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Jüdische Rundschau · 1921-12-10 · Heft 101 (10.12.1921) · page 4

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVI (1921)
Issue
Heft 101 (10.12.1921)
Date
1921-12-10
Page
– (sequence 4)
Language
German
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ff** Seite 724 Gegen den palästinensisch-syrischarabischen Kongreß - ■ Jn if a, 12, De/.!11 den ägyptischen Blattern hal der Emir Sh e'k i b Arslau vor einiger _ Zeit_ mit einer Agitation zur Einberufung eines palästineiisisdt-syriscliarabischen Kongresses begonnen. Der Kongreß soll nach (lern Appell des’Emirs die Propaganda für die ״Befreiung Palästinas“ in die Wege leiten. Der Emir verspricht sich von diesem Kon grell eine starke Wirkung auf die arabische Hcvölkerung »in Innern 11ml auf die öffentliche .Meinung־ in Westeuropa. Dieser Auffassung sowohl wie auch der Idee des Kongresses überhaupt tritt der Notable A ri f T u k a 11 aus .Sichern im hiesigen arabischen IHatte ״Al-Achliar“ durch einen offenen llriel .an den Emir Slwkib Ar.slau entgegen. ״Vor allem“ — führt Arif Tukan aus — ״ist der Emir im Unrecht, wenn er glaubt, daß ein Kongreß latsiichlich die syrische und palästincusische Bevölkerung repräsentiere. In Wahrheit ist das Degenteil der Pali, besonders was den palästinensische״ Kongreli betrifit, in dem nur eine bestimmte Gruppe der Bevölkerung vertreten erscheint. Die Kongrcßdelegierten von Siehem wurden in einer Versammlung gewählt, an welcher bl0(1 '2נ Personen tednahmeu, und die in Anwesenheit der Intellektuellen, der Scheichs und der Notahein ahgehalteu wurde, hu übrigen ist es auch nicht wahr, daß die Verwaltung des Landes schlecht sei, sie ist jedenfalls viel besser als sie zu jener Zeit war, da Palästinenser die Verwaltung in ihren Händen hatten. All die I.cute, die die Forderung der völligen ,Befreiung Palästinas und Syriens‘ aufstcllen, sind entweder kur/- sichtig oder sie iiaheit kein Verständnis für die gegenwärtigen lie/ielumgen /wischen den verschiedenen Grttppen der liewohiierselnift. Diese Forderung nach einer völligen Uefi'eimig aibeitej vielmehr in die Hantle der europäischen Mächte, •als sie den Palästinensern helfen könnte, denn sie wird unausweichlich die Versklavung vlieses Landes herbeih'ihi'en, als eine natürliche Folge unserer Unfähigkeit, uns vollständig selbst zu verwalten.“ Araber laden Jaden nach Naiarcth ein Ein Großgrundbesitzer aus Nazareth brachte nach Haifa eine von 2Ul> Einwohnern unterschriebene Petition, in der die Juden aufgefvmlert werden, sieh in Nazareth nieitvr/ulassen. Her Ueberbringer des Schreibens erklärte, daß er bereit wäre, seine Häuser für eine gewisse Zeit mietefrvi den Juden zu überlassen, da überall, wo Juden lütikuimncii, die Mieten und die Cirmul* reuten rapide steigen. Citaucn JUEOISCHE RUNDSCHAU Eerner sei noch auf vlic K ü s t e 11 s e 11 i I t a h r t und in Verbindung damit auf die Einfuhr von Lebensmittel» aus den Naehharläuderti hingewiesen. Manche l.tdicusinilte! sind in Palästina, um;10 ״« teurer als in den Naehbniläiitleru, einzig 11 ad allein, weit ehe Einfuhr nicht organisiert ist. Das Aktienkapital der .,Chewlttl“ besteht aus 23 Millionen Mark (1000 Aktien ,zu je 25 0fD AL). Das gezeichnete Kapital muH im Laute eines Jahres in vier Raten eilige/,1111t werilen. Sirlirild 200 Aktiv« einge/ahlt sind, wird die Generalversammlung ciuberaiei» werden. Die vorläulige Adresse der Aktiengesellschaft