Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVIII (1923)
- Issue
- Heft 54 (6.7.1923)
- Date
- 1923-07-06
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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VII. 1923 An7:ci«lctt-Verwaltung: Jüdische Rundschau G.m.b.ll., Berlin W15, Sächsisch« Straße 8. — Telephon: Amt Pfalzburg 6697, 6698 u. 6699. Anzeigenpreis für die 8-gcjpaItene Nonporcillercilc 15Ü0M, 1'iir UtbrAiud^cn 150% Aul.dilaJ, Für A1111»ndiin1tr«t• 10OHV»lutuu1cM»j Anzeigcnschli/Qi Dienstag und Freitag nachmittag 4 Uhr. ÄÄ.־rcw;sr.rwckt sassssxxsxaassLSK.. ~ _ Telephon: Pialzburg 6697u.6698. Postscheckkonto: Berlin Nr. 17392. Für Oesterreich: Postsparkassenamt Wien, Konto Nr, 156030. Für Tschechoslowakei: Pos'isparkassenamt Prag, Konto Nr.59410« - Redaktionssehl 110 Sonntag und Mittwoch nachmittag. -־ s»*1j2n1aEsr»»«?wr,11־xz3r._~:Ä^.־”Ä=^scrr-T־־=r״~ כ״ב תםו4 תרפ״ג xrT;^«״?f5‘rSÄ11s״״rr ”*v. ״“'■ 7 ״. XXVIII. Jafirg. par Z.ontsram erstreb! für das Jüdische Volk dla Schaffung einer öffentlich rechtlich gesicherten Heimstätte in Palästina. ״Baseler Programm.“ Entlasse!! berdü: [Ine PaüibSinr.lioinmlssion der briSiscIien Reßierang London, •1. Juli. (I.C.B.) Das englische Kabinett |1,1t zur P r i'1 f u 11 g d er P a 1 ä s t i n a f r a g c eine Koin- B1i;,sioa eingesetzt. Diese soll Pläne für ein Verwaliungsjvstciti ansnrbeilcn, tim cinerset.; den Arabern in einem jewissen Ausmaße Genüge zu tun, andererseits der Reperuiig üei ,Möglichkeit zu geben, ihre Mandatspflichten zu erfüllen. Der Kommission gehören an: der Kolonialselcrcfär Lord Devon shire a'r. Vorsitzender, Sekretär des Kiicgsniin's'criiims Lo d Derby und der Sekretär des Indienamtes Viscount Peel. Andere Minister, unter ihnen Major Onnsby Gore und Lord Winterton, werden sn den Beratungen teibiclunen. Englische Prcsseslimmca | London. (J.C. B.) ״Daily Express" bczeich- | net als Zweck der von der englischen Regierung einresclzicn Palästina-Kommission die Feststellung, wie die britischen Verpflichtungen verringert und die Wünsche der Araber befriedigt werden können, ohne die berühmte Balfour-Erklarung zu verwerfen. Die anüzionistische Zeitung ״Daily Mail“ sagt, der Beschluß des Kabinetts werde Befriedigung im Parlament auslosen, da man nach der Rede Lord Devonjhires im Oberhausc den Eindruck hatte, die alte Politik mit ihren ungeheuren Ausgaben werde nicht aufhören. Die Einsetzung der Kommission, sagt die Zeitung, sei Eine Konzession an die starke Gruppe, die eine Aenderang der Palästinapolitik wünscht. Andere Zeitungen schreiben, die Kommission werde!;ich mit der Lage in Palästina in ihrer ganzen Trag- «eite befassen, Die Anwesenheit Sir Herbert Sa- ־.ue!s in London werde dazu benutzt werden, um seine j; ,Timing über die durch die Weigerung der mohanmeda- ־; rhciicn und christlichen Mitglieder des Advisory Council, ״ diesem anzugehören, entstandenen Schwierigkeiten zu S:“׳ren. Die mohammedanischen und christlichen Mit- , glieder des Advisory Council haben erklärt, so lange nicht milzuarbeitcn, bis ihnen versichert wird, daß ihre ־ Mitarbeit keine Zustimmung zur Palästina-Verfassung bedeute.; Die drei Möglichkeiten ן London, (J, C. B.) ״Sunriay Times" schreibt: ״ln' .'