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Jüdische Rundschau · 1923-02-23 · Heft 16 (23.2.1923) · page 7

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVIII (1923)
Issue
Heft 16 (23.2.1923)
Date
1923-02-23
Page
– (sequence 7)
Language
German
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JUEDISCHE RUNDSCHAU Seite 03 Nr. 10 fallberalj, der I ס• daUistinj, u er ab« S i und dca t:; , um bei j I ic Fond! ’ umig bc•' liogcudcj privat« »!׳den der lllajessod sobald jonst der |i! binnen Merzeic'i■ bbliotlieL urgsches wendigen e kost«;, Rußland ן. Diese!5 Eigen• ürdc mit ׳](ilcgung hen Ab■ er Ucbcr•' Hing dti ■ teilt sei; n ״Jose'• igescbafft,' als Stadt•! 0 Biichcr,! eren und - gsort ge•, jr Hecacr und Zeit•; ulschland i!1 einen! 1} moderne f| eits einer! || der Bili• f! essierten ,ן ers gute; '• ■linisciica!י! Zustand j! lmiungca1 I)r. Clu-i kommen, brauchen, g sehr er• i weithm und; Nationen «!teil cf• .5 Zeugnis. n I laugt• magoge;׳• unmitiel' Opus hsn• Zelle i!1 bei ihre' tz haben! Dibliot ollstiiud durch d'־ , als «•י!ende i״' urvoiker׳! w N־f ■ill, muH rriiiidei :cf mit vef׳ nar Ei״ vakiscb«1 3-S‘J £'״• jikiiscUc!* i'icil dZ‘ Die Universiläisfrsge 11 ח k a r c s t. (J. C. B ) Am vergangenen Freitag beriet das grolle Kollegium der Bukarester Universität, ob die Universitat wieder eröffnet werden soll. Es wurde beschlossen, die Universität nur in dem Falle zu eröffnen, wenn Ga ranlic(l für die Bestrafung der Hintermänner geschaffen werden, welche die Studenten aufhetzen. Während der Debatten stellte fS sich heraus, daß außer Professor Paulcscu sämt’iche Lehrer dcr Oudapcstcr Universität Gegner des numerus clausus sind. Der Ministerrat ernannte Professor ijimoncscu zum provi- ,fischen Rektor der Universität Jassy an Stelle des zurück- «trctcncn Professors Jorg*. Professor Simonescu hat während der Siudentenunruhcn eine tadellose Haltung ein- Zu der bevorstehenden Wahl eines neuen Rektors an der Jassycr Universität wurde auch die Kandidatur des Professors £11 za angemcldet, welcher bekanntlich der eigentliche Urheber jjCf antisemitischen Studentenbewegung ist.’ poUn Das Schicksal des numerus clausus-Antrages Warschau. (J.C. B.) Nachdem die Schulkommission des Sejm den nationaldemokratischcn Vorschlag auf Einfulirmig der Prozentnorm für jüdische Studierende der Vcr- |jss11n;;skon1n1ission überwiesen hatte, beeilte sich der Vorsit/ende der Vcrfassungskommission, der bekannte Antisemit Lutesiawski, die Mitglieder der Kommission zu einer Sitzung einzuladen, in welcher der Antrag als dringlich zur Diskussion gestellt wurde. Der jüdische Deputierte Dr. Reich beantragte Vertagung, weil die Mitglieder der Kommission nicht Zeit hatten, das Material zu studieren und sich mit ihren Klubkollegen zu beraten. Der Vorschlag wurde abgclehnt. Sodann begründete der Referent Ko n 0 p t s c 11 i n s k i den nationaldcmokratischen Vorschlag und führte aus, daß der numerus clausus der polnischen Verfassung in keiner Weise widerspricht. Auf je 2000 Seelen der polnischen Bevölkerung fällt