Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVI (1921)
- Issue
- Heft 75 (20.9.1921)
- Date
- 1921-09-20
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Und ich bin überzeugt, daß■ sie auch, diese Tat echt jüdisch vollziehen werden. Es ist für sie keine Pose, kein Spiel. Sic haben zu diesem Ideal der Arbeit dasselbe Verhältnis wie das alte Judentum zu den Geboten der Thora. Es ist für sic eine Religion, ein Kultus der Arbeit. Und diese neue Religion hat uns Palästina gegeben; der Hapoel-Hnza’ir, Brenner und seine Freunde waren die ersten, die diese neue Religion gepredigt hatten. Diese Bewegung wurzelt tief in den religiösen Gefühlen unserer Jugend, ohne vielleicht, daß sie es weiß oder zugeben will. Und einst wird in Palästina eine neue Religion entstehen, die Religion der Arbeit, und diese Religion werden wir ebenso treu halten, wie wir die alte Thora gehalten haben. Aber die Vertreter der Linken sollten nicht die Rechte geringschätzen oder sie gar verachten. Vielleicht ist cs die Rechte, die bis jetzt treu die Ideale der Thora aufrechterhaltea hat, diejenige, die Ihnen diese Ideale überhaupt ermöglicht hat. Die Orthodoxie hat treu das einzige Dokument bewahrt, kraft dessen wir unser Land verlangen. Unser einziges Dokument auf Palästina ist die Thora. Wäre nicht das fromme Judentum, wer weiß, oh Sie überhaupt soweit gekommen wären, ob Sie gerade Palästina gewählt hätten und ob Sic gerade in Palästina die Rettung Ihrer Seele und der Seele des ganzen Volkes gesucht hätten. Das Zentrum aber, diejenigen, die auf beiden Stühlen sitzen, die das eine zwar tun, aber auch das andere nicht lassen möchten, die sich als gute Rechenmeister betrachten und Palästina nur nach kühlen Berechnungen bauen wollen, frage ich: wo wart ihr mit euren Rechenkünsten vor zwanzig Jahren? Habt ihr damals nicht berechnet, was euch die Galuth jährlich kostet, was euch die Ansiedlungs- und Uebersiedlungsschwierigkäten kosten? Hättet ihr vor zwanzig Jahren berechnet, was der Krieg und die Revolution gekostet hat — ihr hättet euer Vermögen nach Palästina gerettet und wäret nicht gezwungen, Delegationen nach Amerika zu schicken, uni dort bei den reichen Juden zu betteln. Aber nicht mit Geld werden wir Palästina bauen, wie wir cs auch nicht mit dem Schwelt bauen werden. Genau so wie beim Bau des Tempels der Klang des Eisens nicht ertönen durfte, weil Eisen Vernichtung bringt, während der Tempel Frieden stiften soll — genau so sollten wir bei dem Bau Palästinas nicht den Klang des Silbers vernehmen. Weder der Klang des Eisens noch der Klang des Silbers — der Klang des Arbeiterliedes wird Palästina auf bauen. (Sfiirmischer Beifall.) Ihr gebt den Arbeitern nur Geld, aber sie geben euch eure Ehre. Sie waschen die Schande des Parasitentunis von euch ab und machen euch wieder zu einem Volke der Arbeit, das auf seine eigene Kraft vertrauen kann. Und nun möchte ich eia paar Worte unseren Führern widmen. Wir haben sie gewählt und haben ihnen unser Vertrauen ausgesprochen. Wir müssen sie aber bitten, daß sie genau so wie das Volk zu ihnen Vertrauen hat, auch zum Volke Vertrauen haben. Das Volk wird sie nicht 'im Stiche lassen, ln der Stunde der Not mögen sie sich an das Volk wenden, das sich hinter sie stellen wird. Das wird aber nur dann geschclien, wenn wir dem Volke