Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVII (1922)
- Issue
- Heft 2 (6.1.1922)
- Date
- 1922-01-06
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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i jmm זiin Cabcr: ^chrlftca. Ijentlidites.) vorm. 11 >4 y»., 35״, Kncscbcdksfr. 5tי ר ,;Januar in der ״Ev,־cr*׳' in der er aus dem m | Chassidismus größt-״ |;cr.1״ wird. Die V«. iiimg ist seit lämrCro irliti hält. Sein sorhcn |׳e Maggid und &;״, gifmcrksatnkcit auf <!k y Chassidismus, dessen In Teil der» deutschen ■über ist sein berufen, jl'erke wurde diese Bc jf» Welt bekannt, tt Peise von M. 20, jj lichhandlungr m kiben’ K J- V.- Ad re ßbuck * daher alle Bunde«■ M sonstigen Personal- 11) nach Berlin W 35, jeinzusenden. 18.Z.V. rbl ehrer. icinigung beabsichtigt, Iscten Privatunterricht Iraischen Sprachlehrer, ן wollen, ihre Adresse 3, Zentrum 3614/15, tunterriebt. |einigun״ beabsichtigt, | hebräischen Privat- I alle Gesinmuigsgef suchen, sich in Zu- Seyddstr. 3, Zentna» 3arat lorlin, Auguststr.!7, |N'ahkurse für beruf*- ״c'akurse finden in der Dragonerstr. 22, all- Mag von 3 bis 6, resp. jhkursus wird in der lirsorgeamtes, August- I Dienstag von 7 bis pretd dieses Semesters licrmncn aufzu nehmen tlicn 8 M. Wir bittet^ Heilung des Jüdischen 17. Januar, 7. Tebeth len stag, 10. Januar, len 10. Tebetli, Bem Teils. irliof I. TI1« Ina Pension TrCator. I« Q. Blam 1U19—18«. I Charis. — Zentralhottn ן ringer OeHf‘3laahBf»*r4nQj Telephon 14. Ansei; e ts \י.׳ •V er vz 11« n « /״׳/’ ץ־־"׳ '. f 4■ ׳ ' \ i r נ־ 1«d Vmrfef V IS, •Uduiidi• SlriSi I» Erich tri 1»| ßjtnjUg t»0d Frtit■?* bei 4er Exp®diti9a «ad <Ua pottaiUTa vietUljihmch 21 /— U. Ja DcaUtdhlaad. AuxUednabaaa•- ■eoU werdes in d«f Vahniof dar «i»scl*en Liadtr berechn•!. ^Nummer 7/^\ Berlin, 6 1 1922״ * ■p*— "״.״"—■■"■.—.■■ .. .. Der Zionismus erstrebt tOr das ]Qdlsche Volk die Schaffung etnor Öf»cu1ölci1־-r0c״®cf1 fjcricliorlon HoimaMitto In Palästina. ״Onsolor Programm* Jüdladbe Rundulnu G.».t1,Vl, Berlin V15, S;;d1r.!i&9 Str.8 Aral (J11U04 8 <.3 und! 840. Aaiatgtapnli luv t0!־ s;ctcri£«3p1Uc\% Fec1K{c't'־n’reljea (t H. pro Zeilo. Aßk«is*a1cbUflt DicßsUjf «&d fiaUts^! 4??«^"וייזייגו UW. ..ן...־־-.ו— TtUphoaj UMaod 64S «.846, Po.mdierkkrntoi Berlin Kr. 17311 / Für Orslerrsidb7 PoshparksM«n1mt Wien, Konto Kr. 156 010. י rar ticit «■r.hoslowaVelJ Post■ psrkauen•mt Prag׳, Konto Nr. 156030. — Petl-tkU0na*d11u8 SonoUf «ad Mittwoch «aehovittisfi «■•־ 1 ו׳ טבת׳ חרס״ב xxvn. jahrg. . ■ -- --- -־■__ ■ 6r$33־sra«i m Mönchen. I r'nd de. Winten für erhöh»?; »den. Silndlje Ue berwachtl 'i'ytrcni-rituelleVcrpfle:;!, 1:1 yoltechul- und Mlttelsclif זז,heit וו■ Wlnteripcf n? 10 WolfratsharufS flDEL M'B.ff IQTI-fEENSTtl. «€ 8 WB R״. BUCH. 1 ׳ ENESEBSCIfc 1 STEINPt.!4 74s .EWBR-.BUCII. ICHOlJLEtUTB. 19 ’•’׳>»» rob, IX. 18.SM li. 060 5's•, hro.eh, M. 14.40, QU Jadanir.tr« d«r - . m;1s.- - . f»b. u. <mtr*tU«,e»b.M.J2.- *׳•!'k . . . 1(. fl.— tthtr dlo Jadeng.b. J4.14.40 Die Delegation nach Palästina Wien, 31. Dez. (J.C.B.) ,Die gestern beendete Sitzung des zionistischen A.