Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1921-09-06 · Heft 71 (6.9.1921) · page 7

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVI (1921)
Issue
Heft 71 (6.9.1921)
Date
1921-09-06
Page
– (sequence 7)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
90% known words query
IRI
…/2651273-2652316-2652380--14306-2672116
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Nr. 71 J U EDI SCH E RUNDSCHAU Seite 5t7 p^vbflis »rsteiftm. p g-׳uä Svar die , m der Ks nicht ■nednis. St° nua, tn^aivp, 1 hiitorj. f1 ״cics Bnstatte i v.'urdi•. Heim* cii ranke atonale >:ו nten), *st *sehe b. die daß es Heim, ei leicht ™ um te des KÜeder i'iß ju!*•rehen werde: Wesens Landes; 50‘ae!sollen 1 Man. ibbnth hetage ohne giösen «glich r der dhät/.e 1 zum atuog. 8» der te jü- ,kannt iffung irken; . Die etung ölten,; nicht i'i.'ar• atioa utritt ende• fcatioilker*; 1919! sehr j :htig, storidem 1 ihr gibt, »racl) ז die üieß* 1; er- Verj ganiidem? : atrf eiten t sei indes ,eher* eben .usd, rger* msoden alle ׳Hga* ver• ieser i Snde »iner dk di« lg״• i Usti• Igp!kels ides :ete: ,ent• llil}• der nztp der imr, tarn tatd piet und unl wirtschaftlichen Mißbrauch oder Nichtgebrairch sowie die Hebel der ״Toten Hand“ verhindern uiv.l den Bodenan teil des Einzclbcsitzcrs beschränken. Was die Erwährantg eines ״jüdischen Gemeinwesens“ (״Jcwish Commonwealth") betrifft, so war bereits Pr. Weizmann Mitteilung gemacht wo ixten, daß die englische Regierung die Annahme des Mandates überhaupt ablehnen könnte; wenn man seitens der Zionistischen Organisation auf diesem Punkte bestände. Man erwartete, daß die Verhandlungen über die Frialcnsbedingungcn mit der Türkei zu jener Zeit bercits zu Ende gelangt seien. Infolge der internationalen Weltlage entstanden jedoch verschiedene Schwierigkeiten die zu einer mehrfachen Verschiebung des Zeitpunktes der Unterzeichnung des Friedensvertrages führten. Selbstverständlich komue \\m einer Ratifikation des Mandates keine Rede sein, ehe seine formelle Hebertragung stattgefunden hatte. Oie Verzögerung der Regehing der Frage war von vielen Gesichtspunkten aus bedauerlich, jedoch vielleicht für niemanden sd1'i.־n1m>r als für die Zionistische Organisation *md für die Lage der Juden m Palästina. In der Zwischenzeit war Lord Curson Mr. Baitour als Staatssekretär des Acußcreu gefolgt, und die Beratung des türkischen Friedensvertrages stand nun unter seiner Leitung. Als die Frage Palästinas auf die Tag!׳- Ordnung kam, wurde der Vorentvvurf des Mandates erwogen. Während der Monate April und Mai 1920 wurde eine Reihe grundlegender Aenderungcn gemacht, die schließlich in dem Entwurf vom 10. Juni 1920, der als erster •offizieller Entwurf gelten darl niedergclcgt wurden. Die Aenderungcn waren die folgernden: 1. 111 der Eingangsklausel war der Passus bezüglich Anerkennung des historischen Zusammenhangs des jüdischen Volkes mit Palästina gestrichen worden. 2. Tier Ausdruck ,,autonomes Gemeinwesen“ im Artikel '3, war ersetzt durch ״autonome Instituiionui“, und der Gedankengang war so. geändert worden, daß die jüdische Seite der Frage in den Hintergrund trat! 3. l>as Vorrecht der jüdischen Vertretung, daß sie bei der Erteilung von Konzessionen, die sic selbst nicht übernehme, befragt werden solle, war zurückgezogen worden. 4. Die Anerkennung der Tatsache, daß die Schaffung der jüdischen nationalen Heimstätte das leitende Prinzip bei der Durchführung des Mandates sein solle, war gestrichen worden. 5. Der Paragraph, in dem die jüdische Hildungsangelegcnheiten der jüdischen Vertretung übertragen worden waren, war gleichfalls gestrichen worden. 