ein neues Ideal geben werden, wenn wir nicht bloß schlechte Nachahmer von kleinen Völkern sein werden. Das Fundament unserer Wiedergeburt muß ein hohes Ideal werden, eine bessere Lebensform als die, in der sich unser Volk befindet Wenn wir uns aber nicht von diesem hohen Ideal leiten lassen werden, wird Gott nicht in unserer Mitte weilen. Bei dem Auszuge aus Aegypten, in der Wüste, auf dem Wege nach Palästina, gingen die Priester voran, das Volk folgte ihnen in Stämme geteilt, jedoch von einem Führer gebührt. In der Mitte aber über allen erhob sich die Bundeslade, in der sich die Tafeln des Gesetzes befanden. Auf unserer jetzigen Wanderung müssen wir uns neue Tafeln geben, auf denen ein neues Lebensideal geschrieben; steht Und nur dann wird das Volk den Führern folgen. Im Kampfe mit Amalek stand Moses auf dem Berge und stützte seine Hände auf Aron und Chur. Aron ist das Symbol des Priestertums, Chur das der Kunst und des Gewerbes. In unserem jetzigen Kampfe müssen sich unsere Führer ebenfalls auf die Thora und auf die Arbeit stützen; dann ist unser Sieg sicher. (Stürmischer, langw Anhaltender Beifall.) Dr. Schmarja Lewin: Nach Bialik habe ich nichts zu sagen. Bialik hat Ihnen eigentlich Moral gepredigt. Ich werde Urnen noch etwas Moral predigen. Wir haben im Zionismus viele Generäle uni wenig Soldaten. Wir müssen alle die einfache Arbeit leisten und dadurch dem Volke hellen. Es ist die Frage, wie wir zum Volke kommen sollen. Es soll niemand von Ihnen gluuben, daß wir Palästina mit Wundern aufbaucn werden. Das Wunder bestellt iu der Generation. Ein Volk besteht nicht nur aus Lehrstuben, sondern auch aus Friedhöfen. Glauben Sie nicht, daß wir in fünf Jahren Palästina aufbauen werden. Wir müssen zuerst die Beziehungen zum Volkc anknüpfen und wir können das nur durch seelische Beziehungen erreichen. Wir müssen die jüdisehen Dichter und Künstler an uns hcranz'ehen, denn sie werden den Weg zum Volke finden. Ich bitte Sie, seien Sie aufrichtig und ernst in diesem Moment. Konzentrieren Sie alle!Kräfte, damit unsere Arbeit fruchtbar sei Glauben Sie nicht, daß die Exekutive große Dinge tun wird. Große Dinge kann nur ein Volk leisten. Ich schließe mit der Hoffnung, daß das Volk kommen und das jüdische Land aufbaucn wird. David Ycllin: Wir haben mehr als zehn Tage beraten und sind zu positiven Resultaten gekommen. Die wichtigste Folge unserer Beratungen ist, daß nicht nur das Volk, sondern auch der Zionismus nach Zion geht — die Verwaltung des Jüdischen Na'ionalfonds wird nach Palästina verlegt. Das ist der Beginn der Erlösung, aber es muß auch überall energische Arbeit geleistet werden. Die Möglichkeiten sind jetzt groß, das Volk muß seine Pflicht erfüllen und seine Heimstatte aufbaucn. Dann wird Palästina Ercz-Israel sein. Dr. Chaies: Meine Herren, wir sind glücklichנ' nach zwei woclicn von Arbeit, Streit und Kämpfen am Ende angelangt Wir wollen offen zugeben, daß es Kämpfe und Streitigkeiten gegeben hat. Ich selbst habe zwar nicht gekämpft, nicht etwa, weil ich nicht zu kämpfen verstehe, *ondern weil ich überhaupt mit Zhnisten nicht kämpfen möchte. In jedem Juden finde ich einen liciligcn Funken. Auch in anderen Pariamenten gibt es heftige Kämpfe, aller das praktische Leben des Staates zwingt sie zu gemeinsamer Arbeit Wir aber kommen freiwillig