Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVI (1921)
- Issue
- Heft 97 (6.12.1921)
- Date
- 1921-12-06
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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Seite €98 nüML5׳CHAU Nr. ft T7m ־״־FTN T׳/ * ' ךך,ךן a»lb ך*»ץ* ד5 *> ב^?: *1C/T* 0 /ß *1ך יד ** וי « ' fnr-N«nf|^ -,רו •?י^גד^ץ״ ־ י *?ן ץ j,. ., V'pL^vL^üil V»z‘־^*י»l«Uי<^, \ü^ßMf *4»ä1 »* י4י* (Eortsetauog.)!. Mai: Die Ankunft der Truppen. Während dieser Vorgänge dauerte der Kampf im Stadtviertel Menschich ungehindert an. Die arabische Mehrheit behielt größtenteils die Oberhand, aber an einzelnen Stellen, wo die Juden zaliJreidter waren, übten sie nach besten Kräften Vergeltung. Tote und Verwundete wurden zum Kreisamt gebracht, welches die Verteilungsstellc für die Spitäler wurde: die Jude נו wurden nach dem Spital in Tcl-Awiw, die Araber nach dem Regicrungsspital und dem C. M. S.*Spital, beide im Stadtviertel Ajanii, gesandt. Viele verwundete Juden wurden auch direkt von Mciischieb nach Tcl-Awiw gebracht. Eine Menge aufgeregter Araber drängte sieb zum Hauptplatz, und Plünderer kamen vom Bazar und dem Markt von Mensckieli licrbeigeströnit. Der Amt* mann war von wahren und falschen Berichten und Klagen belagert und hatte keinen verlüMidien Apparat, der sie hätte behandeln können. Die Polizei war tatsächlich außer Funktion, und nichts konnte eine Besserung herbeiführen, solange nicht die Truppen anknmen. Um 35/« Uhr nachmittags kam Hauptnianu üoutflower mit Leutnant Hands und 80 Manu vom Regiment Herzog von Wellington, von Surafend per Lastauto an. Als sie in die Stadt einbogen, wurden auf das Auto zwei Bomben geworfen, die explodierten, oluie Scharten zu tun. Ein Zeuge, der an einem Fenster an der Rückseite des Palästinahotcls staml, sagt, diese Bomben seien von Juden geworfen worden. Leutnant Hands hatte den Eindruck, sie wären von Arabern geworfen worden, Araber und Juden kämpften in Sicht der Truppen miteinander. Nachdem er sielt beim Gouverneur gemeldet hatte, ging Hauptmann üoutflower an die Säuberung des Stadtviertels Menschich. Die Soldaten marschierten die Bustrosstraße hinunter bis zum Morusplatz und 'dann von Menseln eh bis ״Zinnstadt“. Die Ansammlungen wurden mit Leichtigkeit zerstreut, Wachen aufgestellt und sodann der Rückmarsch zum Hauptplatz angetreten. Beim Anblick der Truppen kamen zahlreiche Juden heraus, und die Bonstrosstraße mußte von ihnen geräumt werden. Um 4,■10 Uhr nachmittags kam Leutnant Bradshaw vom Tankkorps von Jerusalem mit zwei Panzerwagen und zwei Anhängern. Es hatte sich wieder eine große Menge, welche Leutnant Bradsliaw auf 4000 bis 5000 sebäizte, zwischen dem Bazar und dem Hauptplatz gesammelt, sie zerstreute sich aber, als die Panzerautos kamen. Die Stadt wurde abschnittweise abpatrouilliert. Au einer Stelle fand man Araber, wie sic ein jüdisches Haus amgriffen, während die Bewohner, Männer und Frauen, auf dem Dache waren urjd schrien; die Araber flohen und die Juden wurden zum Kreisamt geleitet Noch immer gab es Unruhe in Menschich, wo man Juden fand, die vier arabische Männer, cin$ Frau und einen Knaben schlugea Einer der Araber zog einen Revolver und schoß einen, Juden tot. Hauptmann Mancocks mit zwei anderen Offizieren und 40 