! einer Rede über die britische Politik in Palästina kündigte : Mr. Ormsby-Gorc am 4. Juni im Untcrlmuse an, daß bei , Tr Abstimmung über das Kolonialamt die Regierung die j! Gelegenheit benutzen wird, die offizielle Politik in Palästina;j teilcgcn imd ihre Stellung gegenüber der arabischen Prosj r3״anda außer Zweifel zu setzen. Ob mit Recht oder Unrecht, cs besteht ein wohlüberlegtes Komplott , t«2en die Balfour-Dcklaration, Ohne in Details i Gmgelicn, kann ich sagen, daß der Streit zwischen Juden 1 »»d Arabern heftig ist und wenig Raum für Kompromisse : dien Läßt. Es gibt nur drei Möglichkeiten für die Kyimmg: Sie kann entweder den arabischen Wünschen, die tcheinbar mit jedem neuen Nachgehen gegenüber den Türken i «!genommen haben, weichen der dem gedankenlosen Geschrei, i ':ater Außcrsiditlassung der Lcbenräntcressen des Imperiums Ts Lind zu räumen, folgen oder aber vorläufig ohne Mit- '״itkung der Araber die Politik fortzusetzen. Das Letztere ״ircint durch die gegenwärtigen Umstände geboten zu sein. Allenfalls wird eine klare Feststellung eine heilsame Wirkung «*säben,“ I Die Gültigkeit des Palästlnamsndales * London. (J.C. B.) In einem Leitartikel bespricht der I״Dionistisc!1c ״Daily Matl“ die Rede des Herzogs jvon Devonshirc in der Alittwodisitzung des Oberhauses und! if'Crt die Ansicht, das Palästinamandat h;1be vor der Rati- | :‘kation des Sevrcs-Vertragcs, die bisher nicht erfolgt ist, j Wirkung, Die Zeitung behauptet, England habe das ) h«bt, die lästigen und kostspieligen Palastiua-Verpflidiiungen {«;1verworfen, ebe11<» wie die Vereinigten Staaten das Mandat 11{ז£י Armenien abgclehnt haben, als es der Völkerbund dem 11,5:identen Wilson anlringcn wollte. 1 Im ״Daily Telegraph“ vom gleichen Tage schreibt j 55•ך«ii diplomatischer Korrcs!xmdent: ״Zur weitverbreiteten i J'a:׳'d:t, die Mandate über den mittleren Osten seien wegen; «r Nichtratifizierung■ des Scvres-Vertrages nicht in Kraft,! bemerkt werden, daß der Völkerbundrat die Erwähnung { Ts Sevres-Vertragcs in den Texten der Mandate ausgcschaltet i c!i(i sie vom Vertrage mit der Türkei unabhängig gemacht bat.“ 4 ״Daily Graphic“ sagt in der Besprechung der De-; ffPo im Oberhaus: ״Der Herzog of Devonshirc habe cs v 3115gesprochen, daß die Regierung nicht die Absiclit habe, ALstina zu verlassen, um dem Lord Bcaverbrook und seinen yicidrs zu gefallen. Alvcr er sollte über den Zionismus 11־Tt so sprechen, als wäre cs ein Kreuz, das wir tragen , Gsscn.“ ,,Daily Graphic•‘ meint, daß eine Alliance zwischen T'n Zionismus und England von großem Interesse für England י',' ׳• Denjenigen aber, die anderer Meinung sind, steht cs gegen den Zionismus zu arbeiten, vorausgesetzt, daß *•' nicht die Araber aneifern, bessere Köpfe als die ihrigen 00 גיויידז oieae n« ¥©r zu zerschlagen, Frankreich würde gern die Stellung Englands in Palästina einiielimen, ebenso Italien, Deutschland oder selbst die Türkei. Möglicherweise würden sogar die Vereinigten Staaten durch diese Hintertür wieder in die europäische Politik angeführt werden. üntcrlircclitiiifl der Verliandlunflen des Ucdschasveriraps London. (].C. B.) Aus dem Hcdschas wird berichtet, König Hussein habe seinen Vertreter Dr. Naji