Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVIII (1923)
- Issue
- Heft 22 (16.3.1923)
- Date
- 1923-03-16
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 84% known words query
- IRI
…/2651273-2652595-2652502-2652523--16447-2674088- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
£e׳: r.m s V׳;;׳:■ ca V, ■;! cli an ffe. 1 1 Stil. nii ptißdscliat» Nr. 22 וי*"“* •1 ■4 t_ ־/זו ctllsa, äcm 16. REirz 1923 ....״ן«*!'—, wo —*....—...'£7»־T*‘ ■Jf— Ausweis Nr. 4 r2’i”3׳7׳t« »״-* ״Bf?׳’*•׳ ” ׳״t LesErasi ji (^rvK:^Tf1r/:^y_־:>,l «9 ' ' ' " C! u■ . l״־nkc;:״ 5 uir ,׳;. , . 'Hu;־ ,״ d1;:ch! K\h;!r, ' i^״J i t : n<t na Uc't '7־u 1 .,int', der * in sei;1rr 5 (]aiitsci;;; י U<:i;u;(! | ,*'"'יי Ecs koiiinic,^; er leben. ( leii'en *־ a sind w! ז> Juden f riet ha:. : unseres ז das so',; ■ herndere j ns junge E aialysier. ן lein das \ de frei i 'S eine«! , Milieu, nlieh j::. j jewirken «»deiner;dingung , Tat ge‘ i hiciuiit lieht ist, clbstvcr• SSCi7.1>:1״ er Dian,;ann, er 5t nach So sind iiat, in Aufbau 5aläsdina au-V/eiß )erhaupt geringste irfiilhin!» ׳beit am jüdische ann die jst der i Heimat t bilden Zentrale für Deutschland Berlin W 15, Sächsische Straße 8 Tzr~,rzrzmr: f fcj VN. W auf das Postscheckkonto Jüdischer Nationallonds E.V. Berlin 28247 tt&d Jüdischer Nalionallonds E.V. Berlin 65152 'Telephon: Pfalzburg 6697—99 rnn!׳,״״ ו;■׳״! "י. •Crand and Coden in DnlQsCScsa oSs unvor&nftcirCSeiiGS CS!3entum «loa IßdlsCsGsi Wollte מסוז 02/ äJMiscS'io CSottonalfforecs r3csv/o«2rS dien ErvzerSs lönlich: ״J. R." in nicht einmal not, der cht auf• ich von *rkannt, ui man unr.ag• gegen• rn viel• liimung :n und genheit wlclnd, 1 keine ck ver•!greifen ,׳erden; Stellen ebenen Der,» tion in ren die liionen, Und & t; des eipeni־ 4 de1; it und Arbcd Pro• ferenr, Pari(, Rrufd :es ■5יי!er in־ Hauptiteriir!־ d ׳»פ'• 1 niefn ichlicit ianM׳n sollen rsonep Freien!Zeit, B llcä ׳׳£ betreffs der besten Art, sein Andenken zu ehren. Von Leon Zolotkoff. Ganz Israel beklagt den unersetzlichen Verlust eines seiner edelsten Sühne in der Person Max Nordaus, des großen Mannes in Israel, dessen Hinscheiden eine Lücke hintcrlicß, die in vielen Jahrzehnten nicht ausgefüllt werden kann. Unser Leid ist groß und tief, denn selten hat uns der Tod eines einzigen Menschen so viel auf einmal genommen. Der Verblichene war ein Ueblingssolm der Musen und besaß eine Mannigfaltigkeit von Talenten, die, auf ein Dutzend Menschen aufgctcilt, hingereicht hätten, jeden von ihnen zu hervorragende!־ Bedeutung 7u erheben. Mit Max Nordau haben wir, gleich der übrigen Welt, einen großen Redner von unvergleichlicher Kraft, einen Schriftsteller von unbestrittenem Weltiulim, einen Mann tiefgründiger Kritik: von Kunst und Leben, einen Dramatiker, einen Novellisten, einen Phylosoplicn, einen Soziologen, einen Propheten und Seher verloren, durch dessen Visionen sich die besten Geister der Menschheit angeregt fühlten. Uns Juden aber war er mehr als daS*. Für uns war er, zumindest im letzten Vierteljahrliundert, die Verkörperung der nationalen Sorgen und Hoffnungen, war er Lehrer unserer nationalen Ideale und Bcstrebangen. Er stellte alle seine wundervollen Talente als ein freiwilliges Opfer in den Dienst seines Volkes, er war sein