Mannschaftspersonen der Royal Field Artiltery traf um 5,30 Uhr nachmittags ein. Er zog einen Kordon rings um den Teil des Bezirkes Menschich, der zwischen der Hauptstraße und dem Meere liegt, einem gemischt arabisch-jüdischen, aber mehr arabischen Stadtteil. Die Oesamtverluste am 1. Mai waren folgende: Tote und tödlich Verwundete SchuB jBombej Blich j$chl12׳|| rus Verletzte Scliußl Bombe) Stich |S!hlagj| zu*. Araber 1:0,1 1 3 | 6 9 2 17 34 Juden 8:1 1 17 27 4 13 ן •H 43 104 Ke Ankunft der Truppen hatte zunächst den Exzessen ein Ende gemacht, und die Nacht verging ruhig. Am folgenden morgen, dem 2. Mai, begann sich eine Menge von Arabern zu sammeln, wurde aber zerstreut. Eine Abteilung clor R. F.A. faml zwei Familien, an denen die Juden ihre Rache (genommen hatten, in Ver- Geltung des am Tage vorher erduldeten Unrechtes. Frühmorgens klopften Juden ans Tor eines Hauses, wo ein alter Araber mit seiner Frau, einem Säugling und einem Kinde wohnte, und als die Tür geöffnet wurde, schossen sie di« Frau tot, wobei der Säugling durch dieselbe Kugel verwundet wurde, ln einem ' zweiten Falle war ein Araber, der mit Frau und Kind wohnte, eben dabei, seine Familie zur größeren Sicherheit fortztisenden, als eine Gruppe von Juden unter Führung eines Mannes, den die Araber als einen jüdischen Polizei- Sergeanten aus Tcl-Awiw erkannten, das Tor aufbrach. Der Araber erhielt einen Schuft in. den Bauch und wurde nachher geschlagen, und als seine kleine Tochter zu ihrem Vater lief, wurde ihr der Kopf durch einen Axthieb gespalten. Die Frau wurde geschlagen und ein Knabe verwundet. Zwischen 5 und 6 Uhr früh fielen einzelne Schüsse von den unvollendeten Neubauten am Westrande von Tci-Awiw. Um 10 Uhr vormittags brachte eine ambische Menge die Leiche eines Mäd&ens in einem Sarg« zu Hauptinann Hanoocks und behauptete, sic »ei von Juden getötet worden, Vorgänge vom 2. Mai. ... Montag, den 2. Mai früh, ereignete sidv «in Vor- 1?."• i?r «,«er DmsteBung von gewisser Bedeutung 100 J^erstlcutnant Margoiin, EX S> ö., war in Surafend als Kommandant des 1. Bataillons der palästinensischen Vert«1d1gu ngsgruppe stationiert. Es war dies bloß ein IgtoJg-yi ,»״*״;״״<״ S HLS,״ (Uranl der Rojii rusmera. Der Kommandant «kr ganzen Verteidigungstruppe war Oberst-Brigadier Costello, V. C, dessen Sitz in Jerusalem war. Der Fla״ dieser Verteidigungsgruppe ist seither fallen gelassen worden. Sonntag abends erhielt Oberst Margoiin Meldung von den Exzessen, in Jaffa. Er ist Jude und war natürlieh besorgt um seine Freunde, insbesondere tim die Sicherheit des Stadtviertels 1 el-A\viw. Am andern;Morgen kam er zu Wagen nach Jaffa und fand Pcl-Awiw in einem Zustand äußerster Erregung und Besorgnis und erfüllt von dem Ruf nach Waffen zur yerteidigung. In Tcl-Awiw gab es etwa hundert demobilisierte Leute vom judcan-Bataülon (38. Füsiliers). Er besuchte den Kreisamtnmiui und fand ihn mit dem Zivilsekrctär Oberst Deedes im Kreisamt. Er verlangte, man solle einigen der demobilisierten Juden Waffen zur Verteidigung von Tcl-Awiw geben, aber Oberst Deedes war zunächst nicht geneigt, dies zuzugestchen. Doch war der letztere selbst in Tcl-Awiw gewesen und hatte sich von der dort herrschenden Aufregung überzeugt und gab endlich sejno Zustimmung dazu, daß iS türkische Gewehre, die in Verwaltung von Mr. jeune waren, nach Tcl-Awiw gebracht und dort zu Vertcidiguagsz wecken nur innerhalb dieses Stadtviertels verwendet werden sollten. Er nahm an, daß Oberst Margoiin die Leute führen und für sie verantwortlich sein würde. Inzwischen waren. 