Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVIII (1923)
- Issue
- Heft 31 (17.4.1923)
- Date
- 1923-04-17
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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Postsparknssenamt Wien, Konto Nr. 156030. **Ur *®c‘lcc'10׳,I°waLcl1 l'ostj.parkasscnamt Prag, Konto Nr.59410. ־־־ Rcdnktionssc!duß Sonntag und Mittwoch nachmittag. — א׳ אייר׳ תרס״ג XXVIII. Jalirg. a:r Zionismus erstrebt für cäaa Jggtscha Volte dHa SchaUu:^ einer CfZcnUlch - rechtlich gcslcherton Kalaallitta 11« PaT״ .8*415: ־Baseler Programm.« .1$י I §0f זי'יז';!י Kt.*'[׳ ‘ At1;;rirSj. ־ ■ Pi ־* יי׳,- i״£L;:' t.l 10־;, *atirn« ,.יו ז}2> *!.•זזו rila K>* S:3׳rolr.c: :׳!«ÖnpUif/' tchiiojjj'' fQ t. Qsnpni O. fonnigo ."1ז1י ׳000 i ■n!S I ךך רן ®er pas Ncbi-Miisa- Fest — D£r High Coraaiissfcacr — Else Umierredun{) mit Col. Kisch ItolltUK» & Bnndaokia. i.ü 1X1'p! •i 1. L icitcr. str.lß Mord«» E5ilf 7ts 01 « iburg: f r־״! fl bi E»rr ®*fe•“1 ** *■**׳ I 1D I und enst »Ort RW. Jerusalem, 2. April, Das Nebi-Musa-Fcst ist in Rulle vorüber• -!gangen. Sonntag war der Festtag aller drei Religionen, internationale, übernationale Charakter dieser unverglcichlichen Stadt wird an solchen Tagen besonders 5t1rk bewußt. Leider hat der gemeinsame geistige Be- X, die Idee Jerusalems, noch nicht ihre einigende Kraft ׳;tiviuit. So wird auch der gemeinsame Festtag zum Streit׳!׳״! statt zu einem Fricdenssymbol. Von allen Religionen, die um Jerusalem wetteifern, ist heute an-;::!einend•'die moslemische die stärkste, nicht nur, weil Jerusalem■ in moslemischem Land liegt, sein zentrales Heiligtum d;e Omar-Moschee, sondern auch an deinennrrr Urkraft, die noch nicht durch alle Phasen der Aulkläntng und Zweifel gebrochen ist. Bei den Muslim vollzieht sich die Feier noch in der alten Form׳ der Wallfahrt, wie vielleicht zweitausend Jahre zuvor an J.selben Stelle der Zug der Pilger zum Heiligtum Israels rollte; der Anbück des imposanten, endlosen, geschmücklen Zuges mit seinen flatternden Fahnen, der Buntheit der Farben, ekstatischer Musik und Tanz und Gesang, s!) diese orientalische Massenkraft erweckt Vorstellungen;versunkener Zeiten, die vielleicht unsere eigene Ver- ־oigenhcit waren, aus denen wir aber losgelöst sind — ,!;oute ist Jerusalem moslemisches Heiligtum. Niemals ‘ vielleicht fühlt man so deutlich wie hier diese Tatsache, irit der wir zu rechnen haben, und der wir auch mit;,!er Peinlichkeit und Sorgsamkeit in unserer Praxis üedimmg tragen müssen. : . Die große Prozession ist natürlich für die arabischen;Politiker eine gute Gelegenheit zu aniiziomstischcr;Demonstration. Die Regierung hat alle Vorkehrungen getroffen, um Unruhen vorzubeugen. Die Jaffastraße,!besonders das Jaffator waren mit indischem Militär bcj setzt, am Jaffator waren Kommandanten des Militärs;Md der Polizei sowie Gouverneur Storrs selbst postiert; in der alten Stadt an allen wichtigen Punkten starke ',Gendarmerieposten und Maschinengewehre, sogar die;Hälse von MitraiHeusen sah man an einigen Orten über die Mauer ragen. Schon seit einigen Tagen patrouillieren .?anzerautos mit Militärabteilungen durch die Stadt, um Tie Bereitschaft des Militärs warnend vor Augen ־zu; führen. Diesen Vorkehrungen ist es zu danken, daß!5 zu keinem Zusammenstoß