-C., hat in Ausführung des Kongreßl>ef;chlusscs betreffend die Entsendung einer außerordentlichen Delegation nach Palästina den personellen Bestand dieser Kommission festgesetzt. Die Kommission wird sich aus den Herren Oberrabbiner C h a je s, dem Warschauer Abg. Q r ii n b a u m und dem New Yorker Richter B. Roscnblatt zusammensetzen und wird in Kürze die Reise nach Palästina antreten. Der Kommission fällt die schwere Aufgabe zu, mit dem High Commissioner die ganze Palästina- Politik einer gründlichen Aussprache zu unterziehen, eine Reihe von aktuellen! Fragen, die im Zusammenhang mit der Einwanderungspolitik stehen, zu bereinigen und sich über die weiteren Absichten Herbert Samuels genauest zu unterrichten- Die Kommission wird auch versuchen mit den Arabern im Lande in einen direkten Meinungsaustausch zu treten. Die Entwicklung von Tel-Awiw Dr. A. Mibashan schreibt im ״Israelitischen Wochenblatt für die Schweiz“ aus Tei-Awiw u. a.: Soeben erhielt T e 1 - A w i w, als erste Stadt Palastinas, die Erlaubnis, eine städtische Anleihe! von 75 000 Pfund auszugeben, welche zum Zwecke der Durchführung wichtiger öffentlicher Arbeiten, wie: Vergröberung der Wasser- und Lichtanlage, Kanalisation* durchgreifende und moderne Straftcupflastenmg, Klein- Hafenbau, Trambahn .usw. verwendet werden soll. Der Bürgermeister von Tel-Awiw, Herr Dizengoff, reist nach Europa, um dort die Verhandlungen wegen der Unterbringung der ^nleilien zu führen. Die Anleihe ׳soll zu ■ieben bis acht Pro,:ent verzinslich und in zwanzig Jahren rückzahlbar sein, und wird sowohl in bar wie in Maschinen, Materialien und Geräten aufgenomrnen werden. Es ist interessant, daß bei der Gelegenheit der Genehmigung durch d e Regierung für diese Anleihe eine Reihe bedeutender Iiformationen über das Vcrmögen und die Finäizkraft Tel-Awiws bekannt wurden, die freeller nur Eingeweihten mitgcteilt werden durfte^. So besitzt Tel-Awiw heute nach knapp zwölf Jahren des Bestehens, wovon fast die Hälfte Kriegs- und Stunnjahre waren, ein Vermögen an Häusern (zirka 4()0), Grundstücken (zirka 2000), öffentlichen Anhgen usw. von 1 700 000 Pfund oder zirka 44 Millionen Ooldfranken, wovon 36000 Pfund oder nahezu eine Million Goldfranken Gemeindegut sind. Die Einnahmen der Hausbesitzer im ganzen Areal Groß-Tel-Awiws an Mieten belaufen sich auf 7.irka 196000 Pfund, während das diesjährige Budget der Stadt 20000 Pfund beanspruchen wird. Die Steuerkraft der Qemcindc Tel- Awiw ist durch Regierungsverordnungen und den eben erwähnten Besitz daran gesichert, daß eine Jahresamortisation von 7500 Plund zur Deckung der oben genannten Anleihe mit Leichtigkeit aufgebracht werden Kann, auch wenn die aus den Geldern der Anleihe durchzuführenden Arbeiten, die sämtlich reichhaltige Einkommenquellen bilden werden, keinen Heller Ertrag ab- *,erfen sollten. Hieraus erklärt sich auch der Umstand, daß, während im ganzen Lande die Erschließungsnrbcit nur langsam und tastend vor sich geht, hier in Tel-Awiw das amerikanische Tempo vorherrscht, wo init jedem *ag neue Gründungen, Industrien, Geschäfte, Verdienstzweige entstehen und an die 2000 Arbeiterl1״d Handwcrkcrfainiliei! bereits ernähren können. Die sprichwörtliche Fieberhaftigkcit der Entwicklung Tel- Awiws lockt immer neue Menschen, immer weitere nternelimcr und Palästinafreunde hierher. Eben beginnt auch die Gruppe der Sch wcize r J11 d e n hier Boden fu fassen. Der junge Rechtsanwalt Farbstein, der vor urzem aus Europa zurückgekehrt ist, arbeitet mit dem erst «״!getroffenen jugendlichen Architekten Hack aus asel an einem Projekt für die Gründung einer Kolonie aus schweizerischen