Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVII (1922)
- Issue
- Heft 9 (31.1.1922)
- Date
- 1922-01-31
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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JUEDISCHE RUNDSCHAU Seite 50 »4'. «;#»£** LJ Nr. 0 jcifcn g* clnicren ^':״.‘erunj (,beiten (ts wurde Kolonisten Regierung leren Ko’ |tcn an• Slilicit ge• i: spezielle I dadurch Ihme von t ier |>e11 die ► Haupt-!sich ge. tu booten, (tigt, dafi ז Aus- Jen 2U pen Vor• nehr die Öern so ten. 15 M Tagen »Waffen• Üästineni Der!wurden I Araber Cldstrafe Cfängnjs I Iners an der per beittgefun- Jenügcn- Mtdlung Bichstei! irre An- | Hand- 1 Sogar rsie ihr jjiaanait kr sind |־n und in. Die »nmers!!gelost, ilosung, »bbathfl %"־ •eiesen: On den tde ric Beim Ir den »fthora litglied!! CHe (Siblich,!,selbst Europa — Asien Eine Entgegnung an Dr. Josef Klausner Von Marcel Lew, Nürnberg. jjr. Josef Klausner formuliert in einem in der lud. Rundschau" wiedcrgegelxinen Aufsätze, ״Der Kampf zwischen zwei Walten‘* betitelt, eine Seite der indischen Kulturmission in Palästina und gelangt zu dem Ergebnis, daß wir das ״Oute, Neue und wahrhaft Nütz- ■'die der europäischen Kultur übernehmen und cs mit dem unten, Schönen und Nützlidien der altoricntalischcn Kulmr verschmelzen müssen“. ״Wir wollen nach Asien j39 beste aus der europäischen Kultur hinüberreiten, ,ber and» das beste aus der asiatischen Kultur, die ja!um großen Teil auch unsere Kultur ist, in der neuen,!on im« zu scluffenden Kultur verarbeiten“, heißt es ja einer anderen Stelle. Dieser Aufsatz ist typisch für eine ganz bestimmte, ״di weit ausbreitende Richtung im modernen Zionismus, <äf eine Strömung, die im Gefühl einer Aufgabe Ziele iicdt. Ttixien.'eii formuliert, die letzten Erulcs nur jus einer gewaltsamen, äußerlichen Erklärungsweise ihrer oigmen jüdischen Psyche geboren wurden. Panasiatismui. wie er von Wierer und Prager Kreisen vertreten *bi, gehört hierher, ein Extrem dieser Richtung. Pancu'jpäismus desgleichen, ebenso aber auch das Klausnenche Kompromißlertum. Id» meine, unser«׳ kulturelle Aufgabe darf nicht » gesucht werden. Wir haben e i n Ziel, eine Sehn-;»eilt, die alles bestimmen muß, und das ist . . . Juden m wenlen. Juden in jüdischer Selbstverständlichkeit, in jüdischem Leben. Alles soll uns entsprechen, echt sein, nicht gcwwollt 1׳ statisch oder gewollt europäisch der - ganz weise — gewollt ״europäisch“. Eho man so sciilagwortmäß g unser Wesen vermitteln, unsere Autgabc weiterleiten v;iU, sollte man sich wirklich zuers über sich selbst klar geworden sein. Unsere Losung sei: den Juden, das Jüdische in »ns (dein Volk, seinen Geschichten und seinen Ausdrücken) zu erkennen, wiederzuerkennen und uns (die einzelnen jüdischen Menschen) wieder demgemäß zu bilden Wie geschieht da9? Die Sprache z. B. ist eine der stärksten Auiuiuckstnöglichkeiten der mcnschliehen Gemeinschaft. In ihr äußert sich ein ganz beitimmter Geist, eine eigene Anschauung und Bctrachtungsweisc, sie hat — ist sie wahr —• eine eigene Konstruktivität. Diese müssen wir erforschen und uns dann im Sinne der hebräischen Spradie hebräisch erriehen. Und wie die Sprache, so die Geschichte, die ״Religion“, »isw. Das ist eine unserer Aufgaben — nicht aber Fest- Stellung höchst allgemeiner Art über das Verhältnis asiatisch-afrikanischer Kultur zu!