Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVI (1921)
- Issue
- Heft 73 (13.9.1921)
- Date
- 1921-09-13
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
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JUEDISCHE RUNDSCHÄU Seite 537 73 Nr. 73 gebreitet, 1■ VI IV IW v * Baukosten verfügen, nicht besondere Garantien geschaffen wcrcten , unserem' Falle denke ich mir das *>. daß die400״ Le.|lc, gsibakl sie über 15 ס/יי der nur TW Hypothek muß aber bereits un ־־..־־ -"■-—"ך ׳ יו־ .,.,riiekoe/alilt werden und bis /u mror kuvk ״ l״mr muß der Keren Hajcssod der Hypothekenbank Scnüber die tiarantie für die Rück Umg dieser?Sn Hvwthek übernehmen. Diese Sicherhe.tsmaß-!1 ilt ״״tveemiie, "׳eil wir nur dann hoffen können, die Ylvnotlickcnpfatidbriefe der Hypothekenbank in großer<L iffiee Xuset/en, wenn die von der Hypotheken- 1"nährten Kredite keinen Zweifel an ihrer bicherdaß B&m 1 Berliner Zlonl.tUch» 'VereUilrans, Borlla 018, Baydelrtrat• Telephon 1 Esntrum WlVli PosUch.okkouto So. 18008 Berlin KW 7, K»»1«nT.rw»ltan* der B. Z. V. es bank gewährten he1t Idf niüriite an dicser Ste״c «illsclwhP• . , vielleicht möglich sein wird, mit einer Lebensversichcnu rseesctlsciiaft zu einer Vereinbarung zu gelangen, R‘;״ ״o»en Abschluß einer Lebensversicherung dem Versichertln eine Hypothek zwecks Erbauung eines Hauses gewahrt. Verhandlungen darüber sind im Uange, (Schluß folgt) dstMl Bebilliebi Loflchmll« dta Saltardaiaraata der B. Z, f, Brago&aratraSo 22 (Hof). - OaMnat Montag, UlUwooü and Bonn e r a t a r von 6—10 Uhr. — Faat alla habrlliohon ZeitunRon and Monatiholta dar Walt liagan ana. — AunkuoltutoUa KU habrgtaoha Angelegonhoitea. — Habritaoha Bahrervarmtttlang. — Treffpunkt allor Frannda dor hebrltaehen Sprach«. Eintritt trai. Mittwoch, den H. Soptombor atiaada 8 Uhr Orappa Oat Balaamrnanaola im Schweleargartan, am Fiiedriebahnin CB. Zloaiatliaher Jnrandrortla Berlin, Holligogeiatatr. SS. Kongieaiberlcbt tu Helat. Die wirtschaftlichen Folgen des Jaffa» Pogroms Jerusalem, 2. September. (J.C. B.) Wie der Jaffa-Korrespondent des hiesigen Blattes ״Al Arab“ berichtet, macht die Stadt eine schwere ökonomische Krise mit, die eine Folge der Mai-Ausschreitungen ist. Die Exzesse trafen wie ein Schwert das Herz des wirtschaftlichen Lebens der Stadt — schreibt der Korrespondent. Es sei eine mohammedanische Hilfs- Organisation geschaffen worden, die jedoch untätig sei. Die mohammedanisch-christliche Föderation bat Gewerkschäften arabischer Zimmcrlcutc, Bootsleute usw. geschaffen, wodurch die Arbeitslosigkeit ein wenig pb* genommen bat Amerikanische Häuscrbaugcseilschaft ״Haarez“ veröffentlicht eine Unterredung mit dem Präsidenten der ״Palestine Building and Promotion Company of America“, Rabbi Tcitelbaum und dem Präsidenten der ״Hebrew Immigrant Aid Society“ (Hias), Harry Fishel, die, um sich am Wiederaufbau zu betätigen, mit einer Delegation amerikanischer Juden nach Palästina gekommen ist. Fishel erklärte, die Frage des Häuserbaues sei jetzt eine der wichtigsten in Palästina; er beabsichtige deshalb, eine große Häuscr-Baugescüschaft mit einem Grundkapital von einigen Millionen Dollar ins Leben zu rufen, in welcher die bcrcit9 in Amerika, England und den anderen Ländern bestehenden Häuscr-Baugescllschaftcn vereinigt werden sollen. Mit