mutiger Verteidiger und schleuderte feurige Anklagen in das Gesicht einer grausamen Welt, die sein Volk mißhandelte. Wenn aber sein Antlitz sielt uns zuwandte, war er der gütige und trostreiche Freund. Und wäre nicht er gewesen, hätte es keinen Hcrzl;;,geben, uns zu führen. Denn, nach Hcrzls eigenen Worten in dessen Tagebuch, war Nordau der erste und einzige, der Ihm Mut und Begeisterung einflößte, sein Werk in Angriff zu nehmen, noch lange vor Zusammentritt des ersten Zionistenkongresses in Basel. Aber sind wir auch von Leid umfangen, ziemt es uns doch, schon heute zu erwägen, wie unsere Dankbarkeit für das Andenken des Mannes zu bekunden ist, der im Laufe einer Generation uns seine ganze Seele gegeben, der uns seine starke Energie und all seine Talente bereilgestellt hat, ohne von uns eine Gegenleistung zu erwarten oder zu empfangen. Da brauchen wir nun nicht lange suchen. Denn Nordau hat mit der ihm eigenen Herzensgröße und Uneigennützigkeit selbst den Weg gewiesen, den er für den geeignetsten hielt, seinen Namen zu verewigen und zugleich ein würdiges Denkmal für die Dankbarkeit seines Volkes aufzurichten. Er sagte dies in einigen meisterhaften Wendungen, mit denen er seinem1 Ideal vom Glücke des jüdischen Volkes und der innigsten Hoffming für dessen Zukunft Amdruck gab, damals, als der Pia» der Errichtung einer Nordau-Oartenstadt in Palästina zum ersten Mal zu seiner Kenntnis kam. Der folgende kurze und packende Brief, der heute, da Nordau dahingegangen, wie eine Prophezeilmng klingt, kann füglich in der!•'rage, wie seit! Andenken am besten zu ehren ist, als sein letzter Wunsdi, als sein Testament gelten. . ״Der Gedanke, im Laad« Israels eine Gartenstadt aufbliihen zu sehen, hat für mich einen Märchenreiz. Was liegt m dem Namen, den sie tragen wird? Möglich, daß mein Sdiatten, wenn eie erst Wirklichkeit ist, manchmal traumhaft durch ihre Laub- Ränge gleitet und von gedächtnisstarken, seherisch begabten Einwohnern flüchtig־ wahrgenommen wird. Aber meine vergängliche Persönlidikcit ist bei diesem lebendigem Dauerwerk völlig imcrheblidi. Das Wc« sentiiehe ist, daß dort ein GesdiJecht von starken, frohen Menschen in Sonnenlicht, frischer Luft und Blumendüften aufwächst, das in der Kindheit vor der Tür des freundlichen Heims Schmetterlingen nachjagte, grüne Blatter und Blüten pflückte, in der Jugend unter schattenden Bäumen träumte, in Reife und Alter bei seinem Wirken und Schaffen der stärkenden und verjüngenden Natur nahe blieb und niemals von ihrer Schönheit ausgeschlossen war, Wie werden unsere Nachfahren in solchem Ralsnen ihres Lebens genießen! Ich wünsche ihnen schon Jetzt Glück und Segen dazu.“ So Nordau, 1 Es fr;i״t sich nun, ob wir!unsere Ergebenheit für das Andenken des dahingcschlcdcnen Führers bekunden sollen, indem wir seinen von Hoffnung getragenen Wunsch erfüllen, oder ob wir uns der unermeßlichen, seinem Volke erwiesenen Dienste und des Vertrauens, das er uns cntgcgcnbrachte, unwürdig zeigen sollen. Drei Jahre zurück, erließ der Keren Kajemeth Lejisrael gemeinsam mit der Exekutive der Zionistischen Organisation einen Aufruf zur Errichtung der Nordau- Gartenstadt. Hierfür war eine gewisse Summe nötig. Das Ergebnis waren ganze £ 16.000, weniger als ein Drittel des Mindestbetrags, der für die Ausführung des Planes nötig war und die Sammlung wartet noch auf den Abschluß, um dem ihr bestimmten Zweck zugeführt zu werden. Nun, da Nordau nicht mehr ist,!und da die!