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Jüdische Rundschau · 1922-12-05 · Heft 96 (5.12.1922) · page 1

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVII (1922)
Issue
Heft 96 (5.12.1922)
Date
1922-12-05
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Poataparkasrenarnt Prag׳, Konto Nr. 156030. — RedaktlonaachluO Sonata!! und Mittwoch nachmittag. כסלו׳ חרס״ג v׳b rJ£J*SSTT fgr «las indische Volk die Schaffung einer öffentlich rctfttlüsh ׳ ßc3IÄ8rl«n HelwalBlt® In Palästina. XXVIL J&krg, ׳ - « •esSRCT ״Baseler PregrimM.*« Das Selbstverständliche Alst während des Krieges die Nachricht von: äcr Balfour-Dcklaration in die Länder jüdischer Massenlied* lung drang, bemächtigte sich des jüdischen Volkes ein Taumel der Begeisterung. Man glaubte in jener Zeit, v׳o Scllistbcstiimnungsrcchf der Völker, Befreiung auch der kleinsten Nationen mul Neuregelung der Welt nadt C'icrcclitigkcit und Menschlichkeit proklamiert wurde, daß auch für das jüdische Volk die Stunde der Freiheit geschlagen hat. Damals rüsteten sielt zahlreiche jüdische Familien zum Aufbruch. Man rechnete damit, daß bald nach Friedensschluß der Auszug aus dem Galuth, der Einzug in das neue Und zu besserem, glücklichen Leben erfolgen wird. Auch in Deutschland, das keine zusammen•!längende jüdische Massensicdlugg besitzt, war damals die Vorstellung verbreifet, daß der rechte Zionist nun nach Palästina gehen muß, daß die Stunde der Ln Lei! eidüng auch für das persönliche Leben an jeden licrantrilt. Angeekelt und niedergeschlagen von der im Kriege zu Tage getretenen Vciwildmmg, verzweifelnd an den Fun• dämmten europäischer Gesittung, die jetzt ihr Antlitz, enthüllt halte, begrüßten die zukunftgliubigcn Juden den neuen Weg, der für neue, auf jüdischen Fundamenten beruhende Gesittung Balm brechen sollte. Der Aufbau Palästinas erschien als höchstes sittliches Gebot, er, der zugleich die Erfüllung unserer nationalen Hoff*!jungen war. Die Zionisten schienen entschlossen, ihre Kräfte ganz und gar diesem Werke hinzugeben. Seitdem sind vier Jahre ins Land gezogen. Die Wirklichkeit hat erbarmungslos aus den Bereichen der Schwärmerei und der Träume zur harten Erde zurück• gezwungen. Ueber das jüdische Volk sind schreckliche Tage hcreingcbrodien, nicht nur jüdische Massenvcmichtung, sondern eine planmäßige Verschwörung gegen den jüdischen Namen. Der Massenaufbruch nach dem verheißenen Palästina stieß auf versperrte Tore. Nichteine Zeit der Erlösung war gekommen, sondern eine Zeit der Zerstörung und der tiefsten Erniedrigung. Die Illusion von der glücklichen Insel, in die man übersieddn konnte, ist zerstoben. Es blieb die Erfahrung, daß der einzige Weg, der dem jüdischen Volk offen stellt, um sielt zu retten und seinen Namen wieder 'zu Glanz zu bringen, daß der Weg des; Aufbaus der jüdischen Heimstätte mit unsäglichen Schwierigkeiten und Mühsälen gepflastert ist. Der Friede brachte uns kein Geschenk, sondern nur Möglichkeiten der Arbeit. Nur Härteste persönliche Arbeit, nur größte materielle Opfer, mir die elementare Dokmncnlicning nationaler Entschlossenheit vermag den Bann zu brechen. Die Zionisten haben in ihrer Mehrheit stillschweigend eins dien gelernt, daß der Augenblick für ihre Ueber- Siedlung noch nicht gekommen ist; sie haben sich weder im