ein Hochschulhörer, auf je 1000 Seelen der jüdischen Bevölkerung ebenfalls ein Hörer, Auf diese Weise entstellt ein jüdisches Privilegium zum Nachteil der nichtjüdischen Staatsbürger. Der jüdische Deputierte J. Orünbaum erwiderte auf die Ausführungen des Referenten, das Vcrstcckcnspielen habe keinen Sinn. Die Anhänger der numerus clausus- Idee müßten offen bekennen, daß sie einen Verstoß gegen die Verfassung unternommen hätten. Deputierter Grünbaum wies darauf hin, daß auf vielen anderen Oebictcn eine Ungleichheit zuungunsten der Juden herrscht, so z. B. in der Land- Wirtschaft und in den S t a a t s ä m t e r n. Sollte die Prozcntnonn ohne Rücksicht auf die Vcrfassungsbestimmun-;cn durchgeführt werden, werde für die Zukunft ein gc- Jährliches Präjudiz geschaffen werden; die Konstitution wird dann bei jeder Gelegenheit umgebogen werden können. Grünbäum wies an der Hand der Friedensvertragsbestimmungen mit Bezug auf die nationalen Minderheiten, sowie der ein• schliigigcn Bestimmungen der polnischen Verfassung nach, das eine Prozentnorm fiir die Angehörigen einer bestimmten Nationalität sowohl zu dem Friedensvertrag, als auch zu der Verfassung in einem direkten Widersprach stehen würde. Deputierter Lipazowitsch (Thugutt-Partci) führte aus, die Prozcnlnorm stehe mit der Verfassung nicht in Wider- Spruch, sei aber nur an der medizinischen Fakultät bercchtigt. Nachdem Deputierter Grünbaum noch einmal nachgewiesen hatte, daß der nationaldemokratische Vorschlag formell unklar und zweideutig sei, wurde die Zurückwcisung desselben an die Schulkommission beschlossen. Ein Attentat gegen einen jüdischen Parlamentarier Nach einer Mitteilung des ״Hai nF' wurde am vergangenen Freitagabend gegen die Wohnung des jüdischen Deputierten Weinzieh er in Bendin eine Bombe geschleudert, die explodierte und einen Teil der Wohnung zerstörte. Der Deputierte Wcinzichcr und Familie wurden nur durch einen glücklichen Zufall gerettet. In der ganzen Stadt hat das Attentat ungeheure Erregung hervorgerufen. Die Polizei bewacht ständig die zerstörte Wohnung. Man glaubt, daß das Attentant von den politischen Gegnern des Deputierten Wciuzieh’er angestiftet wurde, weil « sich trotz der Warnungen um ein Mandat des Minderheits- ',erbandes beworben hat. Bekanntlich wurde aus der gleichen Ursache vor einigen Monaten im Bendiner Aerztekongrcß ein Antrag auf Ausschließung Dr. Wcinziehcrs eingebracht. Lellland ln Lettland ist ein Autonomiekonflikt atzsgebroeben. Es handelt sich darum, daß der Bildungsminister die Aufhebung (ftr jüdischen Sclmlinspcktion und die Unterstellung der jiidischen Schulen unter die allgemeinen Seluilbspcktoren verfügt lut. Der Minister hat bei Begründung dieses Vorgehens, wie Idzt üblich, mit dem Begriff der Privilegien gespielt. Der ׳"israchi in Let'land hat am 13. Februar nach Entgegenn.1hme eines Berichtes seines Vorsitzenden, des Rabbiners N'urok, cins.imrnig eine scharfe Protesterklärung erlassen. Sic <rt!!iekt in der Maßnahme des Ministers einen Bruch der!';«ctzlidi fcstgelcgtcn Autonomie und erwartet von dem Kampf der nationalen Minderheiten eine Aufhebung dieser Verordnung. Kufiuswahlen ln Budapest Bei den diesjährigen Wahlen zur jüdischen Gemeinde m Budapest gelang es zum erstenmal, eine Reihe führender “11?arischer Zio! cn in die Gemeinde zu entsenden. Gewählt *vuden u. a.: der Vorsitzende des ungarischen zionistischen Landesverbandes, R.