Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVII (1922)
- Issue
- Heft 39 (16.5.1922)
- Date
- 1922-05-16
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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ו r. 39 Nr. «39 l Jur den יי in,:ס!du und * Inter. Cr seine •V? I*n> 1 dürfe״ י Sache 1B sich!81, daß!Schläge t steinig Sgorien, r Inter- *rerd«», ׳ Jedes irgend- Sin die •f eines «ersten die wir daß im ‘ Juden tr I'aiii- Jch die mal im \ Reuen tos derpismtis. , durch Steinitz t“ und neue falsch, nc Zu- 1s ohne groß(•’» •n, daß CkQK’1■ jptsächfür den igt und lusführ• et, ab״ Erlebnis :11 nidit *r pre׳״ ihlte r1״' en Vcr für de״ , seine' jeder in ob «'־!in, «״ 1ו nicW berich••׳ ng ved iftunffffjara« is Geld zahl‘11; [en m! n Fuße e Si*־" wirklid' die def reck«11- |g alle ,rissen, daß der. Grundgedanke des Keren Hajessod cjt seiner Begründung bei der Londoner Jahreskonferenz die Zusammenarbeit mit den Nichtzionisten war ,)||(ן daß auch in Deutschland dementsprechend planrnäßiR, aber keineswegs ״unter der Peitsche des Binjan Haare*“, auf dieses Ziel hingearbeitet worden ist, bis schließlich der Erfolg erreicht war. Daß der Binjan Haaicz diesen Erfolg nicht gefördert lut, gellt aus den forte« Simonsonss hervor, die nur One Diskreditierung! je־, Keren Hajessod bezwecken. Aus dein übrigen Inhalt des Heftes sei nur noch cj(1e Absonderlichkeit erwähnt. Es wird ein Brief Herzls abgedruckt, der sich mit der Ugandafrage beschäftigt. Dabei ist folgender Satz gesperrt gedruckt: ״Es ist wahr, ich bin erstaunlich bekämpft und beschimpft worden, aber da selbst meine entschiedensten Feinde nicht haben sagen können, daß icli materielle Vorteile in der Bewegung gesucht oder gefunden habe, konnte ich die Angriffe leicht ertragen.“ Offenbar ist uin dieses Satzes willen der ganze Brief veröffentlicht und kann im Zusammenhänge mit!len sonstigen Aeußerungen Binjan Haarez’ wohl nichts anderes bedeuten als daß die heutigen Führer mattrielle Vorteile in der Bewegung suchen. Wahrscheinich wird diese unsere Deutung dementiert werden, wie wir ja in letzter Zeit ähnliche Dementis von anderer Seite erlebt ■haben. Aber der Leser zerbreche sich selbst den Kopf, warum die Redaktion diesen Brief unter Betonung seiner Aktualität mit dem einen gesperrten Satz erscheinen ließ. Mit dieser Kampfes- »eise können wir nicht konkurrieren. Michael Walter. Die Leitungsprätendenten Die von M. Großmann herausgegebene jiddische Zeitschrift ״Die Tr i bü n c“, die früher in Kopentagen und dann in London erschien, hat ihren Sitz «ach Berlin verlegt und ein neues Heft herausgebracht. Das J. C. B., dessen Leiter mit dem Herausgeber der ״Tribüne" identisch ist, kündigt dies mit der Bemerkung 111, die ״Tribüne“ sei jetzt das ■ Zentralorgan der /io- «istischen Opposition. Worum es sich dabei handelt, icigt gerade das vorliegende Heft. Im Leitartikel erklärt Meier Großmann, die Opposition habe ihr erstes Ziel, die Diskreditierung des gegenwärtigen Systems, erreicht und müsse jetzt an positive Taten denken. Dazu gehört zunächst eine feste Organisation aller Unzufriedenen, die sich bereit halten müssen, selbst die Leitung zu übernehmen, nachdem sic die heutige zu Fall gebracht haben. Großmaiin empfiehlt, die Opposition