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Jüdische Rundschau · 1923-06-15 · Heft 48 (15.6.1923) · page 10

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVIII (1923)
Issue
Heft 48 (15.6.1923)
Date
1923-06-15
Page
– (sequence 10)
Language
German
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¥ Seite 204 JUEDISCHE RUNDSCHAU ׳w J%0 $>ח׳* ־־•%׳/ (\ 'tiW* \iß KP* in Dresden am 25., 26., 22. Juni 1923 im Vercinshaus, Zinzcndorfcr Strafe 17 Die Tagesordnung ist bereits veröffentlicht worden. Vorkonferenzen am Sonntag, den 14. Juni 1923. (Siche Veröffentlichung in der vorigen Nummer.) Wahlvorschriitcn Wir machen hierdurch daran! anlmcrksam» daß nach den erlassenen Wahlvorschrülcn sämtliche Gruppen Ihre Wahtresullate bis spSicslens Montag, den 18. Juni dem Bliro der Monistischen Vereinigung liir DeolsdUand, Berlin W 19, Sächsische Sir. 8, gemeldet haben müssen. Unterbringung Alle Anfragen wegen Unterbringung in Hotels werden vom Büro des Defcgiertentages, Dresden, Soest r. 7, bcantwortet, soweit Fneikuverts beigefiigt sind. — Auch diejenigen, die eia Freiquariier bestellt haben, werden rechtzeitig Nachridit erhalten, ob und wo sie untergebracht werden, — Die Karten für Privatlogis werden sofort nach der Ankunft im Büro des Dresdener Fremdenverkehmereins, Hauptbahnhof, Oslhallc, a 11 ■'gehändigt, 1 Jugcndlagung Für die Unterbringung von Jugendlichen stehen zwei Jugendherbergen mit 85 Betten zur Verfügung. Die anderen Jugendlichen werden voraussichtlich in einer Turnhalle untergebracht werden. Alle Teilnehmer müssen Decken mitbringen. Der Preis für das Nachtlager wird etwa 300 bis 400 M, betragen. Für die Verpflegung muß selbst gesorgt werden. Bahnhofsdienst Am Hauptbahnhof, Mittclhallc, wird eine Auskunft*• und Empfangsstelle der Zionistischen Ortsgruppe cingerichtet werden. Auskünfte werden auch nach Ankunft von der Auskunftsstclle des Vereins ״Dresdener Fremdenverkehr“, Hauptbahnhof, Ostbau, erteilt. Alle Dclegicrtcntagsbesucher werden gebeten, bis zum Hauptbahnhof Dresden zu fahren. Bequemste Fährverbindung zum Vereinshaus mit Straßenbahnlinie 1 und 5 bis Georg- oder Pirnaischer Platz. Gastkarlcn (Siche Veröffentlichung in der vorigen Nummer.) Begriißungsabend Am Sonnabend, den 23. Juni 1923, veranstaltet die Zio• nistisclic Ortsgruppe Dresden einen Begrüßungsabend im ״Ita- ]ionischen Dörfchen", Tbeatcrplatz 3, zu dem alle anwesenden Delegierten und Gäste hierdurch eingeladen werden. OcBcntliche Versammlung Am Sonntag, den 21. Juni 1923, abends 8‘/* Uhr, findet im Großen Saal des Künstlcrhauscs, Albrechtstr. 6, eine öffentliehe Versammlung statt. ,Referenten: Dr. ArLosoroff, Dr. Nahum Gokiinann, Dr. Mossiiisohn-Palästina. Gottesdienst Für die bereits am Sonnabend, den 23. Juni, anwesenden Delegierten und Gäste findet ein besonderer Gottesdienst mit Predigt in der Hauptsynagogc statt, Wahircsultale Berlin: Gerda Arlosoroff, Lazarus Barth, Julius Berger, Ernst Bernhard, Fritz Bernstein, Moritz Bileski, Hans Bloch, Werner Bloch, Josef •Blumberg, Kurt Blumenfeid, Hans Böhm, Denno Colur, Agr. Dyk, Benzion Fett, Jehoschuah Glassner, Samuel Haarpuder, Paul Hirsdi, Noe Horn, Victor- Jacobson, J. Josefsberg, Leo Kirschenbäum, Max Kurz, Harry Levy, Flcinrich Loewe, Leopold Löwenthal, Majcrczyk, Franz Ludwig Mayer, Walter Moses, Walter Roth, Rothenberg, Arthur Silbersfcln, Alfrod