Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1922-03-07 · Heft 19 (7.3.1922) · page 1

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVII (1922)
Issue
Heft 19 (7.3.1922)
Date
1922-03-07
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2651273-2652410-2652427--14738-2673138
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

I L«i-\ Q tu& ’-■י ״,.־«■ r*i*Vü®• חיי^ Verlnf W 15, Sadn«1»d>• Straß« 8, Erscheint jaden DU.U*e ״»<* Preil»!, B**ugspr«U bei der Expedition und den pM.jjatero vierirljÜbrüdi 2? M. In Deutschland. Auilandmlionnegenta werden io de» Währung der eintelnen Länder berechnet Berlin, 7 III. 1922 ׳,■zsrsm^Aymtmmzs Hummer 19 Anxclgen-Vcrwaltung Jüdiicha Rundschau G.m.b.H., Berlin W15, Sächsische Str. 8 Telephon: Amt übiund 845 und 846. Aaieigeoprcli für die aSebengeepeltene NonperoUleieile4, — li, ״ FftmilieoHmeigea 6 M. pro Zeile. ADielgsaichlaSt DtcnaUf und Freitag eedhmtttag 4 Uhr. Telephon: UMand 845 u. 846. Postscheckkonto! Berlin Nr. i75?L Für Oralerreich; Poctsperkaaacnamt Wien, Konto Nr, 156 030. Für Tachfchoalowekei! Poataparkeaaenamt Prag, Keoto Nr. 156050, ־־־׳“- KedaktionaadiluB Sonntag und Mittwoch laobmlttag. — ־ז,,'אד0תרס^ג™ 'f*xxm־־jah^ t ״; Fr,■ (Tel! in «»tfilhinj « BumlJ w plef Thtatet W jDapid 4. 20- * M. 18, י!«1 und t M. X, Ulattrivt, 1 leao!« w» 0,r Zionismus erstrebt lOr das JQdlsche Volk die Schaffung einer Öffentlich-rechtlich gesicherten Helm&t&tte In Palästina. ״Baseler Programm". politisdien Erfolge willen geschieht dies, sondern weil nuin weiß, daß die Zionistische Organisation in ihrer Geschlossenheit und Große heute ein entscheidender Faktor im Weltjudcntum geworden Ist. Man hat nach Jahren des Kampfes unsere Starke kennen gelernt und verbündet sich gern mit einer Organisation, von deren Leistungsfähigkeit man überzeugt ist. Das aber bedeutet für uns die ernste Verpflichtung, mit allen Kräften für die Macht dieser Organisation einzutreten, um ihr in dem Bunde, den sie heute mit anderen Gruppen eingegangen ist, die ihr gebühunüe 0;eliu11g zu sichern. Wie eine starke Zionistische Organisation die Voraus- Setzung für den Aufbau, Palästinas ist, so ist sic es in gleichem Maße für die Aufbringung der Mittel. Sie ist cs auch, um uns die gebührende Stellung iin' Weltjudcntum zu sichern. In dieser Nummer der ״Jüdischen Rundschau" ruft die vom Kongreß gewählte Exekutive der Zionistischen Organisation zur Schekel-Sammlung für das Jahr 5082 auf. Der Schekel ist mit den Traditionen unserer Bewegung aufs engste verknüpft. Als im vorigen Jahre, nach einer durch den Krieg verursachten Pause, zum erstenmal wieder eine Schekel-Aktion durchgeführt wurde, da zeigte sich, daß der Gedanke des Schekels an Volkstümlichkeit nicht verloren hat. Der Schekel ist das eigentlichste und entscheidende Mittel, um unsere Organisation ,arbeitsfähig zu erhalten. Wir deutschen Zionisten haben die Bedeutung der Organisation stets verstanden. Wir werden das in der diesjährigen Schekel-Kampagne von neuem zu beweisen haben. Wir stellen in einem kongreßlosen Jahr. Es war in früheren Zeiten unserer Bewegung häufig der Fall, daß die im kongreßlosen Jahr aufgebrachte Zahl der Schekel nicht unwesentlich hinter der Zahl der Schekel zurückblieb, die im Kongreßjahr gesammelt wurden. Das darf jetzt nicht mehr der Fall sein. Die Stellung unserer Organisation in der Weltpolitik und innerhalb des Judentums erfordert das ständige Erstarken unserer Organisation. Die Exekutive erwartet, daß in diesem Jahre die Zahl von einer Million Schckclzahlern erreicht wird. Wir wissen, daß in Deutschland nur ein geringer Teil dieser Ziffer aufgebracht werden kann. Wir müssen uns bemühen, diese Ziffern so groß wie möglich zu machen und damit der Zionistischen