׳ eunopäisch-amerikaiusehen. Das sind viele Worte und wenig Sinn. Noch «ins: Die Methode unserer Arbeit sei streng sachlich, gründlich und ehrlich. Klausner schreibt: ״Vom römischen Recht, Staatsorelmmg und politischer Kunst hat er (der Islam) niemals auch nur die leiseste Ahnung gehabt.“ Wer wirk-!ich den Islam ctwwas kennt, etwas in islamischem Recht und Geschichte Bescheid weiß, merict sofort die Unberührtheit Klausners. Seine Feststellung ist sehr, sehr nvcjfclliaft — um nicht fehlerhaft ׳zu sagen. Jedoch, hier ist nicht der Ort, um auf diese wissenschaftlichen Orige einzugehen, es mußte aber festgestdlt werden. Meine Ausführungen wenden sich nicht gegen eine Person, sondern gegen eine veroberflächctnde Tendenz; gegen die Tendenz, alles mit großen Schlagworten zu beleuchten, alles in Schemata zu kleiden, nein, zu zwängen, gegen eine Methode, die sfdh einer zweifelhaften Argumentation bedient. So schafft man nichts, so entstehen ,nicht neue kulturelle Werte, so vzird auch letzt«*» Endes nicht die Araberfrage gelöst — wenn man cs überhaupt von der kulturellen Seite her unternimmt, jetzt schon an die Lösung dieser Frage zu . . . denken. Neues kann nur entstehen, wenn man es organisch herauswachsen läßt, wenn man sich selbst vorbereitet, und nicht wenn man Philosophismen, die nidits, absolut nichts besagen, *ufsteüt. und theoretisch verfidit. Allgemeine Konferenz der ukrainischen Hilf!« komitees in Rumänien Bukarest, 23. Jan. (J. C. B.) Hier fand eine Konhrenz der ukrainischen Hilfsvercine statt, an der auch Vertretcr der ukrainischen Hilfsorganisationen in Polen und LiUiucn, sowie ein Delegierter der jüdischen ׳״elthilf szent rale in Paris, teilgenommcn haben. Rabbiner Hertz cröffnete die Konferenz mit einer Sehildertmg der grauenhaften Leiden der jüdischen Heimtosen 'n Beflarabien und betonte die Notwendigkeit der Erwbuiig eines formellen Protestes der gesamten Juden* Mit bei der rumänischen Regierung. Herr J u k e 1 m a n n berichtete über die bisherige Tätigkeit des ukrainischen Hilfskomitees und über die Spenden der Jucienhelt Eng* 1a1tds und seiner Kolonien, die insgesamt 40 000 Pfd. Sterl. 11 י?machen. Von dieser Summe wurden 30000 Pfd. bar 1]״jl 10 000 Pfd. in Form einer Bekleidungsaktion verwilt Der Referent wies auf die Freigabe der Aus- «׳anderung aus Rußland und auf die Hills- OTuiiritigkeit der russischen Juden infolge der Hunger- Katastrophe hip, sowie auf <lie Schwierigkeiten der Einwanderung nach Amerika und auf die knapper wer- ״ende Hilfe seitens der Juden in den Staaten mit hoher vaiiita, die in der letzten Zeit selbst eine finanzielle *nsc durchmachen, und führte aus, daß diese Momente aas Künftige Hilfswerk beeinflussen müssen, die Hilfs- »roeit müsse sich in der nächsten Zeit auf die Expcdition von Hilfsmitteln nach Rußland und in die Ukraine Konzentrieren. Die jüdischen Bauern in der Ukraine müssen mit landwirtschaftlichen Geräten und Sämereien versehen werden, andererseits soll den jüdischen Emlgranten aus dem Osten Europas geholten werden, wofür die Errichtung von;:ürsorge1nstit11tionen, insbesondere einer Immigrauteiibank, notwendig sei. Gruppenverband In Essen (Ruhr) Am Sonntag, den 15. Januar, fand tm Städtischen Saalbau, Essen, der Grimpenverbaiidstag der zionlstisehen Ortsgruppen Rcchtsrlieinlands und Westfalens statt, der von Delegierten sämtlicher Gruppen des Bezirks beschickt war und auch sonst eine sehr große Besucherzahl aufvvics. Seinen besonderen Charakter erhielt die Tagung durch die Anwesenheit des Vorsitzenden der Zionistischen Vereinigung für