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Jüdische Rundschau · 1923-03-06 · Heft 19 (6.3.1923) · page 7

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVIII (1923)
Issue
Heft 19 (6.3.1923)
Date
1923-03-06
Page
– (sequence 7)
Language
German
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JUEDISCIIE RUNDSCHAU Seite 113 Kr, 19 ־%. 1s e; h.nungcij . c weiblich 1 4 1 II 10 16 15 :9 1_ 0 'alästin* ׳Igendci hrlstcn 4609 8 562 6 850; 701 73 544 343 026 : 4 85S 422! 5 S3S 1 344 5ß der laß es waren, sicher Diese ג auch in, zu-; •wanaß die daraus Juden rbeiter Köpfe haben! um ״ca )' ebruar j :khiig- | zeigt 1c und;11 die 1 gibt 12000 2 von 1014: 6230 ג sind; )0 im seß- . :trägt, ־ ihnen. ißerer; oslem; bei יגו (•: i .׳ 1 i ן I I •5 11 r fl h i ( i t! I Zionistische Bewegung Sokolow in Lodz Audi in Lodz, wo er am 10. Februar ein traf, wurde Sokolow ein großartiger Empfang bereitet. Alle unter 13c• tcilung Sokolows veranstalteten Abende fanden unter 1111fdicurcm Zuspruch der Lodzcr Judenheit statt, Am Abend seiner Ankunft wurde eine Begrüßungsfeier seitens der aktiven Zionisten und Keren Hajessod-Arbeiter unter Vorsitz von Dr. Rosen biatt abgchaltcn, bei welcher Oe- Icaenlirit Sokolow in einer kurzen sachlichen Rede die Arbeitsr,et',10de11 crl iutertc, die ihm auf örund seiner reichen prakiPciien I:1׳fahn1״g als die geeignetsten erscheinen. Unter;:roßer Begeisterung wurde beschlossen, mit einer energischen Keren Hajcssod-Arbcit in großem Stil sofort emzusetzen und mit dieser gleich bei sich, d. h. den Zionisten, zu beginnen. Der Erfolg blieb nicht aus: Der Waad allein zeichnete an einem einzigen Tage 110 Millionen Polenmark. Außerdem sammelte das Fr.v.ienkomiiee an Stelle von Blumen für Sokolow eine große Anzahl silberner Münzen und Gegenstände. Dienstag fand in der überfüllten Philharmonie die erste große öffentliche Versammlung statt. Da sehr viele Leute keinen Einlaß mehr fanden, wurde für Donnerstag eine zweite Massenversammlung anberaumt. Eine derart riesige Beteiligung war bis jetzt noch nicht in Lodz da- ״ewesen. Am 21. "Februar referierte Sokolow vor einer Keilte cingei.itlencr Industrieller, Kmitleule und Intellektueller in polnischer Sprache über das Problem des Palästina-Aulbmis, Die Schilderung des Landes und der dortigen Möglichkeiten machte auf die Anwesenden großen Eindruck, der in so• fortigen großen Zeichnungen für den Keren Hnjcssod, die über 100 Millionen Polcnm.ark erreichten, praktisch zum Ausdruck kam. Es wurden auch viele Personen, die bisher dem Palästina-Aufbau ferngestanden haben, zu Mitarbeitern gewonnen. Die zweite Massenversammlung in der Philhannonic vom 22. Februar war womöglich noch stärker besucht als die erste. Nach der eindrucksvollen Rede Sokolows wurde «ine kurze Pause eingeschoben, während welcher Zeichnungen für den Keren Lfajcssod entgegengenommen wurden. Die Oesamtzeichnungen übersteigen bereits jetzt 300 Millionen Polcnmark und sind noch in steter Ztmahme begriffen. — Am 23. Februar kehrte Sokolow nach!Warschau zurück. (Ziko) Df. Sdiwarzmann und Madtower zarilckgdrcfen Das Direktorium des Keren Hajessod teilt amtlich mit: ,,Die Direktoren des Keren Hajessod geben mit Bedauern davon Kenntnis, daß im Zusammenhang mit dem Rücktritt des Herrn Jabotinsky von der Leitung des Keren Hajessod die Herren Dr. M. Schwarz, mann und Machowcr von den Posten zurückgetreten sind, die sie im Hauptbüro des Keren Hajessod seit dessen Dcgrüiulum; innegehabt haben. Herr Dr. Schwarzmann hat im Laufe seiner Tätigkeit für den Keren Hajessod mit besonderem Erfolg