Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVIII (1923)
- Issue
- Heft 33 (24.4.1923)
- Date
- 1923-04-24
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Platze t re des j g'sclicr; Pi״S«! 1 רs z«! 1 I litische j■• die:׳-'r | gundet I JDEDISCHE RUNDSCHAU Seite 107 י»;• ו 1• y *s afj .en «.t» w 1 B&rot Die iVIaasscr• Ordnung Die Maasscr-Forderung bat In Deutschland dazu geführt, {ן" System der Maasser-Zählung auszubilden, das seinen Iicstcn Ausdruck in der Maasscr-Ordnung für Deutschland findet Die Maasscr-Ordnung, die an das System der Staat* liehen Steucrveroidmmgvn angclchnt Ist, hat sielt jedoch infolge der steigenden Geldentwertung: als unzweckmäßig crwicecn. besten veranschaulicht dies die Tatsache, daß, während מ1ן Jahre 1921 die Eingänge des deutschen Keren HujcsrxJ 13000 Pfund Ixtrugen, die Eingänge im Jahne 1922 sich yoß auf etwas über *1000 Pfund beliefen, Nur rilm'iliHch gelang es, ein System zu linden, das der Gefaltr der Ent* wci'tung der bereits abgegebenen Zeichnungen begegnen kann. Die einfachste Art wäre wolil gewesen, die Zeichnungen nicht j-j Papiermark, sondern in einer wertstabilcn Valuta d>* geben zu lassen. Dies ist jedoch bei der Mehrzahl der An* ״«teilten und teilweise auch bei Kauflcuten nicht möglich, bei denen sich das Einkommen absolut nicht der Markerrtwer* tung anpaßte. Auch die Aufstellung eines Indes, nach, dem j!ch die Zeichnungen automatisch erhöhen sollten, stieß auf Schwierigkeiten, 60 daß man sich gezwungen sah, auf das* seihe System zurückzugreifen, welches der Staat bei der Sfcucrteistmig anwandte. Es ist das System der Vor* jcUtißzahlungcn. Das Zentralkomitee hat sich in seiner letzten Sitzung mit dem Maasser-Probkm beschäftigt, eben* (3119 eine Zusammenkunft der Vertrauensleute des Keren Hajessod, über die bereits an anderer Stelle berichtet wurde. Edden Konferenzen erschien als das zweckmäßigste System <ja3 oben erwähnte. Demzufolge hat die Leitung des Keren Hajessod im Einverständnis mit dem Landes Vorstand beschlossen, in diesem Monat mit der Einziehung der erste« Vorschußzahlung auf Grund des Einkommens des vergangenen Vierteljahrs zu beginnen. Diese Vorschußzahlung soll wie folgt entrichtet werden: Bd Angestellten und solchen Gesinnungsgenossen, die da jeden Monat übersehbares Einkommen luben, der volle Maasser für die vergangenen drei Monate, der im allgemeinen rach Abzug der zulässigen Abzüge ungefähr 6% des Bruttodnkommens beträgt, bei Kauflcuten und solchen Gesinnungsgenossen, deren Einkommen monatlich nicht zu übersehen ist, eine Zahlung von 10 ״/• des Verbrauches, (wobei der Maasser für das ,Mehrcinkommen erst am Ende des Geschäftsjahres zu ent* richten ist), und zwar soll bei der endgültigen Maasserfcstsetzung׳ einer eventuellen \vejtcrcn Geldentwertung Reelle»ung getragen werden. . Dieses System verhindert,' daß der Keren Hajessod durch die Geldentwertung dauernd in Mitleidenschaft gezogen wird und ist bedculcnd übersichtlicher als die bisherige Maasser- Ordnung, indem diejenigen Gesinnungsgenossen, denen cs tatsächlich