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Jüdische Rundschau · 1923-02-27 · Heft 17 (27.2.1923) · page 3

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVIII (1923)
Issue
Heft 17 (27.2.1923)
Date
1923-02-27
Page
– (sequence 3)
Language
German
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\ Nr. \ך . II »ß<־Q |f, , r a»c %:;.ן tk. 11 £41(;^ Nr. 17 6rc2־X9racl חי Aftikr! ’ ö• ״J• K,“ f. 1 mindeste!■, f oder W'•1 rljst rase:! ' ultreii. I: kptember r Fusion-!! :1״r<׳!>, [; n!;eu 4^.; Jercmbct i ׳ Annahn;j >. שיבי Kar• ן'; *a״ge das h!״» sei c; fe' ß jede!izigcn u r de c eilt d'as hl ins. ungsfonn lieht als *״־Wille1׳ Wisch a R en“, und eschaficn gendver. 111 Blau, als m!. onenkuli werden, *nalitätcn ן matischt, 11c uidii zu sein, ' gelehrt Pnrasen, I״. *gelehrt, '־ K. J. V. Jeu Bei• P cs mit ßcn ge• I schon mit un• ltglieder fl, diese ׳folgstat igenden auf die t etwas »-WeiB• Arbeit, ten ilr• St eine , J. V.er weißen prompt eieistet *tvollen istiiche!111 ist «Iicbig jmtucn treiben rt. Es d, der natiir• Jkanipf >t an• ergibt, der eblaut rasen• Vtodegenes t. Da erneu Hand :igene klung er,ade ,illitsw. — r!/;.T־!unde lebe' enau von . nach!den. sehe ende au sc und ,mer mit ist, Die Wahlergebnis« zur Arbe'fe konferenz Der ״Hapoel-Ma/air״ vciöffcntliclit 111 seiner Nummer vom 4 Februar die Ergebnisse der Wahlen zur allgemeinen Arbeiter-Konferenz. Hiernach stellt sich das Wahltr«cbnis folgendermaßen heraus: Der ״Blök Hasoziajjstim W’Acliduth Haawodah“ hat 27 3 3 Stimmen bekommen, der ״H a p0c 1 •H a za ir“ 1539, eine Reihe von kleineren Oruppen haben zwischen 50 und •103 Stimmen erhalten, darunter der Gdud 337. In Jaffa stellte sich das Verhältnis von Acluluth Haawodali zu 1 lapoül-1 Iaz.alr 8.0 w 439, in Jerusalem 135׳ zu 183, in Haifa 433 zu 171, ■in fjahalal 30 zu 203. Im ganzen haben sich an den Wahlen 0294 Arbeiter beteiligt Aus der palästinensischen Pr• sse D,c Stellung des Waad Lcumi ln manchen Kreisen des Jischuw, insbesondere in Arbeiterkreisen, wird eine lebhafte Kritik an der Tätigkeit des Waad Leu״!• geübt und die Forderung aufgesiellt, daß er sich in liulicrcin Maße als bisher als die wirkliche Führung des jischuw erweise, in einem Artikel des ״H a po e I H a z a i r“ heißt es 1. B.: ״Die Zeit ist für de״ Waad Lcumi gekommen, jus seiner Zurückhaltung hcrvorzutrctcn und sich mit den öffentlichen AngelegenUeitcn des Jischuw zu beschäftigen, mit jenen Angelegenheiten, die weder durch die Ge nein len, noch durch andere Organisationen erfüllt werden können. Es werden Tage kommen, und sie sind vielleicht schon sehr nahe, wo der Jischuw sich von der finanziellen Uniersiülzimg durch die Zionistische Organisation wird unabhängig machen müssen. Das wird schon heute in manchen Zweigen des öffentlichen Lehens stark empfunden. Nehmen wir zunächst das Unterrichtswesen. Nicht nur in einer Ueber• gangszcit darf man sich mit den Gefahren, die das Er• ricliungswescn bedrohen, beschäftigen. . . . Sofort muß der Waad Lcumi alle diese Hindernisse überwinden, von welcher Seite sic auch kommen, und muß die gesamte Sorge für das Schulwesen auf sich nehmen und kräftig arbeiten. Der Waad Lcumi wird den'Weg zu denselben Geldquellen außerhall) Palästinas finden, zu denen er ihn gefunden hat, als er sich mit der Frage der Einwandererhilfe beschäftigte.