Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVII (1922)
- Issue
- Heft 96 (5.12.1922)
- Date
- 1922-12-05
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 635 Deutschland Judenlicüc ist straflos Gegen de» Hauptr.chriftleitcr der ״Deutschen Zeitung“, Dr. Max Mnurcnbrechcr, verhandelt« die Stralknmmcr in Moabit wegen «,eines Aufsatzes ״l>!c jüdische I nlsi-hniif»‘*, in dem die Slnntsainvntlschnlt die Verletzung des § 130 (Aut• reizung וחית Klassenhaß/ «*rblicktc. Der Artikel knüpfte ,ווו die angeblichen Fälschungen an, die Kurt Eisncr nach Ausbruch der Revolution iat seiner Eigenschaft als liayrischcr Minister- Präsident durch Veröffentlichte»;? aus den Akten des bayrischen Auswärtigen Amtes begangen haben soll. Der Verfasser slcllt dam» Eisncr persönlich ein Ehrenzeugnis aus und erklärt, die Tatsache, (hfl ei» Ehren»!,um wie Eisncr sich einer derartigen Fälschung schuldig gemacht habe, aus reinen jüdischen Rassen• eigentiimlichkeiteii und dem sich daraus ergebenden Haß gegen alles deutsche Wesen, Er bestreitet dann, daß für Eisncrs Verbreche» nur Eisncr selbst die Schuld getragen habe, sondern daß das Juden tun! dafür ״haftbar gemacht“ werden müsse, uml fordert d.wn ״die Aufhebung der staatsbürgerlichen Gemeinschaft zwischen Juden u n d Deutschen וו n d die Entfernung des hochverräterischen Volkes aus unserer Mitte.“ Die Verteidigung des Angeklagten gipfelte in der Darlegung, er habe keineswegs zu Gewalttätigkeit im Sinne des § 130 aufgereizt, vielmehr habe er ein politisches Diagramm fonnulicrl, das eine künftige nationale Regierung, auf deren Kommen er hofft, auf verfassungsmäßigem Wege erfülle» soll. Gerade die Forderung, die er aufsfellt (Entziehung der Staatsbürgerschaft usw.) beweist, daß er keine andere Folgerung (z. 1t, Not- Wendigkeit eines Pogroms) zieht, ln seiner Rede vor Gericht wiederholten Dr. Maurenbrecher und sein Verteidiger Dr. Hahn alle jenen tollen Beschuldigungen gegen die Juden, die Bosheit und ziclbcwullte Demagogie ui kranke Gehirne träufelt: Die luden habe» ein Kompott geschmiedet, um Deutschland das Messer an die Kehle zu sef/.en usw. usw, und kein Richter widersprach dem Blödsinn. Justi/.rat Halm verstieg sich sogar so weit, dem Ccntralvcreim die Lehre zu geben, er sollte lieber derartige l.air.lesvcrrätcrci wie die Eisncrs verhindern, statt deutsche Bürger zu denmatenen. (Unwillkürlich muß man — trotz der traurigen Sache — lächeln, wenn man sich vorstellt: 1918, im Frühlingstaumel der Revolution, der würdige Centralvcrcinsrepriiscntant, der Eisncr seine Politik vorschrcibt ,,,!) Dr. Hahn betonte, daß dieser Prozeß!*sondere Wichtigkeit hat, weil er als erster nach da» bekannten Erlaß des preußischen Jtistizminislers über den Antisemitismus vor sich geht und daher beweisen muß, daß ״die antisemitische Gesinnung noch frei ist im Deutschen Reich.“ lX׳r St.