Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVII (1922)
- Issue
- Heft 50 (23.6.1922)
- Date
- 1922-06-23
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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i Seite 329 Nr. 50 J '"י" fron 1|,m B Schatz l'״t׳ Be-!ssod ist ,nur für (*־ kurzen Jenstaiu! J*n1z ab. 0kt noch lir mög. In wird. י Jcwisl! gestaltet was er' r ist ein gestalten r neuen ionsreise l fiV'-am; ist und ft, wenn h wird,! lassen, CL. bald leleu In- 3roll sie lue 171 ich ■n KKL. 3annu11g t Denkkr noch (L. wird neu Bcmul an j; mitzuipa Stephan yinl sich Aufträge ton mit der E i!v ]Fühlung ai t s c h - Nr. so JUEDISCHE RUNDSCHAU niandat ten wir ich rieht, rag von ־neu zu־ jeiner tt 111 b a r rde von ־ * Nachc Ficht׳' der jü Gelehr gliilicn An Steile n Zweck iminimg•; Mystik diistiiK'11• ׳arische’* 1 *' , ulicns Quelle־״ Kxii>'gtcr Kulturelle Sorgen in der Diaspora Von Aron Cx. 11 c r 111 o ivi, Berlin. Wir veiölfentliehen nachstehende Ausführungen aus dein Kreise des Berliner B e t h - W .1 a d, die ni einer Hebräertag 11 ng in Kassel anläßlich des diesjährigen Delegicrtentagcs auf- fordern. Der Beth־W aad (hehr. Club) in Berlin ist ein Zusammenschluß von Personen, die .die hebräische Sprache bereits beherrschen, zum Zwecke weiterer Pflege der nationalen Sprache. Für die Verbreitung des Hebräischen hat der Belh-Waad bisher nicht gearbeitet. Diese Tätigkeit ist vielmehr in Berlin vorn jüdische* 11 Sch ul verein (Hebräische Sprachschule, z.wei Jüdische Grundschulen) und der Berliner Zionistisehen Vereinigung (Hebräische Kindergärten), im Reich von den zionistischen Ortsgruppen und in Sprachschulen (z. B. Frankfurt a. M., Breslau) durchgeführt worden. Alle diese Arbeiten sind der Initiative und moralischen Unterstützung der Zionistisdien Vereinigung für Deutschland zu danken. Die Z. V. f. D. hat also keineswegs, wie Herr Hcrmoni meint, die kulturelle Tätigkeit bisher vernachlässigt und begrüßt zweifellos auch die Einberufung des Hebräertages mit größter Sympathie. D, Red. An dieser Stelle brachte kürzlich die ״Jiid. Runddi;ui" (Nr. 47) Auszüge aus einem \ufsatz des Führers des ״Hapoel-Hazair“ in Palästina, Aroivowitsch, unter 4r Tebcrselirift ״Kulturelle Sorgen“, in welchem einige der neuesten Probleme der Erziehung in Palästina grell beleuchtet wurden. Diesen Ausführungen sollte große Beachtung geschenkt werden; denn tatsächlich wurde das Kiilturproblem bisher vernachlässigt lind auch die zionistische Opposition, der sieh der Schreiber dieser Zeilen in anderen wichtigen Fragen restlos, ansdiließt, steht diesem Problem mit völliger Ahnungslosigkeit und ״Ani-fiaarnzuth“ gegenüber (wie auch de Licincs Berliner Vortrag bewies). Wenn die Kulturfrage in Palästina noch jahrelang das Schmerzenskind der Zionistischen Organisation sein wird, so ist vor allem die mangelhafte kulturelle Tätigkeit der Zionisten in der Diaspora daran schuld. Und wenn jetzt in der Geschichte unserer Aufbau- und Renaissance-Tätigkeit ein Kapitel der ״Kulturellen Sorgen" beginnt, so kommt es wohl vor allem daher, daß wir uns in der Diaspora über die Kulturarbeit und Kulturprübleme fast gar keine Sorgen gemacht haben. Der Zionisnfiis hat (oder vielmehr hatte) allen anderen jüdischen Bewegungen und Institutionen