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Jüdische Rundschau · 1922-05-05 · Heft 36 (5.5.1922) · page 5

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVII (1922)
Issue
Heft 36 (5.5.1922)
Date
1922-05-05
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Jr. 36 fortf;ii,r1: 'nulk'il )s» ״״״ ‘ (iriinj, tdeil pt.!rieht kOllfl'l'lli,׳ 1I1C V1 •> ״b du N. toilkri'i],) Leitim 5 Durch werden alle 1u|j bcniuhl Pl'osiin;rklid1ke!J kein d״ 111; ״• :t N. I &“ heu;eil L.n reröHeii Nr. 36 vctler H'iiul noc'li Fuß gefunden haben. Abgesehen v.u '!!iserer Kenntnis der Tatsache, daß Herr Jacobus Kami '״ ’ seiner prosaischen Weise keine packende Idee zu J.:,lc״ Int und daß l)r, Marniorck mit seinem lieber- |;[0 an hin׳n von einem Gedanken besessen ist: Dr. \\׳ei<1!׳'a״n ,nnß gelten, -- haben weder diese Führer, ״jcli ihre Gefolgsleute der Bewegung in diesen Tage» j.r Bedrängnis irgend etwas Positives zu geben, Ihre Urnniinhing ■ hat nichts yorgcbracht als die Schau- (!liliing eines seltsame!) Eigensinns, der nur der Beucgung schaden kann, der sie zu nützen vorgehen." Zionistische Bewegung Das ,,Haager Manifest“ Das I langer ״Zion, Comite“ sendet uns erst jetzt Jen deutschen 'Originaltext des Manifestes mul bittet ,!ns diesen Text nochmals abziidrucken, da der in der Jt11mlsch.au“ vom 18; April in' Uehersetzung wiedergegebene englische Text nicht ganz dem Original, (iitspricht. Wir kommen diesem Ersuchen nach, indem mr auf unsere Stellungnahme in der Nummer TI jer ״J. IT“ verweisen, ״Zionisten verschiedener Länder haben es für nötig geha'ten, sieh zu einer Aussprache über die Lage in» Zionismus ziisanimenztifinJcii, Von dem Wunsche bcsec't, der Erreichung unseres Zieles dienlich zu sein, erachten! sie es für notwendig, diratil hinzuwcisei», daß die Einheit der Organisation) und ilire Aufrechterhaltung Sache aller Angehörigen der Zionistischen Bewegung sein 11111II. Das Resultat dieser Aussprache ist folgendermaßen /11«a11u1!enznfassen׳: Palästina muß die öffentlich-rechtlich gesicherte 1 leim• .!alte des jüdischen Vo'kcs werden. Die Zionistische Oruanisation wird das ,bisher Erreichte durch die erwirkte Annahme des Mandates festlegen, das unsere völkerrechtliche Stellung inauguriert. In dankbarer Anirkcnnimg der von der Großbritannischen Regierung! nieJvrhoH bekräftigten BaHoiir-Deklanition erwartet die Konferenz, daß die Mandatarmacht in Erfüllung ihrer Pflichten die jüdische Aufbauarbeit in Palästina wirksam .intcrstiit/.cn wird. I ruxliiaclibarliche Gesinnung gegenüber der arabianu.'itH niseben Bevölkerung Palästinas muß unter Anerkennung Jung iiri beiderseitiger Rechte für unsere ganze Tätigkeit im " Lande bestimmend sein. Die Mamlataruiacht und eine geeignete Vertretung der Zionistischen Organisation in Palästina haben die Aufgabe, die Atmosphäre für eine mailiche Entwicklung zu schaffen, ' Die Zionistische Organisation hat ganz zu den Aufg.ilnn der Verwirklichung ihres Endzieles zuriiekzu- Uhren und sich als solche jeder Onluthpolitik zu enthalten. Die zionistische Bewegung bleibt die ideelle Eührcri» in der Zukunft und muß die Juden einen für die Vorwirklichung unseres Zieles, Nur die ganze Judenlieit!st stark genug, um den Aufbau des Jiulcninmlcs 1n,it Erfolg in Angriff zu nehmen. Die Heranziehung der großen jüdischen Körperschaften und Organisationen zur allgemeinen und speziellen Aufbauarbeit ohne unsere prinzipiellen Gesichtspunkte