als Organisator, Agitator und Instrukfor der Keren Hajcssod-Arbcit gewirkt und war eine Zeitlang auch mit der Aufsicht über die Propagandaabtcüung betraut. Seine Arbeit in .BcCarabicn für den Keren Hajessod war eine besonders bemerkenswerte Leistung. Herr Macho wer war als Sekretär der Propagandaabteihing■ tätig und hat unter Leitung von Herrn jabotinsky das ganze Gebäude des Keren Hajessod in der Welt errichtet, wobei er für die verschiedenen Keren Hajessod- Publikationen in allen Sprachen verantwortlich war. Beiden Herren spricht das Direktorium seine dankbare Anerkennung für ihre hochwertigen Dienste aus, die sic dem Keren Hajessod im Laufe ihrer Tätigkeit erwiesen haben.“ Verschiebung der europäischen Misrachi Konferenz Die nach Berlin «inberufene Konferenz der europäischen Misrachi-Organisationcn wurde um eine .Woche verschoben und beginnt nunmehr am 12. März. Vor dem zweiten Kongreß In Amerika New York. (J. C. B.) In einer unter dem Vorsit des Präsidenten des amerikanischen Kongresses, Nathan Strauß, ^gehaltenen Sitzung des Exekutivkomitees des Kongresses wurde beschlossen, den zweiten Kongreßdcrjudcnheit Amerikas am 27. Mai d. J. zu eröffnen und die Dclcgicrtenwahleii durch direkte Abstimmung aller Juden vornehmen zu lassen. In einer zweiten Sitzung der Exekutive unter dem Vorlitz des Rabbiners Dr. Stephan S. Wise wurde die Lage der Judenheit Amerikas besprochen, besonders über das projektierte Gesetz der Herabsetzung der Elnwanderungsquotc von 3 0/0 auf 2 °/0 laut dem Zensus von 1890, Samtliehe Redner wiesen darauf hin, daß eine Durchführung dieses Gesetzes besonders die jüdischen Einwanderer schwer treffen wird, da die jüdische Masseneinwanderung nach Amerika erst nach dem Jahre 1890 eingesetzt hatte. Es wurde beschlossen, eine Protestbewegung gegen diesen Entwur feinzu’citcn. Ferner wurde beschlossen, die Wahlen für den zweiten Kongreß der amerikanischen Judenheit im Monat April abzuiialtcn. Im Jahre 1918 haben sich bei den Wahlen tu dem ersten Kongreß etwa 350000 Juden beteiligt. Man erwartet diesmal eine noch stärkere Beteiligung. Das administrative Komitee wurde beauftragt, den Ort des Kongresses zu bestimmen und seinen Beschluß batdmögliehst bckannlzugeben, # Am Abend wurde der siebente Jahrestag der Philadclphiaer Vorkonferenz, die den ersten amerikanisch-jüdischen Kongreß vorbereitet hatte, durch ein Bankett gefeiert, an welchem etwa 150 Delegierte aus allen Teilen Amerikas tcilgcnommcn hatten. Es wurde beschlossen, an Israel Zan g will nach London eine Einladung zu senden, vor dem zweiten Kongreß über die gegenwärtige Lage der Judenheit in alien Ländern lu referieren. Ein hebräisches Gymnasium in Czernowilz Wie die ״Ostjüdisclic Zeitung“ berichtet, soll mit Beginn de« nächsten Frühjahrs in Czernowitz ein hebräisches Öymeröffnet werden. ' *!,־;!« ׳ «" י' ׳ ־ V c, ..~י j -״•! JJi^SS e-R11rsclsd)ats Die englischen Juden und der Zionismus. Der ״Jcwish Guardian“ nimmt in seiner Nummer vom 2. Mir; in interessanter Weise zur gegenwärtigen politischen Siumtion des Palästina-Aufbaues Stellung. Im Gegensitz zu dem zionisüsehen, aber oppositionellen ״Jcwish Chro• tmic“ vertritt der ״lewish Guardian", der der Anglo Jcwish Association nnhistcht und nicht zionistisch ist, seit längerer Zeit einen Standpunkt, der durch Unterstützung Wcizmanus und der von ihm verfolgten Politik und Bekämpfung der von ihm so gen,muten ״Extremhteu“ gekennzeichnet wird. ״Jcwish Guardian“ begrüßt die Entwicklung der letzten Monate, insbesondere den Rücktritt Jabotinsky» und Wcizinatins Rede vor den britischen Zionisten mit großer Freude. Soweit der Leitartikler de* ״Jcwish Guardian" ln diesen Tatsachen das endgültige Aufgaben der Formel! ״Palästina soll so jüdisch werden wie England englisch" erblickt und diese Revision lm Sinne einer Verständigung mit den Arabern begrüßt, können .