׳vtsamvalt war sehr schwach. Er verwies auf die Gefährlichkeit der antiseinilisclicn Hetzer eiet» der letzten Zeit, die durch Mauronbrcchcrs Artikel Nahrung erhielten, und beantragte 3 Monate Gefängnis, Maurenbrecher hatte die Unverfrorenheit• zu behaupten, daß von antisemitischer Seite iwemals Gewalttaten verübt wurden, wohl aber von der Gegenseite (!1), der gegenüber sich dann die Deutschen in Notwehr befänden . ., Das Gericht sprach Maurcnbrcchcr frei. Es war wohl nicht anders zu erwarte». Das Gericht hielt sich an den Wortlaut des Artikels, der bei aller Schärfe vorsichtig geschrieben ist, und verhüllte seine Augen vor den Tatsachen des realen Lebens, vor dem Zusammenhängen imd Folgen, in deren Ablauf dieser Artikel gehört. Dies eine Ermunterung zum Weiterhetzen ,, , JlTEPTSCHE R UND SCHAU Ein Brief S. Dubnows An die Redaktion der ״Jüdischen Rundschau״, Berlin. Seitdem ich nach Berlin gekommen bin, erhalte Ich von verschiedener ,Seite Linl.uln/igcn, an wmcii5ch.1ftlieli-llter.1ri• sehe״ Publikationen tcilzitnclimen, Vorlesungen zu halfen, in öffentlichen Organi.iatinnen 1uit/.u,1rbeitei1, Versammlungen zu besuchen usw. Zu meinem Bedauern bin ich gezwungen, alle diese oft sehr sympathischen Vorschläge ,׳ibzuleliiic», indem ich in jeder Antwort ein und denselben Grund angebe. Um solche Wiederholungen zu vermeiden, entschloß Ich mich dazu, diesen Grund liier öffentlich hekanntzugeben. Ich habe mich in Berlin niedergelassen, da hier meine vielbändige ״Geschichte des jüdischen Volkes“ 111 mehreren Sprachen gedruckt wird, 11m hier mein Lebenswerk zu vollenden. Diese komplizierte Arbeit, die die Kräfte eines einzclncti Menschen fast übersteigt, absorbiert meine ganze Energie in der Gegenwart und für die nächsten Jahre. Solange ich dieses:. Werk und eine Reihe Monographien (Geschichte des Chassidismus, u.«.) nicht zu Ende gcfi'mrt habe, kann icii mich durch keine anderen Arbeiten, selbst solchen, die meinem Arhcilsfelde nahclicgcn, ablciikcn lassen, in meinen Jahren bei unvollendeten Arbeiten, zwingt *ich die Warnung auf: ״Kespice finem“. leb hoffe, daß dieser Grund als entscheidend anerkannt wird und daß man mir keinen Vorwurf daraus macht, daß ich mehrere Arbeiten ablchnc, um die eine, die Lebensarbeit, zu vollenden. Ich würde den Redaktionen von Zeitungen und Zeit* schritten dankbar sein, die den Inhalt dieser meiner Mit• tciluiig veröffentlichen würden. Berlin, den 26. November 1922, Nr. ÖS S. Dufcnow, TS «fc ־* imiiiiiüiiimiiiHiiiiiniitiiimiiimiHiiiiiiiiiMiiim db3 imiiiiiuiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiinniiiiiiinintiiiiiimin KEREN KAJEMETII LEJISRAEL Sonntag, 10. Dezember, K12 Uhr im Union-Theater AlexonderpUt* de* 5 •kti; f & h rang de* a Film IS< mit dem dn I 0 n t h e 1 t r«0 r e h 1 t •r mit einer großen Anzahl neuester Aufnahmen der Kolonien Sichren Jakob, Pelncli Tikwah, RUchon I# Zion o. a, Der Film wurde ferner durch Dmtellungen der Nn(ion*lfond1täti;keit in den letzten Monaten auf den Siedlungen im Emekjetrcel ergänzt. KartartvArvAtkauf t*«l koBtnlif-rjf.OrenmlkfiU, IW, Ew«f, Kn«1«WW»tf. SI*M* Jvirovicr, Kl PriUi1Jtt,Uattf.3t Oatert•?, Aug6Wrg*följ,2ß, Ü. &V.,&«y«i«Ulr.3 * v '/Wk v v ■•ww w« 7^73 ׳;ו1!ן!וןוז)!זו!!!זח1זז1!;ון;זז!111וןןש 1!ן!ו!!!