Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVII (1922)
- Issue
- Heft 37 (9.5.1922)
- Date
- 1922-05-09
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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Jahrg. ger Zionismus erstrebt für das Jüdische Volk die Schaffung einer t>fSontSSch>rechfllch Gesicherten HelmsfStte In Palästina. ״Baseler Programm". 98h1u. Obernigk Kr,!1 t>h». / 2. Erhol«! Ent/iolmu^^l Ob.rnlgk 2 k ־J clowa רייזו <״v״ lei # 00 ,II 0 ■ IM-חי;;M.. Ein Beschluß des amerikanische Washington, 4. Mal (Orlglnaltelegramm der ״Jiitli Senatskommission für Auswärtige Angele;־: sich heute mit ■der von Senator Lodge eingebrnchi n i Errichtung eines jüdischen nationalen Helms ln Palästina. Wiederaufbau Palästinas durch die Juden mit tiefer Beiriw r י if» J יי־, c n ii iif-1 IW• htift,״,., m>n11 ff!*Hotjü״ irr hei| <יי Soolbmi Eu,,f' iWlodercrSUr, vl״rt 110, «»UNI• M-H״tol. VII >C?!o<o■ son m Isarl borrlich ut\ lü«?.on**11 Hirni UDK, Mrnlon A׳ und Striihhui VoUcHschals Öigung vom I.vjj Ahoi׳•« darcli m ln der Kommission genommen. In Ergänzung der Nachrichten über die Antiliim■ der Resolution zugunsten der Errichtung ,incr jüdischen nationalen Heimstätte in Palästina in amerikanischen Senat drahtet der Sonderbericht* erstatte!־ des J. C. B. in Washington: Sofort nachdem das Comitec für aus־' «artige A 11 g e I e g e 11 heit e n des Senates die Resolution c i n s t i tn in i g empfohlen hatte, ging Senat«»r l.odge in den Plcnaisitziingssaal des ■onates hinüber und schlug den versammelt(?(! Sc- ,itoren die a ti li e r o r d e n 11 i c h e B e 11 a 11 d I u n g der Resolution vor. Die Resolution wurde darauf :jnstimmig und ohne Diskussion angenommen, er Text der Resolution ist folgender: ״Die Regierung der Vereinigten Staaten befür* wirtet die Errichtung einer jüdischen n a t i o - ״alcn Heimstätte in Palästina, voraus-;esetz.t, dali die zivilen und religiösen Rechte der ditiiidischen Gemeinden nicht benachteiligt und Kc religiösen Bauten und Stätten ausreichend ge- «Initzt werden.“ und hierauf im Plenum des Senats Rur.flsch.nu“). Die i t c 11 io 11 f_׳o־;;V;Ilch der ,::n©!־igc;1, die den ־־“ begrüßt, wurde einstimmig an• W a s 11 i n gto 11 (J. C. B.). Nach Einbringung der (inzwischen angenommenen — A. d. R.) Resolution des Senators Lodge ist die Resolution des Kongreßmitgliedes Hamilton Fis 11, in der vorgeschlagen wird, die positive Stellung der Vereinigten Staaten zum palästinensischen Mandat zu. formulieren, zurückgezogen worden. Laut den Mitteilungen des Washingtoner und Ghieagocr Korrespondenten .des J. C. H. wird die I:'.rsetz1mg der Eish-Re.solntion durch die Lodge- Resolution, die keine direkte Erwähnung der Frage des Palästina-Mandats enthält, dadurch erklärt, daß Präsident Harding auf seiner. ן>r i n z i p i'e 11 e n (i e g n e r s c h a f t zum Mandatssvstcm übe rhaupt beharren soll. Die leitenden Männer der Vereinigten Staaten sollen dazu bereit sein, ihre Solidarität mit den zionistischen Bestrebungen und der Balfour-Deklaration zum Ausdruck zu bringen, wollen aber keine immittelbar auf Palästina und das dort zu crrich* tende Mandat sich beziehende bindende Erklärung abgeben. e fkerei m ijessoa-iumesreiaz^ra iw •ant ישר Hl tm״h «10m K1 i Hiutorn, Korp loviort / L«1 0D. Z Sille. O.'jj ««18ןן Vortiflup KBlülirto Difetkn :onditoT«!. raut I1 L Vogel Mt» der J Herlln ) n 1ז11 י mliof ÖAvignyp■ B TOB Fe%tllcbk»| ,׳1* KQobo!n Teler1, IV Korde״ r Hochzel «stlichkei rlottonhurgoid :#r ■ערח ישראל ״,'S1»viK«yP •1 StolnpUt. banon r Ide Frei*®• 1cI1* |rgt mol» N*״; Nord«:* 1' Am Sonntag, den 30. April, fand im großen ©ii des Luitpoldhauses die Keren Hajessod-Kontou. für Süddeutschland statt. Aus Berlin waren ic Herr.11 ׳ Direktor Oskar Wassermann und xnvt Blumenfeld erschienen. Aus etwa 30 '!mischen und süddeutschen (jemeinden waren »hmide Persönlichkeiten, zumeist die Vorsitzenden, '»wesend Vor Eintritt in die Verhandlungen wurden auf hirschlag des