gekommen ist. Die Demonj stranlen begnügten sich mit der Absingung von anti- : •:mtischen Liedern und mit Rufen gegen England Ad gegen den Zionismus sowie Hochrufen auf Musa " Hm und sogar Mustafa Kemal. Im übrigen aber '־.elien diese Pilger einen sehr friedlichen und gutä%en Eindruck. Man erzählte mir, daß das große ,Militär- und Polizeiaufgebot auch in früheren Jahren As nötig ge wesen ist, weil an diesem Tage, wosovielc;Ansehen an einem Ort zusammenströmen, es immer ב irgendwelchen Zusammenstößen und Streitigkeiten Taimen ist, auch solange es noch keinen organisierten Uitizionismus gab; die Leute sind nicht gegen die feien gezogen, aber sie haben sich untereinander ge- : eilten und oft sogar ernstlich bekämpft. Auch diesmal W es beim Aufzug zu einem kleinen Streit: Die Leute *n Schiebern (Nablus), die schon Freitag hier angefemnen sind, sind den Leuten von Hebron entgegen-?zogen, und es kam׳ zu einer Auseinandersetzung dar- Ar, wer den Zug führen soll. Der Streit wurde dann 6״wiegt, aber es ist gut vorstellbar, daß solcher Anlaß ‘Tiweitergehende Folgen haben kann.. Während des Aufzuges der Hebroner am' Sonntag ■:® die jüdischen Gassen der inneren Stadt streng *־'!fcspcrrt; so kam es, daß die Juden auch zur Klage- Auer nicht gelangen konnten, und viele jüdische Beter [Aten umkehren. Diese Tatsache hat in der jüdischen;ütentlichkcit eine gewisse Erbitterung hervorgerufen, •sich in der Presse Luft macht. Man protestiert da- ,An, daß die jüdischen religiösen Interessen schlechter ״;handelt werden als die der anderen Konfessionen. Tfer hätte man eine christliche Kirche in demselben ,־"nicht zu schließen gewagt, aber den Juden sperrt An den Platz, der am Pcßaclvfcst das Ziel vieler Beter ,;" nur aus Jerusalem selbst, sondern auch aus der jisiinensiseken Provinz und sogar aus dem Ausland 11 Amt ersten Mal seit Jahrhunderten sei den Juden ' 11;mal die Möglichkeit genommen, zur Klagemauer zu <•01:׳. Dic Stimmung gegen die Regierung ist hier 1;M so verbittert, daß man nicht die Leistungen an- Uennt, nicht die Tatsache, daß das Fest ohne jeden [*'feilenfall vorübergegangen ist, sondern jede kleine;Ache zu CinCr Staatsaffäre aufzubauschen sucht und ,Jir die Zurücksetzung der Juden klagt. a her Jischuw ist in seinen politischen Empfindungen 1,;י" Mußeningen immer sehr empfindlich und extrem; A "egt an der ganz ungeklärten - Situation, der Ncr- Usitit^eui Schwebezustand zwischen Himmel und Hölle, In dem wir dauernd leben müssen, stärker noch als irgend ein anderes Volk der Welt In der Stellung zur Regierung, d. h. vor allem zu Herbert Samuel, wirkt vor allem die große Enttäuschung mit, die aus dem einen Extrem ins andere geführt hat. Samuel wurde seinerzeit mit einem übergroßen Enthusiasmus empfangen, geradezu als der Messias, cs bildete sich eine Legende um ihn, phantastische Wünsche schienen erfüllt; als dann die harte Wirklichkeit zeigte, daß es so nicht sein kann, war man verletzt und beleidigt. Die Tatsache, daß Herbert Samuel nicht der Messias, sondern ein englischer Statthalter mit einer äußerst schwierigen politischen Aufgäbe ist, hat man nicht zur Kenntnis nehmen wollen. Vielleicht ist dieses Verhalten des Jischuw auch auf den High Commissioner nicht ohne Einfluß geblieben, er hat dann wohl etwas zu viel