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Jüdische Rundschau · 1921-12-16 · Heft 100 (16.12.1921) · page 1

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVI (1921)
Issue
Heft 100 (16.12.1921)
Date
1921-12-16
Page
– (sequence 1)
Language
German
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PMUaUr21 ״.- &• I« D.ot.AU.d, *«!«*•»*••••י ״״u U*z*o 1• <f« «■»1■י* L»°a«f v«»«d^«t Nummer 100 | Berlin, 16 XII. 1921 Antel!?en-V erwaltung: Jüdisch* RaudnoliauO.•» W. H.. Berlin W15, Sichtlich• Sir. S tülcpkeol A»t Uhifcud 843 und Ih4. A sa 1 m I % m a y # «I «1 (ir 4U •UW««f t«p*U«»« i»*־* U* r>« iI1«Eanf«iv** Ü> M. pro Z*il• Avvclf•nicMaCi D1«»1(*r *>4 FtciUf ■ 041 4 זג*ז4וםי Ukr. Te5*pV10n: UhUad MS •.841 P»*\«&*ckW**io* B**üo N*. V7S3X Für 0***«rr«ici», PojUpark•••«»•■•)( K«nto Nr. 15i״a׳ v •«. Fi» T»41<־cho«low*V«>i; P«1taptfkwM1t(r1t P*»£» Vr. IÜvaI, — RedaktioBaadbluS S&BBtag mm 4 M.Uw׳*ub •*1i»auU«f. "־״“ ט״ז ככלו׳ הרס׳יב | xxvi. jahrg. Zionismus erstrebt!Qr das Jüdische Volk die Schaltung einer öffentlich-rechtlich gesicherten Heimstätte In Palästina. ״Baseler Programm .*• An unsere Abonnenten!! Nachdem wir die AbonaenifnlsgebOhren für da* I.Qaar- ן ial 1922 mit Berücksichtigung der am 1. Oktober d- ] in! Kraft getretenen 30Kigea Druckprehcrhöhung festgesetzt j latten, werden wir jetzt davon verständigt, daß mit rück, wirkender Kraft vom 1. Dezember d. J ab eine neue Druckpreiaerhfihung von 40H erfolgt Ist Wir sind nun nicht in der Lage, diesen neuen, großen Aufschlag allein zu tragen, om so weniger, a'* *Ich auch die allgemeinen Betriebskosten, wie überall mit Rücksicht auf die fortschreitende Teuerung wesentlich erhöht haben und durch die bevorstehende große Portoerhöbung eine neue wesentliche Belastung erfahren werden. Wie haben uns daher entschließen müssen, auf die festgesetzten Abonnemenlsgebühren einen Teuerung•־ Zuschlag von M k.3 — zu erheben, durch den die neu entstellenden Unkosten nur za einem Teil gedeckt werden. Wir hoffen, daß unsere Abonnenten unserer Notlage Rechnung tragen und diesen Zuschlag sofort zahlen Werden. Die AbonntmtnUgiböhrea betragen tnUbln vom I. Januar 1922 ab für Einzelabonnenten Mk.18.- und Mk, 3.— Teuerungsiuschlag ייי־ Mk.21.—, für die Sam mel&bonn ements Mk. 13.— und Mk. 3.— Teuerung!• Zuschlag.— Mk. 16.— vierteljährlich• Wir bitten alle diejenigen Ortsgruppen, die die Gcbühren für die von Ihnen bestellten Ssmmelabonnements schon eingezogen und abgeführt haben, den Teuerungszu• schlag von Mk. 3.— möglichst sofort zu erheben und eben• falls abzuführen. Wir richten ferner die Bitte an alle Einzalabonnenten, die die Gebühren achon bezahlt haben, ans denTeuertmgszuschldg von Mk.3.־־ nachträglich elnzuschlckea. Verlaß Jüdische Rundschau Q. m. b. H.f Berlin W15, Sächsische S!r. 9, Postscheckkonto; Berlin Nr. 17392. Außerordentliche Landeskonferenz der Zionistischen Vereinigung für Deutschland Anläßlich der Anwesenheit des Präsidenten der Zionistischen Organisation, Herrn Professor Dr. C11 ajirn Wcizmann, in Deutschland findet am Sonutag.de 11 25. Dezember, in Berlin eine Außerordentliche Landeskonferenz der Zionistischen Vereinigung für Deutschland statt, in deren Mittelpunkt ein großes Referat von Herrn Dr. Weizmann über die allgemeine Lage der Bewegung stehen wird. Zur