' oder wird irgend Jemand, der das Glück hatte, dem ersten Ziomstcnkongrcss anziiwohncn, das Hrschclncn und die Erscheinung Nordans vor unserem ersten Baseler Kongress aus der Seele verlieren. Da stand vor uns ein Manu von anerkanntem Weltruf, mit Ausnahme Israels Zangwills vjeteicht die einzige Persönlichkeit des ersten Kongresses, die ausserhalb jüdischer Kreise überhaupt bekannt war — ein Mann, von dem nur ganz, wenige wussten, dass er Jude war, und dieser Mann betrat die zionistische Platt form, nicht nur, um sich selbst als Zionisten zu bekennen, sondern um der Welt mit der btinunkraft eines Löwen, deren Mall noch heute in meinen Ohren tönt, das ganze tragische Schicksal der Juden, die Judenlragc, die Judennot 1md die Forderung nach ihrer Lösung, cnfgegenziulonncrn. Bis zu diesem Augenblick, da Nordau sprach, war die jüdische Frage sozusagen eine Chcwra-Angclegcnhcit. Nachdem er gesprochen halte, war sic ein Wcliproblem, das Nichtjudcn nicht •weniger angeht als die Juden. Ls ist jetzt im Jahre 1923 schon schwierig, uns mit aller Schürfe wieder in die Erinnerung zurückznfimlcn, wie selbst Juden unsere Frage irr. Jahre 1897 ansalien. Und dass das so schwer ist, danken wir in erster Reihe Max Nordau, wie wir ihm zu danken haben für die Stellung, die wir heute halten — anerkannt durch die Mächte der Welt. Frinnern Sie sich, wie cs 1897 um uns aussah. Fiti unorganisierter Haufen von Rechtlosen, von Gedrückten, von Schnorrern und Bettlern, und doch — er kam 7.u uns. den Hilflosen und Geächteten, er, der Mann mit einem Namen, gekannt in allen Weltteilen, er kam, um mit uns und fiir uns 7.11 arbeiten. Fr brachte seinen Lebensnif in Gefahr, indem er ihn einer Sache zur Ver* fiigung stellte, die wohlwollende Freunde für den Traum von Idealisten hielten, während andere — und viele Juden unter ihnen — nicht davor zuriickschcuien, uns und unsere Sache in massloser.Weise zu verdächtigen und anztiklagcn. Angefangen von diesem Angusttag des Jahres 1897 Ws zu seinem Todestage hat Nordau nie gezögert, uns sein Bcslcs zu geben. Mehr als er der Bewegung gab, 1kann kein Sterblicher geben. Das sind nicht Worte der Konvention, wie sic oft hei solchen Gelegenheiten geswoclien werSetE״ Es kf riclife als efnfäcffc’ Wafir-’i lieft •;,יי .־׳' 5 ■■■ ־ . ■ , .; Ic!1 will nur an eines erinnern: Denken Sie daran, wie dieser Mann, der sich sein täglich Ftrot durch die harte Arbeit eines Schriftstellers erwarb und in seiner ganzen Existenz von Ihr abhängig war, dauernd und immer wieder aufgesucht und ln Anspruch genommen wurde von aller Art von Leuten, die seinen Rat und seine Ansicht in zahllosen, ja nur zu oft In den kleinsten Dingen des Alltags verlangten, Immer unermüdlich und freundlich sic empfangend: Rabbiner und Geschäftsleute, Kolonisten ans Hrcz-IsracI, Journalisten, Arbeiter und die ganze mannigfaltige Mischung, aus denen unser jiidiselics Volk von heute sich zusammemetzt. Und dies dauerte fast ein ganzes 'Vicrtcljahrhundcrt. Welch selbstlose Menschlichkeit! Welche Geduld des Genies! Fr, dem die Welt lauschte, neidete sich nicht für zu gross, um zu einem M'mian in Paris zu sprechen. Gibt cs ein stärkeres Zeichen seiner Grösse? Ich habe von seiner ersten epochalen Kongrssrede gesprochen, die eine Revolution war. Fr hielt d i c Rede des Kongresses. Kein Kongress war vollständig ohne Ihn. War jede seiner Reden