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Jüdische Rundschau · 1922-08-15 · Heft 64 (15.8.1922) · page 6

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVII (1922)
Issue
Heft 64 (15.8.1922)
Date
1922-08-15
Page
– (sequence 6)
Language
German
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־' ■« Seite 424 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 64 bringt anderes BewuOtscin und anderen Rhythmus in den zionistischen Alltag. Und der ״erstarkte“ Osten? Wir alle fühlen, wie folgenschwer die Geschehnisse der letzten Jahre für die Geschichte des Orients waren: Rußland"! Aegypten! Iiidien! und Panarabicn! Das sind die politischen, ökonomischen und geistigen Konstcllationen, von denen unsere zionistische Arbeit von heute cingcrahmt wird, die Arbeit der Gesamtbewegung und die Arbeit der Ortsgruppe. Da genügten schon lange nicht mehr vereinsmäßige Orgarusationsformen. Mit dem gigantischen Anwachsen der zionistischen Aufgaben mußte das Gehaben der Leitung sich dementsprcclioud ändern, aber ihr Wille zur großformatigen Arbeit und Arbeitsgeste mußte cotwendigerweise zu staatsmäßigen Ambitionen verzerrt werden, weil die Ortsgruppen nicht mit konnten, weil das Tempo zu rasch war, weil Sensation auf Sensation( folgte, Aktion auf Aktion, Sammlung auf Sammlung, So ist es also mit Wesen und Struktur der Orts׳• pnippc נm Kern eigentlich doch beim Alten geblieben: ein paar Zionisten, ״die sich kennen“. Inch ist aber die übergroße Zahl von Mitläufern, die nicht mehr wie einst durch die tägliche Agitationsarheit zu nachdenklichen Zionisten erzogen werden. Das Wachstum der Gesamtbewegung vergrößerte und vergröberte auch die politischen Differenzen innerhalb des Zionismus. 1ha Ortsgruppen gliedern sich heute entsprechend den Fraktionen des Kongresses, aber es ist ein bloßes Nebeneinander, kein Miteinander, nicht einmal ein Gegeneinander. Man hält einen Frieden ein, der kein Friede ist, man geht ernsthaften, wirklich ernsthaften, Letztes aufwühlenden Auseinandersetzungen aus dem Wege, man wird 90 niemals in dem Maße zueinander kommen, trotz aller Gegensätze eine liebende Einheit werden, eine palästinagerichtcte, jüdische Kolonie, wie es konsequenterweise jede Gruppe von Zionisten, die Emst machen, sein sollte. Emstinacben! Das ist die Mahnung, die der fünfnndzwanzigjährige Kongreligedenktag unserer Organisation an uns alle richtet. Sich besinnen, sich sammeln und sich bereiten! Wie völlig anders ist der zionistische Rhythmus, die innigste Verbundenheit mit Erez Jisrael in Familien, die Kinder oder nahe Verwandte für Erez Jisrael vorbereiten oder sie bereits hinübersandten. Wie ganz anders wird unser judesein, wenn jeder Tag der geistigen und beruflichen Schulung für Palästina gewidmet ist. Das ist es, was die zionistischen Ortsgruppen zu innerst verwandeln sollte: mehr sind wir als Agitationszentren, mehr sind wir als Sammelkassen, wir sind eine Vereinigung von Menschen, die bereit sind, mit ihren Worte» und Entschließungen Ernst zu machen, die