17 Unteroffiziere der Vertcidigungstruppc in Ludd, die ohne Erlaubnis um Mitter« nacht ihr Lager mit Waffen und, wie wir glauben, mit Munition verlassen hatten, in Tcl-Awiw, und daß sie dort waren, muß Oberst Margoiin bekannt gewesen sein. Er!nachte davon keine Erwähnung, als er auf dem Kreisamt mit Oberst Deal cs sprach und Waffen verlangte, und er erklärt, er habe von ihrem Abgang von Ludd bis Dienstag nichts gewußt. Oberst Margoiin war für die Ausführung seiner Vereinbarung mit Oberst Deedes verantwortlich, doch gestattete er Hauptmann Jaffe von der Vcrteidigungs. truppe, zur Zeit in Tel-Awiw, mit 25 demobilisierten Judeaits in Khaki-Uniform zum Hafenamt hinunter zu marschieren, um die von Mr. Jeune zugesagten IS Gewehre zu übernehmen, und mit aufgepflanzten La jonetten durch die Straßen von Jaffa nach Tel-Awiw zurückzumarschieren. Dieser Vorgang widersprach entsdiieden der Vereinbarung mit dem Zirilsckretär, nach dessen Absicht die Waffen in Tel-Awiw ausgegeben werden sollten, und war die Ursache lebhafter Erregung. Am gleichen Tage kamen zwei der abwesenden Unteroffiziere zu Wagen nach Surafend und erklärt', sie hätten einen Befehl von Oberst Margoiin und Hauptmann jaffe, alle im Lager verfügbaren Gewehre mach Jaffa zu bringen. Doch konnten sie nicht Schriftliches vorweisen, und Major Neill, der damals das Kommando des Lagers der Vcrteidigungstruppe *n Surafend führte, verweigerte die Herausgabe der Gewehre. Doch nahmen sie ohne seine Zustimmung oder Kenntnis vier Gewehre mit Munition und kelirten nach Tel-Awiw zurück. Somit gab es damals Ln Tel-Awiw 39 Gewehre, abgeschm von Feuerwaffen, die irgendwelche Einwohner bcsitzen konnten. Obert Margoiin ging gegen die Leute, welche eigenmächtig ihr Lager verlassen hatten, nicht disziplinarisch vor und verließ Palästina fast unmittdbar nachdem er vor uns seine Aussage abgegeben hatte. Am 2. Mai, um 11,45 Uhr vormittags, kam Major Knolles, R. F. A., von Ludd mit dem Befehl, das Kornmamio der Truppen in Jaffa zu übernehmen. Er nahm an, daß inzwischen das Standrecht verkündigt _ worden sei, überzeugte sich aber, daß dies nicht der Fall war. Er protestierte gegenüber Oberst Deedes um! Oberst Stirling, und man sagte ihm, der High Commissioner wünsche nicht, daß das Standrecht erklärt werde, wenn dies irgend vermieden werden könnte. Er disponierte über die Truppen so, daß Menschich isoliert wurde und ließ häufig Patrouillen durch dieses Stadtviertel und den Strand entlang gehen. Oberst-Brigadier Byron, der Kommandant der Truppen im Bezirk Ludd, kam auf Befehl von Generalmajor Sir Philipp Palin, dem Kommandanten der Streitkräfte in Palästina, nach Jaffa und langte ain Kreisamt um 2,30 Uhr nachmittags am Montag an, worauf er das Kommando der Truppen in Jaffa von Major Knolle» übernahm. Etwa gleichzeitig trafen 80 Mann von der R. F. A. c(p, so daß die Zahl der Truppen in der Stadt auf etwa 200 stieg. Oberst Byron fand noch immer die Stadt sehr erregt und eine bewegte