Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVII (1922)
- Issue
- Heft 86 (31.10.1922)
- Date
- 1922-10-31
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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Amt Pfolzburg 6697, 6698 u.6699, Anjecljlcnprcln iiirdic achtjjcspaltcncNonpnrcillczeile 25.-M, l'ilr lubraudi• Annljta 3056 AulicliUj. Anzeigenschluß! Dienstag und Freitag nachmittag 4 Uhr. t.-.. .:31. "״".! עדSli'Xr׳ .׳SHilT - מל 1״'לצ Telephon: Plalzburd6697u.6698. Postscheckkonto! BcrllnNr. 17392. Für Oesterreich! Postsnarkassenarnt Wien, Konto Nr. 156030. Für Tschechoslowakei! Postsparkassen amt Prag, Konto Nr. 156030. — RcdaktionsschluQ Sonntag und Mittwoch nachmittag. — g£j|j־|ji£f|i£a*. ÄS5X*rII2■* Nummer 86 mtw-rr־* r׳m^azsmammsmmsex£l 9׳ ' ' ---r—BT-rnvi—in— Irn׳'—IIlf II11|T| um 5°f *;la.t!.i'־,R,-Ma-er-ai8|,cb* >ür *,8י Indische Vollt die Sthaflunj einer atfantllch ■ rechtHeli gesicherten Heimstätte In Palästina. ״Baseler Programm.^ ט׳ מרחשוו" תרס״ג XXVIL *fahrg. ־t» Begrünung in Ntw York — Jüdische Sozialisten und Reformrabbi• für den Zionismus — Versammlung in Boston Mussolini für Annullierung der Orient-Mandate Ron!. (J.C.B.) In seinem Organ ״Popolo d’ltalia“ fordert Mussolini in Anbetracht der neuen Entwick- |11ng im Orient, daß die italienische Regierung mit dem folgenden Programm zur Orientkonferenz kommen soll: 1. Vollständige Anullierung des Sevcrcs- Vertrages und der Mandate im Orient. 2, Vollständige Freiheit für die Araber und Garantie dafür, daß die Oricntvölker in voller Unabhängigkcit ihre Regierungsform bestimmen können. Das neue englische Kabinett and die Palästina-Frage Das Londoner J. C. B. schreibt über die Stellung der neuen englischen Minister zur Palästinafragc: Der neue Kolonialministcr Herzog von Devons h Ire hat, soweit bekannt ist, bisher keine bestimmte Stellung zu der Palästinafragc eingenommen. Zwei Mitglieder des neuen Kabinetts, der Minister des Aeußeren Lord Curzon und der Staatssekretär für Indien Lord Peel, gehörten auch dem früheren Kabinett an, das bekanntlich die Richtung der Palästinapolitik Englands festgesetzt hat. Der neue erste Lord der Admiralität Amery war stets ein ausgesprochener Freund der Politik des jüdischen nationalen Heinis in Palästina. Während der am 4. Juli im Unterhaus stattgefuiKiencn Abstimmung über die Politik der englischen Regierung haben die jetzigen Mitglieder der neuen Regierung, Lord-Scl13tz.ka11z.lcr Mr. Stanley Baldwin, der Staatssekretär des Innern Bridge man, der erste Lord der Admiralität Amery, der Landwirtschaftsminister Sir Robert A. Sanders und der Präsident des Erziehungsdepartements Mr. Wood für die Regierung gestimmt Der Vorsitzende der Handels verwalt ung, Sir Philip Lloyd-Greamc und Sir Oriffith Boscawcn, hatten an der Abstimmung nicht teiigenommen. Kein einziges Mitglied der heutigen Regierung hat damals gegen die Regierung ges t i rn m t. Während der Abstimmung über die Palästinapolitik, die 111t Oberhaus am 21. Juni stattgefunden hat, hat Lord Peel für die Regierung gestimmt. Sonst hatte sich kein Mitglied der heutigen Regierung an der Abstimmung beteiligt. « ״jewish Chronicle“ nimmt in seiner Nummer vom 25. Oktober zum englischen Rcgicrungswec 11 sei Stellung, Das Blatt gedenkt zunächst dankbar der Haltung Lloyd Georges und seines