Weltorganisation die Starke unserer Organisation, der deut- 9chen Landsmannschaft, zu beweisen. Die Exekutive der Zionistischen Organisation hat folgenden Aufruf an die Zionisten erlassen. Die zionistischen Verbände und alle jüdischen Zeitungen werden ersucht, diesem Aufruf die möglichste Verbreitung zu geben. An alle Zionisten! Oie Schekclaktion für das Jahr 5682 hat begonnen! Wie alljährlich, richten wir an unsere Gesinnungsgenossen in allen Ländern den Appell, mit aller Energie an die Verbreitung der Schekolim heranzutreten. Der Schekel ist das Symbol der Einheit unserer Welt- Organisation, er ist das Bekenntnis jedes Einzelnen zum Zionismus, er ist das Dokument, welches zur Teilnahme an den Wahlen für den Kongreß und zur Entsendung von Delegierten zurJahreskonferenz berechtigt Der Schekel bildet die Haupt- Einnahmequelle der Zionistischen Weltorganisation für ihre administrativen, organisatorischen und politischenAufgaben. An der Zahl der Schekolim, die wir auf bringen, ermißt die ganze jüdische wie nichtjüdische Welt die Stärke und die Ausbreitung unserer Bewegung. Aus kleinen Anfängen haben wir es in! Vorjahre auf 800 000 Schekel gebracht. Wir müssen in diesem Jahre der aufhorchcndcn Welt, unseren Freunden und unseren Gegnern zeigen, daß die Zahl der Juden, welche die Wiederaufrichtung unseres nationalen Heims in Palästina wollen, wiederum gewachsen ist. Die erste Million Schekeizahler muß in diesem Jahre überschritten werden. Die Existenz unserer Organisation, das Ansehen unseres Kongresses, die politische Kraft unserer Bewegung hängen von der Zahl der Schekelzahler ab. Bedarf es einer weiteren Begründung, um allen Zionisten einzuprägen, daß es Ihre allererste und selbstverständliche Pflicht ist, den Schekel zu entrichten? Bedarf es weiterer Worte, um allen zionistischen Führern, die unsere Lege genau kennen, allen Vorstehern unserer Landes- und Sonderverbände deutlich zu machen, daß sie die ernsteste Verpflichtung haben, die Schckelaktion in jedem Jahre immer wieder zu einem großen Erfolge des zionistischen Gedankens zu gestalten? So ergeht jetzt wiederum unser Ruf an die treuen Scharen unserer bewährten Gesinnungsgenossen in der ganzen Welt: Sammelt den Schekel! Werbet neue Schekelzahler! Führet der Bewegung neue Kräfte zu! An alle Juden, die die Verwirklichung des Zionismus wollen, ergeht die Aufforderung! ISntriclitet den iehekd! London, Februar 1922. Der Präsident der Zionistischen Organisation Ch. Welzmann. Die Exekutive der Zionistischen Organisation Organisations-Departement R. L i c h t h c i m. Die Stärke der Organisation Die letzten Wochen haben uns gezeigt, daß ein großer Kreis von Juden in diesem Augenblick bereit lst. zusammen mit der Zionistischen Organisation ®ו Keren Hajessod und damit am Aufbau Pa- «stinas mitzuwirken. Wir haben diese Tatsache mit Freude verzeichnet, und wir hoffen, daß die Erfolge dieser Aktion für das jüdische Palästina wirklich Nutzen bringen werden. Dieses Zusammengehen "*t die prinzipiellen Unterschiede nicht beseitigt Und nicht beseitigen sollen, die nach wie vor fischen unserer zionistischen Auffassung und der der Nichtzionisten bestehen. Die in ״eutschland geführten Verhandlungen werden ohne Zweifel auch in anderen Ländern geführt ״erden und, wie wir bestimmt erwarten, auch dort m1t Erfolg. Und damit wird eine Frage akut, die w letzter Zeit schon gelegentlich bei uns gestellt Wurde: die Frage nach der Bedeutung der Zionistische1> Organisation in einem Augenblick, wo am jU'bau des Landes auch nichtzionistische Kreise *״־nehmen. Wir alle wissen, daß die Zionistische Organisation ihre Aufgaben noch nicht erfüllt hat, s>c erst am Anfänge ihrer Arbeit steht. Nur .1(־ Politischen Voraussetzungen sind