Herrn Dr. Niißbaum-Nüruberg in L« Büro kl er Keren Haiessod-Konferenz die Herren jhfktor Ferdinand Kolm-Nürnberg, Geh. justizrat i«m־r-Bamherg, ju.tizrnt Epstein-Aug-burg, Rab- :1|״er Dr. Baerwakl-Miiuchcn und Bankdirektor 1K'li-Würz.iurg gewählt. Nachdem Herr D'r. F re u d e 11111 a I, der Nürnberger Rabbiner, mit warmen Worten die ' trsammlung begrüßt hatte und für den Keren %'ssad und den Aufbau Palästinas eingetreten v:l1• nahm Herr Direktor• W a s se r m a n 11 das zu längeren Ausführungen, in denen er vom hiKlpiinkt des Nichtzionisten aus auf die Not- '«idigkeit der Aktion hinwies und ihre Förderung 111 allen luden, die diesen Namen verdienen, erlangt. ' Rrr B1 u m e n f e Id sprach eingehend über 'deutliche Fragen des Aufbaus und der Stellung- '111111• der Juden zu ihm. Seine Rede war eine ,1״dige Antwort und eine überzeugende Wideri;u״g dcr Einwände,’ die am häufigsten von ""tevessierteu oder geguerLsch'en Kreisen' gegen "י Keren Hajessod erhoben werden. Nach den Referaten fand eine Diskussion statt, 1K der liervorgiug, wie groß heute in allen Kreisen >'s Interesse ani Keren Hajessod ist. Die Herren ibii ־ ' genommen werden wird und wenn die dein Keren. I lajessod gewonnenen Sympathien in Zeichnungen zum Ausdruck kommen werden. ’; Nach der Konferenz, fand im Hause des Herrn Direktor ׳Ferdinand K o 11 n - Nürnberg ein Empfang statt, an dem eine große Anzahl führender Persönlichkeiten des' bayerischen Judentums teilnahmen. Hier war Gelegenheit gegeben, in persönlieber Aussprache sich über die Frage des Keren Hajessod und seine Organisation zu orientieren. Es zeigte sich, daß der Gedanke des Palästinabnus einen Sieg errungen hat. Man verlangte Aufklärungen über Einzelheiten, erhob Einwändc in. dieser oder jener Frage, alle aber waren für die Aufnahme der Keren I iajessodarbeit im ganzen Lande. Eine große Anzahl von .Vereinbarungen •über die Keren Hajessodaktion in den verschiedensten Städten winde getroffen, so dali wir bald erhebliche Resultate erwarten ' dürfen. Die sofort nach der Konferenz einsetzende Werbetätigkeit in Nürnberg zeitigte bisher schon recht gute Ergebnisse. Ein ausführlicher Bericht über die Keren Hasod-Konferenz wird demnächst erscheinen. , l״€l' Dr. Eckstein- Bamberg und Ludwig 11»e n z w e i g - Nürnberg!egten als Niduzionisten “■ warm״ sie sich au der Keren Hajessod-Saehc;1;u'>l>gt hatten und warum sie die Beteiligung der 111Kelten Juden an dieser großen Sache für richtig jsn T,"pyfihielten. E...1'11״.?״’" Keren Hajessud-Koufeienz. hat sicherlich 11•'whhaltigen Eindruck hinterlassen. Sie hat j!' Keren Hajessod-Gedankeit in Kreise getragen, wMUU;n cr bisher ganz fern lag. Sie hat zweifellos« gheteS^-t 1״sehen, die bisher den Palästinaaufhau kaum ttoSw^Pert1?•"«1 ge״eiKT5 ."״״'־•׳. überzeugt. Ihr ganzer BH«mburo״v4׳ , , .Vv1rd erst deutlich werden, wenn die Aktion i”*1*r 1/זץ im Lande |1e Berlin» '1״ T«l«pJf! \L stsi»»1•11" |»rloM#l. '5ab MHW M»1 Bf ©j-ßf 8;\oin! überall jnit großer Energie auf- Hajessod In Amerika ' (J. P. Z.) Ain 17.April wurde in New York eine neue große Keren Hajessod-Kampagne mit einem Massenmeeting in der Garnegie-Hall, dem Samuel Untermeyr präsidierte, eröffnet. Sokolow hielt eine begeistert aufgenommene Rede. 0000 Freiwillige haben sielt für Haussammlungen gemeldet. Lord Rot 11 schild und Sir Alfred Mond, sowie Judge Roscnblatt, der jetzt in Palästina weilt, sandten Telegramme, daß die Zukunft Palästinas vom Erfolg der amerikanischen Sammlungen abhäuge. An allen Untergrundbahn- Höfen und vielen Staatsgebäudeu sind künstlerisch ansgeführte Plakate angebracht, die in gleicher Weise an •Jen wie (;!tristen für den Wiederaufbau Palast.1,׳s appellieren.