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Jüdische Rundschau · 1923-07-27 · Heft 60 (27.7.1923) · page 1

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVIII (1923)
Issue
Heft 60 (27.7.1923)
Date
1923-07-27
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Für Tschechoslowakei: Poitapaxkasscnamt Prag. Konto Nr.59410. — Rcdaktionsschluß Sonntag und Mittwoch nachmittag. — י״ד אס תרפ״ג 1&urg. das jüdische Volk cd r.:j ©Inar C;2csnCHch ■ rceliKIeh ficslcharten Helm: In tlltia. ״ ij /f\)/Oi (׳* jf»‘ <11) ךf HL /4;V iMMf mä'v 9 ß f 4A V M 1; «rtf «״} *r ויד/•׳r rmzip! Montag, den 6. August, abends 8 Uhr, j I. Eröffnungssitzung, I, Eröffnungsreden. I Begrüßungen, 3 Gedenkrede auf Dr. Max Nordau. 4 V^alil des Präsidiums, II. Dienstag, den 7. August. Vormittagssitzung, 9,30 Uhr. I Entgegennahme des Berichtes des Kongreßgerichts I über «die Kongreßwahlen. I Einleitende Berichte zur Generaldebatte. a) Dic Tätigkeit in Palästina. Referent Herr M. Ussischkin. b) Zionistische Bewegung und Organis a t i o 11. Referent Herr R. Lichiheim. c) Die Tätigkeit unserer Wirts'chafts- Institutionen. Referent Herr Dr. G. Halpern. d) Der Keren Hajessod. Referent: Herr Dr. B, Feiwel. 3, Generaldebatte. Nachmittagssitzung. 1. Fortsetzung der Generaldebatte.; 2, Wahl des Resolutionsausschusses. III. Mittwoch, den 8. August.; Vormittagssitzung, 9,30 Uhr. Fortsetzung der Generaldebatte, | Nachmittags Sitzung. "i 1. Fortsetzung der Generaldebatte. 12. Wahl folgender Kommissionen; I a) Kommission für Weltkongreß und Jewish Agency.; (Es wird beantragt, daß der Permanenzausschuß : als Kommission für diese Fragen fungiert.) s b) Politische Kommission. c) Palästina-Kommission (die ihrerseits Unter-Komrnissionen fiir landwirtschaftliche und städtische Kolonisation, Immigration, Schul• und Sanitäts- 1 wesen gewählt). | d) Budget-Kommission.; c) Organisations-Kommission. f) Keren Hajcssod-Kommission. g) Nationalfonds-Kommission. | IV. Donnerstag, den 9. August. \ Vormittagssitzung, 9,30 Uhr.;Fortsetzung und Schluß der Generaldebatte. ’ Nachmittags. Keine Plenarsitzung, sondern Sitzungen der Kom- ׳d5sionen. 1 V. Freitag, den 10. August.; Vormittagssitzung, 9,30 Uhr. Lterat über ״Weltkongreß und Jewish j Agency“. Referent: H.rr Dr. M. Soloweitschik. Nachmittags. Keine Plenarsitzung, sondern Sitzungen der Kom- Elisionen. VI. Sonntag, den 12. August. Vormittagssitzung, 9,30 Uhr. j'^ferat über ״Pionicrtum und berufliche Heranbildung für Palästina“, i Referent: Herr S. Rubaschow.; Anschließend Aussprache.; Nachmittags. Keine Plenarsitzung, »andern Sitzungen der ׳Kom- : ‘1Dionen. VII. Montag, den 13. August. Vormittagssitzung, 9,30 Uhr. ״Bericht der Nationalfonds-Kommission und anderer ־!r׳raii3ionen sowic Abstimmung über ihre Anträge. N achmittags. Berichte weiterer Kommissionen und Abstimmung. VIII. Dienstag, den 14. August. ״ Vormittagssitzung, 9,30 Uhr.; Berichte weiterer Kommissionen und Abstimmung. Dienstag, Nachm ittagsslt2Ung. Berichte weiterer Kommissionen und Abstimmung. IX. Mittwoch, den 15. August Vormittagssitzung 9,30 Uhr. Bericht des Pcrmancnzaussdrusscs als Kommission für die Frage der Jewish Agency. Debatte.;; ׳ Nachmittagssitzung. Fortsetzung der Debatte und Abstimmung. Abendsitzung; Wahlen und Schluß des Kongresses. Bemerkungen a) Die Bestätigung der Dclcgiertcnmandate zum Kongreß erfolgt nach dem neuen Organisationsstatut nicht mehr durch das Plenum des Kongresses. An Stelle des früheren Legitiinationsausschusscs fungiert nach dem neuen Statut das Kongreßgericht als Walilprüfungs-Kommission. Das Gericht tritt mehrere Tage vor dem Kongreß zusammen. Seine Entscheidung über die Gültigkeit oder Ungültigkeit der Mandate, die endgültig ist, wird dem Kongreß in itgctcilt. Eine Debatte oder Be- Schlußfassung darüber erfolgt nicht. b) Auf Grund früherer Erfahrungen ist festgcstellt worden, daß cs nicht zweckmäßig ist, wenn im Laufe des Kongresses über sämtliche zionistischen Arbeitsgebiete Referate vor dem Plenum gehalten werden, an die sicli dann Spezialdebatten .!