“ Das Ergebnis der Volkszählung Die Ergebnisse der Volkszählung in Pal:'־-־tina haben in weilen Kreisen des Jischuw Zweifel über die Zu,c.lassigk.it der Angaben im allgemeinen und der Angaben über die;״dische Bevölkerung im besonderen hcr.orgc.u en. Anderer- Kits wird von extrem arabischer Seite behauptet, daß die . iihlung tendenziös sei und die Zahl der Jtilen zu hoch an-;.geben wurde. Das wird insbesondere in der Ze tu tg ״Fa•!hin" in Jaffa auseinandergesetzt, die die richtige Zahl der Araber auf über eine Million beziffert. Die jüdische Kritik ist der Meinung, daß die Zahl der Araber zu groß angegeben sei. Ben Zwi schreibt über diese F*age Im ״Doar Hajom“ und gibt eine Reihe von statistischen Belegen dafür, daß die Zählung nicht richtig durchgeführt sein kann. Insbesondere war die Frage der Zählung der Beduinen eine große Schwierigkeit Zum Äusltiif JaboHnskys Dr. M. Glücksmann schreibt im ״Haarcz" über die politische Lage der zionistischen Bewegung und in Zusamnicnliang damit über Jabotinskys Au.,tritt aus der Be• ivegmig. Glücksmann empfindet in Jabotinskys Brief, durch den er seinen Austritt begründete, viel Richtiges, soweit es Kritik an der Politik der Exekutive enthält. Hier liege das Recht auf seiten Jabotinskys und nicht der Exekutive. Vor iwcl Jahren hätte man über die Politik der Exekutive verschicdcncr Meinung sein können, heute nicht mehr. Nach einer Kritik an der Haltung der palästinensischen Regieiung wird der Exekutive vorgeworien, daß sie die vom Kongreß be- «Iilosscno Delegation an Herbert Samuel nicht abgesandt habe. Die Exekutive habe durch die Nichtbeachtung dieses Kongreßbcschtusscs die moralische Autorität der Zionistischen Organisation erschüttert, und cs sei nicht zu verwunden, wc::11 nun auch andere (gemeint ist Jabotinsky) diese Autorität »icht achteten. Die Legalisierung der jüdischen Gemeinden Jerusalem. (J.C. B.) In einer Sitzung des Waad Lcumi in Palästina wurde dem Unmut darüber Ausdruck gegeben, daß bisher seine Legalisierung durch die Macht Weh nicht erfolgt ist. Es wurde eine Abordnung ztim Ober- Kommissar von Palästina entsandt, um ihm die Lage der 1;l:>ci1en Bevölkerung im Hinblick auf die bevorstehenden V״ählcn in den Gesetzgebenden Rat auseinanderzusetzen. Die ■Ltglieder der Abordnung betonten die Notwendigkeit, die iMschcn Gemeinden im Lande noch vor dem Zusammenheten des Gesetzgebenden Rates zu legalisieren. ■ Sir Herbert Samuel gab der Abordnung die Zu- Sicherung, er werde seinerseits alles nötige veranlassen, , die rasche Legalisierung der Gemeinden a sichern. Die letzte Volkszählung in Estland Riga. (J.C. B.) Das Resultat der Mitte Januar in Estland jEttgehabten Volkszählung liegt nun vor. Sie ergab eine Oesamtbevölkerung von 1109 479 Seelen. Von der nicht- Absehen Bevölkerung sind 58000 Russen, 16 485 Deutsche, w3 Letten und 5230 Juden. JUED1SCHE RUNDSCHAU Seite 97 ■m, iir!! Wir <( d!*f*£wun1i<־n,יי H Bttckilchi auf die tiarkc Por o- <־.höhun;i vuui die t •rin itciii• denen P>eite f r C mv*־rt», Ircl/b.'inder uiw die A (1״״rm«״l grbßhren für da* taulernte Quirlal für >1 Itfc Lfl־ul־r zu r ühen. De Aboene. 1.io,i-iK:•n beim en Idr d e Zeit vom l, Januar bl* 31. März 1923 für Edland, l cll'and, Litauen M. 4 OOO.— für l*״len . . p. M pnoO — für Unß. rn .... Kr 800 — Die Uebrrwcl'unif de» Gebühren ׳•!fntet für!Inland, etlUnd, , (tauen durch Entend ing V91 Orlginn nuten oder Sehe ׳• Im eln)!r»cbrlcbe en riet, tiir Pol 11 durch Ein* h und aut «mer n*DKk״n>o b־l der AHg!» I en Verkrh *bank Wien, ilmle Kral« .111, für U׳«|*«rn du.