besser und schöner als die vorhergehende? Ich weiss cs nicht und cs ist ohne Belang. Jede Rede brachte 1ms ein Stuck weiter, denn sie war die Frucht einer inncren Fntwickhmg. Unsere Lage war das Objekt der Geistesarbeit eines Meisters. Einer der Grössten aus unserer Mitte zeigte uns vmscr Biid. Wir wurden anaiysiert und sondiert wie von einem Physiker, von einem Arzt. Die Judennot war ein Wort, das alle wertvollen Juden crschiiüerto und zum Denken brachte. Der Begriff des Luftmcnschcn flog durch das Wcltjudcntum, wie nur eine ganz grosse Wahrheit fliegen kann. Und während er die allgemeine jüdische Lage analytisch untersuchte — arbeitete er an der Stärkung und Vertiefimg der zionistischen Bewegung. Es ist kein Geheiimiis, dass auf dem ersten Kongress er es war, der das Ziel unserer Bewegung als das Streben des jüdischen Volkes fiststclltc, eine öffentlich-rechtlich gesicherte Heimstatt:; in Palästina 7.11 schaffen. Fr vertrat unsere Forderungen vom Standpunkt des Soz.iologcn. Er begründete unsere Sache und stärkte ihre Anhänger durch eine methodologische Analyse, würdig eines grossen Wissenschaftlers. Fr trat an das Problem des leidenden jüdischen Volkes mit der Schärfe einer unerbittlichen Logik heran, die Jahrhunderte gefehlt hatte. Alle seine Fähigkeiten konzentrierte sein grosser Geist auf die Behandlang und Heilung des jüdischen Volkes. So wurde Max Nordau, der Schriftsteller, der Gelehrte und Tribun, nicht nur für die zionistische Howegimg, sondern fiir das ganze Judentum, eine werbende und sammelnde Kraft, deren Energie Unzählige unserer Gemeinschaft erhielt und zttrückgcwann. So Ist mit Nordans Namen und Wirken verknüpft, dass im Zionis״ inus dem Judentum wieder eine Bewegung der Erneuerung entstand, an der sich die Elemente des Zerfalls und des Abfalls brachen. Von Nordans Gaben und Nordans Sfcfhmg In andc* ren Lebci.'sbc/'-irken, als Denker, Schriftsteller, Philosoph, Arzt, Dramatiker 11 sw. zu sprechen, ist hier nicht der Platz, noch bin ich der geeignete Dolmetsch solcher Schätzung — aber er gab ein Stück, wenn nicht alles, von dem Genialen seines umfassenden Geistes, uns zu dienen. Nordans letzte zwei Lebensjahre waren von Krankheit überschattet. Schon vorher hatten die Wirkungen des Krieges sein!,eben getrübt, und cs war ihm nicht mehr vergönnt, sein l eben zu Ende zu führen in jener friedvollen Heiterkeit des Geistes, die wir vordem au ihm so geliebt haben. Gross ist unser Verlust und gross der Verlust für seine Gattin, seine Tochter und seine Schwester. Ein Mann, wie, er, musste sich auch Gegnerschaft znzichcn. Manchmal, wenn ich von den Stürmen hörte und las, die sich über seinem Haupte entluden, dachte ich, dass er flcissig die Kunst geübt habe, die Whistler als ״tlie gentlc art of making enemies“ (die feine Kunst, sicli Gegner zu schaffen) zu bezeichnen.! Doch wenn er sich Gegner erwarb, so gewann er hundertmal mehr Freunde. Niemand hat einen ergebeneren Freund besessen, als er in Alexander MarmoTek, dessen Tod vor wenigen Wochen die Wunden unseres Schmerzes um Nordau wieder geöffnet hat. feit sage, Max Nordau erwarb Freunde. Ich glaube mit voller Ueberzeugung: er hat sich das ganze jüdische Volk, das sich seiner Art und Aufgabe bewusst ist, zum Freund gewonnen und wird in seinem Gedächtnis unvergänglich fortlcbcn, wie in der Geschichte der Bewegung, die er, in Gemeinschaft mit Theodor Herz!, geschaffen, in der. Seele des Volkes, der er sein Bestes und Edelstes e«ngeflösst hat. Dr. Wclzmann: Oer XII1. Kongress Ist eröffnet Nach einigen technischen Mllteiluhgcn des Sekretärs des Kongrcsspr.isldiums erhält das \V״rl Oberrabb. Dr. Ghaiex, der zmn Präsidenten des Kongresses Kalium S 0 k o i o w, vorsehlägt. Die Wald wird per Akklamation vorgenommen. ׳ Schluss der ersten Sitzung 11 Uhr abends. .... Nächste Sitzung Dienstag, friih halb in Uhr vormittags. ft...