nufzugeben - ist zu erdrehen, Line Reorganisation unserer Leitung und Verwaltung muß dem Momente und dem Ziele unserer Bewegung entsprechend vorgenomnten werden. Eine dreigliedrige, höchstens fünfgliedrige homogene Leitung ist notwendig. Lin und dieselbe Person soll nicht verschiedene äemter bekleiden. Gewählte Führer unserer Bewegung dürfen nicht!gleichzeitig Leiter anderer (nicht rcin-zio» nistisclicr) Organisationen sein, Beamte ,und Ressortjtilircr dürfen ihre Tätigkeit nicht in inner-politischer *•’ ■.. l’ropaganda suchen. Jede Ernennung zu einer leitenden, dr1' "׳ aiisfiihrenden oder kontrollierenden Stellung innerhalb der Bewegung muß nach dem, Grundsatz streng durchgeführter Incompatihililät ,geprüft werden, wobei der •hissdiluß von Interessen, die sich kreuzen oder einander zuwider laufen, zur Richtschnur dienen muß. Das Wahlrecht zum Kongreß sqll nicht vom Schekel, sonder» von der Zahlung eines besonderen jährlichen Beitrages für die Zionistische Organisation abhängig gemacht werden. Dieser Beitrag muß der Landes- ׳vährung entsprechend ' bestimmt sein. .Hir die Wahlen zu den leitenden׳ Stellen der Be "egiin״ und für die ausfübrenden Acmter soll lediglich ,;uul 1'1{l J1״ Persönliche Tüchtigkeit, nicht die Frakiionszugehörig• •tr M'H'll 1■fit maßgebend sein. si״d ן״״ Lie Gelder der zionistischen Bewegung sind Volks■ a Seider. Strengste Sparsamkeit ist deshalb unsere Pflicht. Einschränkung der Büros und der Beamtenzahl, Ver- ׳neiilung aller überflüssigen Ausgaben und öffentlichste icchiiiingslcgung müssen gefordert werden. Die An Stellung von Beamten hat ausschließlich den Fälligkeiten ״wl Fachkenntnissen nach zu erfolgen. Die Zugehörigkeit nn1is*lfl!'l «ncr Partei der Bewegung ist kein Anstcllungsgrund, •n W I [)cr Kündbarkeit Unfähiger müssen wir die Fürsorge!1 ur ,rn Dienste der Bewegung Ergraute gegeivüberstelleit! 14| ן״ Sdtaffung eines Pensionsfonds ist erforderlich. r’ a״i5;!!1| ^“*■'1,Re laufende Rcehnungskontrolle durch eine permas I ,'t'iite Redinungskammcr ist nötig, die aus-unabhängigen wsonen besteht; Mitglieder der finanziellen Kontroll״ l'fRane der Bewegung haben keinerlei andere Stellung n ״״selben zu bekleiden. Für ständige Kontrolle der ung an., -ionisini virkli׳'!!, Seien d ו V«1k, icht n,ו!■ crtisalv ■ jiiili-, ־ als ( Js Nortl.l .eni amj;hule g nus r.׳d «deutln■., s in 11 ernehiiH auch 11 tzlicli 11 des Z1 edaiicrli *nglisch׳ 1 paral In sein Blatt d Ulte 11 a rthoilim iktionc; Interne a seine rheit 4 .*!ehe 1.0: eben 14! renStaa’ zir zii'.c, n e Gcgens emaßig n nie ul!׳ in ein heu, 111' mgen נ Trailui ui Syml' .emcrkin oolitiwi! briti־ch| :11 c <:׳ ssuiij Iten H' 1 Uli j ■stel.emll äint aner ״| stina uf ireiht n ׳t1■'״'. en V»'״" Politik Ja II 11 so c:״: m iי י! )U EDI SCH E RUNDSCHAU 11vz.s1״— .... ״׳. der »11־,'# Politischen «h be1״t| ' Wnt״jici ,mif: »• VC f cuN «1 dal' wirtschaftlicheu und organisatorischen Tätig,- C|t sind ebenso permanente Organe zu schaffen, , "וי Aufbau des Landes hat die Bewegung Führern!, ״ nicht vollstreckeades Organ zu sein. Der Mana annacht obliegt die Erfüllung der .Staatspflicht für s Land; der Zionistischen Organisation obliegen alle übrigen Aufgabe» für die jüdische Siedlung, die sich der Privatwirtschaft entziehen. Kolonisatorische Versuche zur Seßhaftiunchung jüdischer Einwanderer, Sauitätswesen, Schaffung kultureller Werte wie Schulen usw. sind Sache der Organisation, insoweit