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Jüdische Rundschau · 1922-11-21 · Heft 92 (21.11.1922) · page 1

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVII (1922)
Issue
Heft 92 (21.11.1922)
Date
1922-11-21
Page
– (sequence 1)
Language
German
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נשד traue! ג« W: WB; ona“ 1r: » <UUH, »Kock, Ätolituc; i»d. Art PL 8552 ׳ß nr. h. % 1 Wn. 791 tcro t gtr.1l• p ״•*"* X V, \ 31!״c דילש J gjf.nii'r-wg |p«wt>l».w» ןי«:ו«*ן 1a’■■■ ■״״■*«ן ןך*״*^ >11\. " ■ nur—1 -־-•w**•!מ־יי״דt .7.-,ד״*־־7מ־.״י.־דדrs..:r־ ־r~.7 . ^־■■—י־די״י - Reduktion und Verl״){ W15, Sächsische Straße 8. Erscheint jeden Dienst.־!(! und Freitat!. Bezugspreis bei der Expedition und den Po*lämtern vierteljährlich 320,-M, inDwtschlnnd. Aualands&bonnements werden in dey Währung der einzelnen Ltnder licrcchnci. Berlin, 21. XI. 1922 Nummer 92 Anzeigen -V crwnltung 8 Jüdisch« Rundschau G.m.b.IL, Berlin W15, SlehsUck• Straße 8. -- Telephon! Amt Pfalzburg 6697, 6698 u. 6699. Anzeigenpreis für die ach tgcjpnltcne Nonparcillczell• 35,־ M. Für ))•briiich« A01«l{[»n 5Ö% \ufac!1!a|. Anzeigenschluß; Dienstag und Freitag nachmittag 4 Uhr. r י י * rrrr ‘,rs■-.ודי.'ד־.ד׳ Telephon: Pl»hburf!6697u.6698. Postscheckkonto: BcrlinNr, 17392. Für Oesterreich j roBtjpnrknsflcnamt Wien, Konto Nr, 156930׳ Für Tschechoslowakei; Pojtspwkafiscnamt Prag, Konto Nr, I5603&* — RcdakUonsschluD Sonntaft und Mittwoch nachmittag. תרפ״ג כסלו׳ א׳ XXVII. Jaltrg. Par Zionismus aratrobt tur da» JUdlache Volk die Schaffung einer ßtronlflch«rachtlfth pailcharta»! Halmstatte In Palästina. ״Baselar Programm." Zum englischen Wahlergebnis Von Dr. Jacques Adler, Leipzig. Was vielen als wnlir.dicinücli galt, ist am 15, No■ vember tntsäclilicli cingctraffen. Die englischen Wühler )iahen sich von der Mitte hinweg nach rechts und links! konzentriert, so daß das Unterhaus bei seinem dem• j nächst erfolgenden Zusammentritt durch eine starke konservative Mehrheit gekennzeichnet sein wird, der eine gleichfalls erheblich gewachsene Fraktion der Arbeiter• partei gegenüberstelit, während die Verlierenden im wesentlichen die Literalen gewesen sind. Als politische Folge wird sich aus der neuen pnrlaineiitarisclien Konstellation zunächst wohl die Folge ergehen, daß das bisherige Ueberyaiigskabinctt Bonar Law nunmehr definitiv in der Führung der Geschäfte verbleibt und demgemäß — na eit der in der Wahlperiode wohl verständlichen — Zurückhaltung künftig seine eigene Politik betreiben wird. Was haben wir als Juden und als Zionisten zum neuen konservativen Regime in England zu bemerken? Gleich zu Anfang soll ein Mißverständnis nufgcklärt werden, das clwa bei tnandien, die der Struktur des politischen Lebens in England unkundig sind, entstehen könnte. Die englischen Konservativen bilden zwar den rechten, im wesentlichen auch die Aristokratie mit* umfassenden Flügel des englischen Bürgertums, sie sind aber keineswegs mit den deutschen ehemaligen Kon• servationen, den jetzigen Dcutsduiationalcn, zu vergleichen. Die rein agrarische Intcressctipolitik, die rechts■ radikale Demagogie, das Hakcnkrcnzlertum als offizieller oder mindestens ofliziöser Partei Charakter fehlt ihnen vollkommen. Es gibt zwar in England antisemitische Strömungen und antisemitische Blätter, aber keine irgendwie mit dem Antisemitismus befreundete Partei. Eng• lischt' Juden sind sowohl Mitglieder der Konservativen