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Jüdische Rundschau · 1921-09-09 · Heft 72 (9.9.1921) · page 9

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVI (1921)
Issue
Heft 72 (9.9.1921)
Date
1921-09-09
Page
– (sequence 9)
Language
German
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Nr. 72 JUEDISCHE RUNDSCHAU Seife 527 **,:•den, daß nun heute über sie als üt)er ״WpV>1mat>* deren“ spreche 11 kann. Nicht meine Schuld w.11 das, ich kann hier vor diesem Kongreß sagen und a״ch belegen, daß es ״och keine« Juden gcgtbui hat, der stolzer zu den Mächten gesprochen •v״;i;en sehr rreiiau, daß wir uns d;1U ich /1•11'״t 11? w:lr’• IS* icUt ״י das Mandat eingcschlossen. (beuall.) Artikel 25 des Mandats, das jetzt der Liga der Nationen vorliegt, enthält diese Bestimmung. Da■ mit ist auch zum Teil Herrn de Liane die Frage der Ostgrenzai beantwortet. Die Frage wird noch viel besser beantwortet werden, Herr de Liane, wenn Cisjordanien .0 voll sein wird, daß man nach Transjordatiieu gedrangt werden Die Nordgrenze ist unbefriedi- IB'״!d■ >y׳r haben alle Vorstell'ingcn gemacht, wir haben alle .Gründe ins Feld geführt, und gerade die englische keilicntmr hi!t in di 1^07!4*!1־יי,1ווו nllr»c den können, so werden Sie sich überzeugen, mit offenen Augen und mit stolzem Ciesieht und mit gehobenem K'opl in Ihre Augen schauen kann und sagen: wir haben das jüdische Volk in La reu vertreten. Aber notwendig, die errungenen politischen Erfolge in Tvei'i zu verwandeln, damit die Diplomatie zur Politik werde• Und hier inüehte ich Sie an etwas erinnern, das vielfeielit im Gefecht vergessen worden ist. Noch im (,ihre 1918, während wir in dem zur Halite besetzten Palästina unter Kanonendonner arbeiten mußte;!, war das erste, was diese viclgeschmähte zionistische Kommission von der englischen Regierung verlangt hat, drei Sachen: wir haben verlangt, daß als Symbol unseres historischen Zusammenhanges mit Palästina, der kotel lianiarawi, an das jüdische Volk zurüekgegeben werde. Wir haben zweitens die Begründung der jüdischen Universität verlangt um! drittens, daß ein großer Teil der braeliliegenden Ländereien jüdischen Händen zur Bearbeitung übergeben werden soll. Wir waren also diesem Prinzip, daß Sie alle mit so großer Geschicklichkeit formulieren, nicht fremd, da IS liämiich parallel mit der diplomatischen Arbeit auch eine reale Arbeit in Palästina gehen müsse . und daß sich diese diplomatische Arbeit ihre Stützpunkte suchen müsse in der Durchführung von Arbeiten und Bedingungen in Palästina. Es war aber nicht meine Aufgabe und es war auch nicht Sokülows Aufgabe, die wir eine lange Straße fegen mußten, diese Bedingungen zu sdvafiea. Darum, Julius Simon, haben wir Dich geholt. Wir hallen Dir alle Karten i!1 die Hände gegeilen mal alle Möglichkeiten, die wir besaßen, und wir haben gesagt, sei fertig am 2. Juni, wenn am 1. Juni das Mandat erteilt wird. Und dieser 2. Juni kam und es folgten Wochen, und ein Jahr folgte darauf und Du warst nicht fertig. Und darum ist meine Arbeit, Herr de Li eine, aui das Diplomatisiercn hinuntergesunken. Um! das hätten Sie mir nicht antun sollen, am wenigsteu das sagen sollen. Ich konnte eine lange Geschichte erzählen, lind es wäre auch zu dieser Stunde für den Kongreß interessant. Ich könnte lange erzählen, wie wir auf dem langen Wege nach San Rcmo gekommen sind. Aber ich unterlasse das jetzt. Es werden einmal andere Richter über uns richten, und vielleicht gerechtere. Was wichtiger ist, ist diese ungeheuer tragische Zeit, die von San Ratio bis heute verlaufen ist. Auf der Londoner Konferenz standen wir alle hilflos da, und diese Hilflosigkeit drückte sich aus in dieser u u g c -!teuren Diskrepanz von einem Budget von vier