י wir seinen Standpunkt anerkennen. Aber auch heute muß ״Jcwislt Guardian“ vorgeworfen werden, daß in dem Begriffe ״Extremismus“ extrem-politische Forderangen im Sinne Jabotinsky« und die allgemein nationale I europäisch:: mspMmmumj Am Sonntnx den 11. Milrj 1323, B ITbr nhemls, , findet im In20nlourhaus.50mmcrctr.4a (gegen- Über dom Rel׳'b*1nemrehltude) eins ötTenilielie BEGRÜSSPEaSSPBIEit statt. Am Montag, den 12. Mürz 1923, 8 Wir ahonds, wiird'-n im großen Saale des Lehrervereinshnuses, Afeu&ndcrslraße 41 bei einem ca A S S Q U (H G ז I (9 G die!)elegierten: Obernü'ldner Brody-Prag, Babhiner Amlel - Antw erpon, lUbMntr Rnblnstetu *Wilna, XUbbincr Brot-Tomaezow, Bnjm-Ahg, Farbstein• Warschau 11 a. Anprachen halten, z Gäste willkommen. MISRACHI* ZENTRAL&ORO Forderung de« Zionismus verquickt werden. Wenn ausclnaudergesetzt wird, daß der eine Jude den Keren Hajessod für die wichtigste Aufgabe halten könne, der andere sie nur für eine keineswegs so entscheidende Aufgabe anschcn dürfe und dennoch heute alle Juden sich innerhalb der Zionistischen Organisation zusammenfinden müßten, 60 muß diese Auffassung vom Standpunkte de* Zionismus und, wie wir nicht zweifeln, auch vom Standpunkte Dr, Wcizinanns entschieden zttnickgcwlesen werden. Der Zionismus erkennt an, daß cs Juden gibt, die am Aufbau Palästinas interessiert sind, ohne aber in diesem Aufbau das entscheidende und zentrale Problem jüdischen Lebens zu sehen. Die Zionistische Organisation hat ihre . Bereitwilligkeit bewiesen, mit solchen Elementen 1111 Rahmen des Keren Hajessod zusammenzuwirken, und sie ist an die weiterblickenden Aufgaben herangeschritten, derartigen mchtzionistischen Kreisen, sei es durch den Jüdisehen Weltkongreß, sei cs durch eine Erweiterung der Jcwish Agency Einilußmöglichkeifcn zu gewähren. Aber wir wünschen keine Verwischung aller grundsätzlichen Atiffassungen und glauben nicht daran, daß die großen nichtzionistischen Organisationen Englands, die sich für die britische Palästinapotitik ausgesprochen haben, heute Teile der Zionistischen Organisation werden können. Die Einheitsfront, die der ״Jcwish Guardian“ verlangt und wohl sogar als vorhanden ansieht, kann hcrgcstcllt werden. Sic bestellt in einem Bündnis zionistischer und nichtzionistir.chcr Kräfte rum Aufbau Pa- Iisiinas, nicht in einer Auflösung der Zionistischen Organ!- sation durch Eintritt nichtzionistischer Kräfte. ,* Der ״jewfsbi Chronicle" Vom 23. Februar enthält eine zwölf Feiten starke illustrierte Palästina- Somlerheilagc mit folgernden Artikeln: ״Juden als landwirtsdiaftlichc Arbeiter“ von Mrs. Fawcctt; ״Ockonomischo Vcr- Uältms-jc und Aussichten“ von Gol. Kisch; ״Auslamtehandel“ von Leonhard Stein; ״Sie“ toi! Jabotinsky; ״Die Bedeutung der Wiederbelebung der Irebrälsdion Sprache“ von Leon Simon; ״Die Finanzierung des Landes“ von Israel Cohen; ,Der Keren Hajessod“ von Artur de Levis; ״Die Wicdcrairfnähme der heiligen Opfer“ von Rabbi Dr. B. Salomen. Eine kurze Besprechung des Palästina-Handbuches von Ref. S. Lcvy und zwei Gedichte von Raskiti und Ooltcr. 