eien!!atmnalcn Impuls voraus. Um die zionisti selten Ideale zu realisieren, mußte der Zionismus seine Anhänger in permanenter Begeisterung halten; ein Zustand, der fast unmöglich ist. Die Erkenntnis der Judciutot allein konnte und kann diese zur Aufbautätigkeit notwendigen Kräfte und Energien nicht entfaclicn. Die ■dynamischen Kräfte und die Resultante der Volksenergien, welche die praktische Lösung der maimigfadieii, iukI schwierigsten Aufgaben, vor welchem' kaum je ein Volksstamm gestanden hat, bewältigen könnten, müssen aus den Urtiefen unserer alten, ursprünglichen Kultur geschöpft werden. Daß diese Kultur mit dem ״Hebräischen“ (wobei i ,Hebräisch“ nicht nur philologisch, sprachlich betrachtet m werden braucht) eng verknüpft und unzertrennbar «t, wie Körper und Seele, braucht wohl an dieser Stelle kaum besonders hervorgehohen zu werden. Nicht unsere gemeinsame Not macht uns zu einem Volke, denn auch diese Not variiert je nach den Landeskreuzen. Vielmehr fühlen wir uns einig dm;11 die ge- ״!einsame, uralte Kultur, welche uns, ״Mittelcuropiier“, fc eniporstcigemkn jüdischen Massen in Amerika und 1üe dahinsieebendet» Judcm-Ghettis in Persien, Marokko bachie den fünften Band der Sammlung ״Der Bot 11 Judas“ heraus. Der Band ist der erste, der nach dem hqde hin Gorjons zu uns kommt, er ist noch vom Heräusgeber selbst eingeleitet und von ihm dem Andenken Nrael Friedlänciers gewidmet. Das Buch enthält ״Volksfrzälilmigeu", volkstümliche und ׳erbauliche Geschichten Jus späterer Zdt, wo in der wachsenden Not des Exils Sehnsucht nach Erlösung wuchs. Die heiligen Stätten '"י Lande der Väter gewannen wieder an Bedeutung, und 1'!re magische Zugkraft belebt das Herz und die Phantasie ׳!is Volkes. Die Personen dieser Erzählungen sind meist keistige Führer des Judentums iin Mittelalter, in allen bindern, von Maiinonkles bis Don Joseph Naxos und | ,kni hohen Rabbi Löw von Prag. Ein ungeahnter Sdiatz "011 Poesie und mythischen Motiven wird vor dem Leser ]1»gebreitet. Wir gedenken dankbar des Meisters, der die Riesenarbeit dieser Sammlung unternommen hat, und 1״hlen doppelt die Schwere des Verlustes. Hoffentlich al|d1 der sechste Band schon vor Berdyczevskis Tod fmig Vorgelegen, so daß das Werk noch seinen Ahdilull findet. und Jemen zu einer jüdischen Kultur und Volksgemeinschalt vereint. Fürwahr, Banalitäten,׳ welche bereits vw 20 Jahren zum alten Rüstzeug der zionistischen Ideologie gehören sollten! Die Schamröte steigt einem auf, derartiges jetzt, nach 25 Jahren ״praktiscl1“-polrtiscbcm Zionismus, ־׳" drei Jahre mich der Balfour-Erkläning, kurz vor der Ratifikation des Mandats, in einer zionistischen Zeitung zu erzähle״. Diese Binsenwahrheiten niiissen jedoch noduiials offen erörtert werden, dem» hebräischkulturell steckt der Zionismus noch in den Windeln . . . Jahrelang waren alle treuen Zionisten gezwungen, deutsch zu lernen; denn kein 'Zionist konnte auf dem laufenden der /jonistisrhe» Geschehnisse sein, wenn er nicht die offizicU-zionistiscfocn Verlautbarungen, welche in den ersten 15 Jahren des Zionismus in der ״Welt“ veröffentlicht wurden, lesen kannte, Als die zionistische Zentrale durch die äußeren Umwälzungen nach London verlegt wurde, mußten die Zionisten co ipso auch ihre Offiziöse Sprache wechseln. Englisch wurde fast zur gl,״,**״״ 0300d(üi1dischos raiastinauierk e.n.) IMHIMHHiMHIIHMIIItlllMMMMtIlIHHMIHHMIMHHMItlMlimiHIIMIMMttl Demnächst erscheint: (A, _ 1* J ־ r1< , £ i VI J V..rt!11Z . ״,i Eine Programmschrift Die Schrift beleuchtet die Palästinaaufbaufrage von einem parteilosen, allgemein-jüdischen Standpunkt aus PREIS MARK 2.