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Jüdische Rundschau · 1922-10-31 · Heft 86 (31.10.1922) · page 4

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVII (1922)
Issue
Heft 86 (31.10.1922)
Date
1922-10-31
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Seite 57® Nr. 88 Ist dem Bodeiieigentümcr keineswegs auf Gnade und Ungnade aiisgelicfcrt, wie cs der Einzelpächtcr in den allermeisten Fällen sein wird. Sie kann ihr Recht durchsetzen und ist daher der Zukunft gerade $3 sicher, wie es der Erbpächter ist. Man braucht nur auf die Geschichte der italienischen und rumänischen Pachtgcnosscnschaften hinzuweisen, deren langsame Entwicklung trotz ihrer sonst günstigen Öko• nomischcn Lage hauptsächlich auf den Umstand zurückzu• führen ist, daß sich die Großgrundbesitzer weigerten, ihren Boden den Genossenschaften herzugeben, weil sie nie sicher waren, daß sie ihn zurückliekommcn werden. Gegen ihren Willen verließen die Genossenschaften den Hoden nie. Dies ist für 1ms von allergrößter Bedeutung. Der Ansporn zur intensiven Bodenbearbeitung; ist der Pachtgcnossenscliaft, trotzdem sic den Boden nur in Zeitpacht bekommt, nicht genommen. Ist es eine energische, ziclbcwußtc Genossenschaft, so wird sic den Boden sogar gegen den Willen des Eigentümers behalten und bearbeiten können. Ist die Genossenschaft dagegen von vornherein nicht geeignet, den Boden ordentlich zu bewirtschaften, fehlt ihr der Fleiß oder die innere Kraft, so wird sie sich ohnehin nicht halten können und nach Ablauf des Paclitkontraktes den Boden räumen müssen. Der etwaige böse Wille des Eigentümers ist somit von vornherein ausgcschaltet oder wenigstens in starkem Maße eingeschränkt. Der Pächter ist der Herr seines Schicksals, wenn er es zu sein verdient Dabei ist dieses auf rein natürlicher Grundlage basierende Recht keineswegs so fest und so von vornherein gegeben, daß cs als Grundlage einer etwaigen Spekulation denen könnte. Die Spekulation mit Genossenschaftsanteilen ist zwar nichts Unbekanntes und war sogar mit einer der Gründe, die zur Verwerfung der Pro• duktivgcnosseiischaft geführt haben. Sie ist aber doch an eine Vorausr.elzting dauernden Erfolges gebunden, wie er bei einer gutgehenden Genossenschaft, deren Dauer zeitlich von vornherein nicht begrenzt ist, gegeben ist. Djcsc Bedingung fehlt bei einer Pachtgcnossenscliaft Ihre Dauer ist von vornherein zeitlich begrenzt und darauf, daß der Pachtkoutrakt nach Ablauf der ursprünglichen Pachtdaucr erneuert werden könnte, kann keine Spekulation aufgebaut werden. Die ersten zwei Bedingungen einer gesunden Gestaltung der Bodenverhältnisse sind somit bei der Pachtgenosscnschaft, solcrit sie überhaupt eine Genossenschaft von zweckentsprechenden Leuten ist, gegeben. Es bliebe nur zu untersuchen, wie weit aucli die dritte Bedingung durch sie verwirklicht wird. Und es ist keine leicht zu nehmende Bedingung. Als Gegenpol des spekulierenden Händlers, der im Grund und Boden nur ein Vermögensobjekt sieht, erscheint der Klein- und