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Jüdische Rundschau · 1921-10-28 · Heft 86 (28.10.1921) · page 6

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVI (1921)
Issue
Heft 86 (28.10.1921)
Date
1921-10-28
Page
– (sequence 6)
Language
German
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B!f;י Seite 610 JUED1SCHE RUNDSCHAU Nr. 86 Und hören wir noch einmal Elwood Mead über das Menschcninatcnal, das für diese Kolonisation gebraucht wurde, ״ln der ersten Zeit war die Zahl der australischen Siedler verhältnismäßig1 Wein infolge des Vorurteils gegen Kleinsiedlung (tout coininc ehez nou:;!). Die ersten Rekruten kamen meistens von! Ausland her, als aber das Ergebnis intensiver Kultivierung sichtbar wurde, wurden mehr und mehr Victoriaaer nt Siedlern. Ein auffallender Zug war die große Zahl der Söhne von Händlern, Handwerkern und Ladenin liabern, die die Städte wie Melbourne verließen und bald ihren Platz;niter den besten Farmern cinnahmen. Der Mangel an Erfahrung war mehr als aufgewogen durch geistige Aufgewecktheit und die Fähigkeit, neue Ideen und Praktiken auf zu nehmen. Sie wurden die besten■ Schüler des Kolonicleiters.“ So wird es anderswo gemacht, aber nicht in Palästina. Und gegen solche Arbeit sträuben sieh unsere bisherigen Herren Kolonisatoren und Agronomen! Es erübrigt sich, auf alle anderen Ausfälle von Ettinger einzugehen, wie daß mein *Referat ein Feuilleton sei, daß ich bei ilun abgeschrieben habe usw. Uebcr letzteres hätte er doch höchstens stolz sein können. Denn da habe ich doch das Wertvollste aus seinem Buch gerettet. Aber er hat über Intensivisraus höchstens gestammelt. Er hat aber nie den Wert auf die Sache gelegt, den sie in der Tat hat. C'cst lc ton qui fait la musiqne. Auch hier, Herr Ettinger! 4. Elicser Joffe. Diesem ״Kolonisator“ will ich nur sagen, dal! er sich irrt, wenn er glaubt, die Exekutive Italic mich in die entfernten Länder der Welt geschickt. Der Nationalfonds hat mir die Möglichkcit gegeben, nach Spanien zu gehen, In China, Japan, Kalifornien, Afrika usw. war ich nicht auf Kosten der Organisation. Dies zur Richtigstellung, Auf einen seiner Einwändc will ich, aber nicht für ihn, denn er ist nicht zu belehren, hier cingchcn, die anderen habe ich schon früher berührt. Er weist darauf hin, daß der jüdische Kolonist mit dem arabische» Gemüse־ bauer nicht konkurrieren kann. Er hat darin recht. Die Schuld liegt aber nicht am Gemüse oder Obst oder an den anderen Erzeugnissen der intensiven Wirtsehaft, sondern am jüdischen Arbeiter, dem zukünftigen Siedler des von Joffe proponierten ״Moscliew Owdim“. Er kostet sehr viel Geld, produziert aber nicht mehr als der Araber, ja noch weniger. Wenn er aber das Doppelte und Dreifache von der gleichen Fläche an Menge und Qualität erzeugen würde und seine Produkte kooperativ absetzen würde, so muß er gegen jedermann konkurrieren können. Wie Joffe mich überhaupt versteht, ist daraus zu ersehen, daß er von dem arabischen Fellachen spricht, der ״gewöhnt ist, auf denselben Flächen ein Jahr Gemüse zu ziehen und das andere Jahr Getreide zu säen. Was ist denn das? Ist das intensive Kultur oder extensiver Feldbau? Mit solchen Märchen wollen sie eine Sache bekämpfen, die sie nicht einmal begriffen haben. 