Partei, wie sic ntieh wiederum als liberale oder so״ zialistischc Partcilcutc anmtreffen sind. Von den großen Juden freunden der modernen englischen. Politik gehört beispielsweise Lerd Balfour den Konservativen, Cliurdrill den Liberalen, Henderson der Arbeiterpartei an. Pie Parteikonstellation im englischen Unterhaus, wie sic sich jetzt neu gebildet hat, ist also für alle jüdischen Interessen, insoweit cs sidi um das Verhältnis zwischen Juden und Nichtjuden handelt, indifferent. Anders steht es mit den zionistischen Interessen, mit der Frage, wie sich England als Mandatar• macht, die das Palästinaniandat als Beauftragte des Völkerbundes ausführt, künftig zu den jüdischen Auf• baubcstrebungen in Palästina stellen wird. Es ist gut und eine nützliche Vereinfachung des Problems, sich die Tatsache vollkommen klarzumachen, daß die englische Palästinapolitik grundsätzlich nichts mit judenfrcuttdlichen oder judenfeindlidten Gefühlen zu tun hat, sondern den Ausdruck der Zweckmäßigkeit im Sinne der englischen Orientpoiitik darstcllt, so wie er von der am Ruder befindlichen englischen Regierung aufgefaßt wird. Zeigt es sich dabei, daß die Förderung der zionistischen Arbeit den Zielen dieser Politik dienlich ist oder zumindest mit ihnen nicht kollidiert, dann um so besser für uns, dann haben wir eine um so stärkere Garantie für den gesicherten Fortgang unseres Wirkens, Ueber den objektiven Tatbestand braucht man heute kaum noch sich besonders zu verbreiten. Ebenso, wie wir wissen, was der Aufbau der jüdischen Heimstätte in Palästina für unser Volk und seine Kultur bedeutet^ ebenso ist es uns auch bekannt, in wie hohem Maße die vom Zionismus betriebene planmäßige kulturelle und zivilisatorische Entwicklung auf ■die Produktivität und den Wohlstand des Landes Palästina günstig cinwirkcn wird. Und wir sind uns auch vollkommen klar darüber, daß für die Mandatirmaeht der Nutzen aus dieser Ent- Wicklung nicht gering sein wird, zumal da für sic das Land Palästina mehr bedeutet als irgendein kleines Schutzgebiet oder eine weltabgelegenc Kronkolonie. Was Palästina, der nordöstliche Nachbarstaat des Suczkanals, der Ausgangspunkt der Karawaiicnstraßcn und Flu״- linier! vom Mittclraeer zum Persischen Golf für die Lcbcnsnotwcndigkcitcn, insbesondere für die Verkehrs- "nd ■Wirtschaftseinheit des britischen Reiches bedeutet, ist uns wohl bekannt. Mit einem Worte: Palästina ist, ganz objektiv besehen, für England wichtig. Es besteht ein Parallclisinus der Interessen, eine natürliche Interessengemeinschaft in bezug auf die moderne Ent• Wicklung Palästinas, Keiner der Partner bringt dem anderen ein Opfer. Wir schenken England nichts, Englan<l aber schenkt auch uns nichts. Es ist eine Inter- «w-nagcnu'mschnft, eine solide, weil real begründete »,partnership“, Der objektive Tatbestand, so wertvoll er auch kt, «dangt natürlich erst dann praktische Bedeutung, wenn «r von den maßgebenden Kreisen Englands erkannt und zur Maxime der praktischen Palästinapoütik Englands ausgeprägt wird. Was haben wir in dieser Hinsicht von d«" nunmehr stabilisierten Regierung Bonar Law zy «־warten? Der Ministerpräsident selbst bereit* hat dar* über befriedigende Erklärungen abgegeben. Er hat offen und ausdrücklich bekundet, daß die Richtlinien der englisehen Palästinapoütik unverändert im Sinne des Paläsii״,•unandates bcibchaltai werden sollen. Wir wissen auch, daß Lord Balfour, der große Juden- und Palästinafreund, nicht nur eines der namhaftesten konservativen Parteimitglieder ist, sondern auch der Palästinapolitik des neuen Kabinetts nicht fern stehen dürfte. 