6. Die ausdrückliche Erwähnung des jüdischen Sabhath und der jüdischen Feiertage war ausgelassen worden. Dies waren die hauptsächlichsten Aenderungcn. Außerdem war noch eine Reihe anderer Aenderungen vorgennmmen worden, die jedoch mehr formeller, nicht so sehr materieller Natur waren. Es wurden sofort Schritte unternommen, um die Regicrung von unseren ernsten EinvvärvJcn ״egen diese Aenderungen zu verständigen. Es wurde darauf hingewiesen, daß die Entscheidung über die Zukunft Palästinas der Zionistischen Organisation weitgehende Verpflichtungen aufcrlegte. Ob die Zionistisch« Organisation imstande sei, diesen Verpflichtungen voll isachzukomincn, hänge letzthin davon ab, daß es ilir gelänge, die volle Unterstützung des jüdischen Volkes zu sichern. Daher sei «3 nötig, daß das Mandat so abgefaßt sei, daß es deir größtmöglichen Widerhall in der jüdischen Welt füide. Bezüglich der Klausel betreffs des historischen Zusammenhangs wurde die britische Regierung darauf hingewiesen, daß es, in Anbetracht der Tatsache, daß in dieser Klausel das Fundament der ganzen" Politik des Mandates nicdergclcgt sei, passend und billig wäre, daß sie in dem Dokument, in dem diese Politik ihre internationale Sanktion erhalte, eingcsclilossen werde. Bezüglich der Autonomie wurde darauf hingewiesen, daß obzwar die jüdische öffentliche Meinung sich darüber klar sei, daß ein bedeutender Zeitraum verfließen müsse, che Palästina für volle Selbstverwaltung reif sei, eine Klausel, die die allmähliche Verwirklichung dieses Zieles ausdrücklich vorsehc, notwendig sei, und daß daher die Ersetzung des Ausdruckes ,,autonomes Gemeinwesen“ durch ״autonome Institutionen“ ungliicklieh getroffen sei. Die wirtschaftlichen Klauseln des Entwurfes waren auch tiefgreifenden Aenderungen unterworfen worden. Der Junicntwurf gab der Regierung Palästinas bloß das Recht, mit der Zionistischen Organisation Verhandlungen zu führen bezüglich der Ucbcrnahmc, der Durchführung und des Betriebes von öffentlichen Arbeiten und Diensten und der Erschließung der Naturschätze Palästinas durch die Zionistische Organisation, sofer »diese Aufgaben nicht direkt von der Regierung übernommen würden und mit dem Vorbehalt der Beschränkung des Gewinns auf eine angemessene Verzinsung des Investierten Kamtals. Dies waren bloß Fakultativbestlmniimgen, die der Zionistischen Organisation J<ein gesichertes Ontonsrccht gewahrten, wahrend andererseits, falls die Zionistische Organisation eine Konzession bekäme, ihre Gewinne im Gegensatz, zu denen anderer Unternelmicr ausdrück- Hdt beschränkt waren. Es wurde darauf liingcwicsea, daß das Vorrecht der Zionistischen Organisation bei der Erteilung von Konzessionen von großer Bedeutung sei, d3 es die Organisation instand setze, Arbcitsgclegcnbeiten für jüdische Arbeitskräfte *u schaffen, Es liege gewiß kein Grund vor, daran zu zweifeln, daß es tatsächlidi die Absicht der Regierung Palästinas sei, der Zionistischen Organisation jede Gclegcnfteit zur Ausrührung der Arbeiten, die sie unter angemessenen Bedingungen übernehmen könnte, zu gewähren. Zwar sei in der Klausel, die der jüdischen Vertretung das Recht gab, mit der Regierung Pakistans in den Wirtschafts-!ragen, die die Schaffung der jüdischen nationalen Heimstättc betreffen, beratend mitzuwirken und an der Er* Schließung Palästinas tcilzunchmcn, Hierfür Vorsorge getreffen worden. Nichtsdestoweniger sei es sehr erwünscht, daß ein so wichtiger poiitisdvjr Gesichtspunkt ausdrücklich in dem Mandat erwähnt sei. .Es wurden ferner Einwände gegen die anderen Aenderungen des Entwurfes erhoben. Die Bemühungen *ranzentrierten sich jedoch auf die oben erwähnten drei Gesichtspunkte. Das Auswärtige Amt sah die Stärke der zionistischen Argumente ein und führte im August Berliner Ha!מס de? Btaoi ElonUUnoh# Verneigung, Borlin 0 18, Geydelatiele Telephon! Zentrum BM4/1S FoeUebeokkonto No. 1800• Berlin NW 7, KawenTerwtltong der B. Z. V, .. 