Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVII (1922)
- Issue
- Heft 2 (6.1.1922)
- Date
- 1922-01-06
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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\. 1• ... u I Mr. 2 er Wer. Ui״., i״ Ird uim) jeu auf. M üei, f! immer tan di! absolu! Sprache ön dem : folgen-! wurde Jweigen Ibs1 die us dem; radikal vegung, I Juden Gottes- » halten , Hirsch ftens in feil das mklun!:! es ist Zustand ,überall Schulen,!b, sind Kritik ’gelernt bl i sehen jegeben ite, die *n sich ieration tritik an den mit eg zum It seiner tber die feil das feg m tu werfhkeiten acinde■ itruktur setzen Nr. 2 JUEDISCHE RUNDSCHAU Seite!! Wladimir Korolenko Aus Rußland wird der Tod Wladimir Korolcnkos gemeldet. Nur wenigen in West-Europa ist dieser Nama tKkannt. Und auch die wenigen haben nur vom Dichter des ״Blinden Musikanten“ gehört. Bei deml russischen Judentum aber steigen mit diesem Namen Erinnerungen auf an Verfolgungen, Verleumdungen ängo11״ron>«1ton, mllj Hetzen, an deren Abwehr dieser edelste und aufrichtigste Menschen- und Judenfreund ״sein gan- KS Leiten gekämpft hat. Nach Tolstoi war Korolcnko das Gewiss e n Rußlands und mehr als Tolstoi, der in seiner Einsiedelei nicht mit allen Widerwärtigkeiten des Lebens in Berührung kam, und alles zu allgemein vom Standpunkte der höheren Moral behandelte, stieg Korolenko in den Sumpf des russischen Lebens ,und bekämpfte jedes einzelne Uebcl, jede einzelncUngerechtigkcit, jede einzelne Hetze. Ob Pogrome ,ausbrachen oder ob man aus niedrigen politischen Absichten in Beilis das jüdische Volk zum Genießer von menschlichem Blute verurteilen wollte ־— immer war es Korolen ko, der unaufgefordert als erster, seine Stimme zum Schutze von Juden undjudentum erhob, der die ganze russische geistige Welt lauschte. 111 Korolenko, einem! der edelsten Vertreter des alten russischen Idealismus, verlieren wir einen der aufrichtigsten Freunde, einen der, leider, wenigen wahren חסידי אומות העולם. pz* w» Bttr»! ZSont«U»eb• Ytrelnlfang, Berlin 0 10, SaydtMf, I Ttlaplioni lontram BßltflA * Fottaah«ekko&to Ko. 10008 Berlin NW T, Ka««<mv״-wattun* dar B. Z. V. . ...—r ׳«..,׳:׳.׳. . .—כני״siiff llebriUirii»!.•»«fcalla fla» Knlt8rde««fa»4l der B, Ji. ▼י Drejronar• *tralo 33 (U״i). — Goflffaat Montag, Mtttwooh und iloan• r• t>g von 8—10 Uhr. — Fut 9110 hohrMoohtn Zottangen ond Monotihet’ts dor Well llofion »ne, — Aaakanftaatall• fUr hebrüteohe;ologonhelton. — HebrUtiohe Lelirervermlttlnng. — Treffpunkt aller Freunde dor hebrüiiohea Bpraeii». Eintritt drei. Sonnabend, den 7. Jannu abonde KV4 Ukl Vepeel-iUietr, in der PalRetlna-Ijanbe, Friedrloh«tr«ße 1114 Berleüt der DelagWrUa Sber die Iieedtiboafere■■ Honnteg, den 8. Jannnr vomittege UB übr Verleeeeg voa Br. Ktrtla Bober ene nnverAfleneliebten ebeeeidieeben Oeecblebten, ln den Kiumen der ״Kwer“.Baobbandlung, Knetebeoketr. (4/48 dStie-KtederCdit mit Bewlrtnng, Vartrdgen. Spielen, Verloeang in den E&amen dee K. I. Y., KurlUreteneireSe ltO (naehm. t Uhr) Karten erbUtlieh bei Allee Kogel, KiopetoeketreBe 00. nieeeteg, den 10. Januar abend• 6 Uhr Im (Jtoten Saal der HpiehenatKle, Spteberaetr. 