her, datier ist für uns dieser Kampf gefährlicher. Wir sind aber zu kätnpfen gewöhnt, da wir immer eine unterdrückte Minderheit waren. Ich wünsche nur, daß unsere Kämpfe immer sachlich und dm guten Glauben durchgcführt werden. Redner dankt dem Präsidium für die gerechte und glückliche Leitung der Sitzungen und wünscht, daß es gelingen möge, auf dem Wege nach Palästina alle Schwierigkeiten zu umgehen. Präs. Dr. Weizmann: Die Stunde ist spät und der Worte sind genug gefallen. Ich werde sehr kurz sein, denn es gilt jetzt, weniger zu reden, mehr zu schweigen und viel zu tun. Ich habe eine angenehme Pflidit zu erfüllen: Ihnen Im Namen meiner Kollegen und tu meinem eigenen Namen für die Wahl zu danken. Wir sind uns bewußt daß wir eine schwere Aufgabe auf uns genommen haben. Die sorgenvollen Stunden, die wir hier zugebracht haben, haben uns die Größe der Aufgabe gezeigt. Ob wir ihr gewachsen sein werden, wird der nächste Kongreß zeigen. Das eine glaube ich versprechen zu dürfen: Wir werden unser Bestes tun. Ob das Beste ausreichen wird, weiß ich nicht Morgen werden Sie Rückschau lüften, was dieser Kongreß, der zwölfte der Zahl nach, aber vielleicht der erste an Bedeutung i!1 dieser neuen Epoche, geleistet hat. Das eine Resultat ist schon da: Er hat die Organisation wieder aus Trümmern aufgebaut, zu etwas Ganzem geschmiedet Er hat unser Feinanzinstitute und das I lauptfinanzinstitut, den Keren Hajes-od, weiter gebracht in der Organisierung. Er stand unter dem Zeichen des Bewußtseins, daß wir jetzt den Aufbauaufgaben den Vorrang geben müssen. Er 'hat einen wirtschaftlichen Rat geschaffen, der eine Wirtschaft in Palästina zu hegründen hat Das sind vielleicht die hervorstechendsten Züge dieses Kongresses. Es waren schwere Stunden, Stunden des Kampfes, des Ringens und des Tastens nach einem Wege, der noch nicht ganz klar vor unseren ,Augen liegt. Der Aufstieg ist sehr schwer, aber wenn wir uns dieser Schwierigkeiten bewußt sind, so werden wir vielleicht keine Desillusionen erleben. Wir rnd uns bewußt, daß wir einen schweren Weg zu gehen haben, wir sind uns aber auch bewußt, daß hinter uns der unzerstörbare Wille des Judenvolkcs steht, und ich glaube, daß der starke, strenge und gerechte Gott Israels auf .seine Söhne hcruuterschatit in ihrer schweren Prüfung und daß aus dieser schweren Prüfung eine bessere Generation erstellt, die den richtigen und den geraden Weg nach Zion finden wird. Präs. So ko low: Es ist mir eine angenehme Pflicht, der Regierung dieses Landes den Dank des XII. Zionisteuk'ongresscs auszuspTCchen. Die Regierung dieses Landes ist auch aus einem Nat'onalitätenknnipf hervorgegangen und hat tiefes Verständnis für unser Ideal. Wir wollen auch der Stadt Karlsbad unseren Dank abstatteiv, deren Bevölkerung uns auf Schrift und Tritt Sympathie und Verständnis zeigte. Ich möchte auch unserer eigenen Jugend, unseren freiwilligen Ordnern, danken und unseren Turnern, die uns einen hohen Genuß und eine nationale Genugtuung gewählt haben. Ich möchte dem Kongreßbüro danken, das schwere Pflichten hatte und sich ihrer in gewissenhaftcr Weise entledigt hat. Ich möchte meine eigenen Eindrücke in die Worte fassen: cs war ein schwerer Kongreß, aber es war ein guter Kongreß. Vielleicht war dieser Kongreß der letzte im Galuth. Ich hoffe, daß der nächste