• In der ersten Osterwoclie wurden in New York 50 000 Doll, in bar und 150 000 Doll, in Zeichnungen für den KH aufgebracht. Ein c h r i s 11 i c h e r F a r m c r aus Kaliformen überwiesdein KH-Büro 100000 Dollar. Zionismus, Keren Hajessod und Deutsches Judentum ln der ״Jüdisch-liberalen Zeitung“, dem Organ der Vereinigung für das liberale Judentum, begründet Herr Robert Dir schfcld seine abebnende Haltung gegenüber dem Keren Hajessod, die zwar, wie wir wissen, von einer schwach besuchten Mitgliederversammlung des Liberalen Vereins für die Angelegenheiten der Jüdischen Oemeinde in Berlin gebilligt wurde, 'die aber zum Glück von der überwiegenden Mehrheit der liberalen Juden Deutschlands nicht geteilt wird. Herr Hirschfeld glaubt, den Zionisten U n e 11 r I i c h k e i t vorwerfen zu müssen. Der Keren Hajessod werde als pine neutrale Institution bezeichnet, die alle Juden zum Aufbau Palästinas verbinden solle, während er in Wirklichkeit nationalen Tendenzen diene und der Einfluß der Nichtzionisten nur ein scheinbarer sei. •Dieser Vorwurf muß mit aller .Schärfe zurückgewiesen werden. Die Zionistische Organisation hat niemals den Anschein zu erwecken versucht, als ob sie von ihren Ueber/eugungen und Ideen auch nur im mindesten abzugehen gedenkt. Wie die Zionistische Organisation für sich das Recht beansprucht, an ihrer Ueherzeugung unverändert fcstzuhaltcn, erkennt sie dieses Recht auch allen anderen Gruppen im Judentum zu. Wir sind den ehrlichen Weg gegangen, indem wir ein Bündifis verschiedener Gruppen in Vorschlag brachten, bei dem jede Gruppe ihre theoretischen Auffassungen unverändert behält, aber die Möglichkeit gemeinsamer praktischer Palästinaarbeit gegeben ist. Das Instrument dieser gemeinsamen Arbeit soll der Keren Hajessod sein. ' Diese Gedankengänge sind von zionistischer Seite bei zahlreichen' Anlässen in Artikcln lind Reden klargelegt worden. Sie beweisen die eindeutige, ehrliche und klare Stellung der״ Zionistischen Organisation in der Frage des Keren Hajessod.. Nichts anderes steht auch in den von Hirschfeld zitierten, von ihm als ״Gimpelfang“ bezeichneten Worten Bertbokl Feiwels: ״Das zionistische politische Problem liegt darin* daß die Ideen ipul die Arbeitsmethoden des Zionismus dabei rein und iptakt erhalten, andererseits/ aber die allgemeine Judcnhcit herangezogen und befähigt werden soll, mit diesem Zionismus zusanmienzuwirken.“ In welcher Weise denken wir uns das Zusattimcnwirkendes Keren H a j e s s o d u 11 d der Zionistischen O r g a 11 i s a t i o n hei nv A 11 f b a u von Palast i n a? Das Direktorium des Keren Hajessod wird zur einen Hälfte von der Fxekutive der Zionistischen Organisation, zur anderen Hälfte von den Zeichnern bestimmt. Dieses Direk-; torium des Keren Hajessod wird von dem Board of Trustees kontrolliert, der.von den Zeichnern eingesetzt wird.!Damit ist der Einfluß der Nicht-1 zionisten in genügender Weise gewahrt. Das Direk-'. torium des Keren Hajessod bestimmt über die Ver- Wendung der Keren Hajessodgekler. Wer führt mm diese Beschlüsse über die Verwendung der Gelder in Palästina aus? Hier glnuht Herr Hirschfeld' einen besonderen Trumpf aiisspielcu zu können. Er zitiert den Absatz 3, der auf dem Karlsbader Kongrell angenommenen Keren I lajessodresolution. der folgendermaßen lautet: ״Die vom Keren Hajessod beschlossenen Ar-׳ beiten und Unternehmungen in Palästina werden durch die Zionistische Organisation durch־, geführt.“ Und Herr Hirschfeld fügt dieser Bestimmung nicht nur zwei Ausrufungszeiche'11, sondern überdies die Bemerkung hinzu, die Nichtzionisten seien also bei der eigentlichen Verwendung der (leider und Waren völlig ausgesehaltet. Wie steht es hiermit? Zunächst: Ucberdic Verwcndu n g d e r G e 1 - d e r b e s t i fn m t a u s s c h 1 i ß I i c h d a s l> i r e k - torium des Keren Hajessod. Damit ist zur Genüge klargestellt, daß die im Keren Hajessod vertretenen Nichtzionisten entscheidend bei der Ver- Wendung der (')ekler mitzusprechen haben.• Nun aber die Ausführung dieser Beschlüsse. Hier gab es zwei Möglichkeiten. Die eine hätte darin bestanden, in׳ Palästina einen ganzen umfassenden, neuen Apparat des Keren Hajessod für den Aufbau Palästinas aufzustellen. Eine neue Beamtenschaft