üttliche Verpflichtung, sein Andenken nach seinem Wunsche, zu ehren, gewichtig an unser Gewissen pocht, werden wir unsere Pflicht erfüllen und das Werk glücklich zu Ende führen? V" len wir den Ruf der Stunde hören und den Fonds, d ־ zur Errichtung der Gartenstadt nötig ist, ergänzen, jener Gartenstadt, welche die glückliche, von Nordau erträumte Generation an die unverglcich* liehen Dienste des verstorbenen Führers erinnern soll? Mitteilungen Die Naiionaffoncls-Kommission für Deutschland hat ln einer ihrer letzten Sitzungen beschlossen, unseren Spendenausweis in der Form, wie er bisher üblich gewesen ist, auf• zugeben. Dieser Beschluß ist durch die Ueberlcgung zustände gekommen, daß die Druck- und Papicrunkosten de» Ausweises derartig hohe geworden sind, daß sie mehr als 25 0/0 der gesamten Spendeneingänge betragen. Ehe sich die Nationalfonds-Kommisslon zu diesem Schritt entschloß, hat sie eine Rundfrage an sämtliche Vertrauens- Ieute erlassen, die nach Anhörung der Orilnde sich bis auf ganz verschwindende Ausnahmen dieser Notwendigkeit gebeugt haben. Es ist also dies der letzte derartige Ausweis. An seiner Stelle wird von nun an der Ausweis in der Form erscheinen, daß die Eingänge aus den einzelnen Städten in einer Tabelle geordnet aufgeführt und außerdem besonders hohe Spenden veröffentlicht werden. Ueber die einzelnen Spenden werden wir von nun an direkt quittieren. r - f , Die in diesem Ausweis veröffentlichfcn Spenden verteilen sich auf folgende Orte: Aachen . Allenstein Alzey . Asötaffcnburg AsdicrskbetU Berlin . , Berncastd Beulten Bielefeld Bonn . . Breitenbach Bremen Breslau . Buer , . Cassel Ghnnnltz Göthen Danzig Darmstadt Dessau Dortmund Dresden Duisburg . Düren , Di-sscldbrf Erfurt tZtiskirdien Forst , . Frankfurt a. Freiburg I. ־ Fritxiberg I. Gera , . Gießen , . Gleiwitz Görlitz Gotha Greif eniberg Haag . . Halberstadt Hamborn . Hameln . Hnmbirrg Hannover , f־I anheim Ficdüugca Crsr־• '. . , 18 COO.— f . . 40A16.— . . 2(0.— . . 17 COO — . . 5 8 0 — . . 3 280 226.— . . 3020 — . . 114 706.— , . 49800.— . . 31815.— . . 6 €00.— . . 58000.— . . 856 609.— . . 3950.— . , 22000 — . 519 218.— . . 120100.— . , 1454 400.— . , 2315.— . . 114004.— . . 6818.— , , 67 000.— , . 22378.— . . 2000.— . . 22000 — , . 110408.— , . 530.— . . 2000.— M. , , 36935.— Br. —.720 18 - . ״ H. . . 11030.— . . 3 C9t.— , . 50000.— . . 4850.— . . 2500.— . . 13010.— —.710 ־ . . . . '4 030.— . , 40 26Z— . , 40000.— . . 0 492.-* . . 446338.—i . . 1019.-41 . . 2000-«l ... 100.-« ' ' ־*״ " ׳־־״ ״ ' ־* 1 :: HeltMberg . , 1 260—1 Hekf.nbcrg . . 200 — Hcrive . . 292.—!!errietJ . . . 10 OCO.— I lin Jenbirrg . , 1 030.— Homberg . . . 2100 — J011ait:;i>.[)i1r״ 2 210 — Karlsruive . , i COO (XX).— Kattowitz . . 3 COO — Kid .... 48 160.— Kissingcn . . » . * , 25 830 — Kilziugcn . . 100 — Kolbcrg . . . . . I 8201.— Köln .... 2« 2:)().— Königsberg , . . , 22!160 — Kudowa , . . , 3930.— Labhti . , . 500 — Landsberg . . 2019 — Limburg , . . 12 031.— linz .... 670.—> Lörradt . . . 50 0.— Magdeburg , . 