Mittelbauer mit seinem engen Gesichtskreis, der nur darauf versessen Ist, möglichst viel Boden zu erwerben, ohne Rücksicht darauf, ob cs ihm seine Wirtschaftliehe Lage erlaubt und ob er den erworbenen Boden auch wird ordentlich bewirtschaften können. Der Landhunger des Bauern ist sozial fast ebenso schädlich, wie die Spekulation des Händlers. Der Boden wird zu reinem Thesaurierung־,- mittel, was natürlich mit seinem einzig vernünftigen und notwendigen Zweck, Produktionsfaktor zu sein, in einem krassen Widerspruch steht. Die schweren Folgen eines derartigen Zustandes sind bekannt. Die drückende, oft ' katastrophale Verschuldung des Bauernstandes, die im überwiegendem Maße durch Besitzschuldcn verursacht ist und die mangelhafte extensive Bewirtschaftung sind die zwei ' wichtigsten. Es könnten ihrer noch viele andere, Volkswirtschaftiich vielleicht minder wichtige, aber gesellschaftlich noch immer sehr unangenehme aufgezäli'.t werden. Durch die Statuierung der Bodennationaltsierung ist allerriings diesem Uebcl die schlimmste Spitze abgebrochen. Wo kein Individualcigcntuni r!n Grund und Boden möglich ist, wird auch der Antrieb zum zügellosen Zusammenkäufen in vielen Fällen Wegfällen. Aber nicht immer. Auch der Erbpächter wird oft bestrebt sein, mehr Boden zu erlangen, als er ordnungsmäßig bewirtschaften könnte, wenn auch nicht um des Bodens willen, so doch im Interesse seiner Nachkommen oder Verwandten. Zumindest wird er aber 111c zu bewegen sein, auf einen Teil des bisher von ihm bearbeiteten Bodens mit Rücksicht darauf zu, verzichten, daß er bei einer intensiveren Bewirtschaftung mit dem Rest sein Auskommen finden könnte. Ganz anders liegt die Sache bei der Pachtgenossenschaft, Der individuelle Zusammenhang des einzelnen mit dem von ihm bewirtschafteten Grund und Boden ist bei ihr von vornherein nicht gegeben. Selbst bei einer Pachtgcnossen* schaft mit getrennter Bewirtschaftung verhindert die bcgrenzte Pachtdaucr das Aufkommen von Kumulierungstendenzen, abgesehen schon davon, daß flinen durch das konkurrierende Interesse anderer Genossen Einhalt geboten ist. Die Genossenschaft wird also nur soviel Boden pachten, als sie tatsächlich bewirtschaften kann. Das Pachten von mehr Boden wäre für sie entweder reiner Verlust oder unzweckmäßig oder undurchführbar. Sie wird aber auch viel leichter zu bewegen sein, auf einen Teil ihres Bodens zu verzichten, als der Erbpächter, wenn sic durch intensivere Bewirtschaftung ihren Bedarf von dem übriggcblicbcncn Teil decken kann. Beispiele hierfür sind nicht nur in Europa (insbesondere in Italien), sondern auch in Palästina z.\ finden. Das musterhafte Vorgehen der Genossenschaft Dagr.niah, die ganz freiwillig auf zwei Drittel ihres Badens verzichtete und so das Entstehen zweier neuen Genossenschaften cnr.