Schwarz, S. Schcrcschcwsky, Arthur Stein, Davis Trietsch, Waldmann, O. Waschitz, Hugo Wolfcrmann, Ernst Wöllstein, Berlin: Delogierte. Wolf Jirrmann, Max Kober, Hugo Zadik, J. Scharfstein, Hans Werner, Oertrud Zadik, Hans Sternberg, Moisdve Kanluk, Käthe Roth, lsmar Freund, Heinz Nagler, S. Helfer, S. judeiowitseb, Bertram Fisher, Simon Sack, Leo Bienstock, Hermann Rom, Herbert Förder, Alfred Kupferberg, Lilly Glaser, Arthur Rau, M. Goldcnblum: Ersatzdclcgierte. Magdeburg: Walter Heinemann, E. Ascher, Ch, Lecker, Delegierte; Dr. Gustav Krojanker, W. Kat^ Heinrich Kesten, Ersatzdclcgierte, \ O ö 11 i n g c n: sind. Kalef, Delegierter; stud. Rudolf Samuel, Ersatzdclcgiertcr. Frankfurt a. M.: J. L. Goltcln, Jacob Wolff, Dip!.-Ing. Nathan Grünstem, J. Herzberg, Dillcr, David Hamburger, Kornreich, Werzberger, Klcinplatz, Wahrmarm, Sal. Sticbei, Edwin Feist, Delegierte; Dr. Rosenblatt, Misch, Dr. Hugo Emmerich, Dränger, Wiesen, Jac. Reicher, Alex. Meise!, Wolpcrt, Dr, Mannheim, Benno Cohn, Ersatzdelegierte. Hamburg: Dr. F. Danzig er, Boris Leibowitsch, Dr, Max Levy, Dr. FI. Schwabacher, Alexander Adler, Dr, Rud. Möller, Bernard Fischbein, Dr. S. Stiebcl, Delegierte; Dr. Simon Levy, Simon Horowitz, Richard Markcl, Dr. Kalmus, Dr. Buchholz, Herbert Löweustein, Carl Michaelis, Erich Michaelis, Dr. J. Tocplitz, Ersatzdclcgierte. Chemnitz: Zionistischer Jugendverein: Josua Rubin, Felix Scharf, Delegierte; Heinrich Herzog, Fränze Herzog, Ersaizdelegierte. Bcutlicn: Leo Guttmänn, Samuel Loebmann, Bcuflien: Delegierte. R.-A, Dr. ,Weißmann, Beutheu; Ersatzdielegierten Dessau: R.-A. Max Hurwitz, Frau T>r. Spighel, Dessau; Delegierte. Adolf Goktinann, Moses Reiß, Dessau; Ersatzd elegierte. Dresden: B. Fürstcnfeld, Dresden: Ersatzdclcgiertcr, Gotha: Dr. Noack, Piiiclias Steinhaus, Gotha: Delegierte. Frau Lotte Noack, Gotha, Jacob Sandbank, Berlin; Ersatzdelcgicrte. Hannover: Dr. Albert Sulke, Ernst SuTzberger, Adolf Zimmermann, Hannover, Karl Glaser, Berlin: Delegierte. I)r. Max Bcdicr, Hirsdi Gutenberg, Elten Meyer, David Hillcr, Hannover: Ersatzdclcgierte. Landsberg a. W,: Dr. mcd. Walter Katzeneltcnbogcn, Laiulsbcrg: Delegierter. Dr. jur. Willi Saiomon, Landsborg, Alfred Manheim, Neustadt 28: Ersatzdclcgierte. Leipzig: J. llcpncr, A. Mittelmann, B. Sudowicz, FT. Schwadron, J. B. Sachs, Dr. Rothenstein, N. Frankel, M. Ldirfrcund, Frau Rodilin, Frau Katzcncllenbogen, M. Kaliu, H. Lewin, L, Malbin, S, Lchrfreund, Leipzig: Delegierte. S. L. Fuchs, S. Heim, L. Hoffner, B. Chasin, G. Kwestei, S. Preczcp, W. Dublner, L, Tumpowsky, Frau Neumann, Max Mayer, L. Sigall, Fisclilcbcr, D. . Ulanpcrl, M. l’etrusdika, Leipzig: Ersatzdclcgierte. München: Dr. Robert Katz, Jakob Reidi, Etienne Basch, Hans Simon, München: Delegierte. Paul Grünbaum, David Horn, Gottfried Frankel, Martha Held, München: Ersätze! elegierte, Stettin: Oskar Schwarz, Hans Paul, Stettin; Delegierte. Siegfried Salingcr, Stettin: Ersatzdclcgiertcr. Dortmund: Hapoel Hazalr; Heinrich Herrmann, Hörde: Delegierter. Hilde Herrmann, Hörde; Ersatzdclcgierte.!