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Jüdische Rundschau · 1921-11-22 · Heft 93 (22.11.1921) · page 4

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVI (1921)
Issue
Heft 93 (22.11.1921)
Date
1921-11-22
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Seite 864 'JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 83 « * ( y- ־ ךד «״״f ל־/ %***<*• $*־*/ ץ"" &״ל*י! י- , %ץ , iaL»«* *־״»fc,.» C»»w ki Rückblick Von R.-A. Felix Rose 11 bl ü 111, Vorsitzenden der Zionistischen Vereinigung für Deutschland Die zioiiislische Winterarbeit hat eingesetzt. Der Karlsbader Kongreß bat den Weg vorgezeichnet, den wir zu gehen haben. Es gilt, in Erez-lrsael den Uebergatig zur produktiven Kolonisation auf breiter Ormidlugo zu finden. Das ist nur möglich, wenn die zionistische Organisation endlich das Stadium der finanziellen Hungersnot überwindet. Vom Gelingen oder Mißlingen dieser Aufgabe hangt in den nächsten Jahren alles ab. Sic berührt nicht nur die wirtschaftliche, sondern auch die politische und moralische Seite unserer Bewegung. So grolle Leistung, wie sic gefordert werden muß, erwächst nidit aus Vernunft und Ucbcrlegung, sondern aus Liebe und Begeisterung. Dprum werden wir unser Ziel durch die!testen technischen Hilfsmittel einer hingen Organisationsarbeit allein nicht erreichen. Die Liebe zu Zion ist die Kraft, welche die jüdische Welt bcw׳egcn muß, wenn Palästina gebaut werden soll. Sie kann nicht alle erfüllen, aber sie muß alle berühren. Alle, d. h. auch die uichtzionistische Judcnheil. Sie manitestiert sich nicht im Wort, sondern in der Leistung. Das Arbcits/ionistenUmi der Jugend, das Maasserzionistentum der älteren Generation ist unsere Aufgabe und unsere Hoffnung. Mehr als die Worte und tedinisdicn Propagandamittel werden sic die Welt von der Notwendigkeit des Palüstin.ivverkes überzeugen. Was ich auf dem Gruppenverltandstag der baycri• *dien Zionisten gesucht habe, war der Geist dieser Erkenntnis. Ich glaube, ihn in dem Ernst, dem Vorantworturigsbevulltsein, der Disziplin aller Reden gespürt zu haben. Die Tagung, die die Energien konzentriert und gestrafft fiat, war ein Erfolg. Möge sic den Geist der Weiterarbeit entscheidend bestimmt haben. Bericht über die Tagung Von unserem Berichterstatter. Kg. München, 10. November. Betrachtet man die zionistische Lage, erkennt man, daß alles darauf ankommt, wirkliche Macht zu gewinnen um Tatsachen zu schaffen, die Wirklichkeit in unserem Sinne zu gestalten, so erkennt man, in welchem Maße zionistische Organisation, Arbeit in der Diaspora, Aufbau Palästinas gleichwertige Faktoren zur Erreichung unserer Ziele ■sind, wie sehr eines vom anderen abhängig ist. Aul unsere Verhältnisse in Deutschland angewandt: ohne starke, leistungsfähige zionistische Organisation in Deutschland kein Geld für den Keren llajessod, keine Möglichkeit ausreichender Förderung der Chahizbcwegung׳, Schmälerung der Mittel für laufende Ausgaben und für konstruktive Tätigkeit in Erez-lsrael ״■ also schwere Schädigung der Paliistinasache, möglidicrweise gefährliche Beeinträchtigung des endlichen Erfolges. Die Tagung des Oruppenverbandes bekam ihre Bcdcutmig dadurch, daß dies erkannt wurde und daß solche Erkenntnis die Verhandlungen leitete. Die Zionisten Bayerns und Württembergs fühlen sielt, das zeigte der Gruppenverbandstag, mitverantwortlich für das