soll sich auf eine־ bestimmte Arbeit konzentrieren, die sic als ihr Tätigkeitsfeld aussucht, »eil sie den offiziellen Institutionen mißtraut. (Ist vielleicht an die Bank im Gegensatz zum Keren Hajessod gedacht? Das wäre löblich, aber ein Monopol der ״Opposition“ kann die Bank nicht sein!) Vor älcm: Zusammenschluß, Organisation. Der Gedanke ist richtig. Wir brauchen im Zionismus heute mehr als jemals eine geschlossene Gruppe mit positivem Pro-?ramm und entschlossenem Arbeitswillen. Aber was sich da Opposition nennt, hat nicht nur kein positives Programm, sondern es wird geradezu nur durch das Moment der ״Unzufriedenheit“ zusammengchaltcn. Einen schöneren Beweis als das vorliegende Heft der ״Tribüne" gibt es ja• nicht. Gleich der erste Aufsatz w>n Dr. Brutzkus ״Gallith und Palästina“ fordert dne energische Oalutharb.cit und weist überzeu- Rcnd nach, daß nur ein starkes, national organisiertes üalutli Palästina aufbauen kann. Ein guter Partner also für die Haager Oppositionellen, deren Kardinalforderung die Ausschaltung aller Galutharbeit ist. - Herr H i n d e s warnt vor der Gefahr, den Weg der ״Alliance“ zu gehen und spricht sich gegen den Welt- Kongreß aus, für straffe zionistische Führung; gleich- ״itig sucht er nachzuweisen, Haß die Prinzipien der Brandeis-Gruppe faktisch gesiegt haben, so daß kein Anlaü zu weiterem inneren Kampf sei. J. S c 11 e c h t - schreibt einen sehr vernünftigen Artikel zur Araberfrage, beklagt die ständige Bagatellisierung dieser Präge durch die Leitung und die abgedroschene offiriellc Verständigungs-Rhraseologie, die sicli von Er- Kenntnis der Tatsachen und von entschiedenen Kon- Sequenzen fernhält. Scliechtmann fordert, daß das Prinnationaler Gleichberechtigung von Juden und Arabern 1n Palästina Bestandteil des zionistischen Programms werde — eine Forderung also, die gerade von uns 01’rcits lange Zeit vertreten wird. Aber paßt ein solcher Aufsatz in die Zeitschrift, die von Meier Großmann und Jab atinsky zur Propagierung der Le- R'0ns-Idee begründet wurde?! — Ist dies die UruPPc> die die gegenwärtige ״unhomogene“ Leitung «losen will? Opposition und Kritik in allen Ehren; 16 ״Tribüne“ als literarische Erscheinung, die gute Aufsätze enthält, in allen Ehren; aber wenn man mit pichen Prätentionen auf tritt, dann muß man durch ositiveres verbunden sein als durch ״Unzufriedenheit“, "dem Augenblick, wo diese Unzufriedenen untcrein- " er die Herrseiiaft aufteilen sollten, müßte die mühm gezimmerte Gruppe in tausend Scherben zerpruigeu und das Chaos des babylonischen Turmbaues Ba: Jeder redet eine andere Sprache. Und auf- *8t schwerer als niederreißen. W.!11» f ' vv« Lese׳ "in: hauer. ') U EDfSCH E RUNDSCHAU ־"־" ׳ ׳'־׳, *SfeM ';.TaUphcnt! ,7/Yv ג Vc-, י f ״> 1 cd, *!» 17a. ll'YI a & v. Mittwoch, den 17. Tr, 1 ' sbond» 8 Uhr Grappa Opt, Sn dal Untoos'lna, Crr'i'sprrMe» f.tr. Ku Vortrag von ttcv״-a DM-1!;״, Alfred Berlin•»: ״Tceäaltctio• Cla.lך־'.:־.:icPistailrt‘* Zloalittlchor Im n״!m, HoIHgegolirtetr. 5Ü tlltgtl<34crn!n;tr,1nl3r,j Donnoritae, don 1fi IY,I ohond« 8 Uhr Be1irkn(rnf|>« Kadncsutctier Vorort״, Irt d״t Konditorei Carl DUtrioh I’ri3uE,»n, üanret!