Menge auf dem 1 lauptplatz, über den Verwundete zum Hospital gebracht wurden. Die isolierten jüdischen Familien witrden evakuiert und die nach im Einwandererheim verbliebenen Immigranten nach Tel-Awiw gebracht. Die größte Erregung verursachte ein Bericht, wonach zwei arabische Kinder von Juden getötet worden seien. Eine Menge sammelte siel», man sagte, die Mohammedaner würden von den Juden getötet und man wolle auf die iuden losgcbea Da es den Augenschein hatte, die tenge bewege sich gegen Tel-Awiw, fuhr ihr Leut- 11ant Lucas, Ordonnanzoffizier von Oberst Byron, in einem Pauzerauto entgegen, und es gelang ihm, sie zu zerstreuen. Die vermißten Kinder wurden später unverschrt aufgeftmdea Um 3,15 Uhr nachmittags kam Major Montefiore, der Kommandant der palästinensischen Polizeischule, unef brachte das Personal der Schule, 4 Offiziere, Q berittene und 36 unberittene Mannschaftspersonen mit. Alle Leute hatten Polizeierfahrung und ein Großteil darunter Militärausbildung. Major Montefiore übernahm von Abdin Bey das Kommando über die Polizei Fast unmittelbar nach seiner Ankunft ereignete sich ein Zwischenfall, der ziemlich große Aufregung verursachte. Ein Soldat hatte einen christlichen Araber, der zu plündern schien, erschossen. Es war wahrscheinlich ein Irrtum, aber es darf nicht vergessen werden, daß die Truppen in einer schwierigen Lage waren und die ganze Nacht über Dienst getan hatten; cs war nicht überraschend, d*S cu Zwischenfall dieser Art sich ereignen konnte, wo cr. mi'Klcfe Soldaten mit einer erregter! Bevölkerung, dic;״ ständiger Bewegung war, zu tun hatten. Oberst liyror ordnete an, daß die Truppen nicht feuern dürften wenn nicht ihr Leben in Gefahr wäre. Und dies war auch der einzige Zwischenfall dieser Art, der in diese# unruhigen Tagen vorfiel. Ein anderer Zwischenfall vom; selben Nachmittag» zeigt, wie unzugänglich Vemunlts- ׳ gründen die Menge zu diesem Zeitpunkt war. M.ror י Montefiore fand die Menge irn Stadtteil Ajanii, die't*. | hauptete, in einem gewissen Hause sei ein Jude, dem! ein Soldat seine Ausrüstung übergeben hätte. f)je Tatsachen waren folgende: Ein Soldat bewachte einen Laden, saß drinnen und hatte seine Ausrüstung ncltea sich liegen. Er sah einen Juden die Straße herunterlaufen, um sich zu flüchten, drängte ihn hinein uni schloß die Tür, wobei er einen Augenblick seine Ausrüstung vergaß. Der Jude reichte ihm sie sedana durch ein Fenster hinaus. Die Vorstellung, die Juden seien bewaffnet, war häufig die Ursache der Erreger'» in diesen Tagen, und die Alenge wollte sich nicht zerstreuen, solange der Jude nicht entfernt war. Die Menge war so aufgeregt und der Jude so eingeschüchtert, daß er in einem Panzerauto weggefüfirt werden mußte. Die Polizisten der Polizeischule übernahmen die Posten. Während des Nachmittags wurde eine furchtbare Mordtat atifgcdeckt. Mr. Brenner, ein jüdischer Schrift• steiler von Ruf, wohnte mit fünf anderen Juden in einem vereinzelten Haus an der Straße nach Ramlch. Die Frauen des Hauses waren abwesend. Man sandte ein Lastauto, um sie wegzubringen, fand aber das Hans verschlossen und leer. Ein Stück weiter land man fünf Leichen, die von Brenner und vier anderen, an einem Fußweg liegen, wo sie zu Tode geschlagen oder gestochen waren. Den sechsten