5. Dr. mcd. Julius Brutzkus, Er wußte nicht, was er tat. Denn er ist wirklich ein anständiger, netter Mensch. Eben aus Sowjetrußland angelangt, wo er seit 1014 eitigeschlossen war, wurde der gutmütige Mensch beeinflußt — anders kann man sich ja das nicht erklären —• in die Diskussion einzugrciScn und vom ״Dilettanten“ Soskin zu sprechen. Warum ich aber Dilettant bin, hat er uns nicht gesagt. Daß er über die Dinge nichts weiß, unterliegt doch keinem Zweifel. Wer spricht denn im unglückliche» Rußland jetzt über intensive Landwirtschaft? Er, der Arzt, hat als einzige Qualifikation für seine Handlung den Umstand, daß sein Bruder Agronom ist! 6. Die übrigen Opponenten. Wenn ich mich zum Schluß an diejenigen Opponenten wende, die zum Teil auf und zum Teil vor dein Kongreß nicht gegen die Sache, sondern gegen meine Person auflraten, so wird meine Rede ״ungehalten“ werde« müssen. Ich habe in meinen Schriften und in meinem Kongreßreferat soviel Verständnis für die soziale Seite der jüdischen Siedlung an den Tag gelegt, wie keiner der Herren palästinensischen Agronomen, die Kotau vor den Arbeitern machen, zu denen sie als Mitglieder der Arbeiterorganisation gehören. Da ich es nicht hin, protestiert Jabneeli dagegen, daß die Exekutive mir das Referat übertragen habe, einem Manne, der keine Berührung mit den palästinensischen Arbeitern lube. Welches Recht haben sic, die Arbeiterführer, mir Steine in den Weg zu legem, da cs sich um eine so wichtige Angelegenheit handelt, wie um die beste und schnellste Methode, ein jüdisches* Palästina zu schaffen? Es ist eine ungeheure und' vor der Oeffentiichkeit unverantwortliche Anmaßung dieser wenigen Arbeiterführer, zu Sondern, daß die Kolonisation Palästinas ■einzig und allein von ihnen gemacht werde. Was verstehen sie davon, und welche Qualifikation haben sie dafür? Was haben sie außer Palästina gesehen? Haben sie die erforderliche ökonomische Vorbereitung und Erfahrung? _ Und dieser anmaßenden Forderung fügen sich die Ettinger, Wilkansky, Ussischkin und Ruppin. Und die beulen letzteren trifft noch ein schwererer Vorwurf, daß sie, nur um mit der Linken es nicht zu verderben, deren Kolon» sationspläiws mul Budgetvoranschläge gut* heißen und vertreten. Das Budget für Joffes Moschcw wdim 56000 1 fand für 70 meistens unverheiratete Arbeit er •und dies als erste Rate eines g ra ße re n Mn״eLd*JlI11l0hn<i ^bSnlch R״PP>״ und Ussischkin gefordert und von der Palasti.iakommissio.i und später vom Kongreß bewegt. Für den Versuch mit intaSver Kolonisation, den die Exekutive besdttossm hat, mit einer Kolonie von 500 Familien durch zu führen^ für welche 150 000 Pfund ■erfordernd! sind!, wurden nur 20 (WO Pfund bewilligt. Schon die Gegenüberstellung dieser beiden Tatsache» spricht deutlich von der gänzlichen Unterwerfung der palästinensischen ״Kolonisatoren“ unter die Herrschaft der — ich hoffe das — wenigen Arbeiterführer. Die Massai der Arbeiter müssen und werden anders denken. Wer das initmadien will, der tue das! Er trage aber auch die Verantwortung dafür! Russisch-ukrainische Zionisten Versammlung Auf Initiative des sich jetzt in Berlin befindenden Russischen Mcrkas und einiger aktiver Zionisten der hiesigen russisch-ukrainischen jüdischen Kolonie wird heabxiehtigt, die in Berlin wohnenden russisch-ukrainischen Zionisten ׳zu organisieren. Diese Arbeit wird laut Be- Schluß einer anläßlich des XIL. Zionistenkongrcsses in Karlsbad stattgefundenen Konferenz durchgeführt. Ziel derselben ist die Konzentrierung der