Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVIII (1923)
- Issue
- Heft 41-42 (25.5.1923)
- Date
- 1923-05-25
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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1 חד- / 1, ־"%v ־־׳/ ד r״\ J •- \*»i / \ < <!(lj.kÜ0a u.Vcrla3 W15, Sächsische Sir. 8, Erscheint jeden Dicnsl.-j«!1' j',aFrc>tafl• Bezugspreis bei der Expedition 5800—M. Vierteljahr- H |:cb in Deutschland. Bestellung bei den Postämtern monatlich. 1, ’ K^ub^nttempnt* w#rci«n* in der Wibnicitf dtr •tarrlo«t> LtaiUr berteSneL j llatantct 4S/42-ף| ׳ m: r~1 r ר׳ n r ץ־" LJ i L Anzcfo.cn-V crv/altunt*: J3t!!*!clse Rtmdncliau G.m.b.ll., Berlin W15, Sächsische Slriile S. — Telephon: Amt l’fiilzbur^ 6697, 6698 u, 6699. Anzeigenpreis iiir die nchtiicspnllcncNonparcillczcilo 500M r!:״25 ,3׳ V. 1923 :r zionfsmu* erstrebt 10? das JCdisctio Volk e2S0 Schaf I׳’ür hehr,Anzeigen 15ü^AuiichJfl^. I'tir AuilandaJtiHerat« 100%V*lut1uu«dt!ag Anzeigenschluß: Dienstag und Freitng nachmittag 4 Uhr. \ r "\j ״N i=aj Telephon: Plalzburg ü697u.6698. Postscheckkonto: Berlin Nr. 17392. Für Oesterreich: Post.»parkassenamt Wien, Konto Nr. 156030. Für Tschechoslowakei: PosUpnrka.wnnmt Prag. 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Die palästinensische Re- -jcrtinß־ hat soeben die folgende Kundgebung ver- (licniliclit: ״Die I .i!ls:!ie .Regie:t:ng ist mit der Errichtung : (;ncr selbständigen Regierung in Transjordanien unter j in Bedingung einverstanden, daß der Völkerbund seine : Zustimmung־ hierzu erteilt, die neue Regierung eine > konstitutionelle sein und Großbritannien die Möglichkeit i ,c[,c:1 wird, die mit Bezug auf dieses Land übernommenen I pnrtionnlen Verpfliclitungen zu erfüllen.“ 1 Diese Erklärung wurde kurz nach dem jüngst statt- I gefundenen Besuche des neuen Zivilsekretars der pa-! gstinensisclien Regierung Brigadegencrals Sir Gilbert Ci.1vton bei Emir Abdullah von Transjordanien! jB dessen Hauptstadt Amman abgegeben. Schon i ffuhcr hieß cs bekanntlich, daß gelegentlich dieses Be- Lehes wichtige Fragen bezüglicli Palästinas und Trans-;;.dsnicns zur Besprechung kommen werden. 1 Das Resultat der Scfntwahlen In Litauen j Siebes jüdische Mandate j Kowno. (J.C.B.) Noch immer liegen keine offi-!;dien Resultate der vor einigen Tagen beendeten Wahlen;a den litauischen Sejm vor. Auf Grund der bekannt- ׳:wordenen Einzelergebnisse läßt sich aber das endjliige Resultat bereits genau festsetzen. Von den;5 Sitzen des zukünftigen Litauischen Sejm erhielt der :liristliche Block 40, die Opposition 24 (Volkspartei 16, iozialdcmokraten 8). I Die nationalen Minderheiten errangen 14 Mandate, ■on diesen erhielten die Juden 7 Mandate, die Polen 4, de Deutschen 2, die Russen 1 Mandat, i Die Namen der ncugcwählten jüdischen Abgcordden sind: Dr. Rosenbaum, Dr. J. Robinsohn, jarfunkel (Zc'frc-Zion); Roginski (kaufmännischer .dein); Advokat Finkclstein (Demokrat); RabbinerKohn- ,;::nn (orthodoxe Partei ״Achduth“). Der Name des uknten jüdischen Abgeordneten steht nocli nicht fest, j Die entsprechende Sitzung der obersten Wahl- 1 ommission, in welcher die Mandatsverteilung vor sich ,:״en 9011, hat noch nicht stattgefunden, t Die Niederlage der Opposition erklärt sich daraus, L3 die Regierungskreise gegenüber derselben einen 'äcksichtslosen Wahlterror ausgeübt haben. In vielen •Lhl:;mtern wurden die Listen der Linken einfach kassiert.;s#f diese Weise verlor z. B. die Liste der radikalen;Arbeiter etwa 40000 Stimmen, so daß sie kein einziges j'hndat sicherstellen konnte. | Posle - Zion aul deni Hamburger Kongreß. | Auf dem Hamburger internationalen Sozialisten-Kongreß!