Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVIII (1923)
- Issue
- Heft 20 (9.3.1923)
- Date
- 1923-03-09
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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nies e 1 s c h. 'r Fl c r ümiiiui,■, vJc, di'j r K!,rtQ ßrölita ila>%'n ■r weite:!"׳er cr. ״Juden. Nordet^ stellte, t ciuoni i ־tischen hingab. *”!:Same :r Zions- Cr. 10 Oesan lata 1-4. 10143 a׳n03״ ׳ö/lnot, wbond« Slf.O. » u#w. ״~*S t.f /•*s fl p m iien fin 437S. י h9 liMDB ©n ftn 0״ Be••' ii״# unü r.!2. רק• ץיהלך־־־ז נךזמםד*״1 ר 1 ץ-׳- ./ V_ JJ J L... 1r ך׳ ’ ~ jr•׳ J - •1^ . ■ \ I i 1 1 r.~1 r ןי■--*■* •■ן j.״.. ^יי—י•^ r\ “ ״H"“; ן**ן;11*»},' *״'** *”**t» r * ~ ' ” ׳*׳«• י׳יי» jf*»״י׳** »*w*» v VJ '-׳ V/ < ־ 4 ־—־ *» Tt<L.t it I jit Jir® , c!) 1n Deutschland. Bestellung bei den Postämtern monatlich. * 1gn(j»fthonBcm«nU werden In der Wihrtintf der cimclceo Linder berechnet. 20 ־«»«!««"»!ז .,^ jgf asggwwcaagsrag.; Berlin, 9. SIL 1923 Anzeigen»Verwaltung.: Jüdische Rtimlachau G.nub.II., BcrlinWtS. Sächslscho StraßeS. - Telephon! Amt Pfalzburfl 6697, 6698 u.6699. Anzcigenprcia für die achtgcspaltcncNonpnretllcrcilc 300M. I ür ln-lir.Antoltf«» I50׳lj Autiehl»!!. Fllr Aml«nd«ln1»r»U100'!jV»lul»i1m’t1U11 Anzeigenschluß« Dienstag und Freitag nachmittag 4 Uhr. Zionismus erstrebt für das jüdische Volk die Schaf!«?* Telephon: Pfalzburtf 6697 u. 6698. Postscheckkonto: Berlin Nr. 17392. Für Oesterreich 1 roatsparkaasenamt Wien. Konto Nr. 156030. Für Tschechoslowakei: Postsparkassenamt Prag, Konto Nr.59410. — RcdaklionsschluO Sonntag und Mittwoch nachmittag. — תרס״ג 2x32 אדר׳ רשע כ״א 3 olnor öKentllct» rochtilch goslchorlon HcImsUitta In PaKDtlna. XXVIIL Jahrg. Ä:ccs:»״ja ״Baseler Programm.‘* t*t| f .Li' n K-ry ךך ךך || 14. , il siwA 6s ä A11 die Zionisten p» S :r Kunstmnischcit itrender 24. Fe- 111c TO!! ’crtoilnng■ Essen chaften 8. Obantreten Gegner 1 flottes ■t/T, den seienden ier neu. 1 Nach■ Fußballver) und ge ״über- ־rt ver* lispieicit rgenfeier Stallung,!r Stadtteil, war fiele!',<> Sie Vor* r Betrag werden. tr 56S3, In 21 jähriger mühevoller Arbeit bat 8lc!1 der Keren Kajemcib als Trüger der ]Odlschen Bodenollllk in Er z Israel erwiesen. Blühende jüd.sclte Siedlungen verdanken ihre Entstellung und Entwicklung dem 'jren Kajonetli. Lcrder bilde־ die bisherigen Rod'nerwerbungen noch keineswegs eine ausreichende Grundlage unseres roßen Aufbauwerkes. Erst 3°/0 palästinensischen Bodens sind ausgciöot! ן Der Aufbau von Erez Israel ist Jedoch von schnellstem Bodenerwerb abhängig Großer nationaler;eßenksitr. bildet d e beste polnische Sicherung für jetzt und immer, ln wirtschaftlicher ll nsicht müssen wir ,[Grurd d,r Eria'irungen bei Kolonisat onsbewegungen anderer Völker für die Schaff ng einer bodenständigen tirdbevölkernng sorgen. Der K־׳rcn Kaj-meth hat die bedeutungsvolle sozialpolitische Aufgabe, den palästinen• selten Hoden als unveräußerliches E gentum des jüdisch׳ n Volkes zu erwerben und damit glcichzc tig unsere | ’;«ן unbemittelten Ansiedler von der Sorge des ßodcnkanfcs zu befreien Wir benötigen eine große Landi serve, um jederzeit auf eine starke Eit w ndernng vorbereit t zu sein. D.r Boden muß vor allem sofort l aorben werden, weil d e wirtschaflliche Entwtklun,׳, Palästinas eine dauernde Steigerung der Bedenpreise zur! jl«e ha!! Arg. sichls dieser Tatsache muß