Millionen, das Ussisclikin mit den Palästinensern ausgearbeitet hatte und der Antwort der Amerikaner: Ja, meine Herren, wir wissen nicht einmal, ob wir Ihnen das kleine Budget bewilligen könne«, das wir Ihnen bis heute geschickt haben. Jupiter zürnte, weit Ussischkin die Frechheit hatte, vier Millionen Pfund vom jiklisehen Volk für den Aufbau Palästinas nach San Rcmo zu verlangen. Das war die Situation. Stolz erklärten wir den englischen Staatsmännern, das jüdische Volk bat einen Willen, das jüdische Volk hat Geld, das jiidische Volk hat Menschen; aber dieses jüdische Volk machte uns nadi San Reino aus dein Munde der berufenen Vertreter einer Gemeinschaft, die dreieinhalb Millionen Juden hat, einer Gemeinschaft, von der ein Bruchteil das ganze Palästina aufbaiien könnte, eine Bankerutterklärtnig. Dann begann alles das, was weiter kam. Wenn sieh jemand hier in diesem Saal einredet, ich sei nach Amerika gefahren, um eine Strafexpedition zu leiten, so ist er schief gewickelt. Ich bin hingefahren, um diese Judengemeinde zu entdecken, es war die Reise eines jüdischen Kolumbus, der das jüdische Amerika nochmals entdecken mußte, denn inan hatte uns das jüdische Amerika vorenthalten. Zwischen uns und dem jüdischen Amerika war eine eiserne Wand gestanden, die idi mit meinem armen Kopf durchbrechen mußte, weil kein anderer da war, der es tun konnte oder tun wollte. Idi habe auch von Herrn Brandeis eine hohe Meinung, den ich ebensogut kenne wie Herrn Simon. Denn er hat ihn wahrscheinlich viermal gesellen und ich habe ihn dreimal gesehen. Als ich «ach Amerika kam — diese Episode soll bekannt werden und damit schließe ich diese Geschichte —, sprach idi mit Herrn Brandeis; ich erzählte ihm über Palästina, erzählte ihm, was ich gesehen habe, erzählte ihm von den Chalu/iin, der schönsten Erscheinung Palästinas und daß diese Chaluziin auf der Piska stellen und Palästina nur von ferne sehen können, damit sie in Palästina bleiben können, müssen wir heute zu arbeiten anfangen. Wenn Sie, Herr Brandeis, diese Chaluzim im Lande verankern wollen, so setzen wir mit der Arbeit ein! Lange und - ich glaube — inbrünstig, überzeugend, mit allem was Rh bin, sprach ich zu ihm vom Zustand in Palästina, jdi sprach auch vom heranziehenden Gewitter, das nachher wirklich au?gebrochen ist. Und als ich fertig war, da begann Herr Brandeis über r— das Wetter zu sprechen, um] damit war die Sache Brandeis für mich erledigt — und für Sie auch. (Applaus.) . Und nun noch eine Erklärung. Wenn Herr Brandeis ein Programm bat und wenn Herr Brandeis Pläne hat und wenn Herr Brandeis Männer hat, und wenn er mit seinem Programm und seinen Plänen und seinen Männern Herkommen will und von hier nach Palästina gehen will und dort arbeiten will, idi werde der erste sein, der ihm Platz macht, Es ist hier viel geklagt worden, daß man über die politische Situation nicht mit genügender Klarheit gesprochen hat, daß man die Mandattragc und die krage der Grenzen, die schlecht steht, nicht erwähnt. Meme Herrschaften, das Mandat ist publiziert und kann JJ-M. keine Aendcrung erleiden, mit einer Ausnahme, die ich jetzt erklären will Transjordanien, das noch im ersten Text des Mandats außerhalb des Bereiches des . . ... . - einzige, haben, ist eine Konzession in den Wasscrrcehtcn mitsprechen zu dürfen. Und jetzt noch vor einer Woche, njs die Administration in Palästina durch das Treiben einiger Soldaten uns die Grenze ändern wollte, haben wir auf das strengste protestiert und haben die Grenze festgelegt, nach jenen Linien, die damals vereinbart wurden. Das ist nicht befriedigend, aber mit den Kräften, die uns zur Verfügung staiiden, war nichts anderes zu erreichen.