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Jüdische Rundschau · 1923-05-29 · Heft 43 (29.5.1923) · page 7

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVIII (1923)
Issue
Heft 43 (29.5.1923)
Date
1923-05-29
Page
– (sequence 7)
Language
German
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» Jcr in n .,ui :;1 des 'tagen. 1 dem i 1021 5. eine taden 1i und sind״, raaupt ׳nien 1 am, wird, Seiten;trenge di das uze Kr. 43 IUEDISCHE RUNDSCHAU Seite 257 Berlin, 27. Mai. Die Neubildung; des englischen Kabinetts, die leinen poülischcn, sondern nur einen persönlichen Grund hatte, dürfte auch für die englische Palästiinpditik keine Veränderung bedeuten, Imme, hin ist bei der Bedeutung, die England heute für Palästina hat, die Zusammensetzung des r.fjen Kabinetts, für uns natürlich nicht ohne Interesse. Da ist vor allem eine überaus erfreuliche Tatsache zu verzeichnen: der Eintritt Lord Robert Cecils. Lord Robert Cccil ist einer der begeistertesten Anhänger, der zionistischen Idee. Er, der unter den jüngeren englischen Politikern am meisten von «cistigen und idealen Gesichtspunkten geleitet zu werden scheint, hat das dann oft zitierte Wort gesprochen, es gebe nur zwei Ergebnisse des Weltkrieges, die eine moralische Bedcuiutig haben und eine kleine Rechtfertigung der ungeheuren Opfer der Menschheit bilden: die Idee des Völkerbundes und (Sie Idee der Bnlfour-Dckiaration. Noch kürzlich hat Lord Cccil auf einem Meeting in Amerika seiner Bewunderung für den Zionismus Ausdruck gegeben, und seine Unterstützung versprochen. Jetzt wird er im Kabinett Gelegenheit haben, sich wieder aktiv jnit der zionistischen Sache zu beschäftigen, Cccil wird den Ministerpräsidenten im Unterhausc vertreten. _ Der bekannte Antizionist Sir William Joynson-I ücks, der bisher Postminister war, soll jetzt zum Staatssekretär ernannt werden. Das Ereignis des Hamburger Sozialistcnkon - grosses war nach den übereinstimmenden Berichten das Auftreten des französischen Sozialisten Leon Blum, der in einer großen Rede die Notwendigkeit internationaler Versolmung erörtert bat. Blum ist ein glänzender Redner und nach seiner Rede, die den Kongreß geradezu fasziniert hat, kam es zu einer Szene internationaler Verbrüderung, die der ״Vorwärts“ als den Höhepunkt des Kongresses bezeichnet. Wenn wir darauf hinweisen, daß Blum Jude ist, so geschieht dies vor allem ans zwei Gründen. Erstens weil die deutschnationalen Schmierer schon 80 vid von der jüdisdien Wett- Verschwörung gegen!Deutschland phantasiert haben, daß cs vidieicht einer gewissen Pikanten« nicht entbehrt, darauf liinzmvciscn, daß der Mann, der heute den Mut hat, Poincares Politik der Gewalt am heftigsten anzugreifen und in Frankreich für eine Verständigung cinzutrcten, ein Jude ist. Zweitens aber, weil L£on Blum auch weitgehendes Vcrständiiins für die Bedeutung des Aufbaus Palästinas als nationaler Heimstätte für das jüdische Volk hat und daran mitzuwirken bereit ist. Ldon Blum ist ein führendes Mitglied des Keren Hajcssod-Koniitecs für Frankreich. Durch diese tätige Anteil- «alitn-c beweist er, daß er nicht nur die jüdische, sondern die internationale Bedeutung des Zionismus zu würdigen weiß. Denn die Verwirklichung der jüdisdien Heimstätte ia Paiästina wird nicht nur die Rettung für das jüdische Volk sein, sondern auch ein starker Faktor des Weltfriedens und eine Erleichterung für die internationale Verständigung der Völker. Ha ln einem Brief an die Presse beschweren sich mehrere Chaluzim, daß man sic nadv ihrer Ausschiffung während ihres Aufenthalts in der Quarantäne gezwungen hat, am Gottesdiätst teilzmiclimen. Die Beamten erklärten, daß alle diejenigen, welche nicht beten gehen, auch nichts