das Sinken der Keren Kijemetl» Spenden um nahezu ein Dr t cl >cn das Vorjahr uns alle mit tiefer Sorge er füllen, gleichzeitig aber uns d.c Pflicht auferlcgen, mit allen Villen :ür eine Ste gerun. der E nnahmen zu sorgen. ך Die Leitung des Nationalfonds in D u'schland hat dah״r nach Vcrhmdlunrcn mit dem Hauptbüro des >הזז K j.ninh in Jerusalem beschlossen, der Samme'arhcit in Deutschland ein konkretes Z ei zu geben, indem י s.cii verpachtete, bis zum 31. Dezember 1924 den Gegenwcit für zunächst 1000 Dimam Land In Jadjur;'׳nbrlngcn. D?e NaHonallondskommission bat diese Vcrpflichfung in der festen Uebcrzcugung Cberrommcn,!alle freunde und Mitarbeiter d.s Keren Kajemett« sie mit allen Kiäften hierbei unterstützen werden 1 jadjur ist nach der Ansicht von Palästina-Fachleuten seiner Boderbescliaffenheit und Lage nach für 1e gart:׳nstädtlsche Siedlung äuße׳st geeignet; es bietet gute Möglichkeit für Futterbau, Geflügelclit, Gemüsebau. Milchwirtschaft und eignet sich infolge seiner günst»״en Lage am Karmcfgebirge für die *׳TÜanzuiig von Tafeitrauben, Oliven und Jobannlsbrotbäumen. Die Produkte Jadjurs werden ln dem nur 6 km ufernten-Haifa einen aufnahmefähigen Markt finden. Durch Jadjur führt heute bereits ein starker Verkehr;ch den neuen Siedlungen in Emek; die jndjur durchkreuzende Eisenbahnstrecke Haifa—Somach—Damaskus;! j die nach dem Tibcriasscc führende Chaussee werden die Entwicklung der neuen Siedlung erheblich föidern. I Wir zweifeln nicht daran, daß dieses konkrete Ziel nicht nur die restlose Unterstützung aller .!utschen Zionisten finden, sondern auch neue Energien innerhalb des gesamten deutschen Judentums aus- ';sen wird. Jeder Zionist muß Geld und Arbeit für dics-f. große Ziel ein setzen, damit es uns gelingt, die Grundlage für eine neue Siedlung in E!ez Israel zu ■chaflcn. jj Berlin, im März 1923. *־!' u Der Lande&vorsiand der Zionlilisclien Vcrdniöunö ^זי Deutschland. Felix Rosenbiiith. Siegfried Moses. Cbalm Arlosoroff, Erich Cohn, Isaac Feuerrln;, Sammy Oronemann, Sigmund Katznelsdn, Max Kober, Qcorg Undauer, Fritz Löwensietn, Arthur Rau, Egon Rosenberg, Ahron Sandler, Moses Waidmann, Max Woiisteiner. Die Nationalfondslcommission für Deutschland. Max Woiisteiner. Albert Baer, Alfred Cassirer, Walter Erhard, B. Karpln, Julius Loewenhclm, Henrik Manasse, Wolf- Joachim Meyer, Erwin Michel, Hans Oppenheim, Wolf Scheps, Alfred Schwarz, Siegfried Weitzmann Die österreichischen Juden sind Im Besitze der vollen staatsbürgerlichen Rechte und können in einen numerus clausus nicht cingczwüngt werden. Wie die ״Wiener Morgcnzcitung“ meldet, betragt im Augenblick die Zahl der jüdischen Studenten an der Technischen Hochschule 12«/». Für die ganze Formulienmg ist es kennzeichnend, daß sie ausdrücklich einen Unterschied zwischen anderen Ausländern und jüdischen Ausländern macht. Die Verhältnisse sind jedenfalls in den letzten Tagen noch unerträglicher geworden. Nachdem, wie wir neulich berichtet haben, cs anläßlich der jüdischen Masscnvcrsamm- Umgen zu schweren Ausschreitungen kam, fanden am nächsten Tage in der Universität, an der Technischen Hochschule und an der Tierärztlichen Hochschule weitere Ruhe- Störungen statt, bei denen den jüdischen Studenten der Eintritt verwehrt wurde und schließlich erst nach Zustimmung der deutsch-arischen Hochschutkammer die Sperre aufgehoben wurde. Die