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Jüdische Rundschau · 1922-06-20 · Heft 49 (20.6.1922) · page 5

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVII (1922)
Issue
Heft 49 (20.6.1922)
Date
1922-06-20
Page
– (sequence 5)
Language
German
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JUEDISCHE RUNDSCHAU Seite 325 Nr. 4g Nr. 46 *J1 der amleren nur um vorübergelieude, Ranz verr Arlii'ü, Erscheinungen handelt. Und so weiter — ich ,Kister ,ijj, 1״jr aber vollkommen dessen bewußt, daß eine Kesiiiid; Kritik gar nicht am Platze wäre. Denn Elter null Volkswirt- 11 pewiß nicht die Ambition gehabt, eine 'erstell 1:!.jjtlidic Abhandlung liefern zu wollen. Was er geben ' *1,'4J't'i'llle, hat er ganz und voll gegeben. Sein Büchlein ״Us׳nc11,ft ejnc Zusammenfassung und ein Programm. Eine 011 ()r| ׳>'*' sjniinciifassung in Ziffern und Tatsachen und ein 1iu!,;T|,l1rain111 in Ziffern und genauen, sachlichen Angaben, r weil »(!׳,*erstere gehört sie in das grolle Archiv der Doku- ״s wcr11,(4lll|c über die kämpfende und schaffende Menschewahrt ,r|'lt die einzig wahre Menschheit.. Als letzteres ist Arbeiter■^, 'ein Ruf an das Volk, ein großer, starker Ruf, 111 <he;vi,n der kompetentesten Seite aus gerichtet. Vielleicht wird ihn das Volk noch hören. Vielleicht cs nicht zu spät. . . . Vien, Juni 1922, Dr. A r j e T a r t a k o w e r. Vermischte ]Nachrichten äCllCII zerdieiistcl Vir sein״® »d äm|cr| rnmU r ־;Ucjtt des Misrachi-Vertreters beim Wand Lcumi di heiniiiipi iterhroci!■4! Jerusalem, M. Juni. (J.C. B.) Der Vertreter omkrii d’r Misrachi-Organisation im Waad Lcumi (Nationalrat) |״t|, nidiililwier Ostrowski legte sein Mandat nieder, da ern Fra'׳ S: der Meinung ist, daß einige Beschlüsse des Waad Hinןןר ״,j^ialeumi mit den religiösen Vorschriften׳ nicht im Einsei!'!),.,.jtiig sind, 111 einer Erklärung sagte Rabbiner Ostrowski, nsdiait 1|r habe nicht im Auftrag der Misradii-Organisation, Tüdern aus eigener Initiative gehandelt. im Au׳•׳; eden Scii nd Pl'ennR risse ei:;. ® en, um v 1, Bau 0׳ fftlllg Vl rücksiditi,; war wo: -iml 111 ttuiigeu 1 t erschenl ah re ii;k; ngt-es 11׳ crschciin:. wenigstu: r! Du ha lacht! Mn 1 zukaiife: rentar :1: die Zälii Viclleidf Zentralrat der Welthilfskonferenz Am 15. Juni wurde, wie J. C. B. meldet, unter’;Hing von Professor S i m o 11 s oh n -Kopenhagen die ׳:e Sitzung des Zentralrats der Welthilfskonferenz in »iclberg eröffnet. Es waren Persönlichkeiten aus Paris, ran, Warschau, Stockholm, Wien, der Tschcehoslowa- Italien, London, Beßarabien, der Bukowina und wno anwesend. Mot 7k in konstatierte in seinem rieht, daß in den letzten fünf Jahren 5>/״ Millionen mcs iür Hilfszwecke autgewendet worden sind, davon Millionen Francs für Rußland.!gemeines Keren liajessod - Komitee in Frankreich Paris. (J.C. B.) Hier wurde ein allgemein jüdies, ans Zionisten und N i eil t z i o n i st e 11 beste-;!des Keren Hajcssod-Komitee begründet. Der kon- ■liierenden Versammlung wohnten von bekannten franvidi-jiidischcn Persönlichkeiten bei: Der Advokat Per- ־d Corcos, der Direktor des jüdischen Archivs mry Prague und der bekannte Schriftsteller Harry iarx. Von zionistischer Seite waren 11, a. anwesend: latopolski, A 1 e j n i ko f f und Jarblum, Zum ׳rsit/enclen des Komitees wurde Dr. L. Zadok■ *ih'a n gewählt. Vizepräsidenten sind der französische puderte Blum und Isidore Wcill. Auch der fflmcrdeputierte Simony gehört dem Komitee an. rn, wie u.j Verfasser! .chkige, J N. F.