der Jischub selbst und solange die noch erst zu schaffenden Uiitcrstützungsidirper außerhalb des Jischub noch! nicht imstande sind, diese Aufgaben zu übernehmen. Letztere müssen einem inneren Bedürfnis entsprechen und dürfen nicht von innerer Jischubpolitik diktiert seil», Die Höhe der hierfür erforderlichen Ausgaben wird von dem Umfang der verfügbaren Mittel bestimmt, wobei diejenigen Ausgaben die Priorität haben, welche die produktiven Kräfte s Landes lieben. Im übrigen müssen die Budgets für Schulen, Saüitätswesen und ähnlichem bei uns minilestens ebenso eingeschränkt werden, wie dies sonst bei Siaatsaiisgabeu zu geschehen pflegt, wo die dafür erforderlichen Mittel durch Steuern aufgebracht werden. Weiter •muß als Prinzip lind zugleich als Ziel gelten, <lall*1kT Jischub sieh so schnell als möglich Wirtschaftlieh selbständig zu machen hat, und daß die Hilfe von außerhalb allmählich mul systematisch ah/.uhaticn ist. Die Durchführung effektiver, praktischer Kolonisation soll hauptsächlich Sache einzelner Körperschaften sein, die von der Bewegung zu diesem Zwecke zu gewinnen oder zu bilden sind. Economic Board und ähnliche Organisationcii werden zu unterstiitzeif resp, zu schaffen sein, und der zionistische Apparat sollte ihnen, sowie allen jüdischen Unternehmungen für das Land dienlich sein. Hypothekenbanken, ,große, auf Rentabilität ange* wieseiie kolonisatorische Projekte usw, können unter den Auspizien der Bewegung, aber nicht durch sic selbst ausgcfiihrt werden, Selbst unsere Banken müssen selbständig gemacht werde». Als Richtschnur der Boden• Politik gelten die Prinzipien des Jüdischen Nationalfonds, wie diese auf der Londoner Konferenz i!u August 192;) authentisch interpretiert worden sind. Die Ausbreitung von Grundbesitz i» jüdischen Händen, ohne Rücksicht auf dei) Ankaufspreis, führt nicht zur Erlösung des Landes . Die Beschaffung der ungeheuren Mittel und die Heranziehung der Mitarbeit aller Jude» werden leichter sein für einzelne Teile des großen Aufbauwerkes als für den Gesamtkomplex wirtschaftlicher Aufgaben. Die Teilung der Fonds nach Zwecken ist erforderlich. Seit der Schaffung eines einzigen allgemeinen Aufbaufonds hat die Praxis erwiese», daß cs unmöglich ist, unter dieser Losung die gewaltige Summe zu erlangen,' die den Beginn des wirkungsvollen'Aufbaues ermöglichen kann. Der Karlsbader Kongreß mußte deshalb den 25־ Millioncn-Pfund-Fonds auf ein 'Jahres-Budget herabsetzen. Der Keren Hajcssod ist zur Dcckungsquelle der laufenden Ausgaben der Organisation in und außerhalb Palästinas geworden. Die Finanzierung des Aufbauwerkes muß auf andere Grundlage gestellt werde». Bei der Reorganisierung des Keren Flajcssod oder der Neuschaffung von Fonds muß von der Zentralisierung der Sammlungen abgesehen werden. Das nicht-palästinensische Budget ist von dem palästinensischen srlcng zu Bennen. Das eine ist von Zionisten zu decken, bei dem andern ist die Heranzielum'g der gesamte» jiulcnhcit Pflicht und Notwendigkeit. Da die Sicherung des Fortbestandes der Organisation unsere!5flicht ist, so verschließen wir uns nicht der Erkenntnis, daß wir die Kosten ihrer Unterhaltung zu bestreiten habe» Die Einberufung einer zweiten Konferenz wird der Feststellung■ eines Prograimncs dienen, das diese Ge■ sichtspunkte zur Gesundung der Organisation durchsetzt Mit uns Gleichgesinnte werden sich der Erkenntnis be vvußt werden müsse», daß