zionistischen Energien der im Ausland lebenden russisch-ukrainischen Juden für den Aufbau Palästinas, die sich infolge Sprachverschiedenheiten usw. nicht in den lokalen Organisationen akklimatisiert haben. Der Anfang dieser Tätigkeit in Berlin ist eine Versammlung, die am Sonntag, den iO.Okt., vormittags 11 % Uhr, int Oberlichtsaal der Philharmonie, Bcrnburgcr Str. 22/23, stattfindet, in der 11. a. die Herren: Dr. I, Brutzkus, Ch. Grüubcrg, Dr. M. Hmdes, Dr. V. Jacobsohn, E. Tschcrikowcr, M. Kleinmann sprechen werden. Eintrittskarten zum Preise von 5 M. sind im Vorverkauf erhältlich in der Buchhandlung ״Ewer", Kncscbcckstr. 51/55, bei Ferdinand Ostertag, Augsburger Str. 2S, im Büro der Berliner Zionistischen Vereinigung, Seydclstr. 3, und an der Kasse. Zionistische Ortsgruppe Nürnberg-Fürth Winterprogram in: Ant ersten und dritten Donnerstag eines jeden Monats finden im grünen Zimmer des Hotels ״Deutscher Hof“ gesellige Zusammenkünfte statt, die mit einem Pressereferat, einem kleinen Vortrag oder Vorlesungen aus der jüdischen Literatur eingeleitet werden. Gäste (Nichtzionisten und nicht ortsansässige Zionisten) herzlieh willkommen. Der Paläslinazyklus der Ortsgruppe beginnt am 24. November im kleinen Saal des Luitpoldhauses. Eintritt für den ganzen Zyklus 20 M., pro Vortrag 4 M., für Jugendliche 15 ML, hzw. 3 M. Es sprechen am Donnerstag, den 24. November 1021, Herr Dr. Barnberger über ״Geographie und Geologie Palästinas“. Donnerstag, den 8. Dezember 1021, Herr Redakteur Karl Glaser über ״Wirtschaftsgeographie und geographisch-politische Probleme Palästinas". Donnerstag, den 22. Dezember 1021, Herr Dr. med. Geßncr filier ״Die Bevölkerung Palästinas und die Araberfrage". Donnerstag, den 29. Dezember 1021, Herr Marcel Lew über ״Palästinensische Religionen und Rcligions- Systeme“. Donnerstag, den 12. Januar 1922, Herr Dr. Ludwig Mayer über ״Geschichte der jüdischen Kolonisation“. Donnerstag, den 26. Januar 1022, Herr Marcel Lew über ״Palästinensische Sprachprobleme“. Donnerstag, den 0. Februar 1022, Herr Dr. Meinhold Nußbaum über ״Der Aufbau Palästinas“. Alle Mitglieder der jüdischen Gemeinde sind zu dem Kursus eingeladea Karten im Büro des Zionistischeu Gruppeiiverbandes, Fürthcr Str. 87 (Tel. 0220). Der hebräische Sprachunterricht (Herr Marcel Lew, Lehrer an der hebräischen Sprachschule in Berlin) wira in je einem Kurs für Vorgeschrittene lind Anfänger erteilt. Anmeldungen und Anfragen im Büro des Gruppeiiverbaiides, bei Herrn Rechtsanwalt Karpf, Josephsplatz 16 (Tel. 3060) und bei Herrn Marcel Lew, Fiirtlicr Str. 53, bei Leonhard Baumann. Generalversammlung der Ortsgruppe im Hotel ״Deutscher Hof“ 1. Dezember 1021. (Nur für Mitglieder!) Oelfentlichc Versammlung Dienstag, den 8. November 1021, im großen Saal des Künstlerhauses. Referent: Herr Rechtsanwalt Felix Rosenblüth-Berlin, Vorsitzender der Zionistischen Vereinigung für Deutschland. Thema: ״Der Aufbau Palästinas und das Welt- Judentum“. Die Mitglieder der Gemeinde sind zu dieser wichtigen Veranstaltung eingeladen. (Siehe Inserat.) Außerdem sind in diesem Winter Vorträge der Herren Dr. Nahum Goldmann, Klatzkin, u. a. in Aussicht genommen, Uebcr die Chanukalifeier der Ortsgruppe sowie die geplanten künstlerischen Veranstaltungen ergehen noch besondere Mitteilungen. Hebräische Kulturarbeit in Berlin Uebcr dieses Thema konnte sich informieren, wer am Sonnabend, den 