öglichte, wäre bei einem Erbpächter kaum denkbar. Diese Tatsache ist aber insbesondere für Palästina von allergrößter Bedeutung. Das kleine Palästina kann sich, abgesehen schon von anderen volkswirtschaftlichen Nachteilen, den Luxus eines Bauernstandes, der durcliscliniriiicli über zuviel Boden verfügt, aus rein physischen Gründen nicht erlauben. Soll cs einen nennenswerten Bruchteil des Volkes auinclimen können, dann muß bei der Verteilung des Bodens zur Nutrung die strengste Ockonomie obwalten, und es muß auch die Mögiichkeit vorhanden sein, bei Fortschritten in der Entwichlurig der landwirtschaftlichen Technik die Bodenanteile dem wirklichen Bedarf entsprechend zu kürzen. In beiden Hinsiebten ist die Pachtgenessenschaft dem Erbpachtsystem unendlich überlegen. Es wäre noch die Frage der Rentabilität mit einigen Worten zu streifen. Es soll aber nur darauf hingewiesen werden, daß die Form der Pachtgcnossenschait als solche auf die Rentabilität des Betriebes, abgesehen von der Frage der Sicherung der Zukunft und der damit zusammenhängenden psychologischen Einstellung keinen Einfluß ausüben kann. Ls wird behauptet, daß der gemeinsame Betrieb auf die Intensität der Arbeit wegen des mangelnden Stachels des ummttclbarcii Eigeninteresses abschwächend wirkt und dadurch die Rentabilität drückt Dies trifft aber, selbst wem! der U E D f S C HE RUM D S C!1 A U ז Einwand richtig sein sollte, was־ an dieser Stelle gnr nicht weiter untersucht werde:! soll, höchrdeua für dse Genossenschalt mit gemeinsamer BewirtrcliaÜmig zu. Die form der Pacht״enossensekalt involviert keimt>wc;;;3 den gemeinsamen Betrieb. Ls wird bloß der Boden genossenschaftlich gepachtet, wie er ciatin weiter hewiftr.;h.־ü:t wird, ist Sache der Genossen. In Europa 81ml sogar Genossenschaften mit gemeinsamer Bewirtschaftung in! Zurüchgeheii begriffen, während die Genossenschaften mit getrennter Bewirtschaftung siel! immer kräftiger entwickeln, In diesen! Falle ist n.Türlief! jedweder Zusammenhang zwischen Pnehtfonn und Rentabilität unterbrochen. Die Rentabilität hängt vom Stand der landwirtschaftlichen Technik, von den persönlichen Eigen« schäften des Pächters, von der Sicherstellung der Zukunft, von der wirtschaftlichen Lage des Landes, der Lage des Weltmarkts und noch von vielen anderen Ursachen ab, aber nicht von der Form der Paciit. Der Zweck des vorliegenden Aufsatzes war, zu beweisen, daß wir auf Suche nach der besten Koloivimtionsfonn nicht zu fernen, für Palästina nicht erprobten und in vielen Hinsichten von vornherein niciit geeigneten Formen greifen, sondern bei derjenigen bleiben sollten, die sich urwüchsig aus den Bedürfnissen des palästinensischen Lebens heraus entwickelt hat und sozial und volkswirtschaftlich sehr große Vorzüge hat. Wenn wir unentwegt an der Besserung ihrer Form im Wege der Erfahrung arbeiten und unsere Kräfte auf Experimente, die von der Ferne stammen und teilweise nur theoretisch begründet sind, nicht zersplittern, dann wird das Ziel viel eher und viel sicherer zu erreichen sein. Handel uni Industrie Außenhandel Gesamtaußenhandcl vom t. April 1019 bis 31. Dezember 1921. Importe (ln äg. Pfund) Jaffa Haifa Jerusalem 1. April 1919 bis 31, März 1910: 1.408.238 1.027.381 951.847 1. April 