Teilnahme an der Sitzung sind berechtigt: 1. die Mitglieder des Landesvorstandes, des Zen״ tralkomitees, des Finanzausschusses und der Revisionskommission der Zionistischen Ver* cinigung für Deutschland; 2. die Vorsitzenden der Ortsgruppen der Zioriistisclien Vereinigung für Deutschland oder deren Stellvertreter; 3. die Leiter der Keren Hajcssod-Ajbcit in den zionistischen Ortsgruppen. Schriftliche Einladungen sind an die Ortsgruppen ergangen. Die Tagung ist geschlossen, fräste haben keinen Zutritt. Die Abgesandten der Ortsgruppen erhalten Einlaß nur gegen Vorzeigung einer auf den Namen lautenden vom Landesvorstand der Zionistischen Vereinigung für Deutschland Unterzeichneten Legi• timation. Statutenmäßige Rechte stehen der Landcskonfefenz nicht zu. Beschlüsse werden nicht gefaßt *erden. Die Tagung soll den verantwortlichen Leitern «Lt zionistischen Arbeit in den Bezirken und Orts- Rruppen Gelegenheit zu einer unmittelbaren Ausspräche mit dem Präsidenten der Organisation geben. An die Ortsgruppen ergeht daher die dringende Aufforderung, die Tagung volkältlig zu be- «flicken. Der Landesvorstand der Zionistischen Vereinigung für Deutschland Ankunft Weizmann# in Beilin Professor Dr. Weizmann trifft in Berlin am Montag, den 19. Dezember, 5.20 Nachm, auf dem Bahnhof Zoologischer Garten ein. Die Verhandlungen mir den Arabern Wie die ״Zeit“, London, aus sicherer Quelle erfahren haben will, soll das Kolonieministerium eine Presseagentur ermächtigt haben, mitzuteilen, daß W. Cltu rchill mit zionistischen Führern sowie mit der arabischen Delegation verhandelt habe. Er glaube an die Möglichkeit, bereits jetzt ein Einvernehmen herbeizuführen und bereitet einen Entwurf eines Abkommens vor. Die Washingtoner Konferenz end die zionistische Frage Washington, 7. Dez, (J.C.B.) Im Zusammenhange mit den von uns bereits gemeldeten Erfolgen Soko Io w s in Washington gelegentlich seiner Besprecliungcn im amei iranischen S.aatsdcpartcment, seiner Konferenz mit Batfour tmd mit dem der tranzösischm Delegation angehörenden poetischen Direktor des französischen Außenamtes, Mr. Philipp» Ecrthelot, erfahren wir von unbedingt vertrauenswürdiger Quelle folgende weitere Einzelheiten: Gelegentlich der auf eigener Initiative des Präsidenten Härtling erfolgten Zusammenkunft mit ßalfour, kam der Präsident gleich• falls aus eigenem auf den Zion s!nus zu sprechen, wobei Harding dem Schöpfer der Balfour-Deklaration gegenüber sein tiefes Interesse und seine besondere Gewogenheit für die zionistische Bewegung zum Ausditjck brachte. Dies ist der erste Fall, daß sich das Haupt der Vefeinigten Staaten ans eigenem Antriebe veranlaßt sah, mit einer fremden Macht die Frage der jüdischen Rechte auf Palästina zu besprechen. Nach der Konferenz Soko fovvs» mit Mr. Flctcher, dem Acting Sekretary ot State, hatte Sokolov «ine Zusammenkunft bei Balfour, wo er ihn über die Ergebnisse dieser Konferenz dahin informierte, daß «r bei den höheren amerikanischen Beamten ein wachsendes Interesse für die Oeffnung der Tore Palästinas für chic große jüdische Einwanderimg aus Osteuropa gefunden habe. Sokolow־ hat natürlieh hierbei die Gelegenheit wohrgenommen, um auf die Notwendigkeit einer baldigen Ratifizierung des Palästinamandates hinzuweiser». ln der französischen Delegation