geschaffen, jetzt beginnen wir, die materiellen Voraussetzungen jj*1 schaffen, um dann an die Aufgabe selbst, den ׳Vifbau, heranzutreten. Dieser Aufbau aber wird nscre Sache sein. Wenn die materiellen MittelN " aßen Juden aufgebracht werden, so ist es sicher, daß stellen werden W1r es sind, die die Menschen für Palästina 1eh» 8t»j p. Aus unserer Bewegung sind die loniere hervorgegangen, die bereits heute in PastI״h am!Aufbau des Landes arbeiten, aus unserem Die Schekelsammlung 5682 Wir haben Jetzt mit dem Versand der neuen Schekelblock! an alle Ortsgruppen und Vertrauensleute begonnen. Der Preis des Schekels für Deutschland ist für das Jahr 5682 von der zionistischen Exekutive aal M, 25.— festgesetzt worden. Auf Wunsch der Exekutive sollen die Monate Mira bis Juli einer intensiven Schckelpropaganda gewidmet werden. Die Exekutive wünscht ferner, daß, am die Einheitlichkeit der Bewegung xu demonstrieren, die alte Einrichtung der Schekelwocbe wieder Ins Leben gerufen und die Ein richtang einer besonderen Schckelpropaganda überall in der Welt während der kommenden Pelach-Woche proklamiert werde. ׳ Wir bitten unsere Ortsgruppen and Vertrauensleute, mit der Schekelsammlung sofort za beginnen und über die ver einnahmten Schekel monatlich abzurechnen, Wir bitten ferner alle Ortsgruppen, einen besonderen Schekel kommiasar einzusetzea and uns den Namen des selben baldigst aufzugeben, Zionistische Vereinigung für Deutschland Berlin W15, Sächsische Str. 8. Kreise werden sie auch weiterhin hervorgehen. Die Zionistische Organisation wird der nationale Stoßtrupp sein, der, gestützt von weiten Kreisen des nichtzionistischcn Judentums, Palästina erbauen wird. Eine starke Zionistische Organisation ist die Voraussetzung für den Aufbau des jüdischen Landes Es geschieht zum erstenmal in der Geschichte unserer Bewegung, daß sic mit weiteren Kreisen nichtzionistischer Juden sich zur Lösung gemeinsameT Aufgaben verbündet. Nicht nur um unserer Zur politischen Lage Churchills Antwort an die Araber 1 Ein Abweichen von der Balfour-Deklaration indiskutabel Churchill hat den Empfang der Bemerkungen der arabischen Delegation zu dem Verfassungsentwurf für Palästina bestätigt und ausführlich auf die van der Delegation gemachten Vorschläge geantwortet. Er stellt in dieser Antwort fest, daß keine Rede davon! ,sein könne, daß die b r i t i 9 oh e Regierung die Erfüllung der Verpflichtungen ablehne, die sic gegenüber dem jüdischen Volk eingegangen sei. Nachstehend folgt der offizielle Bericht über Churchills Antwort. Er erkennt die!Deputation als Vertretung eines großen Teils der mohammedanischen und christlichen! Bevölkerung Palästinas an und sagt, daß er Wert darauf gelegt habe, die gegenwärtigen Vorschläge zu Inform ationszwecken mit anerkannten Vertretern irgendwelcher wichtigen Teile der palästinensischen Bevölkerung וגג diskutieren. Aber andererseits sei er nicht in der Lage gewesen, offiziell mit einer Körperschaft zu verhandeln; die die ganze Bevölkerung Palästinas oder einen Teil von ihr zu vertreten behaupte, solange nocii keine offi- , zielte Vertretung der palästinensischen Bevölkerung geschaffen sei. Gerade um der palästinensischen Bcvölke■ rung die Möglichkeit eines verfassungsmäßigen Ausdruck« ihrer Wünsche zu bieten, sei der Verfassungsentwurf ausgearbeitet worden. Ferner könne er die Zukunft Palästinas auf keiner anderen .׳Basis diskutieren, als der der ßaifour-Erklärung, da natürlich keine Rede davon sein könne, daß S. Majestät Regierung Verpflichtungen nicht erfWle, die sie, gegenüber dem jüdischen Volk erngegangen sei. Artikel 22 des Vertrages über den Völkerbund, mit dem angeblidt der Verfassungsentwurf für Palästina

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.