Leichnam fand man etwa 100 Meter weiter mit auf den Rucken gebundenen Händen. Als man wiederkam, um die Leichen fortzuschaffen, fand man die sechste nicht mehr und hat sie auch seither nicht wieder gefunden. Eine Gruppe jüdischer Häuser in der Nähe der deutschen Kolonie wurde am Montag völlig ausgeplündort Die Bewohner waren geflohen, und so gab es keinen Verlust an Menschenleben. Dauernd liefen Klagen von Arabern ein, daß die Juden als britische Soldaten uniformiert seien. Oberst Byron spricht in seiner Aussage davon um! Major Aaontefiore bemerkt, daß die Leute keine england-feindliehe Haltung zeigten, sondern sagten, die Soldaten seien keine Engländer, sondern Juden. Wir möchten annehmen, daß sich die Wirksamkeit der 30 Waffentragenden in Khaki nicht auf Tel-Awiw, das niemals angegriffen wurde, beschränkt hat. Im ärztlichen Berieht, den wir anschließen, ist fest gestellt, daß an diesem Tage sechs Araber durch Gewehrfeuer getötet und scchi verwundet wurden. Einer davon wurde, wie oben berichtet, von einem britischen Soldaten getötet Montag, 2. Mai Tote und tödlich Verwundete Schul |Bomb*| Stich jSchl»t | וסי■ Verletzte Sch*8j Bombe) Stich jschlagl 1 1 8 A r a b e r!1 10 1 6 Juden?1 13 1 6 5 R H 13 S 2b Es kaan als nützliche Lehre für die Zukunft diene», daß, wenn Zivilpersonen zur Zeit bürgerlicher Kämpfe etwas wie eine britische Uniform tragen, Eies die eiefahr mit sich bringt, daß Mißverständnisse zwischen der Regierung und der Bevölkerung entstehen und eine Stirnmung von Mißtrauen und Aufregung genährt wird. Außerdem trägt die Haltung solcher Zivilpersonen dazu bei, daß das Ansehen der Uniform und der Truppen ernstlich beeinträchtigt wird. Vorgänge vom 3. Mai Dienstag, den 3. Mai, kehrte Mr. Wainwright, der Kreispolizeikommandant, nach Jaffa zu nick und übernahm von neuern den Befehl über die Polizei. Am Mittag trat die Schwadron A des 31. (indischen) Lanzenreiter- Regiments, bestehend aus etwa 120 Manu mit zwei britischen Offizieren, aus Jerusalem ein. Montag Abend hatte Oberst Byron auf die Erklärung des Standrechtes gedrängt. Er gibt zu Protokoll daß ohne diese Erklärung die Autorität geteilt war und bei den Truppen Unsicherheit herrschte, was sie tim sollten, wenn gewisse Möglichkeiten einträten — welche Vollmachten sie hatten. Der Kreisamtmann sprach mit dem High Commissioner und auch mit mir durch Telephon und sagte mir, er habe den Auftrag gegeben, das Stand recht zu verkünden. Die Regierung war bis dahin aus triftigen Gründen gegen die Erlassung des Standrechts außer für den umumgänglichen Notfall gewesen und war nicht überzeugt, daß unter dem Standrecht ein größerer Vorteil gegeben wäre als unter der notmalen Autorität Zwar ist das Militär auch ohne Erklärung des Standrechts in der Lage, ebenso wie Polizisten oder Privatpersonen zum Beistand der lokalen Behörden beim Schutz von Leben und Eigentum ein zugreifen und die Waffen zu diesem Zwecke zu gebrauchen, wenn es notwendig ist; aber Soldaten sind nicht Juristen und sie werden normalerweise nicht die sehr ernstlichen gesetzlichen und sonstigen Gefahren auf sich nehmen, wenn sie die nötigen Mittel ergreifen, um der Gewalttätigkeit des Pöbels entgegenzutreten, wenn de nicht «nter dem Schutz de■ «ridkrtea Standrecht* Stehens