ו!!!1ן iiiiii'iuiiwiiiiiiiiniiniiiii'miiiiiiwiiiiininiiiiiifinipisifttwimfs VORANZEIGE Mittwoch, den 13. Dezember a» r•./ 0* j Angriff tsf den Keren Hajessod Wir haben schon häufig der Meinung Aasdruck gegeben, daß es bei gutem Willen und etwas Opferwilligkcit für die deutschen Juden keinerlei Schwierigkeit sein dürfte, ihren Verpflichtungen gegenüber dem Keren Hajessod in vollem Umfange nachzukommen, ohne dabei die jüdischen Institutionen fn Deutschland zu vernachlässigen, von denen wir alle wissen, daß sie sich vielfach in Notlage befinden und einer Unter- Stützung bedürfen. Wir halten cs in den meisten Fällen für eine Ausrede, wenn Juden ablchncn, für den Keren Hajessod zu geben, weil jüdische Institutionen in Deutschland Not litten. Selten ist dies freilich in einer so verhetzenden und aufreizenden Form geschehen, wie in der .,Jüdisch- Liberalen Zeitung“, die allerdings wohl mit Recht bei ihren Lesern keinerlei Kenntnisse vorauszusetzen braucht. Unter der llcbcrr.clirift ״Warum deutsche Juden Not leiden“, werden dort i.iiiige Ziffern über die Keren n.ijcssod-Eingäiigc wiedergegeben, die wir In der ״Jüdischen Rumlseliait" veroff entlieht hatten. Ein Satz, lautet: ״In anderen Landern mit Edelvaluta, so in der Schweiz und Italien, hat man so wenig gegeben, daß die zionistische ,Jüdische Rundschau‘ diese Zahlen keusch verschweigt.“ Die liberale Zeitung dagegen verschweigt keusch, wie viele Juden es in Italien und der Schweiz gibt und ob sie deutsches Judentum in seinem Rang innerhalb des Gesamtjudentums etwa hinter dem italienischen einreihen möchte. Die Behauptung, daß die Not deutscher Juden darauf zurückzuführen ist, daß die deutschen Juden zu viel für den Keren Hajesspd gegeben haben, ist eine derartige Verdächtigung, daß cs sich nicht lohnt, auf sic einzugehen. Wir empfehlen der ״Jüdisch-Liberalen Zeitung“, sich mit den reichen deutschen Juden, die sich fast samtlieh ״liberal" nennen, einmal darüber zu unterhalten, ob ihre großen Keren Hajessod-Spendc» es ihnen unmöglich machen, für die jüdischen Lehrer anständige Gehälter zu bcwilligen und jüdische Krankenhäuser tot erhalten. Presseschaa In der Voss Ztg." vom 2. Dezember behandelt Dr. Ismar Freund das” Thema ״Schulzwang am Feiertag״ und weist die Oesetzeswidrigkeit des bekannten sächsischen Erlasses nach. Im 8״ Uhr-Abendblatt" erklärt der Sozialist Dr. August Müller, auf dessen von der ״Deutschen Zcrttiug“ seinerzeit zur Ostjudenhetze mißbrauchten Artikel ״Der Zug der Geier wir tu unserer Nr. 91 hingewiesen haben, daß sein Angriff sich nur gegen das Treiben der Spekulanten nach Art der Herren Casiglfoni, Bösel usw. gerichtet hat, daß ihm jedoch antisemitische Bestrebungen tendieren. Insbesondere der Ostjudenfrage stelle er mit dem größten Verständnis für ihre wirtschaftliche und humanitäre Bedeutung gegenüber. ־— Um so mehr beweist dieser Fall, wie vorsichtig man bet diesem heiklen Thema sein muß, da nicht nur die ״PeutscheZcltung sondern — wie die Ostjudondebatte im Landtag zeigt — auch werte Kreise Andersgesinnter Herrn Dr, Müller mißverstanden haben. Oskar Baum, der bekannte Prager Jüdisch« Dichter, wird •m Sonntag, den 10. Dezember, 11'/נ Uhr vorm., in der Ewcrbuchhandlung, Kneacbeckstr. 