30 Photographien aus dem palästinensischen Leben vervollständigen diese Beilage. A Aus dem neuen Heft der von Dr, Wohlgemut herausgegebenen, auf streng gesetzestreuem Boden stehenden Zeitschrift ,,Jcschurun״ erwähnen wir einen Aufsatz von B. Cohen, der den geschichtlichen Ursprung der heute vorhandenen verschiedenen Aussprachen des Hebräisehen nachgeht. Die jedenfalls sehr interessanten Hypothesen führen den Verfasser darauf, die Entstehung gerade der aschkenasischen Aussprache ln Palästina zu tuchen. Antisemitische Krawalle ln Wien Wien, 3. März. Für heute nachmittag war fn die Volkshalle des Rathauses eine jüdische Protestvcr- Sammlung gegen die antisemitische Verhetzung einberufen worden. Bereits einige Stunden vor Beginn der Versammlung hatten sich auf dem Platz vor dem Rathause einige Tausend Ocgendcmonstranten angcsammelt. Die Polizei verhinderte durch «inen sechsfachen Kordon das gewaltsame Eindringen der antisemitischen Studenten in die Versammlung. Aiif dem Rathausplatz selbst kam cs zu blutigen Zwischenfällen. Hakenkrcuzlcr fielen über verschicdene Personen her und schlugen mit Gummiknüppeln und Schlagringen auf sie los. Berittener Polizei gelang es erst nacli vieler Mühe, den Platz zu säubern. Die antisemitischen Demonstranten zogen daun mehrere Tausend Mann stark in den neunten Bezirk zum Redaktionsgebäude des ״Tag“ und veranstalteten dort gleichfalls eine Kundgebung. Einem großen Polizeiaufgebot gelang cs, sic am Eindringen in das Zeitungsgebäude zu verhindern. Soweit bisher feststcht, wurden zwölf Personen vor dem Rathause erheblich verletzt, darunter fünf P.oüzclbeamte und lieben Juden. , '־*■- -י י־ < **י-> Die polnische fltlchlliiigsfrage Drohende Abschiebung von Chaluzim Die Berliner Zentrale für Palästinacmigration und CHaluzimhilfc (Mcrkas Ilassiuah) erhielt das folgende Telegramm aus Warschau: Unter den aus Polen ausgawicscnen jüdischen Flüchtlingen befinden sich 406 Chaluzim, die sich unter großer Mühe und Not nach Polen durchgeschlagen hatten und dis mm nach Rußland und der Ukraine abgeschoben werden sollen. Diese Cli.ilimm sind bereits im Besitze der Einrciscerlaubmis nach Palästina, die aber nur auf kurze Sicht lautet. Da die Geldmittel der Warschauer Institutionen für Palästinawandcrimg voll ■tiincli״ erschöpft sind, wird eine Unter- Stützung von einigen hundert Pfund dringend angefordert, damit der Abtransport der Chaluzim nach Palästina rechtzeitig durchgeführt werden kann. ' Die Berliner llilfszcntrale für Palästinaemigration und Chaluzimhilfe hat sich an die großen jüdischen Hilfsorganlsationen mit der Bitte um sofortige Hilfe für die von der Abschiebung bedrohten Chaluzim in Polen gewendet und bemüht sich mit allen Kräften, die Geldmittel rasch aufzubringen. Kcicc Hilfe Warschau. (J. C. 0.) Zahlreiche Flüchtlinge, denen dla zwangsweise Abschiebung über die Ostgrenze droht, haben sich an da* russische und ukrainische Konsulat gewandt, mit der Bitte, ihnen IL-imatspässo ntiszustcllcn, damit sic auf legalem Wege ir. die Geburtsorte zurückkehren und der mit Todesgefahr verbundenen Abschiebung über die ״Grüne Grenze“ entgehe״!. Die Konsuln weigerten sich, solche Pässe auszustellcn, mit der Begründung, daß die Flüchtlinge ihr Ilcimatsrccht in Rußland verloren hätten. Agenten de«׳ verschiedenen Sdiiffsgesellschaften nützen die verzweifelte Lage der Flüchtlinge aus und überreden sie, nach Mexiko oder Kuba auszuwandern und dort die Einrciseerlaubnii: nach den Vereinigten -Staaten abzuwarten. Di« jüdischen Organisationen sehen es als notwendig an, dl« Flüchtlinge vor solchen Schritten zu warnen. Fiaditllcge nach Dantig Danzig. (J.C. B.) In Danzig ist soeben der erste aus einigen hundert Flüchtlingen bestehende Transport eingetroffen. Es wird die Ankunft weiterer Flüchtlinge ln der Zahl