Studenten waren, wie üblich, mit Gummiknüppeln bewaffnet Die numerus clausus - Frage im Sejm Riga. (J.C.B) In der Sejmkommission für Unterrichtswesen wurde dieser Tage die Frage der Einführung des numerus clausus für jüdische Studenten behandelt. Es wurde zunächst das den numerus clausus befürwortende Memo* randum der lcttländischcii Studenten und dann das Gegenmemorandum der jüdische» Abgeordneten vorgelegt, worauf der Unterridilsministcr Gejlit den Vcrmittiungsvorschlag einbrachte, daß Juden auch über der Prozentnorm an den Hochschulen aufgenommen, daß aber den Ueberzähligen bcsondere Gebühren aufcrlegt werden sollen. t Numerus clausus an der Wiener Technischen; Hochschule ’ Am Montag, den 5. März, wurde am schwarzen kdt der Wiener Technischen Hochschule folgende fedmachung angeschlagen: Ä 752 cx 1922-23. 28. Februar 1923. : Das Professorenkollegium hat in der 2m 21. Februar 1923 stattgefundenen Sitzung die ״1* ׳!!stehenden Beschlüsse gefaßt: ,Die Immntrikulicrung fremdstaatlicher Bcj "erber wird künftighin auf Grund ihrer tatsächlichen < Bgnung und ihrer Volkszugehörigkeit unter Bedacht- ' ״ahme auf volkswirtschaftliche Interessen erfolgen.; Für die jüdischen Bewerber des Auslan- wird noch insbesondere bestimmt, daß ihre iminafrikulierung in der Regel nur in dem Ausmaße j wird erfolgen dürfen, daß die Gesamtzahl alter an { '1״er Fachschule zu immatrikulierenden jüdischen Bej Werber zehn Prozent nicht überschreiten dürfe. 1 Mit der Durchführung dieses Beschlusses wurde cin besonderer Ausschuß betraut, gegen dessen Ent- 'cfieidung keinerlei Berufung zulässig ist und dem JU«I1 zustehen wird, die geforderte Eignung der Bc- Werber in angemessener Weise festzustellen.' Der Prorektor der Technischen Hochschule: Max Ferstel m. p.". E* bedarf keiner Darlegung, daß diese empörende und 1״«Wakcrlich anmutende ״Verordnung" rechtsungültig ist. Riga. (J.C.B) In der letzten Sitzung des lettländisehen Sejm kam anlaßach der Beratung der neuen Universitätsverfassung auch die antisemitische Bewegung an den Hochschulen des Landes, sowie die Steilung der Studenten- und Lehrerschaft zu dieser Bewegung zur Sprache. Der lettische Unten ichtsminister Gejlit erklärte hierbei, daß an den antisemitischen Ausschreitungen beide Parteien die Schuld trügen. ״Die ruhigen und geduldigen“ lcttländischcn Studenten werden dadur.11 provoziert, daß die Juden noch immer russische Mützen tragen, nicht lettisch sprechen wollen und daß die Zahl der jüdischen Studenten sowie ihr materieller Wohlstand unverhältnismäßig groß sind. Im weiteren Verlauf seiner Rede bezichtigte der Minister die jüdische studierende Jugend des Mangels an Patriotismus und berief sich auf einen, ihm angeblich zur Kenntnis gebrachten Fall, wo jüdische Studenten in einer Versammlung erklärt haben sollen: ״Wir haben keine Angst, hinter uns steht Rußland.