-A. Dr. Leopold Ostern, der Redakteur “'e5 zionistischen Organs ״Szido Sucmle“, Dr. Josef Schön* ״W, der Redakteur de'r jüdischen Zeitschrift ״Mult Es Jövö“, [)f• Josef Patai, R.-A. Dr. Kahan-Nisson, Dr. Nikolaus Hajdti, Dr. Ludwig Fischer, Gabor Munk, Ille» Braun, sämtlich aktive arbeitende Zionisten. ÖÜjrO: ׳׳£»׳■•»! Berliner Kalender F׳!vrHnr1r Vsmijnlytutp:, BnrUn O 1», ffoyrtolatrftt• 8 Toloplir'n: Zojitmm konto No. 11ÄXM Btü» NW <. Kan«onv<0rwnhuni* der H, Z. V buuiittbuud dun ‘.ti. Kol1run»r •b«nd» 8 Uhr in 4<m lUtumon do> Z. J,Ve, f!d Yortraf? Cliawor Arloiorofi atmri ״L!q:1M1»tlo««*Zloa!fran••. Gr»pp« NonI, im lloitimrfknt היןון->1נ, flrmon! 11*l©r ßtr. i »b©ß<l* י Übr GfRP iKritnllNKtrcm!• Itoziluti'oneo, muiikftthcvbn VortrltRp, Jurg .nll^flop, rbyihmüicht Tftn«♦, TotnHoift, Kuoh׳mvurlc*nt’, Oofl. Spinden rbrton im Krim Ko**nl׳«rfff Köjumloktr ßtr. 08*. Fr»t» Hperbor, Zi'lidi'inokor Htr. lil mul Frag llolUutlflr, Lothrm*or Htr, Montag, den SH. Kobru*r »bend■ 8 ültr» ilÄ|KH׳l•U*x«fr und Z!on1*tUe11»r J1»*tAdv«rf(a, Kurs Artonoroff: "(!••rhlrlit• and Tl״׳orlo dr• slonlatlaclien 8011*11•■«•״, lUsnitAf, dsu 2t. K^brnnr •b*nd» 8 Vhr 7,lottl»tt»rh»v nr>tl!!g8|r»tat1tf, R5 Otrf U«Inhold Uohai ״Ul• Jil■*»*״• ts slOKltilseh•• berrrgo»«.** Mittwoch, dort F*hrutif •bonds 8 Uhf Grwppp (>•(, in don Unfon*äl«n, Or0lfM»a!d»r Btr. 22^ H«rr ß»״A. Koiu KusonidUth. dnr Vorniiy-omlntlos ■tonlsh I48udosT«rbsad«f, über: ״rcoblftme dos Z100tnt1&1;M Gruppe Und, la d«r Kottbuser Klftme, Kottböior Damm 00, Nithe Kotflm»or HrDckft Herr Dr. Fritas Döwouiioini wU>a Uroblam der |BdUch•■ Schalt•, ilspoll*n«14tr. ikb^ndt 7 Uhf Leseshend •— Uomninsßmo DoWtÜr• dei ״liApoil*nt1tlr Loiymg Chawer Blumherg, fonntbnnd. d׳>n H. MKr■ iUpuid* lUxaYr, in den URtimtn de« Z. J. Y,, BeiHgoUUtrftS• 62,!,«tlmfeler. MiUwouh, den 7. Mftrt •bei,da 8 Uhr Grai pe Ont, in den Unlon«Mon, Oroif«wahl«r fttraß• v‘,bl II«1r L't, Arioaorolft aUl• wtriirtiftltlloh• 1,«^• 1■!,»Ustln*.. Dicnatag, drn 1H. Mftr* ■,bends 9§^י Uhr Gtapp« UtferloUmbarr, Im KMinoroat^nranti. Wilm*r»dorfef biraS• 108 llorr K־.׳A. Dr. Klooi ״Tobrertil uoa R«lta1ebkl.u (Dur tur d«*n 6. Mir! •ugekUodtgtu Vurtraag IftlU 50s.) Brie! aui Zürich Die Verliiiltnisse in der Schweiz sind für die Juden keineswegs derartige, wie man sie nach dem Rufe erwarten sollte, den die Schweizer Eidgenossenschaft in der ganzen Weit genießt. Schon vor dem Kriege hat die Schachtfrage großes Aufsehen erregt, und bis zum heutigen Tage sind diejenigen Schweizer Juden, die auf rituelle Verpflegung Wert legen, gezwungen, sieh aus dem Auslände koscheres Fleisch zu beschaffen, da das Schächten aus mißverstandener Ticrfreundiidikeit ausnahmslos