- Bei Sammelbestellungen Rabatt Bestellungen sind zu richten an: BERLIN W15 ט- Jüdische Jugend, herausgegebcu vom Präsidium Kartells Jüdischer Verbindungen in *nm, Verlag Ferdinand Oster tag in Berlin. ~ Das >m Kartell jüdischer Verbindungen hefausgegebene I jett ״Jiidische Jugend“ ist durch die Fülle und die Qualität ,1 \n •hm enthaltenen Aufsätze eine zionistische Agita- ״onsnmschüre, die Uue Wirkung gerade auch auf solche nicht verfehlen wird, die etwas tiefer in die ׳ a'Cr1e cinzudringen suchen. Wir, weisen nur kurz auf P״'׳ ״fsatz von Dr. Moritz. Bileski hin, der die p" , des Begriffs und der Art der zionistischen 11״ hk behandelt und ein außcroAlcntlich wertvoller .״),,K, ist. Vom sonstigen Inhalt nennen wir den Bev״״ lib«r die Haifaer Realschule, an der gerade 1 K-J.V.ern Palästinaaufbauarbcil im besten Sinne Obligaten zweiten Sprache eines jeden Zionisten. Ja, es gab sogar eine kurze Periode im Zionismus, als wir in der Hauptstadt der Türkei eine eigene Vertretung unterhielten, und dann hieß es: besonders gute Zionisten müßten auch türkisch, gründlich erlernen . . . Diese Diplomaten haben bekanntlich nicht recht bcbatten; es gab aber fromme Seelen, welche im Schweiße ihres Angesichtes sich auch mit dem Studium des Türkisehen schwer abmühten. Nur die eigene Sprache, die de jure zionistische und jüdische offizielle Sprache, die treuen Zionisten am nächsten liegen sollte, die he br äi s che S p r adie, diese wurde nicht erlernt. Trotz vieler, verschiedcnen Resolutionen auf Dclcgicrlentagcn und Kongrossen. Man bcgiüigtc sich mit Sympa(hie-Ku!n<lgelHn»- gen, mit Sentimental, Selinsuchts-Beleueningen. Wie es kam? Die Schöpfer der Zionistischen Organisation standen durch Geburt und Erziehung der hebräischen Renaissance vollständig fern. Die Sorge um die Kulturarbeit in der Partei und im Volke überließen sie gern ״Fachleuten“ aus dem Osten, insbesondere da die verschiedenen Versuche, auf den Kongressen die Stellungnahme der zionistischen Partei zwr ״Kulturdes Wortes geleistet wird. Von der Arbeit der K. J. V.er in Palästina berichten auch die Palästina-Briefe von Oskar Theodor und Hans Sternberg, zwei K. J. V.cm, die landwirtschaftlich in Palästina tätig sind. Den Lesern der ״Jüdischen Rundschau“ ist bereits der ausgezeichnete Aufsatz von Dr. Gustav Krojnnker ״Der Fäll Nau* manu“ bekannt, den wir seinerzeit als Vorabdruck aus dem vorliegenden I Icfle gebracht haben. Bemerkenswert für die Teutlen/.j sieh mit jüdischer Kultur zu bcschäftigen und in sie cinzudringen, ist ein Aufsatz eines jungen K. j.V.ers, Hans Jonas, der über die Idee der Zerstreuung und Wiedcrsammhmg bei den Propheten geschrieben hat. Wir nennen schließlich neben einer grundsätzlichen Auseinandersetzung über ״Sozialismus und Nationalität“ ■sowie Buchbesprechungen und einem Verzeichnis neuer Literatur die ,,Kleinigkeiten“ von Arthur Stein, aus denen wir nachlolgencl eine Probe geben. U 11 m ö g 1 i c h k