Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1923-05-11 · Heft 38 (11.5.1923) · page 1

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVIII (1923)
Issue
Heft 38 (11.5.1923)
Date
1923-05-11
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/2651273-2652595-2652502-2652537--16553-2674208
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

T V/ // KD 88 ־/ A n r׳ ^״1 3,״,,_u_ .. , . JcilcaDicnsf,׳:׳« 1'Vj,׳jfjtaj;. Bezugspreis bei der Expedition 5800.—M. vicrtclj.'.hr- Sjj in Deutschland. Bestellung bei den Postämter!» raoaalltth. jwläitisl'tmofmc״** werden in. der Wihren«; der *tnrelara Lhä« berechnet. 81!!:••׳ ' 1 , 0*3 über. j 0 .־, (a r ME.i.iiüs! cnvi1״״C״ Ii'nck auf Jer, C.-V v. :liirci! *ff׳ DT zur •lci.onc’cn * Jabobi ich. Der l 8, hhuC Zuln'ircf *uftil'cn, Hcrskld «t nicht riiudunff Vor! rags Betrag vi’ügsfer 22. April *רז. Der lieber• gen im ®'.nippe ti ieacn- 00 ein Wen die <011 den werden, »rzhciin, •Amnel•; Hotel“. r 56S 3, Nacht 1, Neut ,Esther t ger, in t k: Carl { tc.iina, j tiiiücn: j eriieits• ו fühncii• j ,8 Uhr lr vor• ‘s adit 1 7 vor;!sehen :r zuholen 3r.it.0-! iUit ״Ca-׳ eoma“ 8 נ »1»; .» I.! eh :? * I«J;1raracy 38 |j :lor.hratis c?strebt rUn, II. V׳1 1923 ״ las JIMtacho Volk dla .MM'ehe Ilwulschati G.ta.b-II., Berlin V/15, SHchsisch# Str.vßa8, — Telephons Amt l’f;11zbur;< 6697, 6698 u. 6699, Anzeigenpreis für die acht:;׳ paUcncNonpareiller.eilc 500 M. C׳'ir lei r.Ari-,■:',; ׳n ihfi'.'J Au!)<-1!!»1!. 1 1 A1n!«1Ji!mcr1110tOO^V»!utB1«td1t1<i Atr.tclr'.civ.dihtQ; ])Jensta!; und I'reitnf! nachmittag 4 Uhr. Telephon: Plolzburg 6097 u. 6.8)3. Postscheckkonto: Berlin Nr. 17392. Für Oesterreich: Postsparkassenamt Wien, Konto Nr. 156030. Für Tschechoslowakei: Postsparkassenamt Pr.ij!, Konto Nr.59410. — Redaktionsschluß Sonntag und Mittwoch nachmittag. — eines• Cll her» אייר׳ תרפ^׳ג iWiraeölQ ln Pc 1 1" Von Richard L i c h t h c i m. I. . j!t Ictvish Agency und das Schicksal der Zlonisliseltcn; Orgaitisalion ZionistischcOrganisationundjüdischer ' ' Weltkongreß. ־ Es ist nach den Ereignissen und Diskussionen der;!iz(Cn Monate wahrscheinlich, daß der bevorstehende.;Eonisienkongreß sich in allererster Reihe mit organi-;!:»rischen Problemen \ו01י weittragender Bedeutung be-; Assen wird. Wohl mag auch die politische Lage, wohl!!;lägen auch die kolonisatorischen Fragen auf diesem | Kongreß ihre Rolle spielen. Doch will mir scheinen, daß | ciese Probleme des Zionismus in den letzten Jahren eine ׳:wisse Klärung erfahren haben. Es handelt sich in {unserer Politik und Kolonisation kaum noch um ganz;״.׳;gelöste, theoretische Fragen, sondern es handelt sich Juliiiehr um praktische Ausführung, um bestimmte poli-!:‘sehe und wirtschaftliche Aktionen, und vor allem urn;:e Mittelbeschaffung, die im gegenwärtigen Stadium «wohl für unsere Politik, wie für unsere wirtschaftliche ..,׳״beit in Palästina von entscheidender Bedeutung ist. Sogar das Problem, wie wir uns zu den arabischen Be- Strebungen zu verhalten haben, welches in der Tat ein Hauptproblem der zionistischen Politik war und ist, sollte j::ute nicht mehr Gegenstand theoretischer Debatten sein. Die wesentlichen Gesichtspunkte sind oft genug in un- .rer Presse und in Konferenzen behandelt worden. Die önftige Leitung wird sich gewiß mit dieser Frage ' iederum zu befassen haben, aber ähnlich wie von an- ::ren Problemen unserer Politik und Wirtschaft gilt « auch bei der arabischen Frage jetzt nicht mehr zu Dkutieren, sondern Mittel und Wege praktischer Poj.ik zu suchen. So wollen wir denn, ohne die dauernde Bedeutung;;:!