Galuth, in der Erniedrigung eingerichtet. Diese Fest- Stellung will nicht anklage«. Wir wissen, daß viele Zionisten dieses Schicksal zähneknirschend auf sich genonimen haben, stets die Möglichkeit einer neuen Wendüng abwartend. Aber gleichzeitig mit diesem Sitzenbleiben gab cs auch ein Ausschwärmen, das Vordringen jener, die nidit bleiben wollten und auszogen, auf die Gefahr hin, mit ihren Fingernägeln den steinigen׳ Boden des Landes aufkratzen zu müssen. Irgendwie muß der Ring durchbrochen werden; einige unter uns tun diese Arbeit, gehen voran, bahnen den Weg■ für uns, für unsere Sache. In diesen vier Jahren ist in Palästina, genressen an den Hoffnungen von 1917, Winziges geleistet worden. Aber dies Winzige sind Realitäten, die auf der Habenseite des jüdischen Kontos den ersten Platz einnehmen. Es kommt nidit auf die Menge an, sondern auf die Art der geleisteten Arbeit; sie zeigt heute sdton uns und aller Welt, wo der Weg zur Lösung der Judenfrage liegt. Es ist hier nicht unsere Absicht, ein Heldenlied der jüdischen Arbeit in Palästina zu singen, dies wäre auch durchaus1 nicht im Sinne unserer Chäluzim. Aber eines muß immer wieder gesagt werden, ־— und in diesen Tagen des lierannahcnden Chanukkahfestes, wo Zionisten Bälle und ähnliche Unterhaltungen veranstalten, ist cs vielleicht besonders am Platze: Wer sich Zionist nennt, hat die Vcrpfliditung, seine Leistung für die Er• reiclumg des Zieles in Parallele zu setzen mit der Lei* s<ung derer, die im Lande arbeiten. Warum gehen jene und warum bleiben diese? Beide sind Zionisten, beide handeln doch aus Zionismus. Haben jene stärkere Ver• pflichtungen gegen das jüdische Volk? In Deutschland stehen beute 30 Chäluzim zur Reise k®־eit. Nach langem Warten und unter großen Schwierig• keilen hat man die Pässe für sie besorgt. Palästina׳ schreit nach Arbeitern. Der jüdische Jisdiuw macht keine Fortschritte, entfernt sich immer mehr von unserem• 1917 Erträumten Bild, wenn nidit ein dauernder Strom jüdischer Arbeiter, sdiaffcnder Hände ins Land kommt. Gehen diese Chäluzim etwa zu ihrem Privatvergnügen hin, wie Berliner Zionisten auf Bälle gehen? Könnten sic nidit 9ud1 in anderen Ländern als ausgcbildctc Arbeiter Be• Sättigung finden? Sie gehen, weil die jüdische Heini• ttätte niemals erstellen wi«I, wienn xädit fetter e&mclne Palästina• Debatte.Im englischen Oberhaus י Die strategische Icdctttus* PeKsilnas — Die Regierang wird eiet bscchücCcn . ׳ ׳ London. (J.C. B.) In der Sitzung des: englischen Oberhauses vom 29. November richtete Lord Syrienh am an den Kolonial-Minister Herzog von De vonshlre die Anfrage, weldre •Mittel der Völkerbund vor der Ratifizierung des Palästina-Mandates ergriffen habe, um Artikel 22 des Völkerbundsstatutes zu erfüllen, der den Willen der lokalen Bevölkerung als linuptmornenf bei der Verteilung der Mandate zu berüdk• sichtigen vorschreibt. Herzog von Devoiislurc erwiderte auf diese Anfrage, die englische Regierung sei für.die Taten des Völkerbuudes nicht verantwortlich. Die Mandatannacht sei nicht \«m Völkerbund, 'sondern durch die verbündeten Regie• giemngen eingesetzt worden. Die Maadatspolitik an sich hat sowohl In Englannd als auch ln Palästina Unzufriedenheit hervorgerufen, cs sei aller der Regierung n ieht bekan nnt, daß sich die lokale Bevölkerung gerade gegen England a'U M anda tsm acht ausgesprochen habe. Der frühere Lordkanzlcr Lord Birkenheaddrückte sein Erstaunen darüber aus, daß die Regierung über die Tätigkeit und die Beschlüsse des Völkerbundes Erklärungen verweigert. ״W׳ill man denn“ fragt Lord Biikcnheacl ■— ״der Forderung der mächtigen Presse nachgeben und Palästina und Mesopotamien evakuieren?