unterhielt sich Sokolow mit Berthclet und mit *aderet» Mitgliedern über den gleichen Gegenstand. Die Enttäuschung der arabischen Delegation Wir berichteten über das Interview, welches General Haddad Pascha, der Vertreter des Königs der Iicdschas in London und Vertrauten des Königs Faisul, dem Kairoer Blatte ״Hamikdar“ vor kurzem gab, ebenso über seine Rede vor den arabischen Notabcln in Jcrusalem. In beiden Fällen empfahl Haddad Pascha den palästinensischen Arabern, die Balfour-Deklaration zu akzeptieren und der arabischen Sache nicht durch die Forderung an England, das gegebene Versprechen nicht cinzuhaltcn, zu schaden. Wegen dieser Stellung, nähme wurde Haddad Pascha von den arabischen Nationalisten 1n heftigster Weise angegriffen. Auf diese Angriffe antwortet General Haddad Pascha im ״El Karmel“ und sagt unter anderem: ״Was meine Stellungnahme hauptsächlich beeinflußt hat, war die politische Atmosphäre, die ich in den informierten europäischen Kreisen vorfand. Ich erfuhr hier manches, was denen, die fern von diesen Ländern zu Hause Politik machen, nocli unbekannt ist. Ich glaube, daß die britische Regierung in dem zweiten Teile der Balfour-Deklaration das Mittel finden wird, die arabischen Aspirationen zu befriedigen. Ich bin auch überzeugt, daß die Mitglieder der Delegation nach ihrer Heimkehr bestätigen werden, daß alles, was ich euch sagte, auf unumstößlicher Wahrheit beruht.“ In ähnlichem Sinne muß auch das Organ des palästinaarabischen Kongresses ״El Sabach“ die Enttäuschung der Delegation zugeben, indem es feststellt: ״Die Dole- Ration befindet sich jetzt in einer sehr schweren Situ• ation. Die Mitglieder waren vor ihrer Abreise über• zeugt, daß sic in London eine englische Organisation finden würden, welche das Arrangement ihrer Aktion übernehmen würde, wie ihnen dies auch von einigen Engländern in Palästina versichert wurde. In Wirklichkeit jedoch fanden sie nichts dergleichen vor." Ernennung des Sohnes von Achad ff asm S. Olnzburg, Sohn des bekannten hebräischen Schriftstellers Achad-Haam, wurde von der palästinensisdien Regierung zum Inspektor aller jüdischen Schule» anstatt des Dr, A. Duachkia ernannt Kredite für Baaunferndioen Jerusalem, 11. Dez. (J. G B.) Die psdästiae»• *ische Exekutive der Zionistischen Organisation bewilligte eine Reihe von Krediten und Anleihen füi Bauzwecke. An ersten Bankkrediten wurden erteilt: 18000 £ zur Aufführung von 100 Häusern in Haifa, 8000 £ zum Aufbau von 40 Häusern in Tibcrua und 34 000 £ für den Bau von 25Ü Häusern in Jaffa. Alle Darlehen wurden der vor kurzem er&ffnetcn zionistischen Hypothekenbank entnommen und unter der Bedingung unverzüglicher Inangriffnahme der Bautätigkeit «־teilt. Die Bautätigkeit in Jerusalem Jerusalem, 7. Dez. (J. C. B.) Im Gegensatz va anderen Städten Palästinas hat die Bautätigkeit in Jerutalem bisher noch nicht eingesetzt. Nunmehr hat der Haboneh eine Gesellschaft gegründet, welche bei Jen»- salem einen Steinbruch errichten wird. Mai* hofft, daS dadurch die Baupreise in Jerusalem fallen werden. Dct Haboneh hat den Bau der J asclvjwah Parath-Josef in Jerusalem übernommen. Maschinen für Herstellung von Sand aus den Steifen Jerusalems sind vom Haboneh bereits nach Jerusalem gebracht worden. Ausstellung von Arbeitsgeräten durch die jüdischen Ai beiter