ist ״Qtewlul“, Ivowivo, Hotel ״Ikigmara“. •Nr. IQ; Die zionistische Krise in Hallen Ein jüdischer Vertreter Litauens in Palästina Ko w 110. (J. C. B.) Die litauische Regierung benachrichtigte das Ministerium für jüdiselio Angelegenheiten, daß sie beschlossen halte, einen Vertreter Litauens für Palästina zu ernennen und daß sie mit diesem Posten einen Juden betrauen werde. ״Chewlul“ litauische Aktiengesellschaft für Industrie, Hätiserbau und Handel in Palästina Wie wir bereits in der vorigen Nummer unseres Wattes mitgeteilt haben, wurde in Ko w 110 vor kurze»! eine Aktiengesellschaft für Industrie, lläuserbnu und Ham lei in Palästina unter dem Namen ״Chcwlul" (Abkürzung derbebriiischen Worte Chcwralt L tnassijah L Lemilichar) gegründet. Wir erhalten nunmehr den Prospekt die-er (icSeilschaft, der mit Befriedigung viarauf hinweist, daß sielt in der letzten Zeit die private Initiative und jüdische Kaufleute für Palästina in steigenderem Maße iiiteressicrei». Zwei Momente sind es,, die diese Steigerung verursacht haben: Es wurde allen klar, daß der Aufhalt Palästinas nur durch kräftige IJnterMiil/uug seiten•־, der Privatinitiative vlurclmifüliren ist, andererseits sind die Verhalt!»'׳sse in Palästina so weit geklärt, viaII dort rvntahle Unternehmungen, die mit genügendem Kapital und von kaufmännisch geschulten Leute» betrieben werde», Aussicht auf Erfolg haben. Die (iviuvicr hahen in Palästina statistische Erhebungen allgestellt, aus denen heryorgeht, daß in den letzten zwei Jahren in Palastiiin im Häuserbau uml anderen Uniernelmiuiigen ein Kapital von mehr als IG Millionen engl. V investiert wurden, das guten Gewinn abwirit und vielen jüdischen 1־ amilien ihre» Lebensunterhalt gewährt. In erster Reihe* will sich ״Chewlnl“ dem Hä userbau widmen. Die Wohnungsnot in Palästina übersteigt alle Begriffe. Mehr als 60001) engl. £ zahlen Juden monatlidi an Mieten an Niditjmlen. Es haben sieh daher in P.v lästina Himscrban-Genosscnschnftcn gebildet, deren Mitgliedcr bis »1 einem Drittel vier Baukosten beitragen können. Jie restlichen zwei Drittel müssen ihnen auf (lern Kreditwege durch eine Hypothekenbank zur ־Vcrlügung gestellt werden. Allein viie von ihnen gezahlten Mieten genügen, tu״ die Kosten des •Hauses in vier ins tiinf Jahren auszu/ahler». Alle Baut 11,1 tvri.׳tlivn atiller /.erneut sind lut Lande selbst vorhanden, Auch au Aibeitcrn fehlt, cs nicht, Nur das Betriebskapital ttuiil huschatlt werden. Ls liegen bereits jetzt Bauaufträge in Höhe ,011 10 000 .C vor. In Litauen macht sich jetzt eine 1 enden/, bemerkbar, 14äuserbat!«Ge110ssu1;chaftet1 zu *runden von Leuten, viie sich vor der Uebcrsicdluug! ־״teil lalastuia mit Häusern versorgen wollen. Alsweiteres rentables Unternehmen ist die Breunss* .Ä2i3rs, r1״?c\ic1’1rf1kol,ks s: mUutSSS/*' ״> <!•» vichiduäA'l; (Von unserem italienischen in.!).־Korrespondenten.) R «.>!», Anfang Dezember. Ende November fand in Bologna eine -Sitzung des Ausschusses der zionistischen Föderation statt, die die miier/ionistische Krise in Italien noch inchr versclt.irfte. Zwei!•'ragen mußten vor allem besprochen werden: Keren M a je ssovl-Arbeit und das zionistisein: Sekret.triat in Rom, I!1 Bezug auf K. IT. verlangte ein Teil der Ausschulimitglieder, daß mau in Italien das Maasserprinzip nicht streng durchführe, da angeblich die italienischen Juden sieh in besonders schweren Verhältnissen befinden; außerdem sollte die ganze K. I!.