zionistisdic Geschehen. Das wurde vielleicht am deutlichsten durch *las allgemeine Verständnis der Delc* gierten für die Erfordernisse der Zionistischen Organisation. Die bedeutsame Rolle, die die Zionisten- Steuer bei den Verhandlungen spielte, war ein Beweis dafür, daß man auch sd1w׳ere finanzielle Neu- Belastung nicht scheut, wenn es darauf anko-nunt, da» Instrument der Bewegung arbeitsfähig zu erhalten. Es war viel Ernst und Geschlossenheit auf dem Oruppcnverbnndstng. Vor allen Dingen: Man nahm den üruppenverband ernst. Man hat in den zwei Jahren wirklicher Arbeit erkannt, daß er keine tote Institution ist, sondern ein sehr lebendiger Faktor des zionistisehen Lebens, berufen und imstande, die Beschlüsse der Kongresse und Delcgiertentage in unserem Bezirk wirksam zu machen, das zionistische Leben in Bayern und Württemberg selbständig zu regeln. Mau nahm den (iruppenvcrbaml ernst: Die Annahme der Statuten war keine Vereinsspiclerci, sondern wurde von allen als Voraussetzung weiterer Tätigkeit empfunden. Die Bewilligung eines Gruppe n v e r b a 11 d s b e i t r a g e a zeigte, daß mau auch unter den heutigen schwierigen Verhältnissen bereit ist, das seine zu tun »nd das Sekretariat arbeitsfähig zu erhalten. Die Stellungnahme zu den großen Fragen des Zionismus, zum Keren 11 a j e s s o d, ztim Aufbau Palästinas, zur Chaluzbeweg 11 ng war so, wie man sic von Zionisten erwarten durfte. Das einstimmige Vertrauensvotum, das man der Leitung der Zionistischen Vercinigtmg für Deutschland aus sprach, bewies das Ein- Verständnis der Delegierten mit der derzeitigen Führung der Geschäfte und mit der Auffassung der leitenden Männer von Sinn und Art der zionistiselicn Bewegung. Wir haben bereits in voriger Nummer die Beschlüsse des _Gruppenverbandstages, soweit sie eine gröbere zioi1islisd1e_ OeffenUidikeit interessieren dürften, veruffentlicht. Diese Beschlüsse waren das Ergebnis einer eingehenden Aussprache, die durch bedeutsame Referate eingeleitct wurde. Der Sekretär des Gruppenverbandes, tierr Karl G1 as e r - Nürnberg, sprach über: ״Der Zio- «Ismus in Bayern und Württemberg, seine Arbeit und seine Aufgaben“, der Vorsitzende, Herr Dr. Meinhold t» u ß b a u m - Nürnberg, über: Der Keren Hasieasod“, Herr Dr. Elias Strauß- München über; ״Unsere Gemcmdcpohtik“. Herr Karl Glaser ging auf die drei großen Vor- «imUcriUanfi11 ״cr1^1^.^.210״«tischer Tätigkeit in Süd- St I w Eingliederung der Ostjuden in den?J0* Westjudentums, Verständnis* für die Ab- Sä® von & TA'l PiasP?« ״״* cfir Dil spora von Palästina, Möglichkeit und Grenzen zionkti. scher Bundmspplitik. Er gab ein Bild von der ״!״לס! satonsdien und finanziellen Entwicklung des Gruokfn י"*•"*» da K״« NrtSdlS in Bayern und Württemberg, forderte gesteigerte Verautworti 111!;afreueligkeit, Eigenarbeit tmd Unabhängigkeit der Ortsgruppen, die sich׳ weder auf die Zxmlr.de in Berlin, noch auf die in Nürnberg verlassen dürften und begründete die Anträge des Urupjtciivcrbantlsvor- Standes.' Die in Bayern augenblicklich aktuelle Frage: gemeinsame Bekämpfung des Antisemitismus, benntivorlctc der Redner durch Vorlesung jener Stellen der Programmrede des Vorsitzenden der Z. V. f. 1). auf dem XII. Delegiertentag, die sich mit dem Verhältnis der Zionisten zum Staate beschäftigt. Er fügte hinzu, daß eine Einheitsfront gegen den Judenhaß für die Zionisten Bayerns