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Jüdische Rundschau · 1921-09-16 · Heft 74 (16.9.1921) · page 9

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVI (1921)
Issue
Heft 74 (16.9.1921)
Date
1921-09-16
Page
– (sequence 9)
Language
German
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JUEDISCHE RUNDSCHAU \ Seite 548 Nr. 4ל Manchem wird das vielleicht wenig erscheinen, wer sich aber vor Alicen hält, daß wir dadurch im Laufe von drei Jahren die jetzige Zahl der Juden in Palästina verdoppeln werden, und im Laufe eines Jahres so viel Juden nach Palästina bringen, als in den letzten 15 Jahren vor dem Kriege nach Palästina eingewandert sind, der wird verstehen, daß es bereits eine gewaltige Leistung (Lirstellen würde, wenn es uns gelingt, diese jährliche Einwamleruugs/iffer zu erreichen und den Einwanderern in Palästina eine dauernde Existenz zu sichern. Es ist viel schwerer, die ersten 100 000 Einwanderer hineinzubringen als die zweiten, riehen Sie von diesem Kongreß nach Hause, verbreiten Sie die Erkenntnis von der *Größe unserer Aufgabe, schaffen Sie das Geld, .das uns ermöglicht, diese ersten 100 0ÜÜ Einwanderer nach Palästina zu bringen — dann können wir mit Vertrauen der Zukunft entgegenseh ca (Lebhafter und starker Bei׳- falLj Vermischte MacfarlcMes Offizielle Einladung Soholows durch den Papst Karlsbad, 8. September. (J, C, B.) Sokolow erhielt vom Vatikan eine offizielle Einladung, nach Rom zu kommen, um mit dem Papst die Angelegenheit der heiligen Stätten in Palästina, sowie die Frage der Regelung c.er gegenseitigen Beziehungen zwischen dem Vatikan und der Zionistischen Organisation zu besprechen. Lord B&ifoar und die Araber Die ,,Jewish Times“ (״Die Zeit“) in London berichtet unter dem 11. September folgendes: Musa Kusini• Pas ctva-c t-Hu ss ein i, Präsident der Delegation der palästinensischen Araber, die nach England gekommen ist, um die Ansprüche der Araber geltend zu machen, machte einem Pressevcrtretcr folgende Mitteilung: Die arabische Delegation hat sich nach (1 cnf begeben, um Mr. Arthur Balfour, den ehemaligen englischen Premierminister, derim Namen der englischen Regierung die historische Deklaration, die unter der Bezeichnung ״Balfour-Dcklaration“ bekannt ist, zu sprechen und ihm die Forderung zu unterbreiten, Palästina den Zionisten nicht abzutreten. 1 n Genf hat M r. Balfour, dem wir unsere Forderangen zu übergeben suchten, kategorisch abge- 1 e h n t, uns z u e m ין f a n g e n. Er lieh sich nicht sprechen, mied uns und ließ uns durch seinen Sekretär sagen, wir möchten uns doch an den Führer der Zionisten, Dr. Weizmann, wenden. Kämpfe zwischen christlichen und mohammedanischen Arabern in Trans• jordanien Jerusalem, 7. September. (J. C. B.) ln Transjordanien sind zwischen christlichen und mohammedanisehen Arabern Kämpfe ausgebrochen. In El Salt und im Distrikt Kerak fanden erbitterte Kämpfe zwischen verschiedenen Stämmen statt. Ein Dorf wurde vollständig niedergebrannt. Emir Abdullah gegen die Franzosen Jerusalem. (Jüd. Corr.