-Arbeit, sowohl Propaganda wie Ausgaben, unter vier Kontrolle der Eöderation stellen. Umsonst wurden die Maass-er-Gegncr darauf aufmerksam gemacht, daß Koiigrdlbesel!Hisse für alle Zionisten bindend sind eine Resolution in obengennnntein Sinne wurde von der Mehrheit ntigcnmnmen, worauf der Vertreter vier K, If,-k\>mmiv,i<11fc die Sitzung verlassen hat. Die am nächsten Tage in IToreuz /.usammenbcrtifcne K. IE- Kmmnissiou nahm eine Resolution an, in welcher viie Unabhängigkeit vier K. H.-Arheit von vier Eöderation noch einmal bestätigt wurde. In Bezug auf das Sckretariat in Rom stellte vier Ausschuß das Fehlen der finanziellen Mittel zu seiner Unterhaltung fest 11ml heschloll, das Sekretariat aufzttlöscn und den Sekretär, Rabl», Dante Lattes, von seinen Verpflichtungen der Föderation gegenüber zu befreien. Der zionistischen Arbeit in Italien ist durch diese Beschlüsse zweifelsohne ein schwerer Schlag versetzt worden, der «oe.11 schmerzlicher erscheinen wird, wenn man bedenkt, daß er allgemein jüdisches Leben treffen muß. Wer außer den Zionisten beschäftigt sieh denn in Italien mit it'tdimJien Sachen? Von mm an werden auch die sonst so geringen zionistischen Kräfte in lt.1lic» zersplittert sei«, via der K. II., an dessen Spitze Rechtsanwalt Altoii-o Pacifici stellt, nicht nur iinribhängig, sondern •sogar in offenem Gegensätze zu vier Mehrheit vier offiziellen Zionisten arbeiten wird. Ls ist dabei fcst/.u-stellvn, daß die K. H.-Kommission zum Fricden wohl bereit war mul ihn erstrebt bat. aber über ein gewisses Maß von Konzessionen konnte auch sie, durch das Maasserprinzip gebunden, nicht gehen. Es ist kaum nötig, die Argumente der Maasergcgner genau zu untersuchen; sie wollten ja aügeblich nichts an dem Prinzip selbst rühren und verneinten nur viie Möglichkeit seiner An- Wendung an italienischen Juden, die, wirtschaftlich und politisch, unter besonders schweren Verhältnissen leben solltet». Gerade diese Behauptung ist aber grundfalsch und man könnte die Leute viel ernster nehmen, wenn J sie die allgemeine Opportunität des Prinzips in Abrede i stellten; in dein Momente aber, als sie behaupten, daß den italienischen Juden es schwerer fallen muß, den Maaser zu zahlen als, sagen wir, den deutschen oder den österreichischen Jmlcit, und für sic, viie von Pogromen, Verfolgungen, Antisemitismus, ■Kriegsokkupatioiicn usw. sollstiiiiilig verschont gehliehen sind, eine begünstigende Ausnahmestellung geschaffen sein muß, ist eine ernste Diskussion nicht mehr möglich. Eilten nicht minder schweren -Schlag* für viie jüdische I Arbeit in Italien stellt vier Beschluß über die Auflösung des zionistischen Sekretariats in Rom, dessen Leiter seil 3 Jahren Rabbiner Dante Lattes war, dar. Zusammen mit der Wochenschrift ״Israel“ bildete das Sekretariat das einzige Zentrum, um welches sieh die zionistischen Kräfte gruppierten •mul das auch gewisse Arbeiten nach außen, gegen die öffentliche Meinung Italiens und die Regierung, vollbringen konnte. Jetzt bleibt nicht nur die Föderation ihres Zentrums beraubt, was eigentlich ihrer Auflösung gleichkommt, sondern auch Italien vcrliert die einzige Vertretung des Zionismus, den einzigen Stützpunkt, mit Hilfe von welchen die Weltorganisation über die Stimmungen, die Absichten, das Vorhaben dieser Großmacht sowie des Vatikans informiert werden und wenigstens den Versuch machen konnte, sie zu beeinflussen. Allgemein-politisch betrachtet, ist die Auflösung des Sekretariats vielleicht noch schädlicher, als die Zwietracht /.wischen der K. H.