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Jüdische Rundschau · 1921-11-08 · Heft 89 (8.11.1921) · page 6

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVI (1921)
Issue
Heft 89 (8.11.1921)
Date
1921-11-08
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Seite 638 ,jPSaiSCHB RUNDSCHkV Nr. 80 Wir veröffentlichen umstehend eine Uebersicht über die Leistungen der Zionistischen Ortsgruppen für die Zionlstensteuer bis zum 31. 10. d. Js. und fügen vergleichsweise die im Jahre 1920 abgelieferten Beträge und das nach Beschluss des Landesvorstandes abzuliefernde Kontingent bei. Das Kontingent ist so aufgestellt, dass für jedes Mitglied einer Gruppe, also auch für die Jugendmitglieder, und die korporativ angeschlossenen Mitglieder des Misrachi und des Hapoel-Hazatr durchschnittlich 100 Mk. an Zionistensteuer abgeliefert werden sollen. Der Landesvorstand ist hierbei von § 30 des auf dem Delegiertentage in Hannover angenommenen Statutes ausgegangen, nach dem jedes Mitglied der Z. V. f. D. die Zionisten- Steuer zahlen soll. Nicht bei dem Kontingent berücksichtigt sind diejenigen Zionisten, die nur den Schekel zahlen. Dagegen gilt das Kontingent nicht als erfüllt, wenn es, wie z. B. in der umstehend veröffentlichten Statistik in Zwickau und Elberfeld der Fall ist, von 2 resp. 9 Gesinnungsgenossen aufgebracht worden ist. Wir bitten hierdurch alle Ortsgruppen und Vertrauensleute dringendst, die Aufbringung ihres Kontingents unverzüglich in die Wege zu leiten. Die Zionistische Vereinigung für Deutschland gebraucht zur Deckung ihres in Hannover angenommenen Etats für 1921 noch 200000 Mk. an Zionistensteuer, die bis zum 31. Dezember d. Js. eingegangen sein müssen. Diese Aufbringung ist durchaus möglich, wenn sofort alle rückständigen gezeichneten Beträge eingezogen und gezahlt werden und alle diejenigen Gruppen, die, trotzdem jetzt schon über zwei Jahre seit Einführung der Zionistensteuer verflossen sind, noch nichts für deren Durchführung getan haben, sich ihrer Pflichten endlich bewusst werden. Jeder Gesinnungsgenosse, der für 1921 noch keine Zionistensteuer gezahlt hat, besteuere sich sofort entsprechend seinem Einkommen. Jeder Gesinnungsgenosse, der bereits gezeichnet hat, prüfe, ob seine Zeichnung nicht seinen gesteigerten Einkünften und der Geldentwertung entsprechend erhöht werden muß. Jede Ortsgruppe ernenne sofort einen Zionistensteuerkommissar, der sich umgehend mit uns in Verbindung setzen möge. Es kommt alles darauf an, die Aktion schnell durchzuführen, damit die Zentrale, die jetzt durch Finanzschwierigkeiten dauernd in ihrer Tätigkeit behindert ist, die ihr vom Delegiertentag gestellten grossen Aufgaben erfüllen kann. Zionistische VereliniSgiüinig׳ für Deutschland Berlin W15, Sädfosüsche Strasse 8 Postscheckkonto: Berlin 8091. — Bankkonto: Nationalbank für Deutschland, Depositenkasse Korfürstendainin 211. Die Zionistensteuer dient : Der Aufrechterhaltung und dem Ausbau der Organisation (Z. V. f. D.). Der Stärkung und Ausbreitung der zionistischen Propaganda. Der Förderung unserer jüdischen Kulturbestrebungen, insbesondere der hebräischen Sprachbewegung. Der Unterstützung unserer sozialen Arbeit, insbesondere auf dem Gebiet der ostjüdischen Flüchtlinsrsfürsonre (Zentrales Arbeiterfürsorgeamt in Berlin). , b b Der Unterhaltung eines leistungsfähigen Palästina-Amtes. *?er Förderung der palästinensischen Berufsvorbereitung unserer Jugend. Arbeitsfähigpit° 1st, d“ f!nanzielle Instrument der Zionistischen Vereinigung für Deutschland, von der ihre g , ihre Schlagkraft, ihr Einfluss 1m jüdischen Leben Deutschlands zu einem wesentlichen Teil abhängt.

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