von einigen tausend erwartet, die bis zu ihrer "Weiter* reise in den Baracken des Auswandcrerlagers untcrgebrachf werden sollen. * Die rechtsgerichteten deutschen Parteien haben eine Intensive Propaganda für die Ausweisung der aus Polen herüberkommenden jüdischen Flüchtlinge aus Rußland und der Ukraino clngelcitct. Ihre parlamentarischen Vertreter haben im Volkstag eine Interpellation eingebracht, die Grenzen des Frei- Staates gegen die Flüchtlinge zu sperren. Seitens der Emigr.1tionsgescllsch.1ft Hias ist inan bestrebt, die Verhandlungen mit den Rcgicrungsorgaiicn wegen zeitweiliger Unterbringung einiger tausend Flüchtlinge auf Danziger Territorium zu einen* günstigen Abschluß zu bringen. Brcz-Xeracl Die laadwirtscliaftlichc Arbeiterkonferenz Vor der allgemeinen Konferenz der Histadruth Klalith, über deren Beginn wir in der vorigen Nummer berichtet haben, fand in Pctach-Tikwah eine Konferenz der landwirtschaftlichen Arbeiter statt. Dieselbe beschloß, die Bildung einer Arbeitcrsicdiungsgcscllschaft (Chewrath Hithjaschwuth Haowdim). Dieselbe soll eine autonome Abteilung der allgemeinen 'Arbeiterorganisation sein. An* gehören werden ihr 'alle in den Wirtschaftsbetrieben der Oes«Bschaft tätigen Arbeiter ,und alle sonstigen landwirtschaftlichen Arbeiter, die mindestens klrci Monate in der Landwirtschaft tätig sind. Als Aufgabe nimmt sich die Gesellschaft: eigene Siedlungstätigkeit der gesamten Arbeiterschaft zutn Zwecke Wer Befestigung der bestehenden Siedlungspunkte, zur Bildung heuer Siedlungspunkte und zur Ueberführung Eingcwandertcr in die Landwirtschaft. Die Gesellschaft wird als eine Kooperative begründet, die 50 0/0 ihrer stimmberechtigten Aktien der allgemeinen Arbeiter- Organisation übergibt. Das Vermögen setzt sich zusammen an* Anteilen stimmberechtigter Genossen (ein Anteil zu 10 Schilling) und aus Vorzugsaktien im Werte von >/» Pfund bis 5 Pfund, die mit 3 »׳# verzinst werden, aber nicht stimmberechtigt sind. Damit soll dem Kapital Gelegenheit gegeben werden, die landwirtschaftliche Arbeit zu unterstützen, ohne daß die Kontrolle aus den Händen der Arbeiterschaft genommen wird. Die Wahlen zur Legisiaiive Jerusalem. (J.C.B.) Sir Herbert Samuel hat eine Reihe von Verordnungen betreffend die Wahlen in den Gesetzgebenden Rat erlassen. .Für Versuche, die Wahlen durch Gewalt zu stören oder jemand durch Gewalt von der Betciligung abzuhalten, wird eine Strafe von 200 Pfund oder nvei Jahre Arrest angedroht. Die Urwahlen sind bereits im Gange, die Hauptwahlcn werden Anfang März statt׳ finden. Der Ägudah ־ Kandidat Jerusalem. (J.C.B.) Hier wird bekanntgegeben, daß Dr. Jakob de Haan aus Holland seitens der Agudas Jisroel- Organisation als Kandidat für die Wahlen in den palästi* ncnsischen Gesetzgebenden Rat aufgcstcllt worden ist.. Wie erinnerlich, wurde Dr. de Haan durch die jüdtsehen Studenten und anderen jüdischen Gruppen in Jerusalem deswegen boykottiert, weil er sich gegenüber dem seither verstorbenen Lord Northcliff über den zionistischen Einfluß in Palästina im Zusammenhang mit der Frage der jewith Agency beschwert hat. Palästina auf der Prager Messe Jerusalem. (J.C.B.) Dieser Tage hat sich Herr Goldstcin von hier na oh Prag begeben. Er führte eine vollständige Kollektion palästinensischer Erzeugnisse mit sich, die Im jüdischer. Pavillon der Prager iittcrnationalen Messe zur Ausstellung gelangen sollen. Die Kollektion wurde von der Handelsttbteilung der palästinensischen zionistischen Ext* kutive zusammengestellt, ׳ . . . £, - .*

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