verboten Ist. Alle Versuche von jüdischer Seite, die Abänderung dieser Bestimmungen zu erreichen, ist vergeblich gewesen. Jetzt hat eine neue Maßnähme die Schweizer Juden aus ihrer manchmal allzu behäbigen Ruhe aufgcsdircckt. Die Züricher Zentralschulpffcge hat verboten, daO jüdische Kinder künftighin am Sabbath vom Schreiben befreit werden. Es bedarf keiner Auseinandersetzung, daß diese Bestimmung die traditionell lebenden Familien in die schwersten Gewissenskonflikte bringt und daß es Unverstand-!ich ist, wie diese Bestimmung überhaupt erlassen werden konnte. Wenn, wie man behaupte», die Züricher Schidvcrwaltung diese Anordnung im Interesse der »genannten 01e!d> heit für notwendig hält und die bisherige Befreiung jüdischer Kinder aus traditionellen Häusern vom Schrcibcn am Sabbath für ein unzulässiges Privileg erklärt, so muß dieser Anschauung mit allem Nachdruck cntgcgeugctrctcn werden. Es Ist bereits von jüdischer Seite alles unternommen worden, um eine Rückgängigmachung dieser unerhörten Anordnung herbeizuführen. M, Mitteilungen des Clialuzverbandcs für Deutschland Berufsausbildung der Chaluzim. Der Chaluzvcrbnnd für Deutschland hat Möglichkeiten geschaffen, um in weiterem Maße als bisher die so not wendige Förderung der noch in Berufsausbildung befindlichen Chaluzim durchführen zu können. Hierzu brauchen wir vor allem genaues statistisches Material in bezug auf die wirt scliaitlichc Lage und das Bcrufsverhältnis der einzelnen Chaluzim. Den bestehenden Cliatuzgrupficn, sowie einer Reihe Chaluzim und Chaluzoth, mit denen wir fn Verkehr stellen, haben wir die unten angeführten Fragen bereits vorgclcgt Es ist uns infolge technischer Schwierigkeiten nicht möglich sämtlichen Chawerim und Cliawcroth, besonders denen aui dem Lande, einen solchen Fragebogen zuzusenden; wir hoffen, daß durch diese Bekanntmachung die Fragen noch einer Reihe von Chaluzim zugängig gemacht werden und bitten um prompte und ausführliche Beantwortung derselben, ohne erst eine besondere Aufforderung unsererseits abzuwarten. Es handelt sich um folgcndo Fragen! 1. Name. 2. Geburtsdatum. 3. Bcrufsverhältnis: Lehrling (seit . . . .V, Geselle (seit ....), Volontär (seit ....). 4. Durehsduuttsverdicnst im Monat: Barlohn . . . 7 Logis, Kost, Naturalien, 5. Privatverhältnisse: Wohnt zu Hause, wird von Hause verpflegt und zu welchen Teilen? 6. Hat Eltern oder andere naive Verwandte ln Deutschlami oder sogar Im Arbeitsort? 7. Bezieht Geld oder andere Unterstützungen, Lebensmittel, Kleidung tmv. von Hause. 8. Hat andere Hilfsquellen, Nebenberuf, regelmäßige Unter- Stützung usw. 9. Besondere Bemerkungen. Tcclinische Kurse Der Chaluzvcrb.ind in Deutschland hat fn Berlin mit Unterstützung des Arbeiterfürsorgeamtes der jüdischen Organisationen Deutschlands und der Gesellschaft ״Ort“ tcchnischc Kurse eingerichtet, in denen hauptsächlich aic Anfangsgründe des technischen Zeichnens, Mathematik und Fachzeichnen überhaupt gelehrt werden. Der Unterricht wird in jiddischer Sprache erteilt, und die Kurse kommen besonders für ostjüdisehe