1!1 ןw»»1jm)MWW1|EM— Befar2110h« Lea«halUj de• Kiltardeiemitfl der 0, Z.?. prajcontrctraBo 22 (Hof). — Hontkg, Mlitwoeh und Don• Doratag von IV-10 Ubr. — Fast all• hehrflUohen Zollunion und MouataLofta dar Welt U«gen aua. — Anakanft»§t©!U für habriMach• xlHf:010K0nhoitau- - Habr&Ucha LehrervermltUunR. - Treffpunkt aller Freund» fl dt hobr&tsoheu Spraoha. Siutriti f c o l. SÜttwo&h, den 7, September abends 8 Uhr Gruppe Ott Behammsawoln im Behweiasergarte», am FHodriehshain 29. Donner!tag, den 8.80ptomb0r abends 8^ Uhr Groppe Chsrlotteiiborjr GomUtUchm BoumrnmoHnoiu in Jonn.Ys Konditorei, Momrn*enntr. 89 Sounabonl, den 10. Beptembor abends BK Uhr IlapoSUBsaftfr, in den Bitumen der Ajradaa Achim, Goren an nstr, 29 Chawer Ochs: *Kongroßbericht“. GUste willkommen. Sonntag, den, 11. Moptombor Zionistischer Ja*end»rreln llsrlla. Wandernittr ■•elf Potsdsra—t'apnth. Troflpunkt V/% Uhr von dem ttalrahof AloxnndorpUt». Führung: Eva Frankfurter. KelUrdeaemat der B. Z. V. Kröffntm* der hebrKlsrhea KindergSrtea West and Cbarlottesburf Aufnnp odor liltto Buptomber. Toilnohznor wollen eioh fttr Cbar• )ottenbnrg an Herrn Dr.B ab» Brofjeneer 8tr. 3 (Uhland 41&6), ftlr West an Frl. Landau, Motestr.41 (Uhland 4089) oder an dsa Kulturdozomst dor B.Z. V., Soydolatr. 8 jZontrnm 6314/15) wenden. 1920 den. Ausdruck ״historischen Zusammenhang“ wieder ein, ließ aber sonst alle anderen Aemierungen bestehen. Im Oktober 1920 wurde jedoch die Klausel vom ״historischen Zusammenhang“ wieder zurückgezogen, und der Mandatsentwurf erhielt im wesen!- liehen die Form, die er im Juni gehabt hafte. ln diesem Stadium kam inan zur Ucberzcugung, daß, wenn man das Mandat verbessern wollte, man sich auf die Hauptpunkte beschränken müsse. Angesichts der Tatsache, daß die. endgültige Entscheidung bevorstand, wurden die Verhandlungen energisch weitergeführt, und man bemühte sich auch, von anderer Seite Unterstützung zu erlangen. Anfang November hatte Herr Dr. Weizmann zwei Besprechungen mit Mr. Balfour, mit dem er bereits int Oktober über das Mandat korrespondiert und den er damals über die Flauptpunkte, die äiuierungsbcdürftig seien, aufgeklärt hatte. Die zionisttisclu: Leitung trat auch an den englischen Premierminister heran, und die Lage wurde mehreren führenden Mitgliedern des englischen Kabinetts, einschließlich Lord Milncr und Sir Altred Mond, dargelegt. Sir Herbert Samuel unterstützte gleichfalls unsere Vorstellungen in seiner Stellung als Oberkoinmissar Palästinas, tlesondere Erwähnung verdienen endlich die wertvollen Dienste, die Major James de Rothschild in diesem Stidium, wie bei vielen früheren Gelegenheiten, leistet. Die 'strittigen Punkte wurden .auch zur Kenntnis Lord Robert Cecils und der parlamentarischen Gruppe für Paliistinaangelegenheitcn, deren Vorsitzender er ist, gebracht. Die ürnpjx־ hielt am 9. November 1920 irn Unterhause eine Sitzung ab und nahm die folgende Resolution an: ״Die englische Regierung soli dringend ersucht werden, in dem Palästinamandat eine definitive Anerkennimg des ״historischen Zusammenhanges“ des jüdischen Volkes mit Palästina und der Stellung der Zionistischen Organisation, sowie der Politik der Ent- Wicklung Palästinas in ein autonomes Gemeinwesen zum Ausdruck zu bringen.“ Zu gleicher Zeit trat die Zionistische Organisation Amerikas an den englischen Gesandten in Washington heran und machte Vorstellungen im gleichen Sinne. Im Fortgang der Verhandlungen zeigte cs sich, daß beziiglich der wirtschaftlichen Klausel' des Mandats keine wesentlichen Konzessionen gemacht werden würden. In Kreisen, die den zioiüstisdte;! Bestrebungen mit ungeteiiter Sympathie gegenüberstanden, war man fast einstimmig der Meinung, daß «s weder möglich noch im Interesse der zionistischen Bewegung seist erwünscht sei, in dem Mandat irgend etwas festzulegen, was wie die Erteilung eines