Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVII (1922)
- Issue
- Heft 68 (29.8.1922)
- Date
- 1922-08-29
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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JUEDISCHE RUNDSCHAU Seite 457 | 1 >f k Nr. 68 iS-nicr f?!>'!::!מ ״- Koiu- יי)*"" h,c'11 iti!;.,1 י? des (! ycr;:en rc'1 Lik!,, W;Cn" ־־.fl l einen c 7״ der 1,?c von a; )dnkiiva״; lrs Ausi.v-!nlen 0|1•■ sima nie' '8■ und d; *eil w;״ י• so w, ״g \vcru׳ eicht Ja!: neu in cf eher Ster, und da c i.'.Ct us 58״d1 sin, derartig׳ mich h:, rsd/nngi beteilig!!; ädorsetic: 1 die Inteicn, indei: irzung dt ne ander. Dies war: altung de; ,rin zip t.: in dieses ׳n auch!י der Ei״cr,■ lerials uni!Iiung don :inen Fall, 1 ist, wer,.י I’.ilii uien kann, wuchs k• >cn Argu- Produktivhen sucht, en, Oder!lauf eine! opnicnmg istkanimci mkornmen :kmäliiger, sich doch annt fiat, werdende h der et in alirnähvon Ge• Ah Empfehlung für die weiiere Diskussion möchte ji sagen: Zidicn Sie einen Strich zwischen der Vor- -lmlai'periodc um! der Nactmtandstspcrtode. Vor dv-m gjrvlnt mußten verschiedene Strömungen berücksichtigt ,,.ffden. Das war vielleicht maßgebend bei der Abfassung ,wist'cr Dokumente, die einen Bcsrlvwichtigirngszwcck -!tct*. Nach dem Marv.lat ist uns ein Alb vom Herren ge«. Jetzt sind wir frei. De Situation hat sich ge- 1it!, «jv.l da wir in den Vö'kcrbtmd cingctreten sind — 1;enn auch vorläufig noch nicht als Subjekt, sondern .•;,Objekt — und das Mandat einstimmig angenommen mrde, hat sich zwischen 1t!1s und den Faktoren, die Ein« ־,!] auf die Realisierung des Mandates haben, ein ganz;aderes Verhältnis!:crausgebTiH. i teil halte cs für meine Pflicht imd bin auch dant ■faräcliligt, der lahceskonferenz zu sagen, daß wir auf n-.oraiisdie UnfersU'üzTig alfer Großmächte rechnen ׳Janen Ich bin vonScitcndcrfranzösi sehen Jepnblik ermächtigt, die Jalvreskotifcrenz zur Ratifizierung de9 Mandates zu jt״H1 ck w ö nsch en. (Reifal'.) Wenn behauptet wird, iß mntKlie franzöv־ch sprechenden Elemente das Manbt «Irr die Heimstätte in Palästina mit scheelen Augen «•־.eh ca, so können wir das nicht kontrollieren. Uns :nieressiett die Stellung dar offiziellen französischen Kreise d der Regierung, tsml diese hat unsere Sache im Ve'kcrb'.md unterstützt und mir nach Bestätigung im Völkerbund? erklärt, daß sie die Sache aatch weiterhin dt allen Kräften fördern wird! Ich führte Klage über iewissc fierüchtc und Mißverständnisse, irnd es wurde rir eiavidcrt, daß alles gescheiten werde, arm diese Miß-!crdäiulnissc zu zerstreuen imd der Weh klareumnchen, iß zwischen allen Mitgliedern des Völkerbundes ein- ־■!!!icßlith Frankreichs Einstimmigkeit lecstebe. Unsere Aufgabe ist es, die Sympathie zu wahren und zu entwickeln, die in der einstimmigen Annahme des Mandates;den Ausdruck fand. Die politische Situation nach Peeliiijung des Mandates ist die denkbar günstigste. Es ist klare Pflicht, klare Aufgabe unserer Organisation, 1i; r-iterielVe A״t״r rt ־־־.'|),׳׳! ,־־׳י־'> •n Vr VI<״s zu erlangen. Wenn Sie eine poetische Diskussion haben wollen, w empfehle ich Ihnen: Behandeln Sie nicht die Fragen .,on gestern, sondern die Fragen von heute, seien Sie iktucil um! lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit hauptsächich auf die Politik, die jetzt auf der Tagesordnung ist, tut die Politik mit dem jüdischen Volke. Die politische!Debatte schloß .