beauftr.iqt, die Verhandlungen in London wegen der Palüstinafragc zu unterbrechen. Seitens der Hcdschasgcsandtschaft in Kairo wird eine Kundmachung veröffentlicht, daß der Hcdschas niemals unter dem Schutze einer fremden Macht stehen werde. Palästina müsse vollständige Selbständigkeit haben, wie sie von allen arabischen Nationen gefordert wird. Emir Älidullah an Musa Kasim Das neu gegründete offizielle Organ des Emir Abdullah veröffentlicht einen Brief, den der Emir an Musa Kazim Pascha gesandt hat. In, diesem Briefe beißt cs: ,,Sie werden sicherlich bemerkt haben, daß unsere Zentrale in Hcdschas von der Unabhängigkeit der Araber auf der arabischen Halbinsel und in anderen arabischen Ländern (mit Ausnahme von Allen) spricht, und daß S. M, König Georg V. cs auf sich genommen hat, bei der Begründung einer allgemeinen arabischen Förderation zu helfen, welche alle arabischen Länder, einschließlich Palästina, Mesopotamien und Trnnsjordatiicn umfaßt. Jeder Mann weiß, daß Palästina ein arabisches Land ist, seit dem Tage, da cs von den Arabern erobert wurde, z. Z. des Kalifen Omar ben El Kiiattab. Dis jetzt haben wir keine Nachricht bekommen, daß Palästina von den andern arabischen Staaten getrennt wurde. Aber die Tatsache, daß das Telegramm des Königs in bezug auf Palästina keine Zweifel bestehen ließ, sollte bemerkt werden. Dennoch erklärt die Regierung Palästinas, daß der Vertrag noch nicht endgültig abgeschlossen ist. Id! sende gleichzeitig ein Telegramm an den Außenminister von Hcdschas und ersuche ilm um ausfiihrlidie Einzelheiten bezüglich der Palästina-■ Frage. Seine Antwort wird Ihnen sofort mitgeteilt werden. Er wird zweifellos die Entscheidung der Iicdsdias-Rcglerung wiedergebet!. Das entscheidende Wort über Palästina wird von den Palästinensern selbst gesagt werden, die ein vitaler Teil der arabischen Gesamtheit sind.“ Der Feldzug der anllzlonlsllschca Presse gegen Sir Herbert Samuel London. (J. C. B.) Die Anwesenheit Sir Herbert Samuds in London wird seitens der antizionistischcn Presse zu einer erneuten Kampagne gegen den Zionismus benutzt. ״Daily Express“ will erfahren haben, daß Sir Herbert Samuel mit seinem Rücktritt gedroht hat, um die Regierung zu einer neuen Erklärung zugunsten der zionistisehen Politik zu zwingen. Mr. Bonar Law habe sich bisher stets geweigert, eine derartige Erklärung abzugeben. ״Daily Express“ sagt, das Kabinett zerfalle in einen pro- und einen antizionistischcn Teil, und Sir Samuel kann auf eine gewisse Unterstützung innerhalb der Regierung reellnen, Lord Robert Cccil und Mr. Ormsby Gore sind Pro-Zionistcn, und sie werden auch von Lord Gustacy Pcrcy, dein Nadifeiger Lord Robert Cecils im Völkerbünde, unterstützt werden, Diesen gesellen sieh die Imperialisten, die sich einer Vcrmindcriing der Ausgaben und militärischen Verpflichtungen im Osten prinzipiell widerset/.en. Es sind dies Lord Curzon uml Mr. Amcry, Diese Imperialisten werden sich mit den Zionisten vereinigen, uni das Kabinett zu einem Nachgehen gegenüber Sir Herbert Samuel zu veranlassen. Die antizionistische Meinung wird vertreten vom Präsidenten des Doard of Trade, Sir Philipp Lloyd Greamc, dein Pariamenissekretär des Finanzamtes, Sir William Johnson- Hicks und dem Unterstaatssekretär für das Aeußcrc Mr. Ronald Ale. Neill. Dazu kommen noch der Unterslaatssekretar des Handcl.