8 (KDrnberger PUU) Oeffeatlleher Tortregeebead der B, t, 1, Herr De. Hane Blooht ״Der VIhrer de■ )Idleebea Yetk•■ and die deeteckea Jadea" — AmobUeBond freie Aueepreebe. Ureppe Cberletteabarg. Dl• VeraaeteHnng füllt «regen de■ Yortrage■ von Dr. Bloeh •ne, Mlttwoeh, den U. Jenner abend• 8 Uhr Urappe Ott. in dee Uaione&Ien (Siteangteeal pt.) Qrelftweldnr Str. 330 Vortrag von Harm Uaehteaawelt tirenemanai ״Bar Oetjale lad de• Tiaiter״ Setzung jllierung zu ge- 1it dem ses jüite ein bräisch jungen ,1, und 1b des >n Paobleme falscher Jen verftum zu istigen er das les jüweitere eil gevielen gefaßt, las neu istande n sein t nicht in ihr 1izmög• iprache inüber• nd Tat setzen, tischen och an auben. wer an nit jü• chsten enigen staiidc 11g die ’ Die- :ellurtfi n, das linicrz־ b dcut- :n alle» 1 Ent• t der ördern;ntuifl’ ließen >lgt.) Sprecbsaal (Ohne Verantwortung der Redaktion.) Großbetrieb oder Kleinbetrieb? Güntcrstal, den 25. Dez. 1921. An die Redaktion der ״Jüdischen Rundsd1.au“! So sehr man sich als Landwirt über die Tatsache freut, daß in der ״Rundsdiau“ jetzt häufiger Mitteilungen und Beiträge über wirtschaftliche und landwirtschaftliche Fragen der Kolonisation veröffentlicht werden, — so groß ist daun die Enttäusdning, wenn man Aufsätze liest, wie den in Nr. 102/103 ״Zur Frage der landwirtsdraftlichen Kolonisation in Palästina“ von Oka. Der Aufsatz ist mit solcher Unkenntnis geschrieben, daß er zu der gewünschten Klärung nicht beiträgt, sondern im Gegenteil sicher die Ursache ist, diese Frage unnötig noch mehr zu verwirren und zu komnliziereii. Ich hoffe, daß von berufenerer Seite ausführlich die landwirtschaftlichen Unrichtigkeiten widerlegt werden, will aber dodi kurz auf einiges hin weisen. Bei der Frage ״weldter Kategorie, Groß- oder Kleinbetrieb der größere Anteil in der Volksemährung!!!kommt“, hat der Verfasser vollkommen übersehen, daß die Aufgabe des landwirtschaftlichen Betriebes nidit nur in der Belieferung der städtischen Bevölkerung mit Nahrungsmitteln und Rohstoffen bestellt, sondern daß die Ernährung und Unterhaltung der landwirtschaftliche» Bevölkerung selbst dodi mindestens von derselben Volkswirt sdiaftlidien Bedeutung ist (vgl. Aereboe, All״, landw. Betriebslehre). Darum muß eine für unsere Zwecke in Frage kommende Statistik nidit nur die Uebcrsdrußleistungen des Betriebes, sondern die Gesamterzeugung berücksiditigen, die zur Ernährung der Stadt- und Landbevölkerung zusammen dient. Wird die Frage so gestellt, dann ergibt sich die Ueberlcgenlicit des Kleinbetriebes hinsiditlich der Nahrungsmittclerzcugung auf derselben Flächeneinheit. Alan muß atidi berücksichtigen, daß in der betreffenden Statistik der im allgemeinen auf großer tcduiischcr Hölie stellende deutsche Großbetrieb mit dem im allgemeinen tcchnisdi rückständigen I3aucrnl>etriel> verglichen wird; um aber wirklich den Einfluß der Beuiebsgröße zu isolieren, muß man solche Betriebe ver- Clcidicn, die auf der gleidicn Entwicklungsstufe stehen und gleich gut und nadt modernen Grundsätzen bewirt- *hattet werden. In Palästina wird man es aber mit einem 901 dien intellektuellen Bauernstand zu tun bekommen, so daß die Ergebnisse noch mehr zugunsten letzterer ausfallen. Denn nicht nur Natur, Klima und Boden, wirtsdiaftlidic Verhältnisse üben einen Einfluß I auf den Ertrag des Betriebes aus, sondern audt