ernst war, ihren Maasser zu entrichten, stell selbst nie darüber klar waren, wie sic denselben eigentlich leisten sollen, da das Einkommen des vergangenen Jahres, in Mark ausgedrückt, eine verschwindend kleine Summe gegenüber dem späteren Einkommen war. Wenn eine Schwierigkeit der Durchführung dieses Systems entgegensteht, so ist cs die Tatsache, daß ein Teil unserer Gesinnungsgenossen ,'noch nicht seinen Maasser für 1922 entrichtet hat, so daß nun an diese mit der Forderung herangetreten werden muß, ihre erste Vierteijahrsznlilung zusammen mit dem Maasser für 1922 zu entrichten. Es wird die Aufgabe der Ortsgruppen und der Vertrauc.iislciite des Keren Hajessod sein, dieses System zur Durchführung zu bringen und auf diese Weise zu erreichen, daß die Eingänge des Keren Hajessod sich absolut erhöhen. Daß trotz der schlechten wirtschaftlichen Verhältnisse dies möglich ist, beweist die Tatsache, daß die Eingänge des Keren Hajessod im Monat März bedeutend höher waren, als im gleichen Monat des vergangenen Jahres. Gerade jetzt, um in niclitzionislischen Kreisen immer mehr der Ge* danke Raum gewinnt, daß für den Auibau Palästinas wirklich erhebliche Opfer gebracht werden müssen, ist e» unbedingt notwendig, daß unsere Gesinnungsgenossen als erste dem Maasscr-Gcdankc* volle Geltung verschaffen. Die Vierteljahr* liehen Vorschußzahlungen sind der Weg dazu, wenn Keren llajcssod-VcrtrAucnsleute und Ortsgruppen dieses System mit aller Energie zur Durchführung bringen, Südafrika Das Keren Hajessod-Komitee der Zionistischen Föderation in Südafrika gibt seinen Bericht über die Tätigkeit im Jahre 1922. Dia Arbeit wurde durch die Anwesenheit von Schinarjah Levin aufs stärkste unterstützt. Das Ergebnis der Kampagne wurde stark durch die allgemeine wirtschaftliche Depression beeinflußt, so daß die in Aussicht genommene Summe von 100000 Pfund nicht• erreicht werden konnte. Es wurden 35009 Pfund eingenommen, die gesamten Zeioh* ntmgcn betragen 00000 Pfund Torliivfif ZinnUtlifcho Vfr#ln!g«״r, IWKn O 13. [tef<Mttr»S• Totephn(,( Zontram 1w׳.r-c>i0n5fk״nt» jjo, 1101)11 Hart!« .NW V, .C1»n<>*.»v*rwn!tn1u: der B. Z, V, »b«n11« 8 Wir »39 Bthziha( lUr»*rt*n MUtwocli, tUn s», April «reff» Soriwrat, |m i'rop«R«n1i*Ter»,et»IU»1:. Herr Bun* GoiUr; ״/.lonUma«, Aa'.U«»lU»m1• »*4 s»U«m»l de>«t1Gh«1 JatlfSHtBRü,** Bl® Kifegli*!« werde» ßebüton, UUei« •iniaführen. ^fapp»a Ost־, in TJpl־׳r.־;nUn, ÖrolfrwiiltUr 8h*. 3^ Herr Dt, K»»u«1«od: m*>U poiHUfho tere «ad di• fordertife* iee siehst*» ^ioai1tr1Bkoa^r«1»e<»N n*p0ra.1Jrtstfy, Kurea« Arlo»oro.T («ieh• tm(®»)» nortDörfifftr, <?.*n April 8 Uhr K\t’%1n*x Harliner 1nt%rt>A|Uräe• Vajemeth Im Hof (iioior 8aal), Gf»or^en*tr. ff0f״en״iber Bahnhof J>'rtednrh*tr»t’<'. Tagcaortluursg'i t Horr iiio hsg« che Keren K«.Jc1uao‘h tuiii laine gR’imwhrtlgo ln F0.1Istln%, % Herr l>r. Ariosorcoli Da« ClrD:1<lprin*!p dr» Kaiionalfond■ und MefeWIen der Kolc*nifip>1!oa *tif Haffonalfond^botlen, B» U«rr Dr, Beeil IHe Ar^sH d«e Karou K*j@1neUt Lejier-aal in X'oni,׳oh1enB, iu^b^uoader• die Dar^bifdliJtunig des