■mi Soziale Hrbclt Die Joinf- Spende Verteifungder Spende des Joint Distribution Committee au die jüdischen Wohlfahrtsein־ rieh tu 11 gen Deutschlands. Am 3. Juni 1923 trat in den Räumen der Jüdischen Gemeinde Berlin linier dem Vorsitz Eugen Casparys und Teilnahme von Vertretern des preußischen und bayerischen Landesverbandes, der Gemeinden Berlin, Frankfurt a. M., Hamburg, Leipzig, Köln a. Rh., sowie der Mitglieder des Arbeitsausschusses, der Kcichsausschuß der jüdischen Gemcimlcn Deutschlands für die Verteilung von Auslandsspenden zusammen, um über die Verteilung der großzügigen Joint- Spende endgültigen Beschluß zu fassen. Nach einer Begrüßung durch Eugen Caspary, der einen Ucbeibliek über die seit Januar geleistete Arbeit gab, nahm der Vertreter des Joint Distribution Committee, Herr I)r. Senator, das Wort und führte kurz aus, daß die deutsche Judenheit selbst ihr Komitee gewählt habe und selbst für die Verteilung verantwortlich sei. Er gab der Hoffnung Ausdruck, daß das deutsche Judentum, dem diesmal vom Gesamtjudentum Hilfe geworden sei, auch im gegebenen Augenblick den notleidenden Ostjuden brüderlich zur Seite stehen möchte. Nach herzlichen Dankesworten Dr. Hildesheitners namens des Rcichsausschusses an das Joint Distribution Committee ergriff der Geschäftsführer Herr Dr. Scgall mit Dank an den unermüdlichen Vorsitzenden das Wort zu den sachlichen Ausführungen über den Verteilungsmodus. Die zur Verfügung gestellte Summe ist an zirka 280 Anstalten der geschlossenen und hal!)offenen Fürsorge ausgeschüttet worden, unter Zurücklassung einer Reserve für die Einrichtungen der offenen Wohlfahrtspflege, für die die Verteilung in aller Kürze sfattfinden wird. Die Anstalten sind in sechs Gruppen cingctcilt worden. Die QuotLsiccung auf die* selben wurde auf Grund sorgfältiger Unterlagen, dfe in Form von Fragebogen vorkgen, durch die Geschäftsführung vorgenommen, während die Verteilung auf die einzelnen institutionen durch Einzelrcferenten aus der Mitte des Reichsausschusses erfolgt ist. Es bearbeiteten: die Anstalten der Krankenfürsorge Herr Dr. Meier Hildeshebner, ״. die Anstalten der Altersversorgung Herr M. A'. Loch, die geschlossenen Anstalten der Jugendwohlfahrt Frau .Wronsky und Herr Dr. Siegfried Moses, die Anstalten der halboffcncn Fürsorge Herr Dr. OUcmlorff, Ferienkolonien Herr Dr. Lamm. Schwcsteriihcimc Herr Dr. Philipsbom. Der Reichsausschuß erklärte sich mit dem Vertellungsmodus völlig einverstanden und bis auf einige Aenderungen wurden die Vorschläge der Referenten und der Gesdhäftsführung genehmigt. Der Reichsausschuß billigte weiterhin einmütig, daß mit der Spendenverteilung auch eine soziale Anstaltsrcform verknüpft wird. Auf Grund aufgestclltcr Richtlinien, die im Nachrichtcnblatt 5, 6 und 7 der ZcntraJwohlfahrtsstclic der deutschen Juden bereits veröffentlicht worden sind. Die Durchführung der Reformen wurde der ZcntralwoMfahrtsstelle der deutschen Juden unter Mitwirkung der örtlichen Zentralstellen übertragen. Die Sitzung erstreckte sich bis zum Abend und wurde mit warmen Dankesworten des Vorsitzenden an den Reichsausschuß und an die Geschäftsführung geschlossen. An die Herren Felix Warburg und Dr. Bernhard Kahn wurden nach Wien Danktclegrammc abgesandt. Scltuizslellc Iflr ffläiselic Kinder Vom Jüdischen Frauenbund wird uns geschrieben: Gelegentlich der Tagung in Wien wurden auf Beschluß des Weltfrauenkongrcsses internationale Zentralstellen für Mutter- und Kinderschutz gebildet, und mit der Durchführung der vom Kongreß angenommenen Resolutionen betraut. Die spezielle Mutterschutzarbeit wurde England übertragen und wird in London von