״׳■ .- . .. .. Ar! Vorabend des Kongresses (Sonderbericht.) Karlsbad, den 6. August, mittags. Die besondere Bedeutung, die diesem Kongreß zukommt, tritt bereits in den vielen Konferenzen und Besprechungen wr dem Kongresse zutage, die fast ausnahmslos das Zentral- Problem des XIII. Kongrc.-.scs, die Frage der Erweiterung der jewish Agency durch Eintritt führender mchtzionislischer Personlichkciicn zum Gegenstand haben. Man weiß, daß sich in dieser Frage die Meinungen der Zionisten scheiden, und es fehlt nicht an Versuchen, die , Entscheidungen darüher zu einer Haupt- und Stani'nkti.w »1 machen. Immer deutlicher tritt die Richtung in Erscheinung,' die vor der l Icbcrschätznng dieser Frage warnt, 01111c ihre grundlegende Bedeutung zu verkennen, die aber darauf aufmerksam macht, daß es sicli nicht so sehr um die Frage, ob die Jewish Agency, als darum, wie sie erweitert werden *oll, haudell. Die entschiedensten Verfechter des Ciedatikcas der Erweiterung der Jewish Agency, insbesondere die .nncrikanischen und deutschen Delegierten betonen aufs schärfste, daß sic ge'ade von einer Erweiterung die Stärke der Zio- "Mischen Organisation erwarten, deren Integrität und weiterer Ausbau die oberste Richtschnur ihrer Zustimmung zu dem Programm Weizmanns ist, 111 dieser Hinsicht waren besonders intcrc; mt nie Verhandlungen, die auf Einladung der deutschen, amcri* kanischen, wcstgalizischen und polnischen Landsmannschaften Mit Tagen stattfinden und den Zweck verfolgen, eine Arbfilsgeineinschait desjenigen leils der allgemeinen Zionisten herbeizuführen, die im Piinzip mit der Erweiterung der Jewidi Agency einverstanden sind. Man kann sagen, daß diese Verhandlungen zu einer wesentlichen Klärung der verschiedene» Ansichten in den einzelnen Landsmannschaften geführt haben, "iiKomelir als auch die oppositionelle Richtung in ihren führenden Personen bei diesen Verhandlungen zu Wort kam. Gegenüber den Entscheidungen derjenigen Zionisten, die ihre Zustimmung zum Programm Weizmatms mit der augeb- »dien Schwäche der Zknusfischen Organisation begründen, wurde insbesondere von den Rednern der amerikanischen "nd der deutschen Delogierten besonders bemerkenswert '*'a״n die Ausführungen von Lipsky, .Rotteuborg, Blumen• kW, Ncumaim -- betont, daß gerade aus der Stärke der! Zionistischen Organisation die Forderung der Erweiterung Ider Jrwisli Agency erwachs»■, und nur diese Finsfellung zu חו־׳חס FrR,|g führen kann. --׳ Von den Rednern der Gegen- 1Mitling sind insbesondere die Ausführungen von Lichthciui ״״d Grimhamn zu nennen, aus denen deutlich herrorging, von ג׳רי grundsätzlich verschiedenen Einstellungen aus auch die Gegner der Erweiterung der, Jewish Agency in der bis jetzt wkannt gewordenen Form ihici, Standpunkt begründen, Waltrf״d z, B. Grünbau nt mit der Erweiterung der Jewish Agency im Prinzip einverstanden ist, aher die Erage Verantwortlichkeit