^ So ist es auch mit dem Mandat. Wenn Sie seit San Rcmo uns inehr gegeben hätten als wir hatten, so hätten Sie vielleicht das Recht, «!ehr zu verlangen. Jetzt kaum. Es tut mir leid, daß Simon in ironischer Weise über die Vermehrung der Leitung sprach. Herr Simon, es war vielleicht der schönste Teil des Jahres 1919! Es war nach Schluß des Krieges, der große Vorhang wurde zerrissen und aus den Trümmern der Organisation kamen einzelne Männer ans .Palästina, aus Rußland und später aus Deutschland, und wir freuten uns über diese Männer und suchten auf diesen Trümmern einen Ersatz der Organisation zu schaffen. Es war vielleicht illegal, aber das waren die Trümmer, die wir hatten. Lächeln Sie nicht darüber, Herr Simon. Und nun zur Araberfrage. Es scheint, als ob dieser Kongreß die Araber entdeckt hätte. Noch im Jahre 191S, als wir nach Palästina kamen, setzten wir uns mit den Arabern in Verbindung, die wir erreichen konnten und, Freund Bubcr, Feisai war kein ״Notabler“, er war das Symbol der arabischen Freiheit, wie sie die Araber verstanden, denn er kämpfte für diese Freiheit. Wir setzten uns mit ihnen unter grüßten Schwierigkeiten in Verbindung. Diese Vcrbindüngen sind nicht abgebrochen, aber mit dem Apparat, den wir besitzen, ist diese Arbeit ungeheuer schwierig, wegen der Atomisierung der Araber und deswegen, weil die Araber in drei oder fünf großen Zentren konzentriert sind. Wenn wir heute zionistische Büros oder politische Büros in Bagdad, in Kairo, in Jerusalem, in Damaskus und in Marokko einrichten würden, um mit den Arabern zu verhandeln, so würden Sie uns diese Büros aus unserem Budget streichen und wieder lächeln wie über das Pariser Büro. Nach meiner Ueberzeugung kann die Zusammenarbeit mit den Arabern auf zwei großen Linien geschehen: auf der Linie des ökonomischeu Zusammenwirkens in Palästina und auf der Linie des kulturellen Zusammenwirkens in den großen Kultur- Zentren der Arbeit. Und wir sollten heute, wenn wir uns unserer Aufgabe wirklich bewußt waren, unsere besten Männer in den großen Zentren der arabischen Kultur haben, dort sie zu verstellen versuchen und mit ihnen das Zusammenwirken!!erstellen, das schon vor hundert Jahren existierte und das wieder existieren wird. Und auf diese Weise hätten wir die ausgeschlossen, die jetzt zwischen uns und den Arabern stehen und diese zwei rassenverwandten Völker entfremden. Auf der A.-C.- Sitzung 1919 sprach ich vor ihnen über das große arabische Dreieck, dessen Eckpunkte Mekka, Ba״dau und Damaskus sind und sagte, daß in diesem Dreieck unsere große arabische Arbeit einsetzen muß. Aber es soll liier betont werden: was man hier schreibt und sagt, die ganze politische Arbeit bei Arabern und Nichtarabern hat uns, sage und schreibe 8000 Pfund gekostet. Das ist alles; dafür haben Sic genug, ich werde von diesem Kongreß in Zukunft dafür ein Budget wie für alle anderen Arbeiten verlangen. Der Kontakt init der englischen Regierung ist nach der Meinung einiger Herren ein schlechter, und dabei hat es Herr de Liane für notwendig gefunden zu sagen, was für einen Eindruck kann Herr Cow e n auf die englische Regierung machen. Was wissen Sic darüber? Waren Sie einmal bei der englischen Regierung und wissen Sie, welchen Eindruck er macht? Und wenn Sie etwas wissen, war es Ihre verdammte Pflicht und Schuldigkeit, zu schweigen, Co wen zu stärken und nicht zu schwächen. Der Vertreter der Zionistischen Organisation, der zur englischen Regierung geht, hat das Vertrauen und mul! das Vertrauen haben. Es ist leicht, unsere Männer zu zerfetzen und damit hat man sich fleißig hier beschäftigt. Noch viel mehr außerhalb dieses Kongresses, in der zionistischen Presse. Und dann, nachdem Sie Ihre Männer zerfetzt haben, kommen Sie und verlangen politische