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Jüdische Rundschau · 1921-11-01 · Heft 87 (1.11.1921) · page 4

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVI (1921)
Issue
Heft 87 (1.11.1921)
Date
1921-11-01
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Nr. 87 Seite 022 ]UEDISCHE RUNDSCHAU Bedürfnisse von Ercz-lsracl festgcstellt, damit wir unsere Aufgabe in ilirer gesamten Größe erkennen. 'Die Cadrcs sind gelegt und bedütfen nur noch des Aushaus. Vereinigen wir uns für Ercz-lsrael im1 Keren Hajessod, dessen Legalisierung zu den wichtigsten Ergebnissen dieses Kongresses gehört. Der Kongreß hat sein Schuldigkeit getan. ' Versäume niemand, seine eigene Schuldigkeit zu tun! Das Sanitätswesen in Palästina Vati Dr. M. 1! o r u e!1 u w. Nach «lein Beschluß des Karlsbader Koiigre-ses übernimmt die Zionistische Weltorganisation das Samiiitswcscn in Palästina,;»weit es bis jetzt in den I laude» der amerikanischen Ciesellschatt ״Hadassali“ bg, Ztt diesem Zweck sali hei der Zionist Commission ein besonderes Ciesumilieitsanit eingerichtet werden. Es ist daher in diesem Augcnr blick van Interesse, einen Rückblick auf die Sauitätsarbeit in Palästina im letzten Jahre zu werfen. l>r. M. Boruchow widmet Ln der Neujalirsm!mmer von ״Haare/“ der gegenwärtige« Lage der 8a-!litälsarheite» einen längeren Artikel, dem wir foljjem’es entnehmen: vollmädttigtcn der Vereinigung. Außer medizinischer j Hilfe bekommen mittellose Frauen and! Unterstützung j ia barem Gehle und in Wäsche. Es sind, audt an zwei I Punkten der Stadt Stellen eingerichtet, wo Säuglinge i von Zeit zu Zeit gewogen werden und die Mütter ן Ratschläge und Auskünfte erhalten über Pflege und j Nahrung. j Die ״Hadassah“ begann in diesem Jahre mit der j Herausgabe populärer Broschüren über hygienische j Fragen, die unentgeltlich verteilt werden. Es crschic-m•» ן bis jetzt vier Hefte, eines iil>er allgemeine Hygiene, /.wes j über Malaria und eines über die Fliege als Bazilien-! träger. Die Hefte sind! in leichtem Hebräisch geschrieben. j Das Gesundheitsamt übernimmt von der ״Hadassah“! ein stattliches Werk, das weiter auszubatim ist. Vor j allen Dingen müssen sofort die beiden Forschung«-! Institute wieder eröffnet werden, die in der Zeit der ן Krise, provisorisch geschlossen wurden, nämlich die Gej sundheitssiation von Nathan Strauß und die pativoloj gische Abteilung beim Rothschild-Hospital. Denn die I praktische Medizin muß mit der theoretische» Forj schling Hand in Hand gehe». 1 Vermischte Nachrichten Seitens der ״J tadassah“ ist im letzten Jabiv sehr viel getan worden, um den Cltalu/.im, die Guusse«,- arbeiten verrichten, hygienische und medizinische Hilfe /nkommen zu lassen. Die weitverzweigte Tätigkeit Iwsi.unl in regelmäßiger Verteilung von Chinin, Vorbeugen■• der Impfung gegen Bauch typhus, Erridituug von VerbaJidsstationcn und Versorgung der Verunglückten mit l’flegepersen.al. Filirierung׳ vx>11 Wasser, Lieferung von Arzneien, hygienischer Aufsicht über Müllabfuhr u. ä. All das geschah durch einen Stab w>!1 Aerzten, Sanitatern, Krankenschwestern und Feldscher!!. Trotz all 11er Mühe mul Kasten sind aber die Folgen nicht atlä- «jiuit. Es feldi 1 K>eh immer an einem umfassen.len Plan und an einer zentralen Leitung. Was nützt die Krankemsehwester der ,,H.ulassah“ mit ilirer Feldapotheke, wen» eilte Arbcilergruppc tagelang■ unter Umstände» ohne nährhafle Verpflegung und ohne warmes Getränk ziihringen 11111I), oder wenn ein Kranker nicht. Eier und Milch, ja sogar nicht ctn111.1l eine Matratze bekommen kamt, weil für die Lcbeaismittellieferung «in •anderes Amt zuständig ist? Auch die Kiicheu sind zwar besser als früher, sind aber noch immer nicht auf der Höhe. Man versteht nicht, die LaiKlespioduktc den Jahreszeiten entsprechend zu verwenden. Gerade im Hochsommer werden Bohnen und Erbsen und ähnliche Produkte dauernd gebrauchi, »•ährend Obst und Gemüse somitrbarcrweisc nicht verabreicht werde». Kurzum, der Mangel einer Zentrale, die den Arbeitergruppe» zugleich Lebensmittel, Kleidungsstücke und Arzneien liefert, verursacht überflüssige Vergeudung von Energien• und gibt die Gesundheit «1er Arbeiter dem Zufall preis. z. B. waren unter!כיי Arbeitern einer Gruppe im letzten Monat nur drei Kranke, dagegen unter 250 Arbeitem einer ändert•!! Gruppe im selben Monat ,)0 Krankheit *fälle. In einer dritten Gruppe, die bloß wenige Kilometer entfernt beschäftigt ist, sind fast 10 ■Prozent arbeitsunfähig. 1111 April begannen Sauierungsarbeiten zur Ikkämpfimg׳ der Malaria in der Umgegend des Kinereth-Sees. Ohne viel Aufhcbcrw zu machen und ohne es an die giolle Glocke zu hängen, gelang es, Daganiah, Bdhauinti. Kincreth, Medsduiel und andere Kolonien und Gruppen südlich mul nördlich des Kiuereth-Sces mit einem Sank•- ningsgiirtel zu umgehen. Die garize Arbeit geschall auf Privatkosten von Brandeis, Die Erfolge sind sein׳ erfreulich. An all diesen Stellen komme» jetzt Malariafällt• mir vereinzelt vor, und gerade in Mcuschdel, das von Malaria verseucht war, kam überhaupt kein neuer ,Malariafall vor, so daß viele von üeu Arbeiter» dort keine Moskitonetze mehr gebrauchtet». In diesem Jahre erlebte die Kraukeiwdtwesternseluik• der ,,I ladass.ah״ die erste Generation der Absolveu- . ünnett. 22 Mädchen verließen die Schule, aiisgestattel . mit theoretischer und praktischer Vorbildung, und sollen deutschen und nmerikaniseheu Sehwesteru au Att.sbiklitn״ tutht 11 ach st eilen. Diese Tatsache ist nicht 11t 11• vom medizinischen Standpunkt;!mlcutem!. Wird doch ־ (Fultirdi eine zweite IVwitkm von der jüdischen Frau erobert. Nach der hebräischen Iviruk-rgärtucriu marschiert die hebräische Krankenschwester, die die In•• bräiwhe Sprache in die Krankenhäuser trägt. Die he- . britische Krankcns'dnvesler macht ihre Aufzeichnung(.•» idier den Verlauf der Krankheit und ihre Symptom« in hebräischer Sprache und zwingt häufig den schwer- fäüigcn Arzt, die hebräische Terminologie zu bemit/eji und arKz.ul>;1,den. In «lei» Stadien macht das Krankenlianswcscn weitere l ortschritte. In Icl-Awiw ist die ZaJil der llctteii vermehrt worden, das Laboratorium des Krankenhauses ist vergrößert und selbständig gemacht worden, wahrc-iid ‘N noch im vorigen Jahre auf die Lalroratorien in Jerusalem angewiesen war. In Tibcrias ist der Gemütsteüt zum Bau eines Krankenhauses gelegt. Dagegen ist in Haifa nichts getan worden, tun das Krankcnh.