der Exekutive der Jewish Agency or ’ tmer aus Wahlen hmwgcgangenen gemeinsamen Vor- ׳ Jrth111g der Judenheit forciert, ist Licht he. im überhaupt 1 IPCcn jede Erweiterung, von der er eine Verfiacluuig 1';zionistischen Idee und den Verfall der .Zionistischen Org.im- Maie!!! befürchtet. Die Verhandlungen der vereinigten all- *0״'einen Zionisten haben zur B i I d u n g e i ״ c r v o r I ä 11 f i - Un Arbeitsgemeinschaft geführt, deren Leitung aus Plix Ro scn b I ü t h, Victor J a co b so 11, Ab. G o I d b c r g 0r• Thon, Dr. Reich besteht und die für Dienstag nach- '1,1Ltg eine geschlossene Plenarsitzung der in ihr vertretenen : y״'lsmanusdtaften vorbereitet hat, bei der voraussichtlich Dr.! ׳״dzmanti seinen Standpunkt vertreten wird, i - * i . Auch die Opposition hielt mehrtägige Beratungen ab. j regen Debatten gaben ein Abbild der verschiedenen 1 *"5chammgcii der die Erweiterung der Jewish Agenev bzw.! 91■- geplante Art dieser Erweiterung bekämpfenden Delegierten. H5t3chdut-Verlag( G.m.b. H., Berlin ..?JLL ■ILUSI Soeben erschien in deutscher Sprache (S24 Seiten): Chajim Arlosoroff Oie iieisnlssaoiisiiiM der MlI1genc!1 Inhalt: Vorwort. — Aus einer Denkschrift an du* Hauptbüro der zinuistiseben Arheltspartel llitnehdnt. — Die Lage des Zionismus und die Jewieh Agency. — Die Legende von der Privat* iniiiutive. — Dir z.ionietinehon :Spendenfonils. — Die! moderne fSi<!11h10ß׳sk<1|fmimion und der internationale Kredit.״־ Die nationale Kredltgemelnsehüft und die Anleihe, — Das ,Syndikat, die Zentralbank und der Schuldendienst. — ■Schluß: Planmäßige GroOkolonisatioi. Frei »ו Für Deutschland Grundzahl 3 Mark (Schlüssel des Deutschen Buchharidelr). Im Ausland l'/1 Shilling, ü&tVnt, lOtsiheehlsehe Kronon, 20000 Usterrclcbische Kronen. Zu beziehen vom V » r la 1 ן I » e t r: Berlin ־ Charlottenburs. CarmerstraQe 6. Telephon: ■Steinplatz 115 37 Der F.iiizelverkauf des Buches, »owle aller nnaerer anderen ■Schriften und der Hitachd11t-rre»1e findet in Karlsbad in der S 0 n d e r a b t e 11 n n ״ ״ ff i t ft c h d n t" hn ״K 1v n r“ - K i 0 e k , Kongressgebütide statt. Eingehende Beratungen hielt die Hitachduth ab. Diese befaßte sich vor allem mit Fragen der I־ina11z- und Kolonisntionspolitik; auch liier traten starke Mciuungsverschicdcn• beiten in der Etage der Jewish Agency zutage. * In der am 1. August cröffiic'en Misrachi-Wcltkonfercnz, an der• über hundert Vertreter — nicht nur Kongreßdclcgieitc - Iciltiahitien, wurde in mehrtägigen Debatten, die auch heute noch nicht zum Abschluß gelangt sind, neben versibicdciirn nmlercu, den Misrnchl berührenden Fragen die meiste Zeit der Frage *ler Erweiterung der Jewish Agency und des Weltkongresses gewidmet. Die Ansichten gehen auseinander. Nicht nur innerhalb des Ciesamtmisrachi, sottdorn :111 eh innerhalb der einzelnen Landsmannschaften sind die Gegensätze in dieser Frage sehr groß. So lehnte der Referent über dir Frage ״Weltkongreß und Jewish Agency“, Herr Dr. A, B a r (!1 (Berlin) jedes Provisorium und jedes Konipromili ab. Die Ansichten Dr. Barths wurden besonders unterstützt von Farbsteiti (Polen) und Rabbi Meyer Berlin (New York), der folgende Resolution einbrachte: ״Die Konstituierung der Jewish Agency soll in einem Zeitraum von höchstens zwei Jahren durch den Jüdischen Kongreß erfolgen. Es ist eine Exekutive zu wählen, die sich verpflichtet, diesen Beschluß durchzuführen. Bis zur Gründung dieser Jewish Agency behält die Zionistische Organisation die Aufgaben der Jewish Agency, wie cs in der VI. Jahreskonferenz beschlossen worden ist.