״der Weltverband ״Poale-Zion“ durch eine siebengiiedrige ׳Tgatbn, die aus den Herren: S. Kaplansky, Bert :־°dicr, S. Rubascliow, Dr. Saul Sokal, A. Reis, *w Hos, Alfred Berger bestellt, vertreten. Während der Tagung der Internationalen Ar- ,dtsgemeinschaft, deren Teil der Weltverband ist, 11»:.־ im Namen der Delegation Berl Locker. Nachdem lucrrit eingehend die Gründe für und gegen die Vereinigung beiden Internationalen erörterte, sprach er sich namens : s Vtrbandes für die Beteiligung an der in Hamburg zu ■dfcndeii vereinigten Internationale aus. Einen besonderen i‘ sdner Rede widmete er der Lage der Juden in «b 11 und klagte die Polnisch- Sozialistische '«flci (P. p. S.) an, daß sie rlire elementarsten Pflichten ■'״«iber dem Kampfe der jüdischen Minorität für ihre Rechte, selbst gegenüber der ständig wachsenden iiitisch-fascistisdien Bewegung nicht erfüllt hat Der ,־«« drückte die Hoffnung aus, daß die gemeinsame "•■";un{; an der einen Internationale dem Wcitproletariat L «Möglichkeit geben wird, die Tätigkeit der Sozialistisdien ׳;;.:n der licrrschcnden Nationen zu überwachen und tat-;Kl handelnd dafür zu sorgen, daß die Gebote der intcr-;*״toilcn Solidarität restlos erfüllt werden. L, Ne palästinensische Landespartei des Verbandes, ״Ach- •־1׳Haawoda“, hat dem Koryjreß ein Bcgrüßungstekgramm ־.:׳״sindt. ... die zionistische Arbeitsparici ״Hitachdutih״ (HapoO :f^r-Zeire Zion), die der Intcrnatbnale nicht angehört,;T,a;1 (Ra! Kongreß ein herzliches Begrüßungsschrcäieii Der SLii&Gfcaltrte! in luinSnfca .... ״uksTest, 2). Mal (J.C. 0.) Seit vorgestern ersich wiederholt neue schwer® Zusammen- .'״m: zwischen den rumänischen und jüdischen Studenten, schwer waren die fasdstischen Ausschreitungen an ■iwldsaJcadcmie, am chemischen und mineralogischen Acht jüdische Studenten wurden schwer ,.״■!and dt, daß sie der SpiUlbduuidlung zugeführt wer- , ׳׳ luiifitrn, ... ./uivmil“ zufolge Kat der Justizminist«r, »ach, einer Unterredung mit dem Premierminister der Staate- ,.,;/•,־dt den Befehl ■ erteilt, gegen die Urheber der v:;״>t1Hnntriebe das. ,Verfahre» emzuleitcn uad mit aller '1:••'־ durc'uzuiülircn. Bcvorslcl’.cndcr Besuch Emir Abdullahs In Jerasalcm Jerusalem. (J. C. B.) In Verbindung mit der so• eben veröffentlichten Erklärung der britischen Regierung, daß sic prinzipiell gegen die Errichtung einer selbständigen Regicrimg in Transjordanien nichts einzuwcnden habe, erfährt der Jerusalemer J. C. B.