זי jener Angelegenheiten irgendwie zu verkennen oder 1a verkleinern, angesichts des herannahenden X1IL Zio- 1Weltkongresses doch eine andere Frage in den Vorderrund rücken, die, wie mir scheint, jetzt zu ganz hervor-;:«enäer Bedeutung gelangt ist und von deren richtiger 35111;״ letzten Endes auch die zukünftige Gestaltung Lr Wirtschaft und der Politik des Zionismus abhängen 'viril. I Es handelt sich um das große organisatorische Pro-;&m, das mit der Bestätigung des Mandats, ־wiederum p'geiaucht ist, nämlich, ob die Zionistische Organisation {;zcli weiterhin als Jewish Agency fungieren oder ihre;Sanktionen auf andere, neu zu bildende Körperschaften; :irtragen soll. Auf der Karlsbader Jahreskonferenz hat;8 Zionistische Organisation bereits zu dieser Frage |8l'1mg genommen. Es wurde damals beschlossen, die J’rbereitungen für einen allgemeinen Jüdischen Welt-; 8grefi zu treffen, und es wurde in einer Resolution ge- ";1, daß die Heranziehung weiterer Kreise des jüü;e11 Volkes zur Jewish Agency auf dem Wege des : Htkongresses erfolgen solle. Gleichzeitig haben sich :; zionistischen Lagern Stimmen erhoben, die die Mel- 8\T vertraten, daß noch vor der Verwirklichung dieses « «:rarnnis 11 ieittzlo-nlsiische Kreise für die Leitung der '■•Hinaarbeit herangezogen werden sollten, und zwar H durch das Mittel einer jüdischen Kongreßbewesondern durch Aufnahme nichtzionistischcr Per- 811 in die Jewish Agency, die damit aufhören würde, :0811;'י mit der Leitung der Zionistischen Organisation ,י Li,! den Wert oder Unwert all dieser Bestrebungen beurteilen zu können, muß daran erinnert werden, .׳die Zionistische Organisation nach der Absicht ihrer 8;der und nach ihren tatsächlichen Leistungen war , j *d. Schon in früheren Jahren, schon vor dem Kriege, . 81׳ Kreise innerhalb wie außerhalb der Zionistischen 31!!׳'isation die Berechtigung derselben zur Wahmch- 8;:״ der Interessen des jüdischen Volkes bestritten. .:1i sprach schon damals davon, daß der Zionismus auf• müsse, eine Partei oder eine Sekte im Judentum :gilt, daß der Weg zur jüdischen Gesamtheit, zu da! l.;11 Volksmassen gefunden werden müsse. Zur ״׳'״;!düng wurde zuweilen innerhalb der Zionistischen v;,:!*1afion behauptet, daß die •von ihr angewandten "1J-cn nieiit geeignet seien, die Mehrheit der Ju- »' das zionistische Lager zu führen. Es soll nun 11 icht weiter untersucht werden, ob diese letztere ::1״;;iung richtig ist oder nicht. Wir sind überzeugt,!h.' Zionistische Organisation keine anderen Wege ׳a und keine anderen Methoden anwenden konnte, getan hat. Aber auch wenn sie in dem. einen oder v;e:1 Fall unzweckmäßig verfahren sein sollte, so חן!:;־ dies nicht den Grundcharakter der Zionistischen , •:n:'!!io״. Daß die Zionisten lange Zeit hindurch, ,ר: «lieh im Westen, eine Minorität blieben, ist frei- 5 '■'-*ihr, aber das lag nidit am Charakter der Zio- IVII1. Jr.I: 113־? PfC' .... ,;,3.:3a IRl•1* nistlschen Organisation, sondern an der gleichgültigen oder feindseligen Haltung der J*״*״•!. Zunächst konnte der Zionismus, wie eine jede «aiionalc Bewegung, nur eine Minorität des Volkes zu bevvßtcn, arbeitenden und Beitrag zahlenden Mitgliedern