Kongreß in Jerusalem stattfinden wird. Wir haben uns hier ausgesprochen und haben nichts verhehlt Dieser Kongroß war ein Spiegelbild des jüdischen Volkes mit seinen Hoffnungen, mit seinen Streitigkeiten, mit seinen Parteien, mit seinen Unzulänglichkeiten. Aber unsere Streitigkeiten waren keine unfruchtbaren Kämpfe, sondern ein schöpferischer Kampf. Nun werden Sie hinausgehen und dem Volke die Botschaft bringen. Man sagt oft, wir sollten uns an die jüdischen Organisationen wenden. Ich möchte sagen, wir sollen uns an den Juden wenden, an den Duirchsduwttsjuden in der jüdischen Gasse. Und diesen Juden werden wir finden. Das Leitmotiv des Kongresses hätte eine Tatsache sein sollen, die nicht genügend betont wurde: wir sind uns noch 4vLdvt bewußt, daß wir schon angefangen haben, das jüdische nitlonaJe Hdm zu bauen. Diejenigen unter uns, die aus Ercz-Israel gekommen sind, &b>d aus dem jüdischen Nationallicim gekommen. Das jüdische Nntionalhcim — gut oder schlecht — es wird gebaut Man baut schon Straßen und Häuser, und was mau bau', scheint toter Stein und ist doch das organischeste, und lebendigste. Wir sind schon in diesem Prozeß begriffen, und das jüdische Volk ist auf Leben und Tod in diesen Kampf cingctrctcn, Es handelt sich jetzt, und das muß jedem Juden gesagt werden, um Ehre und Existenz des jüdischen Volkes. Es sind hier Worte der Begeisterung gesprochen worden, und wir alle sind den Rednern dankbar, die uns darauf hingewiesen haben, daß Zionismus noch etwas anderes bedeutet als eine ökonomische Frage. Gewiß werden wir die Tiefe der zionistischen Idee wahren, aber zugleich müssen wir uns an jeden einzehren im Volke wenden. Man hat von Liebe gesprochen. Wir waren cs nicht, die das Wort Liebe prägten, unsere Losung war Gerechtigkeit. Und wir haben ein ganz anderes Kriterium aufgestelJt: die Tat, das Opfer. Und dieses Opfer heißt: Maasscr. Wir haben oft Maasscr gezahlt und nicht mir einmal — den Fremden, den Feinden; uns selbst unserer eigenen Sache, unserem Ideal werden wir jetzt den Maasscr entrichten. Was hat der Kongreß geleistet? Wir iahen eine!egale Basis für unsere Arbeit geschaffen. Von nun ab können wir ganz anders arbeiten als bisher. Wir werden von nun ab im Namen des XII. Kongresses sprechen, und unsere Arbeit wird, wie ich hoffe, zu größeren Resultaten führen. Wir haben die acht Jahre der Zerrissenheit überwunden und sind wieder zu einem Kongreß zusammengetreten und haben die Zionistische Organisation neu gebaut. Und deshalb war die große Mühe nicht umsonst und deshalb war es ein guter Kongreß. Ich schließe den Kongreß mit den Worten: Es lebe das jüdische Volk! Der XII. Zionistcnkongreß ist geschlossen- Der ganze Kongreß und alle Gäste, die bis zum Schluß alle Räume des Kongreßhauses dicht füllen, erheben sich und singen die Hatikwah. Schluß der Sitzung 2 Uhr 45 Mia früh. Einiges über die Finanzen der Organisation (Aus dem Bericht der Exekutive.)' Neben dem Schekel bildete der Vorbereitungsfonds (Preparatkm Fund), der nachher Palästina-Aufbaufonds {Palästine Restauration Fund) oder Keren Geu'.ah henannt wurde, die Hauptquelle der Einnahmen für die Organisation. Er wurde in der Hauptsache dazu benützt, die ökonomischen Schäden des Krieges in Palästina wieder gutzumachen und die Arbeit der zionistischen Kommission zu