15. Oktober, der diesjährigen ordentliehen Generalversammlung des ״Jüdischen Schul- Vereins“ beiwohnte, Aus den Berichten, die in der von Prof. Dr. Löwe geleiteten Generalversammlung von Herrn Bcrggrii«, als Leiter der Hebräischen Sprachschule, und Oberlehrerin Fräulein Landau für die liklische Grundschule erstattet wurden, ergab sich ein Bild der wertvollen kulturellen Arbeit, die heute in Berlin geleistet wird. Die Sprachschule, die nach dem Weggang des so sehr verdienten Dr. Moses Smoira jetzt von Herrn Berggrüa geleitet wird, wird im Winter wieder etwa 200 Schüler und Schülerinnen umfassen, die sich auf fünf Klassen, teilweise mit Parallelklassen verteilen. Das Ziel der Sprachschule, auf gesunder grammatischer Grundlago eine Kenntnis der hebräischen Literatur von der Bibel ois zur Jetztzeit und eine Fertigkeit im mündlichen und schriftlichen Gebrauch der hebräisehen Sprache zu erreichen, ist in zahlreichen Fällen mit überraschenden Ergebnissen gelungen. Es wurde von Schülern berichtet, die ohne Kenntnis des Aleni!. Bctli in die Sprachschule kamen und nach 11/* jn!,r " zur Leitung eines Aniangerkurscs sich befähigt zei״U׳n Auch der Grundschule ist eine sichere Zukunft m prophezeien, vor allem, wenn diese Institution in Weiteren Kreisen bekannt wird, die, obwohl sic erst ein Jahr besteht, bereits heute auf gute Erfolge liinweisen k;״m Die finanzielle Lage des Vereins hat sich in;ה.ן letzten Monaten etwas gebessert, doch ist der Verein bei seinem augenblicklichen Mitgliederbestand nicht in der Lage, seine Arbeiten uneingeschränkt durdi/.utuhren und muß deshalb damit rechnen, daß alle Berliner Zmnisten und andere Juden, die an der hebräischen '|.r. Ziehung ein Interesse haben, den Verein moralisch uiid malcriell unterstützen. Geldsendungen sind r\1 richten an das Konto 45 519, 1. Boschwitz, Berlin NW7. Nähere Auskunft erteilt der Unterzeichnete•. Die (leneralversammlung erteilte, nachdem sie die Berichte entgcgcngciiommcn und diskutiert hatte, dem alten Vorstand Dechargc und wählte folgenden neuen Vorstand iiir de» Verein: Herrn Prof. l>r\i leinrieh Löwe als Vorsitzenden, ferner die Herren Berggrün, Boschwitz, Kraus Krupnik, Rabbiner Dr, Liebermann, Dr. Löwensttcin Direktor Nathan. Mittwoch, Rau, Rechtsanwalt Felix Roscnblüth, Sicgbert Woiff. Dr. Fritz Löwenstein, W15, Düsseldorfer Str. 73. Hebr BUche Sprachschule hi Berlin. 1. Neue Anfä »gerklasscn: a) tm Zent rum der Stadt beginnt Dienstag, den 1, November, der Unterricht in den Anfüngcrklasscn für Schüler uivJ wachscnc. Unterrichtszeit und -ort werden wir noch den Teilnehmern brieflich inifteilen, b) Wir beabsichtigen, auch im Westen eine Anfätigerklasse für Schüler?u eröffnen. Zu diesem Zwecke findet Montag, den 31. Qkt., 41/2 Uhr nachm., im Zionistischen Zentralbüro, Sächsische Straße 8, pt., Palästinaamt, eine Vorbesprechung «statt. 2. In allen Klassen für Fortgeschrittene können noch _ bis Semcstcraiifang nach Rücksprache mit dem Unterzeichneten Neuaufnahmen erfolgen. 3. Sprechstunden bis auf weiteres: Dienstag bis Donnerstag, 5>/s bis 6 Uhr nachm., im Zentralbüro des ״Misrachi“, Monbijouplalz 1 (am Bahnhof Börse). Schrittliehen Anfragen ist Rückporto beizufügm N. Berggrün, N 37, Wörther Str. 46. Abendschule des Verbandes der Ostjuden. Die Abendschule des Verbandes in den Räumet! des Königstädtischen Gymnasiums, Elisabethstr. 