134 830 — Mainz , , . 48305.— Mannheim , . 143 622.— Mardorf . . . 500.— Marggrabawa '! 30000-, Memel , . ft WO — Messingwerk 28832—. Mi.itsclt . . . 240.— Miindicn . . 323 464 — Mün.־l1c1v-Gladbae's . 1 535.— Namslau . . , 2338.- NoixBiausen . . 34454 — Nürnberg . . 10212*) — Oberhausen , . 50 000 — Oppeln , . . 43 SCO.— Osnabrück . . 2 855.— Pasewa'.k . . 500 — Pforzheim . . 17730.— Plauen , . . י—.000 30 RoJcfli , . . . 1600.— Ratibor . . . —.0 *2־3 Rcidtenbach 30000 — Rcxinfifen . . 12839.—! Rheinbischc/fsheint 1 805.-h Rybnik . , . . » . 10500.— Saarbrücken , י 17100 — Sdrcnlengsfcld . * . 1250 — SdnnaUeningken . . . 3000 — Sdtönäanke . . 200 000 — \׳U IUI ttilluVV. ן t Schweidnitz , ׳. . — 370 י ’ . Sontheim , . . — 87300 י. . Spiesen . , . . 1181.— St. In;be1׳t .... 6819.— St. Wendel « ,״ . . 3 C00.— S'.olbcrg . / . . 51 3:0.— SWp . . f. . . 762,— Stuttgart «... 2017;5.— Tilsit!1. ....! 42700 — Trersa .... 1000.— Trier. 1105.—. Würzburg . . ■! 2500 — Zell . 1000.— Zoppot .... Ziunidt . . . . Zwickau .... . . 1065 000.-, 660.—, 92103.— (Bi* 6. Mn 1923 *inj״׳s«nj׳<r.! Sr0*4»״i Nordau - Gartenstadt x. Horlln: 1000 I» Oh«fmnlt*l M. Llcte, Jul. Kllnyto1 J« IOOÖO, M. F»l!#nba1ra>, 0.80hw«l«l, J&vkmiohn, N. Api»4׳*rf J, L!»brr j• 5000 0. Hniti, fJnWfliun jo 800׳(, J, Ituhln, N. HniihvM, Kolli Schorf Bob, 71u׳׳k. M. Jlti»1'l1H1»ky, Hob. Ibr,•״/ i* 2010 .»׳־'. ö|״l. IM«. 7»000 * M s im h •i 1a: J)cb. A. Ihu<n«!>'n[ #0». «U. ViiljM habwk b■ ¥«0. Mtjtni 1. IVpi Gutruruim 45 IKK) * ltdiohenbsoh; 10 OOO * Sontheim: Oerh. Wolf, llwth. HAÜbrontv'r j« 50<X), W. Iand>. tieTa«r. Lndnif tjeheiwr ie 0000, dii. Spd. tt, KKJO, 30 700 * Tilfit: Dch. ß, i>m/.!fd, Joseph u. Doni* llrojer »<־«. mü. d. Jfoohielt Itiejs b. Drey«■ 30 700, (r7״. a. ä. Verlobg. Keiis^latlowstar Tii»it.Utb«)rmem91 doh. Jbehea iU:se lt 000, dl», äpd, 500, 42 200. II. Berit &: Ce«, b, ri. Xerdauftltf d. Merks.» 00 J00.e-1 Mai W. K••!!«■ 6000—, dl». 160!)—, 72 COO— * Br»1U>: ftunmls. b. d. Nordaa. Gedenkfeier 60915.— ♦ Hamburg.Alt®*(»: ßrer.denbuoh: Oe«, b. d, Onlr.Oungivers. d, Altwiwr Grupp«; Kimoa Horowitt, Mo»e« flshnls, B. Kardfeld Jo 10 000.—, Jift-x Fr.inksl, Simon Schreib«, Faul Selibeibsr, honi! Tavier, S, 11'״rn ja 60הח—; Jarob L«»1 Sr.O—, ». Dien» 2000,—» di», 6p. n1־t. 2000.— 70 500— * Magdeburg: Baramlg, Leikee 10 0 00,—, C'b, Dudowiu, )kirlleld, Dr, LOrfler, Vf, Hetnemann, A. yijoh, Hoh. K«t*n, }{, Auchbluger, Orilcl»un) ja 2000.—, dl». Speed. irnUi: SWX).— 47 100. ___ ׳ ’ ,_; ׳ : . Zusammen 396 796,—» UebcrschuB aus Filmvorführungen Br*« 111®: 651258.50 * Königebsrg: 76000 *?JanגK»Itat 40 000 4 0 ס p*lu; 48 500. A SohäaUak!: 200 000 * Statt,« gattt . ׳ ׳__ 1 ., ' ׳ . '; Ztisarnmen 1079288,50 Purlmspcnden D ft Ir Hfl: TT^rich'. 3. Purfmf, 2S50ÖCO ★ Dn&ii gi ▼orlftf• Purfra- 1000 00Q i K&riiKUht: tOtI ig. rurUaofg^bni» 1 000 000^ ,1 1! ,;״'..־ , ,; i Zusammen 43äQ0004־־* 7" - T Ällgemefne Spenden , .1 ׳־ PSrlia: Dch. H. BotÄ, ChuaaMcaKspandMi 4700, Ja«tla lAr.dai'.nf doh JI. Terliner 10000, doh, Ch. W. BitenDld ge», a. d. Vcrlöbg•!!נמעויי^מ״ייגד Ehrenpflicht eines jeden in Deufschland lebenden Juden ist es, den ' ‘ ‘"׳ ״V־ ' i'J \7 ׳ U J /'• A £*z«a.: ■ V %,-lJ durch großbügige Spenden zu fördern! Vr■—