c i t e n, ״Als die erste Lokomotive ,/tun ersten Male abfahren sollte, hatten sich alle Vernünftigen cingefmulcn um hohnlacheud fcst/ustcllcn, daß' die Räder sich auf der Stelle drehen «,Orden. Die Räder kamen aber vor- ‘wärts und die Vernünftigen zogen betreten ab. So oder ähnlich war es mit allen Erfindungen und Entdeckungen der Technik (liugzeixgsysteril ,Schwerer als die Luft‘), der Medizin (Schleich, lokale Betäubung) und aller Gebiete, so auch mit allen politischen Ideen,. Erstes Stadium: Man schweigt das Neue tot; ob ,liberal' oder reaktionär, ist in diesem Falle ,gleichgültig. Zweites Stadium: Mail lacht. Drittes Stadium: Man ,beweist‘ daß die Methode undurchführbar ist. Das Heer der Sachverständigen 1uarschiert (oder tritt auf der Stelle): Sie zeigen, daß z. B. der Krieg na;׳ drei Monate dauern kann, weil es nachher kein. Geld mehr gibt, oder daß ein Volk nicht existiert, welches einige Monate später einen eigenen Staat hat, oder daß dje Engländer mangels der allgemeinen Wehr- Pflicht kein Heer aufstellen können, oder daß die Aincrikancr nicht in der Lage sind, in den Krieg einzugreifen usw. Abgesehen davon, daß man für jede Meinung frage" zu präzisieren, einen ״Kulturkampf“ herauf/ubcschwören drohte. . Und diejenigen, die heute an der Spitze der ürganisatkm stehen, welche durch ihre Vergangenheit im weitesten Sinne als Kulturkampf er prädestiniert sind, diese Persönlichkeiten hatten sich als Diplomaten ״spezialisicrt“ und wigrden der Organisation als solche uoentbehrlich und unabkömmlich. Und die anderen Führer? Die ehemaligen Vorkämpfer für ״die Kultu!“‘-Arbeit auf den Kongressen und Konferenzen? Teils sind auch sie ״praktisch“, geworden und stehen an der Spitze der Missionen, Delegationen und Institute, deren Notwendigkeit hier keineswegs bestritten werden soll, welche jedoch auch von anderen, wirklich praktisch veranlagten Gesimuuigsgenossen mit vielleicht größerem Erfolg geführt und geleitet werden könnten und teils, aus verschiedenen Gründen sachlicher und persönlicher Natur, stellten sie sich in den Schmollwinkel und begnügen sieb mit kritischen Monologen «Hier I )iatogcat. So verschwanden die zionistischen ״Kulturträger“ einer nach dem andern von unserer Bühne, und die zionistische Arbeit überall, wo noch zionistisch gearbeitet wird schrumpfte allmählich zu einer bloßen Geldsanuneltätigkeit ״ohne Sang und Klang“ zusammen. Letztere ist selbstverständlich keineswegs zu verachten; aber wir müssen uns bewußt werden, daß die Seele der Bewegung, die einzige Spenderin der Energien für Arbeit, Ausdauer und Ucbcrwindc» aller Schwierigkeiten, welche leider im Wachsen begriffen sind, im Seilwinden ist. Manchem Gesinnungsgenossen mag die Entrudikalisicrung der Organisation willkommen sein, manch einer mag sich über die Mitarbeit prominenter Nicht-Zionisten («ulehe Gewicht darauf legen, bekannt zu geben, daß sie keineswegs daran denken, sich irgendwie jüdisch ״national“ zu kompromittieren), ganz besonders freuen. Auch wir freuen uns, wenn Juden, die uns bisher fern waren, beginnen, ihren jüdischen Pflichten Palästina gegenüber nachzntommen. Jedoch ist unsere Freude nicht 90 unbegrenzt, daß wir die Seele unserer Bewegung vergessen. Und cs läßt sich auf keinen Fall mehr verheimlichen, daß der