-Spende der Belgrader Gemeinde 1 w'r sil» Belgrad. (I. C. B.) Die hiesige asclikenasisdm legen ״i'ffcnifinde enthält in ihrem Budget für das Rcdimmgs- :macht h.vjihr 1921/22 eine Subvention von 0000 Dinar für tfen ieser Stcflsdisehen N a t i o!1 a 1f ond s. Die jüdische Presse aus bei! f Jugoslawien appelliert an alle jüdischen Gemeinden וי südslawischen Staate, dem guten Beispiele der asdiwischen Gemeinde in Belgrad zu folgen und gleichfalls rtafte Beträge für den Jüdischen Nationalfonds in ז Budget einzustclleu. ihm at; lisehen A graphisdit j rwiegcmli iviilersct/t stell* ns *f ׳U/olli (P iftlin! F Hebräisch in tschechoslowakischen Schulen .!,rag. (J.C. B.) Aut Anregung des jüdischen 5»nalraies m der Tsehedioslowakei hat die tsdicdto- *akisdie Regierung ihre Bereitschaft erklärt, die 11crelrenni*fmche Sprache obligatorisdi für die jüdischen Schüler' ,.!ו"■ bilden Bürger- und Mittelschulen jener Rayons cinzum eine .מ" . .... . iliistina!''f!rcll1 in denen Juden einen ansehnlichen teil der Be ogar, ״| ״ינ‘Kff1111g bilden. 1 man na* wäre, di* notwendi; ׳ gar nie scheidend* ischcn d* itS Presseschau Der Iffnmer 111'dien 1 Y'rsdd'li ICr1' kc‘n Grund vor!i*ege, den entgegenkommenden 1 ' ״ ׳ersieh t> riingen der Zionisten Mißtrauen entgegen zu- und daß cs für Frankreieh ein Gegenstand des 4״tcn Interesses sein müsse, den Zionismus zu fördern, nal viele französische Juden sich am Aufbau Pa- 'b'as beteiligen winden, sobald sic davon überzeugt ‘1"י daß üas j!n Sinne der französischen Regicrun '5־aiiclit. 13er Artikel spricht auch von der Notwendig-!!i,r Frankreich, dafür ZU sorgen, daß französische Jtarcinflüsse kn Vorderen Grient und Palästina nicht «wesen ,1־l' ® *urückgcdrängt würden, und ״ 'ic!— '•״י י den 11י -־׳Unte litgciios«: 1י״1 r׳ten m nd es sk! linde >*' ׳ ׳־׳* h erst ׳■n Vorsdi und )Pf1 ,"1״Abhaii ״Mercurc de France“ bringt in seiner vom 25. April 1922 einen Artikel des frau- Zionisten• Ei Id e rin an n , der sich mit der ■hme Frankreichs zum Zionismus auseinander- י»!׳;,*":י Per Artikel weist nach, daß sowohl in der Frage* ז'ן® י׳ Heiligen Stätten, wie auch fies Verhältnisses zu den Neuesten Na ehr ich sich ein ausführlicher, uns Palästina-Mandat. fod des Direktors der ,,Habima“, Der Direktor ^«skauer heb fusche- *־ 1C!1!*ן• *r Armer ier N. keireswi.il ndigeii ־! י| ,," *n ,,Leipziger.!um V0I!l *9• Mai findet gaben■, ^׳־i ",tigcr Artikel über das lu-i' di'g _ _ _ __ zu sein ״4| ״S01aUer heb *fischenr fheaters ,’,Habima“ (Die /^/e,mini Iche>,»»• d?r Arr״erler N. Wartanion , gleichzeitig Direktor des Stanislawskischen Künstlertheaters t<au> ist gestorben. XVI11. Delegiertentag derZionistlschen Vereinigung für Deutschland am 11., 12. und 13. September 1922 in Cassel, Stadt halle. .... Mit. Rücksicht auf die für den 22. August nach Wien einberufene Jalircskonfcrcnz muß der Dolegiertentag auf!len oben genannten Termin verschoben wcrdei*. Tagesordnung des Delcgiertentages Am Sonntag, den 10. September, werden SoiHlerberatungx״! über Gemeindearbeit, Jugendarbeit, Keren Hajessod-Arbcit und Kulturarbeit stattfinden. Die Referenten für die Sonderbcratungen werden noch bekanntgegeben. Montag, den 11. September 1922. Vormittags-Sitzung, 9’/j Uhr. 1. Eröffnungsrede des Vorsitzenden über: ״Die allgemeine Lage der zionistischen Gesamtbewegung sowie der zionistischen Arbeit in Deutschland“. 2. Wahl des Büros. 3. Diskussion. Nachmittags-Sitzung, 31/2 Uhr. 4. Referat: ״Die allgemeine Lage in Palästina und die Palästina-Aufgaben des deutschen Zionismus“, — Referent wird noch bekanntgegeben. 