getan, um1 den Jischuw zum Bewußtsein der Wirklichkeit zu bringen. So kam cs, daß man heute das Gefühl hat, daß der High Commissioner selbst die Araber bevorzugt und fördert, den Juden hingegen nur Schwierigkeiten macht. Die Tatsachen der letzten Jahre sind ja zu bekannt, um liier wiederholt zu werden. In den letzten Tagen hat sich ein neuer Fall ereignet, der einige Aufregung hervorgerufen hat: Der Oberkormnissär hat sich bei einem Bankett in Beer Schcwa von den Scheichs terrorisieren lassen und hat ihnen versprochen, den seit Mai 1021 verhafteten Abu Kischr, den Anführer des Ucbcrfalis auf Pctach-Tikwah, frcizulassen. Allerdings wurde daran die Bedingung geknüpft, daß zuvor der Friede mit der Kolonie Petach- Tikwali abgeschlossen wird. Immerhin hat diese Tatsache in jüdischen Kreisen Befremden hervorgerufen und wurde als Schwäche des High Commissioner gedeutet, die neue Ucberfälie zu ermutigen geeignet ist.;! Mir war cs sehr interessant, über diese Fragen die Anschauungen des politischen Vertreters der Zionistischen Exekutive, Colonel Kisch, zu hören, der mir eine Unterredung gewährte. Kisch ist bekanntlich erst vor kurzer Zeit auf den verantwortlichen Posten gestellt worden, und es hat auch nicht an Stimmen des Mißtraucns gefehlt, die Bedenken gegen die Ernennung eines Neulings zu solchem' Amt erhoben. Aber es ist ihm gelungen, sich■ das Vertrauen zu erwerben; seine hohen Bcamtcnqualitätcn, seine politische Schulung, die gewinnende Vornehmheit seines Auftretens haben ihm viele Freunde und eine geachtete und angesehene Stellung geschaffen. In der kurzen Zeit seiner Tätigkeit vermochte er schon Beziehungen aller Art anzuknüpfen und vertritt die zionistische Sache mit großem Verständnis und Energie. Colonel Kisch ist auch der Auffassung, daß die gegenwärtige Haltung der Regierung nicht richtig ist, denn die Regierung hat ihre Hauptaufgabe verkannt, den Frieden und die Annäherung zwischen Juden und Arabern zu fördern. Sie hätte auf die Araber ihren Einfluß in dem Sinne geltend machen sollen, daß sie von ihnen ein loyales Entgegenkommen gegenüber den Juden fordert. Da der Zionismus tatsächlich nichts will, was den Arabern schadet* hätte man einen Weg finden müssen, um die Araber von seiten der Regierung zu gewinnen. Dies ist aber nicht geschehen, vielmehr hat die Regierung immer Nachgiebigkeit und keinen eigenen Willen gezeigt. Sie hat zu sehr abendländische politische Methoden angewandt, was das Volk, das früher türkische Methoden gewöhnt war, nicht verstanden hat. Ein Beispiel sind die Wahlen zum Legislative Council, bei denen die Regierung jede Agitation gegen die Beteiiigung zugclnsscn hat, ohne sich selbst cinzunvischcn. Die Araber, die von der türkischen Regierung gewohnt waren, daß die Regierung selbst auch heftig eingreift, konnten sich das Verhalten nicht anders erklären, als daß der Regierung selbst nicht viel an ihrer Bctciligung gelegen ist. Kisch meint, daß es mit der Zeit gelingen kann, die gegenwärtigen schlechten Beziehungen wieder zu verbessern, allerdings Ist das eine Sache, die nicht von heute auf morgen geschehen kann, sondern Zeit braucht und vor allem׳ durch ökonomische Gründe bewirkt werden wird. Die Juden bringen auch den Arabern ökonomischen Segen, das wissen die Araber selbst sehr