zu essen bekommen werden. Mehrere Einwanderer, die erst in die Betstube dntrcten wollten, unterließen cs als Protest gegen diesen Zwang. Als dann tatsächlich bei der Verteilung des Essens nochmals erklärt wurde, daß nur diejenigen Essen erhalten, welche gebetet haben, erklärte ädi ein Teil der Beter mit den anderen solidarisch und verzichtete auf das Essen. Die Zeitschrift ״Hapoül-Hazair“ richtet wegen dieser Vorfälle heftige Angriffe gegen den Leiter des Immigration־}- drpartments, Prof. Pick, dent sic vorwirft, daß er statt sachlicher Verwaltung misraehististfic Tendenzen in sein Ressort hincinträgt. — Wenn sich die skandalösen Vorfälle wirklich bewahrheiten, bedarf diese Sache dringend der Aufklärung. Welches Recht haben die zur Organisierung der Ausschiffung bestimmten Organe, sidi um das Seelenheil der Ankömmlinge zu kümmern? VA1nf' ־זך' וr ( j-! (4* tuיי»^#•4^* 00 rs ' י׳ ־•?r 90 י״ *“•'v u Vorirc v׳ «fc A i'i, i chcnftc/.!gcn palSsiinensisdien Civilkomislssärs in Sir Windham Deede*, der bekanntlich vor kurzen! nach London wrücfc,gekehrt ist, hielt in einein von der English Zionist Federation cinbernfciici! Meeting einen großangeJegten Vortrag über Palästina. Deedes ist bekanntlich, ein Freund des Zionismus, der durch seine Tätigkeit in Palästina gezeigt hat, daß er die Durchführung der Brdfour-Deklaratbn als das oberste Ziel der englischen vcrwaltungsiätigkcit ,anerkennt. Die Red« dieses Mannes ist von um so größerem Interesse, als er jetzt nicht mehr durch die Rücksichtnahme auf sein Amt behindert wird, persönliche Anschauungen offen in äußern. Deedes spricht aus einer reichen Erfahrung und sein Urteil ist sicherlich das eines unparteiischen Sachvcr- Ständigen. Wir geben nachfolgend den Gedankengang seines Vorträges wieder. Deedes sagte, wenn er etwas rum Aufbau des jüdisdien Naiimmlheims in Palästina bcigclragen habe, sei cs Ihm sowohl Pflicht wie Freude gewesen; die Pflicht, die Politik seiner Regierung nuszuführen und die Freude, an dieser großen Sache mitzuwirken. Er liebe den Zionismus und sei den Juden tief dankbar, daß sic England Gelegenheit zur Au־}- fiihrung eines großen Werkes gegeben haben. Begabung und Talent der Juden können sich nicht entwickeln, solange die Juden zerstreut leben, Sic brauchen eine materielle Grundläge, genügend breit und tief, damit darauf eine jftdisdw Kultur gedeihen könne. Die jüdisdien Kinder müssen in einer jüdisdien Atmosphäre erzogen werden, auch die j&- disclie Wissenschaft werde ihre Säfte aus Palästina ziehen, feil habe, führt Deedes aus, Einstein auf dem Oetbergo reden hören. Nie ist er 90 groß gewesen, wie hier, wb Cr seine ganze Nation hinter sich wußte. Aber der Wiederaufbau des jüdischen Heims muß auch ciao materielle Basis haben. Es ist hinreichend Platz da für weitere Kolonien und genügend Möglichkeiten für große Unternehmungen. Viele Aufgaben materieller Natur sind vorhanden. Aber es wäre nicht richtig, die Sache bloß vom materieller{ Standpunkt aus zu betrachten. Hier von einem jüdischen Staat im lancHäufi« gen Sinne des Wortes zu reden, ist nicht am Platze. Dieser würdemchrSc 11 adendeun Nutzen bringen und viele Sympathien entfremden. Ein Judenstaat wurde nicht mir das Mandat stören, sondern auch die Interessen der fünfzehn Millionen Juden der ganzen .Welt in Gefahr bringe«. Er würde auch zu teuer zu stehen kommen, denn statt das Geld für produktive Arbeit zu verwenden, wären die Juden gezwungen, «8 für Nebendinge, wie militärische« Schutz der Grenzen, aifsz.ugcben, wodurch die geistige Seite der Sache schwer leiden würde. Das nationale Heim hat ebehso den Interessen der Millionen Juden, die in dar ganzen Welt zerstreut sind, zu dienen, wie derjenigen, die