-Büro.) Die französischcn Behörden in Syrien entsandten nach Damaskus eine aus 5000 Soldaten und einer Lufteskader bestehende Streitkraft, um zu verhindern, daß ,die Drusen von Emir Abdullahs Abteilungen zum Anschluß an diesen gezwungen werden. Das Territorium der Drusen befindet sich nominell unter französischem Mandate. Letztens machten aber Abdullahs Leute Anstellungen, dieses Territorium Transjordanien einzuverfeiben. Es verlautet, daß Emir Abdullah sich von seinen Verpflich» tungen England gegenüber freimachen will, um Frankreich gegenüber Handlungsfreiheit zu erlangen. U nabhängigkei tsf ei er in Großstaat Libanon Aus Beirut wird dem ״Temps“ telegraphiert: D Jahreswende der Proklamierung der Unabhängigkeit d! Großstaates!Libanon bildete für Beirut und alle San sebaks den Anlaß für offizielle Feierlichkeiten und Volk behtstigungen, an denen die Bevölkerung mit große Enthusiasmus teilnahm. Sämtliche Blätter stellen mit B fricdigung fest, daß der GroBübanon sich politisch demokratischem Sinne frei entwickle. Die Hände’ Beziehungen mit Alexandrette, Aintab, Diarbekir, De Elzor sind wieder hcrgcsteHt. In dem drusischen Djcl wurde wohi eine Revolte zugunsten des Emir Abdall versucht ist jedoeh völlig mißlungen. Das Blatt sie fest, daß Abdallah ein ähnliches Fiasko erlitten ha wie Fassul ins Jahre 1920. fl t;?Ül | * 1 ך ■?־ SK & f 6. J W II B0*a 1 Esi-Uaes Stonlstfaotis Verotetstms, B»rlla O 18, OsjiSsirtjsS# Xaltfhont Eciiti-aia t:U4/16 Poat*«h®«üonto So, 1S1!Oarlto NY/ 7, Kossenverwalt-asä dar Ö.Z.V. EcUiClseU« 1,6:8118119 d׳a BaUurJcsitaata Cer 8, Z. V. Dmrob**• atz» 30 2J (Hof). — G36£a»t Hostie, 11 ittwooU und O 0 o noritol» von 6—10 Ulis. — lfMt »11• Lobratvohao Soitan,מסך and IJonKtsbofi» dor Weil Uo.etn an». — AatäaniUüUU• für habr&laoh* Au£810;;cut1oite!1, — nobrMaoho L§hr0r»»rn&ttUußg. — TraHpaakt *Hur!Träumt• der hcbr.״.kchca lipraotio. XCIotritt trat. ßonnakonä, dan 17. Saptombor »boada 8)4 ühf H»joll-H»*«fr, in don Itiiumon dor Accda* Achtm, Qonauuuir.29 Kongroßboriöbt dor Oliaworim Str &u■ •, W 6i t »011 und Um, Eintritt für Niohtohttworim Mk. 1.— Sonntag, dan 16t Coptombor Zlontotlcchrr J«K»»S1»reto Koriin KoßaofoltH uaolim. 4 Uhr ״Zum!‘•nkgrafoa“ in Pankow, Sohloäibr. Vontag, dan 10. ßoptambor akanda 8 ITlu NUffllcdarfaraaamlMl( dar B. Z. V. im Qroßan Sani dos Tiorgartonliol (am Babnbof Tiargartaa) Barlcbl Bbar daa XII, ZlaaUteakoatraaa Es •$raohoa ainigo Dologiorta. Mittwooh, dan 2L Septssabor abend« 8 Uhr Graupe Oat BaiaammanMin im Sohwoieorgarton, am Fritdriobahain 09. ZloalsUtohar Jaeaadvarala Berlin, HolUgegeUtitr. CI, Kongreaabariabt I» Halm. Donneratatt, den 22. Soptombor abond« 8 Uhr in der Stadth&llo (Nouoa llathaua) Klostoratraßa 47—63 (dirokt am Untorßrmulba!mhof Klostoratraßa) OlTrntllclie JUiliactic VollraveiraainRilDnc Vortrog von t׳r. Sohmarjo Loviiv: ״Dar Zioaiatlaoha Waltbongrea« and da« jfidiaeha Volk“ Eintritt Mk. 8 — Donneratag, don '20. Soptombor abond* 8 Uh* Umjpe Sotd, in dor Konditorei Wobor, Ro»enatr. 13 Ordentllehe Ueaerolremtsialnng Tagoiordoang: 1. llorloht do« Voratandoa. 8. Bericht der Kaagonroviaoron. 8. Krtoilung der Paohargo. 4. Wahl do» neuen Voratandoa, 6. Wohl der Kaaaonroviaoron. 