•. {!:?ho ife,!:orsleh») Apothokor A1 fro«l Hehindlor iprfott aber! ״Di» kaliarelle E!113rk::I0s(* «loj ZJop'ar.ni aspi dem Erlepe‘1 Anooblioßond Auosprache Soonabond, don £0. Mr.t abonda BW Uhr Barofl Hasstr, i-n. TMra, Ltaionr.tr. 121 Vortrag Chawer Ü&x Htrauß 1 107410116511':״• Aibett la Deatachlam4H XUraeU-dagoBdgtmdaiObwft. Orrnicnbnrgor Str. 80 (Gartenbau■) ncchciiHog B Utir E dmnnd 110 vy: Bo«jroehcs!1 icn פרקי אבות u< doroa ZelSgeschickte ' Montag, don 22.!'51 , abonda 8 Uhr ZloaUtlscSor Jogoadrerela, lin Hota, HoillM״el«tatr. 6a PbUoiorlileeba flrappo antor Loltnbg »on Kd Ra» Sohn (Nor für MÜgiiodor nnd elngedihrta GlUte) lllsrschWBKsndconelaiehaft, Droco&eretr. ö Geaere-Ictlar, unter Leitung von Horm Eahnomann Mittwooh, don 2y Hel abonda 8 Uhr Grappa Os'«, in den Unlocsrion, Orolfowaldor Str. S123 Vorlrng von Herrn Dr. Alfred Kloo! ״Was wir üloiilitoa »00 actsror Genulad» siwartoa“ Doimorete״, den SS. Mal ' abend• 8 fhr Grappa Bord, im 'VerwAltnnfo.'pobSad• der füdUohon Gomolna«, Xlo»(.ar.tr. 2-4 Vortrag von Herrn Dlpl.-lng Alfred Berliner vom Pal&ottoaamt 1 ,,Di« t<cbnt1c>1B Uatnlcklaog Polüttloai“ Erioholnrn von Chalox m booender• erwOnoebt Bebrilocbor Eladrrgortea Woet, ab 1. Mai, Montag bi• Freitag von 10—1 Ubr, im Toraoaai von PrBolein Baft, Wartburgotr, 18, Eoke Salabargsr Elf,!,!oldtir.gca t.n i'rsa Dr. Koienberg, Aogoborgor Str. 17 (GtoinpL tCCf'l). BtbriUebor Klndficarloa Charlotteaborg, Montag blo Freitag von 10—1 Uhr. Moldtu gen an Frau 'Weitemann, Balcmee, Neotorotr. t Bebriiecher Bplelxaebmittag der Grappa SSd, Laiaen-Ufer 8, im .׳, Beatanrent. Meldungen nimmt an&erdom entgegen! Da• Enltuxdeaemat der B. 2, V., Soydolotr. 8 (Zentram COIAU). ■Die Stellung der Igßdah ■ Wir haben in der vorfmeti Nummer der ״Jüdischen Rundschau“ über den Vortrag berichtet, den Dr, Moses Auerbach in der Breslauer Ortsgruppe der Agudah gehalten hat. Wir fügten hhjzu, daß der Standpunkt Dr. Auerbachs sich in wohltuendem Ocgensatz zu dem bisherigen Standpunkt der Agudah in der Frage der Mitarbeit am Aufbau von Palästina befinde. Wir wollen heute ergänzen, daß auch in Kreisen der Frankf u r t er Agrniah ähnliche Tendenzen sich j^eltcndmachen. Jedenfalls haben die Herren Jacob Rosen heim und Dr. Ehr mann sich in einem für die Frankfurter Zionisttsche Ortsgruppe bestimmten Briefe in einem Sinne geäußert, der einen Wunsch nach gemeinsamer Arbeit in Palästina fragen erkennen läßt. Wenn die Leitung der Aguda-Jisroel in der Tat eine Aendcrung ihrer Palästina- Politik zu beginnen beabsichtigt, würde dies natürlich eine wichtige Etappe auf dem Wege eines Zusammen■• schlussei aller jüdischen Gruppen für den Aufbau von Palästina bedeuten, » ׳ Ausschreitungen am 1. Mai Warschau, (J,C. B.) Die anul. Mai hier stattgefundene Arbeitcrdcmcmstration, an der sich audi jüdische Kommunisten, zum Teil auch Bundistcn, Poalc- Zionisten (rechte und linke) und Zei're-Zion beteiligten, hat mit einer Jud e 11 mißhaudlu ng ihren .Abschluß gefunden, RozwojStudenten haben die zeire-zionist'tsche11 Dcmonstrantai• überfallen, Ihre Fahne zerrissen pnd die Teilnehmer blutig geschlagen. Die Zei're- Zionisten zählen 20 Verwundete. Auf dem Tlicaterplatz haben sich die polnischen Kommunisten, die P. P. S. und eine ganz kleine Anzahl jüdischer Kommunisten, die eine . Fahne mit jüdischer Aufschrift tragen, versammelt. Dort