das Glück haben werden, in Palästina zu wohnen, Die Juden müssen nach Palästina ihre besten Menschen bringen, um ihren Gegnern sagen zu können: Wenn ihr wirklich unsere« Cha• raktcr kennen lernen wollt, dann gellt nad» Palästina, dort könnt Ihr einen richtigen Begriff von den jüdischen Fähigketten bekommen. Ich hoffe zu erleben, daß jeder Jude in der Welt wenigstens einmal in seinem Leben nach Pa״ Iästina, wenn auch nur auf kurze Zeit, kommen wird. Br wird einige Wochen in einer rein jüdisdien Atmosphäre leben und von dort erfrischt und aufgerichtet zurückkehren. So ist meine Ausdeutung des Begriffes ״Jüdisches Nationalheim“ und ich sehe keine bessere. Die Balfour-Dcklaration steht fest und unerschütterlich. Nidits in der Welt kann daran etwas ändern. Ein Volk, das nodi gestern keine Nation gewesen ist, ist es heute, Deedes verweist des weiteren auf die Lelshtngen der Palästina-Administration während der letzten drei Jaiwe und Vom Hamburger S02!alisicnlf0ngreß Die Arbeit der Poalc Zion Nach der vom Referenten des Organisationskomitccs, Friedrich Adler, Vorgeschlngcnen Stimnienverteilung für die Exekutive der reuen Internationale erhält audi der Wettverband Poa!e-2ion einen Vertreter in der Exekutive (Kaplansky). Es ist dies die einzige Gruppe, die einen intcrterritorialen Vertreter erhält, während die übrigen Vertreterschäften in der Exekutive nach den Ländern festgesetzt wurden. Die poalc-zionistischcn Delegierten sind auf dem Kongreß der Vereinigten Internationale in alle drei Kommissionen gewählt worden, Die Vertreter in der Kommission gegen den Wcltimpcriaiisnun und die imperialistischen Friedens- 'ertrage waren Ingenieur Kaplansky und Rubaschow, in der Kommission zur Bekämpfung der Reaktion vertrat Bert Locker, E der .Kommission für Arbeiterschutz Nos den Weltverband Foak-Zion, V311 Kol über den Zionismus In einer von der zionistischen Arbeitspartei ״Hitaehduth“ Anlaß der Hamburger Tagung des internationalen sozialytischen Kongresses cinberufenen Versammlung, die dein 1'hema ״Zionismus und Arbeiterbewegung“ gewidmet war, Vfircie cm Brief des Nestors der internationalen Arbeiter- Bewegung, des holländischen Senators van Kol, der schon der ersteu Internationale angchörte, verlesen, ln dem Schreiben Milt cs: ״Lebhaft bedauere ich, daß es mir heute abend b;nz unmöglich ist, in der Versammlung zu sprechen. Und tech hätte ich so gern meine warme Sympathie für das •;heben und Arbeiten der ,Hitachduih* Ausdruck ״egeben. ״je kämpft für die heiligen Rechte und die Glciclibercchtigiing der Juden, wofür auch ich sclton^ seit vielen Jahren Mine Kräfte eingesetzt habe. Obwohl immer unterdrückt, hat das jüdische Volk nie den Mut verloren und alle Greuel t4״ Tyrannei waren nicht imstande, die uralte Hoffnung auf ‘״•s neue Zion zu ersticken. Schwer ist noch immer ihr Kampf, nocii vieles bleibt den jüdischen Arbeitern zu tun *“Drift, aber ihr endlicher Sieg ist gewiß. Das_ Judentum wird sein altes Heim zurückerhalteu. _ Zion wird wieder ״“deben und die Juden werden frei seit! ,. , >ew0un9 Nach einet« Beschlüsse des tan'dcsvotfä'tändcs soll auch in diesem Jalire eine Ju״cndfültrcrta״tmg, Vertreter der Jugendvcrbändc zu einer Vorkonferenz vordem Deleg icr tentagc vereinigen. Die Ereignisse der letzten Monate haben gezeigt, daß ungelöste und strittige Probleme jn nicht geringer Anzahl zur Klärung drängen. Eine Aussprache im Angesicht des bcvarstchenden Delcgiertentagcs der deutschen Zionisten wird zum mindesten den Erfolg haben, daß das gemeinsame Ziel wieder deutlich vor die Augen aller beteiligten Gruppen gerückt werden wird. Die Jugendverhande waren in den letzten Monaten nicht mir einer ungewöhnlich scharfen gegenseitigen Kritik