Deutschland, Rechtsanwalt Felix Rosenblüth, sowie dadurch, daß ah Gäste zur Vormittagssitzung auch Vertreter niclitzioiiistischer Organisationen geladen waren, nämlich die Essener Rabbiner Dr. Samuel und Dr. Hahn, Rechtsanwalt Dr. Krombach als Vertreterder Essener Ortsgruppe des Zentralvcrcins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens und der Glückauf-Loge Bne-Brith, ferner Frau Tom Herz als Vertreterin der Frauentage. Die Tagung wurde eingeleitct durch Begrüßungsreden des Vorsitzenden des Grupnenverbandcs, Dr. Griineb e r g, Elberfeld, und des Vorsitzenden der Ortsgruppe Essen, Adolf Koch. Dr. Grüneberg begrüßte 111sbesondere die anwesenden Gäste und sprach die Hoffiiung aus, daß ihr Erscheinen den Beginn einer freundschaftlichen Zusammenarbeit aller jüdischen Organisationen zum besten der Gesamtjtidenneit und Palästinas bedeuten möge. Hierauf nahm Rabbiner Dr. S a in u e 1 das Wort zu einer längeren Rede, Ln der er in warme» Worten ausführte, daß die Arbeit für Palästina und den Keren Hajcssod die gemeinsame Basis sei, auf der sich alle Juden in Deutschland zusammenfinden könnten. — Auel» Dr. Krombach sprach die Ucberzeugung aus, daß eine gemeinsame Arbeit möglich sei, ohne daß die nichtzionistischen Juden ein Opfer ihrer Gesinmmg zu bringen brauchten und erklärte seine Bereit- Willigkeit zur Mitarbeit am Keren Hajcssod. Dr. Q r ü n e - b e r g betonte, daß von zionistischer Seite ein Gcsinnungskompromiß nie verlangt worden sei. Es folgte dann das ausführliche Referat von Frl. Aenne Po me ranz, Elberfeld, über den Anteil des Grtippciivcrbandes an der zionistischen Arbeit in Deutsch- Iand. Sic legte dar, was der Griipncnverband bisher geleistet habe und gab wertvolle Winke für die künftig zu leistende ungeheure Arbeit, deren Brennpunkt die Aufbringung des Keren Hajcssod sei Trotzdem dürfe das geistige Leben der Ortsgruppen nicht vernachlässigt werden; denn die Erziehungsarbeit der Ortsgruppen sei das Fundament allen zionistischen Lebens und aller zionistischen Erfolge. Ihr Referat gipfelte in der Mahnung, «laß Keren Hajcssod für tien Zionisten ein Doppeltes bedeute: Maasser an Zeit und Geld. Den Schluß und Höhepunkt der Tagung bildete das Referat von Herrn Rechtsanwalt Rosenblüth über die gegenwärtige Lage. — Er führte aus, daß bei allem berechtigten Stolz auf das Erreichte die Hände noch fange nicht in den Schoß gelegt werden dürften. Palästina warte auf uns, aber es werde nicht ewig warten. Alles liege daran, daß jetzt sofort jeder seine Pflicht tue, damit unsere Position in Palästina schnellstens wirt■ schaftlidi fest verankert werde, damit sie imstande sei, sich zu erhalten und auszubreiten, auch wenn die uns heute günstige politische Lage sich einmal ändern sollte. Er streifte «lann die Politik Herbert Samuels, berührte ausführlicher die Stellung der Leitung zu der Araberfrage und ging dann auf die finanzielle Lage ein, wobei er Wcizmaiuis Wort der Versammlung ans Herz legte: ״Schaffer» Sie «las Budget, dann garantiere ich Ihnen für die politische Lage!