gut Kisch erzählte mir einen interessanten Fall: Bei seinem letzten Bestich in Akko hat der Bürgermeister selbst ihn aufgefordert, dafür zu sorgen, daß Juden in die Stadt kommen, weil die Stadt sonst verödet, Viele Menschen sind jetzt von 'Akko nach Haifa übersiedelt, die Stadt leert sielt, und die Araber selbst wünschen jetzt eine jüdisdie Einwanderung, damit die Juden dort etwas schaffen. Sie fordern nicht die Engländer oder andere Europäer, sondern gerade die Juden, weil pie wissen, daß die Juden aus einem positiven Verhältnis zum Lande herkommen und nicht, um sie auszubeuten. Wenn sich eine Industrie entwickelt, die nach Kischs Meinung auch der Unterstützung der Regierung (durch Schutzzölle usw.) sicher wäre! wird auch für eine größer« Einwanderung Ratrtn1 sein, der die Regierung sicher kein« Schwierigkeiten machen wird. Heute, bei dem jetzigen Zustand, müssen wir selbst anerkennen, daß die ökono» mische Fassungskraft des Landes beschränkt ist Das wichtigste ist also, daß wir die ökonomische Fassung»- kraft erhöhen. Das heißt; Geld ins Lind bringen und es produktiv snlcgcn, 1 Letzten Endes liegt alles in der Hand der Juden. Dies ist der Eindruck, den man von hier mitnimmt Wenn das jüdische Volk will .... wird es endlich zu wollen anfangen? . Jadjur Vor einigen Wo dien 11,1t der Landesüorstand der Zionistischcn Vereinigung gemeinsam mit der Nationalfond«- Kommission die Zionisten in Deutschland zur Unterstützung eines Planes aufgerufen, für dessen Durchführung sich diel dcuische Nationalfonds-Kommission in den nächsten zwei Jahren verpflichtet hat Es handelt sich um die Aufbringung der Kaufsumnie für tausend Dunam Land in Jadjur. J ad jur ist heute noch das, was vor knapp eineinhalb Jahren Malul und Nuris waren: der Name eines arabischcA Dorfes! Die Zionisten in Deutschland haben die ehrenvoll« Aufgabe, das daraus zu machen, was inzwischen Malul und Nuris geworden sind: eine blühende jüdische Siedlung! ln* Aufruf des Landes־vorstande? und der NationaUonds-KommissdoO ist bereits darauf hinge wiesen worden, daß Jadjur alle Land• wirtschaftlichen und verkehrrtechnisdien Voraussetzungen füf einen wichtigen Stützpunkt in Palästina besitzt i Um irgendwelchen Mißverständnissen, die diese groß« und schöne Aktion irgendwie schädigen könnten, vorzubeugen, sei darauf hingcwic.se!!, daß mit diesen* Projekt nicht ctwS der Zweck verbunden ist, eine ״deutsche Kolonie" zu er• richten und dadurch gewissermaßen den aus Deutschland nach Palästina kommenden Siedlern eine Vorzugsstellung eia• zuräumen. Vielmehr handelt es sich dämm, dem deutschen Zionismus eine bestimmte, konkrete Aufgabe ln Palästina zu stellen. Für jeden, der heute auch nur die oberflächlichste Kenntnis der kolonisatorischen Voraussetzungen Palästinas besitzt, Ist cs klar, daß die Bereitstellung eines ln jeder Beziehung gut vorbereiteten Bodens die erste und wichtigste Voraus• Setzung für die AnsicdUmg, besonders unserer Chaluzim ist, Bei dieser Gelegenheit soll auch ein Irrtum zerstreut werden, der offenbar in den Köpfen vieler Zionisten noch spukt Der Keren Kajcmctb besitzt keineswegs einen Ucbcrfluß an Land, im Gegenteil, der für die Ansiedlung und Errichtung; von Wirtschaften —• gleichgültig ob Einzelwirtschaft oder kooperative Gruppen — notwendige