der Organisation machen, in diesem ganz äußeren Sinne waren die Zionisten allerdings eine Partei im Judentum, nämlich wenn man die Zahl der organisierten Anhänger der Bewegung der Zahl der anderen Juden gcgcmibcrstelitc. Aber der Idee nach umfaßte die Zionistische Organisation das Volksganze, dessen lebendigen Körper sie zu gewinnen hoffte, eben weil sie die Idee des Volksganzen vertrat: den Gedanken der Wiedergeburt der jüdischen Nation in Palästina. Dieser Charakter der Zionistischen Organisation ist in früheren Jahren in unserer Propaganda stets deutlich betont worden, und mit diesen Argumenten haben wir immer die Behauptung von gegnerischer Seite zurückewiesen, daß der Zionismus eine bloße Partei sei. Man hätte nun meinen sollen, daß in dem Augenblick des großen politischen Erfolges dieser Gedankengang erst recht in den Vordergrund gestellt werden, daß nun erst recht die Zionisten, gerechtfertigt durch die Resultate ihrer so lange bespöttelten und verkannten Politik, einen Appell an die Judenheit zum Anschluß an die Bewegung richten würden. Sonderbarerweise ist dies nicht geschehcn. Wohl hat die Bewegung immer weitere Kreise gezogen, und tatsächlich verfügt die Organisation heute über mindestens sechs- oder siebenmal soviel organisiertc Anhänger als in den Jahren vor dein Kriege. Gleichzeitig sind auch die Mittel unserer Institutionen, die Eingange unserer Fonds, außerordentlich gewachsen. Aber in all diesen Jahren Siat die Leitung der Bewegung jene Parole zur Ausbreitung der Organisation, zur systcmatischen Gewinnung organisierter Mitglieder nicht gegeben. Vielmehr sind gerade die einflußreichsten, gerade die führenden Kreise der Organisation seit Jahren von dem Gedanken beherrscht, daß in irgend einer Weise neben der Zionistischen Organisation oder an Stelle derselben neue organisatorische Gebilde entstehen müßten^, ja es wird zuweilen ganz offen ausgesprochen, daß man im heutigen Stadium nicht klug daran täte, von den Nichtv.Ionisicu den Eintritt in die Zionistische Organisation zu fordern. Man verweist darauf, daß ein großer Teil der Juden nun einmal gegen den Zionismus fcstgclcgt sei, und daß man auch von denen, die heute dem Palüstinagedanken freundlicher als früher gegenüberständen, nicht mehr den Beitritt zur Organisation fordern dürfe. , 1 leb bin der Ueberzeugung, daß die so denkenden Führer unserer Bewegung einem Irrtum verfallen sind und einen schweren, heute kaum noch gutzumachenden Fehler begangen haben. Wäre in den großen Jahren des Aufschwungs, in den Jahren unmittelbar nach den Erfolgen, also 1917 bis 1920, energisch und systematisch daran ge arbeitet worden, Juden aller Kreise, die Volksmasscn sowohl wie die repräsentative Oberschicht, in die Zionistische Organisation hineinzuzichcn, so hätten sehr bedeutende Erfolge in dieser Richtung erzielt werden kön neu, viel bedeutendere, als auf dein Wege der Gründung nichtzionistischcr propalästinensischer Gesellschaften tat■ sächlich erzielt worden sind. Die einzige führende Persöniiehkeit, die in den verflossenen Jahren diesen Ge danken der Ausbreitung der Zionistischen Organisation als der legitimen Vertretung des jüdischen Volkes für die Palästinasache mit Nachdruck vertrat, war Brandeis. Aber er scheiterte bei dem Versuch, diesen richtigen Grundgedanken in die Wirklichkeit zu überführen, weil ihm eine