ותו Sonntag abend, fl'c Diskussion tragen wir in der nächsten Nummer nach. A. Vorkonferenzen Am Sou ח tag, den 10. September 1922, in Kassel, Hotel Meyer, Oberste Gasse 56. I. Vorkonferenz Jugendbewegung Großer Saal. Beginn: 9‘/a Uhr vormittags. Frage des ׳or. Und 1. Gelingt Palästina eine Aus• emationa• t erobern, iter nicht ercssc an :resse der mnkt am Beschält!• : gewerb• bei! eines; Nebenist gewid ׳omoglich i unserer eit. Dar• vort vom s. es Sterns handelt!rg selbst ugt, daß 1d durchgewesen aits- und hr vielen c. Was Ute, "׳ar :ernbergs auf das »fern, b 1d deren i ist. Id1 lalökono• 31, 1״d' :Ut ko«* rem Sw• Führe״ Arbeite/! aut!ed< :bentlcn'i w:ef• Referenten: Dr. Fritz Löwenstein־ Berlin, Dr. Walter Moses- Berlin und Erich Roth-Hamburg: ״Wege und Ziele der znnistisehen Jugendbewegung.“ 2. Vorkonferenz Gemelndearbcit Kleiner Saal. Beginn: 10'A Uhr vormittags Referenten: Dr. Aron Sandler-Bcr'in: ,,Grundsätzliches zur Frage der zionistischen Gemcindepolitik“; Dr. Siegfried Moses-Berlin: .,Soziale Arbeit“. 3. Vorkonferenz Keren - Kajessotl Großer Saal. Beginn: 3 Uhr nachmittags.! Referenten: Walter Turnowsky-Ber!i!1: ״ ׳Richtlinien für die Keren ־ Hajessod - Arbeit“; Gr. Erich Mos es-Chemnitz: ״Keren Hajessodj Arbeit in mittleren und kleineren Gemeinden“ 1 4. Vorkonferenz j Kulturarbeit Kleiner Saal. Beginn: 3 Uhr nachmittags. Referent wird noch bekannt gegeben. ’ 5. Vorkonferenz Nationalfonds Sonderzimmer. Beginn: 3 Uhr nachmittags. Re- ‘ e reuten: Wollst einer: ״Begrüßungsansprache"; /Gzman n: ״Die N.-F.-Arbdt 1022״; Dr. Ehr- 11 ג rd: ״Film- und Landgcmeimtcnpropaganda“. Die Vorkonferenzen bilden einen wesentlichen Teil des Dclegiei tentages, dessen Verhandlungen Sle v01 bereiten sollen. Die Delegieren werden gebeten, dem Bureau ^er 2. V. f. D., Berlin W15, Sachsischestr. 8, bald- 1״,;Cxhst mitzuteilen, an welchen Vorkonferenzen s1e tdl2unehmen gedenken. Gäste haben zu den Vorkonferenzen keinen *״•'i'.t. Zur Konferenz über Jugendbewegung erßchett an die Jugendorganisationen besondere Ein- ־ Gelungen,! B. Haaptverhandlungen am 11., 12. und 13. September in Cassel, Stadthalle. Am Sonntag, den 10. September, werden Sonderberatungen über Gemeindearbeit, Jugendnrbeit, Keren Hajessod-Arbeit und Kulturarbeit statlfinden. Montag, den IT. September 1922. 1 ׳ Vormittags-Sitzung, 9ו/י Uhr. I. Eröffnungsrede des Vorsitzenden über: >(Die allgemeine Lage der zionistischen Gesamt- ' bewegung sowie der zionistischen Arbeit in Dcutscbland“. Z Wahl des Büros. 3. Diskussfon. I * Nachm'ttngs-Sitzung, 3'/» Uhr. 4. Referat: ״Die Palästina-Aufgaben des deutschen Zionismus“. - Referent: S. Schocken, Zwickau. 5. Debatte über das Referat zu 4. , Dienstag, den 12. September 1922. ,Vormittags-Sitzung, Qi/* Uhr. 6. Fortsetzung der Debatte über das Referat zu '4. 7. ״Inhalt und Möglichkeiten zionistischer Propaganda“. — Referent: Kurt Blumenfeld. 1 Nachniithigs-Sitzung, 31/* Uhr. 8. Debatte über das Referat zu 7. Mittwoch, den 13. September 1922. 1 1 Vormittags-Sitzung. 9. 'Anfrage und Abstimmungen. Nachmittags-Sitzung, 31/3' Uhr. 10. Doch arge. II. Wahlen. a) Landesvorstand. b) Zentralkomitee. c) Finanzausschuß. d) Revisionskommission. e) Ehrengericht. , י ' '! , ,11 Unterbringung. Es Ist unbedingt erforderlich! daß alle Delegierten und Gäste räch jetzt sofort Logis in Kassel bestellen, da nur in diesem Falle für eine Unterbringung Garantie übernommen werden kann.. Alk diesbezüglichen Anfragen und Wünsche sind bis zu ml.September an Herrn Saliy Kaufmann, Kassel, Hohentorstr. 