und geeignete Boden ist heute bereits vollständig besiedelt. Die neuesten Boden• «־Werbungen des Keren Kajcmcth, wozu auch Jadjur gehört müssen zum größten Teil ent dürch eine längere Ameliorations• arbeit (Sanierung, Bewässerung, Wegebau usw.) für che An- Siedlung vorbereitet wenden, und diese Okkupationsarbeit!, die gleichzeitig eine wichtige landwirtscliaftiidie Ausbildung für unsere Chaluzim ist, bedeutet gewissermaßen die erste Phase der An Siedlung. Die Verwaltung des Keren Kajemefli in Jerusalem fiat im letzten Jahre Vereinbarungen, wie sic jetzt zwischen ihr und der deutschen Sammelstclle geschlossen werden sollen, mit einigen Ländern getroffen, wie z. B. Tschechoslowakei und Ostgalizien. Kwuzoili, die seit längerer Zeit in Pa• liistina tätig sind und deren Mitglieder zum großen Tei^ aber keineswegs ausschließlich, aus diesen Ländern stammen, wurden in Ost-Nuris angcsiedclt. Die Natvonalfonds-Zcntralenj in diesen Landern haben sich verpflichtet, innerhalb eines festgesetzten Zeitraumes den für die Bodencrwcrbimg und die Amcliorationsarbeiten erforderlichen Betrag aufzubringen. Diese Vereinbarungen finden auch darin ihre Begründung, daß ja bekanntlich der Keren Kajcmcth noch große und auf mehrere Jahre sich erstreckende ZaWungsverptliclitungea für die von ihm erworbenen Emekböden zu erfüllen hat. Es hat sich gezeigt, daß solche Vereinbarungen, der Nationnlfonds-Sammeltätigkcit einen starken Impuls geben, und tatsächlich sind die Einnahmen für den Keren Kajcmcth in diesen Ländern in letzter Zeit in die Höhe gegangen. Nach dem vom Direktorium und Hauptbüro des Keren Kajcmcth aufgestellten. neuen Propagandaplan, soll jedes Land einen bestimmten Teil des Bodens für den Nationalfonds atislösen, und damit geht der Keren Kajcmcth bei der Konkretisierung unserer Aufgaben für Palästina wiederum einmal als‘Pionier voran. Die Entwicklung der letzten Zeit hat gezeigt, daß audh auf anderen Gebieten des Palästina-Aufbaus solche be» stimmten Aufgaben der Aufbringung der erforderlichen Mittel sehr zweckdienlich sind. Die neue Acra der zionistischen Kolonisation, die »eit dem letzten Kongreß begonnen hat, konzentriert sieb, was die landwirtschaftliche Siedlung betrifft, in Galiläa und in der historischen Ebene Jcsrecl. Der Keren Kajcmcth, der schon vor dem Kriege einige wichtige Stützpunkte dort geschaffen hat, legte durch die Erwerbung der zwei großen Boden komplexe Nahalal und Nuris den Grund für diese verheißungsvolle Phase des jüdischen Siedlungswcrkcs, Schon erheben sich eine Reihe von Siedlungen, deren immer weiterer Ausbau und Zusammenfassung zu einer großen geschlossenen Siedlung von Haifa bis zum Tiberiassee unser Ziel sein muß. An einem der wichtigsten Ausgangspunkte dieser großen Siedlungsplanes 10 Kilometer südlich von Haifa liegt jadjur. Auf dein in jüdischen Besitz gebrachten Bodenkomplex, der zirka 17000 Dunam umfaßt und wovon siel» der Keren Knjemeth 3000 Du na 10 gesichert hat, soll nach den vorliegenden Plänen Verschiedenes entstehen, was nicht allein der künftigen Siedlung, sondern auch der mächtig aufblühenden Hafenstadt Haifa zugute kommen wird. Daran durch die intensivste Unterstützung der Jadjur-Aktion mitzuwirken, ist die Ehrenpflicht aller deutschen Zionisten, "11׳ , 1 t U ויו¬ * ■ ( 4