Erfolge. Während wir in Paris und j besonders Sokolow — er hatte die undankbarere Auf- I gäbe — verhandelten, erschienen in einem zionistischen ן Blättchen zehn Artikel aus der Feiler eines Mannes,; der eine Autorität in der Bewegung hat, die uns als von 1 den Engländern düpiert dargestcilt haben. Das brauchte j man gerade, um die Grcnzangclegcnhcit zu erschweren. I Das war es ja gerade, und ich bitte die Herren von der Rechten und von der Linken, das zu verstehen, was die französische Regierung Herrn Sokolow erwiderte. Der Zionismus würde benutzt, um den englischen Imperialismus zu maskieren. Als wir sagten, nicht England, sondern w i r brauchen diese Grenzen, das Wasser ist für die ökonomische Entwicklung Palästinas notwendig, da brauchte man nur die Artikel Nordaus zu zitieren, um zu beweisen, daß wir englische Agenten sind. So haben wir Stich auf Stich bekommen. Sabotiert war die politische, diu finanzielle Arbeit, sabotiert die Organisation und die Agitation. Und jetzt verlangen Sie von mir Resultate. Ich habe alle• gegeben, was ein Mann geben kann, gebt ein Zehntel davon, dann wird der Keren Hajessod ׳ Und nun voU und stark saht das Kapitel Samuel, das vielleicht einen Sturm hervorrufen wird, wie ich schon gesehen habe. Meine Herren der L&tkca, meine Freunde der Linken, idi bitte Sic, darauf zu hören. Vielleicht bin ich verantwortlich für das Kapitel Samuel, ln dieser Versammlung gibt es keinen Menschen, der an der Ernennung Samuels mehr Anteil und mehr Freude hatte als ich. Samuel ist unser Freund, hat mit uns redlich gearbeitet vom ersten Moment an, er hat auf unser Verlangen, von unserer moralischen Autorität gestärkt, den schweren Posten angenommen. Samuel wird noch heute in einem Memorandum, dessen Kopie ich habe, von der arabischen Delegation als ״Zionistenfiihrer“ verschrien. Samuel ist in der nicht beneidenswerten Situation, von beiden Seiten Schläge zu bekommen. Samuel hat große Fehler begangen und ich bin bereit, dem politischen Komitee meinen Briefwechsel mit Samuel zu unterbreiten. Sie werden sehen, daß wir mit Samuel in Worten gesprochen haben, die vielleicht schärfer wirken, als diese Demonstration. Aber cs ist unser Samuel, er ist ein Produkt unseres Judentums, und vergessen Sie nicht, Erez-lsrael und Palästina sind nicht identisch und werden auch für lange Zeit nicht identisch sein. Samuel ist High Commissioner für Palästina, und w i r sind High Coinniissiouers für Erez* Israel. Und es werden vielleicht Zeiten kommen, wo diese zwei High Commissioner miteinander eir.cn schweren Stand haben werden. Hoffen wir, daß es nie dazu kommt. Aber wir haben ihn auf uie Stelle gcbracht und haben ihn zum Toii geschwächt dadurch, daß wir nicht mit ihm gearbeitet haben. Fangen wir an zu aroeiten und sehen wir dann, vielleicht ist es ein anderer Samuel, und so lange das nicht geschehen wird, dürfen wir die Hand gegen Samuel nicht heben, denn Sic wissen nicht,• was nach ihm kommen wird. (Sehr richtig!) Es wird notwendig sein, daß unsere besten, klügsten und energischsten Männer zu Samuel gehen, von hier aus, von diesem Kongreß aus und ihm sagen, was wir von ihm verlangen, und ihm die Mittel bieten, es durchzuführen. Das müssen wir tun, hevor wir Demonstrationen gegen ilm machen. Die Briefe und Dokumente stehen dem Kongreß zur Verfügung. Morgen wird Ihre politische Kommission tagen, alles soll ihnen vorgelegt werden, und dann sollen Sie urteilen. Nur noch einige Worte zur Palästinafraße. Ich verstehe von ökonomischen Dingen wenig. Ich verließ mich in dieser Beziehung auf Simon. Ich habe hier eine Karte, in dieser Karte ist der von uns besessene Boden rot markiert. Nach der :Meinung unserer Experter, soll es auf diesen Ländern möglich sein, die