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Jüdische Rundschau · 1921-12-02 · Heft 96 (2.12.1921) · page 7

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVI (1921)
Issue
Heft 96 (2.12.1921)
Date
1921-12-02
Page
– (sequence 7)
Language
German
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te <- Mnflö _ _... r:״M1vc iioicui, als die Verteidig!׳}!״ zusammen;!«* br031en war. Nur eine Frau wurde getötet, und zwar durch einen durch ein Fenster abgefeuerten bdiui». *ne f-iauen, die in die Straße entkamen, wurden von der Menge roh behandelt, aber nicht!getötet. Sie waren verletzt, aber nicht gefährlich, und wurden durch einen arabischen Nachbar״ vor weiterem Unheil gerettet Viel* leicht der cmpörendsle Zwischenfall war <l־e Ha-tu sg eines der arabischen Itotizisteu. Die Frauen sahen dm zuerst als Bwchüi/er au, aber er mißbrauchte «c«» a * gemeinen Schrecken, um ihnen ihre geringen Habscligkeiteu zu rauben; zweien von ihnen siiadite er uusittliehe Anträge und erzählte ihnen, er sei ein Jude, drohte ihnen auch mit Gewalt, wenn sie sich weißem wurden, seinen Wünschen zu entsprechen. Es scheint, dali sie diesem äiilicrsteu Akt von Rohheit durch Hudit ent* ״״!.״C1, sind. Der Man!» wurde von einem Sonder, cericlitsliof, der für die Aburteilung der während der Unruhen begangenen Verbrechen eingesetzt wurde, für «diiiliüg erkannt und zu dreizehn Jahren Gefängnis verurteilt. Es ist nicht vorauszusetzen, daß die Juden keinen Widerstand geleistet hatten. Die Zahl der Toten und Verwundeten 'bei dem grauenvollen Zwischenfall des Ei1nvandererheimc9 betrug: 13 Juden getötet oder tödlich verwundet und 24 verletzt. 1 Araber getötet und 4 verletzt. Aus irgend einem Grunde, den wir nicht fest* stellen konnten, nahm der Angriff auf das Einwandererheim ein Ende, bevor das obere Stockwerk erreicht war. Daher blich der Großteil der Einwanderer 1111׳ verletzt, darunter auch Mr. Feinberg, der Verwalter des Hauses. Plünderer beiderlei Geschlechts hattet» Wäsche aus dem Waschhaus? und was sic sonst an nicht zerstörten Gegenständen finden konnten, weggeschlcppt. In dem Hospital hinter dem Einwamlererhaus wurde das Erdgeschoß ausgernubt, aber die Leute, die dort wohnten! hatten sidv eben ztim Essen im Eimvande erhaus befunden. Das Spital selbst, das in» oberen Stock* werk uiitergebracht war, war nicht angegriffen worden, und die Pflegerinnen jhvJ Kranken waren unberührt. JU EDI SCH E RUNDSCHAU Seite 689 Mr. Jctine, Hafen• und Lichtaufseher, wurde durch eine Meldung von grollen PlümJereien von sehiem Amt den Razar gerufen, wo er Leute jedes Alters und beider Geschlechter straflos plündern sah. Da er hörte, es sei etwas beim Einwandcrerliaus vorgefallen, lulir er mit einem der Hafenpolizisten in seinem Wagen dorthin und kam auf seinem Wege die Hauptstraße von Ajaini hinauf an Arabern, die Lada» plünderten, vorüber. Als er zum Einwandcrerliaus kam, sab er vier tote Juden auf der Straße liegen. Als er in das Haupttor eintrat, hörte er Frauen, schreien und sah im Hofe Tote und Verwundete liegen. Die