dann 11! Frage käme, wenn der Kampf würdig und wirksam, vor altem ohne die üblichen Loyalitätsbcteucningen, ohne Scheu vor der Oeffentlichkeit und in völliger Solidarität mit den Ostjuden geführt werden würde. Herr Dr. N u 11 b a u m gab eine Darstellung der Vorgänge seit Begründung des Keren Hnjcssod. Er ging ausführlich auf die amerikanische Kontroverse ein, beleuchtete die Arbeit in Palästina, vor allem die Gründe für die bisherige ״Zuschußwirtschaft“, kennzeichnete die Kongreßbeschlüsse über das Budget und tlen Keren Hajcssod in ihrer Bedeutung für die Diaspora und den Aufbau Palästinas und berichtete über den derzeitigen Stand der Arbeit in Deutschland, vornchmlich über die Verhandlungen mit den Nichtzionisten, Sein Referat war überaus geschlossen und wirksam — die Forderungen, die es erhob, fanden ihren Niederselilag in den Keren Hajessod-Besehlüssen der Tagung. Herr Dr. Strauß formulierte die Grundlagen zionisti.selier G e 111 ei 11 d e pöl i t i k wie folgt: Die jiidischo Gemeinde sei eine .Z!clle des jüdischen. Gesamt* Organismus, als dessen Teil sie sielt fühlen müsse; daher dürfe ihr nichts Jüdisches fremd bleiben. Ihre Aufgaben seien nicht religiös begrenzt; sie seien in wesentliehen Teilen sozialer und nationaler Art. Wir kennen keine Unterschiede zwischen Ausländern und Inländern in der Gemeinde, wir vertreten die Gleichheit aller bei demokratischem Wahlrecht und demokratischer Zusainmcnsetziuig der Gemeindevertretungen, wir fordern die positive Mitarbeit der Gemeinden an den Aufgaben der Gesanitjudenhcit, vor allen am Aufbau Palästinas. Herr Dr. Strauß betonte, daß wir, sollten unsere Mindestforderungen auf die Dauer keine Aussicht auf Erfüllung haben, es uns überlegen müßten, ob wir weiter wie bisher an verantwortlicher Stelle in den Gemeinden mitarbeiten könnten. Ain Schluß der Vormittagssitzung gab R.-A. Rose nblüth eine Erklärung zu Ludendorffs Vorwürfe in seinem Buch: ״Politik und Kriegführung‘' ab, in dem behauptet wurde, die zionistische• Politik habe vor und während des Kriege» die Stellung des deutschen Volkes zu untergraben gesucht. Der Vorsitzende der Z. V. f. D. betonte die Offenheit und loyale Neutralität der zionistischen Arbeit im Weltkrieg und meinte, dnß cs Ludendorff schwer fallen würde, auch nur den Schatten eines Beweises für seine 'Behauptungen zu erbringen. Im Mittelpunkt der Naehmittagsvcrhandlungeii, die mit der Generaldebatte über die" Referate ci'nsetzten, standen die mit außerordentlichem Beifall auigeuommenen Ausführungen des Herrn R.-A. Roscnblitfh zur zionistischen Politik. Der Vorsitzende der Zionistischeu Vereinigung fiir Deutschland nahm in prinzipieller Weise zu den wesentlichen Fragen der zionistiselicn Arbeit Stellung. Besonders erwähnenswert und für 1111sere deutschen Verhältnisse wichtig waren die Mahnworte, die er an den Zentralvercin deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens richtete. ״Wir haben“, so erklärte der Redner mit besonderem Nachdruck, ״auf die Resolution des Zentralvercins gegen den Keren Hajessod nicht mit Kampf g e a ת t - wo riet; wir glauben noch immer an die Möglichkeit einer Zusammenarbeit der deutschen Juden für Pa- Uistina und sehen darin die wesentliche Voraussetzung für jedes Zusammenarbeiten auf anderem Gebiet, für die viel gewünschte jüdische Einheitsfront. Eine Sabotage des Keren Hajessod durch Nichtzioiiisten können und werden wir nicht dulden. Wir würden sie als Kampfansnge betrachten und mit Kampf beantworten müssen.