Mrs. Modd, c/o Jewish Association for the Protection of Girls and Women, Manaclstrcct 59, ausgcfiihrt. Mit der Durchführung des Kinder- Schutzes — im eigenen Lande und international — wurde der Jüdische Frauenbund in Deutschland beauftragt. Die erste Resolution, die in dag Arbeitsgebiet dieser letztgenannten Zentralstelle fällt, verfangt ״die Schaffung einer internationalen Schutzsteife für alle jüdischen Kinder“, eheliche und uneheliche, die landfremd sind. Der Beginn der Arbeit wird darin bestehen, in Deutschland eine Liste der hier lebenden laridfremden Kinder aufzustdlcn, d. h. solcher Kinder von Ausiändcoi ato NitUoaca, die *a J2eutochlMI1d k«Äa Regit auf Nr, 4g Erziehungsbeihilfe und Unterstützungen irgendwelcher haben. Es gilt nun, aus allen Teilen Deutschlands diese Kindern! nennen, um eine Liste aufstcllcn zu können, auf 0rm!<1 derer versucht werden .soll, 1. die materiellen Rechte der Kinder in den jeweilig״. Ländern ihrer Zugehörigkeit wahrzunehmen (AuslintL. machen der Familienzugehörigkeit, Erbschaften, Grund! besitz usw.), 2. wenn es irgend geht, eine Stelle zu schaffen, di« s;cl für solche landfremden Kinder verantwortlich macht, in der Durchführung von Pflegschaften, Patenschaft«, Adoptionen, sowie durch jüdische Erziehung und H^, Icitung zu produktiver Arbeit. Der Zweck der gesamten Bestrebungen ist der, 45 der jüdischen Gemeinschaft jedes jüdische Kind erhalten bleibt, und daß nicht aus Mangel weitblickender sozialer Erkenntnu und aus dem Versagen von Mitteln Kinder jüdischer Mütter in Hände kommen und auf Wege geraten, die sie nicht mir individuell dem Judentum entfremden, sondern auch durch Kriminalität und Prbslitution zu Schädlingen innerhalb 4, jüdischen Gemeinschaft werden lassen. Der Jüdische Frauenbund wird einen kleinen Fragebogen an Vereine und Gemeinden aussenden, um die nötige Onuid. läge für die in Aussicht genommene Arbeit zu erlangen. Diesbezügliche Anfragen; Geschäftsstelle des Jüdischen Frauenbundes, Berlin-Wilmersdorf, Gieseterstr. 16. im traf ״P> jüdi Spreebsaal Die hohen Gaslprcfse beim Kongreß Der Landesvorstand der Z.V. f. D. übermittelt uns fo!. gende an ihn gelangte Zuschrift zur Veröffentlichung; An den L&ndcsvorstand der Zionistischen Vereinigung für Deutschland, Berlin. fn‘ den Kreisen der Gesinnungsgenossen herrscht all• gemeine Empörung und Entrüstung üher die ganz unglaublich hohen Eintrittspreise, die zum Kongreß gefordert werden. Es scheint, als hätte man jedes Verständnis für die Wirtschaft• liehe Situation und die finanzielle Leistungsfähigkeit der deut• sehen Gesinnungsgenossen verloren. Der Standpunkt, daß durch die Preise der Gastkarten die Unkosten des Kon• grosses eingeholi werden müßten, ist völlig verfehlt, wenn er zu derartig übertriebenen Preisforderungen führt. Leute mit Edclvaluta können vielleicht derartige Preise zahlen. Wer in Deutschland lebt und ein Einkommen in deutscher Mark bezieht, ist zu solchen Ausgaben nicht in der Lage, Das Interesse der deutschen Zionisten ist von jeher ganz besonders lebendig gewesen. Man darf vor allem wohl sagen, daß in Deutschland — und zwar unter aktiver Beteiligug weitester Kreise — die intensivste Arbeit für den Keren Hajessod geleistet worden ist. Zum Dank dafür schließt mau die Leute, welche die Arbeit gemacht haben, durdi die unsinnig hohen Preise von der Teilnahme am Kongreß