“ Einer der 1 Iauptopponciitcn dieser Resolution war Rabbiner R r 0 d t (Polen). Die Debatte war zeitweise überaus heftig, um so mehr als ungefähr die llallte aller Delegierten Gegner dieser intransigenten Richtung sind. Auch der eingesetzten Resolut ioimkommission ist es bis jetzt nicht gelungen, sich auf einen atlcn genehmen Kompromifltext zu einigen. Bcralinigcn von Hnanzkrclscn Am Sonntag fanden Konferenzen von in Karlsbad an• wesenden jüdischen Finan/.lcutcn aus verschiedenen Linder» statt. Der Gegenstand der Beratungen war die Ausarbeitung konkreter Pläne zur Förderung der privaten Initiative in Palästina. Nachrichten Die Koslen der PalSstina-Vcrwallunu London. (J.C, B.) In der letzten Unierhaussitzung (ragte Sir Herbert Brittain an, wann Palästina seine Ausgaben selbst decken wird. Laptain II,icking, der für den Unter- Staatssekretär Ornisby-Gore antwortete, sagte, der Untenstaat«• Sekretär ziehe es vor, keine Prophezeiungen zu machen. Einzig die Kosten für die Garnison werden vom britischen Finanzministerium bezahlt und auch diese werden dauernd verringert. Das PalBsHna-Budgel Jerusalem. (J. C. B.) Die ״Official Gazette'' bringt das Palästina-Budget für 1922/23 abgeschlossen mit 1. April d, J. Die Regierung hatte für diese Budgetperiode 2 062.192 ägyptische Pfund Einnahmen und 1819.151 ägypt. Pfund Ausgaben vorgesehen. In Wirklichkeit betrugen die Einnahmen I 764.585 ägypt, Pfund und die Ausgaben 1 837.172 ägypt. Pfund. Das Budget weist also ein Defizit von 72.537 ägypt• Pfund auf. WiederherMclUinjj der Ruhe in TeFAwUv Jerusalem. (J.C, B.) Die vom Waad Haleuttü und der zionistischen Exekutive nach Td-Awiw entsandte Kommission hat einen Ausgleich zwischen dem allgemeinen Arbeiterverband und der Mi«rad1i-On1p|>e zustande gebracht, ln Zukunft sollen die Arbeitgeber die Arbeiter arm den Arbeit*- losen beider Verbände entnehmen. Ein *peziellcs Komitee wird die Durchführung dieser Vereinbarung überwachen. Die Autonomie Palästinas London. (I. C. B.) ln der Uiiterhatmifzung vorn 2. August fragte C.tpluin Foxeroffdon Unterstaatssekretär für die Kolonien, ob die Regierung gewillt sei, angcsicliL der Erklärung, daß die allmähliche Entwicklung autonomer Institutionen in Palästina angestrebt wird und angesichts der dauernden und zahlreichen Emigranten, zum Teil sehr unerwünschten Elementen, gegen den Wunsch der überwältigcmlen Mehrheit der eingeborenen Bevölkerung, dieser eine wirkliche Kontrolle über die Immigration in ihr eigenes Land zu ermöglichen. Captain Dugla* Hack Ing, der für Mr. Ormsby-Gore antwortete, verwies Captain Eoxeroit auf Artikel 81 der Palcstinc Order in Council von 1922, aus welcher zu ersehen sei, daß die au (geworfene Frage seitens der biitisehen Regierung nicht unberücksichtigt gelassen wurde und erklärte, daß er nicht in der Lage sei, irgendwelche weiteren Erklärungen über den Gegenstand abzugeben. Captain Foxcrolt: ״Ist es nicht eine Tatsache, daß kein Versuch gemacht wurde, die Kontrolle der Emigration den Palästinensern zu übergeben, außer in einer beratenden Stellung?“ 1 Captain Hacking: ״Wenn Captain Foxeroft den vop mit ' erwähnten % 84 lesen wird, wird er sehen, wtt getan *wurde.'*