'Schließlich ist es für uns von großer Bedeutung, daß der neue Unterstaatssekretär und Oricntspczialist in! britischen Kolonial,mit, Ormsby Gore, ein erklärter Prozionist ist. Mindestens ebenso wichtig aber wie die rein persandle Zusammensetzung der heuen Regierung ist das politische Programm, dessen Durchführung von ihr zu erwarten ist. Zweifelte« wird dabei die innere Festigung des Reiches nach den mancherlei Stürmen und Krisen der letzten Jahre eine bedeutsame Rolle spielen. Dazu wird auch das Prinzip rechnen, die neubegonnenen Maßnahmen klug und maßvoll fortzusetzen. Palästina ist heute bereits aus dem Stadium der ersten Versuche heraus. Eigene Verfassung ist für das Land bereits ein Pfeiler allmählid! sich festigender Kontinuität der politischen Leitung. Eine Politik, die konservativ im guten alten Sinne des Wortes sein will, die bestrebt ist, auf dem Fundament des bereits Bestellenden sorgsam und mit Bedacht weiterznbauen, wird auch das Werk eines Herbert Samuel zu würdigen und zur Grundlage weiterer Konsolidierung jenes Landes zu benutzen wissen, dessen politischer Zustand für England als Hauptintcressenten des Suczkanals und der großen west-östlichen Verbirtdungslinic vom Abendland zum Mergenlandc überhaupt niemals gleichgültig gewesen ist, Erwarten wir aber von England die planvolle, wohlerwogene Fortsetzung der seit der Balfour-Deklaration befolgten Politik, dann liegt cs auch an uns, zielbewußt, klug und energisch den Weg weiter zu bcschrcitcn, den wir einmal für richtig anerkannt und cingesclilagcii haben, Nicht oft genug kann cs gesagt werden, daß Zionismus weder Werkzeug englischer Kolonialpolitik, noch auch diese englische Kolonialpolitik einseitige Förderung des Zionismus ist. Zwei verschiedene Interessen kommen hier durch die Identität des ihnen an! günstigsten erscheinenden Mittels, des ״Development“ in Palästina, zusammen. Wie die Engländer ihr Interesse valtrnchmcn, ist ihre Sadic. Hoffen wir, daß sic immer, so wie bisher, das Nützliche und Sachgemäße erkennen! Wie wir unser Interesse wahrnehmen, das ist aber auch völlig unsere Sache und unsere Pflicht, die uns niemand abnimmt, der wir durchaus unsere eigenen Energien und Fälligkeiten zur Verfügung stellen müssen. Unsere Leistungsfähigkeit in Palästina richtet sich in der Hauptsache nach wie vor nach unserem eigenen Leist ungs* Wille 11. Nun aber sei noch auf eines verwiesen, das jetzt beim Beginn einer neuen politischen Acra im Regierungsappnrat der Mandata!macht besonders wichtig ist In der Palustinaaufbau-Inleresseugcincinschnft zwischen England lind der ״Jewish Agency“ sind die Chancen des jüdischen Partners um so größer, je aktiver, je erfolgreicher — in der Werbung im eigenen Lager wie auch in der praktischen Arbeit — er sich erweist. Ein jüdisches Volk, das tatsächlich in größter Zahl den Schekel gibt, das den Keren Hajessod und den Keren Kajcnicth tatsächlich den Höhepunkten der von ihnen erstrebten Wirksamkeit nahebringt, ein solches jüdisches Volk hat auf jeden Fall Erfolgsaussicht in Palästina. Denn cs stellt dann eine Macht im Lande dar, und mit dieser Macht wird ein jeder gern paktieren, der ebenfalls an Palästina real interessiert ist. Geben wir dem neuen englischen Kabinett den Be• weis, daß