-Vcrtrctcr, daß Emir Abdullah schon in der aJternüchsten Zeit in Jerusalem eintreffen wird, um verschiedene zwischen Palästina und Transjordanien scliwebende Fragen, besonders ülier die Zölle und die HandelsbcZiehungen, der Lösung zuzuführen. Bis jetzt ist zwischen Palästina und Transjordanien keine genaue Abgrenzung vorhanden. Alle Einfuhrzölle für Waren aus dem Auslände nach Transjordanien werden von der Zollbdiördc in Palästina erhoben, wo auch die sonstigen Formalitäten erledigt werden. Die palästinensische Regierung zahlt an Transjordanien von den angegangenen Summen der Ein- und Ausfuhrzölle einen Pauschalbetrag, welcher dem Anteil Transjordaniens an dem Wirtschaftsverkehr mit dem Ausland angemessen erscheint Die Keren HajcssodalUloa In Amerika Wetanatms Hntlrack Die Kampagne in Chicago Wurde am 30. April mit einem Bankett in der scphardischcn Synagoge abgeschlossen. Nach den vorliegenden Berichten wurden in Chicago bereits gegen 100 000 Dollar in bar eingenommen. In Omaha wurde Dr. Weizmann ein Scheck über 32 000 Dollar überreicht. Auch in Milwaukee hatte Weizmann großen Erfolg, der sich wohl in nächster Zukunft in größeren Beiträgen äußern wird. In Minncapolis konnten 50000 Dollar in bar aufgebradit werden außer einer Reihe erstrangiger Zeichnu.igen. Dr. Weizmann ist von seiner Tournee durch den Middle West nach New York zurückgekchrt und äußerte sich über den Erfolg sehr befriedigt. Er machte diesbezüglich folgende Erklärung: ״Die Reise, die ich jetzt durch einige der wichtigsten jüdischen Zentren des Middle West wie Chicago, Minncapolis, St. Paul, Milwaukee, Omaha usw. absolviert habe, hat mir die neuerliche Bestätigung erbracht von dem Fortschritt, den der P d.lstinagedaakc bei allen Klassen der amerikanischen Judeuhcit aufzuweisen hat und der sich in folgenden zwei Richtungen äußert: Der Palästinagedanke ist tiefer in die Volksmassen cingcdrungcn und hat gleichzeitig neue Eroberungen bei unseren einflußreichen Klassen gemacht. Ich war natürlich stets gewohnt, daß die jüdischen blassen auf die Aufrufe herzlich reagieren, aber diese Massen konnten leider finanziell nicht viel leisten. Der bisherige Erfolg des Keren Hajcssod — wenn uueh dieser Erfolg nicht so groß ist, wie er hätte sein sollen und wie er es auch sein wird — ist der Stärke des Palästinagedankens bei den jüdischen Massen zuzuschreiben. Bei meiner jetzigen Tour konstatierte ich auch ein wachsendes Interesse bei den reichen einflußreichen Kreisen, das zweifelsohne in vergröBerten Anstrengungen für den Keren Hajcssod und die an• deren Palästinafonds in allernächster Zukunft zum Ausdruck gelangen wird. Der Gedanke, daß Palästina nicht mehr bloß eine Angelegenheit der Zionisten, sondern eine allgemein jüdische Frage ist, ist weit verbreitet Die tausende jüdischen Flüchtlinge, die von übcnill vertrieben werden, müssen ein neues Heim in Palästina finden. Dieses Problem muß bald gelöst werden. Ich sehe, wie alle jüdischen Kräfte durchdrangen sind von dem Gedanken des Wiederaufbaus Palästinas. Viele, sehr viele Arbeiten bleiben für die Zionisten, sie sind die Avantgarde der Bewegung. Aber es erfreut das Herz, wenn man sicht, wie die Armee hinter der Avantgarde in stetem Wachsen begriffen ist und fortwährend zunimmt.“ Dank einem Arrangement, das mit der ״American Radio Corporation“ getroffen wurde, werden von nun ab die Reden, die Weizmann in New York halten wird, in ganz Amerika gdulrt werden können. Die erste Rede, die für alle Besitzer von Radio-Apparaten und auch auf allen öffentlichen Plätzen, wo solche Apparate aufgestellt sind, vernchmbar sein wird, wird die Rede sein, die Weizmann am 13, Mai in New York im Astor Hotel hält. Der!