Jerusalem, 7. Dez. (J.C. B.) Wie bereit» gemeldet, langten vor einigen Wochen die von der Poale- Zion in Amerika in der ״Werkzeug-Campagne‘‘ gesammelten Arbeitsgeräte in Haifa aa Unter diesen Geräten befindet sich eine große Maschine für Schotterhcrsteltimg, sieben grolle Traktoren, eine Dampfwalze von 50 PS usw. Die Arbeiterorganisation hat für dies« Geräte,, deren Wert 50 000 £ übersteigt. Baracken gebaut, in denen die Arbeitsgeräte, soweit sie nicht sofort in Benützung genommen wurden, ausgestellt sind. Viel« Beamte der Regierung, unter ihnen der Leiter des Departements für Handel und Industrie, Herr Satono» und der Leiter der Abteilung für öffentliche Aroeiteih Geaerai Grant, besichtigten die Maschinen. Arthur Holitscher In Talästina Jerusalem, 7. Dez. (J. C. ß.) Arthur Holstsdter ist in Palästina eingetroffen. Holitscher wird im Auftrage des Verlages S. Fischer, Berlin, das Land bereisen und seine Eindrücke in einem Buch niederiegen. Holitscher hat bekanntlich vor einem Jahre Rußland besucht und über seine russischen Eindrücke eia viel bemerktes Buch veröffentlicht. Die Arbeiterbank. Bis Ende November *lad in Palästina 3700 Anteile der Arbeiterbank verkauft wordea Man hofft, in Bälde weitere 1500 Akten in Paiästina abzusetzen. Die jüdische Arbeit in Chedera. Die Arbeiter von Chedera haben einen netianigen Versuch gemacht um die Arbeit in den Kolonien in ihre Hand zu bekommen. Eine große Zahl der in der Kolonie zu vrrgebenden Arbeiten läßt nur billige Arbeitskräfte m. um diese Arbeiten übernehmen zu können, haben die Arbeiter untereinander eine provisorische Sclbstbesteuernng angeführt, so daß die an besser bezahlten Steilen beschäftigten Arbeiter auf einen Teil ihrer Arbeitslöhne verzichten zugunsten derjenigen Arbeiter, welche schlechter bezahlt werden. Durch diese große Anstrengung ist cs bisher den Arbeitern gelum-en. die Arbeit in der Hand zu behalten. * ״. ,.Jcmenitcn-Häuserbau In Rischon le-Zfon. Der Jüdische Nationalfond» baut für die Icuienitcfi in Rischon le-Zion 15 Häuser. Die DurchlüSg cS Arbeit wurde der Bauarbeitcr-Gooperative der aügemeinen Arbeiterorganisation übergeben. Die Arbeit geht nunmehr ihrer Vollendung entgegen. Schon vorher sind in! Aufträge des Natioiialionds Jemenitenhäuser in Mach* nch JeluKla von der Bauarbeiterorganisation durchgefüJhxt worden. praktische Geologie“ wird auf dte reichen Phosphat- und Asphaltlagcr in Palästina hingewiesen. Ein Mitarbeiter .Bla״c3 hebt hervor, daß das Land sich such als kräftige Quelle für Rohöl erweisen könne. Amerikanische Unterstützung des pallstlncnsisehen Hauserbaus. Mitte November wurde in New York auf Anregung Harry Fishel* des Schatzmeisters des ״Central Relief Committee“ eine Bui.'din^ Loan Company gegründet, die amerikanische Juden liir den Hauserbau m Palästina interessieren soll. Ein Brief des Baal-Schem in der Nationaiblbliothek in Jerusalem. Herr Ossowski machte der iiidF sehen Nat*on£b1b!,othek einen Brief des Baal-Schem zu« Geschenk Der Bnef, dessen Echtheit feststeht, ist « der» Schüler des BaaJ-Schcm, Rabbi Jacob osef gerichtet. Der Bne gelangte zur Zeit des Prozeß w e/T AMe״RlTn2 Stgm Jen tmter atc Akten der russischen Regerung und nad! der russischen Revolution in die OeUeatbchkdL

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