Wirtschaftsrnonopols an die Zionistisdhc Organisation aussche, Es konnte kein Zweifel daran bestehen, daß die zionistische Mitarbeit bei der wirtschaftlichen Entwicklung Palästinas begrüßt werden würde mul daß die Zionisten jede Gelegenheit haben würden, soweit cs ihre Mitte! mir gestatte:!, an ihr teilzimehmeii. Andererseits erkannte man, daß die ausdrückliche Erteilung weitgehender Privilegien prak* tisch von geringer Bedeutung sei, andererseits aber Opposition erregen würde, die nutzlos aufzureizen zwecklos wäre, und daß eine solche Bestimmung als im Widerspruch mit dem Gedanken des Völkerbundes stehen«( hlngestellt werden könnte. 0.111z anders «her verhielt es steh mit der Eingangs־ klausii bezüglich des ״historischen Zusammenhanges“ mit Palästina. Die Beibehaltung dieser Klausel wurde von der Zionistischen Organisation dringend gefordert, und es gelang den zionistischen Vertretern in vielen einflußreichen Kreisen Oehör zu finden. Anfang Dezember 1920 wurde der Mandatsentwurf vom Kabinett erwogen und endgültig mit Wiedereinsetzung der Klausel vom ״historischen Zusammenhang" gebilligt. Am 7. De- /.cmlier wurde er von Mr. Baltour dem Rate des Völkerbundes zur Bestätigung unterbreitet. Dieser Entwurf wurde von der englischen Regierung als offizielles Dokument veröffentlicht. Das Mandat in seiner gegenwärtigen Form anerkennt die jüdischen Forderungen und die Stellung der Zionistischen Organisation in sehr weitgehendem Maße, Es bestätigt die Balfour-Dcklaratinn aufs neue. Es stellt die Förderung der jüdischen nationalen Heimstätte in die erste Reihe der Obliegenheiten der Mandatarmacht, Es gibt der Zionistischen Organisation, als der anerkannten jüdischen Vertretung, das Recht, mit der Regicrung Palästinas in allen Fragen, die die jüdischen Interessen angchcn, ziisammenzuwirkcn. Es sichert Begünstigungen für jüdische Einwanderung und intensive Bodcnbcsfedhing zu. Es trifft Vorsorge dafür, daß die Juden, die nach Palästina kommen, um sich dort nieder• zulasscrh die palästinensische Staatsbürgerschaft er• werben. Es erkc-nnt schließlich ausdrücklich dU hebräisdic Sprache afs eine der offiziellen Landessprachen an. Man erwartete, daß der Rat des Völkerbundes die Mamiatfrage bei seiner Sitzung im Dezember 1920 erledigen würde und hielt es für ratsam, das Mandat lieber so anzunchmen, wie es war, als die politische Situation in Palästina sich infolge der Ungewißheit über die Zukunft noch verschlimmern zu lassen. Infolge der Nichtratifizicmng des Vertrages yon Sevrcs und der Opposition Amerikas gegen alle Mandate, fühlte sich jedoch der Rat des Völkerbundes außerstande, bei dieser Sitzung die Mandate des nahen Ostens zu behandeln. Bei der nächsten Sitzung im März 1921 wurde «be Frage auf Wunsch Mr. Churchills, der gerade zum Kolonialsekretär und im Zusammenhang damit zura verantwortlichen Minister für die unter dein britischen Mandate stehenden Gebiete ernannt worden war 1mJ der die Probleme vor ihrer endgültigen Regelung an Ort und Stelle studieren wollte, von der Tagesordnung abgesetzt. Bei der Sitzung im Juli war von der Regierung der Vereinigten Staaten noch keine Antwort eingetroffen. Im gegenwärtige:! Augenblick (August 1921) wartet der Rat des Völkerbundes noch auf die Klärung der Haltung der Vereinigten Staaten zur Frage der Mandate. Die nächste Sitzung des Rates wird im nächsten Monat stattfüidcn, und es werden alle An־ strengungeu gemacht, um schnellstens die endgültige Regelung der Frage herbeiniführen. Es ist bekannt, daß die englische Regierung kleine Aenderungcn des Entwurfes io Erwägung gezogen hat, und die Zionistisch« Organisation Hat daher verschiedene Aenderungen, die sie in dem Mandat durchgcführt zu sehen wünscht, unterbreitet. Nach Billigung des Mandates durch den Rat des Völkerbundes maß es noch formell