finanzieren. Für den Restanrationsfonds gingen vom 22. Juü 1921 878048 Pfund eia Zusammen mit den sonstigen• Einnahmen standen der Exekutive in dieser Zeit 1 051052 Pfund Sterling zur Verfügung, wovon in und für Palästina 021 457 Pfund (das ist 86 <y! des Gesamtbetrages) verwendet wurden, während 132 594 Pfund für die politischen Aufgaben der Exckutive und die Propaganda-Arbeit der Organisation verwendet wurden. Das Schulwerk in Palästina erfordert gegenwärtig monatlich über 9000 Pfund Sterling, für die landwirtschaftliche Tätigkeit (Versuchsstation usw.) wurden in der Zeit vom 1. januar bis 31. August 1921 35 210 Pfund verwendet. Von den zionistischen Finanzinstituten hat die Jüdvsche Koloniaibank in London während des Krieges neue Aktien ausgegeben. Das cingczahltc Kapital, welches Ende 1914 261 132 Pfund Sterling betrug, beträgt jetzt 380310 Pfund. Die Bank hat durch Beisteuern der Organisation ihre Reserven laut Bilanz vom 31. Dezeniber 1921 auf 146 060 Pfund bringen können. Der Reingewinn des Geschäftsjahres 1920 beträgt 27 566 Pfund, wovon eine 5 prozentige Dividende ausgeschüttet wurde. Die Kolonialbank ist mit 293 675 Pfund Sterling an der Angl-o-Palcstinc Company beteiligt, die sich gerade während des Krieges als wirtschaftlich wertvolles und vor allem tragfähiges Finanzinst rum ent in Palästina bewährt hat. Sic hat nach Beendigung des Krieges an Kolonisten bedeutende Darlehen gewährt, damit sie über die kritische Zeit hinwegkommen könnten. D.e Gewinne der Bank aus den Jahren 1918, 1919 und 1920 wurden verwendet, tun die Verluste, die der Krieg und die von der türkischen Regierung verfügte Unterbindung der Tätigkeit des Instituts verursacht hatte, zu decken. Um die Position der Bank zu stärken, sollen die lang- Listiger» Darlehen, die jetzt einen Teil ihres Aktivenbest,indes bilden, an eine andere Institution übertragen weiden, in deren Tätigkeitsbelicht so che Darlehensgeschähe fallen. Die Palestinc Land Development Company, die, mit einem Aktienkapital von 18000 englischen Pfund begründet int Jahre 1908 ihre Tätigkeit begann (Dagaitia wurde Ende 1912 dem Nationalfonds übergeben), hat bis 1914 Boden im Ausmaß von 47 50-1 Dunam in Palästina erworben. Während des Krieges konnte sie als englische Gesellschaft nur geringe Tätigkeit entfalten und nach der Besetzung Palästinas durch britische Truppen war längere Zeit der Erwerb Von Grundstücken verboten. Erst am 1. Oktober 1920 (mit Eröffnung des Landregistcramtes durch die palästinensische Regierung) konnte die P. L. D. C. ihre Tätigkeit wieder aufnehmen. Sie hat seither ansehnliche Bodenkäufe teils selbst vorgenommen, teils vermittelt Der Kostenwert ihrer Grundstücke ist in der Bilanz pro 31. Dezember 1920 mit 93 682 englische Pfund angesetzt. Der faktische Wert Ist weit höher. Das Geschäftsjahr 1920 schloß mit einem Gewinn von 1647 englische Pfund ab, wovon 6 ס/י Dividende verteilt wurden. Der Jüdische Natkmajfonds hatte im Jahre 1913 Einnahmen von 1014000 Frcs., im Jahre 1920 von 9 637 000 Francs. Seine Gesamteinnahmen seit dem Gründungsjahr 1901 betragen 29 883000 Frcs. Die Regiekosten betrugen im Jahre 1920 19% °׳'° der Einnahmen (gegenüber 33,2^ am Jahre 1914). Von 1914 bis 1920 hat das Hauptbüro des Nationalfonds an Propagandaschriften nidht weniger ah 314000 Exemplare aufgelegt 1