für sich oder ihre Kinder in dieser historischen Zeit der ,,Verwirklichung“ jene Konsequenzen ziehen, die von jedem opferbereiten jehudi erwartet werden. Wenn jeder einzelne von uns seinen persönlichen Zionismus intensiviert, wird־ auch der zionistische Bereich der Ortsgruppe extensiver werden, wird die Ortsgruppe zu einem geistigen Zentrum palastsnagcrichtctcr Men* «sehen. Agitation und Selbstbesinnung gehen Hand in- Hand. Vertiefung und Ausbreitung: Wir haben m Wien mehr als genug Gelegenheit hierzu. Wollen wir das noch immer nicht erkennen? 'Ir י! "ין ף*/י» a%| v. J in hebräischer, englischer und deutscher Sprache Ist i. einem IvmnlgTationoanto zu besetzen. Bewerber, die mit Immigration•־At:3״l!*~ci:lie!t©u vertraut sind, müssen *Ich verpflichten, raschest die italienische Sprache zu erlernen. Erst!:!, Referenzen erforderlich. Off. mit Photographie, Zeugnisabschriften, Lebenslauf und GehaltsansprCdhcn sind zu richten an das Palästinaamt, Berlin XI, Sächsischs Str. 8.־ Verband der Qstjudcn, Berlin Unsere Abendkurse werden nach vierwöchiger Unter« brcchung am Montag, den 14. d, M., in bisheriger Weise wieder beginnen. Neue Schüler können *!och in sämtlichtn Fächern Aufnahme finden.! S tundenplan: Montag und Mittwoch: Englisch. Von 7 brs 81/2 Ul:r abends für Anfänger, von 8>/j bis 10 Uhr abends für Fortgeschrittene. Montag und Mittwoch: Hebräisch. Von 71/2 bis 82/י Uhr abends für Fortgeschrittene, von 8Va bis D','2 Uhr abends für Anfänger. Dienstag und Donnerstag: Von 7 bis 9 Uhr abends Deutsch, von 9 bis 10 Uhr abends Rechne«. Sonnabend von 3 bis 5 Uhr (Lmiemstr, 19) Talmud. Anmeldungen werden abends 7 Uhr im Königstiidtisehe» Gymnasium, Elisabclhstr. 57/58, nahe Alexander• platz, über den Hof I Treppe, Zimmer 12, entgegen« genommen. Schulgeld für sämtliche Fächer 40 M. monatlich. Vom Palästlnaarat Die palästinensische Regierung hat die Gültigkeit des englischen Einreisevisums für die nachfolgenden Kate• gorien auf 3 Monate fest gelegt, Innerhalb dieser Frist nach Erteilung ■des Visums miill die Reise angetreten werden. Diese Bestimmung ist mit dein 10. Juni in Kraft getreten und erstreckt sich auf alte Visa, die nach dem 10. Juni erteilt worden sind. Kategorie (B): Leute mit Vermögen (Mindestsumme: 500 £). Kategorie (D): Frauen, Kinder und andere Personen, die von in Palästina lebenden Leuten vollkommen abhängig sind. Kategorie (E): Arbeiter, die für «ine» bestimmten Posten in Palästina augefordert worden sind. Kategorie (F): Personen, die aus religiösen Gründen nach Palästina reisen und für deren Unterhalt aus« reichend gesorgt ist. AusTjebiidete Setzer oder junge Leute, die den hebräi sehen Satz erlernen vollen, werden für eine hebräische Druckerei in Berlin gesucht. Meldungen an da9 Palistinaamt, Berlin W, Sächsischcstr. 8. In einer großen Buchbinderei, die auch he» bräische und jiddische Bücher bindet, ist eine Lehrlings«, Volontär- und auch Gchilfenstclle zu besetzen. Meldimgen an das Pa'äsrinaamt, Berlin W, Sächsisdsesfr. 