1920 bis 31, März 1921: 2,140.817 2.023.594 834.0Ö8 1. April 1921 bis 31. Dez. 1921: 1.627.C63 1.701,918 627.051 5.176.720 5.355.888 2.413.569 1. April 1919 bis 31. M;irz 1920: 1. April 19:0 bis 31. März 1921 1. April 1921 bis 31. Dez. 1921: Exporte (in äg. Pfund) Jaffa Haifa Jerusalem 169.303 270.037 30.005 327.479 193.071 40,031 242.723 135,014 24.294 739.510 598.172 - 55,530 Import: Export: 1922 1921 1922 1921 Mai: 551,053 88,013 52,8-16 16,597 Juni: '416,220 3,4-0 58,400 21,254 (in ägyptischen Pfund) / , Deutsche und österreichische Importe im Juli. Jaffa: Wert 27.421.200 fig. Pfund (gegen Juni 14,000 —י) Haifa: Wert 13,547.— äg. Pfund (gegen Juni — 3.660). An erster Stelle stehen nach wie vor Elscnvvarcn, Textilien, Zement, Maschinen, Glaswarcn, Getränke und Bauholz. Im August 1922 aus Deutschland und Oester• reich eingcfüiirte Güter: in Jaffa: für 24.016.980 ägypt, Pfd. in Ha fa: ״ 4,087.000 ״ in Jerusalem: 228.200 ״ ,, Verkehr mit Aegypten. Importe 1920: 509.726 1921: 941.181 äg. Pfund Exporte 1020 : 784.125 1921: 733.195 äg. Pfund Richtung der Agrarausfuhr. Von der Zerealieuausfuhr über Haifa im Juni äg. Pfund 817.390 gingen 83 ״/o nach Syrien, 15 °/0 nach England (ausschließlich Linsen), 1,4 #/0 nach Cypern (ausschließlich Ker* somiali) und 0,6 »,0׳ nach Aegypten (nur Gerste), Auel! i!n Juli waren dies die hauptsächlichen Bestimmungsländer. Sclilffulirls’vcrlchr DerSchiffahrtsvcrkehrlmJuli. Jaffa. 32 Dampfer mit 53 023 Tonnen, davon 2 > 337 itak, 8247 britisch, 9061 franz,, 5140 rum., 3093 giicch, 2351־ deutsch, 1730 holl. 179 Segler mit 5005 Tonnen (meist syrische und ägyptische, zum Teil auch palästinensische), Haifa. 28 Dampfer mit 49 742 Tonnen, davon 24 024 itnl,, 6103 brH., 5100־ franz., 1857 rum,, 2802 griech2008 ״ deutsch, 1780 holl., 3933 belg, 129 Segler mit 2882 Tonnen (meist syrisch und ägyptisch, zum Teil auch palästinensisch). Im August: Jaffa. Zahl Totmen englisch italienisch französ. I Dampfer: .32 57.478 Davon: 10 18.707 7 -11.893 4 14.404 Segler:!20 3.613 428 2 61 2 ״ (meist syrisch, ägyptisch und palästinisch). Gaza. j "7 Segler mit 243 Tonnen; ägyptisch, palästinisch und syrisch. Haifa. 27 Dampfer mit 50.822 Tonnen; 76 Segler mit 1.572 Tonnen; meist syrisch und 'palästinisch. R a u b c w « g u n g. Im Juni und Juli wurden in Jerusalem zirka 81 Häuser ln Bau genommen, haupkäehüch in Talploth uni im Bane Bayith״ viertel, ln Haifa wurden gebaut: im Mai 70, im Juni 37, im Juli 46 Häuser. Neu-Gerberei, Eine solche ist soeben vorn der Berliner chemischen Fabrik Brüder Sapiro in Je.fla [.:■:;ründa worden. Indutlrlcn, die sofort in Palästina begründet \vc׳ den können Das Departement für Handel und Industrie der p, lilrtir.cnJ; heu Zirm;.tischen Exekutive veröffemheht folgend» Liste der In.lualrieii, tiie 111 Palästina sofort begründet Werde״ können. A. 1. Fischerei und I'isclikonscrven am Mittelmeer (Gaza oder Tel-Awiw). 2. Fisriikonservcu-Er/cugung in Tiberias, 3. Obst* und (k-imEekonscrven (Jerusalem, Petach-Tikwih Rccliobolli, (rua), ' 4. Brauerei (0a/:1, Jerusalem oder Tel-Awiw), 5. Kühlliaus-Ankigt׳ (Tel-Awiw). 