5. Debatte über das Referat zu 4. Dienstag, den 12. September 1922. Vormittags-Sitzung, 9>/2 Uhr. ' 6. Fortsetzung der Debatte über das Referat zu 4. 7. ״Inhalt und Möglichkeiten zionistischer Propaganda“. — Referent: Kurt Blumenfeld. Nachmittags-Sitzung, 3V2 Uhr. 8. Debatte über das Referat zu 7. Mittwoch, den 13. September 1922. Vormittags-Sitzung. 9. Fortsetzung der Debatte über das Referat zu 7, Nachmittags-Sitzung, 3Va Uhr. 10. Dechargc. 11. Wahlen. a) Landcsvorstand. b) Zentralkomitee. c) Finanzausschuß. d) Revisionskommission, c) Ehrengericht. W a h I vorschrif ten. 1. Sämtliche wahlberechtigten Gruppen müssen ihre Mitgliederlisten bis zum 10. August 1922 ein schicken, da diese Listen dem Wahlprüfungsaus׳ schuß vorgelcgt werden müssen. . 2. Die Gültigkeit der Wahlen hängt davon ab, daß die Gruppen sowohl die. Landesbeiträge für das Jahr 1921 wie zum mindesten die erste Hälfte der Landesbcitriige für 1922 vor Vornahme der Wahlen an das Büro abgeführt haben, Der Landesbeitrag beträgt für Ortsgruppenmitglicder pro Jahr 20.M., für Misrachi- und Hapoi-l-Hazair-Mitglieder 12 M., für Mitglieder von Jugendgruppen 5 M. 3. Jede Ortsgruppe von mindestens 25 Mitgliedern wählt ■einen Delegierten, Ortsgruppen von mehr als 75 Mitgliedern wählen zwei Delegierte, Ortsgruppen von mehr als 100 Mitgliedern wählen für jedes weitere Hundert Mitglieder einen weiteren Delegierten, wobei überschießende 50 Mitglieder einem vollen Hundert gleichgerechnet werden. Mitglieder von Gruppen, die nach parteimäßigen, beruflichen oder irgendwelchen andern Gesichtspunkten zusammengeschlossen sind, üben ihr Wahlrecht als Einzelmitglicder innerhalb der Ortsgruppe aus. In Ortsgruppen von mehr als 300 Mitgliedern finden Verhältniswahlen nach einer vom Landes- Vorstand zu erlassenden Wahlordnung statt. Der Landesvorstand kann auf Antrag die Bildüng von besonderen Wahlbezirken anordnen. Auf Antrag einer Föderation ist den Angehörigen dieser Föderation zu gestatten, innerhalb eines Bezirks einen eigenen Wahlkörper zu bilden. (Statut § 9.) . 4. Für die Wahlen in Ortsgruppen von mehr als 300 Mitgliedern gilt die Verhältniswalilordnung, die in Nr. 39 der ״Jüdischen Rundschau“ vom 16. Mai 1922 veröffentlicht worden ist. 5. Das Ergebnis der Wahlen muß dem Büro der Zionistischen Vereinigung für Deutschland spätestens bis zum 4. September 1922 gemeldet sein. Später gemeldete Wahlen haben keine Gültigkeit. 6. Das Wahlrecht zürn Delegiertentag steht nur den Ortsgruppen zu, die mindestens, drei Monate vor Einberufung des Delcgiertentages bestanden haben. (Beschluß des XVI. Delcgiertentages.) 7. Der Beitrag zur Zionistischen Vereinigung für Deutschland (Zionistensteuer) wird von jedem Mitglied seinem Einkommen und Vermögen entsprechend auf Grund freiwilliger Einschätzung ge* zahlt, jedoch wird ein Mindestbeitrag (Landesbeitrag) jeweils vom Delegiertentag festgesetzt. Das Wahlrecht zum Delegiertentag ist von der Zahlung des Mindestbeitrages abhängig. Ausnahmen hiervon kann der Landesvorstand zulassen. (Statut § 30.) 8. Jedes Mitglied der Zionistischen Vereinigung für Deutschland hat mit Vollendung des 18. Lebensjahres das aktive, mit Vollendung des 20. Lebensjahres das passive Wahlrecht zum Dclegiertentag. Niemand darf sein Wahlrecht doppelt (in der Ortsgruppe und einer Sonderorganisation) ausüben. (Statut § 8.) 9. Die Mitglieder des Landesvorstandes, des Zentralkomitees und der Vorsitzende des Finanzausschusses haben als solche auf dem Delegiertentag Sitz, aber kein Stimmrecht. (Statut § 10.) 