Einwanderern, die ״ade am Strande ein eigenes Viertel nach moderne•' Prinzipien aufbauen wollen. Eine Ackerbnusclmle des Misrachi , Jcrusaletu, 1. Januar. (J. C, B.) Wie das Zentral- Komitee des Misrachi mitteilt, steht die Gründung einer 1״‘srachistischcn Ackerbauschule in Peta ch- Tik vv ah ,CVor: Der Misrachi beabsichtigt überdies, die ortho- Ar^)c'ler auf dem Lande?nzusiedcln und ihnen die ״ugen Instruktoren beizugeben. . rU»Wl6,»A«i«lM1h»S‘ Approbicrnng der Geuiah-Gcocllscliaft Die palästinensische Regierung hat die Gesellschaft Oculah als gemeinnützige Gesellschaft approbiert. Die Gculah, bisher Kommanditgesellschaft, war von den Odessa er Zionisten gegründet worden, um die Bedingungen für den Bodcucrvvcrb in Palästina zu orforschen. Nach Gründung der Palestinc Land Developement Company arbeitete die Geulah in Kooperation mit dieser Gesellschaft, und es gelang Ihr, durch Erwerb von Gütern in der Nähe der jüdischen Kolonien den jüdischen Besitz in Palästina zu erweitern. Sie beteiligte sich auch am Erwerb des ersten Grundstückes für Tel- Awiw und ermöglichte dieser Gemeinde, durch Ankauf von Gurten zwischen Tel-Awiw und dem alten Jaffa sich mit den jüdischen Ansiedlungcn Newe Zcdek und Ncwe Schaloin zu vereinigen und eine autonome Oemeinde zu ^ilden. Die Approbicrung durch die Regicrung gibt der Gesellschaft die Möglichkeit, ihre Tätigkeit zu erweitern; ihr Umsatz im Laufe des Jahres 1921 erreichte die Summe von 100 000 £. Von der Geulah- Gesellschaft wuide folgender Bodenbesitz erworben: ln Petach-Tikwah 2651, in Mesclia 308, in Rcchoboth 2693, in Rischon-le-Zion 356, in Gederah 1761, in Chederah 728, in Neß Zionah 2081, in Klar Malta! 4100, in Kfar Uriah 5300 Dunam usw., insgesamt 21 712 Dunam Boden. Tabakbau Die ersten Versuche, die mit Anbau vvm» Tabak auf jüdischem Boden gemacht wurden, Haber» sehr gute Resultate gezeitigt. Unter den neuen Chaluzim befinden sich viele, die genügende Erfahrung im Tabakbau aus Rußland mitgebracht haben. Ein jüdischer Kolonist in der Nähe von Jaffa schenkte dein landwirtschaftlichen Museum eine Sammlung verschiedener Tabaksorten, die er auf seinem Dotier, geerntet hat. Das vom. Nationalfand9 erworbene, an Mahlid anstoßende Gut Um-Kaba 9011 für den Tabakbau besonders geeignet sein. Die Arbeitstage Jerusalem, 1. Januar. (J.C.B.) Die Lage der jüdischen Arbeiter in Palästina hat sielt neuerdings versdiärft Es ist wieder Arbeitslosigkeit eingetreten, da der Straßenbau, bei dem zahlreiche Chuluziin beschäftigt waren, beendet ist und die jüdischen Kolonisten sich wieder arabischer Arbeiter bis zu 50% bedienen. Einige hunderte jüdischer Arbeiter seien schon jetzt ohne Beschäftigung. Zur Behebung der Arbeitslosigkeit hat die zionistische Exekutive beschlossen, den jüdischen Ge* meinden in Tel-Awiw Baukredite zu erteilen, damit sie eine größere Anzahl jüdischer Arbeiter beschäftigen. Auch die Regierung habe den Rau einer neuen Straße zu den judäischen Kolonien beschlossen. Sic wird zu dem Zwecke einen Kredit bei der Anglo-Palestinc-Bank auf. nehmen. Audi eine Reihe anderer Pläne sind in Erwägung gezogen. Deren Ausführung hängt jedodi vollkommen von aott Erfolgen des Keren Hajcssod ab. Die palästinensische Judcnheit richtet sorgenvoll ihre Blicke nach Amerika und Europa und erwartet von den Juden dieser Länder die Sidierung der nötigen