hatten sidi auch ungefähr 1500 Bundistcn und Poale-Zionistcn eingefun* den, während im vorigen Jahre einige tausend jüdische Arbeiter an der Demonstration teilgenommcn hatten. Die jüdischen professionellen Vereine z. B. haben sich dieses Jahr au der Maifeier überhaupt nicht bei t e i 1 i g t, da im voraus Exzesse zu erwarten waren. Sejmdeputant Schipper hielt eine polnische An- Sprache, er wtuxic aber durch die polnischen Arbeiter ,^ermaßen provoziert, daß er vor Aufregung in Ohnmacht fiel, Der butalisticche Ratsmann. Ehrl ich forderte vcrgeben! die P, P. S. auf, die Provokationen zu verhindern. Die Exzedent en, unter ihnen mehrere Studenten, überfielen dann tlic jüdischen Arbeiter, schlugen, sie unbarmherzig und stießen mit der Fahnenstange; nach ihnen. Die Miliz der P, P. S. half zum Teil init. Die jüdischen Arbeiter wurden bis zum ״Eisernen Tor“ veffoigt. A’J den Wege dorthin wurden auch viele jüdische P.־: .'.nicii •üLcrfaücn und geschlagen. Die 'bei ■..'0.׳ pogromartigen Exzesse dauer• ten ungefähr 2 St::::;! :11. —- Hunderte von Juden, darunter ein ainerü;׳. :: c!1cr Bürger, jc.'.d llrcyde, trugen erhebliehe Vcrwt ,.hingui davon. Nach ’:in die jüdischer! Arbeiter vermi ׳.•und■:!! wr.reiy.Loun: •n erst die P.P.S.* Redner sprt, Da, Dali;,':,׳.A i . : i;c:-r bradi äbennais ein Karo :׳.׳,■׳ist'a:1 den ״!׳. ל: 'Koiniuimistcn und den Ex/.uiv,..:a am» 19 Seite 259 Interpellation Ober die Mal-Unruhen in Warschau Warschau. (J. C. B.) Die polnischen sozia- 1 i s t i s c 11 c 11• P;1 r t e i e n, die in ihren Organen zuerst über die antijüdischen Ausschreitungen vom 1. Mai Schweigen bewahrt hatten, brachten jetzt durch ihre Vertreter eine Interpellation im polnischen Sejm ein, ü» welcher die Polizei für die Angriffe auf die Teilnehmer an der Mai-DemonstraTion verantwortlich gemacht wird. In der InterpcHation wird die Behauptung aufgestellt, die Polizei hätte vorher gewußt, dal! Mitglieder der Rozwoj-Organi- Kation die Demonstranten, insbesondere die jüdischen Demonstranten, aiizugreifen beabsichtigten. Obwohl der Führer dieser Gruppe, Oponchöwsky, öffentlich die Massen aufgefordert hatte, die Juden zu töten, wurde: gegen ihn nicht e i n g e s c 11 r i 11 e n , dagegen wurde eine Anzahl jüdischer Arbeiter arretiert und mehrere Fahnen gesetzlich .anerkannter Gewerkschaften' wurden konfisziert. Die Vertreter der polnischen sozialistischen Partei im Sejm fordern von der Regierung eine Erklärung darüber, warum die Polizei Ordre erhielt von der Waffe Gebrauch zu machen, bevor sich überhaupt irgpnd etwas ereignet hatte. Mitteilungen des techn. Chaluzsekretariat» Gesucht: Gut ausgebildetcr Maschinenmeist er oder Schlosser mit mehrjährigen Erfahrungen (Montage und Bedienung von Dynamomaschinen und Dieselmotoren) für Kraftstation in Palästina. Lebens- Stellung, (Wir ersuchen alle Stellen und Zeitungen um Bekanntmachung dieses Angebots.) — Tischlermeister mit Erfahrungen an Holzbearbeitungsmaschinen für Ausbildung von litauischen Chaluzim. — Fachmann für Konfitürcnherstclhmg. - Offene Stellen: Eine Tischlerlehrstclle für Schulentlassene (Kost, Logis, Taschengeld). eine Tischlerlehrstclle' für Praktikanten, eine Maurcrstelle, eine Olasschlei ferst eile. Oesuchte Stellen: Schlosser: Lehrlinge und Praktikanten, Bautischler, Maurer und Weißbinder (Stukkateure, Steinmetze, Tüncher). Wegen Versendung des Mai-Rundschreibens bitten wir alle Mitglieder des Zion. Arbeiter und Handwerkerbuttdes, Veränderungen ihrer Adressen, bzw. neue Adressen umgehend mitzuteilen. Techn. Chaluzsekretariat, t Berlin W15, Sächsische Str. 8. Auskunft Dr. Emanuci Josef Bluckcndorf in Leitmeritz, ’ Gktschbergstr. 