Sanguiniker sagen 300000, die weniger Optimistischen sagen 100 000 Leute anzusiedeln. Wenn Sie 100 000 Leute auf diesen Gebieten verankern, so ist der Nerv Palästinas, der Jordan und die Küste, jüdisch, und damit Palästina jüdisch. Das ist der Kernpunkt des Problems. Ob es drei Millionen kostet oder acht Millionen, das muß in den nächsten drei bis fünf Jahren gemacht werden, und das ist möglich für das jüdische Volk. Das ist der Zcntralpunkt der Aufgabe, die dieser Kongreß sich stellen muß. Wir sind viel weiter gekommen in Palästina, als wir cs denken. Wir haben den Wald vor lauter Bäumen nicht gesehen. Es bedarf einer verhältnismäßig kleinen Anstrengung und die Sache ist vollbracht. Denn es ist nicht eine Frage der numerischen Majorität, es ist die Frage der Verankerung einer größeren produktiven Menge von Juden. Wir haben den Boden, wir haben die Pläne, wir haben die Möglichkeit und wir können das Geld finden. Amerika oder nicht Amerika, Brandeis oder nicht Brandeis, es wird da sein, wenn Sic alle so arbeiten, wie es nötig ist. So liegt die Aufgäbe. Der politische Weg ist geebnet, der Straßenfeger hat seine Arbeit getan, es ist Ihre Aufgabe, die Straße zu gehen. Noch eine dritte Aufgabe hat de Liane gestellt: Wie zieht man heran. Ich glaube auch darüber mit einiger Autorität sprechen zu dürfen. Wenn jemand einige Männer hereingebracht hat, so war es vielleicht meine Wenigkeit. Es gehört eine ungeheure Energie dazu, diese Männer zu gewinnen. Aber man soll sie unter einer Bedingung gewinnen, daß sie in die Lehre gehen, bevor sie in Reih und Glied kommen. Der Zionismus heute ist nicht das, was er vor zehn Jahren war. Man muß ihn lernen und muß ihn verstehen, und der einzige Weg, diese Männer zu gewinnen, ist, daß man ihnen umschriebene Aufgaben gibt, in welchen sie ihre Erfahrungen verwerten können. Das ist der Sinn des Economic Council, über welches hier auch unrichtig gesprachen wurde. Der Economic Council existiert und hat die Arbeit angefangen. Es ist unsere Sache, ihn zur Arbeit anzuregeii, aber nicht, ihn als zionistische Leitung zu proklamieren. Weder sind wir reif zum Emp•. fange dieser Männer noch sind die Männer reif, um zu 1ms zu kommen, aber durch jahrelanges Arbeiten auf beschränktem Gebiete wird es sich vielleicht einmal ergehen, daß die Männer uns näherkommen. Meine Herrschaften, es ist spät. Ich will diese Leitung nicht verteidigen und will am wenigsten mich verteidigen. Wir haben in London und in Palästina schwere Felder begangen mul werden, wenn wir in der Leitung sind, auch andere Fehler begehen. Das ist menschlich. Icli bitte Sie aber, wenn Sie nächstens eine Leitung wählen, dann sorgen Sie auch dafür, daß die Autorität, die der Leitung gegeben wird, proportionell ist der Verantwortung, die auf sie fällt. Machen Sie Ihre Leitung nicht zu Gefangenen, machen Sie sie zu Dienern der Zionistischen Organisation. Für meine Person erkläre ich feierlich, daß ich mich nicht mehr von meiner eigenen Arbeit werde einfangen lassen. Alle konnten demissionieren, heute war cs Naiditsch und Zlatopolski, morgen war cs Simon und de Liemc, übermorgen war es Brandeis. Der einz.ige, ««־ nicht resignieren konnte, war ich. Wir werden uns die Freiheit reservieren, auch demissionieren f Zwingen Sie uns nicht in Ketten, denn das stört die Arbeit und da* macht die Arbeit weniger verantwortlich. Wenn der Kongreß auf d e Höhe Sc Verantwortung kommen will, die jetzt auf ihm liegt so bewußt Sti״iCllUl!err״ä,"C׳״ die dcr Verantwortung bewußt *cm und auch die notige Autorität haben wird. manchmal* h1cr worden ist, daß man E k". T“te* ohne das Au-C zu befragen. Die Not hat dazu gezwungen. Man konnte

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