Jadjur^Driroe ha Berit», G rappe fi01 «ad IUaawefei, 8. Qnjpp• a» 12. ftn«, ia ICHrtme FoU'iSktö», Hnaliitdl 1I/1A I’ropÄg»ndav«ranhUIln«?r. Jfldlfioliei■ Ahend. An« dem rrooreromt Anspraohe von Dr, Belci» Na^lert *Weg und ZitiU der Jüdischen iii^ndbftWMtnmiE*, -E«th*r“, ela K*«tspielr BobaUiduo Ohhre, \Joberi־e*chaD^0D» Tomuol*. Karten an der K»««#• Lebensfragen der ju* dm Jüdinnen Europas zu gemeinsamer Arbeit Well-Kongreß jüdischer Frauen Der Council of J t wi sh Wo men, Amerika, ladet die jüdlsdvm Frauen Europas und Amerikas zu einem1 Weltkongreß ein, der vom 6. bis 13, Mai in Wie* stattfiuden wird Der Kongreß, der sich mit den disrheu Frauen beschäftigen wird, *oll und Amerikas Gelegenheit geben, sich fester zusstinmcnaricliliefk'n. Das Programm enthalt Vorträge Ober Auswanderer• fiirsorge (bcronclers für Frauen und Kinder), KinderundFraucnschutz,religiöseundpidagogi*che Fragen, Der Council of Jewisli Women erwartet eine rege Besdiickuiig des Kongresses durch die jüdischen Organisationen, und!rafft, daß auch viele interessierte Einzelpersonen (jüdische Frauen, die von keiner Organisation delegiert werden) an dem Itkongreß tcilnchmen werden. Weitere Auskunft erteilt die Sekretärin de» Council, Mrs. Elhior Sachs-Banr, c/o Anglo Austrian Bank, Vienna. Bonnabona, de» SS. April •tandj % Uhr U hpTi BsUrAigrepp« der 89dw«}(]!el16« ▼orart•« In <1m Woluiastf de!« Unrm Karpin, B«rUjiU0k«9iv. (»ui Dahiihot HtegUt«) . Teritbend. Be>pr«cli»ng dar »•»»1U& Erotgni^e» in VklÄiHn», 4»»»: Gu&lH;*« Bel- Di» HifglieJör oehsi AD;־:oh^ri0״n worden am E»111f«tob*9 and pÄokillaboi Drsoheiaon gebeten. An die rumänischen Jaden in Berlin! Eine Verordnung der rumänischen Regierung giht bekannt, daß denjenigen Juden, denen nach § 131־ der neuen Verfassung die Staatsburgcrrcchle zustehen, eine letzte Frist von drei Monaten gesetzt •wird, zur Erlangung der Einbürgerung. Die rumänische Kolonie zu Berlin beabsichtigt für die in Deutschland wohnenden rumänischen Juden in einer ge* melnsamcn Aktion die Ausstellung der Urkunden als Bürger zu erwirken und ersucht alle Interessenten, sich umgehend an Herrn Leo Landau, Berlin C, Gontardstr. 1, zu wenden, •ttnfl• 8V! Xüa BisoSMUiitr, tra Helm, Uolligcgdttdr. 83 vortr»s voa Uuaw#r Uobnrt Welch: ״Y<m 4«* )tlUlhuriHlU AihdtcrtelKn.** Hoot»gr, den 00. April »b»3d! 8 Uhr firapps Cberloll.Bbirtr, Im Kwlno*tl(nt*t1r»na, WUra»r«(tortar«tr. 106 Vortrag von U.rrn l»r. KoUaniohori ״Zloal(t,»ko*rr••• ■■d W<lta»»grMl." Dionitt?, Joa 1, MM •HanAt Vlut Ütspp. Norf, Im V«rw»Uong«1robSu<t• d»r Jadiiohto Onaalad^ lloionilr, 3/1, Hort Brfaktaar Waldmaoni 1׳:״» KfKonnXrttg• l■!• <«• StaolinM tai ihi• Zrtoiaentu•■‘* BspoZl-BauIr, io «t#r T»r«n(rel Pf(״fI״rborg■ r-'.hSntiauMr All•• IM i»«tfr THllfh• Vo)kn-Ver,»u<mU■«. Tbemui ״»er IH. Konsi-r•• •■4 dl• Oxjadea.« Eeitneri Olnyiru Urünberg, ökwtreW, Dr. M»x Str•«••. Mittwoch, d«a 8. MM •hanAi B Vär firoppo Ost, in doi» üoloasMen (woiOor SsM). Qr*lfaw»'d«r Btr. 333 Herr liedakt»ar WMdmaiui( nZI0nlsmo1, Aatltaultl•■■•, ■»tloulitiUek• äadentnm•. n.poül*n״Mr. Xurn• Blamhir* :•loh• nr.tin». B*p05l lltiMr, Im Holm, UoUlg.geliUtr. 