Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVI (1921)
- Issue
- Heft 95 (29.11.1921)
- Date
- 1921-11-29
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nr. 95 [zu jcr em |elen die Kt. das em nie Sich aujen zu ׳ Er die Iten der &3e ohne die Führung und Stütze eines OFIiziers lassen, j insbesondere liadidein er die Meldung des Feldwebels *11s Kakon erhalten hatte. Von ihnen war all zu viel erwartet worden. Sic wurden mit der Menge mitgerissen, hängten sich an sie, konnten sie aber mein beherrschen. Wir glauben nicht, dali sic an dem Anprüf teilnahmen oder ihn förderten; wir glauben 1m Gegenteil, daß sie sich nach besten Kräften bemühten, die Menge von ihrem Vorsatz abzubriugen. Der Führer des ersten Acroplans war entgegengesetzter Meinung, aber er wußte nichts von der Lage, in die man die Leute ״chracht hatte, und mußte zu dem Schlüsse kommen? daß sie an dem Angriff teilnahmen, weil sie mit den Angreifern und nicht in der Kolonie waren. 111 diesem Zusammenhang ist noch ein Wort über Mr. Flynn, den Führer des ersten Acroplans, zu sagen. Wenn er gegen die Angreifer sogleich offensiv vorgeganeen wäre, als er sie zum Uehcrfall auf die Kolonie vorgehen sah und als sie sich nicht zerstreuten, sobald er demonstrierte, so wäre die Situation zweifellos gerettet worden und die Kolonie gänzlich verschont gcblieben. So kehrte er noch rechtzeitig zurück, um das Leben der Kolonisten, nicht aber um'das ganze Eigentum zu retten. Wenn Mr. Flynn!durch eine lieberschreitmig seiner Befehle und durch einen Angriff auf die Amber während seines ersten Fluges die Situation gerettet hätte, hätte er in ernsthafte Schwierigkeiten mit seinen Vorgesetzten kommen können. Es hätte sich eine öffentliche Agitation entwickeln und er hätte ihr zum Opfer fallen können. Wir glauben, daß es eine allgemeine Regel sein sollte, daß, wenn eine bewaffnete Menge zu einem feindseligen Zwecke vorgeht und nach einer bloßen Demonstration sich nicht zerstreut, sie mit Gewalt zerstreut werden sollte, wenn es nicht offenkundig ist, dali andere Mittel verfügbar sind, u!n den Frieden 7.11 retten. Wir haben oben unsere Meinung ausgedrückt, daß die von Haifa entsandten indischen Truppen nicht rechtzeitig hätten kommen können, um dem Angriff Malt ni gebieten, selbst wenn sic nicht in der Station Kfar Samir aufgehaiten worden wären. Andererseits befreit diese Tatsache Naim Shaker Eff. El Khoui, den Vcrfcchrsbeaintcn, der den Spezialzug mit diesen Truppen begleitete, nicht von der Verantwortung, daß er nicht alle Mittel angewandt hat, um den Aufenthalt zu vermeiden. Bei der Ankunft in Kafr Samir teilte man i!m mit, der Smidcrzug müsse eine Stande warten, u!n! den Dostz.itg vorbeizulassen. Wir glauben, daß er entsprechende Schritte hätte unternehmen müssen, damit sein Sonderzug vor dem Postzug abgefertigt würde. In dem Falle ist es klar, daß die Kolonisten nicht das geringste getan lütten, um den Angriff zu provozieren. Die bewaffnete 'Menge, die vorging, arm sie anzngrcifen, wollte töten und rauhen, und cs ist sehr zu beklag eia, daß sie nicht energisch zurückgewiesen wurde, bevor sie noch die Gelegenheit hatte, ‘Schaden anznrichten. Es ist keine Entschuldigung für die Angreifer, daß sie eine unsinnige Geschichte glaubten, ohne ihre Stichhaltigkeit za prüfen. Nichts hinderte sie״ ■grMwwmrw—»• -jM-.:n~na1:»«r1w Tagung des Jüdischen Nationalrates für Litauen Kowno, 16. November. (J. C. B.) In der 6. Session des jüdischen Nationalrates