Araber im Hofe flohen durch das Seitentor und Mr. Juune ging nach dem Eiinvaniiereriiospital, wo er die Patienten und Pflegerinnen heil fand. Die Toten und Verwundeten wurden in das an» stoßende französische Hospital getragen. (Fortsetzung folgt.) Studentcn-Vcrsamnilung Sonntag, den 4. Dezember, findet in Berlin eine Versammlung zionistischer Studenten statt, bei welcher die Herren Dr. Trivus und Dr. Adler russisch über Der ״Aufbau Palästinas und der Keren Hajes sod“ sprechen werden. Tiergartenhof (Stadtbahnhof Tiergarten), um 8 Uhr abends. Jüdisches Arbeitsamt Das jüdische Arbeitsamt sucht Stellen für K o r r e spond enteil mit polnischen, tschechischen und hebäischcn Sprachkcnntnissen, sucht weiterhin eine Stelle für einen Elektro-Chemiker mit Doktor- Diplom aus Frankfurt a. M. und guten Zeugnissen von Prof. Dr. Fraenkcl. Stellen für Lehrlinge und für Chaluziiti im Bauhandwerk können jederzeit nachgefragt werden. Wir bitten, den Bedarf an Lehrlingen bei uns zu decken. Wir bitten bei Vergebung von Gelegenheitsarbeiten (Tragen, Teppichklopten usw.) unsere Arbeitsloscn zu berücksichtigen. Jung-Juda, Breslau, bittet uns mitzutalen, da& j sie ein schönes Chatiukkah-Spie! den Jugemlorganisationen zur Verfügung stellen kann. Anfragen sind an Jung-Juda, Breslau, 2. H. von FrL Hertha Heiarieh. Breslau, Wollstr, 11, zu richten. Die Ortsgruppen Waldenburg 1. Schl. Die Arbeit des neugegriindeten Niederschlcsisclien Gruppenverbandes beginnt bereits Früchte zu zeitipen. In den meisten Ortsgruppen Nicdcrsdilesicns hat ein reges zionistischen Leben eingesetzt und auch unsere Ortsgruppe versucht, das iüdische Leben in Waldenburg anzufachen und unserer Idee neue Anhänger zu gewinnen. Am 27. Februar sprach hier unter verhältnismäßig großer Beteiligung der Gemeindemitglieder Herr Rechtsanwalt Jacobsohn aus Breslau über das Thema: ״Die Einheitsfront im dcutsehen Judentum.“ Seine Ausführungen gipfelten in dem Hinweis: Die deutschen Juden haben Keine Gemeinsamkeit in ihren religiösen Anschauungen, in ihren politischen Ucberzeugungen streben sie auseinander, aber eine gemeinsame hohe Aufgabe warte ihrer aller — die Arbeit am Aufbau Palästinas. Der Vortrag fand allgemeinen starken Widerhall, der in der lebhaften Dis- Kiission trotz manchen Widerspruchs zum Ausdruck kam. Durch diese erste öffentliche zionistische Ver- Sammlung in Waldenburg ist nidit nur durch den Ge• winn einiger neuer Mitglieder der Bestand der Orts• gruppe gesichert, sondern es besteht die Hoffnung daß unsere Arbeit in der Provinz ideell und materiell für unsere Ziele von Erfolg sein wird. — Uns noch nicht bekannte Gesinnungsgenossen, die in den Kreisen Waldenburg, Glatz. und angrenzenden Bezirken ihren Wohnsitz haben, bitten wir um Angabe ihrer Adresse 7. H. des Vorsitzenden der Ortsgruppe Dr. Leo Cohn, Waldenburg, Rathausplatz 5a. Schluß des redaktionellen Teils. ßlEiiit BnzEtp | Tüchtige I iiaden dnnornd« BoiohÄftlgusijf au gQnsttQen üadinguogoa. i, Lehrberger & Co., Frankfurta.WI iHohillerstr.iS G»»«oht tür 2 Mf1Jch״n (10 and V Juhro) jünger« musik* gabildtun 1 Erzieherin ' ׳ Fröhier n,<loc «ngl •ehtm \ «f.a t‘ran«5ai«tQV1en Spruch• Ckfcchtig 7,miß: i •ÄH*׳'hr<ftea 0rb־׳to:1 (in Fr. Solle Muicacrt.!Daxizig, LHitudto! 