die Fähigkeiten, Wissen und Können des Landwirts. Auch der Anteil, den der Klcinbauernstand auf <lem Umweg der Hamsterei zur Volksemährung bei- Setragen hat, entgeht der betreffenden Statistik. Ls ist eben ein großer Felder, schematisch solche Vergleiche anzustellcjL ohne die speziellen örtliduai Ver-! hältnisse entsprechend zu berücksichtigen, und die sind ״ci der jüdisdten Kolonisation ganz besondere, vor allen Dingen, was den Typus der Mensdicn angeht, üie sich besondere Formen der Landwirtschaft erst *duffen und sttdien müssen, um eine gesunde Synthese Jtvisdien körpcriidier und geistiger Arbeit zu finden. . Oarum ist es auch grundfalsch, die Frage der besten. ן Betriebsgröße einseitig bloß nach den Kosten der Ein- ' Hditung und den Erträgen zu beurteilen; nur im Zuw»mK׳jil1nnj׳ aller Faktoren betrachtet, wird man da *u einem Resultat kommen. Hierbei spielt die Be- *onderheit des jüdisdieii Landwirtes oder Arbeiters, die ״pberfrage, die wirtsclraftlidrm und natürlidien Ver- ״ättnisse eine große Rolle, und je nadrdeiu diese oder Wie Faktoren überwiegen, wird audi hier der Großf tkid dort der Kleinbetrieb sich durdisctzen, Nidit nach *«cm Sdicina karur Palästüia aufgebaut werden, sou- «ein nur aus organisdicn, durdi die Natur. Wirtsdufts- Verhältnisse und dem Willen und Können des Menschen heraus bedingten Voraussetzungen kamt ein gesunder Wirtsdiaftsköiper entstdten. Auch die Voraussetzung des Verfassers, daß wir «ine ,geregelte Produktbn für arganisierten Konsum“ Onpp« ,Norüaut, in dor Konditorat Doohan (Pr••■•), Altonaar Streit 84 fl. Stootit abonda Uler DlakiMlsaiafeaitf «It •■aekll*H<«de« Ktnltlleb•■ JB•!••■■•■••!■ XintoUand•• Eaiorat Fra» Zamory DonnoreUfr, den 13. Jenaer abend• fi</< Uhr (trapp• Süd, Im Coli Nagler, am UbrttaplatA I. Btook Yortsrag rau U«nn Dr. Artbar Sanneaftldi nWea4iUfta d« «loalitliekea ld••״ Boanabend, den 14. Janmar Stil de• Ruderrareln■ X. St. ״Irrt»" Im K. L Y., In den Oeaemtetnmcn de• Brddtrro)•laehaa■••, Kariüriti-natral• 116. Teilnehm• anr für geladen• lüut«. Tombola ■aganetas de« Jfidlaahan Kationalfand•. Yoranaaig•: Orapp« Kid End• Januar Litorariaehor Abend! ״bnat •ad Hamtr la jldlHkar DlahUag״. AnioblUetend ROieltts•■ Bolaamnta■•!■ mit Taaa and kfiaitlari- ■oben Yortrügta• Nübara• wird noah btkannt!•gaben. Hebrilteber Klmdergertea Wo«A Ilobsnataafasatr. d3, bol Kodak Montag—Froltag voa 10—1 Uhr. Moldanrron an Fran Dr. Bo• an• barg, Augabargor StraCa 17 (BtotanL 1M34) odar an da• Kaltu• desornat dar B. Z. ßoydeUtraS• B (Zantr• 8814/18). Kakr. RplelaaekmtUac Kord-Watt. Anmaldangan •tnd in rlohtaa an Frau Zamory, Le.*sing»tr. 7 oder an da* Kulturdoicrnat dor B. Z. V״ SoydatatraSa 8. Habrlltebar Bplelnachmlttag SSd. Joden Mltfcwoah naohm. 8—8 bet Barg, Lniionuler 11. — Anmoldtmg and Antkdnlt• b»l. FrL I.ucio Tn oh, Tecanolhof, Drotbnndetr. 