-dcpaitemcnls, Viscount Wolincr, der Unter- Staatssekretär des Ministeriums für Verkehrswesen, Colonel Wilfrid- Ashlcy, der Untcrstaatssckrrtär im Kriegsministcriuin, Air. Huppert, und Admiral Fl all, der Haupt- Vertreter der konservativen Partei. Diese vertreten den starken Einfluß der ״Die hards“ (extremen Konservativen) in der Regierung und werden gewiß der zionistischen Politik Widerstand leisten. Auch Sir Hoarc, Earl Winterton lind Colonel Walter Guineas haben ihre Abneigung gegen die Politik im Nahen Osten ausgesprochen. ״Daily Alaii“ setzt gleichfalls ihren Feldzug gegen Sir Herbert Samuel fort. Sie kommt wieder auf die Gerüchte zurück, daß Sir Herbert Samuel nur durch־ die Drohung, zuriiekzutreten, die Erklärung der Regierung erzwungen hat, daß sie au der bisherigen Palästina-lW.iUk auch bei einer Fortsetzung des Vcrfassmigsboykotts durch die Araber festhalten will. ״Daily Mail“ vertritt die Anschauung, daß man Sir Herbert Samuel ruhig ziehen lassen darf und daß die Wege zu einer Verständigung mit den Arabern .dann gebahnt sein würden. Hingegen vertreten ״Times“ die Anschauung, daß man den Arabern weit genug entgegengekommen ist und daß ein weiteres Nachgeben keineswegs im Interesse einer Beruhigung gelegen ist. ״Times“ verteidigen in einem energischen Leitartikel die Politik Sir Herbert Samuel». , Ziif Ob erhau s cl cb affe Unmittelbar nach der Ankunft Sir Herbert Samuel* in London wurde die Palüstinafragc zum Gegenstand einer großen parlamcnlarir.cheii Erörterung gemacht. Wir haben in der vorigen Nummer an der 1 laud des stenographischen Parlamcntsprotokolls den Verlaut der L>e• batte im Oberhaus wiedergegeben. Die Debatte war darum bemerkenswert, weil der Kolonialminister, der. Mitglied des Oberhauses ist, seihst nur im Oberhaus Aufklärungen nt geben vermag und die Gelegenheit zu einer ausführlichen Darstellung seiner Palästina-Politik benutzt hat. Seine Rede bestätigt im wesentlichen die Fortführung der bisherigen englischen Palästina-Politik. Damit hat er die Position von Sir Herbert Samuel gestärkt, der infolge der letzten Mißerfo’gc seiner Politik in Palästina und nach den maßlosen Angriffen der antisemitischen englischen Presse wohl beanspruchen mußte, daß die Regierung ihm einen gewissen Rückhalt gibt. In der Rede des Herzogs von Devonshirc sind mehrere Punkte hervorzuheben. Der Kolonialminister hat deutlieh betont, daß das Palästina-Mandat ein internatio1■ ,nales Uebcrcinkotnmcn sei, daher bleibt England nichts anderes übrig, als es entwedtr durchzuführen oder aber darauf zu verzichten, eine willkürliche Aenderung steht nicht in seiner Macht. Ein integrierender Bestandteil des Mandates ist aber die Verpflichtung der Mandatarmacht, bei der Errichtung der Heimstätte für das jüdische Volk zu helfen. Was darunter zu verstehen ist, hat der Herzog durch Zitate aus dem Weißbuch Churchills zu zeigen versucht. Er hat ferner der Auffassung, daß die Bestätigung des Palästina-Mandates seitens des Völkerbundes noch nicht in Kraft sei, ein Ende gemacht, indem er endgültig darauf hinwies, daß der Vorbehalt des Völkcrbundrates sich nur auf Syrien bezieht. Wenn wir aber diese Rede des Ministers mit den Reden vergleichen, die bei früheren Anlässen von seiten der Regierung gehalten wurden, so ist die Rede für uns insofern weniger befriedigend, als sie lediglich die form■•»!