Zusammenschluß nottut und daß die Gesundung auch von dem! Tempo der Reorganisationsarbeit abhängt. Wir wollen durch Klarheit Gesumlung der Bewegung, Wiederherstellung der Einheit in uns und das Sichwicderfinden mit dem Gesamtjudentum. Adar 5682. Haag, -t,-— ,Marz 1922, Bruno S. Adler, F. Bernstein, Dr, D. Cohen, Rüben Cohn, Dr. H. E der s heim, A. Ehren- Feld, Jean!Fischer, Oscar Fischer, Dr. M. F r a n k c n , Dr, A. F r i c d c 111 a n n , Ch. P. Friedm a ״ n , J. H. K a 1111, Nehcmia׳ de L i e in e, Prof. Pr. C, L e w i 11, M, L e w in, Dr. A, Marraorck, Alfred Polak, Dr. M. Schlocssingcr, S. Seelig- 111 a n iv, A, S i m ס n s Mz., N. Torczyncr Das Zionistische Komitee hat sich im Haag konstituiert und besteht aus den Herren: Jacobus H, K,a 1111, Vorsitzender, Nehemia de L. i e m e, Sekretär, I)r, Max Schioessinger, A, Simons Mz., N.. T o r c z y n c r. Zustimmungserklärungen werden gerne von dem Sekretariat, zu Händen des Herrn! Nehcmia de Lieme, den Hang, Enuuastraat 154, cntgcgengenoinmein,“ Einigung der zionistischen Gruppen in Italien ־ Wie Dr, Chain! Weizmaim den in Genua weilenden Vertretern des J, C, B, mit teilt, gelang es ihm, während seines Aufenthaltes in Florenz, den Frieden in der zionistischen Föderation Italiens wiederlierzustellen. Es ist nunmehr Hoffnung vorhanden, daß die Arbeit für Keren Hajcssod (die bisher Mcinungs- Verschiedenheiten hervorgerufen hat) von jetzt ab regelmäßig vor sich gehen wird. Auch in Genua hat Dr, Wcizmnnu zweimal mit großem Erfolge ln ,gutbesuchten jüdischen Versammlungen gesprochen __ Seite 231 Oritte Weltkonfercnz der Hitachduth Das Hauptbüro der Hitachduth teilt mit, daß vom 20.-28. Marz in Wien eine Plenarsitzung der Exekutive der;,I litacluluth I lap.»cl-fIazatr-Zeire-Z»>11“ stattLHfundeii hat, an der auch die Vertreter der einzelnen Lamksorganisatioix'n teilivalimen. Es wurde ausführlich über die Lage in der Bewegung, über die Lage in P:1lästina mul im Zionismus gesprochen und die Vorbcreitimgcii für die dritte Weltkonfercnz und die kiinltige Parteiarbeit getroffen. Das Plenutp sprach dem Hauptbüro und den Vertreter״ der Partei im Grollt״־ Acti'ons-Oomite das Vertrauen aus und konstatierte mit Bctriedigung den großen Aufschwung der Bewegung, die gegenwärtig 15 Länder umfaßt, besonders die erfolgrciche Tätigkeit in Amerika und in Polen. Das Plenum begrüßte den Eintritt der a in e r i k a 11 i - sehen Zeirc-Zion in die Hitachduth und den Beschluß der Philadelphia-Konferenz dieses Landes■ Verbandes, alle Kräfte der Partei in den Dienst der Arbeit für den Keren Hajcssod zu stellen. Das Plenum beschloß, de dritte Weltkonfercnz spätestens im Monat Juli cinzubciufcn. Die Konferenz soll vor allem der Erörterung der ideologischen Prinzipien der Hitachduth und der Festlegung der Tätigkeit für die nächste Zukunft gewidmet sein. Gleichzeitig mit dieser Konferenz wird eine Spezialkonferenz einberufen werdem, die der Tätigkeit der Partei auf dem Gebiete der Erziehung und dtr K u I 111 r gewidmet sein wird. Sprecbsaal An die Redaktion der Haag, den I. Mai 1922. ״Jüdischen Rundschau“, Berlin. Guehrte Redaktion! Ihr Artikel ״Das Haager Manifest" wird schon anderweitig beantwortet werden. Ich glaube dem nicht vorzugrciljeii, wenn ich auf ein paar Bemerkungen eingehe, die mich persönlich betreffen. 