Chaluzim in Frage, denen die deutsehen Fachschulen im allgemeinen verschlossen sind. Das notwendige Material kann eventuell gestellt werden. Wir machen sämtliche Chaluzim, die sich zurzeit In Berlin in technischen Berufen atisbildcn, auf die besonders günstige Lerngclegcnhcit aufmerksam und hoffen, daß sich noch zahlreiche Chawerim für dieie Kurse melden werden. Ke Mehlungen können «duiftiieh oder mündlich kl unserem Büro erfefgea. Cbaluzvcrband für Deutschland, Berka 1צ* Jüuser Sir., Logenhaus, Nord au - Pcfcr Zu Ehren Max Nordans veranstaltete da» Lokalkomitoa der Organisation der russisch-ukrainischen Zionisten im n1th11ncrs.ini, Lützowstraße, eine Traticrfeicr. Prof. Dr, Ludwig Stein, den eine jaluzelmtelanp.c LrauukcUaft mit NordaU vciknüpfte, entwarf in seiner Gedächtnisrede ein Bild von dein Schriftsteller und Deuker, während ing. Wladimir T i o 111 k i n, Qi. G r i n b c r g in russischer und Dr, S. Ti eh er n i <:11 o w ■äk i in hebräischer Sprache die Bodcutung Nordaul als Zionisten würdigten. Lax Chopinsdiö Traucrmarsdi beendigte die Feier. Das Büro des Paläsflnaflmfes ßefindet *ich ab 25. Februar 1923 Bcrlin-Wihncrsdorf, Emscr Straße 11/12. Alle Püshendtmgen sind ausschließlich an diese Adresse zu riditcn. — Tckphananschluß wird später bekanntgegeben. Die Freie jüdische Volkshochschule nimmt Ihre Vorlesungen Mitte März wieder auf. Die Fort- *etzung der Vorlesung des Herrn Dr. Gerhard Scholem über ״Geschichte der jüdischen Mystik“ beginnt bereits am Donnerstag, den 1, März, abends 8 Uhr, in der Hochschule für die Wissenschaft de» Judentum* (Artillerlcstr. 14). Hebräische Sprachschule in Berlin Anfang April eröffnen wir zu Beginn de* neuen Sommersemesters (X. Semester) neue Klassen für Anfänger und Fortgeschrittene. Mündliche und schriftliche Anmcldunfjen werden bereits ciitgegengenommcn. Sprcch״• zeit bis auf weiteres: Dienstag abends 8 Uhr in der Hoch* schule für die Wissenschaft des Judentums, Artillcriestr. 14, I, Zimmer 4. Schriftliche Anfragen sind zu richten an: N. Berg* grün, p. Adr. Zentralbüro der ״Tarbuth“, Qiarlottenburg׳, Savignyplatz 9/10, Telephon: Stcinplatz 64. ״Intimitätspsych01 ogle und religiöses Erlebnis“ Am Sonntag, den 25. Februar, findet im Logenhaus(, Kleiststraße 10, die vierte Vorlesung von Herrn Professoit Sclmcurson über ״Intünitätspsyclvologlc und religiöse* En• Icbnis“ statt Jüdisch * nationale Frauenvereinigung Die jüdisch •nationale Fraucnvcreinigung beabsichtigt zwei Kurse einzuführen. Es werden sprechen: Frau Hedwig Meyer- Lübke über ״Einführung in die zionistisch-politische Frauenbewegung“ und Frau Lina Wagner-Tauber über ״Einführung in die soziale Arbcif" mit anschließender Besichtigung versdiicdener Anstalten. Die Kurse sollen in den Wohnungen der Rcfcrcntinnen startfinden. Meldungen sind zu richten an Frau Herniy Frank, Eisenacher Straße 29, Stephan 8579. Der nächste Ausweis des Jüdischen Natlonaifonds erscheint am 6. März. Wir erwarten, daß jeder Ort in diesem Ausweis mit einem größtmöglichsten Spendenertrag vertrete« sein wird