Fonds so rasch als möglich. Besuch des High Comntissioners in Sichron Jacob Jerusalem , 31. Dez. (J. C. B.) Der High Commissioncr besudite in Begleitung des Gouverneurs von Haifa und des Distriktskommandanten die Kolonie Sichron Jacob, wo er vom Vorstand der Kolonie und vom arabisdien Mukhtar aufgewartet und begrüßt wurde. Die Vertreter beider Völker wiesen auf die crfretilidie Tatsadie hin, daß in ihren Distrikten zwischen Arabern und Juden Frieden und Frcundsdiaft herrschen. Der arabisdie Mukhtar sdiloß seine Rede mit einem Heil-Ruf auf König Georg und Sir Herbert Samuel und las überdies einen von fünf arabisdien Persönlichkeiten untcrzcichneten Brief vor, in dem die ihre Zufriedenheit mit den. jüdischen Nachbarn und mit den von ihnen geleisteten Wohltaten bekunden. Der Oberkom* missar dankte den Rednerr, für den Empfang und sprach seine Freude über da? gute Einvernehmen zwisehen J u d e n u n d A r a b e r n aus. Sich zu den Juden wendend, sagte er: ״Als ich Sali, daß Sic in Ihren Sditilen auch die arabischen Kinder unterrichten, da empfand ich auch, daß Ihr es wohl verstehet, den richtigen W<־g einzuschlagcn.“ Dann sagte er zu den Arabern: ״Sie können versichert sein, daß, wenn wir der Meinung wären, daß die Einwanderung der Juden den Arabern schädlich sei, so würden wir die Immigration einstellen. Da wir aber die klare Ueberzetigung haben, daß das Gegenteil davon wahr sei, wollen wir unsere gegenwärtige Politik fortsctz.cn. Ich bin überzeugt, daß jene, die durch falsche Berichte zu dem Angriff auf Chcdcra irregeleitet worden sind, nunmehr ihre Tat bedauern." Pnilistincnsische Obsternte, Die diesjährige Obsternte in Palästina ist im ganze!» befriedigend ausgefallen. Die Orangen lassen einen guten Ertrag erwarten; während das Ergebnis der Olivenernte den geringen Erwartungen entspricht.! Amerika und die zionistische Politik Von Ab. Goldberg Wir haben uns an das Mitglied der ameri- Manischen zionistischen lasv.ic,exekutive, Herrn Ab. Go Idb erg, der von seinem letzten Aufenthalt in Berlin nach dem Kongreß aud» den deutschen Zionisten bekannt ist, mit der Bitte gewandt, uns eine Reihe von Artikeln über jüäisdie Fragen Amerikas zur Verfügung zu stellen. Herr Golctberg ist unserem Wunsche nachgekommen, und wir sind heute in der angenehmen Lage, den ersten Artikel zu veröffentlichen. ' Die Red. Nicht nur seit dem letzten Kriege, sondern schon viel früher spielte Amerika eine große Rolle bei der Befreiung unterdrückter Völker. Denn nur um der Sendung willen, der Freiheit in der Welt zum Siege zu verhelfen, ist Amerika entdeckt worden. In der offiziehen Gesdiichtc heißt es zwar, daß die Reise Columbus’ keinen anderen Zweck hatte, als einen Weg nach Westindien zu suchen, daß er eigentlich nur ,das Gold und die Edelsteine jenes reichen Landes im Auge hatte und nur zufällig eine neue Welt entdeckte. Das ist aber nicht die volle Wahrheit. Bei der Lektüre seines Reisetagebuches kann man sich davon überzeugen, daß er außer nach Gakl und Edelsteinen nach etwas anderem, etwas Höherem strebte, Columbus träumte schon lange von einer neuen Welt, von neuer Erde und neuem Himmel. Er träumte von einem Paradies auf dieser Welt, in dem die Menschen glücklicher und freier leben sollten. Columbus war ein sehr frommer Mensch, und ob er nun, wie manche Historiker behaupten, ein ganzer oder bloß ein