“ Die Entschlossenheit, die diese Worte zum Ausdruck brachten, zeigte sich im ganzen Verlauf der Diskussion. Man hatte viel zu kritisieren, aber es war fruchtbare Kritik. Man verlangte mehr und bessere Arbeit. Man war entschlossen zu leisten, Geld zu geben, sieh einzusetzen. Es wnr ein ״großer“ Gruppenverbaiidstag, bedeutsam fiir den Zionismus in Bayern und Württemberg. Keiner, der an ihm teilnahin, konnte sich der Stärke der ־zionistischen Stimmung, die auf ihm herrschte, entziehen. Die öffentliche Tagung am Vorabend der Verbandlungeik, auf der Herr R.-A kose 11 b Iü 111 über: ״Der Aufbau Palästinas und das Wcltjudentum“ sprach, war außerordentlich besucht und nahm einen wirkungsvollen Verlauf. Der Verhandlung am Sonntag wohnten dauernd mehrere hundert Zuhörer bei. Man bemerkte u. a. den Vorsitzenden der Münchener Kultusgemeinde, Herrn Obcrlandesgcrichtsrat i)r. Ncumeycr, Herrn Rabbiner Dr. Baerwald, Gelieimrat Prof. Dr. Frankenburger und audere Mitglieder des Gemeindevorstandes. Die bedeutendsten Münchener Blätter hatten Korrespondenten entsandt und brachten ausführliche Verhandlungsbcrichte. Zur Eintragung des Gruppenverbandstages ins Goldem: Buch des Nationalfonds wurden 4000 M. gespendet. Außerdem erfolgten recht bedeutende Zahlungen für die Zionistcnstcuer. Zionistischer Gnippenverband Rechtsrheinliad and Westfalen Am Sonntag, den 27 d. M., vorm. 10 Uhr, findet im Jugendheim, Düsseldorf, Oststr. 50, eine Sitzung der Ortsgruppenvorstände »ind Keren Hajess 0*1• Vertrauensleute statt, in der über die bevorstehende Winterarbeit eingehend gesprochen werden soll. Am Nachmittag desselben Tages findet eine Konferenz der Vertrauensleute des Jüdischen Nationalfonds statt, in der Herr Siegfried Weizmann, Berlin Leiter der N.-F.-Arbcit in Deutschland, über Methoden der N.-F.-Arbcit reden wird. Wir bitten alle Ortsgruppen, zu dieser Sitzung ihre Vertreter zu entsenden Nähere Auskunft im Sekretariat, Elbcrfekl, Adcrsl straße 39, Tel. 4 SSO, oder bei Herrn B. Fricdländc r Düsseldorf. K11 rfii rstc n 91 r. 14, Tel 5232. ‘ Generalversammlung der Mlsracln- Jugendgemeinschaft, Berlin Nachdem von Gabriel Knoller gegebenen Tätig, keitsbericht, der gesondert erscheinen wird, übernimmt Erich Schrägen heim den Vorsitz. Nach kurzer De. batte wird der bisherigen Leitung IXrcharge erteilt. Die Aussprache über die Win!erarbeit wird durch de« Antrag eingeleitct, daß jedes Mitglied des Zeire-Mlsrad« verpflichtet ist, an einem Kursus teilzrmehmen. Es wird beschlossen, die Statuten dahingehend abziiändern, daß der Miiuiestmifgliedsbdtrag von nun an für jedes Halbjahr in der vorausgebenden Gcneralver- Sammlung neu festzastcllen. ist, um den Schwankungen des Geldwertes gerecht zu werden. Der Mitgliedsbeitrag für das laufende Semester wird! von zwei auf fünf Mark erhöht. Der Karlsbader Beschluß, daß die Hälfte der für Misrachiarbcit in Deutschland eingehenden Beiträge ftü- Ere/.