einigen dieser Gesellschaften stehe er bereits in Unterhandlung, ■ebenso mit Kapitalisten in Amerika, um sie für diesen Plan zu gewinnen; er hoffe, demnächst mit der Arbeit beginnen zu können. Durch auf Jahre verteilte Ratenzahlungen werde man ganze Städte äußerst billig erbauen können. Von Palästina b• be er sieh nun Zionistenkongreß, um diesbezüglich mit uen Führern zu konferieren, von denen einige, so Weizmann mann und Ussischkin, bereits seine Vorschläge begeistert aufgenommen hätten. Rabbiner Teitelbaum erklärte, die Palestina Building and Promotion Company of America sei mit einem Grundkapital von zwei Millionen Dollar gegründet und die Anteile binnen kurzem placiert worden. Einflußreiche Juden in Frankreich hätten die Absicht, eine ihnliche Gesellschaft in Frankreich zu gründen. Sonnabend, don 17. Soptombor abend• 8H tJhr Uipoil-lUxIr, ta «Inn ll״um«n der Apruda« Aolitm, (lom1enn.tr, ZS KeagreUberinbt dor Chnworim 81ran• •, W011■ oh und Uaor. Kinfcrüfc für £U0htohaworim Mk. 1.— Sonntag! dm* 18. Hopfcmnbor ZlouUt tachpr Ja*M1dver<dn Berlin Ktvffooffthrt nnohm. 4 Uhr ,,•Cum i’irnkgrafon“ in Pankow! S3büoß»tr. Montag, don 10. Aaptamhor abond• 8 Uhr lUtgllednrfCTaaminlong der B. /. Y. im Qroßon Saal d*» Tiorgartonhof {am Babnhof Tiergarten) Bericht Uber <lea XII. ZtonUtenbonRrei• £• •praohan •i&igo Dologforto. Naniün dor Kodnor werdon noch bokannt gegobon. Donnerstag, dnn 29. Hoptomber abend» 8 Uhr Grupp© Nord, in dor Konditorei Weber, Roaenatr. 18 OrdaatlNio GenfralTerairamlim* Togo»ordnnng, 1. Borloht den Voratando». 2. Bericht dor Kaseonroviioron. 8. Krteilaag dor Dechargo. 4. Wahl don nouoa Vorstaxwloi. 6. Wahl der KaißonrovUoren. 6, Antrag©• Kulturdeaemat dor B. Z. V. llröffnung der hebraiachen Kl&ätTg&TUa Yfeet and Chtrlotteabvrg Anfang oder liitto Soptombor. Toilnobmor wollon eich für Char• lottonburg an Herrn Dr. Bab, Bragonr.cr 8tr. 8 (Uhland 4166), für West an Frl. L 011 d au, Moteatr. 41 (Ubland 40Q9) oder an da» Kultardoicrnot dor B, Z. Y.» Soydolatr. 8 (Zontrnm 8614/lß) London. Montag, den 19. September, abends 8 Uhr Mitgliederversammlung der B.Z.Y. im Grossen Saal des ״Tiergartenhof“ am Bahnhof Tiergarten. Bericht über den XII. ZionistenkoDgress Es sprechen einige Delegierte. Namen der Redner werden noch bekannt gegeben. Die deutschen Behörden gegen Osljuden In letzter Zeit mehren sich die Fälle, dz äußerst itrenge Bestrafungen von O&tjudcn, die bereita von längerer Zeit unerlaubt die Grenze überschritten haben, vorgernomniCTt werden. Die ostjüdisclie Einwanderung! Iiat seit 10 Monaten 90 gut wie völlig aufgeluirt Unerlaubte Grcnzübc-rsdrreitutxj wurde urspriüigliclr afa ein Vergehen mit relativ geringen Geldstrafen! beiegt. In letzter Zeit wurden aber bereits Geldstrafen von! 1200—1500 M. verhängt, und wenn der Flüchtling da״ gegen Einspruch erhob, wurde diese Summe noch urrr die Einspruchskosten von 400 M. erhöht So geschieht es täglich, daß Leute, die zum Teil seit einem Jahr in Deutschland ansässig sind und sich inzwischen eine Existenz gcscluffcn haixm, plötzlich herausgerissen und ins Gefängnis geschleppt werden, da sie naturgemäß eine so hohe Strafe nicht bezahlen können und neuerdings Ratenzahlung ebenfalls abgelchnt wird. Das Traurigste aber ist, daß sich in letzter Zeit ein Verfahren