®Eilcsldflni! la Kraton Lemberg, 20. Mai (J. C. B.), Mehrere polnische Z<!hingen in Krakau erhielten anonyme Drohbriefe der Terraristen, in welchen die Zeitungen ermahnt wurden, die letzten terroristischen Attentate auf jüdische Anstalten nicht abfällig ni kritisieren, da sonst auch die Zeitungen nicht verschont bleiben würden. Ferner kundigen die Terroristen in diesen Briefen einen blutigen Kampf innerhalb der Mauern der polnischen Sdiukrn für den Fall an, daß der Numerus clausus nicht durchgeführt werden wird. In den Briefen heißt cs ferner: ״Durch den Schlag der Bomben wollen wir die mit dem Untergang bedrohte polnische Gesellschaft aufriittcln, diese Cfc.sdlsc11.1ft, die es gar nicht bemerkt, daß sie durch das komnvunir.tische Iudcntuni überflutet wird. Wir fangen einen fürchterlichen Abwchrkampf an.“ In der Angelegenheit des letzten Bombenattcntatcs auf das Gebäude der jüdisch-polnischen Zeitung ״No wy Dz i en n i k“ hat die Polira eine strenge Untersudnmg begonnen. ■ Vier Studenten, die in die Angelegenheit verwickelt erscheinen, wurden verbotet, aber nach dein Verhör wieder frei gelassen. Im Zusammenhang mit dein Bombenattentat auf den ״Nowy Dzieimik“ erhielten mehrere jüdische Persönlichkeiten, 'darunter auch die Vorstandsmitglieder der Krakauer jüdiachcn Gemeinde anonyme Drohbriefe, in welchen weiter« Attentate angekündigt werden, , Unsere polnische Aufgabe Die letzten Tage waren wieder in besonderem M.״’e danach angetan, die Labilität der gegenwärtigen politi• sehen Weltlage jedem zum Bewußtsein zu bringen. Die verschiedenen Notenwechsel zwischen den einzelnen Staaten, die offene und verhaltene Feindschaft, die aus diesen Schriftwechseln spricht, die hcraufzichcnuc Wolke des englisch-russischen Konfliktes, die daran erinnert, daß die Auseinandersetzung zwischen den zwei stärksten geistig-pohtischcn Mächten unserer Zeit unausbleiblich ist, die Atmosphäre des allgemeinen Mißtrauens und die verstärkten Rüstungen, — dies alles scheint jenen recht zu geben, die den Weltkrieg noch lange nicht für beendet halten. Jedenfalls können politische Konstellationen, die• man 1918 für endgültig hielt, durch irgendwelche Ereignisse und Komplikationen umgcwoifcn wer* den. In einem Weltzustand wie dem heutigen ist keine politische Situation als gesichert anzuschen. Selbst wenn man nicht an große kriegerische Zusammenstöße gevvaltigef imperialistischer Komplexe, wie z. B. Englands und Rußlands (wobei immer an die gewaltige unterirdische Macht Rußlands in Asien gedacht werden muß) denkt, so bleibt doch die Erwägung übrig, daß in einer so komplizierten, von so vielen Angriffsflächen bedrohten Weltlage wie der heutigen, politische Intercsscnkonflikte bei den einzelnen Staaten eintreten können, die jedem einzelnen die sorgfältige Abwägung verschiedener cige* ner Interessen notwendig machen und zu einem Ver* zieht auf wichtige Positionen zugunsten noch wichtigerer, die dadurch gerettet werden sollen, führen können. Diese Weltlage klar zu fühlen ist unseres Erachtens für den zionistischen Politiker ein unbedingtes Erfordernis; denn auch Palästina ist ein Faktor des Interesscnspiels der Mächte geworden und die zionistische Politik, deren Ziele ganz andersartig