6. Fabrikation• von wolhvare» (Tel-Awiw), 7. Fabrikation von!kuimwoiSwaren (Tel-Awiw, Haifa) 8. Tarbusäi-Fnbrnialiun (i'el-Awiw). 9. Erzeugung von Säcken (Tel-Awiw). 10. Erzeugung von Seilen und Stricken (Tel-Awiw). 11. Klchler-Fabrikatiou (Tel-Awiw). 12. Erzeugung von Moskitonct.cn (Tel-Awiw). 13. Wäsehefabrikation . (Jerusalem). 14. Erzeugung von Lampcmloditen (Tel-Awiw). 15. Erzeugung von Männer.->trohi!ütcn (Jerusalem). 16. Gerbereien (Jerusalem, Haifa, Safed). 17. Erzeugung von Schuhwerk (Tcl-A׳.vi\v). 18. Automobil-Transportgesellschaft (Jerusalem). 19. Heiße Bäder von Tiberias (Tiberias). 20. Hotels und Luit'.auorte (Tel-Awiw, Haifa-Karmel, Safed Jericho). ' 21. Kunstverlag (Jerusalem). 22. Perlmutter-Fabrikation (Jerusalem). 23. Fabrikation glasierter lonwarc, Drainröhren, Kunst, artikei (Jerusalem, Tel-Awiw, Chedera, Haifa. Scmjch und Gaza). 21. Zündholz-Fabrikation (Tel-Awiw). 25. LclimzicgcS- und Dachziegel-Werke (Tel-Awiw, Chedera Haifa, äcinach und Gaza). ' 26. Kalköfen (Tel-Awiw, Jerusalem, Haifa, Safed). 27. Gipsöfen (Mcuhamic oder Jisr). 28. Wagenfabrikation (Tel-Awiw, Tiberias). 29. Erzeugung von Zement (Haifa). 30. Kalk-Steinbriicii (Jerusalem, Haifa, Nazareth). 31. Sand-Steinbruch (Risclion, Rcchobotlij Gaza). 32. Basalt-Steinbruch und Schleiferei (T iberias). 33. Erzeugung von isoliertem elektrischem Draht (Tel-Awiw). 34. Samen uiid Verpackung (Tel-Awiw). 35. OdfenUichc Bäder (Jerusalem, Tel-Awiw, Jaffa, Haifa, Gaza, Hebron), 36. Mechanische Wäschereien (Jerusalem, Haifa, Tiberias). 37. Tabak-Fabrikation (Tel-Awiw, Haifa, Safed). 33. Erzeugung von Uhren und Schmuck Sachen (Jerusalem), 39. Erzeugung von Spielsachen (Tel-Awiw oder Jerusalem). 40. Erzeugung von Baumaterialien (Jerusalem), 41. Regen- und Sonnenschirm- und Spazierstode-Erzeugun״, 42. Erzeugung von Hausgcbrauclisgcgcnständen aus Holz. 43. Erzeugung von Leder usw. Koffer, Der '> 01)2W i;!bcn, g! 1... '•'־'csicliM ׳ 4׳.'ifch die »-■c״-l׳'.mi|5 ■1 )f.rnnbat kl ״ Utbci K Br. 1»)! Ü i.'allcr P :1 ׳,;׳,er we I Lbcit'*״ ' 11# vfüf!rt, U? ■ , ״ _ I ו II .m \’v l!:!< ff! cs sm | ’ I cb 0!1nc 1;;:,cm aus i Bebertrag Sier lokah I -ruppen, | ltrs;unn1l1 I V.s M’mif ן Spezielle ן;•(lividucl | unvei |ist die 1 Freu f Arbeiters*;!er »’!in; icchirim) 11s ist W keine blo perbindui jenen de) Nach öcldiin B. Die folgenden Projekte werden untersucht: a) Glasfabrikation, h) Papier- und Kartonfabrik. Rolirgießerei. Erzeugung von Gummireifen. Die Preisbewegung ו In Jerusalem waren die Preise Ende Juli durchschrittlieh so wie im Mai und für Fleisch und Getreide 5 c/o niedriger als Ende Juni. Weizen fiel von 170 Piaster auf 149,5 und im September auf 127, Reis, ägyptisch, von 270 auf 230, Fleisch blieb unverändert: Rind 830, Schaf 10K>, Ziegen 933 Piaster, (Alle Preise für 100 kg.) Eier kosteten 3ö Piaster das Hundert, Milch 3 Piaster per Liter. Brennholz stieg um zirka 12 */o, im Durchschnitt kostet es 560 Piaster per Ton, Cardiff-Kohle fiel auf 500 Piaster per Tonne. Der Gcncralindcx im Juli in Palästina war 76 (gegen 7S,4 tm Juni). Auf Grund der Detailpreise kann berechnet werden, daß eine Familie im Juli um zirka 14 0/0 billiger leben konnte, als im Januar. Die Preisbewegung im August 1922: (Die Preise gelten per 100 kg, wenn n'clit anders angegeben) Brot blieb mit 190.5 Piaster, während europäisches Brot von 300 auf 270 Piaster 11 (:.