Zionistische Organisation vorschwebte, die in Wahrheit nichts mehr mit der bestehenden Organisation zu tun hatte. Er mußte scheitern, weil er zu den lebend! gen Kräften des Zionismus, die ihm zur Durchführung :;einer Ideen hätten dienen sollen, innerlich kein Ver■ trauen hatte, weil er die Ausbreitung der Zionistischen Organisation mit der Zerstörung ihrer Grundlagen be׳ ginnen wollte. Der Vorschlag, den er auf der Jahres׳ kouferenz in London vom Jahre 1920 unterbreitete, ging dahin, einige hervorragende Nichtzionistcn zum Eintritt in die zionistische Leitung cinrtiladcn. Dieser Vorschlag, so sonderbar er vielen alten Zionisten erschien, stand «an sich noch nidit im Widerspruch zur Idee der Zio nistischeu Organisation. Auf den Einwand, daß Nichtzionisten doch nicht die Führung der zionistischen Ge׳ sdiäftc übernehmen könnten, erwiderte Brandeis, daß sic in der Arbeit selbst zu Zionisten werden würden, und in diesem Opiimismus barg sielt der Glaube an die sieg• reiche Macht der zionistischen Idee. Gleichzeitig aber verwirrte und entstellte. Brandeis selbst sein Programm durch das Mißtrauen, durch die Abneigung, die er den Menschen und Formen des bisherigen Kongreß-Zionis-!!״ms ent«cgenbfachte. Es war die in ihm lebende oder Uun vielleicht eingefloßte Furcht vor dem sogenannten Galuih-Zioiiisnnis, cs waren die Reste des Assimilantciv tuiris in ihm, die ihn abhiclten, die vorhandene zionistische Organisation zu benutzen und mit ihr sein So blieb er, teils wnver■ Programm zu verwirklichen, standen, teils von den alten Zionisten abgelehnt, hilf wenigen Anhängern allein. Mit ihm aber verschwand dar einzige Führer, der am Gedanken der großen vvcltum* fassenden Zionistischen Organisation als Trägerin des jüdischen Palästinaanspruchs und der jüdischen Palästinaarbeit fcsthiclt. In den beiden Hauptzentren zionistischer Tätigkeit und zionistischer Gedankenarbeit, die in diesen ].ihren auf die Gestaltung der Dinge entscheidenden Einfluß nahmen, in London und Berlin, über wog bald ganz und gar die Tendenz, die Zionistische Organisation sozusagen zum Stillstand kommen zu lassen und die Heran- Ziehung der Nichtzionisten zur Palästimarbeit auf an״ deren Wegen zu versuchen. Ein höchst charakteristisches Symptom dieser Tendenz war die von Berlin im Jahre 1919 ausgehende jüdische Kongreßbewegung, die nicht einen Weltkongreß für Palästina, sondern einen Kongreß deutscher Juden auf nationaljüdischer Grundlage zum Ziele halte. Es ist heute einigermaßen schwer zu begreifen, daß die Führer des deutschen zionistischen Landesverbandes sich in ein so absurdes Unternehmen entlassen konnten. Ich habe damals »als Mitglied des Landesvorstandes der Zionistischen Vereinigung für!Deutschland dieses Kongreßprogramm auf das entschiedenstc bekämpft, aber ich stand mit meiner Opposition allein, während die anderen Mitglieder des Vorstandes sich von dem Phrasenstroin forirciikn ließen, mit denr einige unklar denkende, doch willensstarke jüngere Gesinmingsgenosscn dieses Programm vertraten. Es wurde damals von den deutschen Juden — und insbesondere von den Nichtzionistcn! — verlangt, daß sic sich Schriftlieb als Angehörige der jüdischen Nation bekennen sollten. Auf der Grundlage dieses Bekenntnisses' sollte ein Kongreß der deutschen Juden zur Behandlung der wichtigsten jüdischen Angelegenheiten cinbcrufen werden. Uin zu