9, zu richten. Es stehen Zimmer in Hotels ersten, zweiten und dritten Ranges sowie Privat/.immcr, letztere in beschränkter Anzahl, zur Verfügung. Die Preise sind bei Berücksichtigung der heutigen Verhältnisse niedrig, genaue Angaben können hierüber unter den heutigen Umständen nicht gemacht werden. Für Jugendliche stehen hei rechtzeitiger Anmeldung Quartiere in Jugendherhergen für 3 M. pro Tag und in beschränkter Anzahl muh Privatquartiere, zum Teil mit ritueller Vorpflcgim״, zur Verfügung. DrWicrtenbrsucher, die während der Dauer der Tagung in Wilhclmshßhc wohnen wollen —• dis: Entfernung vom Tngungslokal ist nicht größer als von der Stadt —, werden gebeten, dies ausdrücklich mitziitciien. Fs ist möglich, eine kleine Anzahl von?iinnicrn in Wilhcimshöhe z.u bekommen. Bei allen Bestc'hingen ist die Aufenthaltsdauer genau anzugeben und, falls Antwort gewünscht wird, eine ausreichend frankierte und adressierte Postkarte bzw. ein Briefumschlag bclzufügcn. Im Nichtfalle wird keine Antwort erteilt, und die Besteller erfahren ihre Quarticre bei der Auskunftsstcllc am Bahnhof. Verpflegung. Es gibt in Kassel zwei streng rituelle jüdische Hotels (beide unter Aufsicht des Hamburger Speise- Vereins), und zwar: Hotel Em an 11 cl, Baliiihofstr. 1, und Hole! Meyer, Oberste Gasse, Alle Delegierten und Gäste, die w5hrend der Dauer des Dclcgiertcnta.ges In diesen Hotels speisen wollen, werden dringend gebeten, sich vorher anzumelden. Bahnhofsdienst. Am Bahnhof wird vom Sonnabend, den 9. September, abends S1/ Uhr ab, ein Bahnhofsdienst eingcrichtet werden, ebenso eine AuskunftsstcIIe, an die sich dann alle ankomnienden Delcgicrkntagsbesucher zu wenden hüben. Alle früher ankommenden Delegierten und Gäste müssen sich, soweit ihr Quartier ihnen noch nicht bekannt ist, bei Herrn Saliy Kaufmann, Kassel, Hohentorstr. 9, erkundigen. Veranstaltungen. Am Sonntag, den 10. September, findet eine öffentliehe Versammlung im Evangc’isphcn Vereinshaus, Kolnisclie Str., statt. Die Redner werden noch bekanntgegeben. Im Anschluß an die Versammlung soll ein gemiitiiehes Beisammensein der Delcgicrtcntagsbesuchcr stattfinden. Gastkarten. Für die Tagung werden Gastkarten zum Preise von 30 M. ausgegeben. Vorbestellungen sind gegen Vorausbezahlung und Einsendung eines adressierten Freikuverts an uie Zionistische Vereinigung für Deutschfand, Berlin W 15, Sächsische Str. 8, zu richten. Während der Tagung sind die Karten an der Tageskasse erijtiltüdi. Wahl-Endtermin Wir machen alle Gruppen daran! aufmerksam, daß nach den erlassenen Waklbeslimmnngen die Gültigkeit der Dcleglertenwahlcn davon abhüngt, daß dieselben bis spätestens den 5. September bei der Z. V. f. D. gemeldet sind, und daß die Landesbeitrage (1921 vollständig, 1922 zur Hälfte) abgeliefert sein müssen. Wahlen zum Deleglertentog Halle: R.-A. Ncmann, R.-A. Dr. Felix Brodt, Halle Delegierte; Theodor Heilbronner, Halle, Ersatz■ delegierter. Magdeburg: Dr. Steinhardt, Referendar Spanier, Magdeburg, Delegierte; S. Heinemann, Heinrich Kesten, Magdeburg, Ersatzdelcgicrtc. Ratibor: Isidor Pinczoivcr, Ratibor, Delegierter; Dr. Hans Breslauer, Ratibor, Ersatzdelegicrter. Görlitz: Frau Frieda Schachtel, Breslau, Delegierte. Stettin: Dr. Mosse, Eva Cohn, Stettin, Delegierte; Salo Feiner, Stettin, Ersatzdelegicrter. Königsberg: Dr. Ginsburg, Dr. Hcrrmann, Samuel Sambursky, Leonhard Wcißbrem, Königsberg, Dclegierte; Dr. Stein, Kurt Sluszcwcr, Jakob Kantorowitz, Königsberg, Ersatzdelegierte. Easen: Misrachi-Gruppc: Bcni Margulius, Leo Süßmann, Adolt Koch, Essen, Delegierte: Willi Fcniger, Frieda Goldreich, Essen, Jacob Schnelling, Coln, Ersatzdclcgicrte. Bielefeld: Bernhard Ncustädter, Bielefeld, Delcgierter; Acne