unser Volk in Wirklichkeit im Palästina* aufbauscincigentlichesnationalcsGrundproblem erblickt, und wir werden dessen'gewiß sein dürfen, daß die Mandatarmacht wie die anderen Realitäten, so auch die Realität des jüdischen Palästinaaufbaus als festen Posten, als sachlichen Wert In die Berechnungen ihrer, im Sinne nüchterner Tatsachenbewertung tendierenden Politik einstelicn wird. Eine Erklärung König Huiseln« Jerusalem. (J,C, B.) Die Regierung des Königs Hisssein von Hedschas erhallt im Zusammenhang mit der London-Reise des Emirs Abdullah eine Erklärung, in welcher gesagt wird, die Regierung von Hedschas werde von ihrem Programm: volle ßcstiinmungsfrcihcit der Araber und Vereinigung aller arabischen Länder, nicht lassen. Emir Abd ui lall, heiflt es weiter in der Erklärung, werde ebenfalls au diesem Programm fcsthattcu, da er einer »einer Schöpfer Ist, Die jüdische Aerzteschaft in Palästina Jerusalem. (J. C, B.) Laut einer bis zum Juni d. J. durchgeführten Statistik leben In Palästina Im ganzen 173 jüdische Amte, von denen 72 Im Dienste der medizinischhygienischen Organisation ״Hadassah" tätig sind und fl eine . PrivalpraxLs ausüben, Außerdem nehmen 19 Acute öflcntliehe Stellen in den Kolonien ein und nur!6 stehen im Dienste der Regierung,' Englische Wahlresultate Bei den englischen Parlamcntswahlcn wurden insgesamt 11 Juden ins Unterhaus gewählt. Darunter befinden sich außer dem von uns bereits erwähnten Sir Philip Sasson, )Ar. Lioncl de Rothschild, Sir Alfred Mond, der einen €, schweren Wahlkampf zu bestehen hatte, der Konservative Mr. Samuel Samuel, gegen den eine außergewöhnlich sclwrfe antisemitische Kampagne geführt worden war,,was in England, selbst im Wahlkampf, selten der Fall Ist, Gewählt wurde ■ ferner als Vertreter der Arbeiterpartei Emanucl Shinwell, der sich aus ärmlichsten Verhältnissen des Londoner East-End zur politischen Laufbahn cmpargcarbcitct hat. In Liverpool wurde Major Bruno Cohen, der Schwiegersohn von Sir Stuart Samuel, gewählt. Unter den Juden, die durchgcfaltcn sind, erregt das grollte Aufsehen die Niederlage von Mr. Montaguc, dem ehemaligen Staatssekretär für Indien, der allerdings gerade in den let/teu Tagen vor der Wahl Gelegen• heit hatte, in einer Zuschrift an die ״Times“ darauf hinzuweisen, wie berechtigt sein Angriff gegen die Türkenpolitik Lloyd Georges, um dcsscntwillcn er aus der Regierung ausscheiden mußte, in! Lichte der neuesten Ereignisse erscheint. Montagu war bekanntlich heftiger Antizionist. Durch ge* fallen sind ferner die Zionisten Gucdalta, Leonhard Stein und Solomon, die als Unabhängige Liberale laudidiert hatten. Von den sonstigen Resultaten der Wahl steht im Vordergrund des Interesses die Niederlage von Churchill und Henderson, die beide starke Stützen der prozionistischen Politik gewesen sind. Dafür zieht Kamsay Macdonald neu ins Parlament ein, der seit seiner letzten Palästinareise ein enthusiastischer Freund der jüdischen Arbeitersiedlung in Palästina ist. Auch Colonel Wedgwood ist wieder gewählt, Gewählt sind von Zionistenfreunden fcrncrOrm sby Oore, Kennworthy , Malonc. Das iürkisclie Programm für Lausanne Paris, (J.C. B.) Der Hauptdelcgiertc der Angora- Regierung für die Orient •Konferenz in Lausanne, Ismct Pascha, der am 15. November in Paris cingctroffcn und am selben Tage vom Präsidenten Peine,tri empfangen wurde, äußert« noch am selben Tage gegenüber Vertretern der Pariser