54, einen Vortrag halten, ln ddm er speziell auch auf Blühers letzte Schrift: Secessio judalca“ eingckn wird. (Da* Thema lautet! ״A ntl Blühe f“ — Soziale und antisoziale Tendenzen «fei Thema: Unsere Jüfiond in Palästina Als Redner sind vorgesehen Goldmann Rosanöllllli Strauss l111!u!li!1(u111:i!1!1:1u1>l11i11MWInuu1u11ui11!!11l1111!11mn Keren Ipjessod Zlonlsbschen Organisation und jetzige Leiter des Wiener, t aiastina-Amle*, zur Teilnahme .תו der Keren Hajessod-Arbeit in Rumänien cintrcflen. Im Laufe des Winters wird auch Herr Sokolow vorübergehend Rumänien besuchen. Ein Frauenbund für den Keren Hajessod in Amerika Das Londoner Bulletin meldet: Die FraueiiorganPafion für «et! Kernt If.ijrssod, die bereits mit grobem tfrfolß an der vorjährigen Keren HaJcssod-K.1n1p.1gne teilgcmmmmi hat, hat . 11 "'!,'der aufgeuomriK'u. Sie vcrniislaltcic am 14 November Im Transylvaiua-l lotel in New York ein Bankett, auf welchem Frau Richard Gottheit, die Vorsitzende de* Hundes, über ihre Eindrücke aut ihrer Europarcise berichtete. Für die Aktion ist ein neuer Plan unter dem Namen ״Dollar- Pyramide“ nusgearbeitet worden. Jede Dame gibt einen Dollar und nennt außerdem die Namen von 10 weiteren Damen, die ebenfalls einen Dollar geben und ihrerseits wiederum die ׳ Namen weiterer Frauen nngebcu. Man erwartet, auf diesem Wege 120 000 Dollar zusamnicnzubriiigcn. Diese SammliMigsmcthodc des Keren Hajessod In Amerika widerspricht bedenklich dem Steuer- und Maasscrprinzlp. Wir halten es für einen grundsätzlichen Fehler, daß man, um in dieser Form Augenblickserfolge zu erringen, die Prinzipien des Keren llajessod völlig vergißt und wundern uns, daß (Jaa Zcntr&tbiiro de* Keren Ilajcssod in London den obenstehenden Bericht über die Doliarpyramidc ohne eigene Aih merkung veröffentlicht hat, die Sammhmgsmcthode also offen« bar billigt. DfackfelilerbericliUgung In dem Bericht über <Ien österreichischen Parteitag In der Nr. 95 soll es auf Seite 622, Spalte 3, Zeile 36 von! unten statt ״Montagszcihing“ richtig heißen ״Montagssitzung‘. Persönliches Vor einigen Tagen starb in Berlin Herr Leo Barth, Bruder der Herren Lazarus und Dr. Ahron Barth. Der Dahingeschiedene war ein eifriger Vertreter des Misraehi und ein Mitglied der Vertreterversimmlung der Berliner Ziouistiichen Vereinigung, Wir sprechen der Familie des Verewigten unser herzliches Beileid aus. J Das Treiben der Nationalsozialisten. Im August d. J. wurden in München ein Kaufmann David Heß und -sein 19jähriger Sohn, als sie einen nm Schaufenster Ihres Geschäfts angckkbtcn Zettel antisemitischen Inhalts cntfcrntcn׳ von einigen Nationalsozialisten mit Stockhieben betracht• lieh verletzt. Das Gericht hatte in der Verhandlung die Frage, ob es zutreffc. da*ß der Hauptangeklagte dem Vorstände der nationalsozialistischen Partei angchörc, als für die Beurteilung des Falle* belanglos zurückgewiesen. Dem Anträge dos Staat!