-Kommission und dem Ausschüsse der Föderation. Wer ist an dieser Krise schuld? Persönlich, subjcktiv vielleicht niemand, sondern nur die Art und Weise, wie die zionistische Arbeit in Itnlesv aufgefaßt wurde. •Man 11:1t hier mit tief assimiliertem Judentum zu tun mul deshalb sollte es von Anfang an zur Arbeitsmaximo werden, daß vorläufig keine zionistische Massenpartei (soweit man in Italien von der Masse sprechen kann) hier möglich ist — es müssen ganz besondere Umstände gegeben .sein, damit die italienische Judenheit in einem bedeutenden Teile zionistisch wird.!Man sollte deshalb eins von hei den wählen: entweder gibt man dem Zionismus einen nationalen, rein philanthropischen Charakter — dann könnte man darauf rechnen, die Mehrheit der Juden zu gewinnen; *oder man sollte sich mit der Erziehung von wenigen Auserwähltcn, vielleicht von 10 bis 15 in jeder Stadt, mit der Bildung einer ,,/Jonistisd״״ Sekte“, damit das ״heilige Fetter“ nicht erlischt J kraft des ungetrübten Gefühls und Gedankens ״״,! immer weife re Kreise, alter sehr langsam, Uevungv/, r!vr werden, begnügen und das Gras der Juden vorläuf׳.,! iti Ruhe lassen. Außerdem war cs absolut nötig, Sympathien für die zionistische Sache unter den Italic sitrn zu erwecken suchen — der beste Weg zu dem asMm;. lierfen Juden fuhrt ja initiier durch seinen cl1rist!1d\lrt Nachbar. Statt dessen hat man de» Ausschuß dir ״,-•ן deration ans den antinntionaleu Pro-Zionistcn, wie gen Vorsitzenden der Föderation, R u v e 11 na, oder den Vorsitzenden Sulla in , mul den nationalen Zionisten, Lattes und Pacifici, gebildet; diese letzte | des Aitsselui ••sts hat dabei sofort ,ך!! die Lrobertm׳׳ vier italienischen Judenheit mit allen ihren Iustitntiom-rj und Gemeinden gedacht und mit ziemlich scharfer nationaler Phraseologie gearbeitet. Was die öiiaitlicht Meinung Italiens anbetrifit, so hat man erlebt, daß dg anfängliche Sympathie sich fast in ihr (jegi-iiteil urwandelte. So hat mau das Gros der judenheit t111:v,t״,tr. weise erschrocken und keine bedeutende Schar von tn u״i Freunden erzogen. Es wäre unrichtig, - den Mansser vier Kn-c ,■ü beschuldige»; die Krise war seit dem ersten Tage ,!,, Wiederaufstehens vier Föderation, seit September Pjig latent vorhanden. Wäre cs nicht der Maasser, so h.!ttc etwas anderes als Vorwand gedient, um so mehr ־!R selbstverständlich nicht ohne persönliche Ucgcn-iit/e v״r stell gegangen ist. In «lern Momente, als man \׳.» <i1״ ziemlich lauen Pro-Zionisten ein persönliches Opfer ic,־• langt, mag v:8 auch nicht finanzieller Natur 81י[ ,!•!,׳ der Ausbruch der Krise tin.iusbkuhlich; angeüih:, Gleichgültigkeit und dem kleiiihelien Fgoismu־. sa•!! die Phraseologie, die so lange in Kauf genommen wsng als die Tasche darunter nicht litt. Das vo!!-!״!«.^ Fehlender zionistischen Erziehung hei den Maas cige •1a:r, geht schon daraus hervor, daß sie den <icgtr.tnna-v-r• beschluß ruhig annehmeti und trotzdem gar nicht dar,׳!!; denken, daß, angesichts des Kongrtßbc schhissv-, «•, ihn elementare Pflicht wäre, sich /uriiek/n/icJien tia.l vier Ddegierjentag einzünerufeii oder, um ganz konsc.,:»■;,! zu sein, sieh von der Weltorganisation los/titrcuavn. Die letzte Sitzung des Ausschusses bedeutet jt•«!