erstattete der Minister für jüdische Angelegenheiten Dr. A. So Io w ei t s c 1111c einen Bericfit über die politische Lage, der unter anderem auch Mitteilungen über die von der litauischen Rcgierung dem Völkerbund unterbreiteten Gegenvorschläge, betreffend die S p ra c 11 e 11 f rn g c in Zentrallitauen enthält. Diese Gegenvorschläge verlangten die Anerkennung des Litauischen, Polnischen, Jiddischen und Wcißrussisehen als offizielle Landessprachen. Die litauische Dclegation in Genf habe jedoch die ihr von der Regierung erteilten Vollmachten überschritten und eigenmächtig die Anerkennung bloß zweier Sprachen als offizielle Landes sprachen, und zwar des Litauischen und Polnischen, beschlossen. Der Präsident der litauischen Delegation in Genf, Galwanowski, erklärte, daß dieser Entschluß mit Rücksicht auf die politischen Verhältnisse gefaßt werden müßte, daß aber die jüdischen Rechte hierdurch nicht vergewaltigt worden seien. Dr. Soknvcitschik fügte hinzu, die litauische Regierung sei niit der von ihrer Genfer Delegation eingenommenen Haltung unzufrieden. Dr. Gerson Zipper gestorben In Lemberg ist der Führer der zionistischen Bc־ w’cgung, Redakteur der ״Chwila“‘, Dr. Gerson Zipper, gestorben. Zipper, der ein Alter von 55 Jahren erreichte, war in Tarnopol geboren. Als junger Student hat er zusammen mit Stand, Dr. Thon, Dr. Braude und Dr. Ehrenpreis in den achtziger Jahren die zionistische Bewegung in Galizien gegründet und war einer der eifrigsten Mitarbeiter des ersten zionistischen Wochenhlahes in Lemberg ״Die Zukunft" (Wschod). Nach dem Auftreten Fierzls hat er sich der Herzischen Richtung ®«geschlossen und zählte zu den eifrigsten Mitarbeitern 4 er zionistischen Bewegung. Zipper war einer der ersten, die Notwendigkeit der Betätigung auf dem Gebiet <1״ Landespolitik anerkannten, und schon in den achtzifcr Jahren hat er gemeinsam mit Dr. Malz ein ausfulirlichcs Programm für die landespolitische Betätigung 8״*gearbeitet. Ln Jahre 1907 leitete er die erste zionisüsdie Wahlkampagne. Zipper hat das größte Verdienst um das Zustandekommen des hebräischen Gymnasiums tn Jejusalem, für welches er in Galizien eine großzügige 1 ropaganda entfaltet und größere Geldsummen gesammelt hat. Nach dem Lembcrger Pogrom am 22. No- '׳ember 1918 hat er unter den schwierigsten Bcdinflwigen die ״Chwila“, das erste zionistische Tageblatt JJ polnischer Sprache, in Ostgalizien gegründet und die •Redaktion bis zu seinem Lebensende geführt. Mit ihm hat der Zionismus einen seiner hingebungsvollsten Mit- *rbeiter und Vorkämpfer verloren. JUEDISCHE RUNDSCHAU Seite tißl die Wahrheit über die behauptete Zurücklvalhm^ der l Araber festzustellen. j Es ist nicht das Ziel unserer Untersuchung, eine f feste jurüstisdi begründete Verantwortung bei einzelnen I er 1.1111■ 11 _ oder (kuneinsdiaftcn festzustellen, und wir bahci» keine richten‘sehe Pflicht oder Funktion m erfiiik'11, aber wir haben uns dauernd bemüht, zu einem/ SchluS5 darüber zu kommen, welche Einzelpersonen oder Dörfer als verantwortlich für den Ucberlall betrachtet; werden können. Was einzelne Personen betrifft, die 1 selbst teilnahmen, wurden in den Aussagen einige Namen genannt, cs war aber nicht unsere Sache, diese Leute! vorzuladen und zu Geständnissen aufzufordern. Ihre Namen erscheinen in den Abschriften der Zeugenaussagen und sie können verfolgt werden, wenn dies erwünscht scheint. Jedoch luden wir die Mukhtajs jener Dörfer vor, gegen welche auch nur die