Pomeranz, Elberfeld, Ersatzdelegierter. Chemnitz: Zionistischer Jugend verein: Rudolf köpf, Ersatzdelegicrter. Zur Uebernahme eines Delcgiertenmandats hat sich bereit erklärt: Dr. Julius Löwenheim, Berlin W, Kaisersllee 211. * Anträge Die Zionistische Ortsgruppe Frankfurt a. M. stellt folgenden Antrag: ״Der Delegierten tag wolle beschließen, aus den Mitteln der Zionistensteuer einen Jahresbeitrag von 10000 M. zu bewilligen zur Unter- Stützung der Chaluzimausbildung, die durch die Lehrllngsfürsorge bei der Beratungsstelle für ostjüdische Flüchtlinge Frankfurt a. M. (Zweigstelle des jüdischen Arbeitsamtes) organisiert ist.“ Sind wir oppositionell? Von B e n z i o n F e 11, Berlin. Verschiedene Gesinnungsgenossen, insbesondere Herr Margulics und Herr Trietsch, haben in ihren Auf- Sätzen in der ״Rundschau" den Beweis zu erbringen 1 versucht, als ob die von mir gefüllte Gruppe eine ״oppositionelle“ und gegen die jetzige ״Regierung“ in der Z. V. f. D, gerichtete wäre. Wie man aus unserer bisherigen Arbeit auf eine Opposition unsererseits schließen konnte, erscheint mir, um mit Herrn Trietsch zu sprechen, um so drolliger, da doch unser Bestreben stets darauf gerichtet war, die cinancK'r bekämpfenden Gruppen näherzubringen und alle Kräfte einer produktiven Arbeit, unter Ausschaltung eines jeden persönlichen Momentes, zuzuführen. Wenn also das Streben nach produktiver Arbeit und nach einer Einheitsfront in der Bewegung ״Opposition“ heißt, so' sind wir eine oppositionelle Gruppe, wenn mir auch eine solche Bezeichnung unserer Gruppe als Paradox erscheint. Nun noch einige Worte zur Lbtcnverbindung. Wir finden diese Listcnverbindung im Gegensatz, zu Herrn Trietsch gar nicht so drollig, in eine Listenvcrhindung kann entweder aus programmatischen oder auch wähltechnischen Gründen angegangen werden. Wenn wir uns auch in der Anwendung der Arbeitsmethoden in gewisser Hinsicht von der Gruppe Hanfke unterscheiden, so verbindet uns jedenfalls der von beiden Gruppen bisher bekundete Arbeitswille, wofür aber von der Gruppe Marguües mit Ausnahme einiger Personen, bisher der Beweis nicht erbracht wurde. Die listenvcrhindung bedeutet jedoch noch keineswegs eine Programmverbindung, sondern hat den Zweck, wähltechnisch den Verlust von Stimmen unmöglich zu machen. Es wird 7. B. kein Mensch aus einer Listen- Verbindung der zionistischen Partei mit der rumänischen Bauernpartei bei den Wahlen in Rumänien oder aus der Schaffung des Blocks der nationalen Minoritäten in Polen bei den bevorstehenden Wahlen zum Sejm irgendweiche Schlüsse aut eine programmatische Gemeinsamkeit dieser Gruppen ziehen wollen, wahltechnisch haben sie sich doch zusammengefunden. Wir haben uns mit der Liste Hantke vorläufig wähltechnisch zusammengefunden. Hoffentlich wird der Delegiertentag die gemeinsame Arbettdinie finden, auf der sich dann alle Gruppen bzw. n'lc Personen.finden werden, die gewillt sinn, praktische Arbeit zu leisten. Suchen wir nicht unbedingt nur das, was um trennt, sondern finden wir das, was uns eint. Die Kailowifrer Pogrome Die in Polen erscheinenden jüdischen Zeitungen bestätigen die bereits von uns gebrachten Nachrichten über die Judenexzesse in Kattowitz. Der in Krakau erscheinende ״/fowy Dzieunik“ veröffentlicht täglich Protokolle, die er mit geflüchteten Kattowitzcr Juden aufgenommen hat. Die Pogrome waren offenbar vorbereitet, da sic gleichzeitig in den verschiedensten Orten der Stadt ausbrnchen. j " - Dip jüdische Dichterin Hedwig Caspari, die Verfasserin des Oedichtbandes ״Eiohirn“. ist in Berlin ge* iterben. I i I 1