• rechtliche Gebundenheit Englands an die Bestimmungen des Mandates betont, keineswegs aber mit Wärme und Kraft für die Sache selbst cintritt. Churchill in seiner großen Rede im Untcrliaus und vor allem Balfour im Oberhaus haben sich1 vor einem Jahr nicht mit solchen Erklärungen begnügt, sondern den Inhalt der Politik selbst verteidigt. Es scheint jetzt schon fast in Vergessenheit geraten zu sein, was eigentlich der Ausgangspunkt der ganzen zionistischen Politik ist. Die Tatsache, daß es eine Judenfrage gibt, die immer dringender nach Lösung verlangt, war 191S allgemein aner» kannt, hatte sich dem öffentlichen Bewußtsein cingeprägt; nach allem, was seitdem geschehen ist, ist es zwar begreiflich, daß das Gewissen und die Vernunft der Menschheit geschwächt und abgestumpft wurde, U11begreiflich aber ist es, daß nicht gerade durch' die letzten Jahre die brennende Aktualität der Judenfrage noch schärfer ins Bewußtsein getreten ist. Es mag richtig sein, daß die Völker wieder in die Enge der eigenen primitiven lnferessenpoliiik zurückgesunken sind, daß die allgemeinen Menschheitsproblcmc weniger Resonanz finden, die Judenfrage aber ist ein internationales Problctn, das, wie schon Herzt erkannt hat, nicht nur an die Humanität der anderer! Völker, sondern an ihr eigenes wohlverstandenes Interesse appcllicit. Das ungeheure Aufflackern des Antisemitismus beweist von neuem, weiche Gefährdung des inneren Friedens überall die ungeklärte Stellung der Juden mit sich bringt. Englands Staatsmänner haben im Jahre 191S volles Verständnis für die Größe der zionistischen Idee gehabt, die cs unternimmt, die Judenfragc in ihrer Totalität zu lösen. Sie haben Verständnis gehabt für die Bedeutung der einzigartigen geschichtlichen Tatsache, daß ein durch die Verhältnisse und durch die feindliche Haltung der umgebenden Völker in parasitäre Berufe und allerhand kulturelle Mischfonneu abgedrängtes Volk sich aus eigener Kraft wieder zur Einheit sammeln, aus eigener Kraft zu schaffender Arbeit zurückkehren will, eine uralte kulturelle Tradition wieder aufnehmend, die den inenschliehen Geist unvergleichlich befruchtet hat. Diese posö■ tiven Momente des Zionismus werden heute kaum mehr erwähnt, vielmehr klingt auch die Rede des neuen britischen Kolonialministers und zum Teil auch die Lord Milners beinahe wie eine Entschuldigung. Diese Tatsaclie muß uns bedenklich stimmen, besonders im Zusammenhang mit der wiederholten Erscheinung, daß Männer, die sogar an der Balfour-Dcklaration mitbeteiligt waren, heute Gegner der zionistischen Politik Englands sind, darunter ein Mann wie Lord Grey, der in seiner Rede ernste Befürchtungen über die künftige Entwicklung der Dinge äußerte und einen Ausweg sucht durch eine Interpretation des Zionismus, die wie eine Karrikatur anmutet. Es ist u. E. nicht erlaubt, einem Mann wie Lord Grey diesen Gesinnungswechsel als ״Verrat" auszulegen. ,Vielmehr müssen wir darin die