aus. Ich bitte Sie zu bedenken, daß die zionistische Arbeit in Deutschland immer vorwiegend von Akademikern gemacht worden ist. Diese zionistisch aktiven Akademiker haben ein moralisches Recht darauf, beim Kongreß zu sein. Ich habe viele gesprochen, die zum Kongreß fahren wollen, die aber die Kosten der Reise und des Aufenthaltes in Karlsbad *nur bei größter Einschränkung aufbringen können. Diese Leute rechnen im allgemeinen damit, durch äußerste Spar• samkeit ihren persönlichen Bedarf in Karlsbad auf etwa 30 Kr. täglich hcrunterdrücken zu können, 80 daß man mit etwa 400 Kr. für die Dauer des Kongresses auskomniett könnte. Wenn jetzt die billigste Eintrittskarte 200 Kr. kostet, und wenn man weiter bedenkt, daß doch schließlich nicht alle den billigsten Platz bekommen können und also viele 400 Kr. und darüber für eine Karte ausgeben müssen, so wird es klar, daß man in ganz unverantwortlicher Weise einen erheblichen Kreis vom Kongreßbesuch ausschließt. Ich kann mir nur vorstcllcn, daß die Eintrittspreise von London aus in völliger Unkenntnis der in Deutschland herr• sehenden Gcldvcrhältnissc diktiert worden sind, sonst hätte man zweifellos der deutschen Wirtschaftslage Rechnung ge• tragen.• Ich bitte Sie daher, dieses Schreiben an die Zentrale nach London weiter zu gehen und Ihren ganzen Einfluß dahin geltend zu machen, daß für Kongreßbesucher aus valut,!schwachen Ländern Eintrittskarten zu ganz bedeutend ermäßigten Preisen zur Verfügung gestellt werden. Ich bitte Sie, vor allem darauf hinzuweisen, daß in Deutschland ein mittleres Monatseinkommen z. Z. etwa 1 bis 1V2 Millionen beträgt, daß ein solches Einkommen einen Friedenssatz von etwa 500 bis 600 M. entspricht und daß deshalb die Forderung von 200 bis 803 Kr. (gegenwärtig rund 400 000 bi» 1600 000 M.) in gar keinem Ver• hältnisse zum Einkommen steht. Dr. Jacobsohn, Breslau. Der Landesvorstand der Z.V. f. D, schließt sich diesem und anderen an ihn gelangten Protesten durchaus an. In der Tat wird die Preisfestsetzung den Bedürfnissen der Bewegung in keiner Weise gerecht. Bäder * Propaganda Ein Gesinnungsgenosse hat bei uns angeregt, die ״Jü• clischc Rundschau“ wahrend der Dauer der Saison allen jü« dischen Hotels, Restaurants und Kurhaus-Lesesäien kosten• los zur Verfügung zu stellen und — da wir selbst bei den heutigen Kosten dies nicht tun können — an die Gesinnungsgenossen zur Stiftung von Frei• exemplaren heran zutreten. Der betreffende Gesinnung*• genösse hat sich selbst bereit erklärt, zwei Abonnements für diese Badesaison zu stiften. Wir bitten hierdurch alle Abonnenten, die sich in der gleichen Weise betätigen wollen, uns dies möglichst umgehend mitzuteilcn und einen Betrag von 12 000 M. auf unser Postscheckkonto 17 392 unter dem Stichwort ״Saison“ überweisen zu wollen. Verlag ״Jüdische Rundschau". An unsere Inserenten! Infolge der ungeheuren Preissteigerungen sind wir genötigt, den Preis für die adlige״ spaltenc Nonparcillezcüc ab 15. Juni auf 800 Mark festzuietzcn. Verlag Jüdische Rundschau G. m. b. H. Mi» zun ®eh kor Ucl . die alle Vo: isri «nt! vor Erf , Sei leia jes! de* irw TI■ der der die hal Le bei der um M« Ar» , die j:CI Or Bla etv reli sör Ru ab* Re/ hie am köi b D: *; fiM in ha <1a grt bl« Ko tut ״ißt art 'fil »»» R« 'ui w* wi w s«t UM - *. צ r \ 7 \ K

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