-lsraä zu reserviere:! ist, wird nach längerer IXIxüte zur Durdrfülmmg in der Misrachi-Jugcndgcmexnschafr, Berlin. angenommen. Eine Anzahl Mitglieder verpflichtet sich sogleich, den Mitglicsdhtitrag zu verdreifachet». Als Material für die Wiuterarbeit werden der neuen Leitung folgende Punkte übergeben: 1. Organisierung regelmäßiger Vortragsabende, 2. Einrichtung von Kursen,' 3. engere Fühlungnahme mit der ״Prc־»*:•• und Tätigkeit für dieselbe, 4. Schaffung einer neuen Helfersduft für praktische Arbeiten, 5. Gründung einer ßc/irksgruppc; im Westen, 6. Fortführung der Heimabcaie, die abwechselnd im Heim und im Westen stattfinden soUen. Die Wahl der neuen Leitung hatte folgendes Ergehn»: Leo Barth (als Mitglied der Ortsgruppe), Bernhard Bambergc r, Karl Ep. penstein, Richard £ 11 i s c h , Fischet Goldhamraer, Gitta Goldinann, Gabriel Knoller, Isaak Kahn. Der Besdiluß des Arbeitsausschusses, dem Jüdischen. Arbeitcrfürso.-gcamt für die ״Aus-besser- und koscheren Kochkurse für berufstätige jiidisdie Mädchen“ die »;11 M i srachi• J ngend 11 ei m , Dragoncrstr. 22 befindliehe Küche zur Verfügung ztr stellen, wurde von der General Versammlung ohne Widerspruch zur Kenntnis genomracn Von den an dem Abend eingegangenen Beträgen, in Höhe von zirka 500 M. wurde sofort in Ausführung obigen ,Beschlusses die Hälfte für Erez-lsrnel zurüokgelcgt. Außerdem könnte im Laufe der Ver* Sammlung eine Keren H a j e s sod-Z e i ch. nun{׳ von 5000 M. verkündet werden. Die Beiträge der Schulverbände bzw. Schult. . van 23. Juni 1921 U!11 E 2217, J. B. 334 jährlich mim destens: 1. für jede planmäßige LehrcrsteHc %00 M. 2. für jede planmäßige Lehrerinstelie 8600 M. 3. außerdem für jede Sdiulstelk* der Besoldungsgruppe 2 und 3, 4. Ln Sdndverbänden und Schulgemeinden, deren Lchrer und Lehrerinnen einen höheren Ortszuschlag als den der Klasse E erhalten, außerdem für jede SdtuL stelle Ortsklasse 1> 360 M. ״ C 720 ״ ״ 1200 » ״ ״ A 2000 ״ Nadt dem dem Verband der .Deutschen Juden mgcg.mgenen Mitteilungen wird ein großer Teil der jüdischen Gemeinden, die öffentliche jüdische Volksschulen unterlialten, nidit in der Lage sein, die aus der vorstehenden Aufstellung sich ergebenden Beiträge an die L.wk'ssdr.1!- hasse abzuführen. Es ersdieint daher zweckmäßig, daß diese Gemeinden sdion jetzt an das Ministerium für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung einen Antrag auf Ge- Währung von Sonderzuschüssen zum Lehrergehalt richten. Die Gehaltszahlungen au die Lehrer sind gesichert, da diese von der La rvJessd wIkasse auch dann bewirkt werden, wenn, die Beiträge der einzelnen Sdhulvcrbande bzw. Schulgemeinden dort nodi nidit eingegangen sind. Einem Antrag des 1Vcr band c s der De u t sehe n luden cntspredicnd, sind in Preußen die Angelegenneiten der jüdischen Gemeinden nunmehr vom Ministcriiun des Innern auf das Ministerium für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung übertragen worden, so daß auch bezüglich der ßeitörde, welche die Aufsidit über die Angelegenheiten der Jiklisclten ReiigbnsgeseHsdwft fülirt, dne GleiciiStellung snit den christlichen Re- Ugionsgc seil schäften erzielt worden ist. Berichtigung. ln dem Aufsatz von Bernstein: Eine B i a i i k Uebersetzung (in Nr. 91 d. ״Jiid. Rundsch.“) sind zwei Fehler eingeschlichen, die wir hiermit richtigstellen möchten. In der ersten Spalte ist nach der achten Zeile eine Zeile ausgefallen. Statt: ״und Zöglinge“ muß es richtig heißen: ״und es verödet vorfindet versetzt uns tn die seelische Tragik der Zöglinge“ . . . Ferner heißt w:«״dc!irittcn>ltc, Zeile 8 von unten: ״artge Waffe“ statt ״art Gewaffe“.

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