8. Für einen Seifensieder, der seine Ausbildung in Deutschland vollendet hat, wird dringend eine bezahlte Stellung •zum 1. September gesucht, da er vorläufig noch seine Reise nach Palästina nicht antreten kann. r—— י«״■־-.-״-.. —*•« Mit tiofcrTr&aor orfttüt un* daa Hinscb^iden untere» | raune!«־ Sch. |. HUfWitZ.?Ir wer<l«ndeftEro1m«!1jüdi«ob915S0hrifUt«ll©T• a. odlen j (»naohon »tot« in Verehren* tinrt Liob» R©öftnk#n. Jüdlichrr Kullur-Verlarf. •smel Pallk. Emtnucl PuHk. Dr. Max PoltUck. Borün, d«n 10. A11p׳att 1922. £020. EUnabetMJier 44. n: מדיחן tyUil Ich habe meine Tätigkeit ia Cassel aufgegeben id mich in Breslau־ Ohlau-Ufer 7 » Facharzt für Nervenu. Oemütsbrnnliheiten edergelassen. Dr. Joseph Pra »er. { Ich habe mich in II a 1 b c r s t a d t, Moltkeitr.sse Zahnar2t •MwlM«. v,mlu״g,9-12, Sprechstunden: N&ctaittag9 3-7. , Telefon: 1258. jjr Abramczyk. * ז*•••••»•••«•••••••••••* Wir suchen zum sofortigen Eintritt einen w f anmgeirej»!!©0מ» | für Karthotek und Statistik, ferner einen f Sammler. ft jßüisclssr {istionsiionds, sücnsiscüe Strass 8. H Ubland IM1. || :2ZX2XXSSXS:ß:3:«־«־ZÄÄSrÄÄ»♦ '!Ühri^or *ichto Büro-Arbeit. caoh- »g>» posncut. Moldongoa J üdisches rospondenz « Büro;ftbolnbarger Strftiio 5. * }taran bösaoTfm Herrn in ö Hauoo io dorNAUo tou öt“ gcsnehi. Offerten na tiKiffiii ״Jaiüu, ottonlmrjT* Ko.nt«trftÜo 40. 3 tili slnigaSlundan w&cbont.V1eb vorlnugt. 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(Oogrflndat 1870.) — y.rn«pr,1 Amt Oharatgk Hf. 1■ t S־D־tonum für Narron• u. GemüUltrank». / 2. Erholan*^• halm für N־rTÖ1a a. ErholuntiUedüiltij:•. / Ent1Ukuog־knr־a Aufr»s*u »o dao 191t. Ar*t Dr, loow.niUl״, Obtuljk 2 b. Br1־i•־. V*•'׳ . 5 ©00200008®C3COOO©S6O®9080 Obcrliof (Thür,) 825mü. M. מ 0 CI ® Q Tal U a ij כיער Bekannt erstkl. ■Verpilcgnng כיער | © Zlmm.r mit Bnltton• / H«bUu«t«r a <3 F«rnbll«k / 11a 111(« L,!« / BMdtr A Qroiiuer Garten mit Terra«1en| UOOSCSCC־DS©30CC3C3£OOCOSCCS83©OSO Pension ״Villa Nix“ Ifofcanlu/tknrort Tal 74 voraisli Clinrlg ,ZIG Führende Kleinkunstbühne Trobndero %*■ J: 1״״, -♦ u ',*i ft, d. Xaips^üf Str. Pols *1>ףי P״״n *«'S »afc %#m!M I lUB, mstno und ■/ג r3־־e;!;!85 Ll i6n Export- und Handelsgesellschaft JosepE Pomeranz m. b. H. Zv/ickbU I. Sa.. Bicbardstr. 2 Fernruf 2369 — Tel.-Adr.: Miranz ' Ausrüstung Großhandel Fabrikation Baumwollwaron.WfischoJrikotagon Strumpfwaron, Arboiiar-Boklaidung Srantfurt d. 31״ ©djiKcrffrafe 19 atworU. KodakU!ui: Hebert WaiUch, Barlin W, Jüdische Bundsphau G.m. b. JJ״ Art dent de kolov Karlsba Zoolog Bcrline leitet v An wenka* statt, 1׳ l;e stii iij ::istiscl Felix 1 im Bli nistisd flösset Palasti Er zei?ich i; iiaifou lun, d wonnc kraft; schon1' sprocl D .Versal Er gl ti sehe ,Wir v ...!:!du 1 iier | grgeb Boscli i iier ג groß« ti'der lastirti kcit, I Ocsc| bedc| daduj buncj! liat, j pctc^j in d| gern! kutiy! וח!-0;1 zu. I . f־* Wir I SS <£ss‘iä,,i7 «ö ®5^« *־■ ww, *ucä 2qh5ü0b#nj, m. b. tt., Berlin VV 15, Bänksisch« SU. 8. 914388999

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