•ms zu erweitern, das dem Andrang kranker Einwanderer uiut Chnnsseearbeiter tu du gewachsen ist. 111 ein ist ein spezielles Ambulatorium für Sehüle!achtet worden. Heim Ambulatorium .Brausebad. Für unbemittelte Sduiler entgeltlich verabfolgt. Die Frauenver km beschäftigt sich eifrig mit werdende Mütter Jerusar eingeist ei» 1113150* wird Seife un- ׳erdnig'iuig in Jerus.1medizmisclier Hilfe für ״ . . tr 1',»׳J Wöchnerin»!»״. Die Stadt Bc/"1!e wVS'tl-ilt. Jeder Bezirk untersteht einer tit He» Samuels Neujahrsrede Auch dieses Jalir «ahm Samuel am Gottesdienst in der großen Jcritsalctne-r Synagoge teil. Int Hotel | Atndutski, wx>ttiu sieh Sanrncl mit Suite und zahlreichen j (Eisten begebe» hatte, wies Rabbi Kuok auf die tk•- j deutting des Tages hin und verglich de» Oberkoiiintissär, I den ״Samuel unserer Tage“, mit dem Propheten Sar j tmtel. j In seiner teilweise schon von uns wiedergegebene» j Antwort erklärte Samuel u. x, Rabbi Kook habe j ihn jetzt mit Samuel verglichen, ebenso wie Rabbi j Jakob Meir vor einiger Zeit mit Nchcmiah. Es sei jedoch sehr schwer, dem gerecht zu werden. In dem ihm heute vorgelesene» Thoraabsclmitt sei vom 1211 »de zvvisehen Abraham und dem Ph i 1 i s t ■er k ö n i g A b i m c 1 e c h die Rede gewesen. Er hoffe, daß, wie es j Abraham gelang;, einen Bund mit den Philistern zu j schließen, es auch uns geling er. werde, einen j Bu ji d zu s c h 1 i e ß c » tu i t' denjenigen, die nicht Philister, a b e r N a c 1! k o m m e n u ti s e r c s E r z v a t 0 r s Ab r;1 It :1 tu s i n d. Die Palästina-Wanderung aus Rumänien Bukarest, 28. Oktober. (J. C. B.) Iüc hier stattgefundene außerordentliche Sitzung der Palästinaämtcr Großrunüittietts befaßte sieh vornehmlich mit der Ahfertigung der Clialuzitn aus der Ukraine nach Palästina. Die Beratung beschloß, die Auswanderung über den Hafen von Galat/, zu leiten und die gesamte Emigratiou aus üroürumänien nach Palästina durch ein zentrales Organ einheitlich zu regeln. Den erstatteten Berichten zufolge wurden bisher acht größere Chainziingruppen aus der Ukraine und fünf aus der Bukowitta, letztere in bester Ausrüstung, nach Palästina befördert. Gegenwärtig stehen in Galat/ weitere zwei Chahi/imgriippcn einsehiffiingsbereit. Das zionistische Exekutivkomitee für OroDrumänieii bestimmte den 2. Novemher, den Tag der Üalfour-Deklaration, /ur Veraustattuug größerer zionistischen Kundgebungen um! Sammelaktionen im ganzen Lande, für die Ausrüstung größerer Cbahizimlransporte nach Palästina, Der Karlistenputsch und die Juden Budapest, 25. Okt. Trotz des Struiilrechtcs ist es heute zu Ausschreitung«•» gekommen, die sich gegen die parlamentarische» und publizistischen Gegner des 1 Inriliy-Systeiiis richteten. Das Horthy-Militär, verstärkt durch’ ״Erwächemle“ und bewaffnete Studenten, durchzog den ganzen Tag über die Hauptstrußeii und drang schließlich ,1׳ ucfi• in die hauptsächlich von Juden hewohnten Bezirke ein. Jüdische Passanten wurden schwer mißhandelt, die Cafes und Geschäftshäuser, in denen jüdische üäsic verkehren, /um Schließen gezwungen. Verschiedentlich wurde geplündert. Die Polizei ■war dem Militär gegenüber machtlos. ״Ileesi Magyar Ujsag“ berichtet•. Das Betaehcment von 1 fejjais zog Soimafteiul in Eisenstadt ein, wo die Feilte bis Montag wie Vandalen hausten. Die reichen Juilen haben gleich tfieh Ankunft der Flejjns-Trappen den Führern eine größere Brandschatzung angeboten, da sie angenommen luiibui, daß sie dadurdt den Verfolgungen