Kabinetts zu den nationalen Bestrebungen des jüdischen Volkes. Es gibt dann seiner Ueber/eugung Ausdruck, daß Bonar Law, der zur Zeit der Baltuur-DekLinition ein Mitglied der Regierung Lloyd Georges war, weder versuchen wird, die britische Politik in bezug auf Palästina rückgängig zu machen, noch die oc'ministrntivc Kontrolle des Landes nufzugclxm. Zwar wird der Premierminister von gewissen Seiten aufgefordert,!lies zu tun, aber, so sagt das Blatt, cs ist nicht zu bezweifeln, daß cs für England schädlicher wäre als für die Juden. Denn die nationalen Bestrebungen des jüdischen Volkes können von äußeren Mächten gefördert oder gehemmt werden; ihr Erfolg kann aufgehoben werden; aber ein Mißerfolg ist jetzt, muh der Anerkennung seitens aller Völker, einzig nur durch dis Versagen der Juden selbst möglich. Für England jedoch würde das Aufgeben Palästinas den Verlust eines wichtigen strategische» Punktes bedeuten, den cs über kurz oder lang wicdcrzugcwitmc.il suchen müßte. Das Blatt weist schließlich darauf bin, welche moralischen Folger» eine Aenderung der einmal cmgcschhgcnen Palästina-Politik für England haben müßte, da dieser Akt als Bruch eines feierlichen Versprechens aufgefaßt werden müßte. Am schwersten würde der Eindruck in Amerika sein. Die Vorbereitungen zum Jüdischen Weltkongreß London. (J.C. B.) Die Exekutive der zionistischen Weltorganisation beschloß, mit den Vorbereitungen zur Einberufung des jüdischen Weltkongresses so* fort zu beginnen. Mit der Ausführung der Vorbcrcitungsarbciten ist das Mitglied der zionistischen Exekutive, Dr. M. Solowcitscliik, betraut worden, der von jetzt ab dauernd in London bleiben wird. Allen Zionistischen Organisationen sind Fragebogen übersandt worden, in welchen sic ihre Ansichten über den Walilmodus und den Wert des Kongrosses tnitzuteilen 1!alten. Die abnehmende Arbeitslosigkeit Pas Handeisblatt der palästinensischen Regierung veröffentliche folgenden Bericht des Arbeitsinspektors der Regierung;: . ״Die Arbeitslosigkeit bat während des letzten Monats emc weitere Verminderung erfahren, und cs dürften gegen- "artig nicht mehr als 500-600 Arbeitslose in Palästina *ein. Dies ist im wesentlichen der Bautätigkeit in den Städten zu danken. Nach dem Ende der Weinlese werden wieder einige Arbeitskräfte frei werden, aber diese dürften von den neuen Unternehmungen absorbiert werden, die demnächst crölfnet werden sollen.“ Die erwähnten Zahlen beziehen sich selbstverständlich *״* sämtliche palästinensischen Arbeiter, also auch auf die Araber, $0 daß daraus zu schließen ist, daß die Zahl der 1 ״disc I! cn Arbeitslosen noch erheblich geringer ist. Dem bekannten englischen Parlamentsmitglied, Colonel Wedgwood, der bekanntlich als einer der Delegierten des Keren Hajessod nach Amerika gefahren Ist und dort auch an der Konferenz der amerikanischen Poalc-Zion teilgenommen hat, wurde am 8. Oktober In New York ein offizieller Empfangsabend bereitet, dessen Vorsitz Samuel Untermeyer führte. Dieser Empfang unterschied sich von früheren ähnlichen zionistischen Veranstaltungen vor allem durch die eigenartige Zusammensetzung des Publikums. Denn nicht nur Zionisten und Freunde des Keren Hnjessod waren erschienen, sondern auch eine ganze Reihe von Arbeiterführe rn, darunter Jerome T. de Hunt, der Präsident der American Labour-Party, ferner