verstehen, wie es zu diesem Programm kam, muß man sich daran erinnern, daß es unmittelbar nach der Revolution in Deutschland aufgcstcllt wurde, Und zur gleichen Zeit, als sich in verschiedenen osteuro- [wischen Ländern jüdische Nationalräte gebildet hatten. Was dort möglich und in manchen Fällen natürlich war, sollte nun in revolutionären! Schwünge nach dem Westen hinübergetragen werden. Schüler der in Oesterreich gewachsencn Lehre von der nationalen Personalautonomie vereinten sich mit einigen jüngeren Mitgliedern der Poale-Zion in Berlin (deren Partei ja stets irgendeinen allgemeinen jüdischen Kongreß will) und zwangen dieses Programm dem deutschen Zionismus auf, für den cs durchaus nicht paßte. So kam cs, daß in Deutschland nach dem Kriege, als die Erfolge des Zionismus und andere politische Umstände die vorzüglichste zionistische Agitationsbasis geboten hätten, auf jede Propaganda für den Zionismus und seine Organisation verzichtet wurde, während die besten agitatorischen Kräfte mit gewaltigem Aufwand jene unfruchtbare Idee eines nationaljüdischen Kongresses deutscher Juden verfochten. Natürlich ohne irgendein nennenswertes Resultat. ן Ging so in Deutschland eine große Gelegenheit ungenutzt vorüber, so gilt das gleiche auch für das politische Hauptquartier in. London, wo nach dem Rücktritt Branclcis׳ aus der Leitung uneingeschränkt die Tendenz waltete, neben der stagnierenden und von den Führern selbst kaum noch beachteten Zionistischen Organisation propalästinensische Komitees und Unternehmungen ins Leben zu rufen. Freilich ging man im praktischen London nicht von so weltfremden Theorien aus, wie im gedankenreichen Berlin, Mar! bemühte sich wenigstens, etwas Mögliches, etwas Greifbares zustandezubringen, und so kam es zur Gründung des Economic Board for Palestine, eines Komitees wohlhabender englischcr Juden, die sicli für wirtschaftliche Unternchmungen in Palästina zu interessieren begannen. Gleichzeitig aber wurde ein Versuch zur Gewinnung der Nicht• zionisten für Palästina auf breiterer Grundlage uhternommen, und zwar durch die Begründung des Keren Hajessod. Ursprünglich war der Keren Hajessod nichts anderes als ein großer Samnielfonds, der von der Zionistischen Organisation geschaffen wurde, um die Geld« mittel der judenheit für Palästina zu mobilisieren. Niemand dachte etwas anderes, als die Gründung des Fonds a,uf der Londoner Jahreskonferenz von 1920 verkündet wurde. Bald aber bestrebte sich die Leitung des Keren Hajessod, die im Kampf gegen einen Teil der da« maligen zionistischen Leitung (Simon, de Lieme) entstanden war, diesen Fonds als ein selbstiiniges Unternehmen, als ein nichtzionistisches, neutrales Kolonisationsinstrument, ja als eine Art besonderer ״Bewegung“ neben dem Zionismus einztmihren. Der Gedanke, von dem die Begründer und Leiter des Keren Hajessod erfüllt waren, bestand wiederum (negativ) in der Meinung, daß die Juden für die Zionistische Organisation nicht zu gewinnen seien, und (positiv) in der Iloffnung, daß um diesen neutralen Fonds sich weit mehr Kräfte als um die Zionistische Organisation sammeln würden. Diese Hoffnung erfüllte sich nicht. Die Arbeit für den Keren Hajessod wurde überal( fast; ' I י" י 1,v ו ׳ti!׳»« , 1;,־!»י 4!8 138־1 ׳. נ! bf i ׳; 1;'V IC,!; 1:1 \ ירי , נ f•״ , H ’ v,׳f 1 r;!נ; v

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.