werden entgegen können utv.l daß die Truppen infolge des Lösegeldes ihr Vermögen unangetastet lassen werden. Diese Methode, die stark an das Mittelalter erinnert, hat sieh nämlich während des Aufenthaltes der Osleiir burg-Truppei), die vor Hejjaa abgezogen sind, glänzend bewährt, sie fruchtete aber nicht beim Kommandanten• des Flejjas-Dctadiemeiits, der erklärte, er sei nicht geneigt, mit sieh Itatidelu zu Ixssoii, er nehme kein Geld au und werde »nach seinem Gutdünken Verfügungen treffe». Kaum entfernte .sich die Deputation, die das Lösegcld angeboten hatte, als auch schon in der Stadt das Rauben und Plündern einsetzte. Di« Soldaten überfielen zustimmen mit dem Pöbel die Fabrik mul Wohnung des Lederfahiikaiitcn Spitzer, die vollständig ausgeplündert wurde. Darauf folgten die Wolinungc» der übrigen Juden, die verprügelt urnl beraubt wurden. Nach den bisherigen Berichte» schleppten die HljjtutKTruppcn 100 im wehrpflichtigen Alter stehende Juden mit sich fort. 20 Familien sind nach Wiener-Neustadt geflüchtet. Tschernichowski erkrankt London, 18. Oktober. <j. C. H.) I )ein Jerusalemer ״Haarcz“ zufolge erhielt Dr. Klausner ein Schreiben aus Odessa, daß der Dichter Saul T s c h e r n i. chowski ernstlich erkrankt ist, wodurch er seine Reise nach Palästina verschieben mußte, obwohl er die Ausreisebewilligung der Sowjetregicnmg bereits erhalten hat. Ein Jade_ amerikanischer Botschafter für die Tschechoslowakei New York, 20. Oktober. (j.C. B.) Der bekannte Diplomat, Sdiriftstcller und Journalist Mister i.ewu Einstein, ein angesehener amerikanischer Jude, wurde ziun amerikanische» Botschafter für die Tschcchoslowakci ernannt. Prof. Gothard Deutsch gestorben Cincinnati, 17. Oktober. (J. C. B.) Der hervorragende jüdische Gelehrte und Historiker Prof. Gothaixi Deutsch ist hier in vorgerüektetn Alter gestarben. Neue Konferenzen der Agudalt. Anfangs nächste» Monats liivdet in Wien eine Plenarsitzung des Zentralrates der Agudas Jisrocl statt. Im fX'zcmbcr wird auch der rabbinische Rat der Agtutah zu einer Besprediung zusammentreten, die wahrscheinlich in Preßburg stattfinden wird. Deutschland Jüdisches Arbeiteifürsorgeamt Das Arbeiterfürsorgeamt der jüdisdien Orgatvis;!- tionen Deutschlands hatte zur Besprechung verseilte- .dener mit der Ostjurientürsorge in der Provinz 0,1preußen zusammenhängende» Fragen das Mitglkxl seines Generalsekretariats, Herr» Dr. Senator, nach Eydtkühne» und Königsberg entsandt. Der Besitdi in Eydtkühne» ergab, daß die Fürsorge für die ostjüdisäien Flücliflinge, trotzdem die jüdische Gemeinde dort nur 40 Familien zählt, vo» den GemeituJcmitgbcdem in vorbildlicher Weise ausgeübt wurde. Die Gemeinde Eydtkühne» erklärte sich bereit, zu den Koster! der |udischeu Arbciterfürsorgcstelie in Königsberg monatlidi 300 M. beizntragen. In Königsberg fand am 8. Oktober 1021 eine Versanuulung von Mitglierleni des Vorstandes 1uxi der Rc• ן präsent.-!»