1. Sic schreiben: ״Bekanntlich hat Herr Kann seinerzeit (Jen Vorschlag unterbreitet, die Zionistische Or• gnnisation zugunsten einer neuen propalästinetasischen aufzulösen‘‘. Da mir von dieser ״bekanntlich" bekannten Tatsache nichts bekannt ist, möchte ich Sic bitten, für diese Ihre Behauptung doch den Nachweis zu liefern, 2. Sie behaupten, daß ich einen ״gehässigen per• sönlichcn Kampf" geführt' habe. Auch hier wiederum möchte ich um den Nachweis bitten. In der Annahipe, daß Sie einem Großbourgeois nicht verweigern werden, Ihre Behauptungen durch die notwendigen Belege zu begründe», bin icn mit Vorzuglichir Hochachtung J. H. K-ann. Wir sind gern bereit, die gewünschten Beweise zu liefern. ad I: In dem Memorandum des Niederländischen Zionistenbumk's (dem Herr Kau» angehört) an das . Große AcLons-Comite vt>111 Juli 1921, das 1111 widersprachen durch die Presse ging, heißt cs .wörtlich: ״Die Frage der Verständigung zwischen der Zi0nistischen Organisation und dem ihr nicht angeschlosse »en Teil des Judentums läßt sich in dreierlei verschiedener Weise zu einer Lösung bringen. I. Die Zionistische Organisation w ird׳ aufgelöst in eine allgemein -jüdische Organisation zum A u fb a u Palästinas, Diese Lösung hat. einen Augenblick lang, kurz hach der Bnlfmir-Bcklirntion, Dr. Weizinann selbst vertreten. Speziell von Amerika aus hat man sich ihr mit Erfolg vvidersetzt; heute scheint sie so ziemlich überall aufgegehen zu sein, und kennt man Herr« K a n 11 i m Haag als e i 11 s a in e 11 Vertreter dieser Anschauun g.“ ad 2: In unserem Artikel heißt es: ״Die öffentlichen, durch keinerlei Beweise gestützten Ausfälle der Herren Kann, Marirtorek usw. und ihncr Preftorgane, die alle Merkmale eines' gehässigen, persönlichen Kampfes an sich trugen“ usw. — Beweis: Herrn Kanns Acußcrungcii in der jj P. Z. vom 27. Januar 1922, r, B.: ״Das kommt, weil man Regierung spielt und machen will, was man nicht versteht . . . Man führt eine tolle Propaganda und die großen Gelder verschwinden an Saläa׳ und andere Kosten . . . Die Politik der Leitung ist schuld daran, daß wir heute Bluff- und Bcamtenzionismus haben“ usw. Dazu die Halfung des ״Echo sionistc“, aus dein wir einige Zitate in Nr. 13 14 (״Die Opposition der Mißvergnügten“) brachten. Noch eine Bemerkung: ״Großbourgeoisie“ war von uns nicht ironisch gemieint; es sollte der Hinweis auf ein gewaltiges, brachliegendes Arbeitsfeld sein, das Herrn Kann positive Betätigungsinöglichkeiten biete» würde, wenn er seine Opposition als Verpflichtung zu zionisti■ scher Arbeit, trotz der getrennten Wege, auffaßte. Red. ״J. R “ Liberale Juden und Keren Hajessod Die liberale ״Allgemeine Zeitung des Judentums“, die im Jahre. 1837 von Ludwig Philippso» begründet wurde, ist am 28. April d. J. ziun letztenmal erschienen. Sie tritt ab, um der neuen Wochenschrift des ״Zentral- Vereines“ Platz zu mache». In der letzten Nummer schreibt der gegenwärtige Leiter des Blattes, Albert Katz, einen Leitartikel ״Zum Abschied“, worin er die Entwicklung des Blattes schildert, das bekanntlich besonders unter Ludwig O e i g c r das Zentralorgan des Antizionismus war. Von seiner eigenen Tätigkeit schreibt Katz u. a : ״Nächst Gustav Karpeks, mit dem mich gleiche Gesinnung und jahrzehntelange innige Freundschalt verbanden, knüpfte ich unbedingt an das Pliilippsonschc Programm an und war — ich darf es mit gutem Gewissen sagen —, auf seinen Traditionen fußond, stets bemüht, seinen Namen und die von ihm für

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