<h Ein »klung aut da Po*i- «parkaucnlionfo .,Die Well ' Nr. >5 055. V» ir fordern hierdurch unin n Abonnenten In •den be« treffendeu Länder,• auf. um die Nnixzahluog In Höhe von IZ".0 r׳l., bezw. 6500 poln. M. und •100 ung. Kr. umgehend zu ubrrwcltcn. Verlag Jüdisdir; Rundschau G. m. b. H. •■ Keriiit W iS, Sädulidie Sir. 8. En Assimilant jüdischer Mmisier in Eilauen? K 0 w n 0. (J. C. B) In den Wnndelgiingcn des Sejm war das Gerücht verbreitet, der vom Sejm mit der Neubildimg des Kabinetts betraute bisherige Premierminister Ualwanowskl sei entschlossen, das jüdische Mitglied des Kreisgerichts, Herrn Friedmann, als Minister für jiidische Angelegenheiten in das neue Kabinett zu berufen. Wie dem Kownocr J. C. B.-Veriicicr aus autoritativer Quelle mitgetcilt wird, beruhen diese Gerüchte auf Wahrheit. Die Erncnatiiig Friedmanns zum Minister für jüdische Au- Gelegenheiten stehe unmittelbar bevor. ln jüdisch-politischen Kreisen, sowie unter den jüdischen Massen herrscht eine starke Erbitterung darüber, daß Herr üalwanowski cs nicht für nötig gefunden hat, in der Frage der Besetzung des höchsten jüdischen Pöstensim Lande mitden berufenen Kreisen in Kontakt zu treten. Herr Friedmann ist ein assimilierter Jude, der gar keine Beziehungen zu jüdischen gcsclischait'.iehen Kreisen unterhalten hat. Er war Mitg'ied der Hnuptwahlkommisslon, yrciche einen großen Teil der Mandate der nationalen Minderheit, darunter auch mehrere jüdische Mandate, annulliert und auf diese Weise .mitgcholfcn hat, daß sich Juden und Polen an den Arbeiten des jetzigen Sejm nicht beteiligen. Man sicht in der Berufuiig Friedmanns eine Belohnung dafür, daß er gegen die Interessen des iitaiii clicn Judentums gehandelt und geholten hat, die i’o.i.ik der christlichen Demokraten zu sanktionieren. Ll'aulsciicr F. schmus Kowno. (J.C. B) Die litauischen fascistischen Krclrc haben die Ferr der Selbständigkeit Litauens zum Anlaß genommen, um gegen die naii ־malen Minderheiten und besonders gegen die Juden eine intensive Hetze anzufangen. In ganz Kowno waren' Plakate'mit der Uclkfs'chrift ״Verband litauischer Fäscistcn“ geklebt, ,in .,welchem zum Kampf gegen die Mindcri1ci.cn, als dem Feind Litauens, aufgeruten wurde. Die tage ln Wien Wien, 20. Februar. Das Ulniihcrgreifcn der deutschvölkischen Monlpropaganda nach Wien hat bereits vor einigen Wochen anläßlich des Vortrags von Professor Magnus Hirsch- Feld zu schweren Ausschreitungen geführt, über die wir seinerzeit berichteten. Am Sonnabend, den 17. Februar, ist es zu einem neuen Zwischenfall gekommen, der noch ernstere Folgen gehabt hat. ln Hictzung fand eine deutschvölkische Versammlung statt, die von 45 Teilnehmern besucht war. Nach der Versammlung kam cs durch ständige Provokationen der völkischen Kreise zu ”Prügeleien zwischen ihnen und einigen Arbeitern, bei denen die Monarchisten, nachdem sic sich zuerst nur ihrer Knüppel bedient halten, schließlich zum Schießen übergingen. Ein -Arbeiter wurde getötet, zwei andere schwer verletzt. Es wurden 12 Verhaftungen vorgcnonimcn. Diese Vorgänge zeigen den ganzen Emst der Situation. Es handelt sich im vorliegenden Fnllc zufälligerweise nicht um Ausschreitungen gegen Juden, aber die aufgehetzten deutsch-völkischen Gruppen werden heute Arbeiter überfallen und morgen Juden. Es wird von der Energie der Regierung abhängen, ob sie gegen das Uclwrliandnchincn dieser Unsicherheit rechtzeitig cinschreltct. Das scheint bisher nicht der Fall zu sein. Im Nationalrät wurden die eben geschilderten Vorgänge in Hietzing von