sind als die politischen Ziele europäischer oder asiatischer Imperien, muß bestrebt sein, die Zionistische Sache möglichst unabhängig von diesem politischen Intcrcssenspiel zu machen. Daß dies nicht ganz gelingen kann, ist klar; wir werden immer mit den Beziehungen der anderen zu Palästina zu rechnen haben. Aber wir müssen versuchen, unsere Arbeit mögliehst eng jnit den dauernden und realen Faktoren des Landes zu verknüpfen. Denn die letzte Geschichte zeigt’ uns immer wieder, welche große Macht in realen politischen Tatsachen liegt, selbst wenn sie eine Zeitlang vergewaltigt we.den. , , , Wir haben an dieser Stelle seit Jahren Immer wieder darauf hingewiesen, daß es seit der Balfour-Deklaration vor allem eine zentrale politische Aufgabe für die zionistische Bewegung gab: Die Auseinandersetzung mit den gegenwärtigen Bewohnern des Landes, dem arabisehen Volk Palästinas. Leider ist die Bedeutung dieser Aufgabe nicht von Anfang an klar erkannt worden. Denn obwohl vielleicht die politischen Führer, oder wenigstens einzelne von ihnen schon damals mehr oder weniger richtige Intentionen hatten, hat man doch dem jiid.schcn Volk die Sache nicht genügend bewußt gemacht, so daß im jüdischen Volk, jn der zionistischen Bewegung, Vorstellungen von unserer Rolle in Palästina erwuchsen, die nur aus Gedankenlosigkeit, Wirklichkeitsfremdheit und völliger Verkennung der Realitäten erklärt werden können. Verführt von den schönen Klangen der Fricdenspnrolcn von der ״Selbstbestimmung der Völker“, in unbegreiflicher Nichtbeachtung des Umstandes, daß diese Parole auch für die palästinensischen Araber Geltung haben könnte, in falscher Analogie zu den neuen Staatenbddungen der von der Entente befreiten kleinen Völker, — hat man in manchen zionistischen Kreisen dem Phantasiespiel und Phrascnspicl eines durch die Balfour-Deklaration geschaffenen jüdischen National- Staates freien Lauf gelassen. Dadurch hat man nicht nur politischen Widerständen, die auf solche Nahrung lauerten, selbst die Waffen geschmiedet, sondern in weitgehendem Maße auch in den Köpfen der Juden selbst Schaden angcrichtct. Erst als die arabischen Angriffe begannen, als die arabische Delegation in London Erfolg hatte — und zwar nicht nur in reaktionären, sondern auch in liberalen Kreisen —, als jüdisches Blut geflossen war und die palästinensische Regierung durch energische Maßnahmen dem überraschten jüdischen Volk klar machte, daß ihm doch nicht alles so selbstverständlich in den Schoß gefallen war, da begann man sich allmählich, wenn auch zögernd, zu einer aktiven arabischen Politik zu entschließen. Vor dem XII. Kongreß haben wir an dieser Stelle immer wieder die Notwendigkeit betont, daß der Kongreß als die erste offizielle zionistische Vertreter- Versammlung nach dem Kriege als das zionistische politische Ziel die Schaffung eines zweinationalen Gemein- Wesens und den Willen der Juden zu einer Interessen- Solidarität mit dem zu nationalem Bewußtsein und zur Selbständigkeit erwachenden arabischen Volke deklarativ zum Ausdruck bringen soll. Ls gelang, dies auf dem . Kongreß durchzusctzcn, und es braucht wohl nicht mein• daran erinnert zu werden, welche entscheidende Rolle . diese Deklaration später im Kampf um unsere politische