57/53, tritt ain 1. November in ihr 5. Semester. Die rege Inanspnichnähme der Kurse seitens unserer jungen ostjüdischen Brüder und Schwestern zeigt uns, dal! die Gründsuig der Schule eine Notwendigkeit war. Als Leiter füngiert ein seit 30 Jahren irti Schuldienste stehender Berliner Gemeitideschullehrer. Die unterrichtenden Lehrpersonen sind durchweg erfahrene• Pädagogen mal erfreuen sich bei ihren Schülern größter Beliebtheit. Als Lehrgcgenstände treten auf: Englisch mit 6, Hebräisch mit •1, Deutsch mit 3, Talmud mit 2 und Erdkunde Palä'-tiim mit 1 Wochenstunde. Die Kursteilnehmer, die meistens mit sehr geringen elementaren Kenntnissen ciutreteii, erhalten in kurzer Zeit eine brauchbare Ausbildung in den behandelter» Fächern und werden dadurch in Stand gesetzt, die erworbene» Kenntnisse sowohl in Deutschlarnl als auch i» den Auswanderungsländern, Amerika und Palästina, zu verwerten. Anmeldungen allabendlich ab 7 Uhr irn Unterrichtslokal, Zimmer Nr. 12. S t u n d e n p I a n der Abendkurse des Verbandes der Ostjuden: Englisch: Montag und Mittwoch, alxmds 7— 8•/* Uhr, für Fortgeschrittene, 8: 10• .״ Uhr für Anfiingcr. Hebräisch: Montag und Mittwoch, abends 7> bis S'/s Uhr für Anfänger, 8«/a—9«/s für Fortgeschrittene. Deutsch: Dienstag, 7—9 Uhr abends, Donnerstag, 7~~8 Uhr abends für Fortgeschrittene. Rechnen: Dienstag, 9—10 Uhr abends, Donnerstag, 8—9 Uhr abends. Geo graphic: Donnerstag, 9—10 Uhr abends. Talmud: Sonnabend, 3—5 Uhr nachmittags, Linienstr. 19 im Talmud- Tharahaus. Unterrichtslokal: Königstädtisches Gymnasium, rohe Alexandcrplatz, Elisabethstr. 57/58, 1 Tr., Zimmer Nr. 12. Kulturdezernat der B. Z. V. Für die Mitarbeit beim Hebräischen Kindergarten West, der Hohenstaufenslr. 42, b. Zadek. staitiindet, werden unentgeltlich eine oder mehrere Helferinnen gesucht. Den Damen ist durch die Mitarbeit Gelegenheit gegeben, sowohl Hebräisch zu lernen, als auch praktische Erfahrungen in der Kindergartciiarbeit sah anzueignen. Meldungen sind zu richten an Frau Dr, Rosenberg, Augsburger Str. 17, Telephon Steinplatz 13 534 oder Kulturdezernat der B. Z. V., Seydclstr. 3, Telephon Zentrum 3611/15. Wir beabsichtigen, im November einen Hebräischen Spielnachmittag in der Gruppe Süd zu eröffnen, der zweimal wöchentlich stattfinden und schulpflichtigen Kindern Gelegenheit geben soll, hebräische Kenntnisse bei Spiel und Gesang zu erwerben. Gesinnungsgenossen, die ein Zimmer hierfür zur Verfügung stellen können, werden gebeten, sieh an Fräulein Lisbeth Hirschberg, Großbeerenstr. 82, Telephon Nollcndorf 8167, oder an das Kulturdezernat der B. Z. V. zu wenden. Anmeldungen sind ebenfalls an die genannten Stellen zu richten. Die jüdische Toynbec-Halle für Volksbildung und Unterhaltung, begründet von den Berliner Bne-Brith- Logen, eröffnet am 2. November, abends 8 Uhr, in ihrem Vortragssaal, Gipsstr. 12a, ihre diesjährige Winterarbeit mit einem Vortrage des Herrn Rechtsanwalt Dr. Walter: Jüdische Wünsche und Hoffnungen. Seit nahezu zwei Jahrzehnten hat die Jüdische Toynbee-Hallc durch ihre Abendunterhaltungen, welche durch aufklärende Vorträge und Pflege guter volkstümlicher Musik sich in den Dienst der Volksbildung gestellt haben, den Bildungsuchenden Anregung und wertvolle Unterhai Fang geboten. Dem alte» Gebrauch folgend, wird während der Pause den Gästen eine Erfrischung gereicht.

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