ansgesetzt; in der Debatte wurden unabhängig hiervon Bedenken gegen gewisse Enschcimmgcn in der Jugendbewegung• auch durch den Landesvorstand geäußert. Es hat sieh gezeigt, daß die Jugcndvcrbünclc auf diese — bisher vielleicht ungewohnte — Kritik mit bcsoliderer Empfindlichkeit reagiert haben. Man befürchtete auf seiten des Blau-Weiß, daß diese großenteils als ungerecht empfundene Kritik, weil sie von besonders atitoritaüver Stelle kam, äußere organisatorische Schäden hervorrufen könnte, während das ICJ.V. aus dem gleichen Grande eine Lähmung der inneren Arbeitsfreudigkeit besorgte. Wir sind der Meinung, daß über solchen Ein- Wendungen zu gewissen Zeiten die Notwendigkeit einer rückhaltlosen Kritik steht Eine solche Kritik soll die Arbeilsfreudigkcit anspornen. Selbstverständlich muß die Auseinandersetzung mit dem Blau-Weiß auf einer gclstigen Basis erfolgen; sie hat nicht eine organisatorische Schädigung oder Zerstörung des Bundes durch technischpolitische Maßnahmen nun Ziel. Eine solche geistige Auseinandersetzung soll, tunächst zwischen den jugendverbänden selbst, auf der Dresdener Vorkonferenz fortgeführt werden. Neben den inneren und strittigen Problemen wird dort nach unserer Meinung auch die äußere, allen gemeinsame Frage nach der Heranbildung eine« zionistischen Nachwuchses, die führt •u, a. afts: Man bat aßet was den Umständen »ach aiur möglich war. Fis Er,eie des vorigen Jahre•» konnten 27000 Juden in Palästina eiinv'anttcrn, Di« stressen Vorst;!ritte ט btrIlyUeb der lümvnndereng, Uber Äernan sich beklagt, bSttca nickt urk!:tdtrt. dreio&r viermal so viel Ja&a Im Land za bringen, wenn das Cclil dam 1n!r jjereJeht U litte. Das ist e-1, was jeder Jvle begreifen muß. Ein Land kann keine Menscher. au [nehmen, wenn der ökonomindws Poden dafür nicht vorbereitet wird, ln <kn jüdisdien Händen liegt es, daß immer mehr und mehr Juden ins Land gelangen. Von den Chaluzim sprach Deedes mit begeisterten Worten. Sie (seien moral tedum und, wenn nicht äußerlich, so dodi iimerlidi, auch religiöser als dk? anderen. So eines cinwandcrndcn Mcnschc.nmaicrialc« habe sich nodi kein Land rühmen können. Das jirJadse Volk kann mit Stolz auf wo Nicken, Zahlreiche pMkklielw Stalden balze ich unter ihnen verlebt. Vor ihrem ,,tWsclmwiffnn:׳," braucht man keine Angst zu haben, sie sind ia erster Reihe nationale Pioniere. Die größte Schwierigkeit, die zu lösen ist, ist 'die Araberfrage, i I I i! Die Araber sind falsch informiert darüber, was 'man unter einem ״Jüdisdien National!»!!«“ verr,tritt. Man hat Minen weift gemaAt, daß dies die Schaffung 01009 jüdischen Staaten bedeute und daß man sic aus ihrem Heini vertreiben »rolle. In ihrer Opposition werden die Araber bestärkt durch die falsdicn Darstellungen in einem Teil der englischen Presse. Es sei ja nicht verwunderlich, daß, wenn die Araber in der ״Morning Dost“, die sie für einflußreicher halten, als es der Fall ist, gewisse Erklärungen lesen, sie .תוnehmen, das groß« Herz des britischen Volkes schlage für sie. Diese« Miß- Verständnis müsse aufgeklärt werden. Die Araber müßten die ganze Sa die in ihrem, wirklichen Lidit teilen. Der Redner betonte, daß die Araber im großen und ganzen ihre Opjxv sition in einer aufrichtigen und anständigen ,Weise führen und daß bei beiderreitigem Ent ״egenkommen eine Verständigung «di wohl crztelcn ließe. Der Wunsch der Araber nach einem verstärkten Einfluß in den gesetzgebenden Körperschäften sei vollständig berechtigt, dagegen müsse die bri« tischte Regierung durchaus auf der Annahme der Balfour- Deklaration bestehen. Die Araber lütten ein sehr große* Hinterland von dm Miftelmeer bis zu den persischen Bergen zu entwickeln. Sollten jüdische Geldmittel