63 ärfon Ulttwoeh *bweohsoltul xvnr«us voa Oh»w«r ArloiornQ: >pO*«eHl«ht, (■4 The•■!• 4•• 10«l»ll»tUet1•• Zlonl•«:•«" and Kursa• von Ob.vrer Blambtre•: ״IBilUchs Unchletite voa den itletten Zell«« bl, •er fr»11«C1l»ch•» II•?•* 10110■ Beter Dulichilditlguag der nlrUehsfillelio» *on••!•.‘‘ J«d*n Monteg le*r*hr»4 —• Gemeinsam« LeVtür• doi ״HapoSl •H*«»tr'. Der Anliscniitismus in Rutuänftn Die Hoffnung, daß nunmehr dem gegebenen Versprechen der Studenten gemäß, an den rumänischen Universitäten Ruhe herrschen würde, hat sich als trügerisch erwiesen. Am 16. April, dem ersten Tage nach den Osterferien, haben an der Buka* rester Universität wieder einmal wüste antiscmiuschc Ausschreitungen begonnen, De jüdischen Hörer wurden aus den Hörsaleu auf den Hof der Universität gejagt und verprügelt Die zu® Schutze der Juden vor der Universität postierten Militär* und Poiizcimannschaften haben dem Treiben untätig zugeschen mit der Begründung, sie könnten nur im Einverständnis mit dem Rektor den Hof betteten, da cs sonst als ״Verletzung der Autonomie" der Universität ausgelegt werden würde. Rektor und Dekane haben es aber nicht für nötig gehalten, die Schutzorganc aufzufordem, den Prügeleien ein Ende zu machen. Die Studenten Herseovici Und Fein- Silber wurden schwer mißhandelt. Es mutet wie eine Ironie M, daß der Kultusminister Angelescu am zweiten Tage der Krawalle im Ministerrat erklärte, daß an den Hochschulen wieder Ordnung und Ruhe ist Die antisemitische Bewegung scheint sich diesmal nicht Juf die Universitäten beschränken zu wollen, sondern auch die Beamtenschaft zu ergreifen. Höhere Staatsbeamte versehen den Dienst geschmückt mit dem Hakenkreuz; wenngleich dieses Abzeichen in Rumänien als pangcnnamstiscli verfönt ist,_ , . . , .0,5 •״, * ' ' ¥ '■ WB Jüdisches Kulturtheater Von Felix Ziege-Schiei1. Wir haben ln unserer vorigen Nummer den Artikel von Dr. Bab über das in Vorbereitung begriffene Jü dische Theater gebracht, das des allgemeinen Interesses wohl sicher sein kann. Wir geben heute dem Re gisseur des Unternehmens das Wort. Red. d. ״Jüd. Rtlsch.“ Jüdische» Theater . . . Unwillkürlich riditen sich die Gedanken auf das jüdische Künstierthcater, das wir im vorigen Jahre erleben durften, Seine aus stärkstem jüdisdien Fühlet» geschaffenen Leistungen, jüdische Kunst im besten Sinne des Wortes, werden wieder lebendig. Aber nicht von ihm soll hier die Rede sein, sondern von einem geplanten jüdischen Theater, das in deutscher Sprache jüdisches Empfinden rum Bühncnlcbcn erwecken 90il. Ist das möglich? Laufen wir nidit Gefahr, aus besternt Wollen der Assimilation Vorschub zu leisten und den Willen zur Jüdischkeit, die Renaissance de» Juden zur Nation zu schädigen? Das russische Theater Stanislawskis Ist erwachsen aus der russischen Sprache, aus russischem Wesen, Die Kraft des jüdischen Künstiertheatcrs wird genährt vom Jkklisdien, der Sprache des Ostjuden, von seinem tiefen, energiegesd»wellten jüdischer» Empfinden, von alter