6. Antruge. Das beschlagnahmte Vermögen Nordaas freigegehen 1* a r i s, 10. September. Zu Beginn des Krieges war das Vermögen Max Nord aus, der bekanntlich ungarischer Staatsbürger war, von der französischen Regierung beschlagnahmt worden. Nordau flüchtete dann nach Spanien und kehrte erst nach dem Kriege über England nach Frankreich zurück. Nunmehr hat die französischc Regierung über Intervention der Zionistischen Organisation einen Teil seines Vermögens freigegeben. Die Renaissance der türkischen Judeaheit Konstantinopel, 7. September. (J. C. B.) Die Vertreter der türkischen Judenschaft arbeiten angestrengt an der Vorbereitung einer neuen einheitlichen und auf solide Basis aufgebauten Organisation der jüdi schc 11 Gemeinden in der Türkei. Diese Arbeit steht in Zusammenhang mit den Rechten, in deren Genuß die türkische Judenschaft nach Inkrafttreten des Friedensvertrages mit der Türkei gelangen soll. Else neue jüdische Emlgrat20n3honfereoz Paris, 9. September. (J.C. B.) Am 25. d. Mts. soll in Prag eine jüdische Emigrationskonferenz stattfinden, die von der ״Hias" und der jüdischen Welthilfskonferenz einberufen wird. Die Konferenz wird sich hauptsächlich mit den Fragen beschäftigen, die die politischen Mittel zur Erleichterung der jüdischen Aus- Wanderung, die Einwanderungsmöglichkcitcn in den verschicdeneu Ländern, die Vorbereitung jüdischer Aus- Wanderer für die ökonomischen Bedingungen in den Einwanderungsländern,!insbesondere die Vorbereitung für die Landwirtschaft, die Gründung einer Emigrationsbank und die Flüchtlingsliiife betreffen. Zu dieser Konferenz werden sämtliche jüdischen Organisationen eingeladcn werden, die sich auf dem Gebiete der Auswanderung betätigen, sowie jene Hilfsorganisationen, welche sieh mit Flüchtlingshilfe befassen. Bis jetzt liegen bereits Anmeldungen zur Teilnahme an dieser Konferenz aus folgenden Ländern vor: Amerika, Argentinien, Südafrika, Frankreich, Italien, Tschechoslowakei, Polen, Beßarabicn, Lettland und Litauen. Ein neuer Einwanderungskommissar in New York. An Stelle des Herrn Frederic Wallis, der demissioniert hat, wurde Mr. Tod zum Einwanderungskommissar von Wallis-Island ernannt. Die im Zusammenhang mit der plötzlichen Demission Mr. Walläs in Regierung^ kreisen umlaufenden Gerüchte lassen erkennen, daß die Ernennung Mr. Tods /.tun Einwaiiderungskommissar den Beginn eins strengeren Regimes auf Ellis- Island bedeutet. Der Postpaketverkehr mit Sowjetrußland. Offiziell verlautet, daß Postpakete nach allen Teilen des europäischen unu asiatischen Rußlands mit Ausnahme der Ukraine und Turkcstan auf Gefahr des Absenders zur Beförderung angenommen werden. Dtiese Nachricht hat begreiflicherweise bei allen, die Verwandte in Rußland haben und sie unterstützen wollen, lebhafteste Befried'!- gung hervorgerufen. Der Ke!en Hakssod in Amerika! * f, New York. Eine große Anzahl Ciemeinde- ׳ Präsidenten in den Vereinigten Staaten hat s!m i bereit erklärt, am Ro sclihascltanah in ihren Sy״a. j gogen Aufrufe für den Keren Hajessml zu veranlass״, ■ Die Leiter der Rabbmerorganisatkmen und Hunderte! von Rabbinern haben ihre Dienste für diese Kampagne ■ zur Verfügung gestellt. Das Keren Hajcssod-Büro trifft i die entsprechenden Vorbereitungen mit äußerster Energie * Die Aufrufe sollen in allen Staaten sämtliche Gemein.' I den und sowohl die ständigen wie die Fcsjtagssynag0g'c)l | erfassen. Der Brief an die Synagogen Vorsteher ist Von j: Rabbi Meyer, Berlin, dem Vorsitzenden des Keren ׳ Hajcssod-Synagogcnkomitees unterzeichnet. Zu gleich{, Zeit hat ־die ״Agudath Haraborim“, die Vereinigung, I ortliodoxer Rabbiner, einen Aufruf an die Rabbiner I aller Gemeinden, Leiter der Vereine und ati alle üe. i setzestreuen gerichtet, eine energische Propaganda /!!. | gunsten reichlicher Spenden für den Keren Hajcssod Ö1 { führen. Die zionistischen und misrachistisehen Distrikt*, komitees sind für die statistischen und organisatorischen Vorarbeiten in allen Städten und Synagogen mohiüsiert Die Juwcten-Sammlung für den Keren Ha! jessod nimmt sehr befriedigenden Fortgang und ergab bereits Werte von Tausenden von Dollars. Ihr Ertrag, nis soll für solche Palästinawerke verwendet werden die in die weibliche Lebenssphäre fallen: Einwanderung*! häuscr, Erholungsstätten und Volksküchen für Frauen Wanderlehrer für Haushaltungsfädicr, Farmschulen für Mädchen, Kinderpflegestätten u. a. Diic Vorarbeiten hierfür haben in Palästina bereits begonnen. Berichtigung. Anläßlich der Tagung des Ma k k a b i Wel t v erbandes (jüdische Turnerschait) sind in der Presse Berichte erschienen, die den Eindruck erwecken, als habe der IMakkabi-Weltverband durch demonstrative Kund• gebungen Stellung zu den Fragen jüdischer Außenpolitik genommen. Diese Berichte sind unrichtig. Uin von den vielen Unrichtigkeiten nur eine beispielsweise zu widerlegen, stellen wir fest, daß die'beim Aufmarsch mitgeführte Fahne das Banner des ״Makkabi“ Brünn war. Im übrigen verweisen wir auf das demnächst als Sondernummer erscheinende Heft der ״Jüdischen Turn- und Siaortzcitung“, welches einen genauen Bericht unserer Karlsbader Veranstaltungen enthält, aus dem hervargeht, daß diese sich nur mit unseren eigenen Angelegenheitcn (Erziehung Organisation, Arbeitsplan, Leibesübungen) befaßt haben. Makkabi-W eltverband. Jüdischer Turnverein Bar-Kochfca Der jüdische Tum- und Sport-Verein Bar-Kochba E. V. veranstaltet am 18. d. Mts. zugunsten der jüdischen Kinderhilfe ein national-jüdisches Sportfest auf dem Platze des Sportklubs Charlottenbürg am Königsweg. Zahlreiche Meldungen aus dem Reiche und Berlin liegen bereits vor. Beginn der Vorkämpfe 2 Uhr, der Hauptkämpfe 3 Uhr. 1!1 Verband jüdischer Jugendrereine Der Oesamtvorstand des Verbandes der jüdischen Jugendvereine Deutschlands tritt am 18. September d. Js. in C ö 1 n zu einer Sitzung zusammen. Am Abend des gleichen Tages findet eine große Kundgebung statt. Neajahrs-ÄMion des J. M.-F. Die Neujahrs-Aktion des Nationalfonds, deren Ergebnis zum Ankauf neuen Bodens in Palästina bestimmt ist, wird zurzeit in 100 Städten Deutschlands vorbereitet. Unter dem Eindruck des XII. Kongresses, der den Kauf der Emekböden als den Beginn einer großzügigen Boden• politik begrüßte, wird gewiß jeder freund des Nationalfonds seine Glückwünsche zu Rosch-Haschanah durch eine erhebliche Spende ablösen. Keine Ortsgruppe darf bei dieser wichtigsten Sammlung des Nationaitonds in Deutschland fehlen. Palästinaamt. Das Palästinaamt sucht eine Stellung für einen Seifensieder, der ein tüchtiger Fachmann ist. Gesucht. Herr M. Zweig, p. A. Achduth Haawoda, affa-Tel-Awiw (Palästina), sucht Riwka Kijak in krlin. Meldungen an das Palästinaamt. Jüdisches Arbeitsamt Die juristische Sprcchehmde im Jüdischen Arbeit י- , aat findet jedea Montag und Donnerstag von 3—4 Uhr statt. Erledigt werden alle Fragen der Arbeltseinatcllungen, Dcnjobilmachungsschwicrigkciten usw. Schluß de« redaktionellen Teils. Hinweis. Das Arbeiterfürsorgeamt der jüdischen Organisationen Deutschlands legt der heutigen Nummer eine Zahlkarte bei, deren Benutzung wir angelegen!- liehst empfehlen. JVeujahrs״ vj-^srael!

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