der bekannte Sozialist Hillquit, ein Jude, der jedoch bisher für jüdische Angelegenheilen keinerlei Interesse gezeigt hat. Das Organ der amerikanisclicn Zionisten ״New Palcstinc“ sei:reibt bei Besprechung der Versammlung: ״Da war Morris Hl 11 quit, der Vorkämpfer des Internationalismus, der Führer der amerikanischen Sozialisten, und er anerkannte die Gerechtigkeit des Zionismus, rechtfertigte ihn in den Augen des internationalen Proletariats. Er be• dauerte, daß er nicht als Zionist sowie die anderen Colonel Wedgwood begrüßen könne; und als ein neugieriger Zwischenrufer ihm ein ,Warum' entgegenrief, da fand *1er schlagfertige Mr. Hillquit keine andere Entschuldigung als daß er zu beschäftigt sei, zu tief verstrickt in die Geschäflc des Sozialismus, als daß er eine Zeit dem Zionismus widmen könnte. Und da war auf der anderen Seite der ehrwürdige Rcv. Dr, Josef Silverman, ehemaliger Rabbi des Tempel Emaimcl, noch kürzlich ein Bollwerk des Antizionismus, der mit all seiner Beredsamkeit von der Kanzel hernbzudonnern pflegte, der Zionismus sei eine Gefahr für die Welt und für die Juden. Jetzt erklärte er: ,Ich bin hier, weil ich Jude bin.' Das Techcscno enenu bischuwcho Iczion bcrnclinmlm, das aus dem Rcformgcbctbuch verbannt ist, scheint «len Geist des ehemaligen Gegners der jüdisch-nationalen Auferstcliung berückt zu haben, Er spricht von Palästina als der einzigen Hoffnung des jüdischen Volkes. Die Tragödie des jüdischen Volkes hat in ihm das heiße Verlangen erweckt, die Sehnsucht, jüdisches Leben im alten Heimatland Israels erneut zu sehen. Wahrlich, die Tage des Messias sind nahe. Hillquit und Silverman, der sozialistische Führer und der Reformrabbi, gestern noch zwei Mächte des Antizionismus, zusammen auf einer zionistischen Plattform, begrüßen einen Goj, den Libcralen, einen Kämpfer für Freiheit, einen Vertreter der arbeitenden Massen Großbritanniens, einen tapferen Soldnlen, ein angesehenes Mitglied des bedeutendsten Parlaments der Welt, der hergekommen ist, um für die Sache Zions zu wirken, um jüdische Arbeiter (welche Ironie der jüdischen Ocschichtc!) für den Aufbau von Palästina zu interessieren, sie aus ihrer Apathie und Gleichgültigkeit gegenüber dem Schicksal des jüdischen Volkes zu reißen, sic die einfache Wahrheit zu!ehren, daß man Gerechtigkeit für andere nur dann erreichen kann, wenn man erst für sich selbst Gerechtigkeit gesichert hat. . . . Der Führer der größten Arbeiterpartei der Welt Ist nach Amerika gekommen, um unseren Vorkämpfern des luternationalismus, unseren jüdischem > Vorkämpfern für Freiheit und Gerechtigkeit, zu sagen, daß Internationalismus unntög. lieh Ist, solange cs unterdrückte, verfolgte, enterbte Völker gibt,“ Ueber den Begrüßungsabend selbst erhalten wir nachstehenden Bericht: Der Vorsitzende, Samuel Untermeyer, begrüßte namens der amerikanischen Judenheit den Gast in herzliehen Worten und hielt dam! eine bemerkenswerte Ansprache, in der er zunäclist darauf liiuwies, daß die Juden in allen Ländern mit dem Kampf für Fortsebriit und Recht idcntlfiziert werden, doch haben sie bis jetzt für diesen ihren Idealismus nur gelitten. Zum erstenmal, sagte er, werden wir jetzt belohnt. Zun! erstenmal sind wir Juden selbst |ctzt die Nutznießer des Fortschritts, nachdem wir solange die Opfer der Reaktion gewesen