ostjüdisdier Kultur, Was haben wir Wcstjudcii dem entgegenzusetzen? Wirklich nur Zunscren absoluten Willen, wieder Jude zu sein, wieder jüdisch, rein jüdisch zu empfinden? Aber uns ist die deutsche Sprache dassdbe, was den Russen die russische, den Ostjudeu die jiddische Sprache ist. Wir sind fällig, in ihr unser •jüdisches Empfinden rein aus klingen zu lassen. Ich erinnere nur an Richard Bcer-Hofmami, Arno Nadel, Arnold Zweig u. a. — Doch «ns fehlt die russische, die ostjüdiscl» Nationatkultur. Wir *Im! alle mehr oder weniger assimiliert. Und hier liegt die Schwierigkeit, wenn nicht Gefahr ...? — Jedoch wenn wir fähig *md, trotz unserer Assimilation* infizicruug in deutscher Sprache jüdisch »tu empfinden, sollen wir unfähig sein, unseren Empfindungen au dt auf der Bühne ein wesentliche* Gesicht zu geben? Theaterspiclen ,ist nichts andere» als dio Kunst, dem ge fühlten ,Wort die ihm adäquate spielerische Ausdrucksfornt zu geben, Oder mit anderen Worten! De Kunst, Wort und Körper zu einheitlichem, harmonisdtem Artsdruck zu verbinden. Je stärker unser jüdisches Empfinden, so leidttcr und sidterer ,werden wir ihm eine ilun׳ wesenseigene Ausdrucksform —־ oder als Schlagwort: einen, jüdischen Stil — geben können. Und das ist das Ziel de* jüdischen Theaters. Nur intensivste, zictentschlossenc Arbeit kann dieses Wollen Wahr■ heit werde!» lassen. Jeder einzelne, dem an einer Renaissance des jüdischen Volkes und der jüdisdien Kultur liegt, muß helfen. Sei cs durdt ideale oder materielle Unterstützung. Es gilt, jüdische Kulturwerte zu schaffen! Die psychischen Vorbedingungen für da Gdingen sind gegeben. Ob es ein Erfolg wird —. Ihr entscheidet t»t Gesucht Emanncl Rosenthal wird nochmals gebeten, seine Adresse anzugeben, da die an ihn abgesandte Post nach Duisburg ihn nicht mehr erreichte. Sollte jemand seine gegenwärtige Adresse wissen, so bitte ich, dieselbe anzugeben m Leo Biaberg,, Hagen i, ,W״ Alten hager.er Str, 24 Jüdischer Schclverein E. V. Hebräische Sprachschule, Berlin X. Semester. Anfang Mai eröffnen wir neue AnfängerkUtsenl für Erwachsene. Die Vorbesprechung zweck* Festsetzung des Stundenplanes findet Montag, den 30. April, 8 Uhr abend«, in der Hochschule für die Wi*sen«chaft de» Judentums, Artillerie• »traDe 141, statt. In den Klassen für Fortgeschrittene können noch Neuaufnahmen erfolgen. Wir haben die Vill. Stufe unserer Stände in eine Seml* narklasse umgcwandelt, wo zunächst Lehrer für Anfängcrklassen in hebräischen Sprachschulen ausgebildet werdet» sollen. —- Vorläufiger Stundenplan: Sieben Wochcnstundcn mit folgendem Unterrichtsstoff. Hebräische Grammatik: Laute, Formen* und Satzlehre (gründliche Durchiwlimc und wissenschaft'.ichc Behandlung). — Neue Literatur: Belletristik (Werke Mendel«) und neue Dichtung. — Schriftliche Ucbungen: Uebcrsetzungen aus dem Deutschen (Ibsen) und freie Aufsätze. ~ Bibel: Das Buch Ijjow (ganz), — Talmud; Traktat Awvxta sara. : Sprechstunden bi» auf weitere»! Montag, 8 Uhr abends und Donnerstag y׳fi Uhr abends ln der Hochschule, Artilleriestr. 