“ Dieses Wort müsse die Grundläge für die jetzt zu leistende zionistische Arbeit sein. Zionismus bedeute Produktivierung der jüdischer! Volkskrhfte, und der sichtbare Ausdruck dieser Produktivierung in Deutschland sei der Keren Hajcssod und die Chaluzbewcgtmg. — Der Redner begrüßte dann den überall sich zeigenden Wunsch zur Zusammenarbeit aller jüdischeu Richtungen, die ein Erfolg gerade der radikalen Richtung im Zionismus sei; denn diese verlange kein Gcsinmingskompromiß, weil sie selbst jedem Kompromiß abgeneigt sei. Mit einem warmen Aufruf zur Pflichtcriiilhiiig schloß das Referat, das mit starkem Beifall aufgenomincn wurde. Die Nachmittagssitzung wurde im wesentlichen von der Diskussion ausgefüllt, «leren Höhepunkt eine längere Rede eines Gastes, Herrn Juda Bornstein aus Wiesbaden, bildete. Herr Bornstein richtete einen begeisternden Appell an die Versammlung, insbesondere an seine ostjüdischen Freunde, trotz ihrer vielfach schwierigeren• Lage hei der Keren Hajessod-Aktion beispielgebend voranzugelicn. Seine temperamentvollen, zu Herzen gehenden Worte rissen die Versammlung mehrfach zu lebhaften Beifallskundgebungen fort. Herr Felix Rosenblüth beantwortete dann in längerer Schlußrede die während der Diskussion aufgetauchten, Fragen und gab noch einige wertvolle Ergänzungen zu seinem Referat Es wurden dann folgende Re so- I u t io 11 e n angenommen: ״Die auf «Ier Tagung des rechtsrheinisch-westfälische» Gruppeuverbandes versammelten Delegierten der Ortsgruppen unterwerfen sich der vom Orunpenverbandstag eingesetzten Revisionskommission für aen Keren Hajessod.“ ״Die im Bezirk Rechtsrheinland-Westfalen wohnenden Zionisten verpflichten sich, Zionistensteuer zu zahlen nach Maßgabe der von der Leitung der Z. V. f. D. festgelegten Sätze.“ ״Der Grunpenverbandstag hält die Arbeit für die Universitätsbibliothek in Jerusalem für eine der allerdringendsten Kulturaufgabcn in Palästina und macht es jedem Zionisten im Bezirk zur Pflicht, die Arbeit materiell und ideell zu fördern.“ ״Der Gruppenverband wird von der Tagung beauftragt, die Organisierung der hebräischen Arbeit im Bezirk zu fördern. Der Waad Iwri soll Im Gruppenverbands»■ Vorstand durch tin oder zwei Mitglieder vertreten sein.“ ״Der Gnippenverbandsiag beauftragt den Vorstand des Gruppcnverbandcs, mit dem linksrheinischen Gruppet* verband Fühlung zu nehmen, damit eine Verschmelzung beider Verbünde in nächster Zeit vollzogen wird (am Antrag des Herrn Max Goldreich, Beuel, Im Namen des luiksrhclnischctt Gruppeuverbandes).“ Die Neubesetzung des Vorstandes ergab die Wahl von Herrn Dr. Griincbcrg als Vorsitzenden, sowie Fr!. Acnnc Pomcranz und der Herren Kurt Hamburger und Max Epstein, Elberfeld. In die Revisionskommission für Keren Hajcssod wurden gewählt: Postinspektor Steinweg, Hörde; Kurt Hamburger, Elberfeld; Dr. Max Stcmbcrg, Münster; Dr. Harry Epstein, Duisburg; Leo Krumholz, Hamborn. Während der Tagung wurde von anwesenden hebräisch sprechenden Vertretern der Ortsgruppen Elbcrfeld, Essen, Duisburg, Düsseldorf, Dortmund, Geiser»- kirclicn, Hagen, Hamm, Hamborn und Wanne ein Bcth Waad Iwri gegründet, der die weitere Förderung der hebräischen Sprache und Literatur, insbesondere «le■ modernen hebräischen UnterricJits zum Ziele hat Ein von der Ortsgruppe Essen veranstalteter gemütlieber Abend, der eine stark jüdische Note aufwies, beschloß die Tagung, die zweifellos für die gedeihliche Fortführung der zionistischen Arbeit in Rheinland und Westfalen von grundlegender Bedeutung gewesen Ist Zionistischer Grnppeuverband Rheinland-Westfalen Auf dem Gruppenverbandstag, der am 15. d. M. in Essen stattgefunden hat, hat sielt aus Vertretern einer Anzahl der anwesenden Ortsgruppen, sowie aus den auf der Tagung erschienenen hebräischen Lehrern ein Beth Waad Ibri gebildet, mit dessen Vorsitz und Vertretung bei der Leitung in Elberfeld der