geringste direkte Aussage j voriag, wie etwa die Behauptung, daß einer der Bcwahner des Dorfes unter den Angreifern gesellen wurde. Sie alle haben unserer Meinung nach bewußt und absichtlich Meineid geleistet. Sie leugneten jede Kenntnis der Tatsachen, abgesehen davon, daß 111 einzelnen Fällen ein Mukhtar zugab, man habe ihm gesagt, daß in Chedcrali Arbeiter gefangen gehalten würden und daß deren besorgte Verwandte hingcgaivqjcn wären, um Nachiarschlingen zu pflegen. Einer dieser Zeugen erklärte, er l habe von dem Angriff durch den Vorsitzenden der Kommission zum ersten Male gehört. Vorn Bürgermeister von Tulkcram bis zum’ Mukhtar des kleinsten Dörfchens blieb alles fest dabei, daß sie von nichts wußten, was eine Verantwortung für irgendeinen einzelnen oder ein Dorf mit sielt gebracht hätte. Es war nach Ton und Verhalten dessen, was der Bürgermeistcr von Tulkcrain uns sagte, klar, daß er den Angriff als einen Kriegsakt gegen die Juden ansah״ der, wenn schon nicht zu rechtfertigen, so doch bis zu einem gewissen Grade zu entschuldigen sei. Er hatte sein bestes getan, um seine Leute zu beruhigen, nach dem Angriff aber war er offenkundig entschlossen, alles zu tun, damit keine Person und kein Dorf dafür leide. Die öffentliche Meinung auf der einen Seite dieser*, Streitfrage ist so einstimmig, daß eine Aussage zur Feststellung einer Verantwortung tatsächlich nicht zu erzielen ist, um so mehr als die Kolonisten von den» Uebcrfall wenig oder nichts sahen. Nichtsdestoweniger est es klar, daß die Verantwortung für den böswillig und unproviziert der Kolonie angetanen Schaden am Eigentum festgestellt werden niuö. Wir drücken keine Meinung über die Höhe dieses Schadens ans. Man hat ihn aut etwa 27 (DO Piund Sterling beziffert. Angesichts der allgemeinen UuveiiälSlidikcit der Behauptungen möchten wir nicht anneiimen, daß der Schaden auch nur annähernd 90 hoch gewesen ist, Auch glauben wir nicht, daß cs die Pflicht der Regierang ist, Schaden zu ersetzen; aber es ist Pflicht der Regierung, den Frieden zu wahren und Unordnung zu verhüten, und wenn Recht und Gebrauch eine Kollektiv- Verantwortung anerkennen, 90 sind unserer Meinung nach zwei Dörfer zu tief in die Sache verwickelt, um frei aus/ugehen. Die» sind Tufkerasn und Kakon. Beide wurden von den Bauern als Orte Benutzt, wo sie sich sammelten und von wo sie auszogen. Die Führer kennen diese ganzen Umstände genau. Sie müssen wissen, weiche Dörfer und welche Beduinen teilgenommcn haben, fa erster Linie ist Tulkcram und Kakon der Prozeß zu machen, weil bewaffnete Volksmengen von diesen Orten auszogen, 1!m die Kolonie anzugreifen. Wenn die Bowohner glauben, daß sie dadurch, daß man sie so heiaushebt, ungerecht geopfert werden, liegt die Abhilfe in ihrer eigenen Hand; sie brauchen bloß darmtun, welche anderen Personen oder Gemeinden an demselben Verbrechen teilgenommcn haben, und dieselbe Verantwortung rnittragen müssen, ln geringerem Grade ruht Verantwortung auch auf dem Lager der Wadi Hawaret- Beduinen. Man fand nicht nur Raub in diesem Lager, es gibt auch andere Beweise, daß sie mit diesem Angriff zu hm hatten. Wir batten ferner Aussagen, wonach Einwohner von Kalkilieh, Zeta, El-Lar, Baka, At-Til, IX-r-Ghusun, Beit-Lid, Saffarin, Anebta und das Beduincnlager von Damair* unter den Angreifern waren. Während es jedoch wahrscheinüch ist, daß einige der genannten Dörter und maglicherwcisc alle in den Angriff verwickelt waren, sind die uns vorliegenden