10. Jeder Delegierte verfügt auf dem Delegiertentag nur über eine Stimme. Die Delegiertenmandate sind nicht übertragbar. Die Delegierten sind an Aufträge und Instruktionen nicht gebunden. (Statut § 11.) 11. Anträge für den Delegiertentag bedürfen der Unterschrift von mindestens 15 Delegierten und sind tunlichst bis zum 25. August 1922 einzusenden. Alle Anträge sind einer aus der Mitte der Delegierten zu wählenden Resolutions-Kommission zur Vorbereitung und Rückgabe an den Delegiertentag einzureichen. Es darf über keinen Antrag abgestimmt werden, der nicht der Rcsolutionskoininission Vorgelegen hat. (Beschluß des XVI. Delegiertentages.) Zionistische Vereinigung für Deutschland. ׳ Der Landesvorstand. I.A.: Rosenblüth. Der Herzlbnnd Am 4. und 5. Jiwi fand in Berlin unter starker Beteiligung auswärtiger Delegicrter und Gäste der IV. Bundestag des Hcrzllnmdcs statt. Der Herzlbnnd, der in diesem Jahre auf eine zehnjährige Arbeit zurückblicken kann, war zur Zusammenfassung von jungen zionistischen Menschen, die nicht dem Akademikerstande angchörcn, gegründet in der Absicht, der Bewegung nnd Palästina zionistisch durchgcbildetc und opferbereite Menschen zuzufüliren. Der 1 ierzlbmid war von Anfang an als eine Erz.ichungsgcincinsdiaft, nie aber als eine Berufsvcrcinigung gedacht. Selbstverständlich aber mußte der Herzlbnnd nach dem Kriege, als die Arbeit in und für Palästina konkretere Formenanzunchmcn begann, bemüht sein, die wirtschaftlichen Kräfte und Erfahrungen, insbesondere seiner Alten Herren, dem Aufbau Palästinas dienstbar z.u machen. Diese an und für sich richtige Erwägung hatte den letzten Bundestag, der vor zwei Jahren in Halberstadt abgclulten wurde, insofern auf einen falschen Weg gedrängt, .als man damals glaubte, das Schwergewicht nicht mehr auf die Erziehungsarbeit legen zu müssen, sondern dem Bunde ein Prograjmm gab, das ihn einseitig wirtschaftlich festlegtc und ihn vor Aufgaben stellte, denen׳ nur .eine starke Berufs- Vereinigung aller zionistisdien Kautlcute gewadiscn sein konnte. Auf dein jetzt statfgefundeneu Bundestag konnte eine deutliidie Abkehr von diesem Programm festgestellt werden. Die Gedanken, die dem Tendenzreferat zugrunde lagen, das auf der Begrüßungsfeier am Vorabend der Tagung von Otto L e h 111 a 1111, Berlin, gehalten wurde, bildeten auch auf der Tagung Grundlage und Mittelptmkt der Erörterungen■. Als wesentliche Aufgaben des Herzlbinides wurden einhellig anerkannt: Erziehung der Bimdesbriklcr zu einem starken, zu jedem Opfer bereiten Zionismus, Anerkennung aller durch die Bewegung und die Arbeit in Palästina bedingten Verpflichtungen »natendier und ideeller Art, Einfügung, insbesondere de'i* Alten Herren, in die Arbeitsstellen der Organisation und aktive Beteiligung an konkreten Palästina-Projekten. Außerdem wurde cs als notwendig empfunden, in stärkerem Malle als bisher neue Menschen für die Bewegung zu werben. Die Erörterung der Erziehungsfragen und der Gewinnung neuer Menschen beschäftigte den Bundestag den ganzen ersten Tag und nahm auch noch eine Nachtsrtzung in Anspruch. Die weitere Durchführung der bei diesen Beratungen zutage getretenen Tendenzen wurde einem ncugcschatfcncn Erzrelningsressört im Präsidium übertragen. Der zweite Tag diente der Besprcchung der praktischen Arbeit in den Klubs und brachte 7.um Schluß eine Palästina-Debatte, deren Sadiiidikeiit durch die Ausführungen von J. Feuerring und K. Rosenbaum bestimmt wufde. Der neugesdiaffenc AIt-Hcrrc11-B1md soll neben der Mobilisierung der Alten Herren •für die zionistische Arbeit in

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