99• Üftudn. Dampfw&K0h«r*t ,FRIDA“ #pa«l»Ut&t1 Gardinen, Appratur sowie ganze Aus stattunjon, Abteil an* Färberei und chemische Wäscherei towieTupplch• klopfa.Rel״ Igungsaa statt Portlöron und ft/18eeistotte ttSallM« *u»<ä״ urj 4a׳«b «fSt• Faoktaota in kaokurr••{- 10• Sillls•• Prot■•■ "«lax Fichtenau NO 43, Neue Könlg-Str. 11 Tel.: Amt KöBigetftnU H1&*. Tüchtiger Elektro - Kaufmann (Zlonijst) 2t Jahre, in anjfak. S*al1un{r, Mg״ gownndt, in der Elektro• Brano 11״ erfahren, firm 111, Ktn• und Verkauf. Lngorverwlttf., Abr. ehtnimr, Koireepondent, Orguni-atl״n•• nnii lJ1«poi'lon«- talent, franaöa. Pprooliu, 1 u <t> I per ].April 1022 Bletla&g im elektrntoehn. Ilrtfiob od Febril(- Offerten en 0 Dentis«׳, FrcIburS I tlr., Mertamtr. 25III. ,S.ctien u»r UUro• einen Lehrling oder Laufjungen, Sohn ««*•iftndicror Elto׳n. Pcr8ttnUrh vor^uNpr^eben. Norditcbe Au()rnh«»detJge1clijch*fr, Ambtcber llr«4« tfl. 41a Klavierstimmer mpftehlt tlo 11 Par»*, jUd. BU»daaaaalalt ״l«o-l.t18 .׳ T.1.1 ttealll» ISIS Festdistitungsn, vartri!! TefeUledor, AafführK. Walde«, Ohariott«Qbarf( (Uaal»tra»a• ). Fflr mein« 8chw«at*r (Po*em. KlochUmgj au* vo׳ nohm><r jud Familie wuoh« in streng rit. , Htm• mit p*sa mde äteiltm; kW I Hausdame und Ctesellschafferin 0461* ishnii htm Poitou. f»ff. aa ErnetVVuNf, breeiotu fc*otd«u.64. lüg TI st mt- »nd i;1d mit hen len, ibef lört Tor den iten anent» r,ua ura. *::׳0 von Ein for* die luse »der» und der ßii« gab fafte ge•* »rnkt l an t der fgän* Seile ן auf!die!» icl'xm die dltcn, 1 der rhalb » All« ÜaSiM-to Zionnti□ wünaoh! U vornehm denkend. iUnt« di« ia orlora«Q. Auf Oohalt vr rd ni bt g •Bouan. Off»׳rttf*1 nntor &.S4 «n Hin ״Jddiicbo Kund• •dum“, W15» S«,ch«iHcU0 Sir 8 Zu Vereins- und Familienfesten KCpfinhlt ■lob der langlShrltf Scrlhrt« Kapellmeister ftr ]1׳WelfeilUd,Wellen Max Schmcrl €54 - Fernipr No.ien 10I4S Za Hauitrauungcn •t,׳U• Q«• lang aad Harmonium. 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RECHTSANGELEGENHEITEN (Ehescheidungen) daroh Dr. Iuris Roman Pretze!,r״h?0t1״«S*»hÄ Berlin W 33, Ltttzowütr. 41, Tul.: Noll«ndorl 4140. Pomlachaa ifsharBaiztinQsbOro. Fdr Annahme jador Art empfiahl» «icb bei beator Au« lab rar g uator kulaatan Badlngungan 02mp׳wirisr61״SQr1!stJfn“ Ikerlln N58. Dondcerrir 64 Fonupr, Uumboid i ‘iSTS, Öon n מ c נ ) נ־£ ן n r^\ י 11, || י I י l t.1 I ■3 CU M Uebaraahmao ab Inlandapl&tcoa Im Bpoiialrarkahr Transporte und Assekuranzen // ■n vortollhafton Badinfaagaa, // Sloil»ra©p & ©rafe, fflembnrg: Ref.; Commerznnd Privai-Bauk A.-G., Hamburg. ״EWER“- BUCHHANDLUNG KnesebeckitraQe 54/55 Telephon: Steinplatz 147 48 (awUckaa KarfSratandaian und Li«t1eobu׳r*r Stral•) Sonst•;, den 4. Dezember, llFäUhr vorm. Vortrag: Prof. Dr. David Koigen ISatrittakartt• «aa 5.— bla 25.— Ub Ui dar ״Ev«**• Badibudlaaz. 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