Unterzeichnete beauftragt worden ist. Zweck des Beth Waad ist die Pflege dw hcbräiscluai Sprache und Literatur im Bezirk des Gruppenverbandes, sowie insbesondere die Sorge für modernen Unterrieht im Hebräischen durch geeignete Lehrkräfte. Es ist beabsichtigt, in jeder Ortsgruppe eine lokale Vertretung des Beth Waad einzurichten. Zu diesem Zweck werden die Ortsgruppen, die noch nicht im Beth Waad vertreten sind, ersticht, einen möglichst des Hebräischen knwligcn Gesinnungsgenossen zu wählen, der sich alsbald unter Angabe seines Namens und seiner Adresse an den Unterzeichneten wenden soll Sobald wie möglich soll eine Zusammenkunft aller Vertreter des Bctli Waad veranstaltet werden, die über die nächsten Arbeiten: Schaffung eines gemeinsame» Fonds, Errichtung einer hebräischen Bibliothek, Haltung von hebräischen Zcitung«m und Zeitschriften, Austausch von Erfahrungen im hehräisdicn Unterricht 119w. beraten soll. Die Ortsgruppen werden ersucht, dem Beth Waad Ibrl ihre Beauftragten sofort bekanntzugeben. Angemeldet sind die Griippcn Dortmund, Duisburg, Düsseldorf, Elberfeld, Essen, Gelsenkirdien, Hagen, Hamm, Hamborn, Wanne. Beth Waad Ibri: i. A.: Kurt Hamburger, Barmen,Obcrwallstr.47. ״ Ausweis der Zionistischen Vereinigung für Deutschland Landcsbclträge 1921! Bamberg: 90.—; Berlin: 56.—; Berliner Zionistische Vereinigung: 10820.25; Bonn: 20.—; Breslau: 1950.—; Bruchsal: 100.—: Celle: 40.—; Cottbus: 80.—; Dortmund: 360.—; Emden: 375.—; Görlitz: 240.—; Gotha: 169.50; Halberstadt: 202.50; Heidelberg: 5.—; Idar: 10.—; Kattowitz: 550.—; Kolberg: 20.—; Licgnitz: 152.50; Messingwerk: 5.—; München: 1075.—; Nordhausen: 500.—; Spandau 50.—; Stuttgart: 35.-; Tilsit: 51,-; Wesel: 40.-; Wiesbaden: 1200.-; Zülpich: 5.-. Eingänge vorn 22. Juni bis 31. Dezember 19211 Landesbeiträge 1921: 18201.75 M. Gesamteingang: Landesbeitrige 1921: 51 757.— M. An unsere Leser! Wir haben vor kurzem in einem Rundschreiben mitgeteilt, daß wir uns dazu entschlossen haben, den Anzeigenteil jetzt in eigene Verwaitung zu übernehmen. Wir haben darum gebeten, uns bei unsereu Bemühungen um die Hebung des Inseratenteiles zu unterstützen und richten nunmehr diese Bitte an alle Leser unseres Blattes. Diese Unterstützung kann auf mehrfache Weise erfolgen. 1. Durch die Aufgabe von Finnen aller Branchen usw., die als Inserenten für unser Blatt in Frage kommen und durch Angabe von geeigneten Wegen, um an diese Firmen, die ihre Aufträge oft nur durch bestimmte Personen vergeben, heranzukommen. 2. Durch die Interessierung von wirklich tüchtigen, renommierten Inseraten-Acquisiteuren, denen wir bei der Zuweisung von größeren Aufträgen entsprechende Provisionen vergüten würden. Bei dem ständig wachsenden Leserkreise der ״Jüdischen Rundschau“ und ihrer starken Verbreitung im Auslande bietet eine Insertion in unserem Blatte den Inserenten die größten Vorteile, die noch dadurch gesteigert werden, daß unsere Leser bei ihrer starken Verbundenheit mit unserem Blatte auch dem Inseratenteil die größte Aufmerksamkeit zuwenden. Wir bitten unsere Leser, von dieser Tatsache bei ihren Bemühungen, uns bei der Ausgestaltung des Inseratenteiles behilflich zu sein, auszugehen und auch zu berücksichtigen, daß wir durch eine solche Ausgestaltung in die Lage versetzt werden würden, die Abonnementsgebühren niedriger zu halten, als dies die sprunghaft fortschreitende Teuerung sonst notwendig macht, Verlag ״Jüdische Rundschau“, Berlin W 15, Sächsische Str. 8.