48 (Sttdrlng 831) oder tm Knltardoeernnt dar 11. Z. V-, HeydolatraBa 8 (Zentrum 8614/18) anstreben müssen, aitspridit nur teilweise den Tat- Sachen, und wenn cs so wäre, ist der Kleinbetrieb einer solchen Erfassung durch das Genossenschaftswesen ebenso zugänglich, wie der Großbetrieb, wie es z. B. Dänemark beweist Hochacht ungsuoü Kurt Lcwy, landwirtschaftlicher Praktikant, Freiburg i. B. An die zionistischen Ortsgruppen and Vertrauensleute! Wir richten an alle Schriftführer der Ortsgruppen und an alle Vertrauensleute die dringende Bitte, über alle Veranstaltungen der Gruppen kurze Berichte an die ״Jüdische Rundschau“ zu schicken. Es ist unbedingt notwendig, daß die ״Jüdische Rundschau“, wie früher, ein Bild von dem zionistischen Leben in den einzelnen Oruppcn gibt Zionistische Vereinigung für Deutschland. Zionistischer Gruppenverband Rechtsrheinland- Westfalen Tagung in Essen am 15. Januar. Am Sonntag, den 15. Januar, vormittags 10 Uhr, findet im Roseneck-Saaji des Städt Saal bau, Essctv Huysscnallee, der Gruppenverbandstag de* rechtsrhein.- wcstfäl Bezirks statt. Tagesordnung: Vormittags: 1. Begrüßungsansprache des Vorsitzenden des Gruppenverbandes. Herrn Dr. Grüneberg, Elberfeld. 2. Referat der Sekretärin des Gruppenverbandes, FrL Aenne Pomcranz, Elberfeld: Unser Anteil an der zionistischen Arbeit in Deutschland. 3. Referat des Vorsitzenden der Zionistischen Vereinigung für Deutschland, Herrn Rechtsanwalt Felix Kosenblüth, Berlin: Die gegenwärtige innere und äußere Lage des Zionismus. Nachmittags: 4. Rcfcret von Herrn Dr. Harry Epstein, Duisburg: Unsere Stellung zur geplanten Neuregelung des tudischen Gemcindclcbens. 5. Debatte zu den Referaten. 6. Anträge, Dechargc, Wahlen. Mitteifungcn: Die Ortsgruppen werden gebeten, ihre Delegierten sofort dem Sekretariat, Elberfeld, Adcrstr, 39, bekanntzugeben. Jede Ortsgruppe kann mindestens einen Delegierten entsenden. Gruppen mit mehr als 25 Mitgliedern können für je 25 weitere Mitglieder einen weiteren Delegierten entsenden. Am Abend nacli der Tagung findet ein von der Ortsgruppe Essen veranstalteter gemütlicher Abend statt. Sonstige anläßlich der Tagung stattfindende Veranstaltungen werden rechtzeitig bekanntgegeben. Auswärtige Gesinnungsgenossen, die Hotelzimmer besorgt haben wollen, wollen sich rechtzeitig bei dem Vorsitzenden der Ortsgruppe Essen, Herrn Ad. Koch, Heinickestr. 3, melden. Jugendliche, die auf privates oder möglichst billiges Quartier reflektieren, melden sich bei Referendar Adolf Rosenberg, Essen, Bahnhofstr. 78. Wir rechnen bestimmt damit, daß alle Ortsgruppen die Tagung zahlreich — nicht nur durch ihre Dele- Der Vorstand des Gruppenverbandes. Dr. Grüneberg. Aenne Pomcranz. , Der Antisemitismus an den ungarischen Universitäten Budapest, 12. Dez. (J. C. B.) Ar, der hierher evakuierte» Szegediner Universität kam cs wiederholt zu antisemitischen Ausschreitungen. Einige nationalistische Studenten forderten während eines Vortrages im phisiologischen Institut die anwesenden Juden auf, Sich in die letzte Bank zu setzen. Ein jüdischer Student, der sich weigerte, dieser Aufforderung Folge zu feisten, wurde von den Exzedenten mißhandelt. Hierauf zogen die Juden ,demonstrativ aus dem.Hörsaal lind erhoben bei der Umversitätsbehörclc Protest gegen die Tcrrori sicrung seitens der erwachenden Magyaren. Sowohl Uer Rektor wie auch der Dekan nahmen den Protest zur Kenntnis und rieten den Juden, im Ausstand so lauge zu verharren bis eine entsprechende Satisfaktion erfolgt. Die Unruhestifter wuixleu aufgefordert, Abbitte zu leisten. An unsere Abonnenten! Wir machen alle unsere Abonnenten im Inlande darauf aufmerksam, daß wir für