־abging. Weizen stieg unbedeutend von 149 auf 156 Piaster. Gerste und Hirse, die auf 75 Piaster standen (am 1. 7.) fielen auf 69,5 Piaster. Acgyptischcr Reis stieg etwas, von 259 auf 265 Piaster. Rindfleisch blieb gleich auf 830 Piaster, während Schaf* und Ziegenfleisch bedeutend, von 1.010 und 936 Piaster auf 936 und 832 Piaster fielen. Milch stieg von 3 auf 4.5 Piaster per Liter, Eier von 36 auf 40 Piaster per HX) Stück. Bau-, Spar- und Darleliensgesellsrliaft Um die Bautätigkeit zu beleben, hat der ״Palestine Development Council“ (der Brandeis-Gruppe) die ״Palcstine Building Loan and Saving Association“ gegründet, die ausvvärtigcs Kapital ins Land zu bringen hofft. Die Darlehen sollen 00 0'״ des Wertes der Baulichkeiten (ohne Bodenwert) und Pid. äg. 500 niciit überschreiten, in 1/.,jährigen Ampiit.'itcn zurückzahlbar sein und höchstens für 12 Jahre zu 8 ס/י gegeben werden. Die Schuldner haben Anteile der Gesellschaft in der Höhe von 5 0/0 des Darlehens zu zeichnen und sukzessive cinzuzahlcn. Der Architekt der Gesellschaft hat die Baupläne zu prüfen und den Bau zu überwachen. Von den bereits cingeieiteten Schritten der Gesellschaft seien erwähnt: 1. 10 0GO Pfund wurden reserviert, uni die Vollendung »יי• fertiger Bauten in Jerusalem zu unterstützen. 2. 25 G0.) Pfund in Einzddarlchcn zu höchstens 500 Piuno ׳ wurden einer Gruppe gewährt, welche eine Gartenstadt, am Wege nach Ein Karen bauen (Boneh Baith). 3. 12 6G0 Pfund in Einzcldarlciicn an eine Gruppe in Tripioth. 4. 6000 Pfund an eine Gruppe, welche an der JaffastraM nahe der Wasserstation ״Ramataiin“ haut. 5. 5COO Pfund wurde im Bukharischen Viertel für den Bau von Kleinwohnungen geliehen. ״ . 6. 10ODO Pfund au eine Gruppe, die in Haifa, südhc' der deutschen Kolonie, am Strand unter dem Nafflcn ״Bath Galim“ haut. . 7. 18—20 Linzriaarlehcn sind an verschiedene Personen >a Jerusalem verliehen worden. Zum Teil sind die Darlehensempfänger auch Araber. Die Gesellschaft will auch eine Sparabteilung eröffnen und solchen, die Einlagen machen, Baudarlehen Zusagen- Oeffe Batia a) Bl b) Bl Ja 19 Ti > H i« Folg! Grüiidtusj Arb« C h a u 1 Kwi 1. Tiberi 2. Tiberi 3. Hai!» 4. Afulr 5. Djoni 6. Tapd 7. Achte beria! 8. Tel-Aw 9. Sichn 10. Har-1 11. Hada 12. Ljn < 13. Maha 14. Mach 15. Clan Aviv 16. Ferna H. Rjeni 18. Risch vroth D. Neve 1 laif: ' 29. Daו.״ 23. J ,.jll Allen e:ur. i 1 s e n t I; Dam 1 •״ויי! .24 1 , Rah’, 25. R 11:1־";ir Kanäle '׳•־ r״״iT 1 *׳■ Jri'« | l!■ s־”׳! I 23. I 29 1;";: ti r.aeh t* w;11'!' 30, 31.

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