hcrausgebildct hat, überhaupt nur auf Gefängnisstrafe zu erkennen und daß unterschiedslos auch 90 gegen Greise und Frauen vorgegangen wird. Kürzüdi sollte eine im siebenten Monat schwangere Frau ins Gefängnis geschleppt werden, weil sie nicht sofort die gesamte Geldstrafe bezahlen konnte. Nur dem Eintreten jüdischer Organisationen, die die nicht imbeträchtliche Summe erlegten, gelang es, die Frau davor zu bewahren. Dieses ganze Verfahren ist völlig sinn» los. Formal zwar haben die Flüchtlinge die Bes timmungen des Reichsministeriums des Innern über die Paßpflicht verletzt, tatsächlich aber konnten sie dieser Paßpflicht gar nicht nachkommcn, weil sie in einer großen Anzahl von Fällen keinen Paß ihres Heimat- Staates bekommen konnten. Diese Verhältnisse sollten den zuständigen Gerichten bekannt sein, und die jüdischen Organisationen, vor allen Dingen das Arbeiterfürsorgeamt, hätten unseres Erachtens nach die Pflicht, den Justizmiiüster und die Gerichtsbehörden darauf aufmerksam zu machen. Auf keinen Fall kann die jüdische Oeiicntlidikeit tatenlos Zusehen, wenn arbeitende ehrliehe Leute wegen eines vor langer Zeit einmal begangen er» Vergehens, das für sie notwendig war, aus ihren Arbeitsstätten gerissen, wenn Frauen und Kinder monatelang ins Gefängnis gesdileppt werden. Vermischte Nachrichten Zerfall des Minoritätcnblocfcs in Lettland Riga, 1. September. (J. C. B.) Der im lettischen Parlamente bestellende Minoritätenblock, dem die jüdischen, deutschen und russischen Abgeordneten angchören, befindet sich in Auflösung. Nach der Einsetzung des Kabincts Meierowitsch, das die ״nationale Einigleeit“ proklamiert, veröffentlichte Dr. P. Schumann, Führer der baltischen Deutschen und Redakteur der ״Rigaschcn Rundschau“ einen Artikel, in dem er sich für eine Vereinigung der Deutschen mit der lettischen Agrarpartei unter der Bedingung erklärt, daß die ״Briwa Zcma“, das Organ der letzteren ihre Hetze gegen die Juden mildere. Da die Russen schon früher ihren Zusammenhang mit dem Block stark gelockert haben, stehen die Juden vor der Tatsache, im lettischen Parlamente vereinsamt und ohne Verbündete dazustehen. Die Hilfsarbeit iß Danzig Danzig, 3. September. (J.CB.) Die ״Ica“ bewilligte 125 000 Frcs. für die Verbesserung der Lage der hiesigen Flüchtlinge, Durchwanderer und Internierten. Das Auswanderungskomitee hat energische Maßnahmen ergriffen zur Organisierung der Eiilfstätigkeit auf ge- «Kinder Basis. Zionisten! Ins 25. September bis 16. Oktober Gesinnungsgenossen, welche zur Messe nach Frank-. furt kommen, werden gebeten, ihre Adressen der Frankfurter Zionistischen Vereinigung, Unterliudau 21 mitzuteilcn. Die N.-F.-Kommission Frankfurt übernimmt Besorgung von Unterkunft, Kommissionen usw. Stellung von Dolmetschern, Hilfskräfte für die Messe, Büroarbeiten während der Messen gegen Spenden in den J. N.