sic die Zeitung sofort nach Eingang der Bestellung bei der Post amneiden, die dann für die ganze Dauer des Vierteljahres für die Lieferung haftbar ist. Bel einem Ausbleiben des Blattes mitten im Quartal sind Reklamationen daher niemals an uns, sondern stets zunächst an das zuständige Postamt zu richten, das von sich aus für Abhilfe zu sorgen hat. Die meisten Reklamationen wegen des Ausbleibens des Blattes beruhen darauf, daß die betreffenden Abonnenten mitten im Quartal ihre Wohnung gewechselt haben, ohne uns hiervon Mitteilung zu machen. Die Post liefert aber Zcitungen an ijcue Adressen nur daun nach, wenn eine Ucberwcisungsgebühr an sie bezahlt wird, sonst wird die Lieferung von Zeitungen von der Post ohne jede Bcnnchrlchtlguiig an Verleger und Abonnent diigcsk’llt. Wir bitten daher alle Abonnenten dringendst, uns von Adressenänderungen stets sofort zu verständigen, damit wir für eine Ummeldung Sorge tragen können. Bei 'den enorm gestiegenen Portosätzen ist es uns von jetzt ab unmöglich, Reklamationen, die durch Vorstellungen der betreffenden Abonnenten bei ihrem Postamt erledigt werden können, von uns aus zu erledigen. Vertag Jüdische Rundschau, BerSn W) 15, Sächsische Straße 8. Zionistischer Grtippcnve/tnnd Niederschlesien X Gruppen verbandstag in Waldenburg, am 29. 1. 1922. Beginn vormittags 12 Uhr: 1. Geschäfts- und Kassenbericht. Referent Dr. Marcus; 2. Der Stand der K. H.-Bewegung. Referent Dr. Schachtel; 3. Leihbibliothek und Rednersdnde. Referent Dr. Hamburger; Nachmittags 4 Uhr: 4. Bericht über die außerordentliche Landeskooferer» und die Zentralkomiteesitzung. Rechtsanwalt Jacobsohn; 5. Die Möglichkeit der Kleinarbeit in mittleren Städten. Dr. Dcutsdimana; 6. Diskussion, Resolutionen, evtl Anträge. 7. Entlastung der Vorstandsduft und Wahlen. Vom hebräischen Klub (Bcth-Waad) Der erste Vortragsabend des neueröffneten hebräisehen Klubs in Berlin galt dem leider noch immer aktuellen Thema des Kampfes der Bolschewisten gegen die hebräische Knltiirbewcgung. Herr M. Kleinmann berichtete eingehend über die trostlosen Verhältnisse auf diesem Gebiet Referent hat den Kampf gegen, die konterrevolutionäre hebräische Sprache in Odessa in nächster Nähe beobachtet und ihm aktiv nach Kräften ent* gegengewirkt Durch Memoranden, Verhandlungen und Disputationen suchten die hebräischen Schriftsteller Odessas den Behörden klar zu machen, daß eine weitliehe Schule, die sich allen amtlichen Vorschriften in bezug auf Programm fügt unmöglich allein der Sprache wegen gegemevolutionar sein kann. Die nichtiüdischen Machtliaber haben dies auch begriffen, mußten aber vor den jüdischcn Kommunisten weichen, die jede Verantwortung fürdk Bolschcwisierung der jüdischen Massen ablehnten, wenn die hebräische Schule bestehen bleibt. Und so ist die hebräische Schule offiziell aufgehoben, obwohl sie eine unterirdische Existenz fristet und obwohl die Kenntnis der hebräischen Sprache unter der Jugend trotz allem zunimmt. Herr Mii enburg vom zionürtisehen Mcrkas ergänzte die Ausführungen des Refercnfen durch Schilderung der ähnlich liegenden Verhältnisse in Moskau und Kiew. Der hebräische Bcth-Waad geht daran, sich ein ständiges Heim für seine Versammlungen zu schaffen, worüber noch Mitteilung erfolgen wird.