Beweise zu ihrer Verurteilung nicht ausreichend. Es wurde festgestellt, daß von den als Arbeiter in der Kolonie verwendeten Arabern, unter denen j eine Anzahl der umgebenden Dörfer vertreten war, viele dauernd innerhalb der Kolonie lebten und nur in Al>• S ständen von ein, zwei oder drei Wochen, einem Monat! und »gar sechs Monaten in ihre Dörfer zu rück kehrten,! Daher können unter den Angreifern Araber gewesen 1 sein, welche seit beträchtlicher Zeit nicht in ihren Dörfern I gewesen waren. j Schließlich wollen wir darauf verweisen, daß die Be- 1 weise und die Wahrscheinlichkeit der Behauptung der , Kolonisten widersprachen, daß der Angriff überlegt und vorbereitet war. Ihre weitere Behauptung in ihrer Ein- I gäbe an den High Commissioner, daß die Organisatoren j ״die Regierungsbeamten" von Tulkcram und Nablus ■ waren, ist zu albern, um ernstliche Beachtung zu verdienen. Der Angriff war in seiner Gänze improvisiert. Sehr wenig Ueberlegimg genügt, um zu erkennen, wie i ganz anders seine Folgen gewesen wären, wenn er i das Resultat eines überlegten Planes gewesen wäre. Ir» diesem Bericht haben wir soweit als möglich, da» Eingehen auf Allgemeines vermieden, da wir dies für unseren Hauptbencht Vorbehalten wollen. Ebenso behalte« wir uns vor, was etwa an Vorschlägen zu machen war«. Eine Abschrift der Zeugenaussagen Ist als Anhang*) diesem Bericht beigefügt, ebenso die der Kommission vorgclegten Dokumente nebst einem Index*). Gez. am 1. Juli 1921. Thos. W. Haycraft, Vorsitzender. Mitglieder: H. C. Luke, J. N. Stobbn *) Nicht abgedruckt (Fortsetzung folgt.) Berliner Kalender B&r•: Bnr'tmr ZionUtiteba Vejf»tnlgun(r, Berlin 019, Snyrlalatt. B T»l»j,b,״: Zentruro ttOIA'U Po«t*ch»nkkonto No. liOOB Hnrlln NW 7, Knaaon»orwaltun« dar B. Z. V. f—■י“"-T» ...... Itabralarhe I.eerhalla d״a Kulturäeeenieta dar B. Z, V, Dragoner* «traüo Z9 (Huf), — (-iofttluol Montag, Mittwoch und Doo* nnretag von B—10 IJlir. — Faet alle hohr&i.ohon Zuitungon und M1mat»11״i1a dar Walt liagnn au*. — Au«kuu(t»talla fttr habraixli» Angologenhaltiin. — liobraliohe bebrorrorrnktiung, — Treffpunkt aller Freunde dar habraianheu Sprache. Eintritt frei Mittwoch, don BO, Novetnhnr abend« 8 Uhr (truppe 0«t, in dun Union-ä an, QreiüwaldorStr. 122 (Si eargeeeai pt) Vnruag von Herrn Heinrich Kuhn: ״Steilaug der Freu ia Iareel“ («in« kalt«! hiaiorlerbe ilotrachtung; Donnor»t״g, d! n I. De״.׳mb«r abend» 8 Uhr Uruppe Kord, in dar Auia dar Sophinceohu'c, Woinmentor.tr. 16/i7 (Kelio itoeonthnlar Strnßn) Oeffantlieher Vortrag con H«r׳n D׳■ Felix Theilhaharr ״Iler Unlorgtnü d.r deaUehfn Jud a־* Eintritt tut Da Song der Uokotneu 2,— Mk. Sonnabend, dn-1 B. I>״1״«״b«r abomie b>» Uhr il»p, r'1.|l«r.«i,־, PaUeiinaianha, Frledrichatr. 131• Vornetzung der Mllgllede rre raamiataeg. Eintritt nur lür Cliuwarim Mittwoch, dan 7. D 11״nb«r ahende 8 Uhr Ümpge Oet, in <l!׳n UnioneiUon (3rci/«waldorRlr.22d(Sitrnng»*aalpt.) Vortrag voa H<mn VVainor 710-1״io: ״Ule atieenhllfk Irl,6 1 a״.!>r11 t-cttafl)Ir 11 <י (iruudlngo ia Pelitilaa“ Donneret 1g, a.m 8 ller.nmlior ahende 8 Uhr Uruppu »Veit (Raum wird noch bekannt gegeben) (iiieteebeBd Vortrag von Herrn Hagi-rnngarat Hane Ooiiar: ״Ul» Jüdin tu der rieuitcbea llepablllt" Dounorelng. d!*n 'ZM Djwmtar Oruppe Nord, in iia״(1,1״nd«.K«.!»liI0n, Nouo Friedriebetr. 85 Ciianukkab-Ball Bebriileebar Kladergertea Weil, Hob ■netaafoßitr. 