«schließen. Zahl und Umfang der Arbeitsgebiete in und außerhalb Palästinas sind so sehr gewachsen, daß cs nicht mehr möglich ist, auf jedem Kongreß sämtliche Fragen von neuem in Referaten zu behandeln und Spczialdebatten im Plenum darüber abzu* hallen. Daher wurde beschlossen, alle Berichte der Exckutive über die verschiedenen Arbeitsgebiete an den Anfang des Kongresses zu verlegen. Die Berichte sind teils schriftlich, teils mündlich. Die gedruckten Berichte werden sich rechtzeitig vor dem Kongreß in den Händen der Mitglieder des Aktionskomitees, der Vorstände der Landes- und Sonderverbände und auch der meisten Dclegierten befinden. Zur Ergänzung der gedruckten Berichte' werden am Dienstag, den 7. August, in der Vormittagssitzung mündliche Berichte von Mitgliedern der Leitung erstattet werden, die zusammen mit den gedruckten Berichten der darauf folgenden Generaldebatte die nötige Grundlage geben sollen. c) Die Behandlung aller Einzelfragen der vcrschicdenen Arbeitsgebiete soll dann in den Kommissionen erfolgen. Auf Grund aller Berichte sowie der Generaldebatte können die Kommissionen an ihre Arbeiten schreiten. Nach Beendigung ihrer Arbeiten, für die genügend Zeit frei gelassen wurde, sollen die Berichterstatter der Komrnissionen vor dem Kongreß ihre Berichte und Anträge vorlegen, nachdem dieselben von dem Resolutionsaus־ schuß geprüft wurden. Aufgabe des Resolutionsaus- Schusses ist es, dafür zu sorgen, daß die von den vorscliiedcnen Kommissionen eingcbrachtcn Anträge sich nicht widersprechen, daßsie mit den Bestimmungen des Statuts im Einklang stehen und in der geeignet scheinenden Form vorgelegt werden. Bei auftauchenden Schwierigkeiten muß eine Verständigung zwischen dem Rcsolutionsausschuß und der betreffenden Spezialkommission erfolgen. Bei der Abstimmung über die Anträge im Plc- »um des Kongresses soll nach dem Vorbild der letzten Kongreß Verhandlungen nur je ein Redner für oder gegen die vorgeschlagcnen Resolutionen sprechen und hierauf soll die Abstimmung erfolgen. <i) Gegenstand besonderer Referate und einer spezieilen Debatte im Plenum des Kongresses sollen (von den Berichten der Exekutive und der darauf folgenden Generaklebnüe abgesehen) nur solche Angelegenheiten sein, die von ganz besonderer Bedeutung sind oder wegen ihrer Neuheit und Eigenartigkeit eine besondere Behandlang im Plenum des Kongresses erfordern. Dazu gehört gegenwärtig in erster Linie die Frage des Welt- Kongresses und der Jewish Agency, für welche daher ein besonderes Referat und eine Spczialdcbatte im Plenum vorgesehen wurde. Daneben erscheint cs richtig, auf die Tagesordnung des Kongresses auch ein besonderes Referat über die Frage der beruflichen Heranbildung der Chaluzim zu setzen, weil dieses Problem erst in den letzten Jahren im Anschluß an die neuere Entwieklung in Palästina und die Chaluzhnbewcgung seine Bedeutung erlangt hat und auf früheren Kongressen noch gar nicht zur Erörterung stand. IDics sind die Prinzipien, nach denen die Tagcsordnung des Kongresses aufgcstcllt wurde. Seit langen Jahren ist die zionistische Arbeit vört einer Parteienkonstellntion beherrscht, die nur ihrem! Namen, nicht ihrem Inhalte nach vielfach wechselte. In der Zeit nach dem Uganda-Konflikt bis zum X. Kongreß sprach man von dein Gegensatz zwischen politischen und praktischen Zionisten. Um diese Zeit war es, als auf den deutschen Ddegicrtcntagen zu Posen und vor allem zu Leipzig in grundsätzlichen Auseinandersetzung gen über Propaganda und Erziehung sich die neuen Parteinamen der Radikalen und Opportunisten zu ent• wickeln begannen. Es waren dieselben Grundanschauungen, auf neue Problemstellungen angewendet. Nach dem Kriege trat dann eine neue Frage in den Vorder• grund des Interesses. Es war die Frage nach dem Ver• hältnis der Zionistischen Organisation zu den anderen Gruppen und Parteien im Judentum, nach der Möglieh keit gemeinsamer Arbeit und deren Richtung. Auch hier fand eine Scheidung der Geister statt. Während die große Mehrzahl der