sozialdemokratischer Seite aus zur Sprache gebracht. Von christlichsozialer Seite wurde erwidert, die Regierung aber schwieg und nahm zu den Vorgängen überhaupt keine Stellung. Es braucht nicht gesagt zu werden, daß die Erregung in Wien eine ziemlich große ist, da mau das Gefühl hat, daß sich die Verhältnisse mehr und mehr den Müiichncrischcn nähern, ja sie vielleicht schon übertroffen haben. P. Kulturarbeit in Bcßar&bien In Beßnrabien hat sich in den letzten Fahren in über• naschender Weise ein Schulwcrk auf hebräischer Grundlage entwickelt, das heute nicht weniger als 43 Volksschulen, 15 Kindergärten und 15 Gymnasien um- .faßt. Diese überraschende und segensreiche kulturelle Täiig- 'kc.it ist iu jenen Jahren entstanden, da in Beßarabien durch die Loslösung von Rußland der Einfluß der russischen Sprache zurückging und andererseits die rumänische Sprache noch nicht imstande war, sich, durchzusc'zcn. In. neuester Zeit bestehen größere Schwierigkeiten duVcli das Verlangen der rumänischen Regierung auf stärkere Berücksichtigung des Rumänischen in diesen Schulen.י Die Einbürgerung in Rumänien Die rumänische Judenfrage ist, seit die rumänische Regicrung die die Gleichberechtigung der Juden verbürgenden Bestimmungen des Berliner Kongresses von 1878 nicht zur Ausführung gebracht hat, nicht von der Tagesordnung ver* schwunden. Nachdem durch den Ausgang des Krieges Rumänien durch Ang'iedeiung von Beßaiablen, Transsylvanien und Bukowina seinen Umfang mehr als verdoppelt hat, ist die rumänische Judenfrage'insofern in ein neues Stadium getreten, als die Juden dieser neubeset/ten Gebiete ohne weiteres die gesetzliche Gleichberechtigung besitzen und man somit die Rechtlosigkeit der Juden Altrumänicns auf die Dauer nicht fortbestehen lassen kann. Der jetzt veröffentlichte Ver• fnssimgscnlwurf enthält mm, nachdem die Gleichberechtigung bereits mehrfach proklamiert worden ist, einen Artikel 133, in dein bestimmt wird, daß ״alle Juden die rumänisch« Staatsbürgerschaft erlangen können,' weiche nachweiseil können, daß sie am 2. August 1914 nicht An gehörige eines fremden Staates gewesen sind“, Der Wortlaut dieser Bestimmung Hißt kaum eine andere Deutung zu, als daß die ״liberale“ rumänische Regierung entschlossen ist, den Juden Altrumäniens auch weiterhin ihr« Stellung nufer Fremdeurteilt zu erhalten. Denn dieser Art. 131 verlangt die Beibringung eines ״negativen Alibibeweises״, wie cs die ״Ostjüdische Zeitung“ mit Recht bezeichnet. Die Bestimmung gibt jeder rtimiinischen Behörde die Möglich• keit, von einem die Einbürgerung verlangenden Juden den Nachweis zu fordern, daß er z. B. am 2. August 1914 nicht Staatsbürger von Paraguay oder von Siam gewesen sei, ein Nachweis, dessen Erbringung unmöglich sein dürfte. Die einzig würdige Lösung der Einbürgerungsfrage ln Rumänien kann natürlich nur darin bestehen, daß die rumänische Re• gicrung erklärt, daß alle Juden Rumäniens Staatsbürger sind, ausgenommen diejenigen, die ausdrücklich für eine fremde Staatsangehörigkeit optieren. Wir hoffen, daß der energische Kampf, den das rumänische Judentum für seine uncingeschränkte staatsbürgerliche Gleichstellung führt, von Erlolg gekrönt sein wird. Intransigenz der rumä׳ heben Studenten Bukarest. (J.C.B.) Die Verbände der rumänischen Studentenschaft hielten eine gemeinschaftliche Versammlung ab, in welcher beschlossen wurde, an den im Memorandum an die Regierung niedcrgclcgtcn Forderungen, besonder* an der Forderunng nach