“ Der Beschluß, der England an Palästina und Mesopotamien bindet, sei noch von dem Kriegskabinett gefaßt worden, vrcl* dies er, Birkenhead, vorher aber verlassen hatte, Als er dann wieder in das Kabinett eintrat, hatte er litt Zusammenhang mit den* unerwünschten Unternehmen erklärt, daß er nur für Pein Departement verantwort lieft sein will. Zu jenen aber, die für diesen Beschluß unmittelbar verantwortlich sind, zählen der jetzige Premierminister Bonar Law und der Außenminister Lord Curzon. Sollte man aber jetzt willens sein, Palästina und Mesopotamien zu verlassen, dann möchte er gerne wissen, wozu man (IIxThaiipt in diese Länder gegangen sei und sicli in Millioncnaiisgnben gestürzt habe? Jetzt, da' so große Ausgaben gemacht worden sind und matt ׳vor der ganzen Welt die Verantwortung für die Bewahrung des Friedens in diesen Staaten' übernommen hat, muß man jene Motive, die uns etwa zum Verlassen der Länder zwingen sollten, mit besonderer Aufmerksamkeit prüfen. Wir sind nach Palästina nicht kommerzieller Motive wegen gegangen, Aegypten ist eit: lebendiges Glied in der Kette der groübritannisdicn Länder geworden, und Palästina ist ein wichtiger 8tratcgisclicr Punkt zur Verteidigung Aegyptens. Lord Birkenhead drückte zum Schluß die Hoffnung aus׳, daß die Regierung einen so wichtigen Beschluß wie die Evakuation Palästinas nicht übereilt fassen wird. 1 ׳ Auf die Ausführungen Lord Blrkcnhcads antwortete der Lordpräsident des Rates Marquis of Salisbury, daß die Regierung in diesen Fragen keinen Be- Schluß fassen werde, bevor nicht die Angelegenheit genau erwogen ist. Die Regierung könne für Aktionen des Völkerbundes keine Verantwortung übernehmen, sic sei nur für die AeuGelungen ihrer Vertreter im Völkerbunde verantwortlich. Rundschau immer wieder die Vcrpfliditung des1 Hingehens und Im Lande Arbeiten!? auf sidi selbst bezieht. Sic gehen für die jüdische Heimstätte, sie gehen für unsere Sache. Den 30 Chaluzitn fehlt das Reisegeld aus Deutschland nach Palästina. Ihre Ersparnisse sind durch die Geld entwertung vernlditct worden. Es Ist eine Pflicht der Zionisten in Deutschland, der deutschen sowohl wie der russischen, dieses Reisegeld aufzubringen, Oder sind etwa die Chäluzim Schnorrer, die für sich etwas wollen? Wer zu den Reisekosten bei trägt, gibt kein Almosen an 30 Menschen, sondern er tut seine eigene Sache. Die Reise dieser Dreißig ist, unsere, aller Zionisten Sadie, Aus dem Massenaufbrudi Ist nichts geworden. Viele Zionisten haben ihre Reisepläne aufgegeben, spärlich tröpfelt die Einwanderung Juden in da.