-.nnwatts auf eine Gefängnisstrafe von vier Monaten <10111 I laupltater gegenüber kam uns Gericht zu der sehr milden Strafe von einer W.oehe Gefängnis. jQdftcficr Schnlvcrcln E. V. Die jüdische Grundschule eröffnet zu Ostern eine neue Klasse im Westen; der Unterricht findet im Gebäude der Synagoge Fasanenstraße statt. Die Leiterin der Schule, FrL Oberlehrcrin Landau, ist augenblicklich verreist; ihre Vertretung hat Frl. Ruth Klee übernommen, an die auch alle Ncuaiimcklungcn und evtl Anfragen zu richten sind. (Vormittags außer Sonnabend von 9—I Uhr In der Schule, sonst Altonacr Str. 7; Moabit 2256.). Zusammenkunft von Bulcarcsftcr Komitee gebildet werden reicheren jüdischen Kreise Rumänien Als Vertreter des Direktorium* des Keren Hajessod Ist Dr. A. Goldstein in Rumänien cingetroflcn und hat d.c diesjährige Winterkainpngne für den Keren Hajessod eröffnet. Es hat bereits eine Reine von Konferenzen ahiltgcfumlen, in welchen Dr. Goldstein zusammen mit den lokalen Gruppen die Arbeit besprochen hat. ln der nächsten Zeit soll eine . Juden stnltflnden, wo ein soll, das sich die Erfassung der zur Aufgabe gesetzt hat. Es sind ferner Sitzungen des Ordens B'ne Brith, der Frauen• ־־״’ ׳ .. Gesellschaft Ti iimome a‘" Vereinigung, der Wohltätigen ״Barns c 11“, des S t u d c n t c n v c r 11 n 8 ״ und des sehr einflußreichen jüdischen Klubs Unlrea Evreilor vorbereitet worden. Dr. Goldstein wird ferner an den am 10. Dezember zusammmtretenden Kongreß der jüdischen Gemeinden in Rumänien eine Ansprache richten. , Auch jn den großen Provinzorten werden Vor• hcrcituiigen für seine Tournee getroffen. Vor allem wird in Kisch ine w eine große Versammlung vorbereitet. Nicht nur die jüdische, sondern auch die nichtjüdische Presse Rumäniens widmet der Ankunft und der Bevorstehenden Tätigkeit Dr. Goldsteins große Artikel. Die einflußreiche fortschrittliche Zeitung ״Dirn ine ata“ veröffentlicht cm Interview mit Dr, Goldslein über die politische Lage im Zionismus. Ebenso erschien im ״Curierul Israelit", einem jüdisch-unparteiischen Organ, ein Interview mit Dr. Goldstern. Ferner wird In den nächsten Tagen Dr, Martin Roaen* blüth, der frühere Leiter des Kopenhagencr Büro* der Jüdisch« kunstgewerbliche Ausstellung Eine Ausstellung des jüdischen Kunstge* werbe» *oll Ende Dezember im Logenhaus U. O. B, B. in Berlin, Kiciststraße 10, eröffnet werden. Die Ausstellung wird mit Subvention der Berliner Jüdischen Gemeinde veranstaltet. Z11r Ausstellung gelangen Arbeiten aus den verschiedenen Gebieten der Kunst und des Handwerks: Holz, Stein und Graphik, Maierd usw. F* werden sowohl Originnlwcrke all auch Entwürfe, Zeichnungen und Modelle gezeigt werden. Die Ausstellung soll nicht nur einen Ucbcrblick über den Stand der Leistungen jüdischer Künstler und Kunsthandwerker geben, sondern auch die Künstler durch die gebotene Verkauf»• gelegenheit fördern. Verband der Osfjuden in Deutschland Auf Anregung des Ostjüdischen Vereins in Elberfeld Ist a in 19. November in E * a e n ein Ostjüdischer Bezirkaverband für Rheinland und Westfalen in* Leben gerufen worden. In den provisorischen Vorstand wurden folgende Herren gewählt: Herr Dr. Bilr.chcl als Von sitzender, ferner die Herren Margulies*Essen, Dr. Sackheim •Hagen, Sc h a p i ro-Wanne, Snortheirn- Bochum, Te11eib a um - Barmca Der Sitz ist Elberfeld. Zuschriften sind