halber oder überhaupt kein Jude war — die Bibel hat sicherlieh auf ihn eine starke Wirkung ausgeübt, und die Verheißungen, die dort mit den heiligsten Worten von einer goldenen Zeit erzählten, in der die Menschen satt und zufrieden wie Brüder und Freunde leben werden, haben die Gedanken dieses Träumers und Wcltensuchert beherrscht, und er sah in sich den neuen Messias. Die Mission Columbus’ endete seinerzeit mit einem tragischen Fiasko. Es war eit» schrecklicher Mißerfolg. Weder fand man im neuen Lande Gold, noch wurde e9 zu einem Paradies auf Erden. Kein Träumer hat es je erlebt, die Verwirklichung seiner Träume erfüllt zu sehen. Columbus bildete keine Ausnahme. Sein Ideal ist zwar verwirklicht worden, aber viel später. In Amerika fand man viel Gold und andere Schätze. Amerika ist zum Goldland geworden — in doppeltem Sinne. Viele Verfolgte haben hier eine Zufluchtsstätte gefunden, eine Möglichkeit, frei und ungestört zu leben. Amerika wurde zum Speicher der Welt Damit war aber die Rolle Amerikas noch lange nicht ausgespielt. Nicht nur im materiellen, sondern auch im ideellen Sinne ist die Wirkung Amerikas sehr groß. Das Land wurde zum Lcuchtturm und zur Quelle der Hoffnung für alle Verehrer von Freiheit und Gleichheit. Amerika hat großen Anteil an der Befreiung von Völkern und Ländern. Die amerikanische Verfassung mit allen ihren Mängeln und Schattenseiten ist da« schönste Dokument, das die menschliche Freiheit»• Bewegung aufzuweisen hat. Andere Länder haben von Amerika gelernt und es nachgcahmt. Dank Amerika besitzt die Welt jetzt mehr Republiken als Monarchien. Die neue Welt kennt keine Könige. Der Versuch, in Mexiko einen König cinzusctzen, endete tragisch. Da» Beispiel der amerikanischen Republik hat seine Wirkung nicht verfehlt Amerika hat aber auch zur Befreiung der unterdrückten Völker beigetragen. Zunächst Ist die Be* freiung von Kuba zu erwähnen. Trotzdem nach den bisherigen Kriegsbräuchen Kuba Amerika gehören sollte, wurde cs vollständig freigegeben und damit allen Völkern ein Beispiel amerikanischer Selbstlosigkeit geboten. Die Monroe-Doktrin war auch eine große Hilfe für alle kleinen Völker, die in verschiedener, Teilen Amerikas wohnen. Unter dem Schutz dieser Doktrin sind sie groß und mächtig geworden und können nun selbständig sein. Manche von ihnen sind jetzt mit der Monroe-Doktriri unzufrieden, als ob Amerika für sich die Macht über den neuen Kontinent in Anspruch nehmen würde. Es gab eine Zeit, in der die Gefahr bestand, eine euro; päisehe Macht könnte sich dieses oder jenes kleineren Volkes in Amerika bemächtigen. Die Monroe-Doktrio mit ihrer Losung: Amerika den Amerikanern vorhinderte es, daß Amerika zu einem neuen Afrika wurde. Amerika hat auch indirekt zur Befreiung Italiens beigetragen. Die Italiener in Amerika haben in ihrem Vaterlande die revolutionäre Bewegung unterstützt, und der Held der italienischen Revolution, Garibaldi, lebte lange in Amerika. Große Sympathien fanden die Irländer in Amerika. Es steht fest, daß, wenn England mit allen Mitteln den Frieden mit den Sinnfeinem suchte, es nicht zum wenigsten darauf zurückzuführen ist, daß England sich die Sympathien Amerikas nicht verscherzen wollte, die ea bei eine!« Kriege mit Irland unbedingt verlieren würde. Auch während des letzten Krieges hat Amerika für die Befreiung verschiedener Völker viel