und jüdische geistige Kräfte dabei mit wirken, 90 würde cs für beide Völker klar werden, daß die ErrieMung eines jüdischen Nation,iflieims in Palästina nicht allein für die Juden, sondern auch für die Araber in dem vom Minen erstrebten arabischen Reiche von Nutzen sei. An der britischen Administration »ei sowohl von arabischer als and» von jüdischer Seite strenge Kritik geübt worden. Es ist walir, sie kann nodi nicht auf große Leistungen Umwehen. Aber wenn sie mehr zu tun versucht hätte, hätte dies nur zu Unzukömmlichkeiten geführt. Das britische Prestige steht gleich hoch heute wie vor drei Jahren, wofür dem High Cominissioncr, Sir Herbert Samuel, der größte Dank gcbülirL Sein guter Einfluß, seine Klugheit •urud sein Takt haben daa Land vor großen Scliwierigkeiten bewalirt. Die Arbeit ist noch nicht beendet, aber die Hoffnung ist groß, daß der Tag naht, an dem England auf sein Werk wird stolz sein können. ‘ Der Redner hebt sodann noch' die Bedeutung des Hebräisehen 819 jüdische nationale Sprache hervor. De Universität, die Festung und Stolz des jüdischen Volkes sein wird, müsse ehestens crriditct werden, 1 Die Rede von Sir Wimtham Deedes würde mit lobhaftem Dank quittiert. Dr, S. DaieUes und Paul Goodman gaben diesem Danke namens der English Zionist Federation Ausdruck. , , i . 1 t Frag« der Propaganda mi wertesten Sinne, behandelt werden müssen. Wir werden dieser Konferenz ein Pro* gramm vorlcgen, das die Schaffung einer breiteren Basis( für die gesamte zionistische Jugendarbeit in Deutsch?!and zum Gegenstand!mt,! , 1!•״ i Der L'andesvorstand der Zion ist 1 sehen Vereinigung für Deutschland. .1 ~ י“־־..1 ' t J; Sie Zerstörung des Jüdischen TagMaflcs .Nowy Dzlcnnik״ Der Krakauer .,Nowy Daimnik" veröffanilicht einen Aufruf an d i a j ud c 119 e h a f tf für den Wiederaufbau seines durch das letzte Bombenattenfat?mtörfen Redakionsgebäudes größere Gekibrirnju ra spenden. Der durch das Bombenattentat vcrursachto Saehsrin.le.i beträgt Hunderte von Millionen polnischer Mark, es sei datier Pflicht der Judenschuft, den Wiederaufbau des ״Nowy Driennik" zu ennögliehen. (Es wäre wünschenswert, daß steh auch die in Deutschland woIiiicikIch gaJi/üscimn Juden an dieser Aktion durch größere Spenden beteiligen.) Aus Krakau wird uns gern eklet: Die Untersuchung In der Angelegenheit des llombenstleniats auf den ״Nowy ׳Dziennik" wurde mangels konkreter Beweise eingestellt, Der Woiwodschaft wurde ein entsprechender Bericht übermittclt. _ Nach wie vor ist man in Krakau überzeugt, daß die Initiative zu diesern Bombenattentat aus dem Kreia» der Ro z w0 j •Organisation stammt; Ein crpren.es Wchlvcrhalltirtgszcugnls Aw? Budapest wird uns gemeldet: Die Budapester Israelitische K u 11 u s « e m e i n d e wurde Donnerstag vom Minister des Aeußern, Daruvarv, ver- *tändigt, daß Ministerpräsident Graf Bcthlen bet seinen Bemühungen um die Erlangung einer AusiamJsanleihe große Schwierigkeiten habe, da er überall wegen der Juden- «olitik dsr Regierung mit Mißtrauen zu kämpfen habe*. Namens der Regierung forderte der Außenminister von den Vertretern der jüdischen Gemeinde eine Erklärung, welche geeignet wäre, die Regierung zu decken und bestätigen sollte, daß die Juden in Ungarn im Besitze aller Rechte «eien, w«!che der Frledcnsvertrag von Trianon den Minoritllen einräum«. Nach mehrstündiger Beratung gaben die Führer der jtktisehen Gemeinde die Lfkliirung *b, daß die Konaolidieruag der •ungarischen Verhältnisse forhehreite und daß zu hoffe« sei, daß die Juden in Ungarn die Gleichberechtigung erlanget» werden. Diese Erklärung wurde durch einen dip/onMitfschen Kurier nach Paris befördert. 1' ' ■ 's

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