12, bittet diejenigen um Nachricht, die Auskunft über den jetzigen Aufenthalt des Zuckerfabrikbesitzers Alexander Brodski und Eugenia Bnodski aus Kiew geben könnnen. Herr Alexander Brodski war Inhaber der Firma Alexander und Aron . Brodski in Kiew. Ein jüdischer Student der Medizin aus Deutschla nd sucht für den •monatlichen■ Preis von 600 M. auf die Dauer von drei Monaten während des Sommer- Semesters eine Pension in Berlin. Jüdische Familien, die bereit wären, den jungen Mann während des Sommersemesters für den genannten Preis aufzunchmen» werden gebeten, dem Palästinaamte, Sächsische Str. 8, Mitteilung zu machen. Im Interesse seines Studiums ist der Aufenthalt in Berlin erforderlich. Eine rituelle Verpflegung, wird nicht beansprucht. DU Ortsgruppen Anriaberg. Am 301. April hielt im Verein für jüdische Geschichte und Literatur Herr Dr. Moses, Chemnitz, einen Lichtbildervortrag über ״Das neue jüdische Palästina“. Der Vortrag fand allgemeinen Anklang, ln der nachfolgenden Aussprache stellten mehrere . Mitglieder des Vereins.fest, daß cs Pflicht aller Juden! sei, den Aufbau Palästinas durch Zeichnung von Beträgen für den Keren Hajessod nach Kräften zu unterstützen. Am nächsten Tage besuchte Herr Dr. Moses eine Anzahl der Gemeindemitglieder und nahm von ihnen Geldbeträge für den Keren Hajessod entgegen. Wenn man bedenkt, daß gerade in den kleinen Gemeinden bis jetzt noch wenig Aufklärung über den Keren Hajessod geschaffen worden und auch noch wenig die Erkenntnis verbreitet worden ist, dal! es sich hier nicht um eine gewöhnliche ״Wohltätigkcits“-Aktion handelt, muß das Ergebnis der Zcichmingsaktion, die noch nicht abgeschlossen ist, schon jetzt als zufriedenstellend bezeichnet werden. Berlin- Die Mitgliederversammlung des HilfsVereins der Deutschen Juden findet am Sonntag, 21. Mai 1922, in Berlin» Logenhaus, Kleist- Straße 10, um 12 Uhr mittags statt. Die Herren Dr. James Simon, Dr. Paul Nathan und Dr. M. wiSchnitzer werden über die Tätigkeit des Hilfs- Vereins im abgclatifcnen Jahr sowie seine gegenwärtigen Aufgaben sprechen. Karlsbad. Alle Gesinnungsgenossen, die die Absicht haben, in diesem Jahre nach Karlsbad zu kommen, werden darauf aufmerksam gemacht, daß der Jüdische Volksvercin ,2. i o n“ audi dieses Jahr wieder seine regelmäßigen Zusammenkünfte jeden Donnerstag im Hotel ״Linlröln“, Egerstraße, abhält. Diese Abende werden vielen Zionisten noch vom vorigen■ Jahre her in angenehmer Erinnerung sein. Der Verein wird auch heuer bemüht sein, durd» regelmäßige Vorträge, Referate und Veranstaltungen dem zionistischem Publikum Gelege*!• heit zu bieten, mit Gesinnungsgenossen! zusammen®► treffen und in ihrem Kreise angenehme und anregende Abende zu verbringen. . Auskünfte jeder Art erteilt der Vorsitzende, Dr. med, W. Kohncr, Karlsbad, Haus ״Riva“, Schluß des redaktionellen Teils.