/ 11er (iemcinde KönigslK-rg wivvie VertreUT» j der jüdischen Organisationen und ein/diien l’ersöiilidtkeiten statt, in der die Versammelten mit Interesse vo» ן de» Darlegungen des Herrn 1)1׳. Senator Kenntnis jialunen. i Insbesondere herrschte Einigkeit über «lie Notwendigkeit einer geordneten politischen Vertretung, wie sie das Arbeiterftirsorgcamt und seine Zweigstellen darstellen, sowie einer möglichst weitgehenden soziale» Fürsorge. Herr Dr. Senator führte ferner ans, daß, da die amerikanische Hilfe nunmehr ausgcblieben ist, das deutsche Judentum zunächst, tun sich die Unterstützung der Amerikaner wieder zu sichern, selbst erhebliche Summen aufbringen muß. Die Versammlung, die etnstimmig der Ansicht war, daß die erforderlichen Mittel zur Erhaltung der Arbeiterfürsorgcstelh• in Kömgsbeg aufgebrndit werden inii-ser. und aufgebracht werden können, nahm einstimmig folgende Resolutionen an: 1. ״Die am 8. Oktober 1021 versammelten Vertreter des Vorstandes uikJ zier Repräsentanz der jüdische» Gemeinde sowie der jüdische» Organisationen Königsbergs erklären die Aufretliterlialttmg clo• Arbeiteifiir sorgesiellc Königsberg für unbedingt a forderlich. Die anwesenden Vertreter der jüdisdien Organisatiotveu erklären sid» bereit, sich bei ihre» Organisationei» dafür einmset/cn, daß in analoger Weise wie bei dm andere» Arbeiterfür-orgesterien der Arbeitcrfürsorgestclle Königsberg laufende monatliche bzw, vierteljitlididie Beiträge zur teil weisen Deekung des Etats nach Maßgabe «kr zur Verfügung stellenden Mittel überwiesen werden.“ 2. ״Die am 8. Oktober 1021 versammelten Mitglieder des Vorstandes und der Repräsentanz der jüdisdien Gemeinde Königsberg erklären mtgesidils der Wichtigkeit der |)0litisd1-l,«>11sularisd1e» T.itigkut s«1v•.!« der sozialixilitisdi-fürsorgerisdien Arbeit des AihciU'rfüf sorgea.ntes die Aufrediterlultimg des Hilfswerk* für «lie ostjüdisdien fliiditlinge als eine utibwlingte Notwcmligkeit. Dem* die Tätigkeit des Arbeiterfürsorgeamtes liegt nidu nur im Interesse der Flüchtlinge, als vielmehr;uidi ia dem der eingesessenen deutsdteii Ju-lenlieit. Die Gemeinde Königsberg erwartet — und sie riehtet in dieser Erwartung einen «liingeiKlen Appdl an «8e Geineinden der Pnwin/ni - daß atidi diese, ur.l vor allen Dingen die von vier Ostjtideimat rndit «xWr mir wenig Bet!offenen, die A rbei ieruir!■« wgesti-lle KöiugsiH-n: mit laufemle» monatliche» Beiträge» unterstützen werden. Die vers:unn1elten Vertreter des Vorstarules und der Repräsentanz der Gemeinde weixlen sidi tkiftu־ eLnsyt/err, vlaLl auch die Gemeinde Königsberg m de» Kosten der Arbeiterfiirsorges11• 11 e eine» 1.-10>01סוו« monatlidKH Beitrag, soweit es ihre Mittel irgend erlaube», bewilligt. Sie bedauern dabei, «laß nmlere (iioßgeirieiudeji, üvJ» ■;,aiiderv audi Berlin, verhältnismäßig zu geringe Mittel für «Fese.« Zweck bewilligt luiben." Demgemäß wuide in Aussicht geiuonuncn, zur Et- Haltung der Arbeiterfursorgestellc K0»Lj;slx־rg folgende Faktoren tveran/uzieben: einmal die jiülisdic Gcmeimle Kö-nigsberg, die Provitw^ianeitKlcn, die Organisationen; eardlid» herrschte Einigkeit darüber, daß auch eine Privat- Sammlung werde erfolge» müssen. Herr Kotnmerzieurat Marx hat bereits zu dieser Sammlung■ 5000 M. gezeichnet. Die am nächste» Tag stattfindende Tagung der Ge• tnciiulcit Ostpreußens war leider nidit so besucht, vn es die Wichtigkeit der Angekgenlieit erfordert h.ä:te Immeitkin waren Vertreter eiimr Reilve wiclvtigcr uc meinden anwesend. Naclv eiagduaviLi'r L>ark־g1mg «Rs Referenten Dr. Senator über d«31 Emst tki־ Situatk.׳» (Fortsetzung Seite t>23.)

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