-F. Zuschriften an die Adresse A« Goldmann, Frankfurt am Main, Hammanstrasse 2p. K= Die frage der Zulassung Lettlands zum Völkerbund Genf, 1. September. (J.C. B.) Wie verlautet, sollen bei der Völkerbundversammiung Vorstellungen gegen die Zulassung Lettlands zum Völkerbund erhoben werden, da sich die lettische Regierung in der Vcrwaltungspraxi9 verschiedene Ucbergriffe gegen die jüdische Bevölkerung zuschulden kommen ließ, was gegen da9 Völkerbundstatut ist E. M. Lifachütz in Berlin Der bekannte hebräische Sprachforscher, Direktor des fttisrachi-Lehrerseminars in Jerusalem E. AL Lifschütz, ist in Berlin eingetroifen. Unter anderem beabsichtigt er, in Deutschland Lehrmittel für die palästincnsischen Schulen anzukaufen. Fürchterliche Verhältnisse auf Ellis Island New York (J, C, B,). Der Vorstand des Wohlfahrtsbüros auf Ellis Island, Mr. Schlacht, unter« breitete dem amerikanischen Arbcitsininisterium einen Bericht über die Verhältnisse in dieser Einwanderungs- Station, Der Bericht enthalt die Ergebnisse seiner einjährigen Untersuchungen und stellt fest, daß Ellis Island für eine Immigrantenaufnahmestation ganz ungeeignet ist Die Fremden werden hier mehr als Vieh denn als Menschen behandelt und die Verhältnisse entsprechen eher denen eines Gefängnisses als einer Stätte, durch welche die zukünftige Bürgerschaft der Vereinigten Staaten zu passieren hat. Der Schmutz und der Mangel an Hygiene sind eine Schande für die Vereinigten. Staaten.!Mr. Schlacht fordert die Entlassung brutaler ■und indifferenter Aufseher und Inspektoren und die Einführung eines menschlichen Regimes. Hebräische Sprachschule in Berlin. I. Stundenplan bis auf weiteres: A (Kurse für Erwa chsene): 1. Stufe: Montag bis Freitag 7V» bis 8>/b Uhr morgens in der Hochschule, Artilleriestr. 14;3. Stufe: Montag bis Freitag YJ/j> bis S1/* Uhr morgens, in der Synagoge, Fasancnstr. 79/SO; 4. Stufe: Montag, Diens. tag,und Donnerstag 6>/4 bis S>/4 Uhr abends, Hochschule; 5. Stufe: Montag, Mittwoch und Donnerstag 7 bis 9 Uhr abends, Kaufmännische Schule, Stuttgarter Platz 13. B (Schülerkurse): 1. Stufe: Montag, Mittwoch und Donnerstag 6 bis 71/2 Uhr abends im Büro des Misraclu Monbijouplatz 1; 2. Stufe: a) Montag, Mittwoch und Freitag 5«/« bis öy4 Uhr abends, Kaufm, Schule; b) Montag, Mittwoch und Donnerstag 6י/* bis 7*/* Uhr abends, Zionist. Jugendverein, Heiligegeiststr. 52; 3. Stufe: Montag, Dienstag und Donnerstag 0‘A bis 7>/t Uhr abends, Hochschule. II, ln allen Klassen können noch Neuaufnah. men nach Rücksprache mit dem Unterzeichneten erfolgen. _ , Anfängerklasscn für Erwachsene und Schüler werden nach den Feiertagen eröffnet IV. Wir machen die Teilnehmer der Kurse auf die Schulbibliothek aufmerksam, die bi9 auf weiteres jeden Donnerstag von 3—4 Uhr im Zion. Zentralbüro. 1 Tr., Schreibraum, geöffnet ist V. Bücherrückgabe. Wir ersuchen ehemalige An alle Leser! Seit dem 15. Aogast d. J. befindet sich die Anzeigen- Verwaltung der ״Jüdischen Rundschau‘׳ wieder Im Verlag unserer Zeitung, Berlin W 15, Sächsische Str. 8. Wir haben somit die Möglichkeit, auch den Anzeigenteil der ״Jüdischen Rundschau“, der für die Finanzierung der Zeitung von hervorragander Bedeutung ist, weiter auszubauen und nnsern Lesern dienstbar za machen. Hierzu bedarf es jedoch der ständigen Mitarbeit simtllcher Abonnenten. Wir fordern deshalb alle Leser auf, die ״Jüdische Rundschau“ bei jeder sich bietenden Gelegenheit für geschäftliche und private Anzeigen aller Art sowohl selbst zu benutzen als auch Im Bekanntenkreise za empfehlen. Die weite Verbreitung der ״Jüdischen Rundschau“, wieanch das große Interesse der Leser sichern allen Anzeigen einen guten Erfolg. BERLIN W 15, Sächsische Str. 8. Jüdische Rundschau Anzeigen-Verwaltung.