und bitten, die gesammelten Spenden sofort zu übersenden an den liuüsclicn Nationalfonds, W15, Sächsische Straße 8, Postscheckkonto Berlin 28 247. Gesucht Taube Ooldstein geb. Karzowitsch aus Warschau (Zeyzcb bei Warschau), GefL Nachrichten an Rabbinat Schneidemülif. Die Ortsgruppen Dresden. Die Zionistische Vereinigung Dresden veranstaltete am 6. Februar einen literarischen Abend. Otto Bernstein und Jenny Schaffer-Bernstein, Mitglieder des hiesigen Staatstheaters, lasen den ״D y b u k“. Die Künstler verstanden es in meisterhafter Weise, mit fort■ reißendem Schwung und Wärme das Publikum zu packen. Die Wirkung des Vortrages wurde durch die Harmoniumbeglcitung unseres Gesinnungsgenossen Josef Gold st ein erhöbt, wozu er die Noten geschrieben hatte. In stürmischem Beifall verliehen die Anwesenden ihren Gefühlen Ausdruck. Es ist zu wünsehen, daß die Veranstaltung auch in anderen Ortsgruppen wiederholt wird. Leipzig. Die Zionistische Vereinigung Leipzig hielt am 6. Februar Ihre diesjährige Generalversammlung ab. Nach den Eröffnungswortcn des Herrn Dubincr erstattete Herr Tumpoivsky den Tätigkeitsbericht. Nach einigen Gedenk• Worten für Max Nordau berichtete der Redner über den Keren Hajcssod, Der praktische Erfolg ist darin zu erblicken, daß von den Eingängen des deutschen Keren Hajcssod 20 0/0 aus Leipzig stammen, das doch nur 3 bis 4 0/0 der gesamten deutschen Judcnlieit umfaßt. Ferner berichtete der Redner über die Propaganda-Tätigkeit, die Jugendbewegung und die Gerneindepolitik. Mit einem Ausblick auf die nächsten Aufgaben, insbesondere die Keren Hajessod-Arbeit, die Weckung der Privatinitiative für Palästina und die Erweiterung des Kreises der Mitarbeiter, schloß Herr Tumpoivsky seinen Bericht. Den Kassenbericht gab Herr Sudowicz, den Bericht des Nationalfonds Herr Krelstmann. Zu den Gesamteinnahmen des N.-F. in Deutschland im Jahre 1922 von 15 Millionen Mark, gleich 2000 engl. Pfund, trag Leipzig 1,75 Millionen Mark bei und steht somit, hinter Berlin, weitaus an erster Stelle. — Zum ersten und zweiten Vorsitzenden wurden Herr Dubincr und Herr Tumpowsky wiedergewählt. Der Mitglicdsbcitrag für das erste Halbjahr 1923 wurde auf 1000 M. festgesetzt. Ferner fand eine Aussprache über Kulturarbeit statt. Demnächst soll eine Hebräische Sprachschule und ein hebräischer Kindergarten eröffnet werden. Am 11. Februar fand im Stadt. Kauihaussaal ein Liederabend von Leo Gollanin vor vollbesetztem Hause statt Das reichhaltige Programm gab dem Künstler Gelegenheit, seine Vielseitigkeit zu zeigen, doch war entschieden der Beifall bei den heiteren Darbietungen am begeistertsten. Es gelang dem Publikum, nach der letzten Programmnummer noch mehrere Zugaben von dem Sänger zu erbitten. Die feinfühlig sich anpassende Begleitung trug wesentlich zu dem bleibenden Eindruck des Abends bei. Schluß des redaktionellen Teils. Pül28lil!a-ürB2Ü!3SüS OSKa-äülüMÖ Li BmJ&o&U» DamntMter u. Nstlonalbank, B*rllo, SchinkelplsU i-i. PesUcheckkontef Berlin Nr, 104951.

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