Prozeß der Entsendung in der Zionistischen Organisation bereits ziemlich weit vorgeschritten ist. Daher die fast allgemeine Mißstimmuug und Entmutigung, daher die tun sich greifende Müdigkeit und Passivität, daher die offene Unzufriedenheit und die buntscheckige Opposition, die, wie wir zugeben müssen, im Wachsen ist. Ist cs unter solchen Umständen nicht mit Freuden zu begrüßen, daß der ״Beth-Waad Ibri“ in Berlin sich entschlossen hat, die Kulturtiitigkeit, welche in der zionistischen Partei während der letzten Jahre fast vollständig vernachlässigt wurde, zu übernehmen.? Wäre cs nicht die elementarste!*flicht derselben zionistischen Partei (im vorliegenden Falle, der Z. V. f. D.) mit ihrer ganzen Macht um! mit ihrem ganzen Einfluß dieser jungen, unternelimungsfreudigcii Organisation im Werden tatkräftige Unterstützung angedeihen zu lassen und ihr Acußerstcs daran zu setzen, damit ganze Arbeit geleistet wird und endlich eine ganz Deutschland umfassende Kultunurgnnisatkm zur Verbreitung der hebräisclicn Sprache noch im Laufe dieses Sommers ins Leben gerufen wird? Der ״Beth-Waad“, welcher aus dem hebräischen Diskutierklub ״SsafaJi berurah“ (gegründet in Berlin vor etwa 20 Jahren durch Rcubcn jirainiu) hervorgegangen ist, bat nach, einer zweijährigen Uirtcrbrednmg seine Tätigkeit im vorigen Winter unter günstigen Bediiigungcii wieder aufgenommeti. Infolge der Konzentrat io 11 vieler wertvoller Kräfte und führender Person* Gutachter findet, sind sämtliche Gutachten falsch, weil in jeder Kalkulation ein Posten fehlt: Die Macht der Idee. Dieser übersehene Posten gibt meistens den Ausschlag. Da die Sachverständigen bei nicht gewinnbringenden Ideen immer das Urteil ,immöglich‘ fällen und tatsächlich nicht alle Ideen durchgcfiihrt werden, haben sie von vornherein zu einem bestimmten Prozentsatz recht, in den anderen Fällen spekulieren sie mit Erfolg auf die Vergeßlichkeit des Publikums, schwingen sich mit affenartiger Geschwindigkeit auf die Plattform der gegebenen Tatsachen (viertes Stadium: häufig: Glück und Ende der Idee) und haben alles vorher gewußt. Das Risiko tragen die Narren und die Utopisten, letzten Endes aber haften nur sie im Gedächtnis. Moses Hess, der ein Einzelner war, lebt heute wieder auf, die Liberalen seiner Zeit sind längst vergessen. — Die erste Unmöglichkeit des Zionismus war die Schaffung der politischen Grund- Inge; sie ist heute da. Jetzt ist die praktische Ausführung genau so ,fast unmöglich' wie damals die politische Grundlage.“ Giuseppe Levi, Das Buch der jüdischen Weisheit. (2 fiele.) R. Löwit Verlag, Wien und Leipzig 1921. Preis gebunden M. 100.־ Einen Ueberblick über das ganze Judentum des Talmuds, gibt Giuseppe Levi in den vorliegenden 2 Bänden, die von Ludwig Seligman aus dem Urtixt übertragen wurden. Dieses Werk, das durch die glänzende, von größter Sachkenntnis getragene Zusammenstellung zu in wahren Kompendium talmudischer Weisheit wird, war lange vergriffen. Die längst erwartete Neuauflage füllt eine schwer empiundene Lücke aus, denn sie öffnet den Vielen, denen der Talmud verschlossen bleiben muß, weil sie nicht im Geiste seiner Sprache erzogen wurden, einen Weg zu seinem Reichtum und läßt sie an den Geistesschalzen des merkwürdigsten Buches der Weltliteratur Anteil nehmen,