« Land. Aber sollen etwa die Wenigen, die Dreißig, die zur Abreise bereitstehen, in Deutschland stecken bleiben, weil cs in Deutschland keinen Zionismus gibt, der dieser Soli daritäL dieser Verpflichtung sich bewußt ist? Die Zionistische Vereinigung für Deutschland hat einen Aufruf erlassen, 1m1 die Reisekosten aufzubringen. Es muß schnell geschehen, denn noch in diesem Monat muß der Transport gehen. In den nächsten drei Wochen muß die ganze Aktion beendet sein. Es sollte nicht nötig sein, noch Worte über die Sache zu verlieren. Es geht um eine Sdhfdvcrstämliidikeit. Die nächsten drei Wochen werden ein Prüfstein für das Pfliditbewußtscin und die zionistisdve Gesinnung der deutschen Zionisten sein. ' R,?. »eh. Berlin, 3. Dezember, Der Preußische Landtag hat sich. in der vergangenen Woche ausführlich mit der Ost judenfrage beschäftigt. Heu unmittelbarer Anlaß bietet wohl der allgemeine IJrfwille über die durch die Markentwertung und efe* BörsenRebet gevchnffc* lien Zustände, die inan, wie gewöhnlich, wieder den Juden in die Schuhe schiebt, Es ist richtig-, daß die letzten Wochen das internationale Spekulantentum nach Berlin gelockt haben, und wenn sich unter diesen Leuten auch Juden befinden, so ist dies zwar nicht verwunderlich, aber gerade von umeresn jödischnationalen Standpunkt aus sehr bcdauerlidi, denn w׳ir wissen genau, daß v>!c1k4״'Spekulantentum eine Krankheit an jedem Volkskörper, ist, und in unserem'Streben, das jüdische Volk wieder auf die gesunden Qnintlbgcn eines produktiv «dinffervlen Lehens zu stellen,' haben wir keinerlei Gemein* schalt mit jenen Flein eilten. Das jiUlisclie Volk gewinnt •ehr wenig, wenn einzelne jüdlsdic Spekulanten an der Börse gcwimieit. Aber al>g eschen van dieser mehr natbriiil-etiil^'icn Bctraditiuvg ist es geradezu frivol, wenn die Wortführer der einzelnen Parteien — und gerade der bürgerlichen Parteien *ich so gebärden, ah ob sic glaubten, daß einerseits diese wenigen jüdischen Spekulanten wirklkh die Urheber des Geld- Sturzes sind und andererseits, daß durch eine Ausweisung der Osljudcn diese Spekulanten beseitigt werden und die Verhältnisse gebessert werden könnten. Dies Ist eine frivole und unehrliche Cliarlatancrie, da erstens notorisdrerweise die Leute, welche wirklich von der Inflatkmswirtsdi.ift profitieren 111111 ungeheure Milliarden werte in Sachgütern aufstapcln, daher auch gegen jede Stabilisierung arbeiten, in eleu Reilren derjenigen( Parteien sitzen, deren Redner gegen die ostjüdische Gefahr wettern, und zweitens gerade diese Leute es sind, welche ohne alle moralischen Skrupeln mit den internationalen Oroß- Spekulanten Geschäfte machen und dabei große Gewinne teilen, ohne den Partner sogar nach Taufschein oder Blut- Zeugnis zu fragen. Diese Kreise wissen sehr wohl, daß jenen Börsemnagnaten sehr schwer licizukonimen ist, solange die zerrütteten Währungsverhältnisse ardulteu. Die erstrebte Ausweisung der Osljudcn wird ako keinesfalls an (Be großen Schieber herankommen, für die kein« jiUBsche Instanz *Wh um ihrer Zugehörigkeit mm Judentum willen einsetzen wird, falls sie wiegen ihrer wirlschaftlidicti SdilkBidhiccit angewiesen werden; «nixtcrn wirklich getroffen wcr.len nur die Hilfb*en und Wehrlosen, die kteinen Leute, der kleine heimatlose jüdische Hausierer oder Handwerket ockf Arbeiter, der ehrlich und nofdürftig sein ■Leben fristet, sich in geradezu bei&pielloser Bedürfnislosigkeit (die Wohnungsvcrhältnissc im Scheunen• viertel beweisen das) bcschcidct und tatsächlich keinen Ort hat, wohin er fliehen kürcnte, wenn er hier vertrieben wird. Au# diesen Kreisen werden die Opfer der antisemitische« Kampagne geholt werden, um den antisemitischen Imtiiiklcn de# Straßenpölwl* zu genügen, un* <täe Partei eil, dl« für diese Maßregeln sich ersetzten, pojzulär zu madicn. Dagegen muß schon jetzt mit allem Nachdruck protestiert worden. Wir werden cs nidit zugcbca, daß man der Welt Komödie vor• spielt, auf den ostjüdischen Oroßschicbcr schimpft und zugleich mit ihm Geschäfte in.idit, unter dein! Vorv.