sind. Als Symptom dieser Situation kennzeichnet Redner das Eintreten Wedgwoods für die zionistische Sache. Sodann wandte sich Untermeyer dem Keren Hnjessod zu und legte dessen Bedeutung dar, die von jedermann, der Palästina kennt, anerkannt wird. Der Keren Hnjessod ist das Instrument, mit dessen Hilfe die Juden Palästina gewinnen wollen. Denn nicht mit Feuer und Schwert wollen wir nach Palästina kommen, sondern mit den Geräten der Zivilisation und den Werken der Kullur, Als erster Redner sprach dann Norman Hapgood, Redakteur von Ilcarst’s politischer Zeitschrift ״International“, ein Freund des Judentums und des Zionismus. Er erwähnte eine Episode, die er in London erlebt hat: Bel einem Früiistück, das Cot. Wedgwood gab, und bei dem Dr. Weizmann, Herbert Samuel und eine Anzahl Parlamentsmitglieder anwesend waren, nahm auch Pr in! rose, der Soiin von Lord Roseberry, teil, der mit einer Jüdin verheiratet war, aber keine Ahnung von Zionismus hatte. Hapgood schildert, mit welch gespannter Aufmerksamkeit Primrosc das Gespräch verfolgte. Kurz darauf schloß er sich einem jüdischen Rcglment an und fiel auf den Gefilden Palästinas. Morris Rotenberg, der namens der Zionistischen Organisaiion Amerikas sprach, schilderte die Entwicklung, die die poiilisciic Situation des Zionismus ln den letzten Jahren durch alle Schwierigkeiten hindurch genommen Hat, und würdigt die Unterstützung der Labour-Party in dieser Zeit, Der Redner gedenkt auch der VcrdlenstCj die steh C0L Wedgwood als Führer der 1920 nach Ungar» entsandten Delegation erworben hat, da er als erster dazu beitrug( die Gewalttaten und Terrorakte der Horthy-Banden zu ent* hüllen. Hierauf sprach Morris Hillquit, der den Gast als Mitkämpfer im internationalen Ringen um ' eine bessere Wcltordnung begrüßte. Redner gab seiner Genug• tiiung Ausdruck, daß Wedgwood in diesem Streben es als eine primäre Aufgabe betrachtet, dem jüdischen Volk bol seinen Anstrengungen zur Errichtung eines Zentrums nationalen Lebens und Kultur und einer Zufluchtsstätte vof Verfolgungen und Haß zu helfen. ״Wedgwood ist kein Jude( und sein Interesse am Zionismus kann also nicht aus be• schränktcm Nationalismus entspringen. Seine Sympathie füll den Zionismus entspringt mit logischer Notwendigkeit aus! seiner sozialistischen Anschauung, die die Bestrebungen alle! Klassen unterstützt.“ Im weiteren Verlauf seiner Rede erklärt Mr. Hillquit, er könne zwar nicht aktiv an zionistischer Arbeit teihichmcn, er teile aber die großen Ideale, die hinter den! Zionismus liegen, das Ideal einer freien Weltordnung* dein auch er diene.! Dr. Josef Silverman gab der Hoffnung Ausdruck, daß alle Schichten und Gruppen des amerikanischen Judentum« sich vereinigen werden in den Anstrengungen, Palästina aufzubaucn. | Jerome de Hunt, Präsident der American Labour-Party( erklärte, er sei bereit, in der großen Sache der jüdischen Befreiung mitzuwirken. Er hoffe, Palästina als jüdische Heim• Stätte werde ein Vorbild für die ganze Welt sein. j Hierauf sprach Isidor Saar namens der amerikanischen; Poale-Zion und sprach die Hoffnung aus, daß Col. Wcdgwood3' Besuch ein gewaltiger Antrieb für die arbeitende Klasse sein werde, sich der zionistischen Bewegung anzuschlicßcn. Die Rede Wedgwoods. Schließlich erhielt Col. Wedgwood das Wort. Ep wurde mit langandauerndem Beifall empfangen, d e Versamn!