in das Sekretariat, J. Llpschttfz, Elberfeld, Düppclet Straße 36a, zu senden. Am 25. November fand hier der 1. Heimabend de• Ostjüdischen Vereins statt. Der Heimabend, der sehr gut besncfit war, war auch dank der mühevollen Arbeit der Herren Gflnzbcrg und Neumann in künstlerischer Hinsicht von großem Erfolg begleitet. Am 9. Dezember findet der 2. Heimabend statt, in dem Herr Dr. Jul. Kaufmann, Cöln. zum Theffl* ״Die Vorgeschichte des Zionismus‘' sprechen wird. An- *schließend daran finden musikalische Vorträge statt. Der PalSstlnafilm In Berlin Am Sonnlag, den 10, Dezember, um 12; י Uhr, findet fni Unloiitheatcr Alcuamlcrplatz eine Vorführung de* Nationalfondstilm* ״Da* neue jüdische Palästina“ unter musikalischer Begleitung des bekannt ■n Uuirm-Orrhesters statt. Der Film wurile *eit der letzten Berliner Vorführung’ Im Frühjahr durch wumlerbire Aufnahmen von den Kolonien Petneh Tikwah, Rischon Ic-Zion, Sichren Jakob und •״deren ergänzt. Erst vor kurzem sind neue Filmteile aus Palästina eingetroffen, die die Tätigkeit auf dem erst vor I1/* Jahren erworbenen Boden im Emek-lsrael darstclicn. Der Zuschauer erhält durch diese neuesten Darstellungen einen lebhaften Eindruck von der Entwicklung de* vorhe* brachliegenden Bodens in Nuris und Naaiath zu Zukunft•- reichen, blühenden Ansicdlungcn. Wir erwarten von alten Berliner Gesinnungsgenosse» daß sie der Aufführung beiwohnen werden, denn auch die• jenigen, die bereits im Frühjahr anwesend waren, werde* durch die zahlreichen neuen Aufnahmen einen tieferen Eir» blick in die Kolonisationsarbeit in Palästina erhalten. Mitteilung der Ktssenverwaltang der Berliner Zionistischen Vereinigung Eine Anzahl Unserer Mitglieder hat trotz wiederholte Mahnungen die Beiträge für das 3. und 4. Quartal men ahpeführt. Wir erwarten von dem Pflicht• und Veranl vortunßsgcffihl unserer Mitglieder, daß sic uns die rück *ländiccn'Bcitriinc umgehend auf unser Postscheckkonto ube* weisen, und, falls sie hiemt nicht in der Lage shia, un eine entsprechende Mitteilung machen, wie sie ihre Beitrag! angclcgcnheitci! zu regeln wünschen. Die Verwaltung der Jüdischen Rundschau“ teilt uns mi daß die Aboiviicmentsgcbührcn für das Sammelabonncmcnt ff das 4. Quartal nachträglich vor» 125 M. auf 280 M. erhöht wonie sind. Es sind also noch 155 M. nachzuzahlcn. Wir bitte; alle Abonnenten der ״Rundschau", diese Nachzahlung un י gebend auf unser Postscheckkonto überweisen zu wollt: andernfalls die ״Rundschau“ diesen Betrag per Nachnahme e Die Abonnementsgcbüliren für das 1. Quarta! 1923 *te! vorläufig vorbehaltlich weiterer Erhöhungen auf 580 I festgesetzt worden. Dieser Betrag ist bis zum 5. Dezemb• an un* einzusenden. Die nicht «gegangenen Oebuhw wird die Verwaltung der ״Jüdischen Rundschau ebenfalls p Nachnahme einzlchen und Im Falle dner 8''“י*זיז,*}||5,א " Nachnahme die Zeitung für das 1. Quartal abbestellen. j DI« Kas*cnVcrwaltung der B. Z. V. I Alfred Frank. Aua technischen Gründen kannte der Ausweis d י Jüdischen Nationalfond* heute nicht zum Abdre gelangen. Er erscheint ln der nächsten Nummer am 8. E zember 1922, Jüdltcher Nat lotiaHood^