Presse, die Türken würden in Lausanne auf den im ״Nationalen Tag“ von Angara nicdcrgelegten Forderungen bestellen. Bekanntlich hat die Nationalversammlung in An* gora in ihr im sogenannten ״Nationalen Tag“ aufgcstellten Programm auch die Forderung cingcschlossen, daß diejenigen arabischen Länder, die früher unter türkischer Herrschaft ge• standen haben, jetzt ihr uncingeschränk• tes nationales Sei bstbcst im mungsrccht erhalten sollen. Wie aus Rom telegraphiert wird, soll die Angora- Regierung die italicnis-clic Regierung von ihrer Absicht verständigt haben, in Lausanne eine Vol k s a b st im mung in Syrien, Palästina und Mesopotarnt« n zu fordern, in welcher über das Schicksal dieser Länder entschieden werden soll. Der Sofia-Korrespondent des ״Jcvvisli Chroniclc' weiß aus autoritativer Konstantinopclcr Quelle zu melden, daß sich die Angor.ר- Regierung durch ihren Konrtantinopcler Vertreter, Hamid Bey, an den Oberrabbi, nerder Türkei mit *liier vertraulichen Bitte gewandt hat, in allen Orten der Türkei, in denen Juden wohnen, Volksvcr- Sammlungen und andere Manifestationen zu veranstalten, in welchen die gemeinsame Losung ausgegcbcn werden soll, daß man die Türkei mit dem Mandat über Pa lästina betraue, Wie ״Jewisli Chroniclc“ weiter schreibt, geriet dadurch der Konstantinopclcr Rabbinerrat in eine schwere Lage, Er war sich einerseits bewußt» daß die Organisierung solcher Manifestationen die türkische Judenheit in Konflikt mit dem allwcltlichen Judentum bringen würde und auch als eine Demonstration der türkischen Juden gegen Großbritannien aufgefaßt werden könnte; andererseits aber würde eine 'Verweigerung dieses Verlangens vielleicht von der Angora-Regierung falsch gedeutet werden und für das türkische Judentum unangenehme Folgen haben. Der Oberste Rabbiner-Rat in Konstantinopcl bat der Angora-Regierung 111 seiner offiziellen Antwort zu versieben gegeben, der Rabbiner-Rat habe sich bisher niemals In pol;• tische Fragen cingcmisclit, da nur religiöse Fragen in seine Kompetenz fallen. Es wurde aber als wünschenswert an• geregt, daß sich eine Delegation der türkischen Juden nach London begebe und von der britischen Regierung dicUebcrgabc des Palästina *Mandates an die Türken verlange. Bis jetzt ist cs sehr Zweifelhaft, ob eine solche Delegation nacli London abreisen wird, ״Jewish Chroniclc“ schließt: ״Es ist bekannt, und so ver* stehen cs auch ■alle Konstantinopclcr Kreise, daß sich die palästinensischen Araber mit den Türken dahin verständigt haben, daß die Engländer zu entfernen sind." Dass Londoner J. 0. B. fügt dieser ״Jewish Chroniclc"• Meldung die tolgcnUc Amntvkung bei•. ״Diese Meldung ViUkvspricht den bisherigen Nachrichten über das Verhallen der Angora-Regierung in der Palästina-Frage. Einerseits cxislierch Meldungen, die Angora-Vertreter hätten erklärt, daß die Türkei an dem Schicksal Palästinas absolut nicht interessiert ist; nach anderen Meldungen aber soll die Türkei beabsichtigen, In Lausanne die Durchführung einer Volksahslimmung T11 Mesopotamien, Syrien und Palästina zu fordern; ,nun triti auf einmal eine d ritte Ve r sion hinzu, daß die Türkei sogar das Mandat über Palästina anstrebL“ ■ 1 f J ״ 1 י c i - II! t < 1: t 1 r f t 1 י 1 F f 1 ' :1 't u ( i 1 : י Ja t _• 1.1 f f .1 c .־! I« fr t ö I 1 I t f , י c י-. <; b i «f ' .) 1 'll ג .ri a . *1 *■I i l! 1 4 ן' i v M i \ e

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