« ־׳ ׳ lung erhob sich und brachte ihm eine Ovation dar. Seine . Rede machte nicht nur durch ihren Inhalt, sondern auch! durch seine außerordentliche Rednergabe den stärksten Ei!W druck. Wedgwood begann mit dem Hinweis auf das clgcntüm• liehe Gefühl, welches ihn erfülle, wenn er, wie an diesem, Abend, in der Milte zwischen zwei Strömungen vor Ver• treten! zweier Ideen, unter Zionisten und Arbeitern, ztf sprechen Italic. Beide seien seinem Herzen nahe. Das Ver• dienst für die Unterstützung des Zionismus und für den Schutq des jüdischen Nationnlhcimes in Palästina gebühre nicht ihn» persönlich, sondern der britischen Labour-Party, mit welcher er eng verbunden ist. Die British Labour-Party wurde in» Interesse der allgemeinen Gerechtigkeit gegründet. Weshalb sollen diese Parteien nicht die Forderungen des Volkes ver* leidigen, das in seiner langen und Icidenvollcn Geschichte( so viel zum Fortschritt der Gerechtigkeit bei«! getragen hat? Redner sei überzeugt, dafl es in Amerika( viele fortschritllich gesinnte Menschen gibt, weiche in Pa* lästina gerne eine jüdische Ocmeinschaft r.cheii möchten, die frei Ist von den wirtschaftlichen und; sozialen Ucbcln, von denen unsere moderne ZivilU satlon vergiftet wird. Oberst Wedgwood fragt die anwesenden jüdischen Arbeiterführer: Warum sollen die jüdi* sehen Arbeiter gegen ihr eigenes Volk sein( wenn cs einen Kampf führt für das Glück der Menschheit? Ich hörte, daß die jüdischen Arbeiter hielt in Amerika die Vorkämpicr der amerikanischen Arbeiter•( bewegung sind. So sollen sic denn auch die Avantgarde der Bewegung zur Emanzipierung ihres eigenen Volkes sein, Glauben Sic etwa, daß die nationale Wiedergeburt Ihre« Volkes im Gegensatz stehe zu Ihrem Ideal des Internatio* nalismus?! Bloß wenn du um die Gerechtigkeit für dich seihst: kämpfst, rief Oberst Wedgwood aus, darfst du dich in den Kampf um die Gerechtigkeit für andere stürzen. Mit pogro* mlcrten, geplünderten und ausgeraubten Völkern Ist ein Inter* nationalismus unmöglich.! Oberst Wedgwood befaßt sieh im weiteren Verlaufe, schier Rede mit den Absichten der englischen Regierung in Palästina, Selbst wenn man die englische Regierung ver• dächtigcn wolle, daß sie in Palästina auch Sonder• Interesse 11 vertrete, so müßten die jüdischen Arbeiter doch dessen eingedenk sein, daß ein jüdlschesPalästin» nicht bloß der Ausdruck der Politik der Re• g Ser ung, sondern den Willens des ganzen, englischen Volkes und insbesondere der! englischen Arbeiter ist. Gewiß, England braucht dicj Juden In Palästina, aber brauchen nicht auch die Juden, England in Palästina? Wäre ich ein Jude, so wäre ich, glücklich bei dein Gedanken, daß England der Juden in, Palästina bedürfe, weil diese Tatsache dem zwischen dem, Judentum und Großbritannien geschlossenen Vertrag erst seine Stärke verleiht. Weil wir Idealisten sind, dürfen wir unsere Augen nicht vor der realen Wirklichkeit verschließen. Die Juden dllrfcn niemals vergessen, daß Palästina aufgebaut werden muß und daß das Volk, welches diese» Land aufzubaucn hat, nur das jüdische sein muß. E» wäre für die Freunde des jüdischen Nationalheim* in Palästina ein Tag schwerster Enttäuschung, an dem sich hcrausstcllen sollte, daß die Juden Palästina nicht aufbauen wollen oder nicht aufbauen können. Ich kann es mir 8»n