13, bei Zad«k Mont»;—Freitag von 10- 1 Uhr. Moidungcn an Frau Dr. Boeenborg, Augeburgar Straß11 ״ (äteinpL 1B&B4) öderen da« Kuiturdemrunt der B. Z. V., Seydolitrnde 3 (Zentr. Ürtld/15). Hehr. Spielaerluntttng Nord-Welt. Anmeldungen find xa richten an Frau Zamory, Leaainttitr. 7 oder ״n dae Kulturdeaernat der B. Z. V., SeydeiatraBo 8. Hebrileehor Hplelaaehmittag NOJ. Atimoldunsren sind m rirhton an Frl. Ulabath HlreohbotK. OroülmoronatraBo 83 (Nolloodarf 8161) oder an daa Knliurdoaomat der B. Z. V״ HnjdalatraBo 3. (Zentrum llätt lS). Berliner Büro der Zionistischen Organisation Die Exekutive der Zionistischen Organisation gibt bekannt, daß sic ein Büro in Berlin errichte^ hat. Das Büro wird alle diejenigen Arbeiten aus-’ führen, die ihm von der Exekutive generell oder int einzelnen Falle übertragen werden. Insbesondere wird es im Auftrag der Exekutive den Zusammenhang der Zionistischen Organisationen auf dem Kontinent zu festigen suchen und der Londoner Zentrale als Vermittlungsstelle in zionistischen und allgemein jüdischen Angelegenheiten zur Verfügung stehen. Das Büro besteht aus clen Herren Dr. Victor J acob sohn, Dr. Arthur H antke, Julius; Berger und Kurt Blumenfeld. Dieselben Herren bilden auch die Abteilung für Zentraleuropa des Keren Hajessod. Das Berliner Büro der Exekutive der Zionistlsehen Organisation und das Büro des Keren Hajessod, Abteilung für Zentralcuropa, befinden sieh beide in Berlin W 15, Sächsische Str. 8. Immigration. Am 13. Oktober landete die aus Kctv stantirvopel kommende ״Snrdinia" 85 Einwanderer, größtenteils Familien, in Jaffa. Mit der Bahn gelangt* nach Jaffa eine Kwuzah von 2S Einwanderern au» Sibirien, darunter 17 Chaluzim. Außer diesen neue!» Einwanderern gibt es derzeit in Jaffa gar keine Arbeit» losen mehr. Das Arbeits- und Emigrationsbüro dei Arbeiterorganisationen dirigierte 60 Leute zu Straße»־ arbeiten von Afulalt nach Nazareth. — Am 10. Oktober landete die ״Gastein‘' 230 lmmigrantea MagszyMiis van Utajiin Qictop ürlosoroff ״Ute estatehende J Ddlaolt« IlelmetiU« (eaaatomweelth) la FaleitU•'1, 8. Montag, den 12. Demmbnr, nbemla H Uhr, im ״'Ii»r1»»rt״phof ‘ (Bht, Ti.11|״.rt״n> ״UienlrUclierilifhca Fiegen deejaitliclien Jltchaw*. 4. Mouttt({. d״n IX. D״eumb״r, •bend» 8 Uhr, im Kl-Ieen S«»I der Hophion-Iüa, Sopbieuetr, 17 ״Ul« Arbeiter bewexnaf“ (aaege&ommen poUtiaohe Fragen). Eintritt M. 8.— pro Abend, itlr Ja^endmitgUedor M. Gruppen verband für Nord westdeutsch! and Der Zion. Gruppenverbandstag für Nordwestdeutschi* fand findet am Sonntag, den 4. Dezember, in Bremen, Klubzimmer der Union, Brückenstr. (Wach• . straße), statt. Alle Ortsgruppen weiden dringend aufge« ' fordert, Delegierte zu entsenden. Vortrag David Koigen ״Zur Erkenntnis des gegenwärtigen Zeitalters* ״Ewer“-Buchhandlung, Berlin W 15, Knesebecks tr. 54/55 (zwischen Kurfürstendamm und Lietzenburger Str.) David Koigen, Professor der Philosophie an der Universität in Kiew, der erst vor einem halben Jahr aus Rußland nach Deutschland zurückgekchrt ist, wo er schon lange als einer der feinsten phüosopld* sehen Denker und Soziologen bekannt ist, hält Sonntag, den 4. Dezember, in der ״Ewer‘‘-Buchhandlung einen Vortrag ״Zur Erkenntnis des gegenwärtigen Zeitalters“. Von Professor Koigen sind in deutscher Sprache bisher außer früheren Arbeiten vor allem erschienen; ״Ideen zur Philosophie der Kultur“ (Müller) und ״Die Kultur der Demokratie“ (Diederichs). Von Koigen Ist im Jüdi• sdhen Verlag «in besonders interessantes Werk ia vor« bereitung, aas ״Der moralische Gott, Ein Beitrag zur