Einführung einer Prozentnorrn lüf die Juden an den rumänischen Universitäten fcstzuhalten, Rückfrittigesuch ton Steinharz Der Rektor der Prager Universität, Steinherz, gegea den sich vor einiger Zeit die Boykottbewegung der antl• semitischen Studentenschaft richtete, hat die tschechische Re• gicrung um ihre Zustimmung zur Nicderlegungseine* Amtes gebeten. Die tschechische Regierung hat sich die Entscheidung darüber Vorbehalten und ist entschlossen, diese* Gesuch nicht zu genehmigen, wenn es im Zusammenhang mit dem antisemitischen Terror steht. Da die Bewegung in der Studentenschaft abgeebbt ist, dürfte Sleinherz durch das Verhalten seiner Kollegen, die größtenteils deutsch-völkisch sind, zu seinem Demissionsgesuch bestimmt worden sein. Deutschland Ruhtbesotzung und Ost judenfrage Bei der Beratung des Notgesetzentwurfs im Deutschen Reichstag wurde von der Dcutschnationalen Fraktion nach• folgender Antrag eingebracht: ״Zur Unterbringung der au» dem besetzten Gebiet amgewiesenen Reichsangchörigen sind in erster Linie die Wohn- und Geschäftsräume heranzuziehen, die von solchen Ausländern — insbesondere Ost• j u d e n — bewohnt und benutzt werden, die seit dem 1. Januar 1919 aus dem Osten in das Reichsgebiet cingcwandcrt Rind.“ Von demokratischer Seite (Abgeordneter Brodauf) wurde ein Antrag cingcbraght, der i;n übrigen mit dem deutschnationalen übercinstimmt, aber die Ostjuden nicht besonders erwähnt Angenommen wurde ein Antrag Stresemann (Deutsche Volkspnrtci), der mit dem demokratischen Antrag übereinstimmt, jedoch die Befristung wegläßt. Joint •Spende und Reicliswohlfalutsausschuß der deutschen Juden Die Ve rteilung der Geldbeträge, die das ״Joint Distribution Committee*‘ für die * notleidenden jüdischen Wohlfahrt*- institutionell Deutschlands zur Verfügung stellt, hat begonnen. Sic liegt in den Händen eines Ausschusses, der sich aus den Herren Eugen Caspary, Dr. Freund, Rabbiner Dr. Hildesheinicr,- Dr. Klei;, M. A. Loeb, Dr. Siegfried Moses, Dr. Sandler, Professor Türk und Kammcrgcrichisrat Wolf zusammensetzt; den engeren Arbeitsausschuß bilden die Herren Caspary, Dr. Fretuid, Dr. Hildesheimer und Dr. Moses. Eingesetzt ist dieser Ausschuß von den Delegierten der 06• meinden, Landesverbände, die zu einem Reichs wo hlfahrtsau sse huß der deutschen Juden zusammengetreten sind. Das sonstige Arbeitsprogramm des Reich•• Wohlfahrtsausschusses steht noch nicht lest. Kein Karlsbader Antisemitismus Herr Richard Steiner, Karlsbad, schreibt uns: Die 'in jüdischen Zeitungen verbreitete Nachricht über, irgendwelche hakcnkrcuzlerisch-judcnieimliiche Tendenzen der Karlsbader Stadtvertretung sind vollständig aus der Luft gegriffen. Die Stadtvertretung hat selbst beim Vorsitzenden der Karlsbader zionistischen Ortsgruppe, Dr. Kohncr, dies« Nachricht energisch dementiert. Es ist unerklärlich, wie eine derartige Naohricht in jüdische Zeitungen lanciert werden konnte. Richard Steiner, Karlsbad. ׳ f ' ךי׳-׳רן «U W V_ - ,W ן ^*-*י***^ ך^יי״יין ר i \ ח ח n 1״«| י*־׳/ ו' \ f j LJ r ,*»»(***יי |T״■ . *!!;!(:; il ן ץזי״י־־י- .d l וייי"^ “ 1 ,! V ■0 G־( ־׳ "׳/)ךח ץי/ץי ,1 I I, •י J "y [ w 1׳ r;.. »; ll ’< ai >' 1 r e' >i; 1׳ c' i t.; 1-i n, f v1 t! •1; ו t t r r i »י h r 1׳ > 0 t h נ! rl h )4 i I;1 t diC »ף ־ ^«•<30 Ii4*׳WjwU fa *uä *4rlf aca Lcj’cXiCS :: PosSs^Kssfetoiüo: Berlin 23247» SOciisIsciis Stfuls 8 4 1 ״ ־־■y: "“"“"'“'י' ־"'■;ך"""׳" ל ' ...... ...’...II...,.

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