“ Die jüdischen Abgeordneten traten den Behauptungen des Ministers scharf entgegen. Dagegen jubelten ihm die chauvinistischen Abgeordneten zu. Der Minister erhielt auch aus zahlreichen Kreisen Glückwunschtelegramme zu seiner Politik gegenüber den jüdischen Studenten. Keren H:>jessod in England Ucber den Stand der Keren Hajcssod-Arbcit fn England entnehmen wir einem Bericht der letzten Nummer des offizicilen Organs der englischen Zionisten, ״Zionist R e v i e w“, folgendes: ״Die Arbeit des Keren llajessod in England wird jetzt von dem provisorischen Zentralkomitee geleitet, das aus Vertretern der Zionistischen Organisation und anderen Organisationen besteht. In engem Zusammenhang mit diesem Komitee stehen das Keren Hnjessod-Komitce für Ost-London, der Zionistische Zentralrat für Nord-London und das Keren Hajessod-Komitce Stanford Hill. Von diesen ist das erste das aktivste, es umfaßt mehr als 20 Unterkomitees. Es existieren ferner Keren Hajcssod-Komitces in Bradford, Brighton, Bristol, Cardiff, Glasgow, Leeds, Leicester, Liverpool, Manchester, Middclsbrough, Newcastle, Nottingham und Sunderland. Die Arbeit begann im Dezember 1922, und im Verlauf von drei Jahren, bis zum Dezember 1923, sind im ganzen 24 000 Pfund von 3200 Zeichnern aufgebracht worden. Es wird jetzt beabsichtigt, Distriktskomitccs in allen Teilen von London zu errichten. Diese Distriktskomitccs sollen nach dein Beispiel des Ost-Londoncr Keren Hajcssod- Komitees sich in Subkomitccs und diese eventuell in Straßenkomitccs gliedern. Es wird jetzt ein regelmäßiger Vertrauensmännerdienst eingerichtet und Besuche ausgeftihrt. Zur Propaganda wurden bisher sowohl Massenversammlungen als auch Zusammenkünfte in kleinerem Kreise (drawing roora gathering) arrangiert. Dr. Weizmann hat vor seiner Abreise nach Amerika an den Redakteur der ״Zionist Review“, Goodman, ein Schreiben gerichtet, in dem cs heißt: ״Bei meiner Abreise nach Amerika will ich noch einmal meine zionistischen Freunde in diesem Lande dringiiehst bitten, daß sie die notwendigen Maßnahmen ergreifen, damit der Appell für den Keren Hajcssod wirklich Erfolg bringt. Es muß jedem Zionisten klar sein, daß, wenn dieser Appell keinen Erfolg hat, unsere Arbeit in Palästina zu einem Stillstand füiiren muß mit Resultaten, die ich wohl nicht auszuführen brauche. Dr. Solowcitschik hat die schwierige Aufgabe übernommen, in der! Jude!« Großbritanniens das Gefühl für ihre Verantwortung zu wecken, aber er kann keinen Erfolg haben, wenn ihm die anderen Zionisten nicht helfen und ihn nicht unterstützen, sowohl jeder für sich als auch die Gesamtheit.“ Wie ״Zionist Review“ ferner meldet, erwartet man den Eintritt führender Nichtzionisten in den Keren Hajcssod. Man rechnet insbesondere mit den Herren d’Avigdor Goldschmid und Josef Prag. Die Urwahien zam Legislative Council Jerusalem. (J.C.B.) Die Urwahien in Palästina, die am 28. Februar beendet werden sollten, sind um eine Woche, d. h. bis zum 7. März verlängert worden. Atn 28. Februar waren insgesamt 172 Waliimänucr, unter ihnen 89 Juden, gewählt. Bekanntlich wählen nach dem paJästincitsisdion Wahlgesetz alle 200 Urwähler einen Wahlmann, so daß die gewählten 172 Wablminner zirka 34000 während d'cr Urwählen abgegebene Stimmen repräsentieren. ■ Die Regierung hofft, daß sidi trotz des arabischen Boykotts die Wahlbeteiligung bedeutend erhöhen wird. Rücktritt Jabotfiiskys vom Keren Hajcssod Beim Rücktritt Jsbotinskys von der Exekutive und aus der Zionistischen Organisation während der Sitzung des Actions-ComitCs war es ungeklärt geblieben, ob Jabotiasky auch sein Amt als Direktor des Korea Hajcssod mederlcgcn werde. Das ist inzwischen ebenfalls erfolgt und, wie wir bereits in der vorigen Nummer der ״jüdischen Rundschau“ mittcilen konnten, haben auch seine Mitarbeiter Dr. Machowcr und Schwarzmann sich diesem Schritt angeschlossen.