141, Zimmer 4. — Schriftlichen Anfragen bitte* wir Rückporto beizufügen. ■ N. Berggrün, Charlcttcnburg, Pcstalozzistr. 54a. Die große historische Rolle des Keren Kajemeth Im Aufbauwerke Palästinas ist in ihrer ganzen Bedeutung noch lange nicht erfaßt worden. — Beim XIH. Zionisten* kongreft wird der Keren Kajemeth, auch schon im Hinblick auf seine kolonisatorische Tätigkeit in den letzten zwei Jahren, viel stärker in Erscheinung treten, als je zu war. — De Nationalfonds-Kommission für Groß-Berlin hat sich deshalb veranlaßt gefunden, einem Kreis interessierter Gesinnung»• genossen wiederum einmal die Bedeutung dos Keren Kajemeth vor Augen zu führen. In einer für Donnerstag, den 25. April, abend» 8 Uhr, im Russischen Hof (Roter Saal), Georgenstr. 21/22, gegenüber Bahnhof Fricdrichstr,, einbe* * rufenen Versammlung wird Herr Dr. Arlosoroff über das Grundprinzip des Nattonalfonds und Methoden der Kolo* nisatton auf Nationalfomlshodei» sprechen, während der euro* päischc Sekretär des Keren Kajemeth Herr Adolf Pollak einen Bericht über die Lage und Tätigkeit in Palästina und Herr Dr. Albert Baef über die Arbeit in Deutschland geben wird. Alle Zionisten, die an einer ernsten Erörterung der zen* traten Probleme unseres Palästina-Aufbaues Interesse haben, sind zu dieser Versammlung willkommen, Vortragszyklus über ״Kongrcßproblcrae" Innerhalb der Sonnabend-Veranstaltungen der Berliner Or* gnnisatiou des ״H np 0 i 1 * H * 1 a i r“ findet eia Zyklus von Vorträgen über ״Kongreßprobicme“ statt, der den Chawerim, wie mich weiteren zionistischen Kreisen Gelegenheit biete» soll, den ganzen Umfang der Fragen, die den 13. Kongreß beschäftigen werden, kennenruiernen und zu diskutieren. E* werden hieran zum Teil Chawerim des Misrad Haraschi der Hitachdut (eilnehmen, welche unsere Stellung zu diesen Fragen auch auf dem Kongreß selbst zu vertreten haben werden. Die Reihe beginnt am Sonnabend, den 5. Mai, mit einem Vortrag von Chawer Dr. Max Strauß über ״Zio* nfstisehe Politik“ und werden dann wie folgt fortgesetzt: ״Bodenfrage"; Referent: Chawer Mai Sonnabend, den 12. Dr. Albert üaer; Sonnabend, den 18. Mai Chawer Dr. Ahraham Sonnabend, den 23. Mai ״Organisationsfragen"; Referent! katznelson; ״Organisationsfragen"; Referent! Chawer Dr. Heitmann; Sonnabend, 2. Juni: ״Kolonisation“; (Retcrent noch unbe• stimmt; Sonnabend, den 9. Juni: ״Finanzfragen"; Referent: Chawef Dr. Chajim Arlosoroff. Beginn der Vorträge: 8>/j Uhr abends. Ort: Zionistischer Jugendverein, Hciligegeiststr. 52, I. .4 י!••' •<-־> Persönliche». Am 23. April 4. J. feiert« unser langjähriger, treuer Gesinnungsgenosse, Herr Eduard Gelber, Duisburg, seinen 70jäl1rigen Geburtstag. Unsere Bewegung hat in Herrn Gelber einen eifrigen und opferwilligen Mitarbeiter, und insbesondere der Nation&lfonds, dessen Vertrauer.smann er seit vielen Jahren ist, ist ihm für *eine Iifngcbcnde TiUigkeit zum tiefsten Dank verpflichtet Wir bringe* dem Jubilar unsere herzlichsten Glückwünsche da!s »»»*.. . T! t. |H ־• t): '׳t ji' h,, ¬י t\ ii ' ־" ,1! 1V*. ,• i- 1-1; ' f f!r? 1 .1•!’ 'i־^ M H,