״arid des Kampfe* gegen das Schicbertum aber ein paar ostjüdischc Kleinbürger oder Proletarier mit ihren Familien in namenloses Elend jagt. Wir erkennen die schwierige Lage Deutschlands ait, und alle anständigen Juden in Deutschland empfinden ebenso schwer wie die anständigen Deutschen das schamlose Treiben der Fremden, die die Verhältnisse ansnützen und neben dem Elend der Einheimischen ihre« Luxus entfalten. Aber dies ist eine Folge der Wirtschaftslage, ist durch keinerlei polizeiliche oder administrative Maßnahmen, bei denen nicht das Kind mit dem Bade ausgeschüttet werden soll, zu ändern. Es hat mit der Ost• judenfrage nicht das geringste zu tim. Wir fordern, daß nicht nur die Regierung, sondern auch die Parteien sich den Blick nicht durch demagogische Narkotika trüben lassen und die Ost judenfrage nach Menschlichkeit umf Ocrcdhtigkdt behandeln, ln dieser leichtfertigen Weise jedenfalls, wie es kl der Land• tagsdebatte geschehen Ist, geht es nicht. Um ein solches Problem zu lösen, darf man sich nicht an äußere Symptome halten und gelegentlichen Stimmungen nachgeben, sondern man muß sich bemühen, schon etwas tiefer zu gehen. Wir Haben schön unLingst eine« Absatz aus dem Man!• fest veröffentlicht, womit cfle Streikleitung der Prager deutsch* völkischen Studenten dm Streik für beendet erklärte. Wir sind heute in der Lage, unseren Lesern dieses klassische Dokument deutschen Kulturproniertirms in tschechischem Lande tm Wort• laut vorzuführen. Es lohnt. Hier ist cs: ,.Unser Kampf gegen den jüdischen Rektor Samuel Stclnncr/ und die daraus entsprungenen Verhandlungen sind ln ein Stadium getreten, das die vorläufige Einstellung unseres Ausstandes für gut erscheinen läßt. Die Abgeoru• neten der deutschen Parteien, die sich an uns gewendet haben, werden den offenen Kampf gegen die Verbindung der deutschen Universität mit 11ns außerhalb des akadc• mischen Bodens weiterführen. Eine vorläufige Beendigung des Streiks erscheint auch aus dem Grunde geboten, weil unsere Gegner willens sind, im Falle eines weiteren Aus- Standes die deutsche Universität der tschechischen Re• eierungsgewaU in die Hände zu spielen. In Anbetracht dieser umstände fordert die Streikleitung Euch auf, mit Sonntag, den 26. d, M.k den Streik als vorläufig beendet anziuctien und Montag, den 27. d. M., die normalen Studien• arbeiten wieder aufzunehmen. Die Streikleitung liegt die Erwartung, daß das 2icl, für dessen Erreichung wir 111 den Kampf getreten sind,' in allernächster Zeit erreicht wird, Sollte dies wider Erwarten nicht geschehen, wird Euch die Streikleitung neuerlich zur Tat rufen. Der von Euch ins Amt gesetzte StreikausschuB wird permanent weiter arbeiten und tagen. Unser gemeinsamer Kampf hat uns zusammcngeschweißt. Wir haben alle kleinlichen Vorurteile verwerfen gelernt und wissen, daß es in unseren Rethen

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