dem Unterhause zur Bestätigung vorgelegt werden; man glaubt jedoch, daß nach den gegenwärtigen Absichten der Regierung keine weitere Diskussion über die Einzelheiten des Mandats Startlinien wird. ln der Zwischenzeit haben sich die schrecklichen Ereignisse in Jaffa zugetragen, und ihnen ist eine offizielle Interpretation der ' ßalfour-Dckhraüon durch den Oberkommissar gefolgt, der Mr. Churchill in seiner Rede im Unterhause beigetreten ist. Die Sparsainkeitskanipagne ist inzwischen in England sehr stark geworden, und auch Palästina ist Gegenstand von Angriffen geworden. Die Lage ist daher noch nicht ganz frei von Gefahren, und große Vorsicht und Sorgfalt ist nötig, um das Mandat erfolgreich durchzubringen, lieber das endgültige Resultat haben wir jedoch keine Befurchtungen. Während der ganzen Verhandlungen war trotz der häufigen Aendcrunec« des Textes und der zweitellosen Schwächung des Dokumentes, nammcntlirh bezuglieh der ausdrücklichen Erwähnung der Enizelheilen der jüdischen nationalen Heimstätte, eine Tatsache vollkommen kar: welche Absichten auch einzelne Mitglieder der Regierung haben und wie sie auch die Balfour- Deklaration ausdeuten mögen, die englische Regierung als solche hat nicht die Absicht, ihre Zusage rückgängig zu machen. Sie iiat dies Versprechen gegeben, ■und sie beabsichtigt, es auch trotz aller Hindernisse zu hakten. Kleine Mitteilungen Die jüdische Grandschale in Charlottcnburg am Stuttgarter Platz eröffnet fm Oktober ihre zweiitc Klasse. Der Lehrplan der Sdiuk, die nach moderner* Grundsätzen geleitet wird, umfaßt neben dem der deutschen Schule Hebräisch in Wort und Schrift, das nach leichtfaßlich,er Methode mit bestem Erfolge gelehrt wird. Ferner wird ein Harvdiertigkcitxunterricht erteilt und es ist beabsichtigt, einen orthopädischen Turnunterricht anzugiiedem. Anmeldungen für die beiden unteren Klassen weiden noch entgegt-ngenommen und sind zu richten an die Leiterin der Schule: Fräulein Oberlehrerin Landau, Motzstr. 41, oder an den Jüdischen Schulverein, Seydelstr. '3 (Zcntr. 14/16(31־). Ein großer jüdischer Liederabend Mittwoch, den 23. September, veranstaltet das J ü - dische Arbeiter-Emigranten-Komitee, in dem sämtliche jüdische Arbeiterorganisationen vertreten sind, einen jüdischen Musikabend ini Blüthncrsaal, Liitzowstraßc 76. Auf diesem Abend wird zum erstenmal der gemischte Chor des Jüdischen Arbeiter-Clubs unter Leitung des jüdischen Komponisten Herrn J. G lad st ein auftreten. Als Solisten «■••erden Frau Vera Goldberg-Kancwska (Sopran) und Herr Opernsänger Leo Brahms (Tenor) mitwirken. Orgclbcgleitung: Herr Adolf Schütz; Klavierbegleitung; Fraulein M e e ro w i c /. Zum Vortrag gelangen eine ganze Reihe dem Berliner jüdischen Publikum noch nicht bekannter Volkslieder und einige jüdische Kompositionen vom Herrn Glattstem. De Namen der Beteiligten versprechen einen musikalischen Erfolg. Karten sind bei Bote ft .Bock, Werthelm und an der Abendkasse zu haben, sowie in den Ortsgruppen des ״Bund", ״Poale-Zion“ tmd ״Hapoel-Hazair“ Hebräische Sprachschule in Berlin. I. Der Unterricht in der Schule ist wieder aufgenominen worden und es können noch Neuaufnahmen in allen Klassen nach Rücksprache mit dem Unterzeichncten erfolgen II. Die Eröffnung neuer Anfängerklassen für Schüler und Erwachsene findet nach den Feiertagen statt. III. Wir machen die Teilnehmer der Kurse auf die Schulbibliothek aufmerksam, die Ws auf weiteres jeden Donnerstag von 2 4 Uhr itn Zionistischen Zentralbüro 1. Tr., Schreibraum, geöffnet ist. IV. Sprechstunden in allen Schulangelcgenheiten: Montag, Dienstag und Donnerstag 8*/* Uhr abends in der Hochschule für die Wissenschaft des Judentums, Artiltericstr. 14 I Tr., Zimmer 4. N. Berg grün, N 37, Wörther Str. 46.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.