« falls den vorläufigen Schluß der organisierten zionistisvheu Arbeit in Italien. Jetzt bleibt nur übrig, «Jarau zu denke:;, wie sie wieder aiiigenommcii tvertlen könnte. Ein 11:1! ״• ninliger Versuch, die siib :!;;ssdiiießeudeii Kräfte wiedir zu vereinigen, wird aber, wenn er auch gemacht wird, von vornherein aussichtslos sein. Mitteilungen über die Arbeit für das Bibliothekswesen in Erez-Israel Von der Haupt samntelstelie, Pr. Dr. He ins ich l.oewt, Berlin NW 52, Flcmmingstralic U. -:eil- Wir hatten erwartet, daß vcm XII. Z1< kongressc aus, der im September in Karlsbad ab:> halten wurde, eine neue Epoche auch für das paläst;;.«!.• sische Bibliothekswesen zu datieren sei. Bisher ist vla.or noch nichts zu merken. Um viie Bibliothek bei eiinc Jalireszuwachs von rund 15 0!D.200011 Bändet! vini c: maße» sachgemäß zu verwalten, wäre ein jährlü:»׳ Budget von 12000 -13 (100 •C notig gewesen. Ha konnte nicht bewilligt werden. Um aber den Iktm; wenigstens soweit zu führen, daß wir den drin׳.״:;!: stell Bedürfnissen gerecht vverden könnten, ber.ntraeua wir ein Budget von 50!K) C, obwohl wir genau wnßu!:, daß wir dann genötigt seien, weitere größere Mal ei auf privatem Wege aut/utreiben. Aber auch das korxtv uns nicht bewilligt werden. Nach vielen Mühen wurde uns zngestanden, daß wir 3000 ■C aus dem re״!!!.een Etat erhalten sollten, daß aber, wenn die Eing.uigv größer wären, als man iin Voranschlag angenomnna ttus aus den Uebcrschüsses» weitere 30Ü!) .C /ugeiuhr, werden sollten. Wir müssen uns also bescheiden, >!..'״ in diesem Jahre die Bibliothek noch nicht in den Staad gesetzt werden kamt, der i'iir viie Bedürfnisse vier Jcr.1• salemer Bevölkerung, de! werdenden Landessiedluag uiid vier cntstehenvlcn Universität notwendig ist. Jetzt macht sich noch ein zweiter Notstand ge!»!!.: Ehe irgendeine Erweiterung der Bibliotheksarheit in An■ griff genommen werden kann, muß vor allem d״ Raum frage vier Bibliothek; gelöst werden. Das jetzi-v von der B׳ne-Brith-Logc Jerusalem zur Miete gem׳!:'.■ mene Gebäude reicht in keiner Weise mehr aus, Ls ist bis in viie letzten Winkel hinein mit Büchern n!s• gestopft. Die letzten aus Berlin ges; nulten Kiv«;! konnten nicht ausgepackt werden. Uml doch!um::er; das Lina nach Büchern, letzt werden wir Mictsräuniv in der Nähe der Bibliothek hin/.unehmen müssen. Aber das bedeutet nur eineu kurzen Aufschub in der Raum• frage. Für diese gibt es nur eine Losung, den lkm eines besonderen Bibliollieksgebatides. Ein solche־ li a 11 w e r k muß jetzt s (1 fort i!1 Angriff g 1 ■ 11 onnnen werden, und es bestellt An״״:־־ daß noch in diesem Jahre mit dem Bau begonnen werde: kann. Dann wird Jerusalem ei» großes' jüdisches M׳׳• ittiuicmalgeliäiiile besitzen, das von der neuen judt״״׳!״־' •Siedlung errichtet worden 11ml das keine Svuagoge i־: Das erste große in die Augen fallende, einer gewaltigcti Ktilhiraufgabe dienende jüdische Profaubaiiwerk i» «11׳r heiligen Stadt iivzwisdien «che» die SanjinLnigen für die BihlimnG ihre» Gang. In Frankreich hat die Croupe des Ftudia»׳' Sionistes iu Paris die Arbeit für die Bibliothek »•.»>״־ natnmen und eine Reihe von jüdisclien und tiichtjüdischcii Gel ehrten interessiert. Der ״Matin“ brachte einen Ar* tikel zugunsten der Universität und Bibliothek Jcrus;«lc:;1 und jetzt entsteht eine ״Societe des Amis de l'Universitc HebrnLpte de Jerusalem“ mit Ortsnml Be/irksgruppe»• In Polen, wo bisher für die Bibliothek keine 01• gam sicrte Arbeit war, wird jetzt solche von Warschau au* Angriff genommen werden, ln der Schweiz sind (Fortsetzung S. 723.) ut

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