Zionisten von der Ansicht ausging, daß die Zionistische Organisation nicht allein die, Aufgabe habe, Palästina zu erbauen, sondern daß sie! als die Zusammenfassung der nationalbcwußten Kräfte des jüdischen Volkes die Aufgabe habe, das jüdische Volk zum nationalen Bewußtsein zu erziehen, daß infolgcdcsscn die Zionistische Organisation ihrer Natur nach die jüdische Frage wesentlich anders auffassc alsl alle anderen Gruppen, und daß sie zwar sehr erweitert werden könne, naturgemäß aber niemals das ganze jüdische Volk umfassen werde, glaubte eine Minderheit, daß cs gelte, alle irgendwie an Palästina interessierten Kreise im Rahmen der Zionistischen Organisation zu vereinigen und zur Erreichung dieses Zieles auf den nationalen Charakter der zionistischen Bewegung und auf die Erziehung des jüdischen Volkes zum nationalcn Bewußtsein zu verzichten. Der Gegensatz dieser Anschauung war es, der in dem Kampf der amerika• nischen Zionisten gegen die Brandcis-Gruppc und z. 6״ auch in dem Kampf der deutschen Zionisten gegen Binjan Hanrez zum Ausdruck kam. Der Begriff der Bündnispolitik, von Rlumcnfeld zuerst vertreten und seitdem immer und immer wieder zitiert, aber noch immer nicht überall richtig verstanden, bedeutet gerade; daß eine national bewährte, national arbeitende und keine Kompromisse eingehende Zionistische Organisatien sich mit anderen Gruppen zu gemeinsamen Aktionen, z. B. für Palästina, zusammentinden kann. Ein integrierender Bestandteil dieser Bündnistheorie war die Ablehnung einer Verwässerung der Zionistischen Organisation durch Aufnahme von Nichtzionisten in die Or- ' ganis tion. Der Gedanke der Bündnispolitik errang einen großen Erlolg, als auf der Londoner Jahreskonferenz von 1919 der Keren Hajessod in seiner heutigen Form׳ beschlossen wurde. Derselbe Gedanke ist es, der uns heute als möglich und zweckmäßig erscheinen läßt, nichtzionistischc Kreise zur Bildung der Jewish Agency hcranzuzielien. Ls entspricht dem Geiste dieser politischen Auffassung, daß in demselben Augenblick, in dem wir auch Nicht/ionisten zur Mitverantwortung zu dem Aufbau Palästinas heranziehen, wir Mittel und Wege erörtern, die Zionistische Organisation zu stäriccn, und gerade diejenige Aufgabe, die ihr charakteustisch und eigentümlich bleibt, die Aufgabe nationaler Erziehung nämlich, mit besonderem Nachdruck wieder aufzunchmcn. Es war kein Zufall, sondern tief begründet, daß der deutsche Delegiertentag in einem und deinselben Beschlüsse die Stärkung und Erweiterung der Zionistischen Organisation als die Voraussetzung, des Palästina-Aufbaues erklärte und in der Heranziehung, nichtzionistischcr Gruppen zur Jewish Agency eine Er• leichterung dieses Aufbaus sah. Ueberblickt man diese eben kurz angedeutete Ent• wickhmg, so sollte darüber kein Zweifel bestehen können, daß sic konsequent und völlig richtig gewesen ist. Die Zionistische Organisation bleibt nicht nur in ihrem organischcn Rahmen, sondern in ihrem geistigen Gehalt und in dem Umfange ihrer Arbeit uneingeschränkt er• halten. Sie bleibt die entscheidende Trägerin des Pa• lästina-Aufbaus, sie bleibt die Verkörperung des nationalcn Gedankens in der Diaspora, sie ist es, die den Gedanken des jüdischen Volkes in, die Massen des Volkes zu tragen hat und die die Aufgabe zu lösen hat, das Leben dieses jüdischen Volkes auch in der Diaspora zu stärken und zu erhalten. Im Bewußtsein ihrer Stärke, in dem Willen, ihre Stellung zu behaupten und zu vermehren, gewährt sie nichtzionistischan Gruppen eine Möglichkeit der Mitarbeit am Aufbau Palästinas, bisher; im Keren Hajessod, jetzt außerdem, wenn der Kongreß gesprochen haben wird, durch Mitarbeit in der jewish. IAo-f.ni'v Unrl rlnr-h ״־M p« KYoisp. die die hklnrkrhn• (, I ,13 f :9!'! I 1 יון, i־!i ■V ׳ .. - 1t L y ׳; H11 י!,!:; 1 L:*]''! 1':;! *H iliF'i {. ד ,.׳MV r׳! Hi 6 iriäj.' - ' >.־'.«!.F tj'i: Hfi 1iHri,! 114' ן 44 י,«; 1 T* ■f,r:; i>: 4' , ו: * i ׳ )ן ' * (1 ,׳ ׳'. •J ,י 4 i p 11 1 .י I f n" 1 :1 י 4 U,

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